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Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

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Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 22. Mär. 2015, 15:35

Bild
Melanie Weimar (* 22. Juli 1979, † 7, 4. August 1986)
Karola Weimar (* 8. März 1981, † 5, 4. August 1986)
Quelle: findagrave.com

Sachverhalt

Am Montag, den 4. August 1986 wurden die 7- bzw. 5-jährigen Mädchen Melanie und Karola von ihrer Mutter als vermisst gemeldet. Drei Tage später, am 7. August, stieß man auf die Leichen. Der Busfahrer Hans-Georg Führer fand Melanie an einem Parkplatz in der Nähe der Untertagedeponie Herfa-Neurode unweit des Elternhauses. Eineinhalb Stunden später, gegen 18 Uhr, fand die Polizei Karola an einem anderen, vier Kilometer entfernten Parkplatz. Die Mädchen waren erstickt bzw. erwürgt worden, der Todeszeitpunkt entsprach etwa der Zeit ihres angeblichen Verschwindens.

Die Ermittlungen
Bild
Reinhard Weimar († 60, 12. November 2012)
Quelle: http://osthessen-news.de/n1222657/phili ... sagen.html

Nachdem zunächst der Vater Reinhard Weimar verdächtigt worden war, konzentrierten sich die Ermittlungen bald auf die Mutter der beiden Kinder, Monika Weimar, die zu diesem Zeitpunkt eine Beziehung mit dem US-amerikanischen Soldaten Kevin Pratt hatte. Sie wurde am 27. Oktober 1986 wegen Mordverdachts verhaftet und vom Landgericht Fulda am 8. Januar 1988 wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt.
Bild
Monika (Weimar) Böttcher (* 13. April 1958)
Quelle: http://www.general-anzeiger-bonn.de/

Monika Weimar, die nach der Scheidung von Reinhard Weimar wieder ihren Geburtsnamen Böttcher annahm, beteuerte jedoch ihre Unschuld. Am 17. Februar 1989 wies der Bundesgerichtshof ihre Revision zurück, am 2. Mai verwarf auch das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde.

Nach neuen Fasergutachten ordnete das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am 4. Dezember 1995 die Wiederaufnahme des Verfahrens an. Ab 5. Juni 1996 stand Monika Böttcher erneut in Gießen vor Gericht und wurde nach 55 Verhandlungstagen am 24. April 1997 freigesprochen.

Der Revisionsantrag der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch wurde mehrmals verhandelt, bis am 6. November 1998 der Bundesgerichtshof einen neuen und damit dritten Prozess anordnete. Dieser begann aber erst am 2. September 1999 vor dem Landgericht Frankfurt am Main und endete am 22. Dezember mit der erneuten Verurteilung Monika Böttchers. Die Revision wies der Bundesgerichtshof am 27. August 2000 zurück, danach kehrte Monika Böttcher ins Gefängnis zurück. Nach insgesamt 15 Jahren in Haft wurde Böttcher am 18. August 2006 aus der Frankfurter Justizvollzugsanstalt Preungesheim entlassen.

Rolle der Medien

Die Wiederaufnahmeverfahren standen in einem großen Medieninteresse. Ein umstrittener Aspekt war dabei die direkte Beteiligung des Wochenmagazins Stern. Dieses übernahm nach einem Treffen zwischen dem Verteidiger Monika Böttchers, Gerhard Strate, und dem späteren Stern-Chefredakteur (zu jener Zeit noch Ressortchef) Thomas Osterkorn einen Anteil von 50.000 DM an den Prozesskosten. Dafür verlangte der Stern Exklusivrechte, die er allerdings nach der Haftentlassung Monika Böttchers am 4. Dezember 1995 verletzt sah, da diese sich direkt danach auch gegenüber anderen Medien äußerte. Das Magazin verklagte Anwalt Strate vor dem Hamburger Landgericht.

