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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Anklageerhebung

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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Anklageerhebung

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 29. Jan. 2017, 00:20

Johanna Bohnacker wurde am 2. September 1999 gegen 17.20 Uhr zum letzten Mal lebend gesehen, mit ihrem Fahrrad auf dem Sportplatz von Bobenhausen (Hessen), wo an diesem Tag ein Fußballspiel stattfand.
Bild nicht mehr vorhandenJohanna Bohnacker († 8)
Danach wurde sie monatelang gesucht, mit Hilfe von Polizei, Polizei-Sonderkommando, Bka, Fernsehen, Radio, Zeitungen, Flugblättern, Plakaten, Lösegeldangebot (für den Fall einer Entführung) und ca. 90 HelferInnen, die Fotos von Johanna und Suchanzeigen auf ihren Internetseiten veröffentlicht hatten. Auch war besonderes Augenmerk auf ein Auto der Marke "Jetta II" und dessen Fahrer gelegt, die am Tatort zur fraglichen Zeit gesehen worden war.

Alle Suche war erfolglos und vergebens. Am 1. April 2000 wird Johannas Leiche in einem Wald bei Alsfeld (Hessen) gefunden, nahe der Autobahn A5.

Johanna wurde am 20. April 2000 beerdigt und noch immer wird ihr Mörder gesucht. Es wurden ca. 600 Jetta-II-Halter ausgemacht und überprüft, ohne Ergebnis. Es wurde Hypnose bei Vernehmungen eingesetzt, es wurden (und werden) ähnliche Fälle auf Verbindungen zu Johanna untersucht.

Am 3. Jahrestag ihres Verschwindens richteten sich Hanna's Eltern mit einem über das Internet veröffentlichten Brief an den Täter, ohne eine Reaktion zu erhalten.

Am 19. November 2002 startete eine Polizeiaktion, in deren Verlauf Handabdrücke von 350 Personen aus dem damaligen Umkreis genommen wurden, weil es nach 3 Jahren endlich eine neue Technik (automatisches Vergleichsverfahren MetaMorpho) gab, Spuren von Finger- und Handfragmenten, die sich an Klebestreifen gefunden hatten (mit denen der Sack zugeklebt war, in dem man Johanna's Leiche gefunden hatte) auszuwerten. Auch dieser Versuch blieb erfolglos.

Im Jahr 2005 wurde mit der weiter entwickelten Technologie "Lifescan" ein zweiter Massenvergleichstest von Fingerabdrücken durchgeführt, auch hier gab es bisher keine Übereinstimmungen.

Im Mai 2006, über einen Zeitraum von 2 Wochen, wurde die dritte Finger- und Handflächenabdruckvergleichsaktion durchgeführt. Zitat aus der Wetterauer Zeitung vom 22. Mai 2006: "Die Friedberger Ermittler weisen nochmals darauf hin, falls weitere Männer in dem zur Rede stehenden Zeitraum, September 1999, einen VW-Jetta mit HG-Kennzeichen nutzten und bislang nicht von der Polizei angeschrieben wurden, dass diese Männer gebeten werden, sich mit den Beamten in Friedberg, Telefon 0 60 31/60 10, in Verbindung zu setzen und ebenfalls freiwillig ihre Vergleichsabdrücke bei der Polizei in Friedberg oder bei einer anderen Kripo abzugeben. Die Vergleichsabdrücke werden ausschließlich für den Vergleich mit der am Klebeband gesicherten Spur genommen und nicht mit anderen Kriminalfällen verglichen. Auch weitere Hinweise zu dem Mordfall Johanna nimmt die Polizei in Friedberg entgegen."

Im September 2014 erschien ein ausführlicher Artikel "Der Mörder ist noch nicht gefasst" über den unaufgeklärten Mord an Johanna in der Wetterauer Zeitung mit Hinweis auf die Fernsehsendung "Aktenzeichen XY", die sich am Mittwoch, den 14. September 2014, mit dem Fall befassen wird. Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Gießen eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.

