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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

Klassisch. Berühmt. Berüchtigt.
Habakuk
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#31

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 14. Mai. 2017, 22:42

@sweetdevil31

Ich hab bez einer Freilassung Degowskis noch immer Bauchschmerzen...
Es mag ein Stück weit ungerecht sein, weil ich den Menschen Degowski HEUTE nicht kenne, aber ich krieg die Bilder seiner Taten nicht aus dem Kopf.
Für die italienische Familie muss das ein Horror sein.
Im Grunde habe ich kein Interesse daran, Täter von seinem Schlage wieder in die Gesellschaft "einzugliedern".
Er hat genug getan, um ihn für immer wegzusperren, meine Meinung.



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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#32

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 14. Mai. 2017, 23:17

Das Problem mit Degowski ist doch, dass er nie ein "integriertes" Leben geführt hatte. Sonderschule... Gelegenheitsjobs und einen Berufsverbrecher (Rösner) als langjährigen und besten Freund. Jetzt, nach 26 Jahren Haft, soll er das vollbringen, was er damals nicht schaffte? Ich weiß nicht...

Rösner hingegen ist noch längst kein Thema: wenn er aus dem regulären Vollzug entlassen wird, warten noch etwa zehn Jahre Sicherungsverwahrung auf ihn.
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Habakuk
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#33

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 14. Mai. 2017, 23:34

@Salva

Eben, das kommt noch dazu (zur Belastung für die Opferangehörigen).
Degowski ist 60 Jahre alt. In was soll er sich "eingliedern"? Wie ein "bürgerliches Leben" führen?
Und bez. seiner Brutalität: Wer wird ihn kontrollieren? Was hat er für eine Entwicklung durchlaufen?

Während des Dramas hat Degowski sogar noch brutaler agiert als Rösner. Nein, ich bin nicht für eine Freilassung.

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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#34

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 15. Mai. 2017, 00:07

@Habakuk

Na ja... mit den doch sehr beschränkten Mitteln, die er dann bekommen wird, kann er nicht viel reißen. Soviel steht fest. Zum leben zu wenig, zum sterben zuviel und das kann ihn schon gefährlich machen. Aber wer weiß... vielleicht wird er einfach nur froh sein, dass er überhaupt noch so ein bescheidenes Leben in Freiheit führen kann und wir werden nie mehr etwas von ihm hören oder lesen müssen. Alleine gelassen wird Degowski mit Sicherheit nicht, denn dafür ist er zu berühmt/berüchtigt.
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#35

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 15. Mai. 2017, 02:18

@Salva

Da ist aber halt immer noch der Junge.
Diese kaltblütige Hinrichtung. Das Mädchen daneben.
Nö, ich kann es nicht vergessen.
Und ich kann auch die Bilder von Silke Bischoff nicht vergessen und wie er das genießt.
Er gehört nicht in Freiheit, dabei bleib ich.

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#36

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 15. Mai. 2017, 21:29

@Habakuk

Ich glaube, dass diese Ereignisse von niemanden vergessen werden können. Das war schon ein ganz besonderer Fall. Aber was willst du machen? Bei Degowski hat's für die SiV nicht gereicht und bei Rösner waren zu der damaligen Zeit nur max. 10 Jahre anhängbar. Mehr gab die Gesetzeslage nicht her und eine echte lebenslange Haftstrafe ist in Deutschland ebenfalls nur ein Wunschdenken. Damals wie heute. Es ist also wie bei allen anderen Straftätern, die eines Tages wieder in die Freiheit entlassen werden: hoffen, das die keine :shit: bauen!
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Habakuk
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#37

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 15. Mai. 2017, 21:47

@Salva

Du hast schon recht. Dieser Fall bleibt unter anderem so im Gedächtnis, weil man das Leiden der Opfer quasi hautnah miterlebt hat.
Andere Opfer leiden genauso und die Täter sind nach einigen Jahren wieder frei, weil ihre Taten der Öffentlichkeit nicht so präsent sind.

Daß Degowski milder beurteilt wurde als Rösner ist mir dennoch unbegreiflich. Gerade die Aussage der ersten Geißel in der Bank, D. habe ihr die Pistole in den Mund stecken wollen, um eine bessere Wirkung zu erzielen, das ist doch haarsträubend...Diese Machtausübung gepaart mit Sadismus habe ich bei Degowski noch schlimmer in Erinnerung als bei Rösner.

