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Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?| Revision abgelehnt | Urteil

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Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?| Revision abgelehnt | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 16. Mai. 2015, 06:54

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/m ... 34030.html

Wenn die Darstellung des "Tagesspiegel" stimmt (ich habe wenn gesagt!), dann: Heftig heftig...
Der "Tagesspiegel" schreibt nun, es drohe "einem möglicherweise Unschuldigen eine Verurteilung zu lebenslanger Haft". Die Zeitung führt gleich mehrere Rechercheergebnisse an, welche den Angeklagten entlasten und den früheren Polizei-Hubschrauberpiloten belasten könnten.

So soll das Handy des Ex-Polizisten bei allen Taten zur Tatzeit in der jeweiligen Funkzelle erfasst worden sein.
Außerdem sollen Aussagen seiner von ihm getrennt lebenden Frau sein Alibi erschüttern.
Darüber hinaus gebe es bei dem früheren Polizisten - anders als bei dem Angeklagten - ein mögliches Motiv: seine damaligen hohen Schulden in sechsstelliger Höhe.
Der Verdächtige habe im Übrigen zwei Opferfamilien gekannt und kenne sich in der Umgebung der Tatorte aus.
Auch die Täterbeschreibung, welche die Polizei seinerzeit herausgegeben hatte, passe auf ihn.
In der DDR war der Mann zudem Pilot bei der NVA. Nach der Entführung des Unternehmers 2012 hieß es laut "Tagesspiegel", dass der Täter möglicherweise einst bei der DDR-Volksarmee, der Stasi oder Spezialeinheiten war.

Nach Angaben des "Tagesspiegel" ist der Prozess gegen den früheren Dachdecker überschattet von Kritik durch Beamte der Mordkommission. Sie hätten bemängelt, dass sie Zweifeln an der Darstellung eines Opfers nicht nachgehen durften. Aus ihrer Sicht sei auf Weisung von Vorgesetzten nur einseitig ermittelt und das Verfahren vorschnell auf den früheren Dachdecker ausgerichtet worden.
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Zuletzt geändert von Gast am Mi, 8. Jun. 2016, 19:52, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Beitrag verschoben



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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#2

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 16. Mai. 2015, 06:57

Und hier der Originalartikel des Tagesspiegel:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/enthu ... 83842.html

Ich werd mal versuchen, die Printversion zu erwischen, und berichte dann.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 18. Mai. 2015, 06:48

http://www.bild.de/news/inland/prozess/ ... .bild.html

Ist dieser Polizist der brutale Maskenmann?
... und dieser Dachdecker doch unschuldig?

Bild
Anton L. (52, Name geändert) arbeitete als Polizei-Pilot. Nach einem Anfangsverdacht wurde nicht weiter gegen ihn ermittelt. Der Angeklagte Mario K. (47, kl. Foto) bestreitet die Taten

Muss der Prozess des Jahres neu aufgerollt werden? Es geht um brutale Überfälle auf eine Millionärsfamilie und einen Investmentbanker.

Angeklagt ist der Berliner Dachdecker Mario K. (47). Der Staatsanwalt will ihn lebenslang wegsperren. Doch kurz vor der Urteilsverkündung sorgt der „Tagesspiegel“ mit einem Bericht über eine neue Spur für Aufregung.

Ist der Dachdecker doch unschuldig und ausgerechnet ein Polizist der brutale Maskenmann?

Die Fälle

Dem Maskenmann werden drei Verbrechen angelastet.

► Am 22. August 2011 wird Petra P., getrennt lebende Ehefrau eines reichen Berliner Unternehmers, um 22.10 Uhr vor ihrer Villa in Bad Saarow (Brandenburg) von dem Mann mit der Maske mit einem Knüppel niedergeschlagen, als sie ihre Hunde ausführen will.

► Am 2. Oktober 2011 wird Louisa P. (23), die Tochter der Millionärsfamilie, um 7.18 Uhr attackiert, als sie mit einem Bodyguard vom Reitstall zum Haus geht. Der Maskierte schießt den Leibwächter nieder. Der sitzt seitdem im Rollstuhl.

► Am 5. Oktober 2012 dringt der Maskenmann in das Wochenendhaus des Investmentbankers Stefan T. (51) am Storkower See ein. Der Hausherr wird gefesselt und vor den Augen der Familie von dem Täter mitgenommen.

Bild
Mit diesem Foto wurde nach dem Maskenmann gefahndet. Der Täter trug Tarnkleidung

Bild
Mit diesem Kajak soll Stefan T. entführt worden sein. Ob es überhaupt fahrtüchtig war, wurde nie geprüft

Später erzählt T. der Polizei, er wäre im Sumpfgebiet auf einer Schilfinsel festgehalten worden. Er habe mehrere Briefe an seine Frau schreiben müssen u. a. mit einer Lösegeldforderung von 1 Million Euro. Nach 33 Stunden habe er sich selbst befreien können.

Der Angeklagte

Dachdecker Mario K. werden versuchter Mord, versuchter Totschlag, gefährliche Körperverletzung und erpresserischer Menschenraub vorgeworfen.

Angeblich haben zwei Polizisten einen Tipp auf ihn als Täter gegeben. K. würde gern im Wald zelten, Seewasser trinken. Er war vorbestraft, weil er Boots-Besitzer beklaut und die Boote angezündet hatte. Außerdem hatte er in seinem Schützenverein mit einer Czeska geschossen. Diesen Waffen-Typ hat der Maskenmann benutzt. Dazu trage er gern Tarnkleidung. Im Haus seines Schwagers wurden solche Sachen gefunden.

K. hat die Taten bis heute bestritten. Die Anklage stützt sich auf Indizien. Es gibt keine DNA-Spur von ihm, die Tatwaffe wurde nicht gefunden, auch das Motiv ist unklar. Zudem ist K. 1,85m groß. Zeugen hatten den Täter mit ca. 1,70 m Größe beschrieben.

