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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

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pfiffi
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#1

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 11. Apr. 2015, 21:46

Nicht einmal der Titel, unter dem es bekannt wurde, stimmt - es war ja eine Fahrt durch Deutschland.

Ich - damals beginnender Twen - erinnere mich, als sei es gestern gewesen.

http://www.de.wikipedia.org/wiki/Geisel ... n_Gladbeck

[svideo=WDR: Gladbeck - Dokument einer Geiselnahme. 1:27:10]https://www.youtube.com/watch?v=vWIkgQlbnYk[/svideo]
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 12. Apr. 2015, 01:22

pfiffi hat geschrieben:Ich - damals beginnender Twen - erinnere mich, als sei es gestern gewesen.
DITO! Bezeichnend und sehr spektakulär war die Live-Berichterstattung der Medien und die Dreistigkeit der beiden Geiselnehmer.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 21. Mai. 2015, 18:50

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 05368.html

Geiselgangster Degowski kommt wohl mit neuem Namen frei

Die Mindesthaftstrafe hat der Gladbecker Geiselnehmer Dieter Degowski seit einigen Jahren abgesessen. 2016 könnte er aus der Haft entlassen werden. Deshalb bekommt er derzeit „dosierte Lockerungsmaßnahmen“ und denkt über eine Namensänderung nach.

Bild
Geiselnehmer Dieter Degowski posiert am 18. August 1988 in einem gekaperten Linienbus mit einer Waffe.

Der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski wird sein Leben in Freiheit vermutlich unter einem neuen Namen beginnen. „Es ist nicht unüblich, dass bekanntgewordene Straftäter eine Namensänderung beantragen“, sagte ein Sprecher von Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) am Donnerstag und bestätigte einen Bericht des „Westfälischen Anzeigers“ (Donnerstag). Eine Entlassung des dann etwa 60-Jährigen sei frühestens im August 2016 möglich. Degowski und sein Komplize hatten im August 1988 nach einem missglückten Bankraub in Gladbeck mehrere Geiseln genommen. Mit ihnen flüchteten sie drei Tage lang durch die Bundesrepublik und die Niederlande. Bei dem Geiseldrama kamen drei Menschen ums Leben.

Degowski werde derzeit mit „dosierten Lockerungsmaßnahmen“ auf seine Entlassung vorbereitet, sagte der stellvertretende Leiter der JVA Werl, Andreas Jellentrup. Degowski sei dabei schon allein zu sogenannten Tagesausgängen unterwegs. Er besuche Menschen, zu denen er trotz der langen Haft noch Kontakt habe. „Das ist bisher alles problemlos gelaufen.“ Jellentrup bestätigte, dass Degowski von sich aus Erwägungen zur Namensänderung anstelle. Die Anwältin Degowskis war zunächst nicht zu erreichen.

Bisher habe Degowski nicht beantragt, seine Reststrafe zur Bewährung auszusetzen, sagte Jellentrup. Vor einer Entlassung müsse ein Gutachter den Geiselgangster abermals auf seine Gefährlichkeit untersuchen, sagte der Ministeriumssprecher. Dann würde die Strafvollstreckungskammer des Arnsberger Landgerichts darüber entscheiden. 2013 hatte das Arnsberger Landgericht die JVA aufgefordert, Degowski auf eine mögliche Entlassung im Jahr 2016 vorzubereiten.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#4

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 3. Jun. 2015, 08:15

Wer 52 Stunden lang Geiseln mit sich führt und nur durch Gewalt gestoppt werden kann,
darf nicht entlassen werden.
Das sagt mir mein Empfinden.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 3. Jun. 2015, 10:23

@Lastlove
Noch ist ja nichts entschieden. Bleibt also abzuwarten, wie das Gutachten ausfällt.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#6

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 4. Jun. 2015, 08:20

http://www.focus.de/panorama/welt/geise ... 27343.html

Hans-Jürgen Rösner will vorzeitig freikommen - „Ausgeprägt psychopathische Züge“ - Psychiater warnt vor Gladbecker Geiselgangster

Bild
Eine der aktuellsten Aufnahmen von Hans-Juergen Rösner: Im Jahr 2009 vor Gericht in Bochum wegen Drogenbesitz in der Haft

Einer der Gladbecker Geiselgangster will vorzeitig aus dem Gefängnis - aber ein neues psychiatrisches Gutachten fällt ein vernichtendes Urteil über Hans-Jürgen Rösner: Sein Verhalten ist demnach kaum vorhersagbar, die Rückfallgefahr hoch. Rösner selbst sieht sich als psychisch gesund an.

