Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben - Urteil gefällt

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 206
Beiträge: 6632
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Fürth
Alter: 53
Status: Offline

Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben - Urteil gefällt

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 8. Sep. 2015, 17:27

08. September 2015, 16:00 Uhr - Prozess in Osnabrück

Bild

Ein ehemaliger Arzt steht vor Gericht, weil er halbnackte Patientinnen heimlich gefilmt und einige der psychisch kranken oder behinderten Frauen missbraucht haben soll. Das Ausmaß seiner Pornodateien ist gigantisch.

Schwere Vorwürfe gegen einen ehemaligen Hausarzt: Heimlich soll er halbnackte Patientinnen mit einer Kugelschreiberkamera gefilmt und einige von ihnen auch sexuell missbraucht haben. Seit heute steht der frühere Hausarzt vor dem Landgericht Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-Jährigen außerdem vor, fast 90.000 Pornodateien mit Bildern von Kindern und Jugendlichen besessen zu haben.

Laut Anklage hatte er zwischen Dezember 2009 und November 2013 in 72 Fällen heimlich Patientinnen gefilmt, als sie sich auf seine Anweisung hin teilweise entkleideten. In 13 Fällen habe er die Frauen auch sexuell missbraucht, so der Staatsanwalt. Dabei habe es sich um psychisch kranke, geistig oder körperlich behinderte Patientinnen gehandelt. Er habe sie unter anderem mit einem Stethoskop abgehorcht, und dabei in sexueller Absicht die Brust seiner Opfer berührt, ohne dass dafür eine medizinische Notwendigkeit bestanden habe.

Tausende kinderpornografische Bilder und Videos

Zwischen September und November 2013 soll er in zwölf Fällen kinderpornografische Dateien auf einer Online-Tauschbörse angeboten haben. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler dann Tausende solcher Dateien auf Datenträgern des Angeklagten. Sichergestellt wurden 79 500 kinderpornografische Bilder, 6200 jugendpornografische Bilder und 3300 kinderpornografische Videos.

Auf Antrag des Verteidigers schloss die Strafkammer die Öffentlichkeit von der Aussage des Angeklagten aus. Es gehe nicht nur um schutzwürdige Persönlichkeitsrechte des Mediziners, sondern auch darum, die Patientinnen vor der Öffentlichkeit zu schützen, sagte der Vorsitzende Richter Dieter Temming.

Verteidiger: Arzt will Geständnis ablegen

Für den zweiten Verhandlungstag ist die Sichtung des sichergestellten Bildmaterials vorgesehen. Auch hier werde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, sagte Temming. Insgesamt sind vier Verhandlungstage angesetzt.

Der Anwalt des 62-Jährigen, Thomas Klein, kündigte ein Geständnis seines Mandanten an. "Es ist ein großes Drama, dieses Verfahren, auch für meinen Mandanten und natürlich für seine Patientinnen", sagte er. Der Arzt habe seinen Beruf aufgegeben und sei in Osnabrück in seinem privaten und beruflichen Umfeld isoliert. Er habe bereits mehr als 162.000 Euro Schmerzensgeld an seine Patientinnen gezahlt. Der mittlerweile geschiedene Arzt lebt inzwischen in Dresden.

Quelle: Stern
0
Zuletzt geändert von Salva am Fr, 8. Apr. 2016, 13:53, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert



Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 61
Beiträge: 5969
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 8. Sep. 2015, 17:37

Dem Allgemeinmediziner drohen 15 Jahre Haft
Arzt filmte Patientinnen mit Kugelschreiber-Kamera


Osnabrück – Was für ein Albtraum: Ein Arzt, der das Vertrauen seiner Patienten missbraucht, sie heimlich nackt filmt, sich an ihnen vergeht! Vor dem Landgericht Osnabrück begann am Montag der Prozess gegen Dr. Ludger L. (62).

Der Allgemeinmediziner gestand: Ab 2011 filmte er nackte Patientinnen (17 bis 53 Jahre) heimlich in seiner Praxis.

Unter dem Vorwand einer notwendigen Untersuchung brachte er die Opfer dazu, sich auszuziehen. Danach betastete er ihre Brüste, massierte häufig die Brustwarzen und machte Videos mit seiner versteckten Kamera.

Über 300 Frauen (darunter auch Jugendliche und Behinderte) tappten ahnungslos in die Falle. Bis Dr. L. ins Visier von Kinderporno-Ermittlern des Landeskriminalamtes Niedersachsen geriet.