Der neue Verdächtige

Anton L. (*52, Name geändert) war Polizist bei der Fliegerstaffel Berlin-Brandenburg und sogar an den Ermittlungen beteiligt. Laut „Tagesspiegel“ gibt es eine Reihe von Indizien gegen ihn, die seine Kollegen nicht weiter verfolgt hätten, weil er ein Alibi habe.

Das ist möglicherweise gar nicht so stichfest. Am Tag nach der Entführung hatte L. zwar um 10 Uhr vormittags Dienstschluss. Laut seiner von ihm mittlerweile getrennt lebenden Frau Kathrin L. (47, Name geändert) sei er erst um 18 Uhr nach Hause gekommen. Laut Opfer war der Entführer genau in diesem Zeitraum bei ihm!

Nach Recherchen der Zeitung könnte L. sowohl den Ehemann des ersten Opfers, Christian P., als auch Entführungsopfer Stefan T. gekannt haben – vom Golfplatz des „Arosa“-Hotels in Bad Saarow und aus ihrer Stamm-Kneipe.

Ein mögliches Motiv könnten Schulden sein. Am Tag des ersten Überfalls habe L. rund 140 000 Euro Schulden gehabt. Sein Beamten-Verhältnis hat L. laut Polizeipräsidium Brandenburg inzwischen auf eigenen Wunsch beendet. Gegen ihn habe die Einleitung eines Disziplinarverfahrens im Raum gestanden. Angeblich wegen Bestechlichkeit.

Weiteres Indiz: Das Handy des Ex-Polizisten sei bei allen drei Taten zur Tatzeit in der jeweiligen Funkzelle erfasst worden.

Wie geht es weiter?

Staatswanwältin Dorina Dubrau (36) zu BILD: „Wir werden die neuen Recherchen auswerten. Die Ehefrau des Piloten wurde bislang nicht vernommen. Gegen den Polizisten als Täter spricht, dass er auf seiner Dienststelle war, während der Täter beim Entführten gewesen sein soll.“

Axel Weimann (52), der Anwalt des Angeklagten: „Wir erwägen nun, einen Hilfsbeweisantrag zu stellen. Mit dem Ziel, dass das Gericht wieder in die Beweisnahme eintritt.“ Am Freitag soll er sein Plädoyer halten.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 25. Mai. 2015, 17:05

22.05.2015

Richter erteilen alternativer Maskenmann-Theorie eine Absage

Keine neue Beweisaufnahme, keine weiteren Zeugen: Das Landgericht Frankfurt (Oder) ist auf dem Weg, den "Maskenmann"-Prozess abzuschließen. Damit ist auch die Forderung der Verteidigung vom Tisch, einen DNA-Test bei einem ehemaligen Polizisten zu machen, der durch einen Zeitungsbericht als zweiter Verdächtiger ins Spiel gekommen war.

Im sogenannten "Maskenmann"-Prozess hat das Landgericht Frankfurt (Oder) am Freitag den von der Verteidigung geforderten Wiedereintritt in die Beweisaufnahme und die Anhörung weiterer Zeugen abgelehnt.

In dem seit einem Jahr andauernden Indizienprozess waren zuletzt durch einen Bericht des Tagesspiegel neue Zweifel an der Schuld des Angeklagten aufgekommen. Demnach gibt es neben dem Beschuldigten einen weiteren Verdächtigen: einen ehemaligen Polizisten, dessen Spur nicht weiter verfolgt worden sein soll.

Die Anwälte forderten eine DNA-Analyse bei dem früheren Polizisten. Seine Ehefrau sowie die heutige Partnerin des Mannes sowie sein früherer Vorgesetzter sollten als Zeugen gehört werden. Beides lehnten die Richter ab.
...
Quelle: rbb
[hr][/hr]
24.05.2015
...
Überall Zweifel: Kann ein 1,85-Meter-Mann der Täter sein, wenn ursprünglich ein kleinerer Angreifer beschrieben worden war? Ist der entführte Investmentbanker Stefan T. ein arroganter Schaumschläger oder ein glaubwürdiges Opfer? Was heißt es, wenn Kriminalbeamte einer Sonderkommission vor Gericht sagen, sie hätten nicht in alle Richtungen ermitteln dürfen? Und haben womöglich die Medien einseitig berichtet?
...
Quelle: Frankfurter Allgemeine
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 8. Jun. 2015, 13:34

http://www.bild.de/regional/berlin/proz ... .bild.html


„Maskenmann“-Prozess
Verteidigung fordert Freispruch



Bild
Der Angeklagte Mario K. (47) im Landgericht Frankfurt/Oder. Seine Verteidiger fordern Freispruch
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 12. Jun. 2015, 11:15

http://www.bild.de/regional/berlin/urte ... .bild.html

Urteil im „Maskenmann“-Prozess
Mario K. muss lebenslänglich in den Knast!


Bild
Mit diesem Fahndungsfoto wurde nach dem sogenannten Maskenmann gesucht. Am Freitag wurde der Angeklagte Mario K. (47) für schuldig befunden und verurteilt

Seit September 2013 sitzt der Dachdecker Mario K. (47) in U-Haft, seit Anfang Mai 2014 wird ihm der Prozess gemacht. Er soll 2011 und 2012 drei Mal Millionärsfamilien überfallen haben, um Lösegeld zu erpressen. Außerdem werden ihm versuchter Mord, versuchter Totschlag, schwere Körperverletzung und räuberische Erpressung vorgeworfen.

Frankfurt (Oder) – Es war einer der spektakulärsten Prozesse Deutschlands. Nach gut einem Jahr wurde das Urteil am Freitag gesprochen. Der Angeklagten Mario K. (47) muss lebenslänglich in den Knast!

