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Justizirrtümer

Wenn Unschuldige büßen.
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AndreaManuela
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Re: Justizirrtümer

#31

Ungelesener Beitrag von AndreaManuela » Mo, 16. Mär. 2015, 11:35

@Salva di Cosa Nostra, nein, ich habe Deinen Namen noch nicht gegoogelt... :-)

Ich denke, Verkehrsrecht ist das Haupteinsatzgebiet der Rechtsschutz - neben Nachbarschaftsstreitigkeiten.
Aber wenn Du mal eine Mordanklage am Hals hast, lassen die dich wahrscheinlich gleich fallen - wegen "Selbstverschulden".
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Re: Justizirrtümer

#32

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Mär. 2015, 11:42

AndreaManuela hat geschrieben:@Salva di Cosa Nostra, nein, ich habe Deinen Namen noch nicht gegoogelt... :-).
Nur soviel: mein Vater ist Sizilianer... :P
Aber wenn Du mal eine Mordanklage am Hals hast, lassen die dich wahrscheinlich gleich fallen - wegen "Selbstverschulden".
Bei einem Normalsterblichen wie mich sowieso. :(
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Re: Justizirrtümer

#33

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 23. Mär. 2015, 20:48

Debra Milke frei!

http://www.de.wikipedia.org/wiki/Debra_Milke
Am 2. Dezember 1989 fuhren Milkes Mitbewohner Jim Styers sowie dessen High-School-Freund Roger Scott mit dem vierjährigen Christopher in die Wüste, wo er erschossen wurde. Nach seiner Verhaftung behauptete Scott, Milke habe ihn und Styers mit dem Mord beauftragt, um an die Lebensversicherung in Höhe von 5000 US-Dollar zu kommen.[2] Diese Lebensversicherung war aber lediglich Teil eines Sozialversicherungspakets, das allen Angestellten in Milkes Firma zustand, und wurde nicht von ihr gezielt abgeschlossen.

Im Anschluss wurde Milke durch den Mord-Ermittler Armando Saldate verhört, von dem polizeiintern bekannt war, dass er die Rechte von Verdächtigen missachtet und bereits unter Eid gelogen hatte.[3] Im Prozess sagte Saldate aus, Milke habe ihm die Anstiftung zum Mord gestanden. Sie habe ihre Tat damit begründet, dass der Sohn nicht werden solle wie sein Vater. Allerdings wurde Milke nicht über ihre Rechte (Miranda Rights) aufgeklärt und ein Geständnis von Milke nie unterschrieben; es gab kein Protokoll des Verhörs, keinen Zeugen und keine Video- und/oder Tonaufnahme. Am 12. Oktober 1990 wurde Milke wegen Mordes, Verschwörung zum Mord, Kindesmissbrauch und Entführung schuldig gesprochen und zum Tode verurteilt.

In den folgenden Jahren wurden immer mehr Zweifel an ihrer Schuld laut. So wurde beim Mittäter Roger Scott, der Milke belastet hatte, Schizophrenie festgestellt. Auch Armando Saldates Verhörmethoden kamen ans Licht und ließen Zweifel an Milkes Geständnis aufkommen.
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Re: Justizirrtümer

#34

Ungelesener Beitrag von AndreaManuela » Di, 24. Mär. 2015, 06:31

Erschreckender Fall. Ein Vierjähriger....

Man war völlig auf dem falschen Dampfer ... und wo ist der wahre Täter jetzt?
Ich frage mich, was für eine miese Verteidigung sie damals hatte...
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Re: Justizirrtümer

#35

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 24. Mär. 2015, 08:47

AndreaManuela hat geschrieben:Erschreckender Fall. Ein Vierjähriger....

Man war völlig auf dem falschen Dampfer ... und wo ist der wahre Täter jetzt?
Ich frage mich, was für eine miese Verteidigung sie damals hatte...
Die beiden Täter sitzen und schweigen in der Todeszelle.