Johanna Memorial der Eltern | Welt | Kölner Stadt-Anzeiger
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Zuletzt geändert von sweetdevil31 am Do, 15. Feb. 2018, 10:18, insgesamt 2-mal geändert.
Grund: Titel geändert, Thema verschoben



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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 26. Okt. 2017, 06:42

Festnahme im Mordfall Johanna

25.10.2017, 21:23 Uhr
Mehr als 18 Jahre nach dem Tod der achtjährigen Johanna aus Hessen scheint der Mordfall gelöst. Die Polizei hat am Mittwoch in Friedrichsdorf nahe Frankfurt/Main einen 41 Jahre alten Mann festgenommen.
Noch am frühen Abend wurde von einem Gericht Haftbefehl wegen Mordes und besonders schwerer sexueller Nötigung erlassen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten. Der vorbestrafte Festgenommene habe den überwiegenden Teil des Tatvorwurfs eingeräumt.

Der 41-Jährige stehe im dringenden Verdacht, am 2. September 1999 das Mädchen auf einem Radweg in Ranstadt-Bobenhausen - rund 40 Kilometer von Friedrichsdorf entfernt - in sein Auto gezwungen und sich sexuell an ihm vergangen zu haben. Anschließend soll er Johanna getötet und die Leiche in einem Wald abgelegt haben. Ein Spaziergänger hatte die sterblichen Überreste der Achtjährigen im April 2000 in einem rund 100 Kilometer entfernten Waldstück entdeckt.

Details zur Festnahme und zu den aktuellen Ermittlungsergebnissen sollen nun am Donnerstag (10.30 Uhr) bei einer Pressekonferenz von Polizei und Staatsanwaltschaft bekanntgegeben werden.

Jahrelang hatten die Ermittler bei der Suche nach dem Täter im Dunkeln getappt - unter anderem waren mehrere Massentests organisiert worden. 2007 waren dabei Finger- und Handabdrücke von Männern genommen worden, die den gleichen Autotyp fahren, wie das der Täter mutmaßlich getan hat. Diese Abdrücke waren mit einer Tatortspur verglichen worden - einem Stückchen Klebeband, mit dem Johanna gefesselt worden war und das Finger- und Handspuren aufwies.

Zuvor hatten in einer ersten Testreihe im Jahr 2002 mehrere hundert Männer aus der nächsten Umgebung freiwillig ihre Fingerabdrücke abgegeben. Die zweite Testreihe hatte im April 2005 begonnen, sie umfasste die Nutzer einer Bauschuttdeponie in der Nähe des Entführungsortes. Der Polizei war zunächst verborgen geblieben, dass dort ein Kassenbuch mit den Namen der Besucher geführt worden war.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#3

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Do, 26. Okt. 2017, 11:28

Was ein Glück. Wurde auch Zeit... wenn er es denn auch war.
Nur schade, dass Johanna's Vater letztes Jahr starb.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 26. Okt. 2017, 16:56

Mord an 8-Jähriger nach 18 Jahren aufgeklärt: Ermittler geben Details bekannt

26.10.2017, 15:48
- Mutmaßlicher Mörder von achtjähriger Johanna nach fast zwei Jahrzehnten gefasst
- 41-Jähriger hat überwiegende Teil des Tatvorwurfs eingeräumt
- Ermittler kamen durch andere Sexualstraftat auf den Täter

Der Fall in Kürze: Im Mord an der achtjährigen Johanna aus Ranstadt hat die Polizei einen 41-Jährigen festgenommen. Der Mann soll das Mädchen gefesselt, missbraucht und anschließend getötet haben. Er habe die Tat überwiegend eingeräumt. Die Ermittler kamen durch eine andere Sexualstraftat auf den Verdächtigen: Er sei im August vergangenen Jahres zufällig Passanten bei sexuell motivierten Fesselungsspielen mit einem 14-jährigen Mädchen in einem Maisfeld aufgefallen. Dies hatte umfangreiche Ermittlungen gegen den 41-Jährigen ausgelöst, die nun zu seiner Festnahme führten.

11.09 Uhr: Die Ermittler beenden die Pressekonferenz.

11.05 Uhr: Der Täter sei während der Festnahme gefasst gewesen. Es habe keine Auffälligkeiten gegeben.

11.00 Uhr: Beim Täter seien kinderpornografische Dateien gefunden worden. "Der Tatverdächtige zeigt sich Verantwortlich für den Tod des Kindes und sagt, dass er eindeutige sexuelle Absichten gehabt habe", sagt Hauburger. Zum Tod des Kindes gebe der Tatverdächtige ein Unfallgeschehen als Grund an.