Mit diesem Urteil entspricht das Landgericht Frankfurt (Oder) der Forderung der Staatsanwaltschaft. Die Nebenklage hatte zudem Sicherungsverwahrung gefordert.

Bild
Der Vorsitzende Richter Matthias Fuchs

K.s Verteidigung hatte auf Freispruch plädiert. Sie geht nach wie vor davon aus, dass der Falsche auf der Anklagebank sitzt! K. hatte bis zuletzt gesagt, dass er nicht der Täter ist.

Der Vorsitzende Richter Matthias Fuchs sagte bei der Urteilsbegründung, der bereits vorbestrafte Angeklagte habe geplant, ein Mitglied einer wohlhabenden Familie zu entführen. Mit dem hohen Lösegeld, das er erpressen wollte, habe er seinen Lebensunterhalt bestreiten wollen.

Nach seiner Haftentlassung 2009 habe der Angeklagte – ein früherer Dachdecker aus Berlin – keine Arbeit aufgenommen. Er habe für seine Pläne Orte in Ost-Brandenburg auskundschaftet.

Die drei Fälle

► Am 22. August 2011 wird Petra P., getrennt lebende Ehefrau eines reichen Berliner Unternehmers, um 22.10 Uhr vor ihrer Villa in Bad Saarow (Brandenburg) von dem sogenannten Maskenmann mit einem Knüppel niedergeschlagen, als sie ihre Hunde ausführen will. Sie habe sich allerdings heftig gewehrt, sagte der Richter. Deshalb habe er von der Frau abgelassen und sei mit einem Wasserfahrzeug über den angrenzenden See geflüchtet.

► Am 2. Oktober 2011 wird Louisa P. (23), die Tochter der Millionärsfamilie, um 7.18 Uhr attackiert, als sie mit ihrem Leibwächter vom Reitstall zum Haus geht. Der Maskierte schießt den Leibwächter nieder. Der Mann sitzt seitdem im Rollstuhl. Der Richter sagte, da die Entführung der beiden Frauen gescheitert sei, habe sich der Angeklagte entschlossen, 2012 einen Bankmanager zu kidnappen.

Bild
Polizisten suchen in einem Waldstück nahe Storkow nach Spuren

Bild
Das Luftbild zeigt das dicht bewaldete südwestliche Ufer des Sees. An etwa dieser Stelle soll das Entführungsopfer sich befunden haben

► Am 5. Oktober 2012 dringt der Täter in das Wochenendhaus des Investmentbankers Stefan T. (51) am Storkower See ein. Der Hausherr wird gefesselt und vor den Augen der Familie von dem Täter mitgenommen und auf einer Schilfinsel festgehalten. Erst nach 33 Stunden kann der Mann sich selbst befreien.

Ins Visier der Fahnder geriet Mario K., weil zwei Polizisten angeblich einen Tipp auf ihn als Täter gegeben haben.

Ihre Gründe: K. würde gern im Wald zelten, Seewasser trinken. Er war zudem vorbestraft, weil er Boote geklaut und angezündet hatte. Außerdem hatte er in seinem Schützenverein mit einer Ceska geschossen. Diesen Waffentyp hatte auch der Maskenmann benutzt. Dazu trage er gern Tarnkleidung, bei seinem Schwager fand die Polizei die Kampfmontur.


Bild
Zwei Boote der Polizei liegen am Anleger des Haues des Investmentbankers Stefan T. (51) am Storkower See

Keine Beweise gegen Mario K.

Dennoch stützt sich der Prozess nur auf Indizien. Es gibt nicht einen Beweis gegen den heute verurteilten Dachdecker aus Berlin.

Keine DNA-Spur von K., die Tatwaffe wurde nicht gefunden und auch das Motiv ist unklar. Außerdem ist K. 1,85 m groß. Zeugen hatten den Täter aber mit ca. 1,70 m Größe beschrieben …

Die Vorstrafen des Angeklagten
Gefährliche Körperverletzung

1997 gab Mario K. bei einem Streit in Berlin Schüsse ab, verletzte drei Menschen.

Er wurde zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt.
Schwere Brandstiftung und Diebstahl
Bedrohung


Polizisten kritisieren Ermittlungen

Zusätzlich erschwert wurde der Prozess dadurch, dass die Ermittlungen zu dem Fall in den Fokus gerieten. Polizeibeamte zweifelten vor Gericht an den Angaben des Entführungsopfers. Der Banker hatte gesagt, dass er sich selbst nach mehr als einem Tag von der Schilfinsel befreien konnte.

Einige Ermittler sagten aus, dass sie nicht in alle Richtungen – etwa einer fingierten Entführung – hätten ermitteln dürfen.

Im Januar geriet dann Brandenburgs früherer Polizeipräsident und heutiger Innen-Staatssekretär Arne Feuring (51, SPD) immer stärker unter Druck. Der Vize-Chef der Sonderkommission, Matthias S. (52), berichtete von direkter Einflussnahme Feurings auf die Ermittlungen.

Ex-Mordkommissarin Kerstin B. (52) hatte außerdem erklärt, dass eine Kollegin angewiesen wurde, alle den Angeklagten entlastenden Dinge aus dem Bericht zu entfernen, was dann zu seinem Haftbefehl führte.

Ein anderer möglicher Tatverdächtiger

Bild
Der Ex-Polizei-Pilot Anton L. (52, Name geändert). Kurz vor Ende des Prozesses wurde er als weiterer möglicher Tatverdächtiger genannt

Zuletzt spitzte sich der Prozess erneut zu, weil die Verteidigung einen möglichen weiteren Verdächtigen ins Spiel brachte. Den Ex-Polizei-Piloten Anton L. (52, Name geändert).