Hier war es ersichtlich und eindeutig ein korrupter Polizist, der offenbar mithilfe von gefakten Ermittlungs"erfolgen" Karriere machen wollte - ein inzwischen wg Meineid (in anderen Zusammenhängen) Vorbestrafter.
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Re: Justizirrtümer

#36

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 10. Apr. 2015, 14:32

pfiffi hat geschrieben:Hier war es ersichtlich und eindeutig ein korrupter Polizist, der offenbar mithilfe von gefakten Ermittlungs"erfolgen" Karriere machen wollte - ein inzwischen wg Meineid (in anderen Zusammenhängen) Vorbestrafter.
Nicht nur. Auch die Staatsanwaltschaft hat dabei ihr Ding gedreht und bekannt für seine äußerst dubiosen Verhör- und Ermittlungsmethoden war der Polizei allemal und zwar schon lange zuvor. Auch bei der SA. Den Rest hat das amerikanische Justizsytem mit seiner Blindäugigkeit für Recht und Unrecht getan, selbst als klar war, dass Debra Milke unschuldig ist.
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Re: Justizirrtümer

#37

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 21. Apr. 2015, 20:55

https://www.youtube.com/embed/dmzqsRfAVHE

RA Ufer ab Min 11:00 mit einer wichtigen Bemerkung über Gutachter (man denke auch an die Gutachter im Fall Babenhausen zB). Und man komme mir, verzeihung, jetzt bitte nicht mit Gerede a la das sei eine pöhse VT, um unsere ach so gute Justiz zu delegitimieren. Diese These dürfte eher selber eine VT sein! Sämtliche von mir darauf angesprochenen Strafverteidiger/innen sagten: Klar, so, wie Kollege Ufer es sage, sei es! Ist das eine Generalverschwrung der Strafverteidiger? Wer auch nur einmal, und sei es am Rande, Einblick in das System "Justiz" nehmen durfte, der weiß, dass Ufer schlicht recht hat. Da darf man sich nichts vormachen.

Ganz grundlegend noch zum Thema Fehlurteil: Ferdinand von Schirach (dessen Bände ich vorzüglich finde; er ist bekanntlich auch und insbesondere selber Strafverteidiger) hat einmal etwas sehr sehr kluiges geschrieben: ca 90 (oder 95) % aller Fälle würden deswegen korrekt nach dem ersten Augenschein be- und verurteilt, weil es ja meistens eben wirklich so einfach ist, wie der erste Augenschein es nahelegt. Nur eben: Meistens, nicht immer! Hier zu schnell zum "immer" überzugehen scheint mir persönlich eine der fatalsten Ursachen für Fehlurteile zu sein - fatal deswegen, weil es ja in bester Absicht geschieht. Typen wie Saldado (Fall Debra Milke) oder Mignini (Knox/Sollecito) - beiden hat man Beweisfälschung nachgewiesen - sind für die unschuldig bedrängten furchtbar, sicher. Aber solche Typen sind die Ausnahme. Im Grunde viel fürchterlicher als Leute, die vorsätzlich Beweise faken, sind Fehlurteile in bester Absicht.
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Re: Justizirrtümer

#38

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 15. Mai. 2015, 01:22

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/m ... 33747.html

Daraus:
Doch seine Verurteilung wegen der versuchten Vergewaltigung geschah zu Unrecht, wie inzwischen bekannt ist. Denn bei dem Täter handelt es sich um einen Mann namens Norman Bruce Derr - und der sah McAlister im Jahr 1986 zum Verwechseln ähnlich. Die Polizei wurde auf Derr aufmerksam, weil er in den US-Bundesstaaten Maryland und Virginia mehrere Frauen vergewaltigte und dabei so vorging, wie die Frau es im Prozess gegen McAlister beschrieben hatte. Derr wurde für die Taten inzwischen zu fünfmal lebenslänglich verurteilt.

McAlister, heute 58 Jahre alt, hat seine Unschuld stets beteuert. 1993 sagte unter anderem der Chefermittler in seinem Fall, McAlister sei zu Unrecht verurteilt worden - er verwies schon damals auf Derr. Doch das Gnadengesucht wurde abgelehnt. Ein weiterer Versuch scheiterte 2003.
Der Wahnsinn in Tüten.

Welcher Teufel reitet Leute, ein offenkundig falsches Urteil wider besseres eigenes Wissen erbarmungslos durchzudreschen...bis es nicht mehr geht?

Und ich möchte alle, die immer wieder so gerne unterstellen, bei der Kritik an derzeit rechtskräftigen Urteilen gehe es nur darum, die ach so fehlerfrei Justiz zu delegitimieren, fragen: Meint ihr im Ernst, nur in Italien (Knox Sollecito...inzwischen ist da Gott sei Dank ein Ende gemacht worden) oder in den USA gäbe es diesen Wahnsinn in Tüten? Es gibt ihn auch bei uns...

Es gibt ein paar ganz nette, handfeste Regeln rationalen Argumentierens.

Zum Beispiel: Eines Mannes (einer Frau) Rede ist keine Rede, man soll sie billig hören alle beede.

Oder: Wo alle Beifall klatschen, da sollst Du fragen. Wo alle Buh rufen, da sollst Du fragen.

Oder: Nimm die feststehende These X, und dann glaubst Du non-X und suchst mit aller Macht nach Gründen für non-X. Wenn Du fertig bist, machst Du mit dem Ergebnis dasselbe.

Ceterum Censeo:echt ergebnisoffene Wiederaufnahmen für Bence Toth und Andreas Darsow! Die evidenten Ungereimtheiten müssen geklärt werden! Ich will einfach wissen, ob der Steuerberater wirklich gesagt hat: "Charlotte Böhringer wusste vom Studienabbruch. Das habe ich dem Gericht auch so gesagt! Ich kann gar nicht verstehen, wie man mich derart hat missverstehen können!" Ich will einfach wissen, ob Falk Zappe vor Gericht wirklich gesagt hat "Es hat gar keine dauernde Lärmbelästigung gegeben!"

Monica de Montgazon ist übel reingeritten worden durch einen "Sachverständigen" des Berliner LKA. Wenn ihr Verwandter nicht auf eigene Faust recherchiert hätte, würden heute noch diverse Leutz anrücken und verkünden, dass das urteil okay ist, dass sie zu Recht brumme und dass jede/r, die/der das Urteil kritisiert, nur ein mieser Justizkritiker sei, dem die höheren Weihen, die einem erst ein Jurastudium verleihten, nicht zugänglich seien... gez. Johann Fehrbach
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Re: Justizirrtümer

#39

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 3. Jun. 2015, 08:51

Interessant. ich weiß nicht, wie lange 3sat das noch zur Verfügung stellt.

heute abend 21:45 über den Fall Darsow.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=51848
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Re: Justizirrtümer

#40

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 3. Jun. 2015, 08:59

Der Euro-Münzenfall ist bestürzend. Aber alle solche Fälle sind bestürzend. Am Schlimmsten: Die unfassbare Selbstgefälligkeit des Landgerichts...
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Re: Justizirrtümer

#41

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 3. Jun. 2015, 10:30

@pfiffi
Habe die Sendung gestern auch gesehen. Krasse Fälle, die wieder mal zeigen, wie sehr unser Rechtssystem hakt und wie Gottgleich die Richter schalten und walten können.
Wie denkst über die Berichterstattung zum Fall Darsow? Ich hätte nicht gedacht, dass der Hr. Strate generell anzweifeln will, dass am Tatort Bauschaum gefunden wurde!
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Re: Justizirrtümer

#42

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 24. Jun. 2015, 01:09

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/u ... 38158.html

Daraus:
Erst jetzt stellte sich heraus, dass die Staatsanwaltschaft sein Alibi unterschlagen hatte. Demnach führte Brown ein Telefonat, unmittelbar nachdem er im Fernsehen von dem Bankraub erfahren hatte. Alle Vorwürfe gegen Brown wurden inzwischen fallen gelassen.
Warum?

Warum?

Wenn ich entlastendes Material wider besseres Wissen zurück halte, dann weiß ich doch, dass ich ein Schweinehund bin. Beinahe hätte es wieder einen Jakubowski gegeben. Welcher Teufel reitet diese Leute? Ich wünsche Alfred Browne, dass er die hier fällige Millionenklage gewinnt. Und ich wünsche vor allem, dass der (die?), der (die?) dafür verantwortlich ist, eingelocht wird. Sowas fällt ganz einfach aus wegen iss nich.
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Re: Justizirrtümer

#43

Ungelesener Beitrag von AndreaManuela » Do, 25. Jun. 2015, 08:43

Ja, ich wünsch ihm auch, dass er die Klage gewinnt - und er damalige Staatsanwalt muss mitblechen.
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Re: Justizirrtümer

#44

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 25. Jun. 2015, 09:34

Die Amis und ihr unverwechselbares "Gefühl" für Freiheit, Recht und Demokratie!
Im Internet gibt es viele Alfred Dewayne Browns und nicht wenige haben gerade noch den Sprung vom "Blitz" oder der Liege geschafft. Aber statt den Mist wieder geradezurücken und die Irrtümer einzugestehen, wird so mancher von denen zu Lebenslänglich "begnadigt". Alfred Dewayne Brown kann sich unter diesen Umständen also glücklich schätzen. Mit oder ohne Abfindung, die ich ihm natürlich gönne!
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Re: Justizirrtümer

#45

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Mo, 16. Nov. 2015, 17:03

hi,
hierzu gab es eine Doku über 4 Stunden vor 2 Tagen auf VOX:
http://www.nowtv.de/vox/dokumentationen ... tiz/player

Hier geht es auch um die Fälle Witte, Toth, de Montgazon usw. ....