Tatverdächtiger ist vorbestraft und hat keine Kinder

10.56 Uhr: Der Beschuldigte sei ledig, habe keine Kinder und sei arbeitslos. Wegen Verkehrsdelikten habe er bereits im Gefängnis gesessen. Bei dem Maisfeld-Fall handelt es sich um einen Fall aus dem August 2016. Passanten hätten bemerkt, dass es sich um Fesselspiele mit einer 14-Jährigen gehandelt habe und alarmierten die Polizei. "In dem Zusammenhang werden weitere Ermittlungen durchgeführt", sagt Hauburger von der Staatsanwaltschaft Gießen.

10.47 Uhr: Bei den Durchsuchungen im Maisfeld-Fall seien 236 Datenträger und 120 Videokassetten bei dem Tatverdächtigen festgestellt worden. Die Ermittler werteten 17 Millionen Dateien aus, berichtet der Kriminaldirektor. Es sollen auch bundesweite Abfragen stattfinden, ob es vergleichbare Fälle gibt, für die der Tatverdächtige verantwortlich ist. "Nach derzeitigem Stand der Ermittlungen gehen wir aber nicht davon aus", sagt Kriminaldirektor Fritsch.

10.40 Uhr: "Die Polizei hat nie aufgehört nach dem Täter im Mordfall Johanna zu fahnden", sagt der leitende Kriminaldirektor Roland Fritsch. Über die 18 Jahre andauernden Ermittlungen seien immer neue Hinweise eingegangen. All die Hinweise haben nicht zur Festnahme des Täters geführt. Auch die Fahndung über die Fernsehsendung Aktenzeichen XY im Jahr 2014 brachte keinen Erfolg.

Ermittler kamen durch andere Sexualstraftat auf Verdächtigen – Fasern an Klebebändern haben Ausschlag gegeben

10.36 Uhr: Im August 2016 trug sich der sogenannte Maisfeld-Fall zu. In einem Maisfeld hätten Spaziergänger beobachtet, wie der Tatverdächtige Fesselspiele an einer 14-Jährigen durchgeführt habe. Das habe Polizei und Staatsanwaltschaft dazu veranlasst, in dem Fall zu ermitteln. Daraufhin habe eine Durchsuchung bei dem Tatverdächtigen stattgefunden.

Klebebänder von zwei Tatorten hätten letztlich den Ausschlag gegeben, erklärt Thomas Hauburger von der Staatsanwaltschaft. Die Fasern an einem Klebeband im Maisfeld-Fall und im Fall Johanna hätten übereingestimmt. Die Spuren haben dazu geführt, dass der Täter beweiskräftig überführt werden konnte.

10.34 Uhr: Thomas Hauburger von der Staatsanwaltschaft Gießen erklärt, wie es zur Festnahme kam: "Ein 41-Jähriger wurde von der Polizei Gießen in Friedrichsdorf festgenommen. Er wurde noch am Abend dem Haftrichter vorgeführt." Der Beschuldigte sei überwiegend geständig. Am 2.9.1999 habe er die Achtjährige in seine Gewalt genommen, er habe sie gefesselt und sexuell genötigt. Anschließend habe er sie getötet und im Wald bei Alsfeld abgelegt.

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#5

Ungelesener Beitrag von GedrinVaadwaur » Fr, 27. Okt. 2017, 01:48

Endlich wurde der Täter gefasst. Und jetzt wird er im Rahmen des Gesetzes für seine Taten bezahlen.
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#6

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 27. Okt. 2017, 16:12

@GedrinVaadwaur
Herzlich Willkommen bei Allcrime! :like:


Wenn der Sexualmord an der kleine Johanna das einzige Tötungsdelikt des gefassten Tatverdächtigen war, würde das schon an ein Wunder grenzen! Einmal gemordet und nicht erwischt, schlagen solche Typen in der Regel immer wieder zu. Erst recht, wenn die derartige Neigungen haben. Mal sehen, ob das tatsächlich das Ende der Fahnenstange war.
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#7

Ungelesener Beitrag von DiegoTristan » Fr, 27. Okt. 2017, 19:02

Mich würde interessieren, wodurch genau man auf die Idee kam, daß Rick J. der Mörder von Johanna sein könnte. Es hat wohl irgendwas mit dem Klebeband zu tun, das man in der Wohnung dieses Typen fand, etwas, das so eindeutig bzw. verdächtig war, daß die Ermittler ohne Anfangsverdacht automatisch an den Fall Johanna erinnert wurden.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 27. Okt. 2017, 19:54

Genau @DiegoTristan sie sind ihm wegen dem Klebeband auf die Spur gekommen.
Die Ermittler kamen durch einen anderen Missbrauchsfall dem nun festgenommenen Mann auf die Spur. Er sei im August vergangenen Jahres zufällig Passanten bei sexuell motivierten Fesselungsspielen mit einem 14-jährigen Mädchen in einem Maisfeld aufgefallen, sagte Staatsanwalt Thomas Hauburger.