Rösner sitzt seit Anfang der 90er ein
Gutachter: Geiselgangster zeigt kein Mitgefühl für seine Opfer
Psychiater geht von hoher Rückfallgefahr aus

Er möchte Hafterleichterungen und könnte vielleicht sogar vorzeitig aus der Haft entlassen werden: Hans-Jürgen-Rösner war einer der Gladbecker Geiselgangster und sitzt seit 1991 im Gefängnis. Ein neues psychiatrisches Gutachten legt allerdings nahe, dass Rösner immer noch sehr gefährlich ist. Das berichtet die „Bild“-Zeitung, die aus dem Gutachten zitiert.

Das Schriftstück beschreibt Rösner als tickende Zeitbombe: „Offenbar von jetzt auf gleich kann es einen Wechsel in seinen Emotionen, in seinem Erleben und in seinem Verhalten geben“, zitiert die „Bild“ aus dem Schreiben. In Rösners Persönlichkeitsstruktur fänden sich „ausgeprägt antisoziale und psychopathische Züge“, heißt es weiter. Beim Rückfallrisiko sei Rösner ein „Highscorer“.
Rösner erkennt seine Schuld nicht an

Zudem zeige der Verbrecher immer noch keine Anteilnahme für seine Opfer, so der Gutachter laut „Bild“-Zeitung. Rösner suche die Schuld nicht bei sich selbst, sondern schiebe diese „fast gänzlich auf andere oder die äußeren Umstände“, heißt es weiter.

Dass Hans-Jürgen Rösner sich wieder in die normale Gesellschaft einfügen könnte, hält der Gutachter offenbar für ausgeschlossen: „Der Begutachtete kennt nur das Leben in der sozialen Randgruppe krimineller und dissozialer Menschen“, heißt es dazu den „Bild“-Angaben zufolge. Nur in dieser Gruppe „funktioniere“ er.

Sein Strafverteidiger kritisiert das Gutachten

Rösners Pläne für die Zeit nach der Haftentlassung klingen zudem wenig realistisch: Er wolle auf einem Bauernhof im Münsterland Autoreparaturen anbieten, berichtet die „Bild“-Zeitung. Gleichzeitig hält er selbst sich für vollkommen psychisch gesund und verweigert dem Bericht zufolge noch immer jegliche Therapie.

Sein Strafverteidiger lehne das neue Gutachten ab und wolle ein neues beantragen, berichtet die „Bild“ weiter. Das Gutachten beruhe auf einem Gespräch von „gerade einmal zwei Stunden“, sagte der Anwalt zur Begründung.

Hans-Jürgen Rösner und Dieter Degowski hatten 1988 eine Bank im nordrhein-westfälischen Gladbeck überfallen. Bei der anschließenden Flucht durch mehrere Bundesländer nahm das Duo Geiseln, zwei von ihnen töteten sie. Außerdem starb ein Polizist bei dem Einsatz. Schwere Pannen während des Dramas hatten später nicht nur Konsequenzen für Politik und Polizei. Auch die Medien standen in der Kritik, weil Journalisten die Gangster bei der Tat interviewt hatten und ihnen so ein Forum boten.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 16. Jun. 2015, 09:42

http://www.t-online.de/nachrichten/pano ... -frei.html

Neues Psycho-Gutachten
Gladbecker Geiselgangster kommt nicht vorzeitig frei


Bild
Hans-Jürgen Rösner im Jahre 1988: Interviews während der Geiselnahme.
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Eagle
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#8

Ungelesener Beitrag von Eagle » Mo, 24. Aug. 2015, 12:30

23.08.2015 - 23:23 Uhr

Aachen – 27 Jahre nach dem Geiseldrama von Gladbeck kämpft Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner (58) um mildere Haftbedingungen!

Sein Rechtsanwalt Rainer Dietz erhebt in seinem 7-seitigen Antrag an die Aachener Strafvollstreckungskammer schwere Vorwürfe.

Er bezeichnet es als „menschenverachtend“, dass Rösner noch immer keine „Ausführung“ bekam - also Freigang mit Polizeibewachung. Es sei „mit Sachverstand nicht zu erklären“, warum z.B. RAF-Terroristen zu „vergleichbaren Zeiten längst ausgeführt und auch entlassen wurden“.

Rösner, der 1991 zu lebenslanger Freiheitsstrafe mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden war, gilt immer noch als sehr gefährlich.

Laut einem psychiatrischen Gutachten besteht hohe Rückfallgefahr.

http://www.bild.de/news/inland/gladbeck ... .bild.html

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#9

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 24. Aug. 2015, 13:13

Ausgeprägt psychopathische Züge
und
Im Jahr 2009 vor Gericht in Bochum wegen Drogenbesitz in der Haft
dazu noch
Gutachter: Geiselgangster zeigt kein Mitgefühl für seine Opfer
Psychiater geht von hoher Rückfallgefahr aus
Hoffentlich knickt niemand von den Entscheidungsträgern ein und lassen den, wo er jetzt ist.

