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Lindau: 9-jähriges Mädchen liegt tot in der Wohnung l Urteil

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Lindau: 9-jähriges Mädchen liegt tot in der Wohnung l Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 15. Sep. 2016, 20:13

Und wieder starb ein Kind vermutlich durch die Hand der Mutter:

15. September 2016
In einem Mehrfamilienhaus in Lindau am Bodensee ist ein neun Jahre altes Mädchen tot aufgefunden worden. Die Mutter des Kindes befand sich nach Angaben der Polizei ebenfalls in der Wohnung, sie wurde in lebensbedrohlichem Zustand ins Krankenhaus gebracht. Die Polizei geht bisher nicht von einem Gewaltverbrechen durch Dritte aus, sondern eher von einem Familiendrama. Hinweise in der Wohnung ließen darauf schließen, dass die Mutter des Kindes für dessen Tod verantwortlich sein könnte.

Die Schulleitung hatte der Polizei das Mädchen als vermisst gemeldet, nachdem es nicht zum Unterricht erschienen war. Beamte öffneten daraufhin die Wohnungstür. Dabei fanden sie die Neunjährige leblos in der Wohnung. Rettungskräfte konnten nur noch den Tod des Mädchens feststellen. Eine gerichtsmedizinische Untersuchung des Leichnams wurde veranlasst.
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Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Mi, 28. Mär. 2018, 07:53, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel geändert, Thema verschoben



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Lindau: 9-jähriges Mädchen liegt tot in der Wohnung

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 27. Mär. 2018, 06:00

Nach dem gewaltsamen Tod eines neunjährigen Mädchens in Lindau muss sich die Mutter heute vor Gericht verantworten.
Die 49-Jährige soll ihr Kind erstickt haben und ist vor dem Landgericht in Kempten wegen Totschlags angeklagt. Den Ermittlungen zufolge soll die Frau die Tochter umgebracht haben, um sich dann selbst zu töten. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Angeklagte bei der Tat wegen einer schweren Depression in ihrer Steuerungsfähigkeit erheblich gemindert war.

Die Mutter soll im September 2016 zunächst ihrer Tochter dämpfend wirkende Medikamente gegeben und die schlafende Neunjährige dann nachts mit einem Kissen erstickt haben. Danach soll die Frau einen Arzneicocktail selbst geschluckt haben. Hintergrund der versuchten Selbsttötung sei der Suizid des Lebensgefährten der Frau zwei Monate zuvor gewesen, heißt es in der Anklage. Die Mutter habe den Tod ihres Freundes nicht verwinden können und sei psychisch auch nicht in der Lage gewesen, ihre Tochter für ihren geplanten Selbstmord bei Verwandten unterzubringen. (...)
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Lindau: 9-jähriges Mädchen liegt tot in der Wohnung l Prozess

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 28. Mär. 2018, 07:52

Nach dem gewaltsamen Tod eines neunjährigen Mädchens in Lindau ist die Mutter am Dienstag vor dem Landgericht Kempten freigesprochen worden.
Damit folgte das Gericht der Verteidigung, die zuvor auf Freispruch plädiert hatte. Die Staatsanwaltschaft hatte eine vierjährige Haftstrafe wegen Totschlags gefordert, wie ein Gerichtssprecher sagte. In seiner Urteilsbegründung habe das Gericht die "Ausnahmesituation bei einem sogenannten Mitnahmesuizid" betont. (...)
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Lindau: 9-jähriges Mädchen liegt tot in der Wohnung l Urteil

#4

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mi, 28. Mär. 2018, 08:09

Dass man da einige mildernde Umstände einfließen lassen kann, verstehe ich schon. Aber ein Freispruch scheint mir doch heftig.
Ich verstand ja nicht mal, dass es Totschlag sein soll, statt Mord. Schließlich war es doch geplant und nicht spontan. Sie hat ja vorher das Mädchen betäubt und sie danach erstickt. Das setzt eine gewisse Planung voraus.
Manches verstehe ich einfach nicht.
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#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 28. Mär. 2018, 13:03

Hätte sich der Vater für diese Tat vor Gericht rechtfertigen müssen, sähe das Urteil sicher ganz anders aus. :thinking:
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#6