In perversen Tauschbörsen hatte er Videos und Fotos angeboten. Bei einer Hausdurchsuchung wurden auf seinem Rechner (neben fast 90 000 Kinderporno-Dateien) eher zufällig rund 500 Filmchen seiner Patientinnen entdeckt.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Arzt vor, den persönlichen Lebensbereich durch Bildaufnahmen verletzt zu haben. Außerdem noch sexueller Missbrauch unter Ausnutzung eines Behandlungsverhältnisses und Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie.

Der Arzt, der früher sogar im Vorstand einer Ärztevereinigung war, ist heute ruiniert. Seine Praxis musste er schließen. Er verlor die Zulassung. Seine Ehe zerbrach. Sämtliche Freunde wendeten sich ab. Er bezahlte schon 162 000 Euro Schmerzensgeld an die Opfer plus 60 000 Euro Anwaltskosten. Er lebt in Ostdeutschland. Sein Geständnis legte „Dr. Grapsch” unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab – weil seine Intimsphäre und auch die seiner Opfer geschützt werden müssen.

Sein Anwalt Thomas Klein: „Er räumt alle Vorwürfe ein und hofft, dass er sich nach dem Urteil ein neues Leben aufbauen kann.” Dr. L. drohen bis zu 15 Jahre Haft. Urteil am 16. September.

Quelle: Bild
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Eagle
Beiträge zum Thema: 1
Reaktionen:
Status: Offline

Re: Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » Di, 8. Sep. 2015, 18:07

Dienstag, 08. September 2015

Missbrauch in 72 Fällen Mediziner filmte Patientinnen

Bild

Er soll seine Patientinnen heimlich gefilmt haben, psychisch kranke und behinderte Frauen missbrauchte er. Außerdem wurden bei dem Mann Kinderpornos gefunden. Nun muss sich der ehemalige Hausarzt vor Gericht verantworten.


Ein Arzt soll halbnackte Patientinnen mit einer Kugelschreiberkamera gefilmt und einige von ihnen auch sexuell missbraucht haben. An diesem Dienstag steht der frühere Hausarzt vor dem Landgericht Osnabrück. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 62-Jährigen außerdem vor, fast 90.000 Pornodateien mit Bildern von Kindern und Jugendlichen besessen zu haben.

Laut Anklage hatte der Mann zwischen Dezember 2009 und November 2013 in 72 Fällen heimlich Patientinnen gefilmt, nachdem er sie angewiesen hatte, sich für die Untersuchung auszuziehen. In 13 Fällen habe er die Frauen auch sexuell missbraucht, so der Staatsanwalt. Dabei habe es sich um psychisch kranke, geistig oder körperlich behinderte Patientinnen gehandelt. Er habe sie unter anderem mit einem Stethoskop abgehorcht, und dabei in sexueller Absicht die Brust seiner Opfer berührt, ohne dass dafür eine medizinische Notwendigkeit bestanden habe.

79.500 kinderpornografische Bilder

Zwischen September und November 2013 soll er in zwölf Fällen kinderpornografische Dateien auf einer Online-Tauschbörse angeboten haben. Bei einer Hausdurchsuchung fanden die Ermittler dann Tausende solcher Dateien auf Datenträgern des Angeklagten. Sichergestellt wurden 79.500 kinderpornografische Bilder, 6200 jugendpornografische Bilder und 3300 kinderpornografische Videos.

Auf Antrag des Verteidigers schloss die Strafkammer die Öffentlichkeit von der Aussage des Angeklagten aus. Es gehe nicht nur um schutzwürdige Persönlichkeitsrechte des Mediziners, sondern auch darum, die Patientinnen vor der Öffentlichkeit zu schützen, sagte der Vorsitzende Richter Dieter Temming. Am zweiten Verhandlungstag wird das Gericht das sichergestellte Bildmaterial sichten. Auch hier werde die Öffentlichkeit ausgeschlossen, sagte Temming. Insgesamt sind vier Verhandlungstage angesetzt.

Der Anwalt des 62-Jährigen, Thomas Klein, kündigte ein Geständnis seines Mandanten an. "Es ist ein großes Drama, dieses Verfahren, auch für meinen Mandanten und natürlich für seine Patientinnen", sagte er. Der Arzt habe seinen Beruf aufgegeben und sei in Osnabrück in seinem privaten und beruflichen Umfeld isoliert. Er habe bereits mehr als 162.000 Euro Schmerzensgeld an seine Patientinnen gezahlt. Der mittlerweile geschiedene Arzt lebt inzwischen in Dresden.

