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Berlin: Vater wollte Tochter vergiften | Urteil

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sweetdevil31
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Berlin: Vater wollte Tochter vergiften | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 25. Jun. 2015, 18:03

http://www.bild.de/regional/berlin/proz ... .bild.html

Anklage sicher: Gerd S. (36) wollte Tochter mit Desinfektionsmittel umbringen
So redet sich der Vater vor Gericht raus!


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Gerd S. (36) soll seine kleine Tochter Emelie (heute 20 Monate) immer wieder vergiftet haben. Wegen versuchten Mordes steht er seit Dienstag vor Gericht

Der Familienvater soll versucht haben, seine kleine Tochter mit Zitrusreiniger zu töten. Doch seine Schilderungen vor Gericht wirken wie die eines liebenden und besorgten Vaters...

Berlin – Gerd S. (36) soll seiner kleine Tochter Emelie (heute 20 Monate) über mehrere Wochen hinweg einen Gift-Cocktail verabreicht haben! Das Mädchen kam dabei fast ums Leben. Seit Dienstag muss sich der Vater vor dem Berliner Landgericht wegen versuchten Mordes verantworten. Dort bestreitet er die Taten, lenkt den Verdacht auf seine Frau und breitet seine eigene Kindheit aus.

► Laut Anklage soll der Horror-Vater seiner kleinen Tochter per PEG-Sonde oder mit einem Tuch über dem Mund Desinfektionsmittel verabreicht haben! Emelie war damals acht Monate alt. Bis zu 0,9 Promille hatte das Kind im Blut!

Am 27. Juni war die Dosis so stark, dass Emelie ins Koma fiel. Der Staatsanwalt ist sicher, dass Gerd S. sein Kind töten wollte.

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Staatsanwalt Gerd Heinisch ist sicher: Der 36-jährige Vater wollte seine Tochter mit dem Desinfektionsmittel töten

► Die Vorwürfen der Anklage bestreitet Tierpfleger Gerd S.: „Das stimmt alles nicht! Ich liebe meine Kinder!“

Richter: „War das Ihre Frau?“ Er: „Ich vermute es! Ich würde meiner Tochter nie etwas antun!“

Gerd S. beschreibt die Beziehung zu seiner Frau Nadja G. als schwierig, geprägt von Geldproblemen, Vorwürfen und wenig Nähe. Mit ihr bekam S. 2010 den ersten Sohn Finn.

Nach Schilderung des Angeklagten wollte seine Ex-Partnerin das zweite Kind Emelie gar nicht. Nach der Geburt sei sie mit sich unzufrieden gewesen. „Unsere Beziehung hat dadurch gelitten”, so der Tierpfleger.

Es habe oft Streit gegeben. Zu dem Sohn habe die Frau eine innigere Beziehung gehabt als zur Tochter. Sich selbst schilderte der Angeklagte als fürsorglichen Vater. „Sie lag da. Ich war hilflos. Ich konnte nur ihre Hand halten”, beschreibt er die Situation im Krankenhaus in Brandenburg.

Emelies Rechtsanwältin Manuela Krahl-Röhnisch ist nicht überrascht: „Er versucht, sich von den Vorwürfen reinzuwaschen.” Die Mutter sei nachweislich zu einigen der in Rede stehenden Zeitpunkte nicht bei ihrem Kind gewesen.

Nach Angaben der Anwältin wollte die Frau die Beziehung beenden. Das Paar ist inzwischen getrennt.

► Während er einerseits den Verdacht auf Nadja G. lenkt, klingen die Erinnerungen an seine eigene Kindheit vor den Richtern wie eine Rechtfertigung: „Ich war das siebte und letzte Kind. Ich war nicht gewollt. Meine Eltern hassten mich. Schlugen mich mit Kochlöffeln, Teppichklopfer, Gürteln“.

Der traurige Fall: Weil sie nicht mehr zunahm und wuchs, war Emelie ab März 2014 immer wieder ins Krankenhaus gekommen. Erst in Schleswig-Holstein, schließlich in Brandenburg an der Havel.

Dort schöpften die Ärzte Verdacht: Der Zustand des Mädchens verschlechterte sich immer im Beisein der Eltern. Ende Juni fiel sie wegen einer Vergiftung sogar ins Koma und drohte zu sterben. Abgesehen von Medizinern und Pflegepersonal waren die Eltern die einzigen, die Zugang zu dem Mädchen hatten.

Die Ärzte vermuteten hinter der Tat ein sogenanntes Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Dabei macht ein Mensch einen anderen bewusst krank oder täuscht eine Krankheit vor, um Zuwendung zu erreichen. Häufig sind es Mütter, die ihr Kind auf diese Weise misshandeln.

Doch schnell konzentriert sich der Verdacht allein auf den Vater des Kindes. Sein Motiv für die Tat klingt ungeheuerlich: Die Tochter sei eine Belastung für den 36-Jährigen gewesen und habe ihm bei einer neuen Beziehung im Weg gestanden, so Staatsanwalt Gerd Heininger.

Nach Angaben der Rechtsanwältin gehe es dem Mädchen inzwischen wieder gut. „Es ist sehr aufgeweckt”, berichtet sie. Die Kleine war 2014 zunächst zu einer Pflegefamilie gekommen.

Inzwischen lebt sie wieder bei der Mutter, die das Sorgerecht hat, in der Nähe von Hamburg. „Sie hat einen gesunden Appetit: Wie eine kleine Raupe Nimmersatt.”
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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 25. Jun. 2015, 18:07

http://www.bild.de/regional/berlin/proz ... .bild.html

Staatsanwalt klagt Gerd S. (36) an
Vater vergiftete Tochter (1) mit Zitrusreiniger
Das Kind war seiner neuen Liebe im Weg …


Den Zuschauern in Saal 8 des Potsdamer Landgerichts stockte der Atem. Die Liste des Grauens wollte kaum enden …

Potsdam – Horror-Vater Gerd S. (36) wird beschuldigt, seine kleine Tochter Emelie (heute 20 Monate) immer wieder vergiftet zu haben. Zwölf Taten hatte Staatsanwalt Gerd Heininger in seiner Anklageschrift aufgelistet – über einen Zeitraum von drei Monaten, mit dem Desinfektionsmittel „Sterilium“. Gerd S. hat seine Tochter beinahe umgebracht.

Laut Anklage soll der Horror-Vater seiner kleinen Tochter per PEG-Sonde oder mit einem Tuch über dem Mund Desinfektionsmittel verabreicht haben! Emelie war damals acht Monate alt.

► Erste Tat: 19. März 2014 am Mittag, Gift mit einem Tuch in Gaumen und auf die Zunge.

► Zweite Tat: 20. März, wieder mit einem Tuch Sterlilium den Mund befeuchtet.

► Dritte Tat: 21. April: wieder mit dem vergifteten Tuch den Mund abgetupft.

Dann wurde es schlimmer: Im Mai, führte er Zitronenreiniger direkt mit Milch ein. Folge: Die Schleimhaut löste sich ab. Krämpfe.

► Fünfte Tat: Im Krankenhaus von Neumünster (Friedrich-Ebert-Krankenhaus) versucht er es per Sonde.

► Sechste Tat: 5. Juni, im Helios-Klinikum Brandenburg: Er lässt sie Milch mit Reinigungsseife trinken.

► Siebte und achte Tat: 8. Juni, er mischt das Desinfektionsmittel unter die Nahrung.

► Neunte Tat: 21. Juni, wieder Reinigungsmittel in die Nahrung gemischt.

► Zehnte Tat: 23. Juni am Nachmittag, wieder hat er das hochalkoholische Mittel in die Nahrung gemischt.

Bis zu 0,9 Promille hatte Emelie im Blut!