Quellen: Wikipedia | strate.net

Die großen Kriminalfälle: Monika Weimar und der Kindermord
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#2

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 23. Mär. 2015, 21:13

Bei aller Argumentationskunst Strates: Sie wird es mE wohl doch gewesen sein. Neben den offenkundigen Indizien (Zeugen, die von beginn an - ohne belastungseifer - aussagten, sie hätten die Kinder tagsüber noch gesehen / ihre anonymen Briefe / Windschutzscheibe /Timeline Sparkasse / Mageninhalt usf) fand ich das, was in der Folge "Die großen Kriminalfälle" von einem Ermittler geschildert wurde, besonders beeindruckend: "ich dachte, sie sei tot!"


Für mich ein ganz furchtbares psychologisches Unglück. letztlich mit 4 Opfern - primäre Opfer sind natürlich die Kinder. ich erinnere mich noch sehr genau und auch sehr verärgert an die ideologisch auifgeladene "Mutter Weimar ist unschuldig, muss einfach unschuldig sein"-Fraktion.
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 24. Mär. 2015, 10:16

@pfiffi
Bezgl. ihrer Lügen und Widersprüche: da wird ja argumentiert, dass sie sich wegen dem Tod ihrer Kinder schuldig fühlte und sich deswegen schützend vor ihrem Mann gestellt hatte. Sie hatte ihn offen betrogen und quasi zu der Tat getrieben. Psychisch angeschlagen war Reinhard Weimar schon damals und abwegig wäre dieser Gedankengang nicht. Immerhin hatte auch der erste SA erhebliche Zweifel an der Unschuld des RW geäußert, nur wurde der eben abgelöst und durch einen Anti-Monika Weimar-Staatsanwalt ersetzt.

Ich habe natürlich auch die Diskussionen über diesen Fall in anderen Foren mitverfolgt und da speziell auch die Ausführungen von wiwan, der hier auch einen Account hat.
Er schließt ja eine Tatbeteiligung des Schwagers nicht aus und stellt diesen als den Mann dar, in dem MW wirklich verliebt und verfallen war. Allerdings kann ich dahingehend kein Tatmotiv erkennen und ich frage mich darüber hinaus, ob MW tätsächlich ihre Affäre mit Kevin Pratt so offen ausgelebt hätte, wenn sie in Wirklichkeit einem anderen geliebt hat. Und ob der Schwager über diese Affäre begeistert gewesen wäre, wage ich auch zu bezweifeln. Oder lag etwa darin das Motiv, die beiden Kinder zu töten? Rache?
Vielleicht äußert sich wiwan hier im Forum auch mal dazu ;)
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#4

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 24. Mär. 2015, 11:28

Es gibt noch einen Aspekt. Die, ich glaube, Mutter von MW äußerte sich immer dahingehend, dass die Kinder vormittags noch gelegt hätten. Also Tagversion. Erst, als klar wurde, wie wichtig die Nachtversion ist, änderte sie ihre Aussage - oh, sie häte sich im Tag vertan, nee nee, das sei einen Tag vorher gewesen.

Psychologisch ist RW natürlich nicht unschuldig. Er hat häufiger zugelangt; die Familie war restlos kaputt, als Paarberater häte ich zur sofortigen Trennung geraten. Dann würden die Kinder heute noch leben...
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 26. Mär. 2015, 09:24

pfiffi hat geschrieben:Erst, als klar wurde, wie wichtig die Nachtversion ist, änderte sie ihre Aussage - oh, sie häte sich im Tag vertan, nee nee, das sei einen Tag vorher gewesen.
Aber es gab da ja auch die Nachbarn und die waren sich 1000% sicher, dass die Kinder am Vormittag noch gelebt hatten. Warum Dr. Strate die Zeugen allesamt in die Wüste schicken wollte, keine Ahnung. Weil die MW belasten konnten?
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#6

