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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Urteil

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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 29. Apr. 2018, 07:34

Ein sieben Jahre alter Junge ist in Künzelsau bei Heilbronn in der Wohnung einer Bekannten tot aufgefunden worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft schlossen am Samstag ein Verbrechen nicht aus. Nähere Angaben wurden zunächst nicht gemacht.

Die Ermittler verwiesen lediglich auf die "Gesamtumstände". Zu möglichen Verletzungen sagte ein Polizeisprecher, er könne nichts dazu sagen.

Das sei noch zu ungenau. Von der 69 Jahre alten Bekannten fehlte bis zum Abend jede Spur. Die Polizei suchte am Samstag mit einem größeren Aufgebot nach ihr. Im Einsatz war auch ein Hubschrauber.

"Ob sie als Tatverdächtige in Frage kommt oder ob sie aus einem anderen Grund verschwunden ist, kann noch nicht beantwortet werden", teilten Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Der Siebenjährige hielt sich den Angaben zufolge bei der Frau auf. Seine Eltern wollten ihn am Samstagvormittag abholen. Da niemand die Tür öffnete, hätten sie einen Nachbarn um Hilfe gebeten und seien so ins Haus gelangt. (...)
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 29. Apr. 2018, 19:57

Die 69-Jährige konnte gestern Abend gegen 21.30 Uhr nach einem Zeugenhinweis festgenommen werden. Allerdings waren ihre bisherigen Angaben nicht weiterführend.
Eine Obduktion am Sonntag sollte dabei helfen, die Todesursache aufzuklären. „Dann werden wir versuchen, diese Erkenntnisse in Einklang mit unseren Ermittlungsergebnissen zu bringen und weiter informieren“, sagte der Polizeisprecher. Mit Ergebnissen rechnet die Kriminalpolizei frühestens in der Nacht zum Montag. Allem Anschein nach wies der Junge keine sofort erkennbaren Spuren einer massiven Gewalteinwirkung auf. Doch wegen nicht näher beschriebener „Gesamtumstände“ kann offenbar ein Tötungsdelikt nicht ausgeschlossen werden.
Quellen: Focus | RP Online | e110
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 30. Apr. 2018, 10:24

Der sieben Jahre alte Junge, der in Künzelsau tot im Haus seiner Babysitterin entdeckt wurde, ist offenbar erwürgt worden. Die Familie rätselt über das Motiv.
Der tote Siebenjährige in Künzelsau soll erwürgt worden sein. Ohne eine konkrete Quellenangabe berichtete die Deutsche Presse-Agentur, die Leiche des Jungen habe Würgemale am Hals gehabt. Der Vater hatte seinen toten Sohn in der Badewanne im Haus der Babysitterin entdeckt, nachdem der Junge dort übernachtet hatte. Er sei mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits tot gewesen, als er in die Badewanne gelegt wurde, berichtete die Agentur. (...)
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 1. Mai. 2018, 10:48

1 Mai 2018: Obwohl sich die 69-Jährige Pflegeoma Elisabeth S. inzwischen "eingelassen" und mit einem Anwalt gesprochen hat, schweigt sie zu den Tatvorwürfen. Was sie der Polizei sagte, ist nicht bekannt. Ebenso wenig wie ein mögliches Tatmotiv.
Wie die Gerichtsmedizin inzwischen bestätigte, kam es zu einer Gewalteinwirkung gegen den Hals des Jungen. Demnach war er schon tot, als er in die Badewanne gelegt wurde.

Eine Freundin von Elisabeth S. bestätigt das gegenüber der "BamS" das herzliche und vertrauensvolle Verhältnis:
"Sie hat den Jungen innig geliebt, er war für sie wie ein Enkelsohn." Sie glaubt nicht, dass die Tat vorsätzlich begangen wurde. "Aber vielleicht war sie mit der Situation überfordert", sagte sie weiter zur "BamS".
Hat die 69-Jährige den Jungen erwürgt? Oder doch jemand anderes? Dazu macht die Staatsanwaltschaft Heilbronn am Montag nur eine Angabe:
"Sie ist bisher die einzige Verdächtige." Und man gehe nicht davon aus, dass weitere hinzukommen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand lebte die Frau allein in dem Einfamilienhaus in Künzelsau.
Weitere Details zur Person der 69-Jährigen nannte der Sprecher nicht.

Quelle: Stern
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 3. Mai. 2018, 06:19

01. Mai 2018 - 20:50 Uhr
Verdächtige Frau soll psychische Probleme haben
(...) Zum Hergang der entsetzlichen Tat werden nach und nach Details bekannt. Das Kind hatte – offenbar wie seit fünf Jahren immer wieder – die Nacht von Freitag auf Samstag bei seiner Pflegeoma verbracht. Elisabeth S. habe mit der Familie ein freundschaftliches, ja herzliches Verhältnis gehabt. Als der Vater am Samstagvormittag den Jungen abholen wollte, war das Haus verschlossen, die Besitzerin verschwunden. Mithilfe eines Nachbarn verschaffte er sich Zutritt und fand sein lebloses Kind in einer trockenen Badewanne. (...)

Der Junge sei „den bisherigen Ermittlungen zufolge nicht ertrunken“, gab die Polizei bekannt. Zur Todesursache heißt es: „Gerichtsmediziner haben herausgefunden, dass Gewalteinwirkung gegen den Hals des Jungen todesursächlich war.“ Nach Informationen unserer Zeitung wurden am Hals des Opfers Würgemale festgestellt. Einer Bekannten zufolge hatte Elisabeth S. seit Längerem psychische Probleme. Der Tod ihres Mannes im Jahr 2009 habe die Krankenschwester, die nicht mehr in ihrem Beruf gearbeitet hat, völlig aus der Bahn geworfen. Den Jungen habe die Pflegeoma, so schildert die Bekannte, jedoch geliebt wie ihren Enkel. (...)
Vollständiger Bericht Stuttgarter Zeitung
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#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 5. Mai. 2018, 06:18

Trauerfeier für getöteten Siebenjährigen in Künzelsau

04.05.2018, 17:35 Uhr
Eine Woche nach dem gewaltsamen Tod des Siebenjährigen hat die Familie Abschied genommen.
Mit einer bewegenden Trauerfeier in der Johanneskirche wurde des Kindes gedacht. Der Vater hatte seinen Sohn am vergangenen Samstag tot und mit Würgemalen am Hals in der Badewanne der 69-Jährigen gefunden. Die Frau wurde wenige Stunden später festgenommen. (...)
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#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 5. Mai. 2018, 19:31

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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 26. Nov. 2018, 06:20

Kleiner Junge (†7) tot: Warum schweigt die Pflege-Oma?