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#38

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 15. Mai. 2017, 22:57

@Habakuk

Erst gestern habe ich mir wieder einmal diese Dokumentation zum Fall gegeben:

https://www.youtube.com/watch?v=vWIkgQlbnYk

Die Verfilmung finde ich ebenfalls sehr beklemmend:

https://www.youtube.com/watch?v=IwZK9oUc2yM

https://www.youtube.com/watch?v=c4J31iyZ7og

Schwer nachvollziehbar, wie dieser Banküberfall derart aus dem Ruder laufen konnte und was die Rolle der Polizei und den Medien betrifft... ohne Worte.

Was Degowski's Strafmaß betrifft, da muss man schon sagen, dass die Justiz das maximal machbare herausgeholt hat. Immerhin wurde wegen der besonderen Schwere der Schuld eine vorzeitige Entlassung abgelehnt. Die meisten Killer sitzen gerade mal halb so lang ein und bekommen den Rest auf Bewährung. Außerdem war Degowski nicht so ein Wiederholungstäter wie Rösner, der vor diesem Überfall bereits mehr als zehn Jahre gesessen hatte. Aber ich sehe es wie du: Degowski war echt irre.
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#39

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Di, 16. Mai. 2017, 22:39

@Salva

Die Doku ist toll, die Verfilmung weniger.
Natürlich hat in diesem Fall die Presse völlig versagt, auch die Polizei (obwohl ich die Entscheidung immer richtig fand, keinen Beamten im Austausch anzubieten, denn das wäre ein Todesurteil gewesen).
Der ganze Ablauf ist nur skurril. Die Fragen der Journalisten ("Was würden sie der Polizei raten ?"), der letztendliche Einsatz, das hätte schlimmer nicht laufen können. Dennoch sind die Täter in erster Linie verantwortlich, das ging damals unter und tut es manchmal heute noch.

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#40

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 17. Mai. 2017, 20:03

@Habakuk

Die Glatze des Schauspielers im Film wirkte etwas seltsam, aber ansonsten zeigt er die damaligen Ereignisse in einem Zusammenhang, wie er in keiner Doku zu sehen ist. Auch wenn einige Details abgeändert wurden.

Das die Täter Hauptverantwortlich waren, ist kein Thema. Klaro :like: Aber die Polizei gibt es ja nicht zum Spaß und wenn ich sehe, wieviele erstklassige Möglichkeiten die für eine Geiselbefreiung verpasst oder ungenutzt gelassen haben, dreht sich mir der Magen um. Um ein nicht unerhebliches Maß an Mitschuld kommt sie also nicht herum.
Und was diesen Austausch Polizist/ Geiseln betrifft, da kann ich dir - als ehemaliger Soldat - nur sagen: weder ich, noch irgendeiner meiner damaligen Kameraden, hätte nicht den Hauch einer Sekunde überlegt und sich austauschen lassen. Das gleiche gilt für Kommandosoldaten, die u.a. Geiseln befreien müssen, auch heute noch. Wer dazu nicht bereit ist, hat den falschen Job. Ganz einfach.
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#41

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Okt. 2017, 15:57

Gladbecker Geiselgangster Degowski kommt frei

10.10.2017, 15:50 Uhr
Der Geiselgangster von Gladbeck, Dieter Degowski, wird nach fast 30 Jahren Haft entlassen. Degowski werde in den nächsten Monaten frei kommen, teilte ein Sprecher des Landgerichts Arnsberg mit.
Die Freilassung sei umfassend geprüft worden. Die Kammer habe Gutachten und Stellungnahmen eingeholt und sich den positiven Prognosen angeschlossen. Die Entscheidung sei noch nicht rechtskräftig. Zuerst hatte der "Soester Anzeiger" berichtet. Degowski wird einen neuen Namen erhalten um ihm die Wiedereingliederung zu erleichtern.

Im August 1988 hatten Degowski und sein Komplize Hans-Jürgen Rösner beim Gladbecker Geiseldrama die Republik in Atem gehalten. Drei Tage lang flüchteten sie nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln vor der Polizei. Drei Menschen starben. Hans-Jürgen Rösner sitzt weiterhin in der JVA Aachen ein.