Der Verdacht gegen den Mann sei vorschnell zu den Akten gelegt worden, argumentierten die Anwälte von Mario K.

Zunächst schmetterte das Gericht ihre Anträge zu einer neuen Beweisaufnahme mit einer DNA-Analyse ab. Dann gab es doch noch eine neue Beweisaufnahme – allerdings fiel diese sehr knapp aus: Eine Biologin vom Landeskriminalamt sagte, die ausgewerteten DNA-Spuren stammten nicht von dem Ex-Polizisten. Beweisaufnahme beendet.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 12. Jun. 2015, 14:39

Wurde da der Bock zum Gärtner gemacht, weil er vorbestraft war?
Keine Waffe, kein Geständnis, keinerlei Spuren und die Körpergröße stimmt auch nicht mit der Zeugenaussage überein.
Wer waren die beiden Polizisten, die Mario K. ins Spiel brachten? Der Ex-Pilot und -Polizist passt nach den veröffentlichten Fakten sogar noch besser ins Bild. Und wenn es nicht die DNS von Anton L. war, von wem dann?
Ein Urteil basierend auf reinen Indizien und mit reichlich Nebengeschmack. Da war doch was...
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 12. Jun. 2015, 17:15

@Salva

...so wirklich nachvollziehen kann man das nicht!!
sweetdevil31 hat geschrieben:Dann gab es doch noch eine neue Beweisaufnahme – allerdings fiel diese sehr knapp aus: Eine Biologin vom Landeskriminalamt sagte, die ausgewerteten DNA-Spuren stammten nicht von dem Ex-Polizisten. Beweisaufnahme beendet.
...zack...er war es nicht...punkt!
Schon komisch :|
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#9

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 13. Jun. 2015, 07:57

Also, da bleibt mir jetzt doch der Atem weg...

Zitat @sweetdevil31 :
Polizisten kritisieren Ermittlungen

Zusätzlich erschwert wurde der Prozess dadurch, dass die Ermittlungen zu dem Fall in den Fokus gerieten. Polizeibeamte zweifelten vor Gericht an den Angaben des Entführungsopfers. Der Banker hatte gesagt, dass er sich selbst nach mehr als einem Tag von der Schilfinsel befreien konnte.

Einige Ermittler sagten aus, dass sie nicht in alle Richtungen – etwa einer fingierten Entführung – hätten ermitteln dürfen.

Im Januar geriet dann Brandenburgs früherer Polizeipräsident und heutiger Innen-Staatssekretär Arne Feuring (51, SPD) immer stärker unter Druck. Der Vize-Chef der Sonderkommission, Matthias S. (52), berichtete von direkter Einflussnahme Feurings auf die Ermittlungen.

Ex-Mordkommissarin Kerstin B. (52) hatte außerdem erklärt, dass eine Kollegin angewiesen wurde, alle den Angeklagten entlastenden Dinge aus dem Bericht zu entfernen, was dann zu seinem Haftbefehl führte.
Wenn das stimmt - ich habe "wenn" gesagt! -, dann ist das ganz unabhängiog von Schuld oder Unschuld ein politischer Skandal und ein Polizeiskandal. Und wenn es diese politische Einflußnahme gegeben hat, vermutlich auch ein Justizskandal.

Wenn das stimmt - ich habe "wenn" gesagt! -, gibts für die Verteidigung nur noch eines: Dampf machen. erbarmungslos skandalisieren! Auch über 339 nachdenken. Denn das ist dann ein Skandal!

Ich habe "wenn" gesagt...
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 13. Jun. 2015, 08:05

pfiffi hat geschrieben:Wenn das stimmt - ich habe "wenn" gesagt! -, gibts für die Verteidigung nur noch eines: Dampf machen. erbarmungslos skandalisieren!
:Y:
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 13. Jun. 2015, 09:40

Das System wollte MK verurteilen und es hat den auch verurteilt. Jetzt bleibt zu hoffen, dass die Berufung/ Revision die Augen aufmacht und sich den Kritiken annimmt, was ich aber stark bezweifle.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 3. Jul. 2015, 05:15

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/s ... 41625.html

Nach Urteil: Staatsanwaltschaft prüft Aussagen im "Maskenmann"-Prozess

Bild
Mario K. mit seinen Anwälten: Revision eingelegt

Die Staatsanwaltschaft will klären, ob im Prozess gegen den sogenannten Maskenmann Falschaussagen getätigt wurden. In dem Verfahren war ein 47-jähriger Mann zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

In Frankfurt (Oder) hat die Staatsanwaltschaft mit der Überprüfung von Zeugenaussagen im "Maskenmann"-Prozess begonnen. In dem Indizienprozess war ein 47-Jähriger Mitte Juni zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Die Behörde will nun klären, ob es vielleicht Falschaussagen gab.

Wie ein Behördensprecher sagte, werden unter anderem Zeugenaussagen miteinander und mit der Aktenlage verglichen. Es lägen teils sehr unterschiedliche Aussagen vor. "Es geht dabei nicht um Wertungen, sondern um Tatsachen", sagte der Sprecher. Sollte sich der Verdacht erhärten, wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte den Mann schuldig gesprochen, zwei Millionärsfamilien in Ostbrandenburg überfallen und einen Banker entführt zu haben. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat Revision eingelegt. Bei allen Überfällen trug der Täter eine Art Imkermaske - daher die Bezeichnung "Maskenmann".

Während des Prozesses machten Beamte unterschiedliche Aussagen. So gaben Polizisten an, durch Vorgesetzte bei den Ermittlungen behindert worden zu sein. Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter soll am Donnerstag im Innenausschuss des Landtages zu einer polizeiinternen Überprüfung der Ermittlungsarbeit Stellung nehmen.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#13

Ungelesener Beitrag von pfiffi » So, 5. Jul. 2015, 08:48

soso, die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder prüft, ob die Staatsanwaltschaft Frankfurt/Oder Bockmist gebaut hat. Da es sich um die objektivste Behörde der Welt handelt, können wir ja ganz beruhigt sein...