24.11.2018 10:27
Sieben Monate nach dem gewaltsamen Tod eines Siebenjährigen in Künzelsau steht am Dienstag die Pflegeoma vor Gericht.
Die heute 70-Jährige steht im dringenden Verdacht, das Kind am 27. April getötet zu haben. Mordmerkmale wie Heimtücke oder Habgier liegen demnach nicht vor, die Anklage für das Landgericht Heilbronn lautet daher auf Totschlag. Die Frau hat sich jüngsten Angaben der Behörden zufolge nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der Vater des Jungen hatte ihn am 28. April morgens mit Würgemalen am Hals tot in einer Badewanne voller Wasser entdeckt. Seit fünf Jahren wurde der Junge aus Künzelsau immer wieder von der Frau betreut. Des Öfteren habe er auch im Haus der Pflegeoma übernachtet, hieß es.

Die Kindersitterin war damals zunächst nicht auffindbar. Nach der Tat habe sie sich bis zum Abend des Folgetages am Kocherufer versteckt, hieß es. Bei der Rückkehr in ihr Haus in dem 15.000-Einwohner-Ort bei Schwäbisch Hall wurde sie festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. (…)
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 28. Nov. 2018, 06:43

Prozess um getöten Siebenjährigen: Pflegeoma konnte Trennung nicht ertragen

27.11.2018 11:42
Nach dem Tod eines Siebenjährigen in Künzelsau steht seit Dienstag die langjährige Pflegeoma des Jungen vor Gericht.
Die 70-Jährige soll das ihr anvertraute Kind am 27. April erwürgt und in einer Badewanne abgelegt haben. Die Frau wollte sich am ersten Prozesstag weder zu ihrem Lebenslauf noch zu den Vorwürfen äußern.

Laut Staatsanwaltschaft hat die Angeklagte den Jungen früher fast täglich gesehen, seit der Grundschule aber immer seltener. Vermutlich weil sie diese langen Trennungszeiten nicht mehr ertragen konnte, habe sie sich entschlossen, das Kind zu töten, berichtete Staatsanwalt Harald Lustig in der Anklageschrift. (...)
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#10

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mi, 28. Nov. 2018, 09:30

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#11

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 28. Nov. 2018, 19:35

loraflora hat geschrieben:
Mi, 28. Nov. 2018, 09:30
Herzzerreißende Details: https://www.rnz.de/politik/suedwest_art ... 03159.html
Ich bin selbst Oma...finde keine Worte dafür... :cry:
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#12

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 30. Nov. 2018, 15:12

sweetdevil31 hat geschrieben:
Mi, 28. Nov. 2018, 06:43
Laut Staatsanwaltschaft hat die Angeklagte den Jungen früher fast täglich gesehen, seit der Grundschule aber immer seltener. Vermutlich weil sie diese langen Trennungszeiten nicht mehr ertragen konnte, habe sie sich entschlossen, das Kind zu töten, berichtete Staatsanwalt Harald Lustig in der Anklageschrift.
Ja, das ergibt wenigstens keinen Sinn.
Das ist so ziemlich die beknackteste Anklage/Beschuldigung, und damit ja quasi im Grunde das Motiv der Frau, von dem ich jemals gehört habe.
Würde ich die "Anklage" mit einer Schwäche vergleichen, hätte diese Anklageschrift Multiple Sklerose im absoluten Endstadium.
Ich bin von germanischen Staatsanwälten aber mittlerweile so Einiges gewohnt.
Vermutlich wurde die klägliche Anklage auch deshalb mit einem "Vermutlich" garniert.

Laut Polizei, "ist Sie die bisher einzige Verdächtige. Und man gehe nicht davon aus, dass weitere hinzukommen."

Ah, ja. Das kommt mir irgendwie bekannt vor. Auf gut Ermittler-Deutsch, man "lässt" auch keine weiteren Verdächtigen mehr dazukommen. Dafür sorgt man schon. So viel ist mal sicher.
Bei so einem klaren Fall.
Ein getöteter Junge.
Die einzige Verdächtige, eine geistig verwirrte, ältere Täterin.
Mit einem glasklaren, vollkommen schlüssigen und erdrückenden Motiv.
Fast schon zu einfach.

Im Hinblick auf den getöteten Kleinen total unangebracht und voll daneben.
Aber dennoch ein äußerst interessanter Fall.
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#13

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 30. Nov. 2018, 22:14

Zum Hergang der entsetzlichen Tat...

Ja, aber bitte. Was für eine "entsetzliche Tat"?! Hat denn die Pflegeoma jetzt gestanden den Jungen erwürgt zu haben?!
Andernfalls, weiß nämlich kein Mensch, ob sich diese entsetzliche Tat auch so zugetragen hat. Man geht von der Pflegeoma, als Täterin aus. Mit dem kleinen, aber feinen Unterschied, das man es bis jetzt noch nicht beweisen konnte, das es sich tatsächlich auch so abgespielt hatte. Weder durch Spurenlage, noch durch ein Geständnis.
Merkwürdig.
Was hat man denn der mörderischen Pflegeoma für einen Verteidiger zur Seite gestellt?! Wenn es nach unseren Staatsanwälten gehen würde, wahrscheinlich gar Keinen.
Denn dieser Advokatus-Defensus dürfte doch wohl über die tatsächliche Geschichte der Alten, und damit über Ihre eventuelle Schuld im Bilde sein.

Ich wollte gerade ausholen, das Rick J., seines Zeichens Kinder-Vergewaltiger-und Kindermörder nämlich durch seinen High-Quality "Linklaters-Anwalt" mit einem blauen Auge davonkommt, aber nein, aber nein. Allet jut.

https://www.hessenschau.de/panorama/leb ... a-100.html

"Wegen Mordes an der achtjährigen Johanna aus Ranstadt hat das Landgericht Gießen den angeklagten Rick J. zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Richter stellten auch eine besondere Schwere der Schuld fest."
Das war am 19.November, vor elf Tagen.
Jawoll! Cool!
Die Mist-Sau! Dieses widerliche Schwein!
Davon wusste ich noch gar nix. Stand das im "chat"?!
Anklagepunkte, Begründung plus Urteil = Alles in juristisch einwandfreien Parametern. Ein Urteil, welches sich in einem Land, wie unserem, als Vorbildlich und würdig erweist, möchte ich mal glatt behaupten.

