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Köngen: Doppelmord | Urteil

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sweetdevil31
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Köngen: Doppelmord | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 12:51

http://www.bild.de/regional/stuttgart/d ... .bild.html

Doppelmord von Köngen
So kam die Mutter an die Schlaftabletten


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Marianna (10) und Lorena (7) wurden von ihrer eigenen Mutter erstochen. Die Frau hat das grausame Verbrechen gestanden. Ihr Motiv: angebliche Angst, dass ihr Mann sich von ihr trennen und die Kinder mitnehmen könnte

Stuttgart – Sie gab ihren Töchtern Marianna (10) und Lorena (7) Schlafmittel, brachte sie dann mit 51 Messerstichen um (BILD berichtete). Jetzt kommt raus: Die Schlaftabletten bekam Anita N. (41) kurz zuvor von einer Ärztin.

Die Mutter der Mädchen, die sich wegen des Doppelmords von Köngen verantworten muss, suchte die Ärztin auf, weil sie nach einem Autounfall angeblich nicht mehr schlafen konnte.

Der schlafraubende Unfall passierte kurz bevor die Mädchen sterben mussten. Es war aber nur ein kleiner Blechschaden, der beim Ausparken passierte.

► Hatte die Frau die Tat da schon geplant und sich die Pillen mit dem Inhaltsstoff Zopiclon deshalb besorgt?

Das wird der Prozess vor dem Stuttgarter Landgericht zeigen. Er wird Mittwoch fortgesetzt.

Fest steht aber: In den Tagen nach dem Unfall verhielt sich die Frau normal. „Ich habe da keine Unruhe bemerkt“, sagte ihr Mann vor Gericht im Zeugenstand.
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sweetdevil31
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Re: Doppelmord von Köngen

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 12:54

http://www.bild.de/regional/stuttgart/m ... .bild.html

Familiendrama in Köngen
Doppelter Kindsmord: Heute Urteil gegen Mutter


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Anita N. in einem Haft-Transporter

Stuttgart – Nach dem zweifachen Kindsmord von Köngen wird am Montag (14.30 Uhr) das Urteil gegen die 41 Jahre alte Mutter erwartet.

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Die Spurensicherung untersucht Gegenstände – wie diesen blutverschmierten Stuhl – am Tatort

Es steht außer Frage, dass die Frau Ende 2014 in Köngen bei Esslingen ihre sieben und zehn Jahre alten Töchter im Schlaf getötet hat – die jüngere mit 11 Messerstichen, die ältere in einem langen Todeskampf mit 40.

Die Staatsanwaltschaft forderte wegen Doppelmords lebenslange Haft. Der Verteidiger plädierte auf Totschlag.

Die Angeklagte bat ihren Mann und seine Familie um Vergebung. Sie habe in ständiger Angst gelebt, er könne ihr die Kinder wegnehmen.

Nach der Tat hatte die 41-Jährige versucht, sich das Leben zu nehmen.
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Re: Doppelmord von Köngen

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 15. Jun. 2015, 18:53

http://www.bild.de/regional/stuttgart/m ... .bild.html

Familiendrama in Köngen
Mord-Mutter muss lebenslang in Knast


Stuttgart – Anita N., die Mord-Mutter aus Köngen, muss lebenslang in den Knast!

Das Landgericht Stuttgart sprach die 41-Jährige des Doppelmords für schuldig. Die Frau hatte bereits direkt nach der Tat Anfang November 2014 zugegeben, die sieben und zehn Jahre alten Mädchen im Schlaf erstochen zu haben – die jüngere mit elf Messerstichen, die ältere mit 40.

Zuvor soll sie ihnen Schlafmittel verabreicht haben, die der Frau kurz zuvor von einem Arzt verschrieben wurden. In der vergangenen Woche bat die Frau den Vater der Kinder um Vergebung.

Auslöser der Bluttat könnte Trennungsangst gewesen sein. Die 41-Jährige war sich sicher, dass ihr Mann bei einer Trennung die Kinder mitnehmen würde.
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Re: Doppelmord von Köngen

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 16. Jun. 2015, 07:30

http://www.focus.de/panorama/welt/auf-e ... 52718.html

Töchter erstochenNach Doppelmord an ihren Kindern: Mutter muss lebenslang ins Gefängnis


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Friedhofslichter, Blumen und eine Puppe liegen am 3. November in Köngen vor einem Wohnhaus.



Die 41-Jährige Mutter, die ihre beiden Töchter erstochen hat, muss lebenslang ins Gefängnis. Aus Wut auf ihren Ehemann rastete die Mutter aus und brachte die gemeinsamen Kinder um, urteilte das Landgericht Stuttgart.

Eine 41-jährige Frau hat ihre beiden Töchter erstochen
Als Grund für den Doppelmord nannte sie die Angst vor einer Trennung von ihrem Mann
Das Landgericht Stuttgart verurteilte die Frau zu lebenslanger Haft

"Sie wollte ihn bestrafen, ihm die Kinder nehmen." Für den Vorsitzenden Richter Wolfgang Hahn liegt das Motiv für den doppelten Kindsmord von Köngen am Ende des Prozesses klar auf dem Tisch: "Die Tat war eine Anklage gegen den Ehemann." Mit dem Vater der beiden toten Mädchen habe die 41-Jährige im vergangenen November abrechnen wollen, weil er sich von ihr trennen wollte. Er sei Schuld an ihrer Lage - das habe der Doppelmord aller Welt zeigen sollen. Deswegen verurteilte das Landgericht Stuttgart die angeklagte Mutter wegen zwei Morden zu lebenslanger Haft.

Die 41-Jährige mit den langen schwarzen, leicht grauen Haaren nahm das Urteil am Montag im großen Saal 1 des Landgerichts ohne erkennbare Regungen zur Kenntnis. In ihrem Letzten Wort vor Verkündung des Urteils hatte sie den Vater der Kinder in der vergangenen Woche unter Tränen um Vergebung gebeten. Die Kinder seien ihr "Ein und Alles" gewesen, sagte sie. Ohne die Mädchen habe sie nicht mehr leben wollen. Nach der Tat hatte die Frau versucht, sich das Leben zu nehmen. Ihre Verletzungen seien aber zu keinem Zeitpunkt lebensbedrohlich gewesen, sagte Hahn.
51 Mal zugestochen

Auslöser der Bluttat sei ihre Trennungsangst gewesen. Der Wunsch ihres Mannes nach Veränderung habe sie schlicht überfordert, so Hahn. Verschiedene Aussagen und Handlungen ihres Mannes habe ihre Angst wachsen lassen. "Und die Wut auf ihren Ehemann", wie Hahn ausführte. Irgendwann im Herbst 2014 sei sie sich sicher gewesen, dass die Trennung unmittelbar bevorsteht. Das habe sie in "tiefe Verzweiflung" gestürzt. Da sie auch sicher gewesen sei, dass die Kinder mit dem Mann gehen würden, drohte ihr gesamter Lebensinhalt mit einem Schlag verloren zu gehen. Die Frau lebte zurückgezogen und nur auf die Kernfamilie konzentriert.

Die Tat geschah am 1. November 2014: Die 41-Jährige ist mit ihren Kindern allein, der Ehemann mehrere Tage verreist. Die Frau gibt ihren beiden Töchtern ein Schlafmittel, das sie sich wenige Tage zuvor beim Arzt verschreiben ließ, schilderte Hahn. In der Nacht geht sie zunächst ans Bett der zehnjährigen Tochter und versucht, ihr mit einem Messer die Pulsadern aufzuschneiden. Doch die Schülerin wacht auf, wehrt sich heftig. 40 Mal sticht die Mutter zu. Danach geht sie ins Zimmer ihrer anderen Tochter. Im Schlaf sticht sie der Siebenjährigen 11 Mal in den Rücken. Die Mutter kleidet die toten Mädchen an, legt sich mit ihnen auf eine Schlafcouch und schlitzt sich die Adern auf. Der Suizid misslingt. Als ihr Mann am nächsten Mittag seine baldige Rückkehr auf Anrufbeantworter ankündigt, ruft sie schließlich selbst den Notarzt.
"Wut auf den Ehemann"

Der laut Hahn "klar und vehement" vorgetragene Notruf sei auch ein Indiz dafür, dass die Angeklagte voll zurechnungsfähig und nicht vermindert schuldfähig war. Der vorsitzende Richter sprach von einer "egoistischen Tat". Hinter allem habe eine "Wut auf den Ehemann" gestanden. Geplant und heimtückisch habe sie die arg- und wehrlosen Kinder im Schlaf ermordet. Die Angeklagte hatte die Tötung ihrer Kinder direkt nach der Tat zugegeben. Blutverschmiert war sie auf die Straße gelaufen und hatte Nachbarn gesagt, dass es ihr leidtue, aber dass sie ohne ihre Kinder nicht leben könne.

Ihr Anwalt Markus Bessler sagte in einer ersten Reaktion, er habe gehofft, dass das Gericht die tiefe Verzweiflung seiner Mandantin stärker berücksichtigt. Er wolle sich das Urteil mit seiner Mandantin genau ansehen und den Weg in eine Revision prüfen.
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Re: Doppelmord von Köngen

#5

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 16. Jun. 2015, 07:36

Außergewöhnlicher Fall. Meistens reagieren Männer so ("ohne mich geht es nicht"). Ungeheuer narzisstische, aggressive Tat.
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