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Stralsund: Schütteltrauma verursachte Schwerbehinderung l Urteil

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sweetdevil31
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Stralsund: Schütteltrauma verursachte Schwerbehinderung l Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 2. Feb. 2017, 12:31

Schütteltrauma verursachte Schwerbehinderung

02.02.2017, 12:19 Uhr
Mit der Befragung des rechtsmedizinischen Sachverständigen ist am Donnerstag der Prozess gegen einen 32-jährigen Mann aus Greifswald wegen der mutmaßlichen Misshandlung seines Sohnes fortgesetzt worden.
Demnach seien die schweren Verletzungen des Kindes, die zu einer 70-prozentigen Schwerbehinderung geführt haben, mit hoher Wahrscheinlichkeit auf ein Schütteltrauma im November 2014 zurückzuführen. Dafür sprächen die von den damaligen Ärzten diagnostizierten Hirnschädigungen sowie Augenhintergrundsblutungen, sagte der Greifswalder Rechtsmediziner Klaus-Peter Philipp am Donnerstag vor dem Stralsunder Landgericht. Der Angeklagte hatte diese Tat bislang nicht eingeräumt.

Die späteren Taten, die dann auf Video dokumentiert worden waren, weisen nach Angaben Philipps graduelle Abstufungen von einer groben Behandlung bis zu schweren, das Leben des Kindes erheblich beeinträchtigende Misshandlungen auf. Im Wissen um die schweren lebensbedrohlichen Vorschädigungen des Kindes im November 2014 hätte gerade dieses Baby wie ein "rohes Ei" behandelt werden müssen, sagte Philipp.

Der Mann ist angeklagt, sein im Juli 2014 geborenes Kind von Oktober 2014 bis Juni 2015 in 15 Fällen misshandelt haben. Er beruft sich auf Erinnerungslücken und erklärte, sich nur an zwei Taten erinnern zu können. Am Nachmittag wird die psychologische Gutachterin gehört, die sich zur Frage der Schuldfähigkeit äußern wird. Das Verfahren geht nicht wie erwartet am Donnerstag zu Ende. Das Gericht will am 21. Februar noch eine Kinderärztin hören, die sich zu den Entwicklungsprognosen des kleinen Oskar äußern soll.
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Re: Stralsund: Schütteltrauma verursachte Schwerbehinderung

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 21. Mär. 2017, 06:28

Sechseinhalb Jahre Haft für Vater wegen Babymisshandlung

20.03.2017, 15:58 Uhr
Für die Misshandlung seines eigenen Babys ist ein Vater zu einer sechseinhalbjährigen Haftstrafe verurteilt worden.
Das Landgericht Stralsund sah es als erwiesen an, dass der 32-Jährige aus Greifswald in 13 Fällen seinen Sohn schwer misshandelt und in einem Fall auch schwer verletzt hat. Bei der Strafzumessung sei zu berücksichtigen, dass eine dauerhafte Behinderung zu befürchten sei und dass es sich bei einem Baby um ein besonders wehr- und schutzloses Kind handle, sagte die Vorsitzende Richterin am Montag bei der Urteilsverkündung. Die Staatsanwaltschaft hatte acht Jahre Haft gefordert.

Das Kind war im November 2014 mit lebensbedrohlichen Verletzungen im Uni-Klinikum Greifswald behandelt worden. Auf Druck der Mutter hatte das Paar nach dem Vorfall drei Kameras in der Wohnung installiert, die zwölf weitere Gewaltübergriffe des Vaters dokumentierten. Der Junge ist aufgrund schwerer Hirnschädigungen zu 70 Prozent schwerbehindert.
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Re: Stralsund: Schütteltrauma verursachte Schwerbehinderung l Urteil

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 21. Mär. 2017, 21:40

Bei der Strafzumessung sei zu berücksichtigen, dass eine dauerhafte Behinderung zu befürchten sei und dass es sich bei einem Baby um ein besonders wehr- und schutzloses Kind handle, sagte die Vorsitzende Richterin am Montag bei der Urteilsverkündung.
Und warum dann nur diese 6 1/2 Jahre Haft, statt der seitens der Staatsanwaltschaft geforderten 8? Bei guter Führung und einem Plauderstündchen oder zwei mit den PsychotherapeutenInnen ist der Typ nach max. vier Jahren Haft wieder in Freiheit. Ein lebenswertes Dasein des Zwerglein hingegen ist auf ewig dahin. :pensive:

Männer und Frauen, die ihre Kinder derart (häufig) misshandeln/ foltern oder sogar töten, müssten eigentlich in eine Geschlossene. Dauer der Unterbringung: open end.
Wer zu solchen Taten fähig ist und sich dabei auch noch der wehrlosesten aller Menschen bedient, muss massive Probleme mit sich selbst haben und stellt somit eine Gefahr für alle dar.

Was ich mich dabei schon immer frage: wenn ein Vater/eine Mutter sein eigenens Fleisch & Blut nicht lieben kann, wen dann?
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