Zurück zum...-Fall.
Tötungsdelikt am 7-jährigen John Doe aus Künzelsau/Heilbronn.
Wie hieß der Junge denn eigentlich?! Seltsamerweise, habe ich nirgendwo mal den Namen des Kleinen erfahren können.
Jedenfalls schweigt die Angeklagte.
Die "Zschäpe" hat geschwiegen, der Bielefelder Stullen-Vergifter schweigt, und die Killer-Oma auch. Ich weiß nicht so recht, ob Die sich damit einen Gefallen tut?!
Da stehen unsere Richter/Richterinnen nämlich nicht unbedingt so drauf. Das sollte auch Ihr Rechtsbeistand wissen. Weil, wenn Sie es denn war und sich geständig zeigen würde, könnte man Ihr niemals vorsätzlichen Mord vorwerfen. Dann könnte die gute Frau mit lediglich "Totschlag", in 4,5 Jahren Ihre Gott gegebene Restzeit noch in den eigenen 4 Wänden verbringen. Überhaupt, eine "70" Jährige im schweren Frauen-Vollzug, das dürfte selten vorkommen. Diesen Deutschen-Guinness Rekord, dürfte Sie einheimsen.

Oha!
Das Alter des Knaben, sowie die offensichtliche Verwischung etwaiger, verräterischer Tatspuren am Leichnam des Jungen durch längeren Aufenthalt im Wasser, bringen mein Alarm-Signal aber mal so etwas von deutlich zum vibrieren. Warum sollte die Pflege-Oma den erwürgten Jungen in die gefüllte Badewanne legen?! Um "Ihre" eigenen Spuren, in Ihrem "eigenen" Haus zu verwischen. Wozu, um alles in der Welt sollte Sie so etwas tun?! Im eigenen Haus?! Die Beweislast wäre eindeutig. Weil, es in Ihren eigenen vier Wänden geschah. Wie sollte Sie sich denn aus dieser Nummer raus reden?! Was würde ein solcher Aufwand bringen?!
Das Ganze ergibt für Sie doch überhaupt keinen Sinn. Es wäre deutlich logischer gewesen, den Jungen irgendwie aus dem Haus zu schaffen, wenn Sie Ihn denn dort erwürgt haben sollte. Wozu soll Sie denn Ihre Spuren in Ihrem eigenen Haus verwischen wollen, wenn die Leiche des Jungen dort zu finden ist?! Und alle, wirklich alle anderen Indizien gegen Sie sprechen, weil Sie die einzige Person im häuslichen Umfeld des getöteten Jungen wäre. Da bringt das Leichen-Baden dann auch nix mehr. Jedenfalls, bringt es nix für "Sie".
Das Alter und die Spurenverwischung durch H²O erinnern mich absolut und ziemlich eindeutig an "Armani". Keine Frage. Im "Armani"-Fall (jetzt wieder Obacht!) hatte ebenfalls der ... des Jungen nur keine Pflegeoma griffbereit, als Knochenwurf für einen Nix-blickenden Richter samt einfältigen Staatsanwalt in spe.
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#14

Ungelesener Beitrag von loraflora » Sa, 1. Dez. 2018, 08:38

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Auf Anraten der Anwältin Anke Stiefel-Bechdolf äußert sich die Angeklagte am ersten Prozesstag weder zu ihrer Person noch zum Tatvorwurf. Der früheren Krankenschwester wird vorgeworfen, den kleinen Ole erwürgt zu haben. Fotos: Andreas Veigel


Falschaussage durch Mitgefangene?
Ole mochte Wasser nicht.
Letzte Fotos.


Ausgerechnet in die Badewanne hatte die Pflege-Oma den kleinen Jungen gelegt. Dabei hatte der das Wasser doch gehasst, sich nur unter Gezeter die Haare waschen lassen, erzählt die Mutter von ihrem geliebten Sohn, der das ein und alles der Familie gewesen sei, der Mittelpunkt, nach dem sie ihr Leben ausgerichtet hätten. Sie zeichnet das Bild eines liebenswerten Jungen, der gern mit Lego spielte, nie ohne Vorlesen ins Bett ging und mit Schlafanzug und Socken schlief.

So war er auch angezogen, als ihn seine Eltern im Badezimmer der Pflege-Oma finden. Um 19.44 Uhr am Vorabend hatte die 70-Jährige mit ihrem Handy noch zwei Bilder von dem kleinen Jungen gemacht, wie er im Schlafanzug in die Kamera lächelt. Warum es die letzten Fotos von Ole sein sollen, das können die Eltern und die Prozessbeobachter momentan nur ahnen.
Selbst die sonst so toughe Strafverteidigerin hat Tränen in den Augen und versichert den Eltern, dass sie daraufhin wirke, dass sie Antworten bekommen. Nur nicht am ersten Prozesstag, sagt Stiefel-Bechdolf.

Auch ihre Mandantin sei sichtlich mitgenommen. In der Justizvollzugsanstalt rede keiner mit ihr. Eine Mitgefangene steht auf der Zeugenliste. Ihr gegenüber soll die Angeklagte gesagt haben, dass niemand Ole haben solle, wenn sie ihn nicht haben könne.
Als Kleinkind sei Ole oft bei der Seniorin gewesen, wenn er krank gewesen sei und nicht in die Kita konnte. Die eigenen Großeltern leben weit weg. "Es war wie Liebe auf den ersten Blick", sagen die Eltern. Und das, obwohl Ole sonst auf fremde Menschen verhalten reagiert habe. "Wenn er gesehen hat, dass sie kommt, ist er vor Freude fast von meinem Arm gehüpft", schildert der Vater (45) die Zusammentreffen. "Komm Ole, wir machen Programm", habe sie immer gesagt. "Die Beiden waren so glücklich miteinander." Ole nannte sie Oma. Und so habe sie sich verhalten. Als Teil der Familie habe man die 70-Jährige gesehen. "Auch ich habe mich bei ihr wohlgefühlt", sagt die Mutter.
Der Aussage der Mitgefangenen der 70-Jährigen schenkte der Richter nicht mehr viel Glauben. Zuerst wirkte die Aussage der 27-Jährigen Inhaftierten beeindruckend: Die Angeklagte hätte zu ihr gesagt: „Wenn sie das Kind nicht haben könne, dann solle es keiner haben.“

Mit einer Geste und eiskaltem Blick hätte die Angeklagte ihr die Tat geschildert. Doch in den Details widersprach sich die Zeugin immer wieder in Ihren Aussagen.
Nach vielen angestrengten Rückfragen entließ der Richter die Zeugin schließlich und sagte, es sei fürchterlich, dass ein Verfahren wie dieses so belastet werde.

Sollten sich die Aussagen der 27-Jährigen als falsch herausstellen, droht der Zeugin eine Anklage wegen Falschaussage vor Gericht.
Die Notärztin schilderte am Freitag vor Gericht, wie sie am 28. April alarmiert und zu dem Kind gerufen wurde. Sie habe den toten Siebenjährigen, der in einem pitschnassen Schlafanzug steckte, untersucht und bereits die Leichenstarre festgestellt. Auch Druckstellen am Hals habe sie bemerkt. Die Badewanne schätzte die Ärztin, die selbst ein Kind im selben Alter habe, als viel zu voll ein.
Die Frau sitzt in Untersuchungshaft im Frauengefängnis Schwäbisch Gmünd. Die Anklage gegen die Kindersitterin lautet auf Totschlag. Vor dem Heilbronner Schwurgericht sind insgesamt neun Verhandlungstage geplant.


Quellen:
►  https://www.stimme.de/hohenlohe/hz/Proz ... 03,4119099
►  https://www.swr.de/swraktuell/baden-wue ... a-100.html VIDEO
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Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 1. Dez. 2018, 11:30

loraflora hat geschrieben:
Sa, 1. Dez. 2018, 08:38
Eine Mitgefangene steht auf der Zeugenliste.
Ich les'bzw., ich hör'ja wohl nicht recht.
Das ist doch wohl nicht erlaubt?!
So ein Mafiöser Griff, in die tiefsten Tiefen einer juristischen Trick-Kiste werden vor einem deutschen Gericht gestattet?!
Mit derlei Methoden mag man ja in Paraguay, oder Süd-Afrika erfolgreich Recht sprechen können. Warum nur, muss ein (ich tippe mal auf StA?!) Staatsanwalt oder Ermittler denn überhaupt nur auf einen solchen Winkeladvokatischen Schachzug zurück greifen?!
Doch wohl nur dann, wenn die eigentlichen Ermittlungen, mit sämtlichen Hypothesen äußerst "schwächlich" da stehen, würde ich mal glatt behaupten.
Und noch bevor ich wieder allen agierenden und leitenden Personen in diesem Fall eine eventuelle, geistige Abnormalität unterstellen muss, geschieht ein kleines Weihnachtswunder. Anders kann ich meine Überraschung in Form eines wieder belebten/erstarkten Respekts vor diesem Richter auch nicht beschreiben.

loraflora hat geschrieben:
Sa, 1. Dez. 2018, 08:38
Der Aussage der Mitgefangenen der 70-Jährigen schenkte der Richter nicht mehr viel Glauben.
Was ist denn jetzt hier los?!
Ein Richter beweist doch wirklich einmal scharfsinnige Geistesgröße.
Das ich das noch erleben darf?!
Ich bin wahrhaftig baff.
Tz, wenn jetzt noch wirkliches Recht gesprochen wird. Wenn eine rationale und logische Ermittlungsarbeit aufgenommen wird. Auch noch in anderen Fällen, bitte sehr.
Und wenn dann noch der wahre Täter seine gerechte Strafe erfährt, und wir im Nachhinein auch noch raus kriegen, was an jenem Sonntag-Morgen des 28.April 2018 wirklich mit dem 7 jährigen John Doe im Haus der Pflege-Omi geschehen ist, also dann glaube ich ganz offiziell im Dickenschen Sinne an den Geist der Weihnacht.
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#16

Ungelesener Beitrag von loraflora » Sa, 1. Dez. 2018, 11:40

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Also mir kam dabei die vermutlich gar nicht so seltene Sache mit dem eingeschleusten V-Mann (m/w), der den TV (m/w) im Gefängnis aushorchen und ihm ein Geständnis entlocken soll als erstes in den Sinn.

Wie das dann überhaupt herauskommt, daß es sich um einen Mitarbeiter (m/w) :offender: eines "Dienstes/Amtes" handelt, das weiß ich bis heute nicht.

Vielleicht wenn der jeweilige Führungsoffizier (m/w) dem Betreffenden keine Aussagegenehmigung erteilt?
:ups:
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#17

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mi, 5. Dez. 2018, 19:17


Ole bekommt ein Gesicht | GSCHWÄTZ - Das Magazin



Prozeßbeobachterin berichtet ausführlicher und detailreicher als anderen Medien


5. Dezember 2018 von Dr. Sandra Hartmann - Ole bekommt ein Gesicht
Der dritte Verhandlungstag am 05. Dezember 2018 am Landgericht Heilbronn im Prozess um Elisabeth S. endet nach 49 Minuten. Staatsanwalt Lustig kritisiert Pflichtverteidigerin Stiefel-Bechdolf wegen ihrer Zeugenbefragung von vergangenen Freitag. Zudem möchte er eine neue Zeugin in dem Prozess vorladen, die etwas sagen könne „zu der Wesensänderung“ von Elisabeth S.. Zudem wurden die Videos des Tatorts gezeigt, in denen auch der tote Ole in Nahaufnahme zu sehen ist.

Um seinen Kopf herum lag Spielzeug
Ganzer Artikel ►  https://www.gschwaetz.de/2018/12/05/ole ... n-gesicht/



29. November 2018 - Wie in einem Horrorfilm: Eltern von Ole erleben Fürchterliches
Was sich liest wie der Anfang eines Horrorfilms, durchlebte die in Künzelsau wohnhafte Grundschullehrerin Susanne T. tatsächlich.
Weiter►  https://www.gschwaetz.de/2018/11/29/wie ... terliches/



27. November 2018 - Vater schrie: „Mein Junge, mein Junge“
Der erste Verhandlungstag im Prozess gegen Elisabeth S., am Dienstag, den 27. November 2018, im Landgericht Heilbronn ist vorbei.
Ganzer Artikel & VIDEOS ►  https://www.gschwaetz.de/2018/11/27/vat ... ein-junge/
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#18

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mi, 5. Dez. 2018, 19:31

Auffällig war ein größeres metallfarbenes Küchenmesser, das im Flur im Obergeschoss auf einer Kiste lag. Es schien unbenutzt, aber völlig deplatziert. Die Frage drängt sich auf: Wurde Ole damit möglicherweise bedroht?

Im Schlafzimmer war der Rolladen bei Tatortbegehung heruntergelassen. Die Bettwäsche war zerwühlt, als ob jemand darin geschlafen hätte. Entgegen der Erzählungen der Eltern war der Rolladen im oberen Badezimmer nicht heruntergelassen.
Ein lilafarbenes Handtuch hing über dem Waschbecken. Die Badewanne war fast bis zum Rand mit klarem Wasser gefüllt.