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Do, 26. Mär. 2015, 15:45

Salva hat geschrieben:
pfiffi hat geschrieben:Erst, als klar wurde, wie wichtig die Nachtversion ist, änderte sie ihre Aussage - oh, sie häte sich im Tag vertan, nee nee, das sei einen Tag vorher gewesen.
Aber es gab da ja auch die Nachbarn und die waren sich 1000% sicher, dass die Kinder am Vormittag noch gelebt hatten. Warum Dr. Strate die Zeugen allesamt in die Wüste schicken wollte, keine Ahnung. Weil die MW belasten konnten?
Ja, die gabs auch. ich denke, dass Strate hier falsch lag/liegt. das Fasergutachten ist ein Witz. Die Fasern haben MW meines Erachtens weder be- noch entlastet. Natürlich können die bei jedem normalen Kontakt anhaften. ist wie mit DNA-Spuren bei Menschen mit engem Sozialkontakt. Aha, da gibts also DNA-Spuren? How interessting!
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 10. Apr. 2015, 14:10

Es gibt ja noch mehr Ungereimtheiten in diesem Fall.
Was mich auch schon immer beschäftigt hat: ist es tatsächlich möglich, dass ein Kind im Todeskampf eine Autoscheibe beschädigen kann? Wenn das Mädchen mit einem Kissen oder ähnlichem erstickt wurde - im Auto - wie sollte das gehen? Dazu gehört eine Menge Kraft über einen Zeitraum von mehreren Minuten und das Opfer hatte sich bestimmt auch gewehrt. Also muss der Mörder sein Opfer irgenwie unter Kontrolle gebracht haben und das das vom Fahrersitz aus geht... wohl kaum. Wenn die Tat aber vom Beifahrersitz aus begangen wurde, musste sich der Täter im Innenraum VOR dem Mädchen befunden haben. Wie konnte das dann mit den Füßen an die Frontscheibe gelangen und zwar so stark, dass diese beschädigt wurde?
Warum wurden die Mädchen an unterschiedlichen Orten abgelegt?
Warum hatten beide Blütenreine Unterwäsche an, obwohl das praktisch unmöglich ist, wenn ein Mensch stirbt oder einen Todeskampf hinter sich hat? In der Unterwäsche befanden sich Kletten, was bedeutet, diese wurde den Mädchen nach ihrem Tod angezogen. Aber wo? Wurden die Leichen gereinigt? Wenn ja, in welchem Umfang?
Einer Frau wie MB sollte es unmöglich sein, ein Kind ca. 3 Meter weit zu werfen? Finde ich quatsch. Vor allem, weil das gar nicht gesichert ist, dass es so gewesen sein muss. Und wenn ihr jemand dabei geholfen hat, wer sollte das wann und wie gewesen sein? Wenn es nicht Herr Weimar war, warum deckt MB den bis heute?
Wenn der Schwager mit den Morden zu tun haben soll, wie stehts mit dessen Alibis? Und ich meine für die Tag- UND die Nachtversion.
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#8

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 25. Jun. 2016, 14:49

Meiner Ansicht nach wußte Frau Weimar sehr wohl, was mit ihren Kindern geschah :wink:

Von wegen unwissend und nicht schuldig. Ist aber jetzt nur meine persönliche Meinung. Ich ergreife ja eigentlich immer Partei FÜR die Mutter. Egal welchen Lebenswandel eine Mutter hat, aber der Verlust des Kindes ist tragisch und tut weh.

Aber bei Frau Weimar seh ich das anders. Sie ist meiner Ansicht nach schuldig an dem Tod ihrer Kinder. Und das ist für mich keine Mutter...
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#9

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 13. Jul. 2016, 03:50

Um diese Sache nochmal hervorzukramen:
Auch ich bin jemand, der damals mit "wiwan" diskutiert hat:-)

Meine Meinung ist heute noch, daß der Täter im Fall Weimar feststeht, es kann nur die Mutter gewesen sein!
Wie und warum sie es getan hat bleibt rätselhaft, aber man kann eben weder einen Tathergang im Nachhinein hundertprozentig rekonstruieren, noch in den Kopf des Täters schauen.