Warum nur denke ich jetzt an den alten Otto-Witz? "In Amerika haben neueste Forschungen ergeben, dass Rauchen doch nicht gesundheitsschädigend ist. gez. Dr. Marlboro"
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#14

Ungelesener Beitrag von Finlule » Sa, 11. Jul. 2015, 15:13

Am Freitag soll Urteil gesprochen werden Der Richter und der Maskenmann

Am Freitag wird in einem der spektakulärsten Prozesse in der Brandenburger Kriminalgeschichte das Urteil erwartet. Die MAZ erklärt, wie der Maskenmann-Prozess lief und welche Abwägungen der Richter Matthias Fuchs nun treffen muss.
Frankfurt (Oder). Sein jüngster Freispruch ist erst vier Wochen her. Anfang Mai hat Matthias Fuchs einen Rocker der Berliner Hells Angels freigesprochen, der wegen eines Überfalls angeklagt war. Aus Mangel an Beweisen. Am Freitag richten sich wieder alle Augen auf Richter Fuchs: Der 53-Jährige spricht das Urteil in einem der spektakulärsten Prozesse der Brandenburger Kriminalgeschichte, der längst zum Politikum geworden ist.
Vermutetes Motiv: Hass auf Reiche. Beweislage: dünn

Freispruch oder lebenslang: Matthias Fuchs hat es in der Hand. Der Vorsitzende Richter des Landgerichts Frankfurt (Oder) befindet nach über einem Jahr Prozess, ob der Dachdecker Mario K. tatsächlich der Maskenmann ist, der in Oder-Spree zwei Überfälle auf eine Unternehmerfamilie begangen und einen Banker auf spektakuläre Art und Weise entführt haben soll. Vermutetes Motiv: Hass auf Reiche. Die Staatsanwaltschaft, die sich auf ein Netz von Indizien wie Statur, Vorstrafen und ein vorgetäuschtes Alibi beruft, ist überzeugt: Mario K. ist der Täter aller drei Taten und muss lebenslang hinter Gitter. Die Nebenklage verlangt sogar zusätzlich Sicherungsverwahrung. Die Verteidigung sagt: Er ist unschuldig. „Sie schummeln beim Indizienpuzzle. Sie versuchen mit aller Macht, den Falschen zu hängen“, wie Mario K.s Co-Verteidiger Christian Lödden dem Staatsanwalt vorwarf.
Richter hat bereits im Mordfall Scholl ein Urteil gesprochen

Der Druck, der nun auf Fuchs lastet, ist riesig. Brandenburg hat schon andere spannende Indizienprozesse erlebt. Den Fall des Ludwigsfelder Ex-Bürgermeisters Heinrich Scholl etwa, der zu lebenslanger Haft wegen des Mordes an seiner Frau verurteilt wurde. Auch Scholl beteuerte wie Mario K. seine Unschuld. Auch bei Scholl gab es keine schwerwiegenden Indizien wie Fingerabdrücke. Der Maskenmann-Fall aber ist noch von einem anderen Kaliber: Er warf ein Schlaglicht auf die Zustände in der Brandenburger Polizei und setzte den damaligen Polizeipräsidenten Arne Feuring massiv unter Druck, der inzwischen als Innenstaatssekretär abdankte.
Der Angeklagte ist monatelang observiert worden

Eineinhalb Jahre nach dem ersten Überfall des Maskenmanns präsentierte die Polizeispitze den damals 46-jährigen Berliner Mario K. als Täter. „Wir haben den Richtigen“, sagte Feuring damals im Brustton der Überzeugung. Vorangegangen war eine der personalintensivsten Fahndungen, die Brandenburg je erlebt hatte. Monatelang wurde der vorbestrafte K., der in einem Camp im Wald lebte, oberserviert. Im Prozess beklagten Beamte der Soko „Imker“, dass sie einseitig gegen K. ermitteln sollten, während die Opfer, allen voran der entführte Banker, mit Samthandschuhen angefasst werden mussten. Einem Mann, der so viel Geld auf dem Konto habe, stelle man keine kritischen Fragen, soll der Soko-Leiter erklärt haben. Zweifeln an der abenteuerlichen Entführungsstory des Managers durfte nicht nachgegangen werden. Die vier Kritiker der Soko, die den Mut hatten im Prozess zu reden, wurden versetzt, gemobbt, von der Nebenklage als „Subjekte“ und „ewige zweite Garde der Brandenburger Polizei“ bezeichnet.
Urteil beurteilt auch die Ermittlungen der Polizei

Das Urteil, das Richter Fuchs zu fällen hat, ist deshalb nicht nur eines für oder gegen Mario K. Es wird auch als Beleg dafür gelesen werden, ob die Polizei korrekt und sorgfältig ermittelt hat oder nicht. Wird Mario K. für schuldig befunden, kann sich die Polizeiführung bestätigt fühlen. Die Frage, ob womöglich ein Unschuldiger hinter Gitter muss und die unter Erfolgsdruck stehende Polizei vorschnell einen Täter präsentiert hatte, wird angesichts der vielen Ungereimtheiten aber wohl noch lange im Raum stehen. Auf der anderen Seite: Was, wenn Mario K. aus Mangel an Beweisen freigesprochen wird, obwohl er es war? Dann wäre ein gefährlicher Straftäter wieder auf freiem Fuß.

Matthias Fuchs geht mit der Bürde über diesen komplizierten Fall richten zu müssen, äußerlich gelassen um. Der Mann, der gegen die Mutter der neun toten Babys von Brieskow-Finkenherd die Höchststrafe von 15 Jahren verhängte, verhält sich im Prozess wie ein Moderator. Er stellt wenige Fragen, seine Beisitzer gar keine. Fuchs erteilt das Wort den Zeugen, den Staatsanwälten, der Verteidigung. Er lässt die anderen in Saal 007 reden, sitzt leicht nach vorne gebeugt am Richtertisch und hört zu. Was er denkt über diesen kuriosen Fall, die Zweifel, die Nebelkerzen, die beide Seiten zünden, lässt sich daraus nicht ablesen.
Richter wird nur einmal laut während des Prozesses

Nur einmal wird er im Laufe des Prozesses energisch und laut. Als sich eine der kritischen Beamten im Zeugenstand aus Angst vor dienstrechtlichen Konsequenzen nicht traut, aus mitgebrachten Akten vorzulesen, beschlagnahmt Fuchs die Mappe kurzerhand noch im Gerichtssaal. Die meisten Beweisanträge der Verteidigung lehnt er jedoch ab. So zunächst auch jene, die darauf abzielen, kurz vor Prozessende im Mai einen weiteren Verdächtigen wieder ins Visier zu nehmen. Das Alibi eines Ex-Polizisten, der früh wieder von der Liste der möglichen Täter gestrichen wurde, wackelt laut einem Bericht des „Tagesspiegel“. Fuchs gibt sich erst unbeeindruckt, eröffnet dann aber überraschend doch wieder die Beweisaufnahme.
DNA-Proben des Polizisten und seiner Ex-Frau werden mit Tatortspuren abgeglichen. Als es keine Übereinstimmung gibt, ist für Fuchs der Fall erledigt.

Manche Prozessbeobachter werten die Blitz-Beweisaufnahme als Alibi-Aktion. Um sich nicht dem Verdacht auszusetzen, parteiisch zu sein, habe Fuchs den wenig vielversprechenden Spuren-Abgleich vornehmen lassen. Denn was besage es schon, dass keine DNA des Polizisten gefunden wurde? Von Mario K. wurde ebenfalls keine DNA entdeckt.
In einem Blog wird der Prozess minutiös geschildert

Weil Fuchs sich während des Verfahrens nicht selbst dazu äußern kann, hatte für ihn zuvor Gerichtspräsident Holger Matthiessen das Wort ergriffen und sich gegen eine Beeinflussung durch die Politik verwahrt. Die CDU-Fraktion hatte nach den Berichten über den Ex-Polizisten eine erneute Beweisaufnahme gefordert. Richter Fuchs, Vater von zwei Töchtern, ist selbst CDU-Mitglied. Sein Ortsverband Großbeeren postet bei Facebook ein Foto aus dem Gericht und kommentiert: „Ein außergewöhnlicher Verband mit außergewöhnlichen Mitgliedern. Hier mal unser ,Richter’“.

Auch andere beschäftigen sich mit dem Maskenmann-Fall im Internet: Ein Sachverständiger für Personenschutz aus dem Rheinland verfolgt jeden Prozesstag. Er sitzt stets neben dem Beobachter, den die Soko-Spitze in den immer gut besuchten Zuhörerbereich geschickt hat, und verfasst detailreiche Blog-Beiträge. Meist zugunsten der Staatsanwaltschaft. Verteidiger Axel Weimann hatte beantragt, den Blogger, der ihm im Netz „menschenunwürdiges Gebaren“ gegenüber den Opfern vorwirft, als Zeugen zu hören. Das Gericht lehnte das ab.
Verteidiger bezeichnet Angeklagten als „komischen Typ“

Mit Axel Weimann hat Mario K. einen bekannten Berliner Strafverteidiger an seiner Seite. „Sympathisch ist anders“, sagt Weimann über seinen Mandanten. Ein komischer Typ, der im Wald die Gesellschaft scheut. Der auf einen Jugendlichen geschossen, Yachten angezündet, eine Vietnamesin rassistisch beleidigt hat. Aber der Maskenmann? Nein, das sei Mario K. nicht. „Ein Gefühl kann nie für eine Verurteilung reichen“, sagte Weimann in seinem Plädoyer Richtung Richterbank.

Fuchs könnte auch einen Mittelweg wählen. Eine hohe, aber nicht lebenslange Strafe. Am schwersten wiegt bei der Festsetzung des Strafmaßes nicht die Entführung, sondern der Schuss auf den Wachmann Torsten H. beim zweiten Überfall des Maskenmanns. Die Anklage wertet den Angriff, seit- dem H. im Rollstuhl sitzt, als versuchten Mord und verlangt schon allein dafür lebenslang. Ob die Mordmerkmale erfüllt sind, muss das Gericht prüfen.

„Wollen Sie noch etwas sagen?“, fragte Fuchs den Angeklagten am Montag. Mario K. schüttelte nur leicht den Kopf – und schwieg, wie den ganzen Prozess über. Nun hat der ruhige Richter das letzte Wort.

http://www.maz-online.de/Brandenburg/Im ... e-zum-Fall

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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#15

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 4. Aug. 2015, 08:13

http://www.focus.de/regional/brandenbur ... 43021.html

Falschaussagen im „Maskenmann“-Prozess?
Überprüfung beginnt Dienstag, 28.07.2015


Frankfurt (Oder) - Die Staatsanwaltschaft hat damit begonnen, Zeugenangaben aus dem „Maskenmann“-Prozess auf mögliche Falschaussagen zu überprüfen. Wie lange dies dauern werde, sei unklar, sagte eine Sprecherin der Behörde in Frankfurt (Oder) auf Anfrage. Sämtliche Zeugenaussagen in dem Indizien-Prozess sollen herangezogen werden.