Zitat aus "Ole bekommt ein Gesicht"
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#19

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mi, 5. Dez. 2018, 19:49

Wer hat Ole und warum in eine fast randvoll mit Wasser gefüllte Wanne gelegt? War es Elisabeth? Sollten Spuren verwischt werden?

Es wird nicht nur von Elisabeth S. gesprochen. Immer wieder kommen der Richter und auch der Staatsanwalt auf Elisabeths Sohn, Stephan S., zu sprechen, der als freier Fotograf in München lebt, unverheiratet und kinderlos, was Elisabeth S. laut der Aussage von Oles Vater ein wenig bedauerte. Den Sohn habe er zweimal persönlich getroffen, unter anderem bei einem Geburtstag, es müsse wohl der Geburtstag von Elisabeth S. gewesen sein, erinnert sich Jens T.. Da habe ihn der Sohn gefragt: „Ist das hier eine feindliche Übernahme?“ Jens T. sei nicht auf diese Frage eingegangen. War der Sohn eifersüchtig auf das Verhältnis zwischen seiner Mutter und der Familie T.? Er hätte keinen Grund dazu gehabt. Die Eltern des verstorbenen Jungen berichten, dass Elisabeth einen sehr engen Kontakt mit regelmäßigen Telefonaten zu ihrem Sohn gepflegt habe. Dieser Eindruck sei ihnen zumindest vermittelt worden. Laut einem Gutachter, der zu Beginn der Verhandlung den Lebenslauf von Elisabeth S. vorträgt, wurde dem Sohn bereits vor über zwei Jahren das Elternhaus überschrieben. Stephan S. soll im Laufe des Prozesses ebenfalls noch als Zeuge vor Gericht gehört werden – ebenso die Künzelsauer Ärztin, die Ole untersucht hat. Richter Kleinschroth berichtet von „Verletzungen im Halsbereich mit bläulichen Verfärbungen der Haut“, die an dem toten Jungen festgestellt wurden.

Zitat aus "Wie in einem Horrorfilm: Eltern von Ole erleben Fürchterliches"
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 5. Dez. 2018, 23:25

loraflora hat geschrieben:
Mi, 5. Dez. 2018, 19:49
Immer wieder kommen der Richter und auch der Staatsanwalt auf Elisabeths Sohn, Stephan S., zu sprechen, [...]
Das kann ja noch richtig spannend werden :thinking:
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#21

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mo, 17. Dez. 2018, 16:22



"Am heutigen vierten Verhandlungstag (17. Dezember 2018) der wegen Totschlags angeklagten Elisabeth S. aus Künzelsau haben bislang drei Zeugen am Heilbronner Landgericht ausgesagt – zwei Freundinnen von Elisabeth S. und die Chefin von Susanne T., der Mutter von Ole."

Vor allem die beiden Freundinnen sprechen von einer deutlichen Wesensveränderung von Elisabeth S. in den vergangenen zwei Jahren.
Zeugin Edeltraud M. (71), die Elisabeth S. seit über 55 Jahren kennt und extra aus Wolfrathshausen bei München, ihrem Wohnort, angereist war, offenbarte nun, dass Elisabeth wohl schon jahrzehntelang mit depressiven Phasen zu kämpfen hatte – so dass sie Elisabeth in diesen Phasen teilweise kaum wiedererkannt habe und auch Angst vor ihr gehabt hatte.

„Sie hatte dann einen sehr eigenen Gesichtsausdruck“
Elisabeth habe „von tiefer Traurigkeit“ gesprochen, die sie umgebe. Gründe für diesen Gemütszustand sehe sie zum einen in der schweren Erkrankung von Elisabeths Sohn, der über längere Zeit krank war. „Sie war in allergrößter Sorge um ihren Sohn und sagte: Jetzt habe ich meinen Mann verloren, wenn ich jetzt auch noch meinen Sohn verliere, das überlebe ich nicht.“
Immer wieder habe sie zudem ihre Angst darüber geäussert, „das Kind [Ole] zu verlieren“, so Edeltraud M..
Sie riet ihrer Freundin, zum Arzt zu gehen, was Elisabeth wohl auch nach den Zeugenaussagen von Edeltaud M. und Gabriele v. B. getan hat. Von ihm bekam sie wohl ein Medikament namenes Trimipramin verschrieben, ein Antidepressivum. Die Freundinnen äussern vor Gericht beide ihre Zweifel, ob Elisabeth S., bekannt als Medikamentenskeptikerin, das Medikament überhaupt genommen hat.
Nach der Verhandlungspause soll nun der Sohn von Elisabeth S. im Zeugenstand vernommen werden.


17. Dezember 2018 von Dr. Sandra Hartmann https://www.gschwaetz.de/2018/12/17/ich ... ett-sitzt/
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#22