Was man tun kann ist, Indizien zu sammeln und die sprechen in diesem Fall absolut vernichtend gegen Frau Weimar.
Selbst ein Strate kann das nicht ändern.
Bei MW war eben das Problem, daß sich sämtliche Emanzen (sorry, bin selbst eine Frau) NUR den grobschlächtigen Ehemann als Täter vorstellen konnten und nicht die sphinxhafte (Strate) Monika. Leider ist die Welt aber nicht so einfach...
MW hat gelogen und sie hat gezielt und zu bestimmten Zeiten gelogen. Und das absolut skrupellos.

Sie hat ihre Kinder ausgelöscht, vermutlich im Irrglauben auf ein besseres Leben mit einem "besseren" Mann.
Daß sie dafür ihre Kinder geopfert hat, das wird immer die persönliche Tragödie der Monika Weimar bleiben.

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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#10

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 13. Aug. 2016, 15:58

Habakuk » 13 Jul 2016, 03:50 hat geschrieben:Um diese Sache nochmal hervorzukramen:
Tja, ich bin auch so eine, welche längst vergessene Taten wieder raus holen und nochmal zur Sprache bringen :wink: . Man kann nicht oft genug solche Taten "besprechen", und schon allein deswegen, wenn es um Tod von Kindern geht.

Meine Meinung ist heute noch, daß der Täter im Fall Weimar feststeht, es kann nur die Mutter gewesen sein!
Das ist auch meine Meinung. Aber da ich es nicht beweisen kann, sag ich lieber: Ich vermute daß Frau Weimar nicht unschuldig ist an dem Tod ihrer Kinder.


Bei MW war eben das Problem, daß sich sämtliche Emanzen (sorry, bin selbst eine Frau) NUR den grobschlächtigen Ehemann als Täter vorstellen konnten und nicht die sphinxhafte (Strate) Monika. Leider ist die Welt aber nicht so einfach...
So schauts aus :like: Stimme Dir zu.


Sie hat ihre Kinder ausgelöscht, vermutlich im Irrglauben auf ein besseres Leben mit einem "besseren" Mann.
Daß sie dafür ihre Kinder geopfert hat, das wird immer die persönliche Tragödie der Monika Weimar bleiben.
Tja, "tolle Mutter". Ich habe da meine Meinung zu und für mich wäre ihr "weiterer Werdegang" nicht so ausgegangen, wie es denn war:

https://de.wikipedia.org/wiki/Monika_B%C3%B6ttcher
Böttcher wurde am 18. August 2006 vorzeitig aus der Haft entlassen
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Re: Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#11

Ungelesener Beitrag von Cpt. Germanica » Mi, 17. Aug. 2016, 22:24

pfiffi » 23 Mar 2015, 21:13 hat geschrieben:Bei aller Argumentationskunst Strates: Sie wird es mE wohl doch gewesen sein. Neben den offenkundigen Indizien (Zeugen, die von beginn an - ohne belastungseifer - aussagten, sie hätten die Kinder tagsüber noch gesehen / ihre anonymen Briefe / Windschutzscheibe /Timeline Sparkasse / Mageninhalt usf) fand ich das, was in der Folge "Die großen Kriminalfälle" von einem Ermittler geschildert wurde, besonders beeindruckend: "ich dachte, sie sei tot!"
Der dieser (letztlich rhetorischen) Frage des Ermittlers voraus gegangene Verplapperer von Frau B., geschiedene W., hat mich letztlich auch davon überzeugt, dass die "Dame" etwas mit den Morden zu tun haben muss.

Wobei noch genügend andere Auffälligkeiten an ihrem Verhalten sowie Lügen bei ihren Aussagen den begründeten Verdacht auf sie lenk(t)en:

- der Bankberater hatte Urlaub
- sie hat sich nicht an der Suche der Kinder beteiligt (im Gegensatz zu ihrem damaligen Mann und Vater der Kinder RW welcher frühzeitig - bereits am Tag des Verschwindens - und zunächst noch auf eigene Faust nach ihnen Ausschau hielt) und auffällig unbeteiligt gewirkt
- sie hat bereits unmittelbar nach dem Verschwinden der Kinder besagten RW darauf gedrängt die Windschutzscheibe reparieren zu lassen
- und nicht zuletzt: Die nach dem Mord über Wochen abgehörten Telefonate von MW und RW !!!!!

MW, heute wieder MB, hat den Staatsapparat, die Justiz und die Bevölkerung bis zum heutigen Tag über nunmehr 30 Jahre hinweg zum Narren gehalten! Und für den Mord an ihren beiden Töchtern ist sie mit 15 Jahren verdammt billig davon gekommen!

Habakuk » 13 Jul 2016, 03:50 hat geschrieben:Meine Meinung ist heute noch, daß der Täter im Fall Weimar feststeht, es kann nur die Mutter gewesen sein!
Wie und warum sie es getan hat bleibt rätselhaft, aber man kann eben weder einen Tathergang im Nachhinein hundertprozentig rekonstruieren, noch in den Kopf des Täters schauen.

Was man tun kann ist, Indizien zu sammeln und die sprechen in diesem Fall absolut vernichtend gegen Frau Weimar.
Selbst ein Strate kann das nicht ändern.
Das Problem eines Herrn Strate ist, dass er als Strafverteidiger eben so tun muss "als ob", vor allem wenn er sich anhand einem spektakulären Fall mit einer - zu dem Zeitpunkt bereits - prominenten Angeklagten profilieren will ...
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Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#12

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Sa, 19. Aug. 2017, 00:51

Es gibt zu diesem Fall ein neues Buch. "Mordakte Monika Weimar".

Für Insider sehr interessant.
Meiner Meinung nach bestätigt es die Täterschaft der Mutter, ist aber an sich neutral und listet nur Fakten auf.

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Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#13

Ungelesener Beitrag von Hank » Mo, 4. Sep. 2017, 20:07

Moin,

ja, ich lebe auch noch.

Aber nun zu MB und diesem Fall. Ich habe gerade hier davon gelesen und mich daran erinnert, dass ich darüber zuerst ein einem Buch von Peter Hiess und Christian Lunzer "Mörderinnen und ihre Motive", ISBN: 978-3-8361-1021-1, erschienen im area-Verlag, gelesen habe. Habe das Buch hervorgeholt und die ersten Seiten nochmals überflogen. Meines Erachtens ist die Schuldige MB. Ihr Verhalten und auch die angeblichen Briefe, die sie bekommen haben will, sind schon eine sehr merkwürdige Geschichte. Auch die Todesanzeige mit dem Wortlaut:"Vater, wenn die Mutter fragt, wo sind unsere Kinder, dann sage ihr, dass sie im Himmel sind."

Ich weiß nicht was ihr meint, aber das macht mich alles etwas stutzig. Wie ich schon schrieb, ist die Mutter für mich auch die Täterin. Es sind ja schon viele Mütter zu Täterinnen geworden, nur weil sie einen Traum hegten, der sich doch nie erfüllen sollte. Werde mich aber noch mal in den Fall einlesen und mich dann nochmals melden.

mfg

Hank
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Der Fall Monika (Weimar) Böttcher

#14

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 6. Sep. 2017, 22:34

@Hank

Hi Hank!

Ich bin auch gerade wieder sehr interessiert an diesem Fall und würde mich freuen, darüber zu diskutieren. Vor allem über den Tathergang und das mögliche Motiv. Die Schuld der Mutter ist für mich persönlich recht klar, die "Nachtversion" erschliesst sich mir nicht.

Falls Du online etwas stöbern möchtest empfiehlt sich das Spiegel-Archiv , die Zusammenfassung von Strate (ausführlich, aber recht subjektiv) oder die Doku im Rahmen der Reihe "die großen Kriminalfälle".
Freue mich, dazu wieder von Dir zu lesen...

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