Außerdem hinkt der Vergleich zu den RAF- Mitgliedern alleine schon am Psychogramm.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 29. Okt. 2015, 05:48

29.10.2015 01.36 Uhr
Erster Freigang nach 27 Jahren: Gladbeck-Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner spaziert durch Eschweiler
Der Gladbeck-Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner durfte nach 27 Haftjahren das Gefängnis erstmals verlassen. Bewacht von drei Beamten hat sich Rösner vier Stunden lang im Zentrum von Eschweiler aufgehalten, einer Kleinstadt bei Aachen, berichtet der „Kölner Stadt-Anzeiger“.

Beim Einkauf und Stadtbummel sei er nicht von Passanten erkannt worden, bestätige sein Anwalt Rainer Dietz auf Anfrage. Um eine Flucht unmöglich zu machen, trug Rösner unter der Kleidung eine mit Ketten verbundene Kombination aus Hand- und Fußfesseln, die für Außenstehende nicht sichtbar war. So konnte er zwar normal gehen, große Schritte oder ein Weglaufen jedoch waren unmöglich.

Im März 1991 zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt, hat Rösner in zehn Monaten, am 29. August 2016, erstmals die Chance, eine Haftentlassung auf Bewährung zu beantragen. Dass sein Antrag erfolgreich sein wird, gilt derzeit als höchst unwahrscheinlich. Rösner jedoch scheint nach Informationen des „Kölner Stadt-Anzeiger“ an seine Chance zu glauben. Nachdem er sich jahrelang geweigert hat, an Gruppensitzungen teilzunehmen, gehe er mittlerweile alle zwei Wochen zu einer Einzeltherapie mit einem Gefängnispsychologen, sagte sein Anwalt. Und der renommierte Essener Psychiater Norbert Leygraf wurde beauftragt, ein Gutachten über Rösners Persönlichkeit und dessen Rückfallwahrscheinlichkeit zu erstellen, wie ein Sprecher des nordrhein-westfälischen Justizministeriums bestätigte. Bei der Entscheidung über eine mögliche Haftentlassung wird das Papier eine wichtige Rolle spielen.
Bild
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#11

Ungelesener Beitrag von Feelee » Fr, 30. Okt. 2015, 09:01

Hier ein aktueller Link. Ist zware in Bericht aus der Bild-Zeitung. Aber selbst bei Bild, muss man zwar einige Dinge abziehen, aber der Kern enspricht ja nun wohl der Wahrheit.
http://www.bild.de/news/inland/hans-jue ... .bild.html

Was wünscht sich ein Gefangener nach 27 Jahren Haft?

Geiselgangster Hans-Jürgen Rösner (58) kaufte sich beim ersten Freigang ein Erdbeer-Eis und zwei CDs.
Der Mann, um den es hier geht, ist nicht irgendein Verbrecher. Mit seinem Namen ist einer der spektakulärsten Kriminalfälle der jüngeren deutschen Geschichte verbunden.

► Rückblick: 1988 überfällt Rösner mit Dieter Degowski (59) eine Bank in Gladbeck. Sie nehmen Geiseln, liefern sich eine drei Tage lange Verfolgungsjagd quer durch Deutschland. Bei der Befreiungsaktion des SEK auf der Autobahn A 3 sterben zwei Geiseln und ein Polizist.
Drei Jahre später wurden Rösner und Degowski zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Degowski durfte bereits mehrmals die Justizvollzugsanstalt verlassen. Jetzt durfte erstmals auch Rösner auf Freigang.

Nach BILD-Informationen bezahlte der Häftling den Ausflug selbst, holte dazu Geld von seinem Konto in der JVA-Aachen ab. Dann fuhr er, bewacht von drei Beamten, für vier Stunden in die Innenstadt von Eschweiler.
Um eine Flucht zu verhindern, trug Rösner Fesseln an Händen und Füßen. Sein Anwalt Rainer Dietz: „Mein Mandant hatte Sorge, dass man ihn anstarren könnte. Das war aber nicht der Fall.“

Die erste Station war das „Café Oebel“. Als Rösner mit seinen Begleitern einen Tisch ansteuerte, bemerkte er auf dem Stuhl eine Geldbörse und einen Schlüssel. Ein Zeuge: „Kurz danach kam der Besitzer. Als er seine Sachen wiederbekommen hat, spendierte er eine Runde Kaffee.“
Danach besuchte Rösner eine Eisdiele – und bestellte sich dort einen Erdbeerbecher mit Sahne!

Sein letztes Ziel war ein Elektro-Markt, in dem er sich zwei CDs (Neue Deutsche Welle, Helene Fischer) kaufte. Dietz: „Er war über diesen Ausflug sehr euphorisch. Er hat sofort die nächste Ausführung für Weihnachten beantragt.“

In zehn Monaten kann Rösner seine Entlassung auf Bewährung beantragen. Um seine Chancen zu verbessern, geht er jetzt zur Einzeltherapie bei einem Knast-Psychologen …

Wie denkt Ihr über darüber? Ich muss zugeben, kaum ein Verbrechen ist mir so präsent, wie dieses. Auch all die Jahre danach. Ich habe nicht nur die junge Frau vor Augen, die tötlich getroffen wurde. Ich sehe auch noch immer den Jungen, der sich schützend vor seine Schwester stellte und dies mit dem Leben bezahlte.
Wieso ist es möglich, dass so ein Mensch doch noch Freigang erhält?
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#12

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 4. Jun. 2016, 19:10

Egal wie Ihr jetzt über meine Meinung denkt, aber ich sage nur eins: weg gesperrt bis ins Unendliche!

Die zwei Verbrecher waren kaltblütig und ohne Gewissen. In Franken sagt man: weg mit dem Gschlamp. Hört sich hart an, aber so hart ist auch meine Ansicht dazu.

Mir tun die Familien der Opfer leid und ihnen gehört mein Mitgefühl...und nicht die Medienpräsenz der Täter.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#13

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 5. Jun. 2016, 11:09

Das Geiseldrama von Gladbeck ging in die Kriminalgeschichte ein und wird wohl von niemanden vergessen werden können, der damals die Bilder im TV verfolgt hatte.
In diesem Fall spreche ich mich klar gegen eine Entlassung aus, auch wenn Degowski wohl ab August 2016 entlassen werden könnte. Anders als Rösner hatte dieser ja keine anschl. Sicherungsverwahrung erhalten.
Wann Rösner entlassen wird und ob, ist derzeit sehr schwer abzusehen. Das ich beide Täter nach wie vor für gefährlich halte, sage ich ganz offen. Besonders Rösner kannten in seinem Leben nichts anders als Kriminalität und Knast und ob ein solcher "Berufsverbrecher" erfolgreich resozialisiert oder therapiert werden kann, darüber lässt sich nur spekulieren. Seit 1988 in Haft, wurde er selbst im Gefängnis noch straffällig (2009, Heroinfund in seiner Einzelzelle) und schon deshalb glaube ich, dass Rösner noch eine ganze Weile brummen wird.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#14

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Sa, 11. Jun. 2016, 02:40

Um ehrlich zu sein:

Ich finde es wirklich fast schon pervers, daß Medien darüber berichten, welchen Eisbecher sich Rösner bestellt.
Auch ich habe die Bilder von damals noch im Kopf, die angsterfüllte Silke und die Hinrichtung des italienischen Jungen (und wie sein Kopf noch im Sterben in die Kameras gehalten wurde).

Die Leiden der Familie und gerade der kleinen Schwester des Jungen (die vorher schon von Rösner mit Pistole am Kopf aus dem Bus gezerrt wurde) werden nie vergehen und nein, meiner Meinung nach dürften die Täter nicht freigelassen werden.
Da ist mir der Schutz und das Seelenheil der Opfer einfach wichtiger als irgendeine Resozialisierung.

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#15

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 11. Jun. 2016, 11:14

@Habakuk
Na ja... wenn so ein "Star" nach 27 Jahren zum ersten mal Freigang erhält, wundert es mich nicht, dass die Presse versucht Details zu erhaschen und darzustellen. Dafür sind sie ja auch da. Was mich aber viel mehr interessieren würde: was haben die zwei all die Jahre im Gefängnis getan?
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#16

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 11. Jun. 2016, 16:41

Habakuk » 11 Jun 2016, 02:40 hat geschrieben:Um ehrlich zu sein:

Ich finde es wirklich fast schon pervers, daß Medien darüber berichten, welchen Eisbecher sich Rösner bestellt.
Auch ich habe die Bilder von damals noch im Kopf, die angsterfüllte Silke und die Hinrichtung des italienischen Jungen (und wie sein Kopf noch im Sterben in die Kameras gehalten wurde).

Die Leiden der Familie und gerade der kleinen Schwester des Jungen (die vorher schon von Rösner mit Pistole am Kopf aus dem Bus gezerrt wurde) werden nie vergehen und nein, meiner Meinung nach dürften die Täter nicht freigelassen werden.
Da ist mir der Schutz und das Seelenheil der Opfer einfach wichtiger als irgendeine Resozialisierung.
Da stimme ich Dir voll zu! Sehe ich genauso. :like:
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#17

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 11. Jun. 2016, 16:45

Salva » 11 Jun 2016, 11:14 hat geschrieben: Was mich aber viel mehr interessieren würde: was haben die zwei all die Jahre im Gefängnis getan?

Die Frage war zwar nicht an mich gerichtet, aber ich erlaube mir, trotzdem zu antworten @Salva

Mir wär/ist das vollkommen wurscht, was die zwei im Gefängnis gemacht haben. Ob sie leiden mußten oder glücklich waren...egal. Hauptsache sie waren der Menschheit nicht mehr zugänglich bzw. konnten keine weiteren Verbrechen begehen.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 11. Jun. 2016, 20:54

Marie hat geschrieben:Mir wär/ist das vollkommen wurscht, was die zwei im Gefängnis gemacht haben. Ob sie leiden mußten oder glücklich waren...egal. Hauptsache sie waren der Menschheit nicht mehr zugänglich bzw. konnten keine weiteren Verbrechen begehen.
Du vergisst dabei aber, dass die beiden wieder freikommen können und sehr wahrscheinlich auch freikommen werden und von daher würde es mich schon brennend interessieren, was die im Knast so getrieben haben. Gab es Therapien? Sonstige Resozialisierungsmaßnahmen? Nur zwei Beispiele.
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Habakuk
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#19

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 12. Jun. 2016, 01:41

Was mir in diesem Fall nicht einleuchtet ist, daß Degowski als weniger gefährlich betrachtet wird als Rösner und eher als "Mitläufer" gilt.
Ok, vielleicht ist Degowski noch dümmer als Rösner, während der Tat war er aber mindestens genauso kaltblütig .
Diesen Jungen hinzurichten neben der Schwester (die nach der Befreiung im Hotel ihren Vater bat, ihr das Blut des Bruders "wegzumachen"), das ist dermaßen brutal, daß es mir heute noch den Magen umdreht.

Auch die Bilder des schmierigen Degowski mit Silke B. sind unvergessen, das hat er sichtlich genossen. Auch soll es (ich erinnere den Bericht noch) Degowski gewesen sein, der einer der beiden Bankangestellten zwecks bedrohlicheren Effektes seine Waffe in den Mund stecken wollte und nur davon abließ, weil die Frau einem Nervenzusammenbruch nahe war.

Wie gesagt, ich halte Rösner für gemeingefährlich, Degowski ist es aber kein Stück weniger.
Sicher, die beiden haben sicher aus ihrer Sicht das Pech, daß die Bilder heute noch präsent sind, andere wären vielleicht bei ähnlichen Taten längst frei (leider). Das zeigt aber nur, daß das Leid der Opfer oft nur in Erinnerung bleibt, wenn es medial präsent ist und das sollte uns allen zu denken geben...

In diesem Zusammenhang finde ich persönlich den Vergleich zu RAF-Tätern nicht falsch. Es stimmt schon, daß gerade in diesem Zusammenhang SEHR viel über Täter diskutiert wurde und nicht über Opfer. Und fast allen Tätern wurde nach der Freilassung ein immenses Mitgefühl aus der entspr. polit. Ecke zuteil. Wenn ich lese, daß zB ein Killer wie Klar ein ach so feinfühliger Mensch sei, dann frag ich mich manchmal schon, wer da so alles etwas merkwürdig tickt...

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#20

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 12. Jun. 2016, 09:19

Habakuk hat geschrieben:Wie gesagt, ich halte Rösner für gemeingefährlich, Degowski ist es aber kein Stück weniger.
Diese Meinung vertrete ich auch und ich hoffe doch sehr, dass die beiden eingehend begutachtet werden, bevor für sie eines Tages das Knasttor aufgeht.
Habakuk hat geschrieben:Das zeigt aber nur, daß das Leid der Opfer oft nur in Erinnerung bleibt, wenn es medial präsent ist und das sollte uns allen zu denken geben...
In der Regel bleiben doch, ohne aktivem Zutun der Hinterbliebenen, nur die Opfer spektakulärer Fälle in der Erinnerung der Menschen oder aus purem Zufall.
Schau' doch bitte z.B. in unsere Kategorie Cold Case und überfliege mal die Titel der Threads. Wieviele Namen dort kennst du? Welche Fälle sind dir bekannt? Während über manche Opfer jahrelang diskutiert wird, findet man von anderen noch nicht einmal Informationen (z.B. Tathintergründe, Infos aus dem Leben des Opfers usw.), geschweige denn Fotos oder gar den vollständigen Namen. Aber das kann auch andere Gründe haben. Etwa, weil die Hinterbliebenen ab einen gewissen Punkt das alles gar nicht mehr wollen. Ich bin hier schon von Hinterbliebenen angeschrieben worden, weil sie sich bei uns für die Veröffentlichung ihres Falles bedanken wollten. Andere waren deswegen sauer. Die einen betreiben selbst Webseiten oder Social Media Plattformen für bzw. über ihr Opfer, andere schreiben jede Plattform grantig an, die nur den Namen erwähnt und drohen mit rechtlichen Konsequenzen. In den Augen der einen zeigt man ehrliches Mitgefühl und aufrichtige Anteilnahme und ist dankbar dafür, in den Augen anderer ist man mitunter nur ein "Sensationsgeiler Forenbetreiber oder -user".
Es liegt also, meiner Erfahrung nach, in erster Linie an den Hinterbliebenen oder Angehörigen selbst, ob und im welchem Umfang ein Opfer medial präsent bleibt oder überhaupt bleiben darf oder den Weg in die Kopfe der Menschen zurückfindet oder von dort erst gar nicht verschwindet.

Am Ende entscheidet aber jeder von uns selbst und für sich, wer oder was vergessen werden soll. Oder nicht? Ich, jedenfalls, lasse mich da durch nichts und niemanden beeinflussen. Aber die Umstände beeinflussen die Art und Weise, wie ich ein Opfer in Erinnerung behalte.
Habakuk hat geschrieben:Wenn ich lese, daß zB ein Killer wie Klar ein ach so feinfühliger Mensch sei, dann frag ich mich manchmal schon, wer da so alles etwas merkwürdig tickt...
Menschen handeln oft irrational und widersprüchlich und manche einfach nur dumm. Wie soll man sonst erklären, dass sehr oft der Tod eines Mörders probagiert wird, natürlich auf die grausamste Art und Weise wie irgend möglich, auf der anderen alles Mögliche über diesen gekauft, gelesen, geschrieben und verbreitet oder gar ein regelrechter Hype initiiert wird? Warum tragen Menschen T-Shirts mit dem Konterfei der grausamsten Serienkiller der Menschheit und benutzen das Wort "Fan" in diesem Zusammenhang? Natürlich war Klar ein feinfühliger Mensch. Und intelligent dazu! Blöd gelaufen, dass er diese positiven Eigenschaften für die falsche Sache eingesetzt hatte und noch blöder ist, dass niemand kapiert, dass die uns nur Gutes tun wollten. Und solange es Politiker gibt, die für illegalen Sex bezahlen, Kinderpornografie konsumieren und den besten Wein saufen, während sie für uns, das Volk, Brachwasser predigen, wundern mich solche Äußerungen nicht sonderlich. Wie gesagt: wir sind halt zu blöd um zu kapieren, was man uns sagen will.
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#21

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 18. Jun. 2016, 14:01

Habakuk » 12 Jun 2016, 01:41 hat geschrieben:Was mir in diesem Fall nicht einleuchtet ist, daß Degowski als weniger gefährlich betrachtet wird als Rösner und eher als "Mitläufer" gilt.
Ok, vielleicht ist Degowski noch dümmer als Rösner, während der Tat war er aber mindestens genauso kaltblütig .
Diesen Jungen hinzurichten neben der Schwester (die nach der Befreiung im Hotel ihren Vater bat, ihr das Blut des Bruders "wegzumachen"), das ist dermaßen brutal, daß es mir heute noch den Magen umdreht.
:like:
Obwohl es ein ernstes Thema ist, mußte ich bei dem Satz von Dir "Ok, vielleicht ist Degowski noch dümmer als Rösner" herzhaft lachen.

Da gebe ich Dir recht...beide sind kaltblütig.
Diesen Jungen hinzurichten neben der Schwester (die nach der Befreiung im Hotel ihren Vater bat, ihr das Blut des Bruders "wegzumachen"), das ist dermaßen brutal, daß es mir heute noch den Magen umdreht
Genau, ich stimme Dir zu. Die eiskalte Ermordung des Jungen bleibt schon einem Aussenstehenden im Gedächtnis und macht einen traurig und fassungslos...wie muß es erst der Schwester und der Familie ergangen sein. Ich hätte nicht deren Leid spüren wollen, einfach unvorstellbar.
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Habakuk
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#22

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 20. Jun. 2016, 18:38

@Salva:

Du hast natürlich insofern recht, daß selbst mir als Interessierter nur vergleichsweise wenige Fälle bekannt sind und das sind meist die in den Medien vertretenen...
Und natürlich will nicht jedes Opfer oder deren Angehörige in die Medien, das ist völlig klar, ich wollte es auch nicht, denn Medien können sowohl Segen sein als auch Fluch...
So hatte ich es auch nicht gemeint. Es ging mir mehr darum, daß die Opfer generell untergehen, während um das Täterwohl großes Gewese gemacht wird. Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Radikalinski und zB die Todesstrafe liegt mir fern.
Auch Resozialisierung ist wichtig, wenngleich ich zB bei Triebtätern und extremen Gewaltverbrechern wenig davon halte. Opferschutz muss Vorrang haben!