► Elfte Tat: 26. Juni: Über die Magensonde lässt er das Mittel direkt in die Kanüle fließen und so kommt es in ihren Körper.

Das tat er jeweils, sagte der Ankläger, wenn die Ärzte und Schwestern nicht auf der Intensivstation im Zimmer von Emelie waren.

Dann wollte er es endlich schaffen, am 27. Juni: Wieder über die Magensonde. Die Dosis war so stark, dass Emelie ins Koma fiel. Der kleine Körper konnte sich gegen das Gift einfach nicht wehren – sie drohte zu sterben.

„Er wollte sie töten, das war sein Plan“, ist sich der Staatsanwalt sicher. Wieder das gleiche Vergiftungsmuster: Über die von außen in Emelies kleinen Bauch gelegte „PEG“-Magensonde führte er Desinfektionsmittel in die Kanüle ein.

Er saß bei ihr am Krankenbettchen, sie übergab sich, hustete, krampfte und röchelte. Dann holte er einen Arzt, tat besorgt. Und hoffte wohl doch, das Kind werde „endlich“ sterben.

Warum das alles?

Die Anwältin von Emelie (Nebenklage), Manuela Krahl-Röhnisch, zu BILD: „Er wollte sich um seine Affäre kümmern. Die andere Frau machte das auch zur Bedingung, dass er durch die Kinder (Emelie hat noch einen Bruder) nicht mehr gebunden ist.“

Für den Staatsanwalt ein versuchter Mord – Gerd S. drohen bis zu 15 Jahre Haft. Zunächst musste das Gericht am Dienstag entscheiden, ob die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird, weil „schutzwürdige“ Interessen von Emelie betroffen sein könnten. Dies lehnte das Gericht jedoch ab.

Der 36-Jährige bestreitet die Vorwürfe. „Ich liebe meine Kinder”, sagt der Tierpfleger im Prozess. Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versucht er den Verdacht auf sie zu lenken. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte”, sagt der unscheinbare Mann mit Halbglatze. Es bliebe nur seine Ex-Partnerin.
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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 25. Jun. 2015, 18:12

http://www.bild.de/regional/berlin/berl ... .bild.html


Gerd S. (37) soll seine Tochter Emelie mit Reiniger vergiftet haben
Staatsanwalt fordert lebenslang für Horror-Vater


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Vater Gerd S. am Dienstag vor dem Landgericht Berlin. Er soll seiner Tochter Emelie (heute 20 Monate, r.) Gift in die Milch gemischt haben

Das Mädchen behielt keine Nahrung bei sich, die Schleimhäute lösten sich, es litt unter Sodbrennen und Bronchitis, fiel schließlich ins Koma und schwebte in Lebensgefahr. Hinter der heute fast zweijährigen Emelie liegt ein monatelanges Martyrium.

Der Mensch, der ihr fast das Leben genommen hat, soll ihr eigener Vater, Gerd S. (37) sein. Er soll ihr immer wieder Zitrusreiniger ins Fläschchen gemischt haben. Seit dem 3. März muss sich der Mann aus Schleswig-Holstein dafür vor dem Landgericht Brandenburg in Potsdam verantworten.

Potsdam – Am Donnerstag verlangte Staatsanwalt Gerd Heininger wegen versuchten Mordes sowie der Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung lebenslange Haft für Gerd S.!

Aus Sicht der Anklage ist der 37-jährige Vater aus Schleswig-Holstein anhand von Indizien und Beweismitteln überführt. Von März bis Juni 2014 habe er seiner Tochter elfmal einen Giftcocktail aus Desinfektionsmitteln und zitronensäurehaltigen Reinigungsmitteln gegeben, sagte Heininger vor dem Landgericht Potsdam.

► Der Vater mischte Zitronenreiniger oder Reinigungsseife in Emelies Milchflasche. Selbst als sie im Krankenhaus war, soll er ihr immer wieder Gift per Magensonde zugeführt haben.