Der frühere Dachdecker Mario K. war im Juni wegen des Angriffs auf Millionärsfamilien und der Entführung eines Managers südöstlich von Berlin vom Landgericht Frankfurt (Oder) zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Der 47-Jährige hatte die Taten bestritten. Der Angreifer trug jedes Mal eine Art Imkermaske, daher bekam der Prozess auch seinen Namen. Die Verteidigung hatte gleich nach dem Urteil Revision eingelegt.

Der „Maskenmann“-Prozess erregte viel Aufsehen, weil immer wieder die Ermittlerarbeit in den Fokus geriet. Beamte äußerten Zweifel an den Angaben des Entführungsopfers. Sie hätten aber nicht in alle Richtungen ermitteln dürfen, bemängelten sie. Ihre Chefs bestritten das. Die Polizei überprüft intern, wie die Ermittlerarbeit genau ablief.
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Re: Brandenburger Maskenmann - Unschuldiger vor Gericht?

#16

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 4. Aug. 2015, 08:49

Wagemutige Poster würden jetzt sagen:

"Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus und wenn man schon einen "Täter" hat, warum dann laufen lassen? Dieser ist eh besser als der Ex-Kollege oder ein eventuelles Konstrukt des Opfers. Viel zu peinlich und/oder/bzw. aufwändig.
Nur blöd, dass sich manche Beamte nicht mehr länger an den Pranger stellen lassen wollen und jetzt ihren Mund bzgl. der Ermittlungen aufmachen. Und wegen ihrer Vorgesetzten die Messer wetzen".

Aber ich bin leider kein wagemutiger Poster.
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 10. Sep. 2015, 06:36

Nach „Maskenmann“-Prozess
Ermittlungsverfahren gegen drei kritische Polizisten


Frankfurt (Oder) / Potsdam – Es war einer der spektakulärsten Prozesse Deutschlands: Jetzt soll der „Maskenmann”-Prozess nach Informationen der „Märkischen Oderzeitung” (MOZ) und der „Märkischen Allgemeinen” (MAZ) ein juristisches Nachspiel haben.

► Drei Monate nach der Urteilsverkündung habe die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) Ermittlungsverfahren gegen drei kritische Polizisten der damaligen Sonderkommission „Imker” eingeleitet, berichtete die MAZ am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe.

Die MOZ berichtete, die Staatsanwaltschaft wolle ein Verfahren gegen die Polizisten eröffnen. Die Anklagebehörde hatte geprüft, ob Beamte bei ihren Zeugenaussagen vor dem Landgericht Frankfurt (Oder) Falschaussagen gemacht haben.

Der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Ulrich Scherding, wollte sich den Berichten zufolge noch nicht zu dem Vorgang äußern. Laut MOZ hat die Behörde für Donnerstag eine Stellungnahme geplant.

Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte im Juni gegen den angeklagten Mario K. wegen des Überfalls auf Millionärsfamilien und der Entführung eines Managers südöstlich von Berlin eine lebenslange Gefängnisstrafe verhängt.

In der Urteilsbegründung hieß es, dass 14 Verschiedene Indizien letztlich zu der Verurteilung des Angeklagten geführt hätten. „Die Indizien addierten sich zu einer Gesamtschau und führten uns zu der Überzeugung, dass Mario K. der Täter ist.“

► In dem Prozess hatten mehrere Polizisten einseitige Ermittlungen beklagt. Sie seien durch die Leitung daran gehindert worden, Widersprüchen in den Opferaussagen nachzugehen. Die Chefs widersprachen vor Gericht. Bei der Polizei begann nach dem Prozess eine interne Prüfung, wie die Ermittlerarbeit genau ablief.

Die drei angeklagten Fälle

► Am 22. August 2011 wird Petra P., getrennt lebende Ehefrau eines reichen Berliner Unternehmers, um 22.10 Uhr vor ihrer Villa in Bad Saarow (Brandenburg) mit einem Knüppel niedergeschlagen, als sie ihre Hunde ausführen will. Sie habe sich allerdings heftig gewehrt, sagte der Richter. Deshalb habe der „Maskenmann“ von der Frau abgelassen und sei mit einem Wasserfahrzeug über den angrenzenden See geflüchtet.

► Am 2. Oktober 2011 wird Louisa P. (23), die Tochter der Millionärsfamilie, um 7.18 Uhr attackiert, als sie mit ihrem Leibwächter vom Reitstall zum Haus geht. Der Maskierte schießt den Leibwächter nieder. Der Mann sitzt seitdem im Rollstuhl. Ihm soll der Verurteilte 250 000 Euro Schmerzensgeld zahlen. „Das Leben im Rollstuhl ist für das Opfer nicht weit vom Tod.“ Auch deshalb habe die Kammer sich für „lebenslang“ entschieden. Diese Maximalstrafe gilt für gewöhnlich nur, wenn das Opfer tot ist. Bei „versuchtem Mord“ eher selten.

► Am 5. Oktober 2012 dringt der Täter in das Wochenendhaus des Investmentbankers Stefan T. (51) am Storkower See ein. Der Hausherr wird gefesselt und vor den Augen der Familie von dem Täter mitgenommen und auf einer Schilfinsel festgehalten. Erst nach 33 Stunden kann der Mann sich selbst befreien.

Quelle: Bild
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 31. Okt. 2015, 19:56

31.10.2015

«Maskenmann»-Prozess: Staatsanwaltschaft bekommt Fall entzogen
Brandenburg/Frankfurt (Oder) (dpa/bb). Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) ist nicht mehr zuständig für Ermittlungen gegen Polizisten wegen möglicher Falschaussage im «Maskenmann»-Prozess. «Der Generalstaatsanwalt hat die Zuständigkeit der Ermittlungen auf die Staatsanwaltschaft Cottbus übertragen», verkündete der Sprecher der Frankfurter Staatsanwaltschaft, Ulrich Scherding, auf Anfrage.