Degowski war zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht hatte die JVA bereits 2013 aufgefordert, ihn schrittweise auf die Entlassung vorzubereiten. Degowski hatte daraufhin einige Ausgänge einwandfrei bewältigt.
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#42

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 10. Okt. 2017, 19:30

Da kommt Degowski also sehr wahrscheinlich frei, der Rest der Strafe wird zur Bewährung ausgesetzt. Ein kleiner Wermutstropfen.

Über Rösner muss sich die Gesellschaft noch keine Sorgen machen, denn der hat noch 10 Jahre Sicherungsverwahrung vor sich. Wenn er seine reguläre Haftstrafe abgesessen hat oder wenn die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden sollte.
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#43

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mi, 11. Okt. 2017, 01:08

@Salva

Wenn es nach mir ginge, dann würde Degowski (und ähnliche Täter) bis zum Lebensende einsitzen.
Ich kann das Mädchen nicht vergessen , welches zu seinem Vater immer wieder sagte: " Mach es weg, mach es weg" (über das Blut des hingerichteten Bruders).
Degowski hat den Jungen eiskalt erschossen.
Ich weiß es nicht, aber in solchen Fällen bin ich für eine wirklich lebenslange Haftstrafe, schon den Opfern zuliebe.
Ehrlich gesagt interessiert mich der Täter da nicht bzw nicht so, daß ich es den Opfern zumuten würde, ihn in Freiheit zu wissen. Er soll menschenwürdig behandelt werden, so ist das in einem Rechtstaat, aber in Freiheit? Nein!

Und ich sehe es in diesem Fall nach wie vor so, daß Degowski wesentlich kaltblütiger gehandelt als Rösner (wenngleich ich letzteren auch gerne lebenslang weggesperrt sehe).
Für mich persönlich ist diese Freilassung nicht nachvollziehbar.

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#44

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 05:07

Ich begreife es auch nicht.
Menschen die andere als Geisel genommen haben und dann auch noch töten haben doch ihr Recht verwirkt in der Gesellschaft frei agieren zu können.
Irgendwas stimmt bei uns nicht.
Solche gravierenden Fehler wie Geiselnahme sind einfach nciht mehr gutzumachen.
Hier wie in anderen Fällen wenn es um Menschen geht habe ich mich schon in meiner Spätjugend gefragt: " als Täter würde man doch niemehr in die freiheit wollen, selbst wenn man bereut hat hoch 10".
Aber was soll ich sagen..bevor mein Stalker mein Stalker wurde meinte der auch mal zu mir, ein Mensch kann alles machen..auch ein Mord, aber er muss einmal im Leben etwas richtig machen..

Da fehlen einem einfach nur noch die Worte..
Ich finde das nicht richtig wie Täter hier in unserem Land dabei unterstützt werden sich selber zu belügen..

Da heisst es dann lapidar (auch in Polizeikreisen, habs selber erlebt).." geben Sie ihm doch eine Chance"
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#45

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 21:23

@Habakuk
Zumal Degowski den Jungen ermordete, weil er Italiener und somit ein Ausländer war. Wenn der aus dem Knast kommt und sieht, was in der BRD inzwischen los ist... :troll:
Habakuk hat geschrieben:Und ich sehe es in diesem Fall nach wie vor so, daß Degowski wesentlich kaltblütiger gehandelt als Rösner (wenngleich ich letzteren auch gerne lebenslang weggesperrt sehe).
Für mich persönlich ist diese Freilassung nicht nachvollziehbar.
Rösner ist ein Berufsverbrecher, der mehr Zeit im Gefängnis als in Freiheit verbrachte. Die anschl. Sicherungsverwahrung ist demnach völlig logisch und mehr als gerechtfertigt, zumal er die treibende Kraft bzw. der Kopf des Duos war. Bei Degowski war das ein bisschen anders gelagert, auch wenn er während des Geiseldrama's der kaltblütigere (weil psychisch um einiges labiler) war. Im Vergleich mit anderen Tötungsdelikten, die mindestens genauso kaltblütig, aber wesentlich grausamer verübt wurden, hat Degowski mit 30 Jahren Haft schwer für seine Tat bezahlt und steht am Ende sogar noch unter Bewährung. Das soll aber nicht heißen, dass er zurecht entlassen wird!
Wenn Rösner eines Tages entlassen wird, passt kein Bewährungshelfer auf den auf und das ist wesentlich schlimmer.