► Laut Anklage wurde das Kind außerdem mit einem Tuch über dem Mund vergiftet! Emelie war damals acht Monate alt. Bis zu 0,9 Promille Alkohol hatte das Mädchen im Blut!

► Die Anklage hatte als Tatmotiv u a. eine neue Beziehung des Mannes in den Fokus gestellt. Nach fast viermonatigem Prozess mit knapp 60 Zeugen sieht der Staatsanwalt das Motiv für die Tat jedoch eher in einer allgemeinen Unzufriedenheit des Angeklagten.

Nach der Geburt von Emelie geriet seine Beziehung in eine Krise. Seine Partnerin verlangte mehr Engagement von ihm für Familie und Arbeit. Während sie sich ihm verweigerte, genoss die Tochter verstärkt Aufmerksamkeit. In der Familie empfand er sich eher geduldet als anerkannt.

Der Angeklagte bestritt die Tat vor Gericht. Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versuchte er den Verdacht auf sie zu lenken. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte“, sagte der unscheinbare Mann mit Halbglatze im Prozess.

Seine Ex-Partnerin, mit der er noch einen Sohn hat, stand anfangs ebenfalls im Verdacht. Ärzte vermuteten hinter der Tat ein sogenanntes Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Dabei macht ein Mensch einen anderen bewusst krank oder täuscht eine Krankheit vor, um Zuwendung zu erreichen. Häufig sind es Mütter, die ihr Kind auf diese Weise misshandeln.

Doch bei den Ermittlungen geriet zunehmend der Vater ins Visier. Der Zustand des Mädchens verschlechterte sich immer im Beisein der Eltern – vor allem, wenn der Mann mit der Tochter allein gewesen war. Seit Anfang Juli 2014 sitzt er in Untersuchungshaft. In seinem Umfeld fanden die Ermittler unter anderem Spritzen und Zitronensäure.

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Er verabreichte ihr sogar Milch mit Reinigungsseife zum Einschlafen

Emelies Gesundheitszustand hat sich seit der Festnahme ihres Vaters verbessert. Die Mutter hat inzwischen wieder das Sorgerecht für sie und lebt mit den Kindern nach Angaben ihrer Anwältin, Manuela Krahl-Röhnisch, in der Nähe von Hamburg. Das Paar hat sich inzwischen getrennt. Mutter und Kind seien in psychologischer Behandlung.

Aus Sicht der Nebenklage ist die Beweislage „erdrückend“. „Für die Beteiligten wäre es besser gewesen, wenn sich der Angeklagte der Sache gestellt hätte“, sagte Krahl-Röhnisch. Sie schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Der Prozess soll am 30. Juni mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt werden. Das Gericht will sein Urteil am 9. Juli sprechen.
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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 25. Jun. 2015, 19:25

http://www.bild.de/regional/berlin/berl ... .bild.html

Gerd S. (37) soll seine Tochter Emelie zwölf Mal mit Putzmitteln vergiftet haben
Wie falsch ist diese Vaterliebe?

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Doch dann häuften sich diese Unfälle: Und selbst als Emelie auf der Intensivstation lag, soll er weiter Gift in die Kanüle für die Magensonde gespritzt haben. Als sich die Kleine dann übergab, krampfte und röchelte, holte er einen Arzt und tat besorgt.

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Der Angeklagte bestritt die Tat vor Gericht. Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versuchte er den Verdacht auf sie zu lenken. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte“, sagte der unscheinbare Mann mit Halbglatze im Prozess.

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Doch bei den Ermittlungen geriet zunehmend der Vater ins Visier. Der Zustand des Mädchens verschlechterte sich immer im Beisein der Eltern – vor allem, wenn der Mann mit der Tochter allein gewesen war. Seit Anfang Juli 2014 sitzt er in Untersuchungshaft. In seinem Umfeld fanden die Ermittler unter anderem Spritzen und Zitronensäure.

