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Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern | Urteil

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sweetdevil31
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Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern | Urteil

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 5. Aug. 2015, 07:14

http://www.bild.de/regional/bremen/brem ... .bild.html

Staatsanwalt sicher - Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

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Das schmucke Eigenheim der Familie in Morsum

Verden – Was für ein Drama muss sich in diesem schmucken Häuschen mit dem gepflegten Vorgarten abgespielt haben.

Hier, im kleinen Morsum, lag Anke T. (49) hilflos nach einem Sturz (mehrere Hüft-Brüche) auf dem Sofa. Ehemann Michael (50) und die Tochter (18) sollen sie sechs Wochen lang kaum versorgt haben. Mitte März starb die frühere Kellnerin unter schrecklichen Qualen.

Jetzt hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ehemann und Tochter erhoben: Mord durch Unterlassen! Staatsanwalt Lutz Gaebel: „Beide sitzen in U-Haft. Sie haben keinen Arzt gerufen, die Frau hilflos liegen gelassen.“

Erst als eine Verwandte der Frau Ehemann und Tochter bedrängte, wurde ein Notarzt alarmiert. Der stellte den Tod fest. Gaebel: „Die Frau ist verhungert oder verdurstet.“ Nach BILD-Informationen war das Opfer alkohol-abhängig. Offensichtlich hatten Mann und Tochter deshalb kein Erbarmen und versorgten sie nicht.

Ein früherer Chef des Opfers: „Die Anke war mal eine nette, zuverlässige Frau. Aber zum Schluss torkelte sie nur noch mit einem Flachmann in der Hand rum.“
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Zuletzt geändert von Gast am Mi, 8. Jun. 2016, 13:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel ergänzt, Beitrag verschoben



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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 15. Sep. 2015, 09:55

Frau verhungert - Prozess gegen Ehemann und Tochter
Di. 15.09.2015, 09:43

Verden – Weil sie sich nicht um eine sterbende Frau gekümmert haben, stehen seit heute der Mann und die Tochter der 49-Jährigen wegen Mordes in Verden vor Gericht.
Die Frau sei langsam und qualvoll gestorben, sagte Staatsanwältin Annette Marquardt zum Prozessauftakt am Landgericht. Den Angeklagten wird Mord durch Unterlassen vorgeworfen. Das alkoholkranke Opfer soll vor seinem Tod in der Wohnung der Familie in Thedinghausen gestürzt sein und sich dabei die Hüfte gebrochen haben. Der 50-Jährige und die 18 Jahre alte Tochter sollen weder einen Arzt gerufen noch die Verletzte mit Wasser und Essen versorgt haben. Acht weitere Prozesstage sind geplant.

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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 15. Sep. 2015, 14:56

Vater und Tochter wegen Mordes vor Gericht
Ließen sie die Mutter aus Hass verhungern?


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Die Tochter auf der Anklagebank

Verden – Familien-Drama im 2800-Einwohner-Dorf!

Im kleinen Morsum (Landkreis Verden) lag Anke T. (49) hilflos nach einem Sturz (mehrere Hüft-Brüche) auf dem Sofa. Ehemann Michael (50) und die Tochter (18) sollen sie sechs Wochen lang kaum versorgt haben, obwohl sie vor Schmerzen gewimmert habe.

Mitte März starb die frühere Kellnerin unter schrecklichen Qualen auf dem Sofa.

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Ehemann Michael kommt mit seinen Anwalt in den Gerichtsaal

Jetzt stehen Vater und Tochter vor Gericht!

Anklage: Mord durch Unterlassen! Staatsanwalt Lutz Gaebel: „Sie haben keinen Arzt gerufen, die Frau hilflos liegen gelassen.“

Die Frau sei langsam und qualvoll gestorben, sagte Staatsanwältin Annette Marquardt zum Prozessauftakt am Landgericht Verden in Niedersachsen.

Erst als eine Verwandte der Frau Ehemann und Tochter bedrängte, wurde ein Notarzt alarmiert. Der stellte den Tod fest.

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Der Angeklagte wird mit Fußfesseln in den Saal geführt

Anke T. sei völlig abgemagert gewesen. Noch am Tag des Todes hätten Ärzte sie retten können, sagte Marquardt. Doch die Angeklagten ließen sie laut Anklage absichtlich sterben. Angeblich aus Hass und Rache, weil sich die Frau wegen ihrer Alkohol-Sucht jahrelang nicht um die Familie gekümmert haben soll.

Die Verteidigung wies die Mordvorwürfe zurück. Dass die Angeklagten die Frau haben töten wollen, sei nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen nicht nachweisbar, sagte Verteidiger Jochen Zersin. Er forderte die Kammer auf, weitere Zeugen zu laden.