Lastlove hat geschrieben:Da heisst es dann lapidar (auch in Polizeikreisen, habs selber erlebt).." geben Sie ihm doch eine Chance"
Das Prinzip der Resozialisierung basiert im wesentlichen doch nur auf Kommerz. Täter sollen zwar bestraft werden, dem Staat aber nicht auf Ewig auf der Tasche liegen. Dafür nimmt das System sogar Rückfaller inkauf, die wiederum Opfer produzieren. Andererseits werden Millionen und Milliarden von Euronen sinnlos aus dem Fenster geworfen. Ernsthaft nachdenken über dieses Paradox darf man nicht :symbols_over_mouth:
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#46

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 21:30

@Salva
Jo und der Typ ist noch immer brandgefährlich in meinen Augen.
Abegesehen davon man hat seinen Narzissmus genährt mit solch einem paradoxen Wohlwollen, zerstört er eine Frauenseele nach der anderen auf perfideste Art und Weise.
Bei mir hat er sich die Zähne ausgebissen bis er sich tatsächlich dazu herabgelassen hat mir zu drohen und meinte es hätte noch niemand überlebt der näheres vvon ihm wüsste in bestimmter Hinsicht..

Dabei hat er mir garnix erzählt sondern im Laufe der kurzen Zeit nur von den Augen ablesen können und meinen Kommentaren entnehmen, was ich mir denken kann..lol

Ernsthaft habe ich mir bei diesem Typ (unter anderen) die Frage gestellt..was hatte die Polizei oder Kripo davon ihn zu "decken"?
Ich hoffe ja sehr die haben zu omas zeiten solche leute nicht als Spitzel gehandhabt oder ihnen Vergünstigungen ermöglicht weil sie "zwitscherten"..

:loving:
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#47

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 22:06

@Lastlove
Das ist schon krass! Umso verwunderlicher sind diese Kommentare der Polizei. Ob man von "decken" sprechen kann? Wenn der Typ selbst Polizist oder Staatsanwalt oder Richter ist... :no_speak:
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#48

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 22:09

Welcher Typ?
Das war ein Bankräuber!
Also einer von zwei..
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#49

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 22:20

Lastlove hat geschrieben:Das war ein Bankräuber!
Ups! Erzähl' mal!
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#50

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 22:37

hmm..naja damals war ich ziemlich sauer und wollte meinen Schrank, ein Erbstück meines Vaters nciht mehr sehen.
Ich streckte also meine Fühler mal wieder in die Gebrauchtmafia und hatte dann diese Type an der Strippe..
Den Schrank begutachtete er aber wollte ihn nicht kaufen schickte mir aber dann einen zuhälter vorbei und der nahm ihn dann für seinen puff..
Das passte damals für mich sehr gut..wutausgleich und so..;)

Dann rief der Antikhändler wieder an, es wunderte mich nciht wirklich denn ich hab das ja mitbekommen wie geil der auf mich war, bin ja net doof.
Er bot mir einen job in seinem Laden an..ich also dahin..da meinte er aber er hätte ja jemanden aber ich könnte ja bei ihm putzen lol..ok ich hatte es nötig..ich also mit zu ihm..dann meinte er ich bräuchte nicht putzen, wir würden jetzt erstmal an den rhein fahren mit meinem hund. Und ausserdem hätte er keine Erben, er würde mir alles vererben und so..falls ich mcih für ihn entscheiden würde.
Unterwegs zeigte er mir frauen, die wo am rhein sassen und meinte, die alle hätten selber schuld, sie hätten ihn nicht gewollt.
au weiah dachte ich was ist hier los?
Damals hatte ich meine wohnung schon gekündigt weil cih eigentlich nach mainz wollte nachdem meine tochter nun weg war..
Aber das ging nicht mehr..
Er versuchte mir eine wohnung zu besorgen in dem appartmenthaus wo er wohnte..klappte auch..ging auch mit mir zum Grundsicherungsamt und fuhr da die welle..den grossen helfer und so..bezüglich umzugskosten..
Dann kam tag x, nachdem ich ihm immer wieder versicherte ich will ihn nciht..
Er kam zu mir setzte sich an meinen tisch und meinte es ging ihm nciht gut er müsste mir etwas erzählen..
Üble Tour..er wäre anders wie andere männer und bla bla..aber er könnte eine frau besser als alle anderen befriedigen und so..kurzum..organisch nicht funktionsfähig..
Diese Mitleidstour traf auf mein helfersyndrom und ich versuchte es kumpelhaft..
Aber er wurde sauer und meinte plötzlich nur deswegen würde ich ihn nciht nehmen ich wäre wie alle frauen und bla bla..
tja..

Dieser typ war im netz überall..seine worte und es war seine mitleidstour und schocktour mit der er frauen derart verletzt haben muss.
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#51

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 22:49

@Lastlove
Alter Schwede... und ich dachte, ICH könnte ein Buch über mein Leben schreiben! Deine Gabe in die :shit: zu greifen ist eindeutig größer als die meinige und deshalb darfst du zuerst! Ein Buch schreiben, meine ich ;)
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#52

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Mi, 11. Okt. 2017, 22:53

ja-a..aber der traumatische höhepunkt ist weit überschritten und nun am Fusse im Tal ist es lieblich geworden..
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#53

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 11. Okt. 2017, 22:56

@Lastlove
Wie auch immer... sieh' nur zu, dass du bei Degowski keines deiner Helfersyndrome aktivierst, wenn der entlassen wird! ;)
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Habakuk
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#54

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Do, 12. Okt. 2017, 01:13

Für mich ist es einfach so, daß in solchen Fällen das Recht der Opfer vor dem der Täter geht.
Es gibt Dinge, die man nicht verzeihen kann. Im Falle Degowski geht es der Familie Di Giorgi sicher so. Der Sohn tot, die Tochter traumatisiert.
Ich habe dazu kürzlich ein Interview mit den Eltern der ermordeten Natalie Astner gelesen. Der Vater schwört, den Täter zu töten, falls der in Freiheit käme. Kann man verstehen.

Ich finde, unser Staat hat solche Opfer eher zu schützen als die Täter. Es kann einfach nicht sein, daß solche Menschen dem Trauma ausgesetzt werden, den Täter in Freiheit zu wissen.
Bei Degowski mag es 30 Jahre her sein, aber für die Opfer ist es immer präsent. Die Mutter von Silke Bischof wird immer diese Bilder ihrer Tochter vor Augen haben und die Familie di Giorgi immer die ihres Sohnes.

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#55

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 12. Okt. 2017, 01:57

@Habakuk
Welches Recht willst denn für ein totes Opfer einklagen? Es gibt viele Initiativen, die von Hinterbliebenen initiiert wurden. Im Namen des Opfers, selbstverständlich. Liest man aber deren Motivationen und Ziele, wird ganz schnell klar, dass es um sie selbst geht und eben nicht um das ermordete Kind. Kürzlich habe ich bei Facebook über eine Initiative gelesen, die sich dafür einsetzt, dass das Opferentschädigungsgesetz zu ihren Gunsten geändert wird und für Unterstützer wirbt. Ich wollte die schon aufklären, was der Begriff "Opfer" überhaupt bedeutet und denen im gleichen Atemzug klar machen, dass sie keine Opfer, sondern "nur" Hinterbliebene sind. Auch im juristischen Sinne. Hab's mir aber aus Pietätsgründen verkniffen, obwohl es mich immer wieder auf's Neue wundert, dass es letztendlich immer nur um Geld geht. Als ob man sich den Schmerz über den Verlust wegkaufen kann.
Habakuk hat geschrieben:Ich habe dazu kürzlich ein Interview mit den Eltern der ermordeten Natalie Astner gelesen. Der Vater schwört, den Täter zu töten, falls der in Freiheit käme. Kann man verstehen.
Dazu habe ich mir auch schon die verrücktesten Sachen ausgemalt, sollte es eines Tages eine/n meiner Allerliebsten erwischen. Rational gesehen, hat niemand etwas davon, wenn ein Angehöriger für lange Jahre in den Knast geht. Am wenigsten das tote Opfer. Sollte es jedoch eines Tages möglich sein, durch den Tod des Mörders ein Opfer wieder zum Leben erwecken zu können, würde ich die Todesstrafe befürworten.
Habakuk hat geschrieben:Es kann einfach nicht sein, daß solche Menschen dem Trauma ausgesetzt werden, den Täter in Freiheit zu wissen.
Bei Degowski mag es 30 Jahre her sein, aber für die Opfer ist es immer präsent. Die Mutter von Silke Bischof wird immer diese Bilder ihrer Tochter vor Augen haben und die Familie di Giorgi immer die ihres Sohnes.
Damit hast du sicherlich recht. Das Prinzip der Resozialisierung verlangt der Gesellschaft verdammt viel ab. Für viele Menschen ist es schwer begreiflich, dass ein Mörder leben darf und sogar wieder in Freiheit kommen kann, während sein Opfer unwiederbringlich tot ist.
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Habakuk
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#56