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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#5

Ungelesener Beitrag von Finlule » Sa, 27. Jun. 2015, 15:20

Prozesse Vater vergiftet kleine Tochter - lebenslange Haft gefordert

Egal, was die Ärzte tun - dem Mädchen geht es schlecht. Dann der Verdacht: Jemand vergiftet das Kind absichtlich. Ein Fall für die Justiz.

Potsdam. Das Mädchen behielt keine Nahrung bei sich, die Schleimhäute lösten sich, es litt unter Sodbrennen und Bronchitis, fiel schließlich ins Koma und schwebte in Lebensgefahr. Hinter der heute fast zweijährigen Emelie liegt ein monatelanges Martyrium. Verantwortlich dafür ist nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Potsdam ihr Vater. Wegen versuchten Mordes sowie der Misshandlung von Schutzbefohlenen und gefährlicher Körperverletzung verlangte Staatsanwalt Gerd Heininger am Donnerstag lebenslange Haft.

Aus Sicht der Anklage ist der 37-jährige Vater aus Schleswig-Holstein anhand von Indizien und Beweismitteln überführt. Von März bis Juni 2014 habe er seiner Tochter mehrfach ein Giftgemisch aus Desinfektionsmitteln und zitronensäurehaltigen Reinigungsmitteln verabreicht, sagte Heininger vor dem Landgericht Potsdam. Der Mann habe Hassgefühle auf das damals acht Monate alte Mädchen entwickelt.
Mann empfand sich eher geduldet als anerkannt

Die Anklage hatte als Tatmotiv noch eine neue Beziehung des Mannes in den Fokus gestellt. Nach fast viermonatigem Prozess mit knapp 60 Zeugen sieht der Staatsanwalt das Motiv für die Tat eher in einer allgemeinen Unzufriedenheit des Angeklagten. Nach der Geburt von Emelie geriet seine Beziehung in eine Krise. Seine Partnerin verlangte mehr Engagement von ihm für Familie und Arbeit. Während sie sich ihm verweigerte, genoss die Tochter verstärkt Aufmerksamkeit. In der Familie empfand er sich eher geduldet als anerkannt.

Der Angeklagte bestritt die Tat vor Gericht. Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versuchte er den Verdacht auf sie zu lenken. "Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte", sagt der unscheinbare Mann mit Halbglatze im Prozess.

Seine Ex-Partnerin, mit der er noch einen Sohn hat, stand anfangs auch im Verdacht. Ärzte vermuteten hinter der Tat ein sogenanntes Münchhausen-Stellvertreter-Syndrom. Dabei macht ein Mensch einen anderen bewusst krank oder täuscht eine Krankheit vor, um Zuwendung zu erreichen. Häufig sind es Mütter, die ihr Kind auf diese Weise misshandeln.
Wenn der Vater mit der Tochter allein war, ging es ihr schlechter
Doch bei den Ermittlungen geriet der Vater zunehmend ins Visier. Der Zustand des Mädchens verschlechterte sich immer im Beisein der Eltern - vor allem, wenn der Mann mit der Tochter allein gewesen war. Seit Anfang Juli 2014 sitzt er in Untersuchungshaft. In seinem Umfeld fanden die Ermittler unter anderem Spritzen und Zitronensäure.

Emelies Gesundheitszustand hat sich seit der Festnahme ihres Vaters verbessert. Die Mutter hat inzwischen wieder das Sorgerecht für sie und lebt mit den Kindern nach Angaben ihrer Anwältin, Manuela Krahl-Röhnisch, in der Nähe von Hamburg. Das Paar hat sich inzwischen getrennt. Mutter und Kind seien in psychologischer Behandlung.

Aus Sicht der Nebenklage ist die Beweislage "erdrückend". "Für die Beteiligten wäre es besser gewesen, wenn sich der Angeklagte der Sache gestellt hätte", sagte Krahl-Röhnisch. Sie schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an.