Weiß nicht, ob man die Sendung noch nachträglich ansehen kann???
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Re: Justizirrtümer

#46

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Nov. 2015, 18:39

@Jenny G.
Die habe ich gesehen. War eine gute Zusammenfassung der Fälle, von denen es im Internet einige Einzeldokumentationen gibt.

Wenn man sich aber vier Stunden lang das Thema Justizirrtümer reinzieht, glaubt an am Ende an gar nichts mehr. Zumindestens nicht mehr an unser Rechtssystem. Allerdings muss man auch sehen, dass in dieser Doku nicht alles so dargestellt wurde, wie es in der Wirklichkeit war.
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Re: Justizirrtümer

#47

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Mo, 16. Nov. 2015, 20:03

okay... ich bin in diesen Fällen nicht so drin. Etwas verwundert und irritiert hat mich die Spur des Täters von Ursula Hermann im dem Fall B. Toth??? Wie kam es dazu? Kann das irgendwie gar nicht nachvollziehen, da der Täter ja eh im Fall Hermann mittlerweilen gefaßt ist.

Und was war die Wirklichkeit? Kläre mich auf :wink:
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Re: Justizirrtümer

#48

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Nov. 2015, 21:56

@Jenny G.
Damit du dir deine eigene Meinung bilden kannst, müsstest du dich in die Fälle einlesen bzw. die Dokumentationen dazu ansehen und dann deren Darstellungen mit dieser 4-Stunden-Doku vergleichen. Wenn ich hier alles aufdröseln soll, würde ich mich tot schreiben :crying:

Was diese Spur in den Fällen Toth/ Hermann betrifft, so wurde damals gesagt, dass es sich um eine "Verunreinigung" durch die Ermittler bzw. Kriminaltechniker handeln soll. Tatsächlich wurde diese Spur aber nie richtig verfolgt und wie und unter welchen Umständen diese Verunreinigung stattgefunden haben soll, wurde auch nie geklärt.
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Re: Justizirrtümer

#49

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Di, 17. Nov. 2015, 20:01

@salva:
Danke Dir erstmal. Kann Dich verstehen. Aber einlesen hab ich jetzt grad keine Lust. Reicht ja, wenn ich alles SKs in und auswendig kenne :wink:

Trotzdem verstehe ich das mit der DNA vom Hermann-Fall nicht wirklich. Wie soll denn eine uralt-DNA plötzlich bei einem anderen Fall nach über 20 Jahren auftauchen??? Aber gut... vielleicht erfahren wir ja irgendwann noch mal des Rätsels Lösung.
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Re: Justizirrtümer

#50

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Fr, 13. Mai. 2016, 11:03

hierzu, grade zum Fall Hermann und Toth, gab es am Di. eine 37°-Sendung im ZDF:
Kann man in der Mediathek noch sehen wer mag:
http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag ... r-es-nicht!
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Eagle
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Re: Justizirrtümer

#51

Ungelesener Beitrag von Eagle » Sa, 6. Aug. 2016, 16:26

Zu Kachelmann:
OLG verkündet Urteil - Gericht legt Schmerzensgeld-Zahlung für Kachelmann fest

12.07.2016, 12:47 Uhr |
Springer muss Jörg Kachelmann 513.000 Euro Schmerzensgeld zahlen. 513.000 Euro inklusive Zinsen: So viel muss das Medienhaus Springer dem Wettermoderator Jörg Kachelmann an Schmerzensgeld zahlen. Diese Summe hat das Oberlandesgericht Köln (OLG) dem Meteorologen im Verfahren gegen Bild und Bild.de zugesprochen.
In seiner Pressemitteilung nennt das OLG eine Summe von 395.000 Euro. "Es kommen noch Nebenforderungen hinzu, wie Rechtsanwaltskosten und Zinsen", erklärt Dr. Ingo Werner vom OLG Köln auf Nachfrage von t-online.de. "Zu deren Höhe können wir keine Aussagen machen", so der Richter am OLG. Der Gesamtbetrag in Höhe von 513.000 Euro stamme aus der Kanzlei von Herrn Kachelmann.

Ursprünglich hatte das Landgericht Köln dem Wettermoderator in erster Instanz wegen der Berichterstattung des Medienhauses die Rekordsumme von 635.000 Euro zugesprochen. Kachelmann hatte 950.000 Euro Schmerzensgeld gefordert.
T-online

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