Dies habe umfangreiche Ermittlungen gegen den 41-Jährigen ausgelöst, die nun zu seiner Festnahme geführt hätten.

Den Durchbruch in den Ermittlungen brachte ein abgeschnittener und verzerrter Fingerabdruck auf einem Stück Klebeband, mit dem Johanna gefesselt worden war. Er sei identisch gewesen mit dem linken Daumen des Tatverdächtigen, sagte Hauburger.

Der Mann war bereits früher unter den Verdächtigen gewesen, da er das Automodell fuhr, nach dem gefahndet wurde. Damals seien auch Fingerabdrucke genommen worden, aber die Technik sei noch nicht so weit gewesen, um ihn zu überführen.
Vollständiger Bericht bei Spiegel
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#9

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Sa, 28. Okt. 2017, 09:02

Die Ermittler kamen durch einen anderen Missbrauchsfall dem nun festgenommenen Mann auf die Spur. Er sei im August vergangenen Jahres zufällig Passanten bei sexuell motivierten Fesselungsspielen mit einem 14-jährigen Mädchen in einem Maisfeld aufgefallen, sagte Staatsanwalt Thomas Hauburger.

Dies habe umfangreiche Ermittlungen gegen den 41-Jährigen ausgelöst, die nun zu seiner Festnahme geführt hätten.
Was ich nicht ganz verstehe, ist dabei Folgendes: Wenn er nun schon im Sommer vergangenen Jahres durch einen anderen Mißbrauchsfall in den Fokus gelangt ist, warum konnte er erst jetzt festgenommen werden. Es sei denn, er kam zwar durch die Fesselspiele mit dem Mädchen in den Fokus, hat sich aber juristisch dabei nichts zu Schulden kommen lassen. Das könnte natürlich sein, da das Mädchen ja bereits 14 war. Vielleicht hatte er sie dazu "nur" überredet. Dann wäre aber juristisch die Bezeichnung "Mißbrauchsfall" nicht richtig.

Was mir eine gewisse Genugtuung verschafft ist, dass Fälle nach so langer Zeit doch manchmal noch gelöst werden. So können die Tät er wenigstens nie ganz sicher sein, nicht doch noch erwischt zu werden.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#10

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 29. Okt. 2017, 01:55

@Jason Darkstone
Im Stern steht dazu, dass der Fall aus dem Maisfeld noch untersucht wurde. Ich gehe mal davon aus, dass die Polizei bei der Überprüfung von J. auf die Ermittlungen gegen ihn im Fall Johanna gestoßen sind und dann die Spurenanalysen in Auftrag gegeben hatten. Das dauert alles seine Zeit, zumal es auch noch diese unglaubliche Menge digitaler Dateien gab!
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#11

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 4. Nov. 2017, 18:48

@DiegoTristan

Habe den Eintrag im Memorial aktualisiert. DANKE nochmal für den Hinweis :like:
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#12

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 30. Nov. 2017, 19:08

Mord an der kleinen Johanna wird nachgestellt

30.11.2017, 11:38 Uhr
Mit einer Rekonstruktion der Tat wollen Ermittler mehr Licht in den Mord an der kleinen Johanna bringen.
Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, waren dafür etwa 20 Polizisten vorgesehen. Rund um den Sportplatz in Ranstadt-Bobenhausen (Wetteraukreis) sollten wegen der Aktion am Donnerstag Straßen vorübergehend gesperrt werden.