Teilweise wird Tätern ein Forum geboten (Gäfgen, Mederake...), welches die Ehre der Opfer mit Füßen tritt. In einigen Fällen ( RAF, Jack Unterweger) nimmt es ganz kranke Formen an, nämlich wirklich in der Identifikation mit den Tätern.
Wenn Du aber als Opfer zB arbeitsunfähig wirst, Deine Familie zerbricht usw, dann interessiert das nur wenige. Und da werden auch nicht 20 Jahre lang Hilfen geboten, schon garnicht staatliche, das macht teilweise schon wütend.

Grüße, Habakuk

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#23

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 21. Jun. 2016, 20:59

Ich habe schon verstanden, @Habakuk :like: Ich wollte nur mal eine andere Sichtweise aufzeigen und darstellen.

Unser Strafsystem sieht nun mal eine Resozialisierung UND Wiedereingliederung in die Gesellschaft vor. Also muss der Staat auch entsprechend handeln, in dem er diese Verbrecher unterstützt, versorgt und therapiert. Was mich an dieser Sache allerdings stört: wir, das Volk, haben gar kein Wahl zu entscheiden, ob und wen wir diese Maßnahmen zugestehen möchten! Wir sind da automatisch dabei, weil das unsere Steuergelder sind, die da mitunter regelrecht verheizt werden. Sieht man sich die Opferseite an, dann stellt man sehr schnell fest, dass ohne die privaten Hilfseinrichtungen und -vereine niemand nur ein Wort über die Leidtragenden verlieren würde! Klar: der Staat unterstützt mit ein paar Kröten und zum Teil durch Steuererleichterung diese Einrichtungen, aber ohne die Gönner und Förderer, also deren Mitglieder, würden die Opfer oder deren Hinterbliebene praktisch völlig leer ausgehen. Und das ist abgrundtief unfair und absoluter shit. Warum, frage ich mich schon seit Jahren, wird das nicht geändert? Weil es zu teuer wäre. Ganz einfach.
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Habakuk
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#24

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Di, 21. Jun. 2016, 21:46

Dann sind wir uns völlig einig!
So meinte ich das.

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#25

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 22. Jun. 2016, 22:32

Hans-Jürgen Rösner - 20.06.2015
Die zuständige Strafvollstreckungskammer am Landgericht Aachen überprüft aktuell Rösners Vollzugsplan, ob eine Wiedereingliederung irgendwann möglich sein könnte. Ein bekannt gewordenes Gutachten dürfte dem jedoch entgegenstehen. "Der Begutachtete kennt nur das Leben in der sozialen Randgruppe krimineller und dissozialer Menschen. Nur in dieser Gruppe funktioniert er", zitierte die "Bild"-Zeitung jüngst aus dem Gutachten. Es gäbe bei Rösner "ausgeprägt antisoziale und psychopathische Züge in seiner Persönlichkeitsstruktur". Es bestehe ein hohes Rückfallrisiko. Von dem Verurteilten gehe weiterhin eine starke Gefährdung für die Allgemeinheit aus.
Die Welt

Das war vor 1 Jahr und 2 Tagen. Inzwischen hatte Rösner zumindestens seine Ausführung. Wir dürfen also weiterhin gespannt sein!
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#26

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 7. Aug. 2016, 08:38

Sollte Dieter Degowski entlassen werden, wird er die Werler JVA mit neuem Namen und mit neuer Identität verlassen.
Diese dem Anzeiger vorliegende Information bestätigte am Mittwoch der Pressesprecher des NRW-Justizministeriums, Detlef Feige, auf Anfrage. In Absprache mit den Beteiligtem, darunter auch die Gerichte und das Ministerium, habe man dem Namenswechsel zugestimmt.

