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Was ist Vivisektion?

Zergliederungen an lebenden Menschen und Tieren.
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Salva
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Was ist Vivisektion?

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Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 21. Aug. 2021, 16:54

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Bild: fineartamerica.com

Eine Vivisektion (als Bezeichnung für "Zergliederungen an lebenden Menschen und Tieren" von lateinisch: vivus "lebendig" und sectio "Schnitt") ist ein operativer Eingriff am lebenden Organismus (i.d.R. zu Forschungszwecken), d. h. am Tier wie auch am lebenden Menschen.

Vivisektion bei Menschen in der Medizingeschichte

Über den Sinn der Vivisektion am Menschen wurde schon in der Antike heftig diskutiert, wie der um 50 n. Chr. gestorbene römische Enzyklopädist Celsus (De medicina, prooemium 23–26. 40–44, 74) berichtet, wobei er auf die an der medizinischen Hochschule zu Alexandrien angeblich üblichen Vivisektionen von zum Tode Verurteilten Bezug nimmt. Wissenschaftsmethodische und ethische Argumente stehen bei den beiden Schulen der Theoretiker und der Empiriker gegenüber. Die Theoretiker sehen es für notwendig an, die Ursachen von Krankheiten zu kennen, und fordern dafür die mitunter nur durch Vivisektion zu gewinnende, präzise Kenntnis der inneren Organe ein. Dagegen wenden die Empiriker ein, dass sich bei der Vivisektion die inneren Organe veränderten und dadurch die Befunde nicht verwertbar seien; außerdem seien durch die Behandlung Kranker und durch Leichenöffnung die gewünschten Erkenntnisse zwar langsamer, dafür aber weitaus schonender und ohne Grausamkeiten zu gewinnen. In der medizinischen Praxis der Antike wurde die Vivisektion von Menschen nur in seltensten Fällen vorgenommen.

Im Nationalsozialismus wurden u. a. Vivisektionen ohne Narkose an KZ-Häftlingen durchgeführt. Vivisektionen an Tieren hingegen waren durch das Reichstierschutzgesetz streng verboten. Auch auf japanischer Seite wurden während des Zweiten Weltkriegs Vivisektionen an Menschen durchgeführt, insbesondere in enormem Ausmaß von der Einheit 731.

Vivisektion und Kriminalität

Der berühmteste und bis heute nicht eindeutig identifizierte Täter, der seine menschlichen Opfer bei lebendigem Leib u.a. ausweidete, war Jack the Ripper.
Ob Mörder, die ihre Opfer bis zum Tode vivisezieren, dies wirklich aus überwiegend medizinisch/wissenschaftlichen Gründen durchführen, kann und darf bezweifelt werden, denn die Grenzen zwischen Wissenschaft und sadistischer Folter- und Mordlust sind hierbei fließend. Es ist kaum anzunehmen, dass z.B. Drogenkartelle, die ihre jeweils gegnerischen Opfer auf unvorstellbar grausame Art und Weise zu Tode bringen, an Wissenschaft interessiert sind wie es beispielsweise die KZ-Ärzte gewesen sind. Dass bei solchen Taten aber eine gewisse anatomische Neugier mitspielen kann, ist jedoch bekannt.

Quelle: Wikipedia | watson
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