Die achtjährige Johanna war im Jahr 1999 entführt, missbraucht und getötet worden. Ein 41 Jahre alter Tatverdächtiger aus Friedrichsdorf war vor fünf Wochen festgenommen worden. Ermittlungen in einem anderen Missbrauchsfall sowie neue Spurenauswertungen brachten die Fahnder auf die Spur des Mannes. Nach Angaben der Polizei liegt bislang kein dringender Verdacht gegen den mutmaßlichen Mörder hinsichtlich weiterer Tötungsdelikte vor.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#13

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 1. Jan. 2018, 16:04

Fall Johanna: Ermittlungen sollen 2018 abgeschlossen werden

01.01.2018, 11:19 Uhr
Im Fall der getöteten Johanna aus der Wetterau wollen die Ermittler ihre Untersuchungen im ersten Quartal 2018 abschließen.
Die Ermittlungen müssten "akribisch" geführt und Hunderte Aktenbände bearbeitet werden, sagte ein Sprecher der Gießener Staatsanwaltschaft. Die Ermittler gaben mittlerweile auch rechtsmedizinische Gutachten in Auftrag. Ein Mann aus Friedrichsdorf soll im Jahr 1999 die damals acht Jahre alte Johanna aus Ranstadt in der Wetterau in sein Auto gezerrt, missbraucht und umgebracht haben.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelessen wertet derzeit eine Sonderkommission weitere Spuren aus sowie Millionen Datenträger. Die Dateien, darunter Kinderpornos, waren bei dem im Oktober festgenommenen Verdächtigen sichergestellt worden.
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Festnahme

#14

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 15. Feb. 2018, 10:18

Vier Monate nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders der kleinen Johanna hat die Staatsanwaltschaft Anklage erhoben. Der Mann soll die damals Achtjährige im September 1999 in Bobenhausen im Wetteraukreis entführt, missbraucht und getötet haben.
Der 41-Jährige aus Friedrichsdorf habe sich in den bisherigen Vernehmungen zwar verantwortlich für den Tod des Mädchens gezeigt, aber eine vorsätzliche Tötung bestritten. Eine Tatrekonstruktion, rechtsmedizinische und fachärztliche Gutachten, Faserspurenuntersuchungen beim Landeskriminalamt (LKA), die Auswertung von Datenträgern und die Vernehmung von insgesamt 110 Zeugen begründeten aber den dringenden Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts, erklärte die Behörde.

(...)
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1999 | Ranstadt-Bobenhausen| Johanna Bohnacker (8) ermordet l Anklageerhebung

#15

Ungelesener Beitrag von DiegoTristan » Di, 10. Apr. 2018, 01:41

Mord an Johanna Bohnacker: Gericht eröffnet Prozess

18 Jahre nach dem Mord an der achtjährigen Johanna Bohnacker hat ein Schwurgericht des Landgerichts Gießen die Eröffnung des Hauptverfahrens beschlossen. Der Beginn der Verhandlung steht fest.

Das Schwurgericht des Landgerichts Gießen hat die Eröffnung des Hauptverfahrens in der Strafsache gegen Rick J. wegen des Verdachts des Mordes im Fall „Johanna Bohnacker“ beschlossen und die Anklage der Staatsanwaltschaft Gießen zur Hauptverhandlung zugelassen.

Die Hauptverhandlung beginnt am Freitag, 20. April am Landgericht Gießen.
Im Februar hatte die Staatsanwaltschaft knapp vier Monate nach der Festnahme des mutmaßlichen Mörders von Johanna Bohnacker Anklage erhoben. Der 41-jährige Angeklagte soll die damals Achtjährige im September 1999 in Ranstadt-Bobenhausen (Wetterau) entführt, missbraucht und getötet haben. Zudem soll er Bild- und Videodateien mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten besessen haben.

Angeklagter bestreitet vorsätzliche Tötung

Der Angeklagte aus Friedrichsdorf habe sich in den bisherigen Vernehmungen zwar verantwortlich für den Tod des Mädchens gezeigt, aber eine vorsätzliche Tötung bestritten. Eine Tatrekonstruktion, rechtsmedizinische und fachärztliche Gutachten, Faserspurenuntersuchungen beim Landeskriminalamt, die Auswertung von Datenträgern und die Vernehmung von insgesamt 110 Zeugen begründeten aber den dringenden Verdacht eines vorsätzlichen Tötungsdelikts, erklärte die Staatsanwaltschaft.

Weitere schwere Sexual- beziehungsweise Tötungsdelikte seien dem Tatverdächtigen bislang nicht nachgewiesen worden. Er sitze nach seiner Festnahme Ende Oktober weiter in Untersuchungshaft, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Angeklagt worden sei er wegen des dringenden Verdachts des Mordes, des sexuellen Missbrauchs von Kindern und des Besitzes von kinder- und jugendpornografischer Schriften.
Quelle: https://www.giessener-allgemeine.de/reg ... 189,414569
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