Der Prozess soll am 30. Juni mit dem Plädoyer der Verteidigung fortgesetzt werden. Das Gericht will sein Urteil am 9. Juli sprechen.

http://www.morgenpost.de/berlin/article ... rdert.html

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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 9. Jul. 2015, 19:53

http://www.bild.de/regional/berlin/urte ... .bild.html

Gerd S. vergiftete Tochter Emelie zwölf Mal mit Zitrusreiniger
15 Jahre Haft für Horror-Vater


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Gerd S. (37) muss 15 Jahre ins Gefängnis! Er hatte seine Tochter fast zu Tode gequält

Fast wäre Emelie gestorben. Zwölf Mal wurde das Mädchen mit Zitrusreiniger vergiftet, fiel ins Koma und schwebte in Lebensgefahr. Der Mensch, der Emelie das angetan hat: ihr Vater ...

Potsdam – Im Gift-Prozess ist der angeklagte Vater Gerd S. zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 37-Jährigen am Donnerstag unter anderem wegen versuchten Mordes an seiner Tochter schuldig.

Die Anklage hatte dem Mann vorgeworfen, Emelie (1) über mehrere Monate hinweg einen Gift-Cocktail eingeflößt zu haben.

Acht Monate alt war das Mädchen, als die Qual begann. Zwölfmal soll der Tierpfleger aus Schleswig-Holstein seiner Tochter laut Anklage Desinfektionsmittel oder zitronensäurehaltige Reinigungsmittel verabreicht haben.

Bis zu 0,9 Promille Alkohol hatte das Mädchen zeitweise im Blut! Weil Emilie nicht mehr zunahm und wuchs, war sie ab März 2014 immer wieder im Krankenhaus – erst in Schleswig-Holstein, schließlich in Brandenburg an der Havel.

Dort soll der Mann seiner Tochter über ihre Magensonde weiter die giftigen Flüssigkeiten verabreicht haben. Emilie lag wehrlos im Koma, ihr Leben war in Gefahr.

„Ich bin immer noch dankbar, dass Emelie, die tatsächlich mit dem Leben gerungen hatte und fast verstorben wäre, die lange Zeit ihres Leidens so derart gut überstanden hat”, sagte Anwältin Manuela Krahl-Röhnisch.

Der Beschuldigte wies die Vorwürfe im Prozess zurück und stellte sich als fürsorglichen Vater dar. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte”, beteuerte er. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

► Die Staatsanwaltschaft hingegen glaubte, dass der Angeklagte sein Kind töten wollte. Als Motiv hatte sie u. a. eine neue Beziehung des Mannes in den Fokus gestellt.

Nach fast viermonatigem Prozess mit knapp 60 Zeugen sah der Staatsanwalt das Motiv für die Tat jedoch eher in einer allgemeinen Unzufriedenheit des Angeklagten.

Nach der Geburt von Emelie geriet seine Beziehung in eine Krise. Seine Partnerin verlangte mehr Engagement von ihm für Familie und Arbeit. Während sie sich ihm verweigerte, genoss die Tochter verstärkt Aufmerksamkeit. In der Familie empfand Gerd S. sich eher geduldet als anerkannt.

Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versuchte der Angeklagte, den Verdacht auf sie zu lenken. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte“, sagte der unscheinbare Mann mit Halbglatze im Prozess.

Seit Anfang Juli 2014 sitzt er in Untersuchungshaft – in seinem Umfeld hatten die Ermittler unter anderem Spritzen und Zitronensäure gefunden.

Emelies Gesundheitszustand hat sich seit der Festnahme ihres Vaters verbessert. Die Mutter hat inzwischen wieder das Sorgerecht und lebt mit den Kindern nach Angaben ihrer Anwältin in der Nähe von Hamburg. Das Paar hat sich getrennt. Mutter und Kind sind in psychologischer Behandlung.
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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#7

Ungelesener Beitrag von Finlule » Sa, 11. Jul. 2015, 22:52

Gerd S. vergiftete Tochter Emelie zwölf Mal mit Zitrusreiniger
15 Jahre Haft für Horror-Vater

Fast wäre Emelie gestorben. Zwölf Mal wurde das Mädchen mit Zitrusreiniger vergiftet, fiel ins Koma und schwebte in Lebensgefahr. Der Mensch, der Emelie das angetan hat: ihr Vater ...