Justizbeamte führten die beiden Angeklagten am ersten Prozesstag in Handschellen in den Gerichtssaal. Zu den Vorwürfen wollten sie sich nicht äußern, auch nicht zur Familiensituation.

Der Prozess soll am 29. September weitergehen.

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AndreaManuela
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#4

Ungelesener Beitrag von AndreaManuela » Mi, 16. Sep. 2015, 08:32

Was muss ein Mensch getan haben, um so einen Tod zu "verdienen"? War die Mutter genauso grausam, dass sie so gehasst wurde?

Die Angeklagten haben die Frau nicht töten wollen.... Was haben die gedacht, was bei so einer "Aktion" rauskommt?

Ein unvorstellbar grausamer Tod.
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 16. Sep. 2015, 10:22

Verhungerte Frau: Mann und Tochter wegen Mordes vor Gericht

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Die Angeklagten und ihre Verteidiger: Mordprozess vor dem Landgericht Verden

Sie starb qualvoll auf dem Sofa, ihr Mann und ihre Tochter sollen wochenlang tatenlos zugesehen haben: In Niedersachsen hat der Prozess wegen des Hungertodes einer Frau begonnen. Den Mordvorwurf wiesen die Angeklagten zurück.

Zum Schluss wog sie nur noch 26 Kilogramm: Vor den Augen ihres Mannes und ihrer Tochter soll eine Frau verhungert sein. Der 50-Jährige und seine 18 Jahre alte Tochter stehen wegen gemeinschaftlichen Mordes durch Unterlassen vor dem Landgericht Verden in Niedersachsen. Sie hätten sich nicht um die 49-Jährige gekümmert, obwohl diese vor Schmerzen gewimmert habe, sagte Staatsanwältin Annette Marquardt. Die Frau sei langsam und qualvoll gestorben.

Justizbeamte führten die beiden Angeklagten am ersten Prozesstag in Handschellen in den Gerichtssaal. Zu den Vorwürfen wollten sich Ehemann und Tochter nicht äußern, auch nicht zur Familiensituation. Bekannt ist, dass die 49-Jährige seit vielen Jahren alkoholabhängig war. Einige Wochen vor ihrem Tod stürzte sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft in der Wohnung und brach sich die Hüfte. "Sie war darauf angewiesen, dass die Angeklagten sie versorgten", sagte Marquardt.

Der Ehemann und die Tochter sollen weder einen Arzt gerufen noch der Hilflosen ausreichend Wasser und Essen gebracht haben. Als die Frau im März auf dem Sofa im Wohnzimmer starb, war sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft völlig abgemagert. Noch am Tag des Todes hätten Ärzte sie retten können, sagte Marquardt. Doch Mann und Tochter ließen sie laut Anklage absichtlich sterben - angeblich aus Hass und Rache, weil sich die Frau wegen ihrer Sucht jahrelang nicht um die Familie gekümmert haben soll.

Die Verteidigung wies die Mordvorwürfe zurück. Dass die Angeklagten die Frau töten wollten, sei nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen nicht nachweisbar, sagte Verteidiger Jochen Zersin. Er forderte die Kammer auf, weitere Zeugen zu laden. Der Prozess soll am 29. September weitergehen.

Quelle: Spiegel
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 16. Sep. 2015, 17:23


Verhungerte Frau: Haben Mann und Tochter zugeschaut?


"Die Frau ist langsam und qualvoll gestorben", so am Dienstag Staatsanwältin Annette Marquardt zum Prozessauftakt am Landgericht Verden. Hier müssen sich der Ehemann und die Tochter der verstorbenen 49-Jährigen wegen gemeinschaftlichen Mordes durch Unterlassen verantworten. Nachdem sich die Frau Ende Januar bei einem Sturz in der gemeinsamen Wohnung in Thedinghausen (Landkreis Verden) die Hüfte gebrochen hatte, sollen ihr Mann und ihre Tochter sie wochenlang nicht ausreichend versorgt haben, sodass sie auf dem Sofa unter großen Schmerzen verhungerte und verdurstete. Der Ehemann und die 18-jährige Tochter sollen ihr dabei zugesehen, jeden Tag in dem Raum Fernsehen geschaut haben, so die Staatsanwaltschaft. Ihr Motiv sei Hass und Rache gewesen, weil sie jahrelang unter der Alkoholsucht der 49-Jährigen gelitten hätten.

Tränen bei der Tochter


Die beiden Angeklagten wollten sich am Dienstag nicht zu den Vorwürfen oder zu der Familiensituation äußern. Der 18-jährigen Tochter liefen Tränen über das Gesicht, als sie auf die Fragen des Richters antwortete. Sie erzählte, wie sie immer wieder die Schule geschwänzt habe, weil Mitschülerinnen sie terrorisierten und schlugen. Über ihre Mutter wollte sie an dem Tag nicht reden. Auch ihr Vater wollte an diesem Tag nicht über das Familienleben sprechen.

