Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

Meißen: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht | Urteil | Freispruch

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 5
Reaktionen: 61
Beiträge: 5903
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Meißen: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht | Urteil | Freispruch

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 5. Jun. 2015, 13:15

http://www.bild.de/regional/dresden/kin ... .bild.html

7 Jahre nach der Tötung ihres Neugeborenen
Baby-Killerin endlich vor Gericht


Bild
Yvonne W. (heute 37) hatte bereits drei Kinder, als sie ihren Sohn nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft sterben ließ

Meißen (Sachsen) – Vielleicht hat sie gedacht, die Justiz hätte ihren Fall versehentlich vergessen oder die Akten würden irgendwo verstauben. Irrtum!

Die Baby-Killerin von Frauenhain (Kreis Meißen) steht ab Dienstag vor Gericht.
Es war ihr eigenes Kind, das sie laut Staatsanwaltschaft auf dem Gewissen hat!

Bild
Der Junge sollte Jakob heißen. So stand es an seinem Grab

Rückblick. 2. Mai 2008, ein Freitag.

Restaurantfachfrau Yvonne W. (damals 30) ist mit ihrem neuen Freund Mario B. (33) in einer Disco in Jessen. Auf der Rückfahrt sagt die Hochschwangere: „Halt mal an, ich muss mal.“

Bild
Mario B. (heute 39) – seine Zigarettenstummel führten zur Kindsmutter

Ihr Freund wartet im Auto, raucht. Minuten später kommt Yvonne W. zurück. Als wäre nichts gewesen.
Doch sie hatte einen Jungen geboren. Lebensfähig. Doch sie ließ ihn im Straßengraben zurück.

Bild
Der Fundort des toten Babys an der B 101

Der neue Freund war nicht der Vater des Kindes. Der kleine Jakob war vom Ex Martin W. (damals 32), mit dem Yvonne W. schon zwei weitere Kinder hatte.

Bild
Jakobs Vater Martin W. (heute 39) trauernd am Grab seines Sohnes

Rentnerin Elizabeth B. (damals 84) fand die Baby-Leiche. Untersuchungen ergaben: es starb an Unterkühlung – weil es die ganze Nacht im kalten Graben gelegen hatte.

Zigarettenstummel am Straßenrand führten damals über DNA-Analysen zu Mario B. – die Verbindung zur Kindsmutter war schnell gefunden. Festnahme.

Trotzdem dauert es bis jetzt, dass endlich der Prozess stattfindet. Warum?

Die Frau saß nur einige Wochen in Untersuchungshaft. Und da Prozesse mit sogenannten Haftsachen Vorrang haben am überlasteten Dresdner Landgericht, konnte die Baby-Killerin all die Jahre ihre Freiheit genießen.

Yvonne W. könnte wegen der langen Verfahrensdauer mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.
0
Zuletzt geändert von Gast am Mi, 8. Jun. 2016, 15:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Beitrag verschoben



Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 5
Reaktionen: 61
Beiträge: 5903
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 9. Jun. 2015, 11:54

http://www.bild.de/regional/dresden/pro ... .bild.html

7 Jahre nach der Tötung ihres Neugeborenen
Hier versteckt sich die Baby-Killerin


Bild
Yvonne W. könnte wegen der langen Verfahrensdauer sogar mit einer Bewährungsstrafe davonkommen
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 5
Reaktionen: 61
Beiträge: 5903
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 9. Jun. 2015, 19:20

http://www.bild.de/regional/dresden/pro ... .bild.html

Prozess erst sieben Jahre nach der Tat
Richterin entschuldigt sich bei Baby-Killerin


Bild
Richterin Birgit Wiegand entschuldigte sich bei der Angeklagten für den späten Prozessbeginn. Schuld daran sei die Überlastung der Gerichte

Dresden – Endlich Prozessauftakt um die Baby-Killerin von Frauenhain (Sachsen).

SIEBEN JAHRE NACH DER TAT!

Und das hat es wohl an einem deutschen Gericht noch nie gegeben! Denn zu Prozessbeginn entschuldigte sich die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand (63) bei der Angeklagten.

Wiegand: „Wir wissen, dass es ein Unding ist, dass ein Sachverhalt aus 2008 jetzt erst verhandelt wird. Die Angeklagte saß nur wenige Wochen in Haft. Die Staatsanwaltschaft ist aber verpflichtet, vorrangig Haftsachen zu bearbeiten. Sonst lässt das Oberlandesgericht die Inhaftierten frei. Wir haben immer zusätzliche Richterstellen eingefordert, bisher ohne Erfolg.“

In Dresden steht seit Dienstagmorgen Yvonne M. (37) vorm Landgericht. Sie hat laut Staatsanwaltschaft ihr Neugeborenes auf dem Gewissen.

Erst 7 Jahre später steht die Baby-Killerin vor Gericht

Das passierte am 2. Mai 2008: Restaurantfachfrau Yvonne W. (damals 30) ist mit ihrem neuen Freund Mario B. (33) in einer Disco in Jessen. Auf der Rückfahrt sagt die Hochschwangere: „Halt mal an, ich muss mal.“

Ihr Freund wartet im Auto, raucht. Minuten später kommt Yvonne W. zurück. Als wäre nichts gewesen.