Quelle: n-tv.de , kpi/dpa
http://www.n-tv.de/panorama/Mediziner-f ... 88681.html

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
sweetdevil31
Forum Moderator
Forum Moderator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 61
Beiträge: 5969
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Alter: 46
Status: Offline

Re: Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 16. Sep. 2015, 18:24

Kugelschreiberkamera: Heimliche Intimvideos von Patientinnen - Bewährungsstrafe für Arzt

Bild
Angeklagter (l.) mit Anwalt: Nie wieder als Mediziner arbeiten

Das Landgericht Osnabrück hat einen Arzt zu einer Bewährungsstrafe und drei Jahren Berufsverbot verurteilt. Der Mediziner hatte heimlich intime Aufnahmen von Patientinnen gemacht und manche der Frauen missbraucht.



Ein Arzt aus Niedersachsen hat Hunderte Patientinnen mit einer Kugelschreiberkamera gefilmt, als sie sich im Untersuchungsraum vor ihm auszogen. Nun hat das Landgericht Osnabrück eine Bewährungsstrafe gegen den Mediziner verhängt. Das Gericht verurteilte den Arzt außerdem wegen des sexuellen Missbrauchs von Patientinnen und wegen des Besitzes von kinder- und jugendpornografischen Bildern und Videos.

Außer der Bewährungsstrafe von zwei Jahren erhielt der Mann auch drei Jahre Berufsverbot. Zudem muss der 62-Jährige 75.000 Euro an gemeinnützige Organisationen zahlen. Der Mann werde nie wieder als Arzt arbeiten, sagte der Vorsitzende Richter Dieter Temming. Der Angeklagte hat versprochen, seine Approbation zurückzugeben.

Dem Gericht zufolge machte der Mediziner etwa 450 Aufnahmen von 250 Frauen. Zur Anklage kamen aber nur rund 70 Fälle. Teils waren die Straftaten verjährt, teils erstatteten die Opfer keine Anzeige.

Mit der Frage, ob eine Bewährungsstrafe angemessen sei, habe es sich das Gericht nicht leicht gemacht, sagte Temming. Für den Angeklagten habe letztlich sein Geständnis gesprochen und die Tatsache, dass er seinen Opfern bereits Schmerzensgeld gezahlt habe. Da der 62-Jährige nie wieder in seinem Beruf arbeiten werde, sei auch keine Wiederholungsgefahr gegeben. "Der Angeklagte steht vor den Trümmern seiner privaten und beruflichen Existenz", sagte Temming.

Das Gericht verurteilte den Mediziner für 70 Fälle, in denen er seine Patientinnen im Untersuchungsraum heimlich mit einer Kamera in einem Kugelschreiber gefilmt hatte. In zwölf Fällen habe er die Frauen auch berührt, ohne dass dies notwendig gewesen sei. "Es handelte sich ausschließlich um sexuell motivierte Gründe", sagte der Richter. Opfer waren in diesen Fällen Frauen, die körperlich oder geistig behindert waren.

Der Arzt war in den Fokus von Polizisten geraten, die in der kinder- und jugendpornografischen Szene ermittelten. Der Arzt hatte unter anderem entsprechende Bilder und Videos auf einem Downloadportal angeboten und getauscht. Dadurch stießen die Ermittler auf die IP-Adresse des Mediziners. Bei einer Hausdurchsuchung fand die Polizei auch die Aufnahmen der heimlich gefilmten Patientinnen des Arztes.

Quelle: Spiegel
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 206
Beiträge: 6632
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Fürth
Alter: 53
Status: Offline

Re: Prozess: Arzt soll halbnackte Patientinnen gefilmt haben

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 16. Sep. 2015, 20:21

Warum bekomme ich bei diesem Urteil das Gefühl, dass Justizia wirklich blind war? Bei der Urteilsfindung war die das auf jeden Fall!
Ob die diesen Tätertyp einen anderen gleichgestellt hat... das lasse ich mal unberücksichtigt.

Der nächste Hohn in Richtung der Opfer (egal jetzt, ob es die betroffenen Frauen waren oder die auf den tausenden Fotos abgelichteten Menschen): 3 Jahre Berufsverbot und 75.000 € Geldstrafe. Das der dann seine Zulassung abgibt - mit immerhin 62 und bestimmt gut versorgt - gibt dem i den Punkt.

Es gibt viele Menschen, auch ganze politische Parteien, die würden solche Delikte gänzlich straffrei lassen. Solche Urteile bekräftigen deren Einstellungen zum Thema und für die anderen... die können sich fast schon sicher sein, kaum in den Bau wandern zu müssen, wenn die denn erwischt werden (wollen).

An die, die diese Fotos herstellen und verteilen und an deren Opfer denkt ganz offensichtlich kein Mensch. Justizia auch nicht. Und das macht mich echt wütend.
0

Link:
BBcode:
HTML:
Links zum Beitrag schließen
Links zum Beitrag zeigen

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema
  • Vergleichbare Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag

Zurück zu „Abgeschlossene Gerichtsprozesse“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast