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Lübeck: Mutter soll Kind mit Schlafsack erdrosselt haben l Urteil

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sweetdevil31
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Lübeck: Mutter soll Kind mit Schlafsack erdrosselt haben l Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 17. Dez. 2016, 09:59

Lübeck Mutter soll Kind mit Schlafsack erdrosselt haben

16.12.2016 16:02 Uhr
Eine 34-Jährige aus Eutin soll ihren zweijährigen Sohn mit einem Kinderschlafsack erdrosselt haben. Die Anklage lautet auf Totschlag.
Bild nicht mehr vorhandenRamona R. vor dem Landgericht Lübeck
Vor Gericht erschien Ramona R. mit Kapuze, das Gesicht verbarg sie hinter einem Aktenordner. Am Landgericht Lübeck hat der Prozess gegen die 34-Jährige begonnen, die im April dieses Jahres ihren kleinen Sohn erdrosselt haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft der Frau aus Eutin in Schleswig-Holstein Totschlag vor.

R. habe den zwei Jahre und neun Monate alten Jungen am Abend des 13. April in einem Kinderschlafsack ins Bett gelegt, sagte Staatsanwalt Nils-Broder Greve. Doch anstatt zu schlafen, sei der Junge in seinem Bettchen herumgehüpft, heißt es weiter in der Anklage. "Um das zu unterbinden, fasste die Angeklagte den Stoff des Schlafsacks und drehte ihn am Halsausschnitt zusammen, so dass das Kind erstickte", sagte der Staatsanwalt.

"Meine Mandantin wird sich im Laufe der Hauptverhandlung zu den Vorwürfen äußern", sagte ihr Verteidiger, Rechtsanwalt Andre Vogel. Die 34-Jährige war erst zwei Monate nach der Tat festgenommen worden. Seit dem 16. Juni sitzt sie in Untersuchungshaft. R. hatte den Tod des kleinen Jungen als Unfall dargestellt. Die Ermittler schöpften jedoch Verdacht, der von Gerichtsmedizinern gestützt wurde.

Zunächst war auch gegen den Lebensgefährten der Mutter ermittelt worden. Diese Ermittlungen seien jedoch eingestellt worden, da sich der Tatverdacht gegen ihn nicht erhärtet habe, sagte Greve im Anschluss an den ersten Verhandlungstag, an dem nur die Anklage verlesen wurde.

Der Staatsanwalt bestätigte auch, dass die Familie vom Jugendamt betreut wurde. Hinweise auf Versäumnisse der Behörde gebe es nicht, sagte er. Der Prozess wird am 6. Januar fortgesetzt. Ein Urteil wird für Februar erwartet.
Spiegel
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Re: Lübeck: Mutter soll Kind mit Schlafsack erdrosselt haben

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 17. Dez. 2016, 10:04

Prozess um Tod des kleinen Juri hat begonnen

16.12.2016 11:01 Uhr
Was hat sich am 13. April 2016 in Eutin wirklich abgespielt? Unter großem Medienandrang hat am Freitag am Landgericht Lübeck der Prozess gegen eine 34 Jahre alte Mutter begonnen.
Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, ihren Sohn - den knapp drei Jahre alten Juri - erdrosselt zu haben. Die Eutinerin weinte, als die Anklage verlesen wurde. Zu Wort kam sie am ersten Prozesstag nicht.

Staatsanwalt: Frau war überfordert beim Zu-Bett-Bringen

Die junge Frau soll damals den Stoff am Halsausschnitt des Kinderschlafsacks zusammengedreht haben, weil der Junge nicht schlafen wollte, heißt es in der Anklage. "Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Mutter mit der konkreten Situation des Zu-Bett-Bringens überfordert gewesen ist", sagte Staatsanwalt Nils Broder Greve.

Mutter sprach von Unfall

Die Mutter rief damals den Notarzt, doch für Juri kam jede Hilfe zu spät. Er lag tot in seinem Bett. Die Angeklagte hatte stets von einem Unfall gesprochen. Ihren Aussagen zufolge hatte sich der Kleine selbst mit seinem Schlafsack erwürgt. Doch die Gerichtsmediziner bezweifelten die Version der Frau. Sie gingen davon aus, dass sie den kleinen Jungen mit dem Schlafsack erwürgt haben könnte.

Nachbarn: Mutter hat schon öfter geschrien

Möglicherweise hatte es schon vorher Schwierigkeiten zwischen Mutter und Sohn gegeben. Nachbarn hatten gemeldet, dass das Kind angeschrien worden sei: "Das Jugendamt hat die Familie mit betreut. Versäumnisse sind im Rahmen des Ermittlungsverfahrens nach Ansicht der Staatsanwaltschaft nicht entstanden", sagte Greve.

Zwei Monate nach der Tat wurde die Mutter festgenommen. Seither sitzt sie in Untersuchungshaft. Zunächst wurde auch der Lebensgefährte der Mutter verdächtigt, doch nach Angaben der Staatsanwaltschaft gab es gegen ihn keinen hinreichenden Tatverdacht. Der Prozess wird im Januar fortgesetzt. Dann soll sich auch die Angeklagte selbst äußern.
NDR
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Re: Lübeck: Mutter soll Kind mit Schlafsack erdrosselt haben

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 28. Feb. 2017, 11:51

Sohn mit Schlafsack erdrosselt - Achteinhalb Jahre Haft

28.02.2017, 10:40 Uhr
Wegen Totschlags ist die Mutter des kleinen Juri aus Schleswig-Holstein zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden.
Die 34-Jährige aus Eutin habe im April 2016 ihren zwei Jahre alten Sohn mit seinem Schlafsack erdrosselt - das habe die Beweisaufnahme zweifelsfrei ergeben, sagte der Vorsitzende Richter am Landgericht Lübeck bei der Urteilsverkündung am Dienstag. Für einen Unfall gebe es ebenso wenig Anhaltspunkte wie für einen anderen Täter. Die Angeklagte, die die Tat bis zum Schluss bestritten hatte, verfolgte das Urteil ohne erkennbare Regung.

Mit dem Urteil gingen die Richter über die Anträge von Staatsanwaltschaft und Nebenklage hinaus, die sechs beziehungsweise acht Jahre Haft gefordert hatten.
T-Online
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