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Leipzig: Mord ohne Leiche - 17-jährige soll Ex-Freund umgebracht haben | Urteil

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Eagle
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Leipzig: Mord ohne Leiche - 17-jährige soll Ex-Freund umgebracht haben | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 17. Aug. 2016, 16:41

Mord ohne Leiche
In dem Indizienprozess müssen sich Mutter Entessar A. (38), ihre Tochter Santa A. (17) und deren neuer Freund Mohammad Hasan A. (21) verantworten. Der Vorwurf: Sie sollen heimtückisch den Ex-Partner, Dolmetscher Fahad S., des Mädchens getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, dem 30 Jahre alten Mann sowohl mit Händen als auch mit einem Messer todbringende Verletzungen zugefügt zu haben. Als Tatort gilt bislang die Wohnung von Entessar A. und ihrer Tochter im Leipziger Gerichtsweg. Die drei Angeklagten, die aus Syrien stammen, sollen nach dem Verbrechen die Leiche an einem bislang nicht bekannten Ort versteckt haben. Staranwalt Endrik Wilhelm will den Prozess um einen Mord ohne Leiche platzen lassen. Weil ein Schriftstück seines Mandanten von einem Übersetzer an die Staatsanwaltschaft weitergegeben wurde, will er die Einstellung des Verfahrens gegen seinen Mandanten beantragen.
Bild nicht mehr vorhandenDie 17-jährige Santa soll am Mord an ihrem Ex-Freund beteiligt gewesen sein.
Leipzig. Am ersten Prozesstag wurde nicht einmal die Anklage verlesen. Das Verfahren um den Mord ohne Leiche begann am Dienstag mit einem Eklat am Landgericht Leipzig. Endrik Wilhelm, Staranwalt aus Dresden und Verteidiger des 21-jährigen Mohammad Hasan A., erwägt die Einstellung des Verfahrens gegen seinen Mandanten zu beantragen. „Eine effektive Verteidigung ist nicht mehr möglich“, so Wilhelm. Den erfahrenen Strafrechtler regt ein Vorfall um ein Schriftstück auf. Sein Mandat hatte ihm in der vergangenen Woche eine Erklärung in arabischer Sprache übergeben. Wilhelm gab das Papier an ein Übersetzungsbüro in Dresden weiter. Dort blieb es offenbar auf dem Schreibtisch der Dolmetscherin liegen.

Ein Kollege habe es dort später gefunden und aus Neugier gelesen. Über den Inhalt ist bisher nichts bekannt, er ist aber offenbar brisant. Der Mitarbeiter des Büros ging mit der schriftlichen Aussage am Sonntag zur Polizei und übergab es schließlich der Staatsanwaltschaft in Dresden. Von dort sei die Erklärung dann am Montag in die Akten der Leipziger Ankläger gelangt. Am Dienstag lag das Papier in mehrfacher Ausfertigung in einem Karton im Gerichtssaal. Für Wilhelm ein Unding. Er wollte den Pappbehälter versiegeln lassen und ging sogar noch weiter: „Die Unterlagen müssen in den Ofen und verbrannt werden“, forderte der Verteidiger. Er sieht in der Weitergabe eine massive Verletzung des Grundsatzes auf ein faires Verfahren. Die Waffengleichheit zur Staatsanwaltschaft sei verletzt.
Bild nicht mehr vorhandenMutter und Tochter umarmten sich zum Prozessauftakt.Leipziger Volkszeitung
Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Fr, 21. Dez. 2018, 17:56, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert, Thema verschoben



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Re: Leipzig: Mord ohne Leiche - 17-jährige soll Ex-Freund umgebracht haben | Prozessfortsetzung: 07. September

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 15. Mär. 2017, 16:59

Leichenteile gefunden - Vermisster Dolmetscher aus Mordprozess?

15.03.2017, 13:32
Die in einem Wald bei Burg gefundenen Leichenteile sind möglicherweise die menschlichen Überreste eines seit zwei Jahren vermissten Dolmetschers aus Chemnitz.
Die Polizei in Magdeburg wollte einen entsprechenden Bericht der "Magdeburger Volksstimme" am Mittwoch nicht bestätigen. "Wir geben hier keine Auskunft", sagte eine Sprecherin. "Das Landgericht Leipzig hat sich der Sache angenommen", sagte sie. Hintergrund ist ein dort laufendes Verfahren, das seit August 2016 als "Prozess ohne Leiche" für Schlagzeilen sorgt.

Angeklagt sind eine 38-Jährige, ihre Tochter und deren 21 Jahre alter Freund wegen Mordes. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Trio vor, den Dolmetscher aus Chemnitz unter einem Vorwand nach Leipzig gelockt und in einer Wohnung mit einem Messer und bloßen Händen getötet zu haben. Der seit 2015 vermisste Mann soll der Ex-Freund der 17-jährigen Tochter gewesen sein.

Wirkt sich der Leichenfund auf den Prozess aus?

Der angeklagte neue Freund soll mit einer gefälschten Unterschrift 10.500 Euro vom Konto des Dolmetschers abgehoben haben. Die Ermittler gingen bisher davon aus, dass die Leiche des 30-Jährigen in einem Gewässer in Sachsen-Anhalt versenkt wurde. Laut Staatsanwaltschaft deuten eine ganze Reihe von Indizien auf die drei Angeklagten als Täter hin.

Ein Sprecher des Landgerichtes Leipzig sagte, bisher habe es 18 Verhandlungstage gegeben, 19 weitere seien bis Ende August angesetzt. Er könne noch keine Angaben machen, ob und wie sich der Leichenfund auf den Prozess auswirkt. Dieser könnten das Verfahren verkürzen - oder aber verlängern. Möglicherweise müsste es neu angesetzt werden. Man müsse die Ergebnisse aus dem Fund abwarten, so der Sprecher.
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Leipzig: Mord ohne Leiche - 17-jährige soll Ex-Freund umgebracht haben | Prozessfortsetzung: 07. September

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 21. Dez. 2018, 17:55

Urteile im Prozess um "Mord ohne Leiche"

12.01.2018 | 10:30 Uhr
Im Mammutverfahren um den so genannten "Mord ohne Leiche" sind am Landgericht Leipzig die Urteile gefallen.
Die 40 Jahre alte Mutter und der 23 Jahre alte Freund der Tochter müssen lebenslang in Haft. Die 18-jährige Tochter wurde zu neun Jahren und sechs Monaten verurteilt. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Begründet wurde das Strafmaß damit, dass die Tat aus Habgier verübt und geplant gewesen sei.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Trio im November 2015 in Leipzig den Ex-Freund der Tochter, einen Dolmetscher, getötet hat. Zudem hätten die Beschuldigten vom Konto des Opfers 10.000 Euro abgehoben und sein Auto verkauft.

Die Ermittlungen in dem Fall waren recht schwierig. Noch zu Prozessbeginn war das 30jährige Opfer verschwunden. Erst im März 2016 wurde die Leiche in der Nähe von Burg in Sachsen-Anhalt gefunden. (...)
MDR
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