Dies sei aus «Fürsorge» geschehen. «Es geht nicht um Misstrauen», betonte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft, Jörg Wagner, in Brandenburg/Havel. «Es geht darum, den Druck von der Frankfurter Staatsanwaltschaft zu nehmen, die in dem ganzen Verfahren unter einem starkem Druck der Medien steht.» Daher seien die Ermittlungen auf die Staatsanwaltschaft Cottbus übertragen worden.

In dem spektakulären «Maskenmann»-Prozess um Überfälle auf Millionärsfamilien und die Entführung eines Managers südöstlich von Berlin wurde der Angeklagte im Juni zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Seine Anwälte legten Revision ein. Nach dem Prozess verdächtigte die Staatsanwaltschaft drei Polizeibeamte aus der damaligen «Soko Imker» und eine Sachverständige, Falschaussagen gemacht zu haben. Polizisten hatten ausgesagt, dass sie damals nicht in alle Richtungen ermitteln durften. Sie zweifelten auch an den Aussagen des Entführungsopfers.
e110

Da ist also doch so einiges schief gelaufen und ich finde es gut, wenn die Medien und Öffentlichkeit nicht alles kritiklos hinnehmen, was seitens der Justiz angegeben oder abgewickelt wird.
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#19

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 5. Nov. 2015, 13:46

"Maskenmann"-Prozess: Generalstaatsanwalt kritisiert Medien

05.11.2015, 13:28 Uhr
Der Brandenburger Generalstaatsanwalt Eduardo Rautenberg hat im Zusammenhang mit dem spektakulären "Maskenmann"-Prozess den Medien Vorwürfe gemacht. "Das Verfahren hatte eine Medienpräsenz, die ich noch nie erlebt habe", sagte Rautenberg am Donnerstag im Rechtsausschuss des Landtags. "Das ging bis zu Vorschlägen, wie das Verfahren ausgehen sollte." Auch nach dem Prozess seien das Landgericht und die Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) in den Medien angegriffen worden. Daher habe er die Ermittlungen gegen Polizeibeamte wegen möglicher Falschaussage im Prozess "aus Fürsorge" von Frankfurt nach Cottbus übertragen.
Die Ermittlungen gegen Polizisten wegen möglicher Falschaussage in dem spektakulären Prozess waren von der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) abgezogen worden. Der Name "Maskenmann" bezieht sich auf eine Art Imkermaske, die der Täter bei den Überfällen getragen hatte.
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#20

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Nov. 2015, 18:10

Ermittlungen zum "Maskenmann"-Fall in Cottbus gestartet

10.11.2015, 15:18 Uhr
Nach der Verlagerung der Ermittlungen wegen möglicher Falschaussagen im "Maskenmann"-Prozess hat die Staatsanwaltschaft Cottbus mit der Arbeit begonnen. "Unsere Ermittlungen sind angelaufen", sagte Behördensprecherin Petra Hertwig am Dienstag auf dpa-Anfrage. Bei den Verfahren werden drei Polizisten und eine Sachverständige verdächtigt, in dem Indizienprozess um Überfälle auf Millionärsfamilien südöstlich von Berlin als Zeugen bewusst falsche Angaben vor Gericht gemacht zu haben.
Die Generalstaatsanwaltschaft hatte den Abzug der Ermittlungen von Frankfurt (Oder) damit begründet, dass so Druck von der Behörde genommen werden solle. Sie dortige Staatsanwaltschaft war die Anklagebehörde in dem Prozess gewesen.
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#21

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 8. Apr. 2016, 16:39

Revision im "Maskenmann"-Fall verworfen

08.04.2016, 11:48 Uhr
Der Bundesgerichtshof (BGH) hat die Revision im "Maskenmann"-Prozess um Überfälle auf Millionäre verworfen. Das sagte der Anwalt des Angeklagten Mario K., Axel Weimann, den Zeitungen "Märkische Allgemeine" (MAZ) und "Potsdamer Neueste Nachrichten" (Freitag). Der BGH hat die Entscheidung noch nicht veröffentlicht.
Das Landgericht Frankfurt (Oder) hatte Mario K. im Juni vergangenen Jahres unter anderem wegen versuchten Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Bei dem spektakulären Prozess war es um die Entführung eines Bank-Managers sowie um Überfälle auf eine Millionärsfamilie südöstlich von Berlin gegangen. Der angeklagte frühere Dachdecker, der zuletzt in Berlin gewohnt hatte, hatte die Vorwürfe in dem Indizienprozess bestritten. Der Täter hatte bei den Überfällen immer eine Art Imkermaske getragen.

Die Revision hatten Verteidigung und Nebenklage eingelegt. Der Verteidiger sprach mit Blick auf die Entscheidung des BGH von einem "Fehlurteil". Weimann sagte der "MAZ": "Die Suche nach Beweisen gegen den oder die wahren Täter geht weiter." Wenn solche Beweise auftauchten, werde er die Wiederaufnahme beantragen.
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Re: Brandenburger Maskenmann: Unschuldiger vor Gericht?

#22

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 9. Apr. 2016, 11:59

Das war abzusehen, weil niemand Lust dazu hatte, den Vorwürfen gegen die Polizei usw. nachzugehen und etwas aufzudecken, was niemand wissen will. Alleine das macht diesen Fall schon zu einem Justizskandal und selbst wenn es zu einem Wiederaufnahmeverfahren kommen sollte, würde das Jahre dauern und die Aussicht auf Erfolg ist zudem noch verschwindend gering. Verurteilungen, die praktisch nur auf Indizien basieren, dürfte es meiner Meinung nach erst gar nicht geben. Das sage ich immer wieder und bleibe auch dabei!
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