Ungelesener Beitrag von loraflora » Mo, 17. Dez. 2018, 21:08



Abschiedsbrief von Elisabeth S. gefunden: „Bitte verzeih mir, Stephan“


Als ihn (Stephan S.) der Vorsitzende Richter, Roland Kleinschroth fragt, ob er sich denn erklären könne, warum seine Mutter keine Aussage macht zu dem, was in der Tatnacht passiert ist, sagt er: „Vielleicht weiß sie es nicht. Vielleicht kann sie es nicht. Juristisch hat sie natürlich auch das Recht zu schweigen.“
Im Gegensatz zu den Freundinnen, die am Vormittag des heutigen Verhandlungstages aussagten, dass Elisabeth vor allem seit Anfang 2018 sehr depressiv schien, hat Stephan S. ein anderes Bild von seiner Mutter. Seine Mutter sei zwar „sehr niedergeschlagen“ gewesen, als sie mit 58 Jahren aufgehört hat zu arbeiten und auch nach dem Krebstod seines Vater vor rund zehn Jahren. Aber ansonsten war sie bis zuletzt eine „lebenslustige“ Person, die „viel kommuniziert“ habe. Jetzt, in der Justizvollzugsanstalt [JVA], sei es „natürlich eine sehr bedrückende Situation“, aber ob meine Mutter wegen der JVA-Situation oder wegen etwas anderem bedrückt war, kann ich so nicht beurteilen“. Das Thema Depression kommt bei Stephan S. Äusserungen nicht vor.
Nina S. wiederrum, die Freundin von Stephan S., berichtet in ihrer Zeugenvernehmung von einer gedrückteren Stimmung von Elisabeth S., die ihr und auch Stephan S. vor allem im Winter um die Weihnachtszeit auffiel.. Während Nina S. Elisabeth S. hauptächlich an Ostern und Weihnachten sah, besuchte Stephan S. seine Mutter laut eigenen Aussagen alle sechs bis acht Wochen. Oft habe er dann Dinge wie etwa den Fernseher repariert oder im Garten etwas instandgesetzt.
Richter Roland Kleinschroth liest einen Abschiedsbrief vor, der in dem Haus von Elisabeth S. gefunden wurde und adressiert ist an ihren Sohn. Der Inhalt: „Bitte verzeih‘ mir, Stephan. Ich habe dich sehr lieb. Ich bin nur sehr verzweifelt. Denke nicht schlecht über mich. Ich bin nur eine Belastung für dich.“
Ob sich Stephan S. erklären könne, warum seine Mutter solche Zeilen geschrieben habe, fragt Richter Kleinschroth. „Vielleicht wegen Ostern oder meiner Krankheit [Anm. d. Red.: Stephan S. hatte ein vorübergehende, sehr schmerzhafte, aber nicht lebensbedrohliche Krankheit]“, spekuliert Stephan S..
Richter Kleinschroth bohrt weiter und zeigt ihm das große Küchenmesser, das mitten im kleinen Flur auf einer Kiste im Obergeschoss im Haus seiner Mutter bei Entdeckung der Leiche lag. Der Sohn erklärt, dass seine Mutter der Familie mal an Weihnachten erklärt habe, dass sie aus Angst vor Einbrechern eine Schrotflinte des Vaters hinter der Tür versteckt hat und ein Küchenmesser im Schlafzimmer.
„Können Sie sich vorstellen, dass Ihre Mutter sich mit dem Messer hätte etwas antun können?“, fragt Richter Kleinschroth. Nein, eher mit Tabletten, antwortet der Sohn. Die Zeugin Edeltraud M. und laut dem Sohn, engste Vertraute, hatte in ihrer Zeugenaussage zuvor zu Protokoll gegeben, dass sich Elisabeth S. tatsächlich früher einmal mit Tabletten das nehmen wollte – das wisse sie allerdings nur von dem inzwischen verstorbenen Ehemann von Elisabeth S..
Stephan S. wurde auch zu seinem Alibi in der Tatnacht befragt – unter anderem weil ein Auto mit Münchner Kennzeichen in der Straße zu Elisabeth S. Haus in der besagten Zeit geparkt hat. Stephan S. erzhählt, er habe am Freitag, den 27. April den Boden des Arbeitszimmers seiner Wohnung in München mit eingelassen. Danach habe er mit seiner Freundin abends, nachdem diese vom Sport zurückgekommen war, gegessen und dann noch ferngeschaut. Am nächsten Tag hätten sie gemeinsam gefrühstück, bevor der Anruf von seiner Tante gekommen sei, dass ein Unglück passiert sei. Er und seine Freundin hätten daraufhin ihre Sachen gepackt und seien zu seinem Onkel nach Niedernhall gefahren. Dazwischen habe er zwei- oder dreimal versucht, seine Mutter auf dem Handy anzurufen, habe aber niemanden erreicht. Freundin Nina S. stützt sein Alibi in der Tatnacht mit fast denselben Worten.


Volltext: https://www.gschwaetz.de/2018/12/17/es- ... m-raetsel/


Leider wird nicht erwähnt, ob der Richter den Sohn gefragt hat, was er mit „Ist das hier eine feindliche Übernahme?“ meinte.

:thinking:
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#23

Ungelesener Beitrag von loraflora » Do, 20. Dez. 2018, 13:31



Schulleiterin bezeichnet Elisabeth S. als „bauernschlau“

Die erste Zeugin am vierten Verhandlungstag im Fall Ole am 17. Dezember 2018 am Heilbronner Landgericht, warf ein ungünstiges Licht auf die auf der Anklagebank sitzende Elisabeth S (70).. Gabriele S. (65) ist die Chefin von Oles Mama, sie ist Schulleiterin einer Grundschule in einem Künzelsauer Teilort und wohnt in Künzelsau nur rund 500 Meter Luftlinie entfernt von Elisabeth S.. Sie sagt, sie stand in einem freundschaftlichen Verhältnis zu Elisabeth S., doch sie hat nicht allzu viel Gutes über Elisabeth S. zu berichten.
„Bauernschlau“ sei Elisabeth gewesen. Worin sich das geäussert habe, will der Vorsitzende Richter Roland Kleinschroth von ihr wissen. „Im richtigen Moment am richtigen Ort zu sein und für sich den Vorteil zu sehen“, antwortet Gabriele S. und berichtet von einem Fabrikverkauf der Marke „Strenesse“, zu dem sie von Elisabeth mitgenommen wurde. Sie selbst sei noch nicht mal aus dem Auto gestiegen gewesen, da sei Elisabeth schon im Fabrikverkauf gewesen. Auch, dass Elisabeth S. in das Outlet Dorf Wertheim Village gefahren sei, nennt Gabriele S. als Zeichen dafür, dass sie „bauernschlau“ sei.
Elisabeth S. „wollte immer zu der besseren Gesellschaft gehören und da war ich dann aussen vor“, sagt Gabriele S.. Was war denn „bessere Gesellschaft“, fragte Anke Stiefel-Bechdolf, die Verteigerin von Elisabeth S.. „Na, Doktoranden zum Beispiel“. – „Und warum gehört Elisabeth S. ihrer Meinung nach nicht dazu?“ – „Das sind ja alles Persönlichkeiten, die studiert haben“, erklärt Gabriele S.. Elisabeth S. ist ausgebildete Krankenschwester. Bei dem Wort Doktoranden denkt man unmittelbar an Ole T.s Vater, Dr. Jens T., der mit seiner Frau an diesem Prozesstag ebenfalls anwesend war.
Bei ihrer Gartenparty habe Elisabeth S. versucht, Kontakt zu den Eltern von Dr. Jens T. zu knüpfen. Beide seien laut Gabriele S. „herausragende Persönlichkeiten“. Vielleicht habe sie sich eine Einladung zu ihnen nach Rostock erhofft, vermutet Gabriele S. und fügt hinzu: „Der Kontakt zu Familie T. war gesellschaftlich relevant.“ Aber Mittel zum Zweck sei Ole nie für sie gewesen, betont sie gleich darauf. Ole habe Schwung, Fröhlichkeit und Energie in ihr Leben gebracht.
Elisabeth S. habe sich zudem auch um ihre eigene Tochter, Sina S., gekümmert, als diese drei oder vier Jahre alt war und Gabriele S. eine Betreuung gesucht habe, wenn sie beruflich verhindert war. „Ich weiss nicht mehr, ob ich ihr dafür Geld gegeben habe“, sagt sie. Gabriele S. sei es auch gewesen, die ihrer Mitarbeiterin, Susanne T., Oles Mama, den Kontakt zu Elisabeth S. vermittelt und als Betreuung für Ole empfohlen hat.
Anke Stiefel-Bechdolf will von Gabriele S. wissen, ob sie sich mitverantwortlich fühle für das, was geschehen ist. „Nein. Ich habe Elisabeth nach bestem Wissen und Gewissen empfohlen“, sagt sie. Elisabeth sei ein Mensch gewesen, den nichts aus der Fassung gebracht habe. „Ich habe sie nie aufbrausend erlebt, aggressiv oder zornig. Elisabeth blieb immer ruhig und gefasst.“
Am Samstagmorgen (28. April 2018) nach der Tatnacht um kurz nach acht Uhr habe Gabriele S. eine Gestalt in einem schwarzen Mantel gesehen, die es „ziemlich eilig gehabt hatte“. Die Gestalt sei den Radweg Richtung Haag „hochgerastet“, von der Statur her könnte es laut Gabriele S. Elisabeth S. gewesen sein. Sie habe die Person allerdings nur von hinten gesehen.