Der Gladbecker Geiselgangster habe sich zwar, so schildern Beschäftigte der JVA Werl, im Laufe der Haftzeit optisch so sehr verändert, dass er kaum wieder zu erkennen sei. „Aber allein mit seinem Namen würde es schwierig für ihn, die Vergangenheit hinter sich zu lassen“, sagt der Sprecher von NRW-Justizminister Thomas Kutschaty (SPD). Das würde die Chance auf Resozialisierung in der Anonymität zunichte machen (...)
(...) Wohin es Degowski ziehen wird, ist noch unklar. Klar ist aber schon jetzt: Wenn er rauskommt, wird das für ein großes Medienecho sorgen. Der Zeitpunkt der Entlassung ist allerdings ist noch nicht fix: „Frühestens im August 2016“, so der Ministeriumssprecher, kann Degowski ein freier Mann sein. Denn im August 2013 hatte das Landgericht Arnsberg festgelegt, dass es eine dreijährige Entlassungsvorbereitung geben müsse. Ob die Freiheit dann tatsächlich winkt, hängt von einem neuerlichen Gutachten ab, das noch erstellt werden muss (...)
Bericht vom 20.05.15 WA

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#27

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 7. Aug. 2016, 09:50

18.03.16 Geiselnehmer haben ihr "Lebenslang" abgesessen

Vor mittlerweile 25 Jahren schickte Richter Rudolf Esders die Gladbecker Geiselgangster hinter Gitter. Dort sitzen sie immer noch – für ein Verbrechen, das in die deutsche Kriminalgeschichte einging.
Inzwischen haben beide Schwerverbrecher mehr als 27 Jahre hinter Gittern verbracht. Der heute 59 Jahre alte Degowski hat im Gefängnis in Werl seine Mindesthaftdauer von 24 Jahren abgesessen – er war unter anderem wegen Mordes zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt worden. 2013 hatte das Landgericht Arnsberg Lockerungen für ihn angemahnt. Inzwischen hat er nicht nur begleitete, sondern auch schon mehrere unbegleitete Ausgänge unternehmen dürfen – und kehrte ohne Beanstandungen wieder zurück. Einen Entlassungstermin gibt es für ihn aber nach wie vor nicht (...)
Im Herbst 2015 durfte Rösner das erste Mal raus.
Die Mindestverbüßungsdauer von Rösner, ebenfalls 59 Jahre alt, endete vor wenigen Tagen am 27. Februar 2016. Rösner sitzt in Aachen ein. Im vergangenen Herbst durfte er erstmals raus: für eine "begleitete Ausführung zum Erhalt der Lebenstüchtigkeit", in Fesseln. Ein Entlassungstermin zeichne sich für Rösner noch nicht ab, teilte das NRW-Justizministerium mit (...)
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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#28

Ungelesener Beitrag von Eagle » So, 7. Aug. 2016, 10:02

Aktuelle Meldung 07.08.2016
Geiselnehmer von Gladbeck kann auf Haft-Entlassung hoffen
Fast drei Jahrzehnte nach dem tödlichen Geiseldrama von Gladbeck kann einer der beiden Täter auf Freiheit hoffen. Dieter Degowskis Vorbereitung auf die Haftentlassung zur Bewährung läuft nach Angaben der Justizvollzugsanstalt Werl gut. «Wir haben im Moment nichts zu meckern», sagte auch die Anwältin des mittlerweile 60-Jährigen, Lisa Grüter. Weder die Rechtsanwältin noch JVA-Leiterin Maria Look wollten sich zu den Lockerungen, mit denen Degowski auf eine Entlassung vorbereitet wird, äußern. Vor drei Jahren hatte das Landgericht in Arnsberg die JVA aufgefordert, diesen Weg zu gehen. Auch JVA-Chefin Look äußerte sich zuversichtlich: «Er zieht gut mit. Trotz dieser langen Zeit ist er positiv gestimmt», sagte sie über Degowski.
FFH

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Re: Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#29

Ungelesener Beitrag von Marie » So, 7. Aug. 2016, 16:21

Also ich hoffe echt, daß keiner von den 2 Depperle jemals wieder raus kommt!
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#30

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 14. Mai. 2017, 10:24

Geiselnehmer darf bei Freilassung neuen Namen annehmen

14.05.2017 08:44
Der nach dem Geiseldrama von Gladbeck zu lebenslanger Haft verurteilte Dieter Degowski darf im Fall einer vorzeitigen Freilassung seinen Namen ändern.
Die zuständige Behörde habe einem entsprechenden Antrag Degowskis zugestimmt, teilte die Justizvollzugsanstalt Werl auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Degowski ist in Werl inhaftiert. Als Grund für die Namensänderung nannte die JVA eine "Erleichterung seiner Wiedereingliederung". Das Landgericht Arnsberg prüft derzeit, ob Degowski auf Bewährung freikommen kann.

Im August 1988 hatten Degowski und sein Komplize Hans-Jürgen Rösner beim Gladbecker Geiseldrama das Land in Atem gehalten.

Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln vor der Polizei. Drei Menschen starben.
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