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mi, 28. Mär. 2018, 22:29

Salva hat geschrieben:Hätte sich der Vater für diese Tat vor Gericht rechtfertigen müssen, sähe das Urteil sicher ganz anders aus. :thinking:
Ich bin mir da nicht sicher. Siehe zum Beispiel die Strafen bei Vergewaltigung (teilweise Bewährungsstrafen und nein, nicht nur bei Ausländern).
Ich denke einfach, dass in Gerichtsurteilen immer weniger Wert auf das menschliche Leben gelegt wird. Stell dir vor, die hätte ein Bank ausgeraubt. Da hätte sie noch so deprimiert sein können oder sich ihr Freund umgebracht haben können, die würde in den Knast gehen. Aber da geht es um ein unschuldiges, junges Leben, dass sie absichtlich und geplant vernichtet hat.
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#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 28. Mär. 2018, 22:42

@Jason Darkstone
Jason Darkstone hat geschrieben:Ich bin mir da nicht sicher. Siehe zum Beispiel die Strafen bei Vergewaltigung (teilweise Bewährungsstrafen und nein, nicht nur bei Ausländern).
Mir ist jedenfalls kein einziger Fall bekannt, bei dem ein Kind getötet wurde und der Vater als Täter straffrei blieb. Selbst wenn die Tat von den Eltern begangen wurde, trifft es den Mann bzw. Vater zu 99% härter als die Mutter. Das gleiche lässt sich auch in Missbrauchsfällen feststellen. Es herrscht offenbar auch bei den Gerichten die Meinung, dass eine Mutter nur dann ihr Kind töten kann, wenn sie sich in einer Ausnahmesituation befindet. Männer hingegen gelten ja von Haus aus als primitive und potentielle Mörder. Oder Schläger und Vergewaltiger. Stimmt auch viel zu oft.

@Jason Darkstone
Jason Darkstone hat geschrieben:Ich denke einfach, dass in Gerichtsurteilen immer weniger Wert auf das menschliche Leben gelegt wird. Stell dir vor, die hätte ein Bank ausgeraubt. Da hätte sie noch so deprimiert sein können oder sich ihr Freund umgebracht haben können, die würde in den Knast gehen. Aber da geht es um ein unschuldiges, junges Leben, dass sie absichtlich und geplant vernichtet hat.
Wenn es um einen Mann handelt, sowieso. Eine Frau hätte da wohl die besseren Karten.
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#8

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mi, 28. Mär. 2018, 23:18

@Salva
Mir fällt jetzt der Opa ein, der seine junge Enkelin mißbraucht hat.
Er hat sich halt in sie verliebt, weil es mit seiner Lebensabschnittsgefährtin gerade nicht so gut lief und er hat Bewährung bekommen. Müsste ich jetzt raussuchen, aber es wurde glaube ich auch hier gepostet. Naja, wenn ein 70jähriger eine Bewährungstrafe bekommt, dann ist es quasi ein Freispruch. Da er sich ja offensichtlich beherrschen kann und es nur einmal versuchen wollte, wird es ihm wohl bis zu seinem Lebensende nochmal gelingen.

Ich denke, dass geschlechts- und rassenspezifische Urteilsbeeinflussungen nicht so häufig sind. Und wenn, dann eher, dass Ausländer härter bestraft werden, aber auch nicht aus rassistischen Motiven, sondern, weil oft das Geld für einen sehr guten Anwalt nicht da ist.
Generell denke ich, dass es eben einerseits auf das Vermögen des Opfers ankommt. Und natürlich auf das Geld des Täters. Im oben genannten Fall war der Täter wohlhabend und angesehen, klar, einen aus dem Gemeindebau hättens eh verknackt für das Selbe.

Es mag schon sein, dasss es inzwischen eine Benachteiligung für Männer gibt. Das will ich nicht abstreiten, aber auch nicht bejahen.
Hatte gestern einen langen (freundlichen) Disput auf Facebook. Ich habe etwas gepostet, dass gegen Gewalt gegen Frauen ermuntert. Er meinte, dass das antiquiert ist, weil viel mehr Männer durch Frauen verletzt werden, als umgekehrt.
Glaube ich zwar nicht, aber es ändert ja auch nichts. Nur weil ich Gewalt gegen Frauen verurteile, verurteile ich ja auch Gewalt gegen Männer. Bin ja selber einer und würde nicht geschlagen werden wollen.
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