Quelle: https://www.gschwaetz.de/2018/12/20/sch ... ernschlau/


Gabriele S. hat also Elisabeth S. als Betreuerin empfohlen, "nach bestem Wissen und Gewissen", denkt und spricht aber gleichzeitig nicht besonders positiv über sie. Das ist meiner Meinung nach ein Widerspruch, der vom menschlich-charakterlichen Aspekt her ein ungünstiges Licht vor allem auf sie selbst wirft.
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#24

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 21. Dez. 2018, 02:52

loraflora hat geschrieben:
Do, 20. Dez. 2018, 13:31
Das ist meiner Meinung nach ein Widerspruch, der vom menschlich-charakterlichen Aspekt her ein ungünstiges Licht vor allem auf sie selbst wirft.
Ganz genau!
Denn Jemandem Bauernschläue zu unterstellen, im Sinne von, sich reicheren Leuten an zu Biedern um eventuelle, zukünftige Geschäftliche und damit natürlich finanzielle Einkünfte zu sichern. Das stritt die Freundin zwar ab. Hat es der Angeklagten aber dennoch gnadenlos auf's Brot geschmiert.

Auch die Aussagen des Sohnes, tragen im Grunde nicht wirklich zu einer besseren Aufklärung bei, im Gegenteil.
Seine Mutter sei zwar „sehr niedergeschlagen“ gewesen.
Aber ansonsten war sie bis zuletzt eine „lebenslustige“ Person.
Das klingt genau so Sinnentleert, wie das "vermutete" Motiv der Staatsanwaltschaft. Elisabeth S. habe den Jungen nur getötet, weil Sie Ihn immer seltener zu Gesicht bekam. Weil diese Vermutung der Anklage ja eigentlich impliziert, das die Pflegeoma Ihn aus tiefster Zuneigung heraus, gerne viel lieber, viel öfter gesehen hätte. Den Jungen demnach sehr mochte, fast schon liebte. Warum Ihn bei solch innigen Verhältnis Töten?! Das macht nur wenig Sinn.

Da ist von Wesensänderung und Depression die Rede. Präziser, von gedrückter Stimmung in der "Winterzeit". Junge, Junge. Also ich muss schon sagen. Im Winter ist jeder schlechter drauf. Wenn das alles sein soll.

Es ist lediglich nur Zeugin Edeltraud M., bei der Elisabeth S. wirklich nicht gut weg kommt. Das ist aber noch sehr diplomatisch ausgedrückt, denn wenn wir mal ehrlich sind?! Diese eigentlich gute Freundin, immerhin schon seit "55" Jahren befreundet. Die erzählt von depressiven Phasen, dunklen Gesichtsausdrücken und persönlicher Angst vor der Angeklagten. Eben dieser so genannten Freundin offenbarte Elisabeth S. "angeblich" die Angst den Jungen zu verlieren. Dann spricht die Zeugin noch eine Ärztlich verschriebene Medikamenteneinnahme der Angeklagten an.
Wow!
"Was" für eine liebe und treue "Freundin" (kann man sich 55 Jahre kennen, und dann nicht befreundet sein?!) von Elisabeth S.?! Da braucht es wahrlich keine Feinde mehr. Wäre Elisabeth S. an diesem Tag per Giftspritze hingerichtet worden, da bin ich mir sicher. Dann hätte Zeugin Edeltraud wohl gerne direkt "Beide" Injektionsknöpfe gedrückt.
Wer hat denn bitte diese Zeugin zur Aussage über Elisabeth S. geladen?!
Es muss Jemand gewesen sein, der die Angeklagte im Buch der Deutschen Rekorde haben will. Den Rekord, der ältesten Lebenslänglich Kandidatin der Nation.

Überhaupt, so richtig eingesetzt und der Angeklagten den Rücken gestärkt, hat sich "Keiner" der Zeugen. Nicht mal Ihre eigene Familie.
Depressionen,Angst, Suizid und Medikamente?!
Wirklich?!
Für eine andere Freundin kümmerte sich Elisabeth S. um die kleine Tochter, wenn diese Arbeiten gehen musste.
Die Angeklagte wurde nur nach bestem Wissen und Gewissen empfohlen. Sie sei ein Mensch gewesen, den nichts aus der Fassung gebracht habe. „Ich habe sie nie aufbrausend erlebt, aggressiv oder gar zornig", wird eine Freundin zitiert.
Schließlich umsorgte/versorgte Elisabeth S. den kleinen Ole ja sogar am Wochenende. Was dem Doktorpaar, sprich den Eltern des Jungen, sicherlich erlaubt haben dürfte, gewissen Gesellschaftlichen Pflichten trotz Kindes nachkommen zu können. Warum nur, erinnert mich das Ganze hier auch irgendwie an das Britische (ebenfalls!) Ärzte-Pärchen von 2007?! Deren 3 jährige Tochter im Portugiesischen Algarve-Urlaub, Welt umspannend und Aufsehen erregend, unter nie geklärten Umständen verschwand?!


Ole bekommt ein Gesicht.

Ich würde darüber hinaus behaupten, mit dem Prozessauftakt, bekam der Junge auch endlich einmal einen Namen.
Schon merkwürdig genug, das man den Namen so lange zurück hielt.
Es scheint überhaupt so, als hätte man in diesem Fall komplett die Taktik geändert.
Von anfänglichen kaum Informationen, inklusive dem nicht veröffentlichen des Namens, und fraglichen Zeugenbefragungsmethoden durch Infiltrierung der Gefängniszelle der Verdächtigen.

