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Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

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sweetdevil31
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Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 1. Nov. 2016, 17:42

Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

01.11.2016
Ein Kriminalbeamter zerstückelt die Leiche eines Bekannten aus dem Internet. Unklar ist, ob er den Mann zuvor auch getötet hat. Darum geht es in diesem schaurigen Prozess abermals.
Bild nicht mehr vorhandenDetlef G.
Foto Bild
Bild nicht mehr vorhandenOpfer Wojciech S.
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Erhängt, zerstückelt, verscharrt: Noch einmal listete Oberstaatsanwalt Andreas Feron am Dienstag im Dresdner Landgericht schockierende Details und bizarre Phantasien auf. Reichlich anderthalb Jahre nach dem ersten Mordprozess gegen den vom Dienst suspendierten Kriminalbeamten Detlev G. ging es im Saal 1.05 abermals um das abnorme Ende eines Geschäftsmannes aus Hannover (Niedersachsen) Anfang November 2013 im Gimmlitztal (Osterzgebirge). Der 58-Jährige habe Wojciech S. in seiner Pension im Gimmlitzal (Osterzgebirge) getötet und die Leiche zersägt – „zur Befriedigung des Geschlechtstriebs“, fasste Feron die Ermittlungen zusammen. Der Angeklagte bestreitet die Tötung.

Der frühere Schriftsachverständige beim Landeskriminalamt war im April 2015 zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden. Die Richter sahen im unbedingtem Todeswunsch von Wojciech S. einen außergewöhnlichen Umstand und nahmen von einer bei Mord üblichen lebenslangen Haftstrafe Abstand. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil ein Jahr später auf und verwies den Fall ans Landgericht zurück. Eine mögliche Selbsttötung des Opfers und ein Gutachten zum verwendeten Strick seien nur ungenau geprüft worden, begründete der 5. Strafsenat.

Laut Anklage hat G. am 4. November 2013 seinem Gast ein Kletterseil um den Hals gelegt, ihn mit einem Flaschenzug nach oben gezogen und so getötet. Nach Angaben der Rechtsmedizin wurde der Mann erdrosselt. Danach zersägte G. die Leiche mit einer Elektrosäge und vergrub die Teile auf dem Grundstück, schilderte Feron den Hergang. Die Männer kannten ihre Phantasien aus einem „Kannibalen“-Forum im Internet: S. träumte davon, geschlachtet und verspeist zu werden, und G., einen Menschen zu zerstückeln.

G. gibt an, während der Selbsttötung Kaffee getrunken zu haben


„Der Angeklagte filmte wesentliche Teile der Zerstückelung, um sich später durch das Anschauen des Films sexuell zu erregen“, sagte Feron. Das von G. gelöschte und rekonstruierte Video zeigt nicht, wie der 59-Jährige zu Tode kam. Der Kriminalist, der seit knapp drei Jahren in Untersuchungshaft ist, will zunächst schweigen. Aus im Gericht verlesenen Prozessakten geht hervor, wie er die Sache sieht. Danach wollte er die verabredete Schlachtung absagen, als er mit S. in die Pension im abgelegenen Gebirgstal fuhr, die er mit seinem damaligen Lebenspartner in der Freizeit betrieb.

Wojciech S. habe sich im Keller selbst den Strick um den Hals gelegt, er selbst sei nach oben gegangen und habe Kaffee getrunken, beschrieb G. demnach das Szenario. Als er zurückkam, habe S. in der Schlinge gehangen, nach seiner Meinung tot. Der gebürtige Pole war laut G. „der eigentliche Initiator des Intermezzos“, er will dessen Drängen „im Glauben an Reinkarnation und aus medizinischer Neugier“ nachgegeben haben. Seine Anwälte wollen deshalb einen Freispruch vom Vorwurf des Mordes erreichen.

Ob sich die Neuauflage des Prozesses tatsächlich auszahlt für Detlev G., ist offen. Bei einer Verurteilung wegen Mordes ist laut BGH nur die Höchststrafe möglich. Verteidiger Endrik Wilhelm sah „ehrliches Bemühen“ bei der Kammer, die Wahrheit herauszufinden. Sein Mandant meinte, von Journalisten nach Erwartungen befragt: „Man sollte mit dem Schlimmsten rechnen, dann kann es nur besser werden.“

Der Prozess soll am 7. November mit der Befragung von Zeugen fortgesetzt werden.
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Re: Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 8. Nov. 2016, 06:41

Prozess wird neu aufgerollt: Verhinderter Kannibale von Reichenau will kein Mörder sein

