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Sieben Jahre Haft für Vergewaltigung im Hallenbad

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Jason Darkstone
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Sieben Jahre Haft für Vergewaltigung im Hallenbad

#1

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Mi, 14. Dez. 2016, 10:22

Ein Einundzwanzigjähriger steht vor Gericht, weil er im Hallenbad einen zehnjährigen Jungen vergewaltigt haben soll. Urteil: 7 Jahre Haft.
Der Prozess gegen Amir A., der sich vor einem Jahr in einem Wiener Hallenbad an einem Zehnjährigen vergangen hat, findet bereits zum zweiten Mal statt. Obwohl der heute 21-Jährige schon im ersten Prozess geständig war, hat sein Verteidiger Roland Kier Berufung eingelegt – der der Oberste Gerichtshof teilweise stattgegeben hat.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Beate Matschnig muss nun also entscheiden, ob es nicht nur schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen gewesen ist, sondern auch eine Vergewaltigung vorliegt. Im ersten Prozess wurde er zu sechs Jahren verurteilt, nun drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.
Der unbescholtene Angeklagte sitzt mit gesenktem Kopf auf dem Anklagestuhl und erzählt Matschnig, was damals vorgefallen ist. "Ich war im Bad und habe ihn sitzen gesehen. Ich war wie vom Satan befallen, mein Gehirn hat aufgehört zu arbeiten, es war wie ein Blackout." Im ersten Verfahren hatte er noch gesagt: "Der Anblick hat mich so erregt, dass ich mich nicht zurückhalten konnte." Er nahm das Kind an der Hand, ging mit ihm auf die Toilette, versperrte die Tür und fiel über ihn her. "Ich habe Unzucht betrieben", übersetzt der Dolmetscher. "Was haben Sie sich gedacht?", fragt ihn Matschnig. "Nichts." – "Haben Sie irgendeine Ahnung, was das für das Kind bedeutet?" – "Ich habe nicht daran gedacht." Nach dem Angriff ging A. zurück und badete weiter. Sein Opfer verständigte den Bademeister, der die Polizei rief.
Auf die geladenen Zeugen wird verzichtet, bei der Vorführung des Videos mit der Einvernahme des Opfers die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Schließlich fällt der Senat sein nicht rechtskräftiges Urteil: A. muss sieben Jahre ins Gefängnis und dem Buben 5.000 Euro zahlen.
Vollständiger Bericht auf Der Standard
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