Potsdam – Im Gift-Prozess ist der angeklagte Vater Gerd S. zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den 37-Jährigen am Donnerstag unter anderem wegen versuchten Mordes an seiner Tochter schuldig.

Die Anklage hatte dem Mann vorgeworfen, Emelie (1) über mehrere Monate hinweg einen Gift-Cocktail eingeflößt zu haben.
Acht Monate alt war das Mädchen, als die Qual begann. Zwölfmal soll der Tierpfleger aus Schleswig-Holstein seiner Tochter laut Anklage Desinfektionsmittel oder zitronensäurehaltige Reinigungsmittel verabreicht haben.

Bis zu 0,9 Promille Alkohol hatte das Mädchen zeitweise im Blut! Weil Emilie nicht mehr zunahm und wuchs, war sie ab März 2014 immer wieder im Krankenhaus – erst in Schleswig-Holstein, schließlich in Brandenburg an der Havel.

Dort soll der Mann seiner Tochter über ihre Magensonde weiter die giftigen Flüssigkeiten verabreicht haben. Emilie lag wehrlos im Koma, ihr Leben war in Gefahr.
„Ich bin immer noch dankbar, dass Emelie, die tatsächlich mit dem Leben gerungen hatte und fast verstorben wäre, die lange Zeit ihres Leidens so derart gut überstanden hat”, sagte Anwältin Manuela Krahl-Röhnisch.

Der Beschuldigte wies die Vorwürfe im Prozess zurück und stellte sich als fürsorglichen Vater dar. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte”, beteuerte er. Die Verteidigung plädierte auf Freispruch.

Die Staatsanwaltschaft hingegen glaubte, dass der Angeklagte sein Kind töten wollte. Als Motiv hatte sie u. a. eine neue Beziehung des Mannes in den Fokus gestellt.
Nach fast viermonatigem Prozess mit knapp 60 Zeugen sah der Staatsanwalt das Motiv für die Tat jedoch eher in einer allgemeinen Unzufriedenheit des Angeklagten.

Nach der Geburt von Emelie geriet seine Beziehung in eine Krise. Seine Partnerin verlangte mehr Engagement von ihm für Familie und Arbeit. Während sie sich ihm verweigerte, genoss die Tochter verstärkt Aufmerksamkeit. In der Familie empfand Gerd S. sich eher geduldet als anerkannt.
Ohne die Mutter des Mädchens direkt zu bezichtigen, versuchte der Angeklagte, den Verdacht auf sie zu lenken. „Ich weiß, dass ich meiner Tochter nie etwas antun könnte“, sagte der unscheinbare Mann mit Halbglatze im Prozess.

Seit Anfang Juli 2014 sitzt er in Untersuchungshaft – in seinem Umfeld hatten die Ermittler unter anderem Spritzen und Zitronensäure gefunden.

Emelies Gesundheitszustand hat sich seit der Festnahme ihres Vaters verbessert. Die Mutter hat inzwischen wieder das Sorgerecht und lebt mit den Kindern nach Angaben ihrer Anwältin in der Nähe von Hamburg. Das Paar hat sich getrennt. Mutter und Kind sind in psychologischer Behandlung.

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Re: Berlin-Vater wollte Tochter vergiften

#8

Ungelesener Beitrag von Finlule » Sa, 11. Jul. 2015, 22:56

Im Gift-Prozess ist der angeklagte Vater Gerd S. zu 15 Jahren Haft verurteilt worden.
Meiner Meinung ist 15 Jahre Haft viel zu wenig! Da der Vater auch noch im Krankenhaus versuchte das Kind zu vergiften würde ich ihm 25 Jahre aufbrummen wegen Vorsatz!

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