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Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31) | Urteil

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Eagle
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Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31) | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 11. Aug. 2016, 18:49

In einer Freiburger Wohngemeinschaft hat ein Student seine Mitbewohnerin erstochen. Die Tote lag im Flug eines Mehrfamilienhauses. Der Student konnte festgenommen werden, gestand die Tat. Laut Polizei handelt es sich nicht um eine Beziehungstat. Der Student und die Frau bildeten erst seit kurzem eine Wohngemeinschaft, er war bei der berufstätigen Frau eingezogen.
Bild nicht mehr vorhandenDer mutmaßliche Täter wurde von der Polizei festgenommen. Foto: Dominic Rock
(...) Zum Tatabend: Ein beunruhigter Nachbar in der Wohnung unter der WG verständigte am Mittwoch gegen 21 Uhr die Polizei, nachdem er einen Streit und Hilferufe aus dem Treppenhaus gehört hatte. Die unmittelbar hinzugezogenen Polizeistreifen sowie der Rettungsdienst fanden die 31-jährige Frau leblos im Flur. Das Opfer verstarb vor Ort.
(...)In der Wohnung trafen sie den mutmaßlichen Täter, einen 24-jährigen Studenten, an und nahmen ihn fest. Ein Messer konnte vor Ort sichergestellt werden. Die Polizei hielt ihn von Anfang an für den Täter; bei einem Termin beim Haftrichter am Donnerstagmittag gestand er dann die Tat ein. Inzwischen befindet sich der 24-Jährige in Untersuchungshaft. Zwischenzeitlich ergab die rechtsmedizinische Untersuchung, dass die Frau durch mehrere Messerstiche getötet worden war. Zum Tatmotiv und zum Auslöser für den Streit wollten die Ermittler am Donnerstag nichts sagen.
Badische Zeitung
Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Fr, 21. Dez. 2018, 19:18, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel geändert, Thema verschoben



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Eagle
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Re: Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31)

#2

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 21. Aug. 2016, 13:58

Student (24) gesteht, Paderbornerin (31) erstochen zu haben

Bild nicht mehr vorhandenDie WG-Wohnung liegt im Dachgeschoss. Foto: fz
(...)Die junge Frau hatte im Breisgau einen Neustart unternommen. Sie habe ihre Stelle als Zahnarzthelferin in ihrer Heimat aufgegeben und sei für eine Auszeit nach Freiburg gezogen, ist aus ihrem Umfeld zu hören. Die tief gläubige Christin habe in einem überkonfessionellen Gebetshaus ein neues geistiges Zuhause gefunden. Doch am Abend des 10. August endete ihr Leben.
(...) Keine Beziehungstat. Die Polizei öffnete die Tür mit einer Ramme und nahm den Mitbewohner des Opfers fest. Er habe die Tat »weitgehend eingeräumt«, sagt Mächtel. Die Hintergründe seien aber unklar. »Wir wissen nur, dass es zuvor einen Streit gegeben hat.« Es sei jedoch keine Beziehungstat, betont der Oberstaatsanwalt. Ob der Täter in der Wohnung oder erst im Treppenhaus zustach, ist noch unklar. Auch zur Tatwaffe machte Mächtel keine weiteren Angaben. Sie sei bei dem Mann sichergestellt worden.
Demnach soll es einige Tage nach ihrem Einzug Streit in der WG gegeben haben. Der 24-Jährige soll den Satz »Ich hasse alle Menschen und ganz besonders dich« geäußert haben. Ihr Mitbewohner sei ihr sehr seltsam vorgekommen, zitiert die Zeitung einen Bekannten des Opfers. Den Hass-Satz soll er geäußert haben, nachdem er von ihrer religiösen Überzeugung erfahren habe (...)
Westfalen Blatt

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Re: Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31)

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 5. Jan. 2017, 11:48

Mitbewohnerin erstochen: 24-Jähriger kommt vor Gericht

05.01.2017, 09:18 Uhr
Weil er seine Mitbewohnerin erstochen haben soll, muss sich ein 24-Jähriger in Freiburg nun vor Gericht verantworten.
Wie die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mitteilte, findet der Prozessauftakt am 12. Januar am Landgericht statt. Dem Mann wird vorgeworfen, die 31-Jährige im August 2016 mit einem Messer getötet zu haben. Er lebte mit der Frau in einer Wohngemeinschaft. Der 24-Jährige hat die Tat zugegeben. Nach Angaben der Anklagebörde handelte er aus Hass und Verachtung für die Frau wegen ihrer Religiosität und überraschte sie mit dem Angriff. Deshalb wird ihm Mord aus niedrigen Beweggründen vorgeworfen.
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Re: Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31) | Prozess

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 15. Jan. 2017, 00:33

[...]
Markus E.* griff Susanne T.* in ihrem eigenen Zimmer grausam an
(*Namen von der Redaktion geändert!)

Die Tat war den Berichten des Hauptermittlers und des psychiatrischen Sachverständigen zufolge besonders grausam: Markus E. klopfte an die Tür und betrat Susanne T.s Zimmer, um mit ihr zu reden. Sie bat ihn herein. Die beiden hatten sich in den Tagen zuvor zwei Mal gestritten, vor allem um religiöse Fragen, Susanne T. war eine streng gläubige Christin und extra aus Paderborn nach Freiburg gezogen, um im Rahmen einer Auszeit in einem Gebetshaus zu arbeiten. Was genau die Tat auslöste, ist unklar. Der Täter schweigt sich darüber aus.

