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Berlin: Prozess gegen Putzmann | Urteil

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sweetdevil31
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Berlin: Prozess gegen Putzmann | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 7. Jul. 2015, 05:36

http://www.bild.de/regional/berlin/proz ... .bild.html

Prozess gegen Putzmann
Weil ein Joghurtbecher umkippte, stach er zu


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Der Angeklagte Arif K. (45) beim Prozessauftakt im Landgericht. Er selbst äußerte sich nicht zu den Vorwürfen

Berlin-Moabit – Wegen eines umgekippten Joghurtbechers hätte Arif K. (45) beinahe einen Menschen erstochen. Am Montag begann der Prozess wegen versuchten Totschlags gegen den Putzmann aus Berlin-Moabit.

Der Angeklagte äußerte sich nicht zu den Vorwürfen, ließ aber über den Verteidiger seinem Opfer Tom H. (38) seine tiefe Reue vermitteln.

Rückblick: Die Messerattacke geschah am 7. Februar 2015 gegen 11.30 Uhr bei Penny in der Turmstraße. Tom H. (38) steht an der Kasse an, legt die Ware aufs Band. Auch der Angeklagte hinter ihm legt seine Einkäufe aufs Band. „Ich nahm den Trenner, um unsere Einkäufe abzugrenzen“, erinnert sich der Zweiradmechaniker, der später zum Opfer wird. „Dabei kippte einer seiner Joghurtbecher um.“

Ein kleines Missgeschick. Doch für Putzmann Arif K. offensichtlich ein Riesenärgernis. Er motzt, pöbelt. Der Mechaniker entschuldigt sich und geht. Für ihn ist die Sache damit erledigt. Für den Angeklagten noch lange nicht.

Zehn Minuten später an der Gotzkowsky-/Ecke Zwinglistraße begegnen sich die Männer erneut. Der Mechaniker: „Ich kam vom Bäcker, stand am Zebrastreifen, als er plötzlich in drohender Haltung vor mir stand.“ Er greift nach einem Stöckchen, um sich Arif K. vom Hals zu halten. Es kommt zum Handgemenge. Der Mechaniker: „Er schlug zu, ich wehrte mich.“ Arif K. fällt über einen Blumenkübel. Dem Mechaniker gelingt die Flucht über die Straße.

Doch Arif K. rappelt sich auf, nimmt die Verfolgung auf, stürzt sich erneut auf sein Opfer. Tom H.: „Ich bemerkte plötzlich, wie es an meiner linken Körperseite feucht wurde.“ Der Angeklagte hat ihm ein Messer in den Rumpf gerammt. Auf Höhe der zehnten Rippe. Das Messer durchsticht das Zwerchfell, öffnet die Milz. Nur durch eine Notoperation wird Tom H. das Leben gerettet.

Der Angeklagte Arif H. flüchtet nach der Messerattacke, wird aber von einem Radfahrer verfolgt und kann durch die von anderen Passanten alarmierte Polizei wenig später gefasst werden.

„Hatten Sie den Eindruck, dass der Angeklagte Alkohol oder Drogen zu sich genommen hat?“, will der Richter von Tom H. wissen. Es sei schon ziemlich ungewöhnlich, wegen einer Kleinigkeit so auszurasten. Der Zeuge schüttelte den Kopf: „Ich hatte nicht den Eindruck.“

Der Prozess wird am 13. Juli fortgesetzt.
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Zuletzt geändert von Gast am Mi, 8. Jun. 2016, 14:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Beitrag verschoben



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Re: Berlin: Prozess gegen Putzmann

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 1. Nov. 2015, 12:24

Wegen eines Joghurts | 4,5 Jahre Haft für Messerstecher
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Moabit – Wegen eines umgekippten Joghurtbechers hätte Arif K. (45) beinahe einen Menschen erstochen (BILD berichtete). Wegen gefährlicher Körperverletzung wurde der Putzmann aus Moabit am Donnerstag zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

7. Februar 2015 gegen 11.30 Uhr bei „Penny“ in der Turmstraße: Tom H. (38) steht an der Kasse, legt die Ware aufs Band.

Auch der Angeklagte hinter ihm tut das: „Ich nahm den Trenner, um unsere Einkäufe abzugrenzen“, erinnert sich der Zweiradmechaniker. „Dabei kippte einer seiner Joghurtbecher um.“ Für den Putzmann offensichtlich ein Riesenärgernis.

Er motzt, pöbelt. Der Mechaniker entschuldigt sich und geht. Für ihn ist die Sache damit erledigt. Für den Angeklagten noch lange nicht.

Zehn Minuten später begegnen sich die Männer an der Gotzkowsky-/Ecke Zwinglistraße erneut. Der Mechaniker: „Ich kam vom Bäcker, stand am Zebrastreifen, als er plötzlich in drohender Haltung vor mir stand.“
Eine Notoperation rettet dem Opfer das Leben

Das Opfer greift nach einem Stöckchen, um sich den Wüterich vom Hals zu halten. Es kommt zum Handgemenge. Der Mechaniker: „Er schlug zu, ich wehrte mich.“

Der Türke fällt über einen Blumenkübel. Dem Mechaniker gelingt die Flucht über die Straße. Doch der andere rappelt sich auf, nimmt die Verfolgung auf, stürzt sich erneut auf ihn.

Das Opfer: „Ich bemerkte plötzlich, wie es an meiner linken Körperseite feucht wurde.“ Der Angeklagte hat ihn in Höhe der 10. Rippe erwischt. Das Messer durchsticht das Zwerchfell, öffnet die Milz. Nur durch eine Notoperation wird sein Leben gerettet.

Der Angeklagte flüchtet zunächst, wird von einem Radfahrer verfolgt und kann durch die von anderen Passanten alarmierte Polizei wenig später gefasst werden.

Der Richter im Urteil: „Eine furchtbare Tat aus einem nichtigen Anlass, der noch dazu mehr als zehn Minuten zurück lag.“

Die Verteidiger hatten auf Notwehr plädiert. Der Richter: „Dafür gab es nun wirklich keinerlei Anhaltspunkte. Wir sehen aber, dass der Angeklagte wegen der bevorstehenden Scheidung in einer emotional schwierigen Lebenssituation war.“

Er selbst hatte im Prozess zur Tat geschwiegen, sich aber beim Opfer entschuldigt. Seine Familie hat bereits 5000 Euro Schmerzensgeld gezahlt.
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