Montag, 07.11.2016, 22:22
Auch nach drei Jahren gibt dieser Fall der Justiz noch Rätsel auf: Ein ehemaliger LKA-Beamter soll sich online mit einem Geschäftsmann verabredet und diesen – angeblich auf dessen Wunsch hin – getötet und seine Leiche zerstückelt haben.
Nun wird der Prozess neu aufgerollt. Der Angeklagte hat einem Psychiater nun seine Version der Tat erzählt.
Der Angeklagte im Prozess um das gewaltsame Ende eines Hannoveraner Geschäftsmannes hat auch einem Gutachter gegenüber seine Unschuld am Tod des 59-Jährigen betont. Detlev G. will nicht für einen Mörder gehalten werden, wie der forensische Psychiater Andreas Marneros am Montag im neuerlichen Prozess gegen den suspendierten Polizisten aussagte. „Es war für ihn ein ganz zentraler Punkt in den Gesprächen, zu überzeugen, dass er kein Mörder ist und nicht gemordet hat.“

Der suspendierte Kommissar des sächsischen Landeskriminalamtes erzählte Marneros im Zuge des ersten Verfahrens, dass sich der Geschäftsmann Wojciech S. im November 2013 im Keller der Pension von Detlev G. selbst erhängte und er danach dessen Wunsch erfüllt habe, geschlachtet zu werden. Die Männer hatten sich über ein Internetforum für Kannibalismus kennengelernt.

Wojciech S. soll einen „unbedingten Todeswunsch“ gehabt haben

Es ist das zweite Verfahren gegen G. (58), den eine andere Strafkammer des Gerichts im April 2015 wegen Mordes und Störung der Totenruhe zu acht Jahren und sechs Monaten Freiheitsstrafe verurteilt hatte. Dabei sahen die Richter in dem unbedingtem Todeswunsch von S. einen außergewöhnlichen Umstand und nahmen von der bei Mord üblichen lebenslangen Haftstrafe Abstand. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil auf und verwies den Fall zurück.

Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft hat der suspendierte LKA-Beamte seinen Gast im Keller seiner Pension erhängt, dessen Leiche zersägt und in Einzelteilen vergraben - aus sexuellen Motiven. Die Überreste des Niedersachsen wurden nach vier Wochen geborgen. Bei der Festnahme hatte Detlev G. die Tötung zunächst zugegeben, das Geständnis aber später widerrufen. Auch dem Gutachter hat G. geschildert, wie er an der Umsetzung des verabredeten Prozedere - töten, schlachten, verspeisen - zweifelte. Nach langem Hin und Her habe S. dann zugestimmt, sich selbst zu töten.

„Ich bin kein Kannibale“

G. hat ihm laut Marneros versprochen, dessen Leiche zu zerstückeln und sein „Fleisch“ zu essen. Letzteres will er nicht getan und deshalb ein schlechtes Gewissen gehabt haben. „Ich bin kein Kannibale“, zitierte der Gutachter den Angeklagten.

Sexuelle Handlungen, die auf einem rekonstruierten Video der Zerstückelung zu sehen sind, erklärte der Angeklagte mit einem Beweis für den „von oben“ zuschauenden S., „dass er auch Spaß hat“, sagte der Gutachter. Danach lebte der Kriminalbeamte normal weiter. „Er hat das Geschehen vollständig verdrängt.“ Der Prozess soll am Dienstag mit der Befragung eines Richters aus dem ersten Verfahren sowie Ermittlern als Zeugen fortgesetzt werden.
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Re: Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Dez. 2016, 12:49

Mord-Urteil gegen Polizisten im Prozess um zerstückelte Leiche

13.12.2016, 12:10 Uhr
Im Prozess um den bizarren Tod eines Geschäftsmannes und die Zerstücklung seiner Leiche ist der Angeklagte zu acht Jahren und sieben Monaten Freiheitsstrafe verurteilt worden.
Das Landgericht Dresden befand den Kriminalbeamten Detlev G. im Sinne der Anklage des Mordes und der Störung der Totenruhe für schuldig. Detlev G. hatte den 59-Jährigen vor drei Jahren getötet, dessen Leiche zerteilt und die Teile im Garten seiner Pension im Gimmlitztal vergraben. Die Männer hatten sich über das Internet in einem «Kannibalen»-Forum kennengelernt und zur Umsetzung ihrer makabren Fantasien verabredet.
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Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 22. Feb. 2018, 06:14

Nach einem bizarren Mordfall mit Kannibalismus-Hintergrund hat der Bundesgerichtshof einen früheren Polizisten in letzter Instanz zu lebenslanger Haft verurteilt.
Der in Leipzig ansässige 5. Strafsenat hob am Mittwoch in einem Revisionsverfahren die vorinstanzliche Entscheidung des Landgerichts Dresden auf, wonach der Mann acht Jahre und sieben Monate Gefängnis erhalten hatte. Sowohl vor dem BGH als auch in der Vorinstanz ergingen Urteile wegen Mordes und Störung der Totenruhe.

(...)
Bericht bei T-Online
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Dresden: Zweiter Prozess gegen Polizisten, der Mann zerstückelte

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 24. Feb. 2018, 19:34

Seit Meiwes/Brandes frage ich mich, wie ich - wäre ich Richter - so eine Tat verurteilen würde. Mord? :thinking:
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