In jedem Fall ging Markus E. plötzlich auf die auf ihrem Bett sitzende Susanne T. zu und stach mit einem Messer, das er in seiner Jogginghose hatte, in ihren Hals. Anschließend wartete er – nach eigener Einschätzung zirka acht Minuten lang – darauf, dass die auf dem Boden liegende schwer verletzte Frau stirbt. Doch sie starb nicht. Stattdessen stand sie wieder auf und rannte aus dem Zimmer. Am Wohnungsausgang kam es zu einem Gerangel. Nur in Unterwäsche bekleidet rannte Susanne T. ins Treppenhaus und aus der zweiten Etage ins Stockwerk darunter. Markus E. folgte ihr – und versetzte ihr zahlreiche weitere Messerstiche, an denen sie noch vor Ort verstarb. Als ein Bewohner aus der unteren Wohnung herauskam, zog sich Markus E. in die WG zurück und schloss sich ein.

Vor der Tat hatte E. ein Manifest verfasst
Anschließend versuchte er, sich die Pulsadern aufzuschneiden. Doch damit scheiterte er ebenso wie mit dem Versuch, sich aufzuhängen – der Gürtel riss. Dem psychiatrischen Gutachter gegenüber sagte er zudem aus, dass er auch versucht habe, sich mit einer Plastiktüte zu ersticken. Am Ende wurde er am Tatabend in seiner Wohnung festgenommen. Nach seiner Tat hatte er noch auf Zetteln notiert, dass er ein schlechter Mörder sei, und nach dem zweiten gescheiterten Suizid eine weitere Notiz mit den Worten "schlechter Gürtel" verfasst. Außerdem hatte er ein auf seinem Rechner wenige Tage zuvor verfasstes und verschlüsselt hinterlegtes Manifest zugänglich gemacht.

Er habe eine Wut und einen Hass darauf gehabt, dass Susanne T. Abtreibung und gleichgeschlechtliche Ehe abgelehnt habe und sich persönlich beleidigt gefühlt, sagte Markus E. nach der Tat den Ermittlern. Sexuelle Tatmotive bestreitet er. Vor Gericht schweigt er bislang dazu und ließ lediglich durch seinen Verteidiger Roland Beckert ausrichten, dass er die Tat begangene habe und die Schilderungen aus den Vernehmungen zuträfen.

Komplexe psychische Situation des Angeklagten
Schon am ersten Verhandlungstag kristallisierte sich heraus, was zu vermuten war: Ganz einfach ist die Tat nicht zu erklären, die psychische Situation des Angeklagten ist komplex. Als Einjähriger mit seiner Mutter aus Russland zum deutschen Vater in die Nähe von Tauberbischofsheim gezogen, hatte Markus E. außer seiner Mutter nie in seinem Leben eine Vertrauensperson – keine Schul- und keine Studienfreunde, keine gleichaltrigen näheren Bekannten oder Nachbarskinder und nie eine Freundin oder einen Freund.

Er habe überhaupt noch nie Sex gehabt und sei sich über seine sexuelle Orientierung nicht sicher, sagte er in einer Befragung. In der Schule wurde er gemobbt und litt unter Suizidgedanken. Dieser Zustand hielt auch nach seinem studienbedingten Umzug nach Freiburg an und wurde irgendwann so schlimm, dass er sein WG-Zimmer kaum noch verließ. Lebensmittel bestellte er sich zum Teil im Internet, einen Job im Recyclinghof gab er wegen seines seelischen Zustands wieder auf, längere, persönlichere Gespräche waren für ihn nicht möglich.

Er machte die Nacht zum Tag, schaute Filme und machte Computerspiele. Vorbilder habe er keine, sagte er, er liebe aber Comedy und die literarische Verkörperung des Bösen, Hannibal Lecter, bekannt aus den Büchern von Thomas Harris und legendär durch die Verfilmung von dessen Roman "Das Schweigen der Lämmer".

Markus E. fühlte sich unattraktiv und als Versager, hatte auf der Straße Angst, von Passanten angeschaut und nicht gemocht zu werden. Er ging zaghaft, ein Mal im Monat, zu einem Psychotherapeuten und ließ sich Antidepressiva verschreiben, aber sein Zustand besserte sich nicht. E. glaubte, er vergeude die Zeit des Therapeuten. Von seinen Tötungsfantasien – unter anderem wollte er den Rapper Bushido erschießen – erzählte ihm nichts.

Er setzte sich eine Frist, seinem Leben ein Ende zu bereiten – und realisierte die Pläne dann nur deshalb nicht um, weil seine Mutter, die ihn stets finanziell unterstützte und mit der er Reisen in ferne Länder unternahm, zu Besuch kam.
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Freiburg: 24-jähriger Student ersticht Mitbewohnerin (31) | Prozess

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 21. Dez. 2018, 19:17

Lebenslange Haft für Mord aus Hass auf Religion

30. Januar 2017 um 13:13 Uhr
Nach dem Mord an einer religiösen Frau in einer Studenten-Wohngemeinschaft in Freiburg ist der Täter zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Er hatte seine Mitbewohnerin aus Paderborn erstochen.
Der 25-Jährige habe die Tat geplant und sei trotz einer Persönlichkeitsstörung voll schuldfähig, entschied das Landgericht Freiburg am Montag. Seine Unterbringung in der Psychiatrie sei daher rechtlich nicht möglich.

Der 25-Jährige hatte zugegeben, im August vergangenen Jahres aus Hass und Verachtung seine Mitbewohnerin getötet zu haben. Wegen deren Religiosität habe er die junge Frau verachtet und mit einem Messer erstochen. Die 31-Jährige, die aus Paderborn stammte, starb am Tatort. Sie war Christin und kirchlich aktiv. (…)
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