"Bei lebendigem Leibe verfault"

Laut Anklage ließen Vater und Tochter die Mutter absichtlich sterben. Die Staatsanwaltschaft wirft den Angeklagten vor, der hilflosen und bewegungsunfähigen Frau keinen Arzt gerufen und ihr nicht ausreichend zu essen und zu trinken gegeben zu haben. Noch am Tag des Todes hätten Ärzte sie retten können, sagte Marquardt. Als die Frau im März auf dem Sofa im Wohnzimmer starb, soll sie völlig abgemagert gewesen sein. Nach Angaben der Ermittler wog die 49-Jährige zum Zeitpunkt ihres Todes nur noch 26 Kilogramm und hatte mehrere offene Wunden. "Sie ist quasi bei lebendigem Leibe verfault", so eine Gerichtssprecherin. Juristisch gesehen hätten Angehörige die Pflicht, sich um hilfsbedürftige Verwandte zu kümmern - zumindest aber bei solch schweren Verletzungen einen Arzt zu holen. "Sie war darauf angewiesen, dass die Angeklagten sie versorgten", sagte Marquardt.

Angeklagte äußern sich nicht zur Mutter

Die Verteidigung wies die Mordvorwürfe zurück. Dass die Angeklagten die Frau haben töten wollen, sei nach dem jetzigen Stand der Ermittlungen nicht nachweisbar, so Verteidiger Jochen Zersin. Die 49-Jährige habe sich schon länger nicht mehr helfen lassen: "Die Frau war aufgrund ihrer Alkoholabhängigkeit im Ort isoliert." Sie sei immer stärker abgemagert, habe das Haus nicht mehr verlassen und habe sich geweigert, zum Arzt zu gehen. Einmal sei sie sogar gewalttätig geworden, als ihre Tochter sie zum Arzt habe bringen wollen. Die Verteidigung fordert die Kammer auf, weitere Zeugen zu laden, darunter auch den Hausarzt der Frau. Das Landgericht Verden hat bis November acht Verhandlungstermine angesetzt, der Prozess soll am 29. September weitergehen. Die Angeklagten wollen nach Angaben der Verteidigung aber auch dann nicht aussagen.

Quelle: NDR
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 29. Sep. 2015, 09:40

Prozess um verhungerte Frau geht weiter

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Landgericht Verden. Der Prozess um die verhungerte Frau geht weiter.

Im Prozess um den qualvollen Tod einer 49-Jährigen in ihrem eigenen Wohnzimmer wollen die Richter heute (9.00 Uhr) mehrere Zeugen befragen. Der 50 Jahre alte Ehemann und die 18-jährige Tochter müssen sich vor dem Landgericht Verden wegen Mordes durch Unterlassen verantworten. Sie sollen sich nicht um die hilflose Frau gekümmert haben, so dass diese langsam auf dem Sofa verhungerte und verdurstete. An dem Verhandlungstag sollen zuerst der Hausarzt und ein Mitarbeiter vom Sozialamt zur Familiensituation aussagen. Danach hat die Kammer eine Polizistin geladen.

Quelle: T-Online
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 13. Okt. 2015, 15:30

Angeklagter im Hungertod-Prozess: wollte Frau nicht töten
Ein wegen des qualvollen Hungertods seiner Frau angeklagter 50-Jähriger hat die Mordvorwürfe zurückgewiesen. Er habe seine Frau nicht töten wollen, sagte der Angeklagte am Dienstag über seinen Verteidiger vor dem Landgericht Verden aus. Er habe die tödliche Gefahr nicht bemerkt und deshalb keine Hilfe geholt. "Ich habe mich sicherlich nicht richtig verhalten", ließ er seinen Verteidiger erklären. Dafür wolle er sich verantworten.
In der Einlassung erklärte der Angeklagte, dass er von dem Sturz und dem Knochenbruch nichts gewusst habe. Bereits Monate vor ihrem Tod habe seine Frau das Haus nicht mehr verlassen. Sie habe nur noch auf dem Sofa gelegen und ferngesehen. Er habe ihr Essen und Trinken gebracht. Das Familienleben sei aber zerrüttet gewesen. Seine Tochter sei in der Zeit nur noch sporadisch zu Hause gewesen. Er habe wieder angefangen zu trinken. Fragen der Richter wollte der 50-Jährige nicht beantworten.
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 21. Okt. 2015, 11:35

Hungertod-Prozess: Tochter will kaum zu Hause gewesen sein

21.10.2015, 11:28 Uhr
Bild nicht mehr vorhanden
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Im Prozess um den qualvollen Hungertod einer 49-Jährigen hat deren Tochter vor dem Verdener Landgericht ausgesagt. Sie ist zusammen mit ihrem Vater wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Die 18-Jährige erklärte am Mittwoch nach Angaben einer Gerichtssprecherin, sie sei in den Wochen vor dem Tod der Mutter kaum zu Hause gewesen. Sie habe hauptsächlich bei Freunden oder ihrer Oma übernachtet. Sie habe kaum mit der Mutter gesprochen, die schon länger nur auf dem Sofa gelegen habe. Am Morgen vor dem Tod der 49-Jährigen habe sie ihr noch einen Toast gemacht.
Die alkoholkranke Frau soll sich Ende Januar bei einem Sturz in der Wohnung der Familie in Thedinghausen die Hüfte gebrochen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann und der Tochter vor, sie hilflos auf dem Sofa liegenlassen und nicht ausreichend mit Essen und Trinken versorgt zu haben. Die Frau soll über Wochen hinweg langsam verhungert und verdurstet sein.
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 2. Dez. 2015, 06:14

Gutachter im Hungertod-Prozess: Angeklagter schuldfähig

02.12.2015, 13:29 Uhr
Ein Mann aus dem Kreis Verden, der wegen des qualvollen Hungertods seiner Frau angeklagt ist, ist nach Ansicht eines Gutachters voll schuldfähig. Der Experte sagte nach Angaben einer Sprecherin des Landgerichts Verden am Mittwoch, er habe bei dem 50-Jährigen keine psychischen Störungen feststellen können. Der Mann habe in den Monaten vor dem Tod seiner Frau viel Alkohol getrunken. Eine Abhängigkeit liege aber nicht vor.
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Eagle
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#11

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 9. Jan. 2016, 17:57

Prozess um verhungerte Frau: Elender Tod auf dem Wohnzimmersofa

Im September begannen die Verhandlungen im Landgericht Verden. Die Staatsanwaltschaft hat den Vorwurf des Mordes das bisher angenommene Mordmotiv von Ehemann und Tochter "Hass und Rache" auf die alkoholkranke Ehefrau und Mutter, abgeschwächt. Die Verhandlungen hätten gezeigt, das die Mordmerkmale Grausamkeit und niedrige Beweggründe, nicht erfüllt sein.
Bild nicht mehr vorhandenAngeklagte in Verden mit Anwälten (Archiv): Erschütternde Zustände
Nach Ansicht von Staatsanwältin Marquardt wussten beide sehr genau, dass Anke T. ohne fremde Hilfe das Sofa nicht mehr verlassen, sich nicht selbst versorgen, sich nicht einmal mehr drehen konnte. Michael T. habe in Vernehmungen den allmählichen Abbau seiner Ehefrau beschrieben. Demnach sei Anke T. so schwach gewesen, dass sie nur aus Plastikflaschen habe trinken können. Er habe gewusst, dass sie ihre Notdurft auf dem Sofa verrichtete, er habe die Bettwäsche nicht gewechselt, sich aufgrund des Gestanks jeden Morgen übergeben müssen. Hilfe holte Michael T. keine. "Er hat nur zugesehen", sagt Marquardt(..)
Am kommenden Freitag soll der Verteidiger von Michael T. plädieren. Im Anschluss könnte die 3. Große Jugendstrafkammer unter dem Vorsitz von Richter Joachim Grebe das Urteil fällen.
spiegel

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Eagle
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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern

#12

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 25. Jan. 2016, 11:25

Ehemann und Tochter verurteilt, die Anklage lautete: Mord durch Unterlassung

Wegen des qualvollen Hungertods seiner Ehefrau ist ein 50-Jähriger aus Niedersachsen zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Das Landgericht Verden erklärte den Mann wegen Totschlags durch Unterlassen für schuldig. Seine 18 Jahre alte Tochter wurde zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt.
n-tv

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Re: Verden: Ehemann und Tochter ließen Frau verhungern | Urteil

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 20. Nov. 2016, 13:35

Mama ist tot - Geschichte einer Familientragödie

20. November 2016 10:56 Uhr
Ein deutscher Fall: In Niedersachsen verhungert eine Mutter unter katastrophalen Umständen auf dem Wohnzimmersofa. Der Ehemann und die Tochter lassen es geschehen. Die Geschichte einer Abstumpfung.
Bild nicht mehr vorhandenBei der Hochzeit 1991 war die Mutter noch glücklich. Oder hat sie das im Fotoalbum nur so dahingeschrieben?
zum Bericht Stern

Erschütternd, was sich diese Familie gegenseitig angetan hat :(
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