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Do, 12. Okt. 2017, 22:02

@Salva

Ich sehe den Begriff Opfer eben durchaus auch auf die unmittelbaren Angehörigen anwendbar. Wenn zB ein Kind (wie im Falle Astner) so aus dem Leben gerissen wird, dann ist die ganze Familie Opfer.
Und ja, ich bin da auch für finanzielle Unterstützung, das macht den verlorenen Menschen zwar nicht wieder lebendig, aber es ist zumindest eine kleine Hilfe im Alltag, wenn zB der Vater durch so etwas arbeitsunfähig wird.

Von der Todesstrafe hab ich nie geredet. Ist meines Erachtens eines Rechtsstaats nicht würdig.
ABER: Den Opfern auch die psychische Sicherheit zu geben, sich mit dem Täter einfach nichtmehr beschäftigen zu müssen, das halte ich durchaus für angebracht und würde es dem Wunsch nach Resozialisierung für den Täter deutlich überordnen. Zumindest in solchen extremen Fällen.

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#57

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 14. Okt. 2017, 09:40

Degowski wird ehrenamtlich arbeiten

13.10.2017 18:02 Uhr
Der Gladbecker Geiselnehmer Dieter Degowski wird freikommen - nach Informationen des SPIEGEL wohl Anfang 2018. Er wird Arbeitslosengeld beziehen und eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen.
Dieter Degowski, einer der beiden Täter im sogenannten Gladbecker Geiseldrama von 1988, wird nicht mehr in diesem Jahr freikommen. Wie der SPIEGEL in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, rechnet seine Anwältin Lisa Grüter mit der Freilassung erst Anfang 2018. Voraussetzung sei auch dann noch, dass die Staatsanwaltschaft nicht Beschwerde gegen den Gerichtsbeschluss einlegt, wonach Degowski nach fast 30 Jahren freikommen soll.

Grüter zufolge wird Degowski in Freiheit "nicht allein in einer Sozialwohnung sitzen", sondern von einem "dichten Netz" von Betreuern empfangen. Er werde eine ehrenamtliche Tätigkeit aufnehmen. Leben werde er von Arbeitslosengeld, das ihm wegen seiner Arbeit in der Haftanstalt zustehe. (Lesen Sie hier die ganze Geschichteim neuen SPIEGEL.)

Degowski sei dankbar dafür, "dass er von der Gesellschaft noch eine Chance bekommt". Allerdings wird er künftig nicht mehr Degowski heißen. Mit einem neuen Namen wolle er "dieses Stigma" loswerden, dass "er sich mit Degowski vorstellen muss, dem Namen, der so viele Erinnerungen weckt", so Grüter.

(...)
Spiegel
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#58

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Sa, 14. Okt. 2017, 11:58

Hammer..wir haben eine Goldgrube in Deutschland für die Täterwiedereingliederung..will es aufgeschlüsselt wissen wer da alles dran verdient.

Wo bleibt die Rundumbetreuung für Opfer?
Die leben in sozialer Isolation und halten bis heute unsere Schnautze!!!
Da heisst es immer nur Hilfe zur Selbsthilfe..

Aber ok..vielleicht wird Degowski ja in der Opferbetreuung eingesetzt..ironieoff*
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sweetdevil31
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#59

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Sa, 14. Okt. 2017, 13:30

Lastlove hat geschrieben:
Sa, 14. Okt. 2017, 11:58
Aber ok..vielleicht wird Degowski ja in der Opferbetreuung eingesetzt..ironieoff*
:like:
sweetdevil31 hat geschrieben:
Sa, 14. Okt. 2017, 09:40
Degowski sei dankbar dafür, "dass er von der Gesellschaft noch eine Chance bekommt".
Hätte man die Gesellschaft gefragt, hätte er keine Chance bekommen. Für die Getöteten gab es auch keine zweite Chance :rage:
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Lastlove
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Degowski-Rösner: Das Geiseldrama von Gladbeck

#60

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Sa, 14. Okt. 2017, 13:47

Eben..vercackt ist vercackt.
Und wenn ich einen Mord begangen habe dann ist das so und ich will das nächste erdloch und Punkt..

Wenn der mir über den Weg läuft sauf ich den erstmal untern Tisch!!!
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