Ich werde den Eindruck einer gewissen "Richter-Charme-Offensive" der Ermittler jedenfalls nicht los. Mit beinahe detaillierten Schilderungen, auch an die Öffentlichkeit, eines Video-Berichtes vom Tatort scheint man die Karten auf den Tisch legen zu wollen.
Andererseits...
Also am dritten Verhandlungstag fällt die Pflichtverteidigerin krankheitsbedingt aus. Find ich schon seltsam. Auch die Eltern des Jungen sind nicht zugegen.
Dennoch findet der Verhandlungstag statt.
Mit einer erneuten, fragwürdigen aber ziemlich offensichtlichen Taktik seitens der Ermittlung. Man konfrontiert die Angeklagte nochmal ganz direkt mit dem toten Jungen.
Zwar heißt es, "Die Leiche war weitestgehend mit einem weißen Tuch abgedeckt." Nur um den Satz darauf zu erfahren, "Lediglich der Kopf lag frei." "Lediglich" der Kopf ist gut. "Das" dürfte so ziemlich der markanteste bis sensibelste Aspekt sein, sollte man sich dadurch eine emotionale Reaktion oder gar ein Geständnis der Angeklagten erhoffen.
Kriminalkommissar O.W. (28), der die Videos am Tatort gemacht hat, hat die Videos vor Gericht kommentiert.
"Aus Pietätsgründen“ werde auf die Präsentation von Obduktionsfotos des Jungen verzichtet, so der Vorsitzende Richter Roland Kleinschroth"
Na ja, ein sehr viel weiter gehender Schritt, als zum Vorherigen, wäre das dann auch nicht mehr gewesen. Meine Meinung.
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#25

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 28. Jan. 2019, 10:59

So, 27. Januar 2019: Der kleine Ole war wie ein Enkel für sie. Dann fand man ihn tot in ihrer Badewanne

Der siebenjährige Ole liebt seine Babysitterin. Und die 70-Jährige liebt den Jungen. Alles passt. Bis zum 27. April 2018, dem Tag, an dem das Unfassbare geschieht...
Gab es Zeichen, dass etwas mit Elisabeth S. psychisch nicht stimmte? Das fragt der Richter des Schwurgerichts von Heilbronn. "Sie war manchmal traurig, wegen ihres verstorbenen Mannes." Aber sie habe sich immer gefreut, wenn Ole kam.

Oles Mutter schildert dem Gericht den entsetzlichsten Tag ihres Lebens. Am 27. April 2018 übernachtet der Junge bei Elisabeth S., weil die Eltern ins Konzert gehen. Am nächsten Morgen, einem Samstag, wollen sie ihn um zehn Uhr abholen. Der Vater ist als Erster am Haus von S., doch niemand öffnet. Er läuft ums Haus herum, sieht durchs Wohnzimmerfenster Oles Autos und Spielsachen auf dem Fußboden verstreut. Vielleicht wurde es am Abend spät, und sie schlafen noch. Die Rollläden im Schlafzimmer sind geschlossen. Katja May kommt hinzu. "Ich dachte, vielleicht hat sie einen Herzinfarkt erlitten", sagt sie. Der Nachbar hat einen Schlüssel.

Katja May betritt das Haus, Wohnzimmer, Treppe, Flur, dunkles Schlafzimmer. Das Bett ist leer, die Decke zerwühlt. Sie schaut ins Bad. Die Badewanne ist fast randvoll mit Wasser.

Den Schrei seiner Frau werde er nie vergessen, sagt der Vater, der ihr folgt. Er hebt sein Kind aus der Wanne, trägt es hinab ins Wohnzimmer, legt es auf den Boden. Katja May legt sich zu Ole, der aussieht, als ob er schliefe, sie hält ihn im Arm, will ihn wärmen, er ist so kalt in seinem nassen Schlafanzug. Eine Notärztin kommt, Sanitäter, Polizei, Notfallseelsorgerin. Sie kommen zu spät.
Quelle & mehr: Stern
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#26

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 19. Feb. 2019, 05:22

Prozess gegen Kindersitterin: Plädoyers verzögern sich

18.02.2019, 17:50 Uhr
Im Prozess gegen eine Pflegeoma wegen des Todes eines Siebenjährigen sind die Plädoyers erneut verschoben worden. Die Verteidigerin der 70-Jährigen hatte am Montag am Landgericht Heilbronn ein Gutachten eines weiteren Sachverständigen beantragt.
Das ursprüngliche Gutachten hält die Verteidigerin für mangelhaft. Der Sachverständige hatte ausgesagt, dass die Angeklagte zur Tatzeit wohl keine schwere Depression gehabt habe. (...)
Quelle: T-Online
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Künzelsau/Heilbronn: 7-Jähriger liegt tot in der Wohnung l Prozess

#27

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 9. Apr. 2019, 06:38

Zehneinhalb Jahre Haft wegen Totschlags an Pflegekind

08.04.2019, 16:06 Uhr
Weil sie einen Siebenjährigen erwürgt hat, ist dessen Pflegeoma zu zehneinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Heilbronn sprach die 70-Jährige wegen Totschlags schuldig.
"Sie müssen sich von uns den Vorwurf gefallen lassen, objektiv einen Mord begangen zu haben", sagte der Vorsitzende Richter. Dass die Frau nicht wegen Mordes verurteilt werde, liege daran, dass sie in gewisser Weise krank sei. Laut einem psychiatrischen Gutachten ist eine organische depressive Störung nicht auszuschließen.

Der Richter sprach von einem Motivbündel: Die Angeklagte sei überlastet und aufgewühlt gewesen, häufte in ihren Gedanken eine Vielzahl - mitunter alltäglicher - Probleme an. Er fasste zusammen: "Das Motiv war: Mir ist grad alles zu viel, ich will meine Ruhe."

Demnach würgte die 70 Jahre alte Deutsche in Künzelsau in Baden-Württemberg den kleinen Jungen mindestens drei Minuten lang und legte ihn danach tot in eine mit Wasser gefüllte Badewanne. Am nächsten Morgen fanden die Eltern dort seine Leiche.

Die Seniorin selbst äußerte sich erst gegen Ende des Prozesses. Allerdings konnte oder wollte sie sich nicht mehr an den Tathergang erinnern, wie der Richter resümierte. "Natürlich wären Sie die Einzige gewesen, die uns alles hätte erzählen können" - und es damit den Eltern hätte erleichtern können zu verstehen. Aber er fügte hinzu: "So richtig verstehen wird das alles sowieso niemand." (...)
Quelle: T-Online
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