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Gera/Jena: Der Fall Leila | Prozess | Urteil | Revision

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sweetdevil31
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Gera/Jena: Der Fall Leila | Prozess | Urteil | Revision

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 27. Mai. 2015, 09:11

http://www.bild.de/regional/leipzig/kin ... .bild.html

Staatsanwalt klagt Oma, Tante und deren Lebensgefährten an
Wird der Tod der kleinen Leila (†9) jetzt gesühnt?

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Leila starb, als sie ihre Ferien in Jena verbrachte

Jena – Die kleine Leila starb qualvoll. Ihre Bauchspeicheldrüse war gerissen, offenbar hervorgerufen durch schwere Tritte gegen ihren Bauch.

Wird ihr grausamer Tod jetzt gesühnt?

Die Staatsanwaltschaft soll Anklage gegen drei Mitglieder der Familie des Mädchens (9) erhoben haben. Darüber berichtet die Ostthüringer Zeitung (OTZ).
Bild
Das Mädchen wurde auf dem Erfurter Hauptfriedhof beigesetzt

Demnach soll es sich um den Freund (23) von Leilas Tante, die Tante selbst und die Großmutter des Mädchens handeln.

Dem (bereits wegen Gewaltdelikten vorbestraften) Mann wird laut OTZ Totschlag und sexueller Missbrauch, den beiden Frauen Misshandlung und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen.

Es geschah vor acht Monaten: Die Schülerin aus Rothenburg ob der Tauber (Bayern) verbrachte damals ihre Ferien bei ihrem Urgroßvater in Jena-Lobeda Ost.

Bild
In einer Plattenbauwohnung in der Bonhoefferstraße wurde die Schülerin offenbar schwer misshandelt

Am 4. September 2014 wurde sie mit schweren Verletzungen ins Uniklinikum Jena eingeliefert, wo sie noch am gleichen Tag starb. Die Obduktion ergab, dass Leila nicht nur einmal körperliche Gewalt erleiden musste.

Wenn die Anklage zugelassen wird, muss das Landgericht klären, welches Martyrium das Mädchen hinter sich hatte. Denn die Familie behauptet, dass Leilas Tod ein Unfall gewesen sei.

Der Verhandlungstermin steht noch nicht fest. Auf Totschlag stehen mindestens fünf Jahre Haft.
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Zuletzt geändert von Gast am Do, 1. Sep. 2016, 20:02, insgesamt 2-mal geändert.



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Re: Der Fall Leila |Prozess nächste Verhandlung 24.08.16

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 27. Mai. 2015, 09:13

http://www.otz.de/web/zgt/leben/detail/ ... 1663562068

Knapp neun Monate nach dem Tod der kleinen Leila in Jena beginnt am Mittwoch, 27. Mai 2015, um 9 Uhr der Prozess gegen einen 24-Jährigen sowie die Tante und die Großmutter der Neunjährigen. Die Anklage lautet unter anderem auf Totschlag sowie sexuellen Missbrauch von Kindern.

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Das Justizzentrum Gera. Hier sind Landgericht, Amtsgericht und Verwaltungsgericht ansässig. Knapp neun Monate nach dem Tod der kleinen Leila in Jena beginnt am 27. Mai der Prozess gegen einen 24-Jährigen sowie die Tante und die Großmutter der Neunjährigen. Foto: Sebastian Kahnert/dpa

Jena/Gera. Mindestens dreimal soll sich der Lebensgefährte der Tante an dem Mädchen aus Bayern sexuell vergangen haben, während es seine Sommerferien bei Verwandten in Thüringen verbrachte. Am Abend des 3. September 2014 soll er das Kind dann mehrmals so sehr in den Bauch getreten haben, dass dessen Bauchspeicheldrüse riss. Laut Obduktion starb Leila an inneren Blutungen.


Die Anklage stützt sich auf DNA-Spuren, die von dem mehrfach wegen gefährlicher Körperverletzung vorbestraften Mann stammen sollen. Er befindet sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Neunjährige schon in den Wochen zuvor Gewalt ausgesetzt war.

Den Angaben nach war sie in jenen Wochen der Oma anvertraut. Ihr und Leilas Tante wirft die Staatsanwaltschaft vor, die Misshandlungen nicht unterbunden zu haben. Für den Prozess am Landgericht Gera sind weitere Verhandlungstage bis Ende August geplant.
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Zuletzt geändert von Gast am Mi, 17. Aug. 2016, 18:00, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert

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Re: Der Fall Leila

#3

Ungelesener Beitrag von Finlule » Do, 28. Mai. 2015, 19:27

5 jahre ich fasse es nicht,wäre viel zu wenig für so eine abscheuliche Tat bzw.Taten!

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Re: Der Fall Leila

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 2. Jun. 2015, 10:09

Kann mir vorstellen, dass die Oma und die Tante unglaubliche Angst vor diesem gewalttätigen Typ hatten. Über die beiden lässt sich wahrlich nicht leicht richten. Wieviele Frauen schauen der Gewalt in der eigenen Familie tatenlos zu? Viel zu oft.
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Re: Der Fall Leila

#5

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 3. Jun. 2015, 07:40

http://www.thueringer-allgemeine.de/web ... 0009034019

Prozess um in Jena getötete Leila: Mutter belastet unter Tränen Urgroßvater

Schon in der Vergangenheit gab es ungeklärte Vorfälle bei Ferienaufenthalten des Mädchens in Jena. Die Beziehungsverhältnisse in der Familie sind verstrickt.

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Der Hauptangeklagte im Gerichtssaal, im roten Oberteil die Oma der getöteten Neunjährigen.

Gera. Die Mutter der getöteten Leila hat am Montag vor dem Landgericht Gera unter Tränen ausgesagt. Demnach hat ihre Mutter, also die Oma des Mädchens, ihr noch am Tag des Todes per Whatsapp versichert, dass alles in Ordnung sei mit dem Mädchen.

Das Kind sei von den Großeltern betreut worden, weil sie mit ihrem Mann und dem jüngeren Sohn zur Beschneidung nach Algerien geflogen war. Erst habe der Großvater in Rothenburg ob der Tauber auf Leila aufgepasst; zum Ferienbeginn seien beide nach Jena gereist. „Es war ausgemacht, dass sie nicht bei der Tante übernachtet“, sagte die Mutter bei ihrer Vernehmung vor dem Landgericht Gera.

Bereits im Jahr zuvor habe es eine mysteriöse Verletzung gegeben, als Leila während der Schulferien in Jena war. Sie kam mit einem Herpes am Auge ins Krankenhaus; die Ärzte stellten zudem einen Armbruch fest. Leila habe immer gesagt, sie sei von der Schaukel gefallen, was sich aber nicht mit dem Verletzungsbild deckte. „Erst später nach vielen Nachfragen hat sie gesagt, dass es ihr Urgroßvater gewesen sei“, sagte die Mutter über den Vorfall von 2013.

Jener Uropa lebte mit der Tante und deren Lebensgefährten in einer Drei-Raum-Wohnung in Lobeda-Ost, in der Leila am 4. September 2014 an einem Riss der Bauchspeicheldrüse starb. Und von jenem Großvater habe sie am Freitag vergangener Woche einen Brief erhalten, über deren Inhalt sie schweigt, weil sie ihn sonst einer Strafverfolgung aussetzen würde.

Eine weitere Tante von Leila, die im August 2014 eine Woche in Jena zu Besuch war, hatte die Mutter von Leila in einem Brief über den Zustand des Mädchens informiert und empfohlen, sich mit dem Kind in Verbindung zu setzen. Dieser kam aber erst kurz vor dem Tod des Mädchens an. Auf Nachfragen zum Zustand von Leila sei sie immer von ihrer Mutter beruhigt worden, sagte die Mutter von Leila.

Beim Prozess wurde bekannt, dass die Großmutter ein sexuelles Verhältnis zum Lebensgefährten der Tante gehabt haben soll. Jener 24-Jährige ist von der Staatsanwaltschaft Gera wegen Totschlags und schweren sexuellen Missbrauchs von Leila angeklagt. Die Oma und Tante sitzen wegen unterlassener Hilfeleistung und Misshandlung Schutzbefohlener auf der Anklagebank. Das Mädchen war am 4. September 2014 in Jena gestorben.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 24-Jährigen vor, Leila mindestens dreimal sexuell missbraucht und schwer misshandelt zu haben. Die beiden 22 und 49 Jahre alten Frauen sollen davon gewusst, aber nichts dagegen unternommen haben. Zum Auftakt des Prozesses in der vergangenen Woche hatten sie geschwiegen.

Am 15. Juni soll der Prozess fortgesetzt werden.
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Re: Der Fall Leila

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 3. Jun. 2015, 07:44

Salva hat geschrieben:Kann mir vorstellen, dass die Oma und die Tante unglaubliche Angst vor diesem gewalttätigen Typ hatten.
Das glaube ich nun nicht mehr....

Wenn ich das dann hier lese!
sweetdevil31 hat geschrieben:Beim Prozess wurde bekannt, dass die Großmutter ein sexuelles Verhältnis zum Lebensgefährten der Tante gehabt haben soll.
Die haben alle gepflegt die Klappe gehalten, weil sie Spaß dran hatten...das glaube ich :x
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Re: Der Fall Leila

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 3. Jun. 2015, 09:40

@sweetdevil31
Man kann nie wissen, was wirklich dahintersteckt. Selbst wenn die untereinander und miteinander in die Kiste gesprungen sind, eine 9-jährige umzubringen ist ne andere Geschichte.
Im Übrigen finde ich, dass die Mutter auch recht blauäugig war. Oder einfach nur dumm oder gleichgültig. Wenn es schon mal einen Vorfall gab (den Armbruch), warum schickt sie dann ihr Kind nochmal alleine dort hin?? Weil es praktisch war, schätze ich mal. Und somit hat sie eine Mitschuld am Tod ihrer Tochter.
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Re: Der Fall Leila

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 3. Jun. 2015, 10:35

@Salva
Salva hat geschrieben:Im Übrigen finde ich, dass die Mutter auch recht blauäugig war. Oder einfach nur dumm oder gleichgültig. Wenn es schon mal einen Vorfall gab (den Armbruch), warum schickt sie dann ihr Kind nochmal alleine dort hin?? Weil es praktisch war, schätze ich mal. Und somit hat sie eine Mitschuld am Tod ihrer Tochter.
Seh ich genau so...ich hätte mein Kind da nicht mehr hin gegeben...
Sie muss es zumindest geahnt haben :(
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Re: Der Fall Leila

#9

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 2. Jul. 2015, 12:24

http://www.thueringer-allgemeine.de/sta ... 1377783017

Mordfall Leila in Jena: Uropa will von „Geständnissen“ nichts mehr wissen

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Prozess am Landgericht Gera nach Tod von Leila in Jena Verteidiger Peter Tuppat mit der Tante des Mädchens

Gera. Der Prozesstag am Landgericht Gera war gestern schnell beendet. Der Uropa wollte und drei Kriminalpolizisten durften nichts sagen.

Mit Spannung war die Äußerung des Uropas von Leila erwartet worden. Er lebte mit der Tante des Mädchens und deren Lebensgefährten in der Drei-Raum-Wohnung in Jena-Lobeda-Ost, in der Leila ums Leben kam. Er war bereits Ende 2014 zur Polizei gekommen und hatte in einer Aussage die Tat am 3. September auf sich nehmen wollen. Das Mädchen habe ihn hinter dem Ohr gekitzelt, da habe er aus dem Liegen zugetreten.

Doch schnell stellte sich heraus, dass mit dem von ihm beschriebenen Tatablauf die schweren Verletzungen von Leila nicht vereinbar sind. Das Mädchen war an einem Riss der Bauchspeicheldrüse gestorben. Ein Gutachten zeigte, dass der Senior aus dieser Position nicht so treten kann. Auch sei er zu schwach, die nötige Wucht eines solchen Trittes aufzubringen.

Verteidiger üben sich in Verfahrenstaktik
Zwischenzeitlich wohnt der 73-Jährige bei seiner Tochter, die wie seine Enkelin ebenfalls auf der Anklagebank sitzt. Sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch beim Gericht trafen Briefe ein, die der alte Mann geschrieben haben soll. In beiden nimmt er die Tat erneut auf sich, beschreibt aber den Hergang in verschiedenen Versionen.

Gestern vor Gericht verstand der Mann nichts und machte den Eindruck, keinen so langen, zusammenhängenden Brieftext schreiben zu können. Der Vorsitzende Richter Gerhard Rassier mühte sich, ihn überhaupt über sein Zeugnisverweigerungsrecht zu informieren.

Da nahe Verwandte angeklagt sind, muss er sich vor Gericht nicht äußern. Außerdem steht ihm ein Auskunftsverweigerungsrecht zu, falls er sich oder nahe Angehörige einer Straftat bezichtigen müsste. Der Rentner entschied zu schweigen. Er widersprach auch, dass die Protokolle seiner Vernehmungen oder seine Briefe verlesen werden dürfen.

Der Rest des Verhandlungstages fiel in die Kategorie Verfahrenstaktik. Verschiedene Ermittler der Jenaer Kriminalpolizei, die als Zeugen geladen waren, dürfen vorerst nicht aussagen. Der Verteidiger der Tante, Peter Tuppat, beantragte, dass der Ermittlungsführer nicht als Zeuge gehört wird, um keinen Überblick über die wesentlichen Ergebnisse der Ermittlungen geben zu können. Er habe sich zu frühzeitig auf eine Täterhypothese versteift.

Axel Kaufmann, Verteidiger von Leilas Oma, stellte den Antrag, dass die Aussagen der Oma bei der Polizei nicht verwertet werden. Sie sei als Zeugin vernommen worden, obwohl sie schon den Status der Beschuldigten gehabt habe. In diesem Zusammenhang habe die Polizei gegen die Belehrungspflicht verstoßen. „Sie hätte nichts gesagt, wenn sie gewusst hätte, dass sie eine Beschuldigte ist“, sagte der Rechtsanwalt.

Die vierte Strafkammer will bis heute über die Anträge beraten. Außerdem steht eine Entscheidung aus, ob die Geraer Rechtsanwältin Birgit Wolf weiterhin die zweite Pflichtverteidigerin der Oma bleibt. Die Angeklagte hatte beantragt, Wolf von dieser Funktion zu entbinden.

Der Vorsitzende richtet sich bereits auf ein längeres Verfahren ein. Er forderte die Verfahrensbeteiligten auf, freie Termine im September und Oktober zu benennen – für den Fall, dass die bis Ende August angesetzten Prozesstage nicht ausreichen, den Fall zu klären.
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Re: Der Fall Leila

#10

Ungelesener Beitrag von Finlule » Sa, 15. Aug. 2015, 22:18

Im Prozess um Leila ist nun eine LKA-Akte aufgetaucht
14.08.2015 - 07:47 Uhr

Der Prozess um den Tod einer Neunjährigen in Jena stockt: Verwunderung herrscht, warum die Polizei Vernehmungsprotokolle einer Spezialeinheit nicht zur Akte gereicht hat. Zudem muss das Landgericht Gera über einen Befangenheits­antrag befinden.

Gera. Im Leila-Prozess sind am Donnerstag Akten aufgetaucht, die die Polizei bislang sowohl der Staatsanwaltschaft als auch dem Gericht vorenthalten hatte.

Konkret handelt es sich um ein 40-seitiges Befragungs­protokoll des Thüringer Landeskriminalamtes. Die Abteilung Operative Fallanalyse war in die Ermittlungen einbezogen. Mitarbeiterinnen hatte die Mutter des getöteten Mädchens in Rothenburg ob der Tauber befragt. Das Protokoll fehlte in den Prozessakten und war somit weder dem Gericht noch den Verteidigern bekannt.

Eine Zeugin hatte am Montag erwähnt, dass die Operative Fallanalyse in die Aufklärungsarbeit einbezogen war. Der Vorsitzende Richter Gerhard Rassier ging diesem Hinweis nach und organisierte daraufhin die Akten, die tatsächlich noch bei der Jenaer Kriminalpolizei­inspektion lagen.

Der Inhalt ist durchaus brisant: So soll die Mutter gegenüber den Ermittlern gesagt haben, wer ihrer Tochter beim Jena-Besuch in den Sommerferien 2013 den Arm gebrochen hat. So soll sie angegeben haben, dass ihr Leila nach ständigem Nachfragen verraten habe, dass es der Urgroßvater gewesen sein soll. Der wiederum lebte auch im September 2014 in der Wohnung, in der Leila zu Tode kam.

Zeugin aus dem Landeskriminalamt

Kommende Woche soll eine Spezialistin des Landeskriminalamtes vernommen werden – möglicherweise liegen noch weitere Ermittlungsakten der Spezialeinheit vor, die bislang den Juristen nicht bekannt sind. Daraus könnten sich neue Aspekte ergeben, die dazu führen, dass bereits gehörte Zeugen erneut aussagen müssen.

Ansonsten prägt die Verfahrenstaktik den Prozess. Am Donnerstag hat die Tante des getöteten neunjährigen Mädchens über ihren Anwalt Jan Pinkes einen Befangenheitsantrag gegen eine Schöffin gestellt.

Die ehrenamtliche Richterin hatte in der Verhandlung am Montag eine Aussage der Gerichtsmedizinerin kommentiert. Jene erläuterte gerade auf Nachfrage der Anwälte, dass die Gerichtsmedizin Jena zur Analyse des Mageninhalts in Rücksprache mit der Staats­anwaltschaft einen externen Sachverständigen hinzugezogen hat. „Das ist ihre Arbeit“, hatte die Schöffin gesagt.

Die Angeklagte sieht darin die Unvoreingenommenheit der Schöffin gestört. Gutachter­aufträge erteilen normalerweise die Richter oder während des Ermittlungs­verfahrens die Staats­anwaltschaft .

Der Hauptangeklagte schloss sich dem Befangenheitsantrag an. Die Staatsanwaltschaft trat dem entgegen. Er sehe „keinen Grund für einen Antrag auf Befangenheit“, sagte Staatsanwalt Jens Wörmann. „Die Äußerung war neutral und zutreffend.“

Befangenheitsantrag gegen Schöffin

Das Gericht wird bis zur übernächsten Sitzung über den Antrag entscheiden. Sollten die drei Berufsrichter der Kammer dem Antrag stattgeben, muss der Prozess in veränderter Besetzung neu beginnen. Eine Ablehnung des Antrages muss die Kammer so gut begründen, dass sich kein Einfallstor für eine mögliche Revision vor dem Bundesgerichtshof öffnet.

Und Ansatzpunkte gibt es weitere: Der zweite Verteidiger der Tante, Peter Tuppat, widersprach der Verwertung der Daten aus dem Handy seiner Mandantin. Das hatte sie bei einer Zeugenbefragung freiwillig an die Kriminalisten herausgegeben, die anschließend gelöschte Nachrichten und Chatverläufe wiederherstellten. Sie sei nicht ausreichend über diesen Schritt belehrt worden, moniert der Rechtsanwalt.

Staatsanwalt Wörmann verwies hingegen darauf, dass keine doppelte Belehrungspflicht bestand: „Zu diesem Zeitpunkt war der einzige Beschuldigte der Lebensgefährte der Tante, gegen den sie kein Zeugnisverweigerungsrecht hatte.“

Außerdem widersprach Anwalt Tuppat, dass eine von seiner Mandantin abgegebene DNA-Probe verwendet werden dürfe – das Gericht muss über den Antrag beraten.

Am Donnerstag hatte nur die Bewährungshelferin des Hauptangeklagten ausgesagt. Demnach plante der heute 24 Jahre alte Mann vor seiner Inhaftierung, in Jena an einem Trainingsjahr teilzunehmen und seinen Hauptschulabschluss nachzuholen.

Vor vielen Jahren bei der Flucht aus dem Irak sei sein Vater verhaftet worden, dessen Verbleib ungeklärt ist. „Ihm fehlte in seiner Entwicklung die männliche Bezugsperson“, sagte die Zeugin über den wegen Körperverletzung und Beleidigung vorbestraften Mann.

http://www.otz.de/startseite/detail/-/s ... -740254488

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Re: Der Fall Leila

#11

Ungelesener Beitrag von Finlule » Do, 20. Aug. 2015, 19:56

Verteidigung im Leila-Prozess zieht Gutachten über Großvater in Zweifel
20.08.2015 - 12:48 Uhr
Im Fall Leila richtet sich der Fokus erneut auf den Großvater des Mädchens. Er war von einem Gutachten weitgehend entlastet worden und ist im Geraer Prozess nicht mitangeklagt. Doch nun mehren sich Zweifel an der Aussagekraft dieser Expertise.

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Gera. Im Prozess um den Tod der neunjährigen Leila sind erhebliche Zweifel an einem Gutachten laut geworden, das den Großvater des Mädchens weitgehend entlastet. Der Senior lebte mit in der Wohnung, in der das Mädchen starb, ist aber vorm Landgericht Gera nicht angeklagt. Er hatte als Zeuge vor Gericht die Aussage verweigert. Das Gutachten der Jenaer Rechtsmedizin hatte ihm erhebliche Koordinationsprobleme bescheinigt. Zudem sei er nicht in der Lage, so viel Kraft aufzubringen, um die an dem Mädchen festgestellten Verletzungen zu verursachen. Es war laut Anklage nach einem brutalen Tritt in den Bauch innerlich verblutet.

Vor Gericht räumte der Gutachter ein, dass mit der verwendeten Kraftmessplatte gar nicht genau gemessen werden konnte, zu welcher maximalen Wucht der Senior bei einem Tritt fähig ist. Zudem sei er bei den Untersuchungen von einem gezielten Tritt ausgegangen.

Rechtsanwalt Gottfried Reims monierte, dass dies nur eine mögliche Variante sei. Viel lebensnäher sei es, dass der Täter sich gar keine Gedanken gemacht habe, wo er genau treffen wollte und einfach irgendwohin getreten habe. Zudem bezweifelte er, dass die Werte die tatsächliche Konstitution des Mannes wiedergeben müssen. Vielmehr könnte er den Forschern etwas vorgemacht haben, um sich selbst nicht zu belasten. Er könne das nicht ausschließen, erklärte der Gutachter. Allerdings habe er nicht den Eindruck gehabt, dass ihm der Senior etwas vorspiele. Die Tests waren erst mehr als zwei Monate nach Leilas Tod gemacht worden.

Im Raum steht zudem der Vorwurf, dass der Rentner dem Mädchen schon ein Jahr zuvor den Arm gebrochen habe. Leila aus Rothenburg ob der Tauber (Bayern) hatte vorigen Sommer ihre Ferien bei Verwandten in Jena verbracht. Dort soll es zu dem Gewaltausbruch gegen das Mädchen gekommen sein. Hauptangeklagter ist der Lebensgefährte ihrer Tante. Er soll die Neunjährige in den Wochen vor ihrem Tod auch sexuell missbraucht haben. Die Tante und die Großmutter des Mädchens sind mitangeklagt, weil sie zwar von den Misshandlungen gewusst, Leila aber nicht geholfen haben sollen.

Noch nicht entschieden wurde über den Befangenheitsantrag gegen eine der Schöffinnen. Der Vorsitzende Richter Gerhard Rassier kündigte eine Entscheidung zum nächsten Verhandlungstermin am kommenden Montag (24. August) an.

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Re: Der Fall Leila

#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 4. Mär. 2016, 10:54

Leila-Prozess: Angeklagter bestreitet Missbrauch

04.03.2016, 09:58 Uhr
Im Prozess um den qualvollen Tod der neunjährigen Leila hat der Hauptangeklagte bestritten, das Mädchen sexuell missbraucht zu haben. "Der Vorwurf ist schlichtweg falsch. Ich habe so etwas nicht getan", verlas sein Anwalt Gottfried Reims am Landgericht Gera.
Am Vortag hatte der Mann schon eingeräumt, dass er dem Mädchen unüberlegt einen heftigen Tritt verpasst habe. Er habe nicht gewusst und geahnt, dass eine schwere innere Verletzung die Folgen seines Trittes gewesen seien. Über die Einlassung vom Vortag hatte zuerst die "Ostthüringer Zeitung" berichtet.

Leila war im September 2014 während eines Besuchs bei Verwandten in Jena gewaltsam ums Leben gekommen. Laut Anklage ist sie nach einem brutalen Tritt in den Bauch innerlich verblutet. Hauptangeklagter ist der Freund ihrer Tante, der das Mädchen in den Wochen zuvor auch sexuell missbraucht haben soll. Die Tante und die Großmutter stehen ebenfalls vor Gericht. In ihrer Obhut stand das Mädchen, das sonst bei der Mutter in Rothenburg ob der Tauber in Bayern lebte. Sie sollen der Kleinen nicht geholfen haben.
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Eagle
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Re: Gera/Jena: Der Fall Leila

#13

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 8. Jun. 2016, 12:53

13.02.2016 Prozess zur toten Leila aus Jena kommt nur schleppend voran
Gera. Seit Mai 2015 versucht das Landgericht Gera, den Tod der neunjährigen Leila aus Jena aufzuklären. Doch das Gericht wird immer wieder durch ungeahnte Vorkommnisse ausgebremst.
Das Gericht hat bereits weitere Termine angesetzt. Noch 13 Verhandlungstage sind bis Ende April geplant. Weil ein Verteidiger im April mit anderen Verfahren ausgelastet ist, hat die vierte Strafkammer sogar eine Samstagssitzung angesetzt.
Thüringer Allgemeine

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Re: Gera/Jena: Der Fall Leila | Gericht kommt nur schleppend voran

#14

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mi, 17. Aug. 2016, 17:59

Im Prozess um den qualvollen Tod der neun Jahre alten Leila hat die Staatsanwaltschaft neuneinhalb Jahre Haft gefordert. Die Nebenkläger finden elf Jahre gerechtfertigt.
Bild nicht mehr vorhandenLandgericht Gera (Archivfoto)
17.08.2016
Knapp zwei Jahre nach dem gewaltsamen Tod der neun Jahre alten Leila in Jena haben Staatsanwaltschaft und Nebenklage eine langjährige Haftstrafe für den Hauptangeklagten gefordert. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll das Landgericht Gera den 25-Jährigen für neuneinhalb Jahre in Haft schicken. Die Anwälte von Mutter und Vater des Mädchens fordern elf Jahre.

Für sie besteht kein Zweifel, dass der Freund von Leilas Tante dem Mädchen in der Nacht zum 4. September 2014 nicht nur massiv in den Bauch getreten hat, woraufhin es innerlich verblutete. Er soll das Kind in den Wochen zuvor dreimal schwer sexuell missbraucht haben.
In den Plädoyers ist mehrfach von einem "Martyrium" die Rede. Das Mädchen sei immer wieder Opfer von Gewalt geworden. Bei der Obduktion hatten Rechtsmediziner rund 170 Verletzungen gezählt(...)
Bewährungsstrafe für die Tante gefordert. "Sie hätten einschreiten müssen, um weitere Verletzungen an Leila zu unterbinden", sagte der Staatsanwalt mit Blick auf die beiden mitangeklagten Frauen. Sie hätten sich der unterlassenen Hilfeleistung und Körperverletzung durch Unterlassen schuldig gemacht. Für die Tante verlangte er eine Bewährungsstrafe von neun Monaten sowie 200 Stunden gemeinnützige Arbeit; für die Großmutter eine Geldstrafe. Die Nebenklage sprach sich für höhere Strafen aus. Den Frauen sei das Mädchen gleichgültiggewesen - statt ihm Schutz zu bieten, seien sie gefühlskalt gewesen und hätten nur ihre eigenen Interessen verfolgt.
Spiegel

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Eagle
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Re: Gera/Jena: Der Fall Leila | Prozess | Nächste Verhandlung 24.08.16

#15

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 1. Sep. 2016, 20:01

Leila-Prozess: Freispruch für Oma und Tante gefordert

Bild nicht mehr vorhandenVerhüllt im Gerichtssaal: Die Oma und die Tante des Mädchens. Foto: Tino Zippel
30.08.2016 - 10:12 Uhr
Gera. Sowohl die Verteidigung der Oma als auch jene der Tante haben Freispruch für ihre Mandantinnen im Leila-Verfahren vor dem Landgericht Gera beantragt.
(...) Für die Tante des Mädchens plädierte er wegen unterlassener Hilfeleistung und der Körperverletzung durch Unterlassen auf neun Monate Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung. Für die Oma beantragte der Staatsanwalt eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu 30 Euro, also 2700 Euro. Die Verteidigung des Hauptanklagten im Leila-Verfahren plädierte auf eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen Körperverletzung mit Todesfolge.

Das Gericht muss nun über vier Beweisanträge, die in den Plädoyers gestellt worden sind, entscheiden - dies soll bis zum 9. September erfolgen. Das Urteil will das Gericht nach derzeitigem Plan am 15. September verkünden.
Ostthüringische Zeitung

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Re: Gera/Jena: Der Fall Leila | Prozess | Urteilsverkündung 15.09.2016

#16

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 23. Sep. 2016, 10:36

Angeklagter zu fast zwölf Jahren Haft verurteilt


Im Prozess um den gewaltsamen Tod der neunjährigen Leila hat das Landgericht Gera einen 25-Jährigen zu elf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die vierte Strafkammer sprach den Mann am Donnerstag der Körperverletzung mit Todesfolge und des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern schuldig.

Das Mädchen aus Bayern war vor knapp zwei Jahren während eines Ferienaufenthaltes bei Verwandten in Jena gestorben. Laut Rechtsmedizin verblutete es infolge eines massiven Tritts in den Bauch nach einem Riss der Bauchspeicheldrüse innerlich.

Geld- und eine Bewährungsstrafe für Großmutter und Tante

Die Großmutter und die Tante von Leila waren ebenfalls angeklagt. Sie sollen die Gewalttaten zugelassen haben. Das Gericht sprach die beiden Frauen der Körperverletzung durch Unterlassen für schuldig. Die 23-jährige Tante wurde zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Die 51-jährige Großmutter wurde zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen zu je 25 Euro verurteilt.

Der Hauptangeklagte hatte mehrfach eingeräumt, das Mädchen getreten zu haben. Er hatte es als eine Art Unfall beschrieben. Die Staatsanwaltschaft hatte die Version des Angeklagten als bloße Schutzbehauptung gewertet. Auch eine Rechtsmedizinerin äußerte aufgrund des Verletzungsbildes erhebliche Zweifel an der Aussage des Mannes. Die Staatsanwaltschaft warf dem Mann außerdem vor, das Mädchen in den Wochen zuvor in mindestens drei Fällen schwer sexuell missbraucht zu haben. Der Angeklagte hatte dies abgestritten.

Strafmaß über dem der Staatsanwaltschaft

Die Strafe für den 25-Jährigen liegt noch über dem, was Staatsanwaltschaft und Nebenkläger gefordert hatten. Die Staatsanwaltschaft hatte auf neuneinhalb Jahren Haft für den Hauptangeklagten plädiert. Die Anwältin der Mutter des getöteten Mädchens als Nebenklägerin hatte elf Jahre Haft gefordert. Die Strafanträge der Verteidiger blieben mit fünf Jahren erwartungsgemäß deutlich darunter. Für Leilas Großmutter und Tante hatten die Verteidiger auf Freispruch plädiert.
MDR
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sweetdevil31
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Re: Gera/Jena: Der Fall Leila | Prozess | Urteil

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 23. Sep. 2016, 12:20

Tod der kleinen Leila: Alle Verurteilten gehen in Revision

23.09.2016, 11:58 Uhr
Die drei Beschuldigten im Leila-Prozess akzeptieren ihre Verurteilung nicht. Wie eine Sprecherin des Landgerichts Gera am Freitag auf Anfrage mitteilte, haben alle drei Verurteilten Revision eingelegt. Angekündigt hatten sie dies bereits kurz nach dem Richterspruch vorige Woche. Staatsanwaltschaft und Nebenklage verzichten dagegen auf Rechtsmittel.
Die 4. Strafkammer hatte den Hauptangeklagten für den gewaltsamen Tod der neunjährigen Leila zu elf Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Er hatte das Mädchen aus Bayern während eines Ferienaufenthalts bei Verwandten in Jena so schwer misshandelt, dass es innerlich verblutete. Zudem hat er es nach Überzeugung der Richter mehrfach sexuell missbraucht. Seine Anwälte hatten sich für fünf Jahre Haft ausgesprochen und die Missbrauchsvorwürfe bestritten.

Verurteilt worden waren auch die Oma und die Tante des Mädchens, denen Leila in der Zeit anvertraut war: wegen Körperverletzung durch Unterlassen zu einer Geld- und einer Bewährungsstrafe. Ihre Verteidiger hatten Freisprüche gefordert.
T-Online
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