Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

Hanau: Partner mit Motorsäge zerstückelt

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 1
Reaktionen: 198
Beiträge: 6382
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Fürth
Alter: 53
Status: Offline

Hanau: Partner mit Motorsäge zerstückelt

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 31. Jan. 2019, 20:00

Do, 31. Januar 2019: In dem spektakulären Fall um einen getöteten und mit einer Motorsäge zerstückelten Mann hat das Hanauer Landgericht die angeklagte Partnerin des Opfers wegen Mordes verurteilt.

Bild
Mit einem Aktenordner verdeckte die Angeklagte vor Gericht ihr Gesicht.
Foto: Tag24
Die Frau muss lebenslang ins Gefängnis, wie das Gericht am Donnerstag urteilte. Eine von der Angeklagten angeführte Notwehr hielt das Gericht für nicht plausibel.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 35-Jährige ihren arglosen Partner während seines Mittagsschlafes mit mehr als 30 Stichen mit einem Küchenmesser erstochen und seine Leiche dann mit zwei Kettensägen zerstückelt hat. "Man hat sich seines Partners planmäßig entledigt", resümierte der Richter. Das Mordkennzeichen der Heimtücke sei erfüllt.

Das Motiv der Tat im Juni 2018 in Steinau im Main-Kinzig-Kreis blieb Prozessbeobachtern und dem Gericht weitgehend ein Rätsel. Die Tatsache, dass die Frau auf ihrer Flucht nach dem Mord mehrfach mehrere Hundert Euro vom Konto ihres Partners abhob, reichte dem Staatsanwalt nicht als Begründung.

"Was wir nicht so ganz verstehen ist, was in ihrem Kopf vorgegangen ist. Leider können wir in den Kopf nicht reinschauen", sagte der Richter. Die Frau mit blondem Zopf verfolgte relativ regungslos und vom Zuschauerraum abgewandt die mehr als einstündige Urteilsbegründung.

Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Das Gericht zeichnete ein chaotisches Bild ihrer Person: Sieben Kinder von drei verschiedenen Männern wurden ihr alle abgenommen, straffällig wurde sie wegen Betrugs und Urkundenfälschung, eine Arbeit hat sie nie lange ausgeübt.

Ihr später ermordeter Partner half ihr, aus dem Gefängnis auf Bewährung heraus zu kommen, indem er sie bei sich einziehen ließ.

Gutachter hatten ihr unter anderem eine dissoziale Persönlichkeitsstörung attestiert, einhergehend mit einer Erziehungsunfähigkeit und einer Haushaltsführungsunfähigkeit. Zudem bescheinigten ihr Zeugen eine Impulsivität und Neigung zu Streitereien. Die Störungen beeinträchtigten laut Gericht aber nicht ihre Steuerungsfähigkeit und wirkten daher nicht strafmildernd. Ihr Opfer wurde dagegen als ruhig, gutmütig und asketisch beschrieben.

Die Frau selbst hatte ihre Tat in der Verhandlung mit Notwehr begründet. Laut ihrer Darstellung hatte ihr Partner ein potenzsteigerndes Kraut konsumiert und sie dann im Wahn angegriffen. All ihre Aussagen zerpflückte der Richter aber als Schutzbehauptungen.

[...]

Ihr Verteidiger hat nach dem Urteil Revision angekündigt.
Quelle: Tag24
0



Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Abgeschlossene Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast