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Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

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pfiffi
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Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#1

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 10. Apr. 2015, 21:33

http://www.de.wikipedia.org/wiki/Entf%C ... on_Metzler
Die als Entführung von Jakob von Metzler bekannte Straftat bezeichnet die Kindesentführung des am 17. April 1991 geborenen und am 27. September 2002 von seinem Entführer Magnus Gäfgen ermordeten Sohnes des deutschen Bankiers Friedrich von Metzler.

Inhaltsverzeichnis

1 Tat und Aufklärung
2 Verfilmung
3 Siehe auch
4 Weblinks
5 Einzelnachweise

Tat und Aufklärung

Der elfjährige Junge wurde am 27. September 2002 auf dem Heimweg von seiner Schule, der Carl-Schurz-Schule, in der Nähe seines Elternhauses in Frankfurt-Sachsenhausen von dem Jura-Studenten Magnus Gäfgen entführt und kurz danach ermordet.

Der Fall sorgte bundesweit besonders deshalb für viel Aufsehen, weil der stellvertretende Frankfurter Polizeipräsident Wolfgang Daschner in der Hoffnung, den Jungen noch lebend zu finden, Gäfgen im Verhör durch den Kriminaloberkommissar Ortwin Ennigkeit – unter Androhung unmittelbaren Zwanges, gemeint war die Zufügung körperlicher Schmerzen – zu einer Aussage nötigen ließ. Aufgrund der Drohung erklärte sich Gäfgen dann bereit, die Fahnder zum Leichnam Jakob von Metzlers zu führen. Es folgte eine ausführliche öffentliche Debatte zum Einsatz von Folter in Ausnahmesituationen.

Mit Urteil vom 10. Oktober 2012 hat das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt – zehn Jahre nach Gäfgens Mord an dem Bankierssohn – in zweiter Instanz entschieden, dass das Land Hessen Magnus Gäfgen wegen der Folterdrohung im Polizeiverhör eine Entschädigung von 3.000 Euro zahlen muss. Es wies damit die Berufung des Landes Hessen gegen ein früheres Urteil des Landgerichtes ab. Das Landgericht hatte sich in seinem Urteil auf die Vorgaben des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte im Fall Gäfgen gestützt. Dieser hatte 2010 festgestellt, dass die Androhung von Folter eine unmenschliche Behandlung im Sinne der Europäischen Menschenrechtskonvention war und ausnahmslos verboten ist.[1]

[video]https://www.youtube.com/watch?v=NlSEQCx2JiI[/video]
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Eagle
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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#2

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 28. Sep. 2015, 16:36

Alter Name zu belastet Kindsmörder, Magnus Gäfgen benennt sich um

Samstag, 10.01.2015, 12:10

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dpa / Boris Roessler/Archiv Magnus Gäfgen hatte 2002 den Frankfurter Bankierssohn Jakob von Metzler entführt und getötet

Magnus Gäfgen, der Mörder von Bankiers-Sohn Jakob von Metzler, heißt jetzt anders: Der Verurteilte hat sich aus Gründen der Resozialisierung einen anderen Namen gegeben - denn sein alter werde stets mit dem Kindsmord in Verbindung gebracht.

Magnus Gäfgen, der im Jahr 2003 den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler entführte und ermordete, hat nun einen anderen Namen: Thomas David Lukas ist sein neuer Vorname, Olsen sein Nachname. Das berichtet die "Bild"-Zeitung, der eine amtliche Urkunde der Namensänderung vorliegt.

Die Änderung wurde von der Stadt Kassel im September 2014 genehmigt und im selben Monat wirksam. Im Dezember gelangte die Urkunde beglaubigt zum Landeskriminalamt Hessen. Grund sei, dass Gäfgens Name mit dem damaligen Kindsmord in Verbindung gebracht werde und eine künftige Resozialisierung behindere. Der Häftling, der zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt wurde, wird wohl frühestens 2022 aus dem Gefängnis kommen.

Von der Familie von Metzler gibt es laut "Bild" bislang keine Stellungnahme dazu.

Focus

Eagle
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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#3

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 28. Sep. 2015, 16:43

28.09.2015
Freundin, PlayStation, Sportprogramm - So lebt Kindermörder Magnus Gäfgen im Knast

Nicht nur in anderen Ländern, auch in Deutschland genießen einzelne Verbrecher offenbar ein luxuriöses Leben im Knast. Der Fall des Kindermörders Magnus Gäfgen sorgte bereits 2002 für Aufsehen - und geht nun in eine zweite Runde.

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So lebt Kindermörder Magnus Gäfgen im Knast.

Pablo Escobar, Mafia-Bosse in Russland und El Salvadors MS-13: Bereits vergangene Woche berichteten wir darüber, dass das Leben hinter Gittern nicht immer einer Bestrafung gleich kommen muss. Verfügt man über Macht und Einfluss - und das nötige Kleingeld - kann es sich auch als unfreiwilliger Luxus-Urlaub mit ungeahnten Privilegien herausstellen.

"Bild.de" deckte einen solchen Fall nun auch in Deutschland auf. Im September 2002 lockte der damalige Jura-Student Magnus Gäfgen den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler in seine Wohnung, erdrosselte ihn und forderte daraufhin eine Million Euro Lösegeld von den Eltern des Jungen. 2003 wurde der heute als "feiger Kindermörder" bezeichnete Gäfgen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Doch seine Zeit hinter schwedischen Gardinen erscheint alles andere als hart.

Magnus Gäfgen: Luxusleben hinter Gittern

Gäfgen sitzt derzeit in der Sozialtherapeutischen Anstalt der JVA Kassel II. Sein Einzelzimmer (laut "Bild.de": 10 Quadratmeter, inklusive WC und fließend Wasser) mit dem "idyllischen Blick auf das Gewächshaus der Anstalt" soll neben einem Bett auch über einen Flachbild-Fernseher, eine PlayStation, Gäfgens DVD-Sammlung, ein Radio einen CD-Spieler und einen Kühlschrank verfügen, in welchem er seine Marzipan-Schokolade und seine Gummibärchen aufbewahrt.

Angeblich trägt die Anstalt im Gefängnis-Jargon die Bezeichnung "Kuschelknast". Den Häftlingen stehen Gemeinschaftsräume (unter anderem mit Aquarium und Dart-Scheibe) sowie zwei Grillhütten für Feste im Freien zur Verfügung. Neben einer Ausbildung zum Elektro-Anlagemonteur nutzt Gäfgen auch das Sportprogramm der Einrichtung, spielt Badminton und gilt als "ein gefürchteter Verteidiger im Fußball-Team der JVA, der sich auch mal durch eine blutende Kniewunde nicht stoppen lässt."

Frauenbesuch und private Kleidung: So lebt Magnus Gäfgen im Knast

Anstaltskleidung soll Magnus Gäfgen nicht tragen müssen. Stattdessen läuft er angeblich in "Jeans und Jogginganzügen" durch die JVA. Um diese stets sauber und rein zu halten, "machte er einen 'Waschmaschinenschein'. Ein Sechs-Stunden-Kurs, in dem man lernt, wie man eine Waschmaschine richtig bedient. Nur mit diesem Schein darf man seine eigene Wäsche waschen."

Wie "Bild.de" erfuhr, hat Gäfgen zudem seit bereits acht Jahren eine feste Freundin. Die Frau soll per Brief zu ihm Kontakt aufgenommen haben, als Gäfgen "in der JVA Schwalmstadt einsaß." Heute soll sie aller 14-Tage zu einem dreistündigen, sogenannten "Normalbesuch" und aller drei bis vier Wochen für einen "Langzeitbesuch" kommen. "Bild.de" zufolge geht es bei einem "Langzeitbesuch" um "sechs ungestörte Stunden in einem Appartement mit Küche, Dusche, Toilette und Wohnraum mit ausziehbarer Couch."

Panorama

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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 28. Sep. 2015, 20:16

Magnus Gäfgen tötete Bankierssohn – jetzt lebt er im Luxusknast
Der grausame Fall Jakob von Metzler (11)


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Erst lockte der damalige Student Magnus Gäfgen Bankierssohn Jakob von Metzler (11) im September 2002 in seine Wohnung und erstickte ihn. Danach forderte er eine Million Euro Lösegeld

Sein Name steht für ein grausames, kaltes und perfides Verbrechen. Magnus Gäfgen (40) ist der wohl „berühmteste“ Mörder Deutschlands.

Mittlerweile hat Gäfgen, der 2002 den kleinen Jakob von Metzler (11) aus Habgier tötete und dessen Familie erpresste, seinen Namen abgelegt. Er durfte sich umbenennen – weil er zu sehr unter seinem Namen litt! Jetzt heißt er Thomas David Lukas Olsen. Doch selbst unter neuem Namen wird ihm sein skrupelloser Kindermord für immer nachhängen.

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Kindermörder Magnus Gäfgen in Handschellen auf der Anklagebank im Juli 2003

Der grausame Fall Jakob von Metzler (11)

► Es ist der 27. September 2002, als der Jura-Student Magnus Gäfgen Bankierssohn Jakob von Metzler (11) vor seiner Schule abfängt. Unter einem Vorwand lockt er den Jungen in seinen Wagen und fährt zu seiner Wohnung. Dort erstickt er den Elfjährigen nur kurz darauf, versteckt die Leiche in einem Weiher bei Birstein (Hessen).

► Den besorgten Eltern schreibt Gäfgen einen Erpresserbrief, beteuert, dass ihr Sohn noch lebe. Für die vermeintliche Freilassung des Jungen fordert er eine Million Euro Lösegeld.

► Der Jura-Student bekommt das Geld. Vom Lösegeld geht der Kindermörder seelenruhig mit seiner Freundin einkaufen, Eis essen, bestellt einen Mercedes und bucht eine Flugreise.

► Die ganze Zeit über wird er von der Polizei beobachtet. Die Beamten sind längst auf seiner Spur, hoffen, dass er sie zum Versteck des entführten Kindes führt. Vergeblich, denn Jakob ist längst tot. Als Magnus Gäfgen sein Auto in der Parkbucht P9-U3 der Tiefgarage des Frankfurter Flughafens abstellt, greift die Polizei zu – denn sie befürchtet, dass Gäfgen sich ins Ausland absetzt.

► In Gäfgens Wohnung entdecken die Beamten fast das komplette Lösegeld. Doch von Jakob fehlt jede Spur.

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Ein Ausriss aus der BILD vom 2. Oktober 2002. Jetzt ist die traurige Vorahnung Gewissheit: Bankierssohn Jakob von Metzler (11) wurde ermordet

► Beim Verhör am 1. Oktober 2002 nennt Gäfgen ein falsches Geiselversteck und lässt die Ermittler auch weiterhin in dem Glauben, dass der Junge noch immer lebt. Der damalige Frankfurter Vize-Polizeipräsident Wolfgang Daschner hofft, das Kind noch retten zu können und lässt Gäfgen Schmerzen androhen.

► Erst nach Androhung körperlicher Gewalt, verrät Gäfgen das Versteck der Kinderleiche.

► Vor Gericht bettelt Gäfgen um Gnade – vergeblich. „Jakob von Metzler ging ahnungslos mit dem Angeklagten in dessen Wohnung und starb einen schrecklichen und qualvollen Tod. Es war sein letzter Schultag vor den Herbstferien. Der Angeklagte hat Jakobs Tod gewollt. Die von Zeugen geschilderte Nettigkeit ist nur ein Wesenszug von ihm. Seine andere Seite ist von Skrupellosigkeit und maßloser Geldgier geprägt“, sagt der Richter.

► Am 28. Juli 2003 verurteilt ihn das Landgericht Frankfurt wegen Mordes zu lebenslanger Haft. „Er hat heimtückisch gemordet. Er hat Jakob in seine Wohnung gelockt. Er hat aus Habgier gehandelt. Es ging um einen Luxus, von dem er glaubte, er stünde ihm zu. Und er hat zur Verdeckung einer anderen Straftat getötet. Wäre Jakob am Leben geblieben, hätte er den Täter nennen können“, begründet der Richter das Urteil. Besonders „perfide“ an der Tat sei, dass das Erpresserschreiben die Eltern glauben ließ, dass Jakob noch lebt.

► Vize-Polizeipräsident Daschner wird wegen seiner Folterdrohung zu einer „Verwarnung mit Strafvorbehalt“ verurteilt. Daschner wird wegen Nötigung im Amt zu 10 800 Euro Geldstrafe verurteilt.

► Im März 2011 stehen sich in einem Zivilverfahren vor dem Landgericht Frankfurt Gäfgen und das Land Hessen gegenüber. Gäfgen fordert 10 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz in unbekannter Höhe. Außerdem erstattet Gäfgen Strafanzeige gegen Daschner.

► Am 4. August 2011 spricht die vierte Zivilkammer des Landgerichts Frankfurt Gäfgen wegen der Folterdrohung 3000 Euro Schmerzensgeld zu.

► Am 23. September 2014 wird Gäfgens Antrag auf Namensänderung genehmigt, am 30. September 2014 wirksam. Am 22. Dezember 2014 wird die Urkunde beglaubigt und ans Landeskriminalamt Hessen nach Wiesbaden geschickt. Gäfgens Gründe für die Änderung sind, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Namen kennt und mit dem Kindsmord verbindet. Dadurch sei eine Resozialisierung für Gäfgen, der wohl frühestens 2022 freigelassen wird, fast unmöglich.

Quelle: Bild
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Eagle
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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#5

Ungelesener Beitrag von Eagle » Di, 29. Sep. 2015, 21:54

Wirbel um den Fall Gäfgen | Wie viel Luxus gibt’s wirklich im Knast?

8,50 Euro statt 1,50 Euro – Häftlinge fordern Mindestlohn!

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Magnus Gäfgen in Handschellen vor Gericht (Archivfoto von 2003). Foto: AP

29.09.2015 - 15:42 Uhr

Kassel (Hessen) – Kindermörder Magnus Gäfgen (40) – von seinem Leben hinter Gittern kann manch unbescholtener Bürger nur träumen …

Er geht zum Fußball, hat einen Flatscreen-Fernseher (40 Kanäle), die Knackis feiern Grillfeste und regelmäßig hat er Schmuse-Zeit mit seiner Freundin.

Der Kindermörder sitzt in der sozialtherapeutischen Anstalt der JVA Kassel II. Das Haus hat vier Etagen, pro Etage gibt es zwei WGs mit jeweils zehn Gefangenen und einem Sozialarbeiter. Gäfgen hat ein Einzelzimmer, kann den Fitness-Raum jeden Tag nutzen, spielt Badminton.

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Joggen im parkähnlichen Innenhof oder die Sonne genießen und Tischtennis spielen: Der Blick aus einem Fenster der Justizvollzugsanstalt Kassel II

Kindermörder Gäfgen / Sein Luxus-Leben im Knast!

Vor 13 Jahren entführte und tötete Gäfgen den Millionärs-Sohn Jakob von Metzler. Im Knast lebt er ein Luxusleben. mehr...

Wie viel Luxus gibt's wirklich in deutschen Gefängnissen? Der Knast-Report!

Die Berliner Justizvollzugsanstalt Heidering ist beispielsweise besser ausgestattet als so manche Schule. Ein Prestigebau für 118 Millionen Euro. Mit Kunst und modernen Sportplätzen. „Luxus und Gefängnis schließt sich aus“, meint die Leitende Regierungsdirektorin Anke Stein bestimmt. „Wenn wir Menschen entlassen, die keine Freizeitstruktur erlernt haben, dann ist das nicht gut.“

Und beim Fußball zum Beispiel könnten Teamgeist, Abbau von Aggressionen und Umgang mit Niederlagen erprobt werden, erklärte die Leiterin kurz nach Inbetriebnahme 2013. In Heidering könne im Kleinen für ein straffreies Leben draußen geübt werden. Genau dafür würden die Sportstätten gebraucht.

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Anstaltsleiterin Anke Stein hält ein Modell der JVA Heidering bei einer Pressebesichtigung in der Hand (Archivfoto)

Anderes Beispiel: Der Knast in Brandenburg an der Havel wurde jüngst für zehn Millionen Euro erweitert – statt kleiner Zellen finden sich hier 18 unverschlossene Wohneinheiten (je 25 Quadratmeter groß, mit Einbauküche und Bad). Dazu Gemeinschaftsräume für Sport und Musik, Internet und Therapie, berichtete die BZ. Im Außenbereich steht ein Springbrunnen, Bänke, ein Pavillon, ein Basketball- und ein Bocciaplatz.

Warum das Ganze? Dort werden Sicherungsverwahrte untergebracht, die man nicht mehr wie normale Häftlinge behandeln darf. So schreibt es der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte allen Mitgliedsländern vor.

Generell gilt: Zelle ist nicht gleich Zelle, Knast-Alltag unterschiedlicher denn ja. Unterbringung ist Ländersache, es gibt also je nach Bundesland unterschiedliche Standards.

Ein typischer Tag in der JVA Landsberg (Bayern) verläuft beispielsweise so: 5.50 Uhr werden die Häftlinge geweckt, danach Frühstück, um 7 Uhr Arbeitsbeginn. 11 bis 12 Uhr Pause, gegen 15 Uhr Arbeitsende. Danach Freizeit und Abendessen, gegen 19 Uhr beginnt die Nachtruhe (mancherorts in Deutschland auch erst um 22 Uhr). So oder zumindest so ähnlich läuft es in allen Gefängnissen in Deutschland ab.

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Zelle in der Justizvollzugsanstalt Landsberg am Lech - Tisch, Schrank, Bett, Regal, Waschbecken: So sieht eine typische Zelle aus

Aber: Die Angebote variieren sehr! Manche Gefängnisse stellen den Insassen Sporthallen, Tennis- und Sportplätze sowie Fitness-Center zur Verfügung.

In der JVA Weiterstadt (Hessen) gibt es einen Sportplatz und einen Konzertsaal. Außerdem können die Knackis in einem 5-Bahnen-Becken planschen. Andere Gefängnisse haben nur ein kleines, unbeheiztes Freibad.

Fast jedes Bundesland hat Gefängnisse mit „Liebes-Zellen“ – offiziell Langzeit-Besucherräume – außer Bayern. In den wohnlich eingerichteten Zimmern können Häftlinge ohne Aufsicht Zeit mit ihrer Freundin oder Frau verbringen. Besuchszeit: zwischen drei und fünf Stunden.

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Blick in den Langzeitbesuchsraum, – die sogenannte „Liebes-Zelle“ – in der JVA Brandenburg

Jeder Häftling kann im Knast zuverdienen – in den meisten Bundesländern schwanken die Knacki-Löhne je nach Schwere der Arbeit zwischen 143 und 330 Euro pro Monat.

Sicherungsverwahrte müssen laut Gesetz höher entlohnt werden. Das Argument: Sie haben ihre Haft verbüßt, sind keine „Gefangenen“ im engeren Sinne. Ihre Löhne schwanken deshalb je nach Land und Arbeit zwischen 318 und über 580 Euro im Monat.

Wer nicht arbeiten will oder kann, dem steht ein Taschengeld zu: Normale Knackis bekommen 33,40 Euro im Monat, Sicherungsverwahrte sogar 102 Euro.

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Weggesperrt: Einer von rund 65 000 Menschen, die zurzeit in Deutschland hinter Gittern sitzen

Kurios: Knackis fordern jetzt sogar den Mindestlohn – also einen Stundensatz von 8,50 Euro! Bayerns Justizministerium hat aber bereits gekontert: Mindestlohn sei dazu da, „dass Menschen mit dem Geld, das sie durch Arbeit verdienen, ihren Lebensunterhalt bezahlen können“, so Sprecher Thomas Pfeiffer. Knast-Arbeit diene aber der Resozialisierung.

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Ein Häftling bei der Arbeit in der Schlosserei der JVA Willich (NRW)

Mit dem im Knast verdienten Geld kann dann jeder einkaufen gehen – zumeist zwei Mal im Monat, die gewünschten Waren werden vorher per Liste bestellt. Erlaubt sind u.a. Drogerie-Artikel, frisches Obst, Wurst, Käse, Popcorn, Getränke für den täglichen Bedarf. Besonders beliebt: Tabakwaren, Kaffee, Hygieneartikel und Süßwaren. Nicht erlaubt: Alkohol und gefährliche Gegenstände (dazu zählen u. a. scharfe Gewürze wie Pfeffer oder große Gläser). Ebenso verboten sind Gewalt verherrlichende Schriften und Pornos.

Aber: Das Schmuddel-Heft-Verbot gilt nicht überall: In Berlin gibt’s – nach Knacki-Protesten – auch wieder Sex-Magazine mit eindeutigen Fotos…

Quelle: http://www.bild.de/news/inland/gefaengn ... .bild.html

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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#6

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 3. Okt. 2015, 21:35

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Marie
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Re: Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers

#7

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 25. Jun. 2016, 14:39

Der Fall erschüttert mich noch heut...wie kann man einem Kind sowas antun?

Und dann hat der Täter auch noch die Dreistigkeit was für SICH zu fordern. Meine Meinung ist, wenn jemand so eine grausame Tat begeht, hat er das Recht verloren, irgendwas zu fordern. Leider darf ich nicht öfffentlich sagen, was ich mit Herrn Gäfgen machen würde :wink: ....pscht....


http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/m ... 03857.html
Zitat daraus:
Wut und Verachtung entladen sich weniger wegen der Tat selbst, sondern wegen der schier unermüdlichen Hartnäckigkeit, mit der ein verurteilter Verbrecher seine Rechte wahrgenommen hat.
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