Bild
Yvonne M. ließ im Mai 2008 ihr Neugeborenes im Straßengraben liegen. Sieben Jahre später sitzt sie endlich vor Gericht

Doch sie hatte einen Jungen geboren. Lebensfähig, Yvonne W. zerriss die Nabelschnur. 30 Minuten später starb das Frühchen an Unterkühlung und den bei der Geburt erlittenen Verletzungen.

Da saß Yvonne schon wieder bei ihrem Freund im Auto.

Yvonne W. könnte nun wegen der langen Verfahrensdauer sogar mit einer Bewährungsstrafe davonkommen.
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 5
Reaktionen: 61
Beiträge: 5903
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 10. Jun. 2015, 05:53

http://www.bild.de/regional/dresden/kin ... .bild.html

Prozess sieben Jahre nach der Tat
Freispruch?
Diese Frau brachte ein Baby zur Welt. Sie riss die Nabelschnur durch und ging weg. Das Baby starb, das Gericht verschob die Verhandlung. Jetzt könnte es ein fragwürdiges Urteil geben


Bild
Yvonne W. (37) gestern auf dem Weg zu ihrem Prozess. Die dreifache Mutter hatte sieben Wochen in U-Haft gesessen

Dresden – Yvonne W. (37) hat sich einen bunten Strickschal ins Gesicht gezogen. Die einst blonden Haare sind dunkelrot gefärbt. Immer wieder weint sie in ihr Taschentuch.

Vor sieben Jahren soll sie ihr neugeborenes Kind getötet haben. Erst Dienstag begann ihr Prozess vor dem Landgericht.
Jetzt hofft sie sogar auf einen Freispruch!
Die Verhandlung beginnt mit einem Vorgang, wie es ihn wohl noch nie gab in einem deutschen Gerichtssaal!
Eine Entschuldigung der Richterin!

Die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand (63) zur Angeklagten: „Wir entschuldigen uns bei Frau W.. Wir wissen, dass es ein Unding ist, dass heute eine Sache aus 2008 verhandelt wird und dass dies eine unglaubliche Belastung für Sie ist.“

Da die Schwurgerichtskammer Haftsachen vorziehen muss, Yvonne W. 2008 nur wenige Wochen in U-Haft saß, blieb ihr Fall liegen.

Wiegand: „Wir haben nicht genug Richter und das Oberlandesgericht hebt Haftbefehle auf, wenn nicht zügig verhandelt wird.“

Schon die lange Verfahrensdauer wirkt sich strafmildernd für die Angeklagte aus. Gestern erklärte ihr Anwalt Alexander Hübner (49), dass sogar ein Freispruch denkbar ist. „Meine Mandantin wusste nichts von der Schwangerschaft, hielt das Kind für tot.“

Das Drama trug sich in der Nacht zum 3. Mai 2008 in Frauenhain bei Meißen zu. Yvonne H. hatte in einer Bar in Jessen gearbeitet, ließ sich von ihrem Freund Mario B. (heute 39) nach Hause fahren.

Sie bat ihn, an der B 101 kurz zu halten, wollte ihre Notdurft verrichten, als das Kind kam.

Es wog nur 670 Gramm, lebte aber laut Anklage maximal 30 Minuten. Yvonne zerriss die Nabelschnur, stieg wieder ins Auto, in dem der Freund wartete.

Die DNA-Spur auf einer seiner Zigarettenkippen brachte die Kripo auf die Spur der Kindsmutter.

Dienstag schwieg Yvonne W. zur Tat. Die dreifache Mutter lebt mit zwei Kindern (13, 14) in Meißen.

Der Junge, der im Straßengraben starb, wäre heute 7 Jahre alt.

Der Prozess geht heute weiter.
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 5
Reaktionen: 61
Beiträge: 5903
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 20. Jun. 2015, 05:01

http://www.bild.de/regional/dresden/kin ... .bild.html

Neugeborenes getötet
Wusste die Todesmutter nicht, dass sie schwanger war?


Bild
Yvonne W. (37) gestern vor dem Gericht

Dresden – Vor sieben Jahren soll Yvonne W. (37) ihr Neugeborenes getötet haben.

In seinem Gutachten erklärte Freitag Psychiater Hans-Ludwig Kröber im Prozess, dass die Meißnerin eingeschränkt steuerungsfähig war: „Es ist glaubhaft, dass sie von der Schwangerschaft nichts wusste.“

Die Frühgeburt im Straßengraben habe die gelernte Kellnerin überrascht.

„Sie reagierte automatisch, durchriss wie ferngesteuert die Nabelschnur und ging.“
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Eagle
Beiträge zum Thema: 1
Reaktionen:
Status: Offline

Re: Meißen: Baby-Killerin nach 7 Jahren vor Gericht

#6

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 8. Jun. 2016, 15:43

Freispruch im Prozess um totes Baby
Eine dreifache Mutter bringt nachts am Straßenrand ein Kind zur Welt. Mit der Situation überfordert, lässt sie das Frühgeborene liegen und fährt davon. Sieben Jahre liegt der Fall zurück - erst jetzt spricht das Gericht sein Urteil.

Dresden. „Wir sind sehr erleichtert!“ - Yvonne W. aus Meißen fällt ihrem Verteidiger im Saal N 1.05 des Dresdner Landgerichts um den Hals. Freispruch. Unter Tränen, wie an fast allen Verhandlungstagen, hat sie sich am Donnerstag die Urteilsbegründung angehört. Die 37-Jährige saß wegen Verdachts des Totschlags auf der Anklagebank.
Sächsische Zeitung

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Abgeschlossene Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 2 Gäste