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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

Gelöste Fälle, erloschene Fahndungsaufrufe und Warnhinweise.
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sweetdevil31
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 9. Okt. 2017, 11:33

Öffentlichkeitsfahndung in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie der Herstellung und Verbreitung von Kinderpornographie im Darknet

09.10.2017 – 10:01
Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main - Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) - und das Bundeskriminalamt fahnden gemeinsam nach einem unbekannten Tatverdächtigen und dessen minderjährigen Tatopfer. Der unbekannte Beschuldigte steht im Verdacht, in dem Zeitraum von Oktober 2016 bis Juli 2017, ein etwa 4 bis 5 Jahre altes Kind mehrfach schwer sexuell missbraucht, Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs hergestellt und diese anschließend auf einer kinderpornographischen Plattform im sogenannten Darknet verbreitet zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt gehen davon aus, dass die Tathandlungen in Deutschland stattgefunden haben.

Die bisher erfolgten, aufwendigen Fahndungsmaßnahmen führten nicht zur Identifizierung des äußerst vorsichtig agierenden Tatverdächtigen. Von diesem liegen keine Bild- und Videoaufnahmen vor. Die Bild- und Videoaufnahmen des sexuellen Missbrauchs des betroffenen Kindes wurden erstmalig im Juli 2017 auf einer kinderpornographischen Plattform im sogenannten Darknet entdeckt. Da keine weiteren Ermittlungsmöglichkeiten bestehen, hat das Amtsgericht Gießen eine Öffentlichkeitsfahndung mit Bildaufnahmen des Opfers angeordnet.

Zu dem mutmaßlichen Opfer liegt folgende Beschreibung vor:

Geschlecht: weiblich
Alter: ca. 4 - 5 Jahre
Haare: blond bis dunkelblond, glatt, lang, gerader Pony
Gesicht: Rundes Kinn, Stupsnase, Augenfarbe vermutlich braun
Körperbau: schlank, gerade
Sprache: deutsch


Die Generalstaatsanwaltschaft und das Bundeskriminalamt fragen:

Wer kann Angaben zu dem Opfer machen?

Wer kann sonstige sachdienliche Hinweise geben?

Lichtbilder des mutmaßlichen Opfers können über den folgenden Link auf der Webseite des Bundeskriminalamtes abgerufen werden: http://www.bka.de/oeffentlichkeitsfahndung2

Hinweise können in begründeten Fällen vertraulich behandelt werden.

Hinweise bitte an das:

Bundeskriminalamt Wiesbaden

Tel. 0611-55-18444

Fax. 0611-55-45144

E-Mail: fahndung@bka.bund.de

oder jede andere Polizeidienststelle.

Es liegen Anhaltspunkte dafür vor, dass das Opfer auch weiterhin dem Zugriff des nicht identifizierten Tatverdächtigen ausgesetzt ist, sodass ein fortgesetzter sexueller Missbrauch des Kindes nicht auszuschließen ist.

Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main und das Bundeskriminalamt hoffen, mit Unterstützung der Öffentlichkeit das bisher unbekannte Opfer und den unbekannten Tatverdächtigen zu identifizieren sowie einen nicht auszuschließenden andauernden sexuellen Missbrauch beenden zu können.

Rückfragen bitte an:

Bundeskriminalamt
Pressestelle

Telefon: 0611-551 3083
Fax: 0611-551 2323
www.bka.de

oder

Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main
Pressestelle
Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk

Telefon 069 1367 - 2253
Telefax 069 1367 - 6997
E-Mail: presse@gsta.justiz.hessen.de
Presseportal
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt - Öffentlichkeitsfahndung

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Okt. 2017, 04:52

Mutmaßlicher Kinderschänder war mit Mutter des Kindes liiert

10.10.2017, 00:41
Der Kinderschänder, nach dem das Bundeskriminalamt mit den Bildern eines Mädchen gefahndet hat, wurde gefasst. Das teilte das Bundeskriminalamt am Abend mit. Auch das Opfer wurde befreit und identifiziert. Es gehe ihr den Umständen entsprechend gut.
Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT) bei der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt sagte gegenüber FOCUS Online, dass der Täter festgenommen wurde, machte aber noch keine Angaben, wo der mutmaßliche Täter gefasst wurde und woher der entscheidende Hinweis kam.

"Unser erstes Ziel war, den Beschuldigten so schnell wie möglich zu finden und festzunehmen, um weitere Taten zu verhindern. Dem Kind geht es dem Umständen entsprechend gut", so Ungefuk. Es werde nun psychologisch betreut, die weiteren Schritte würden mit den Eltern abgestimmt werden. Weitere Infos wollen die Ermittler am Dienstagmorgen bekanntgeben.

Nach Informationen der "Bild"-Zeitung wurde der Kinderschänder in Niedersachsen gefasst. Mutter, Tochter und Großeltern seien auf einer Polizeistation erschienen und hätten Anzeige erstattet. Es handle sich bei dem mutmaßlichen Täter um den Lebensgefährten der Mutter. Unter Berufung auf Oberstaatsanwalt Ungefuk berichtet "Bild" zudem, dass das Mädchen vier Jahre alt sei und Täter und Opfer beide die deutsche Staatsangehörigkeit hätten.

Täter veröffentlichte Bilder im Darknet

Mit Fotos des missbrauchten minderjährigen Opfers hatten Staatsanwaltschaft und Bundeskriminalamt (BKA) nach dem zunächst unbekannten Sexualstraftäter gefahndet. Bei dem Opfer handelte es sich nach Angaben des BKA um ein vier bis fünf Jahre altes Mädchen. Der Täter soll das Kind im Zeitraum von Oktober 2016 bis Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht, den Missbrauch gefilmt und auf einer Kinderporno-Plattform im sogenannten Darknet verbreitet haben.

Dass für die Fahndung Fotos des Opfers veröffentlicht wurden, ist ungewöhnlich. Oberstaatsanwalt Ungefuk hatte das wie folgt begründet: "Das ist die letzte Maßnahme, um den Täter zu identifizieren. Darauf greifen wir nur zurück, wenn alle anderen Möglichkeiten nicht zum Ziel geführt haben." Zudem sei Dringlichkeit geboten gewesen. "Wir gehen davon aus, dass das Kind weiter dem Zugriff des Täters ausgesetzt ist", sagte Ungefuk.
Focus
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 10. Okt. 2017, 16:00

Fahndungserfolg in Missbrauchsfall: 24-Jähriger festgenommen

10.10.2017, 15:14 Uhr
Wenige Stunden nach der aufsehenerregenden öffentlichen Fahndung mit Missbrauchsfotos eines kleinen Mädchens haben die Ermittler einen 24-Jährigen aus Niedersachsen unter dringendem Tatverdacht festgenommen.
Der Mann stamme aus dem persönlichen Umfeld des vierjährigen Kindes und sei "kein Unbekannter der Familie" gewesen, sagte der Sprecher der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität (ZIT), Oberstaatsanwalt Georg Ungefuk, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Nähere Angaben zu dem Festgenommenen aus dem Landkreis Wesermarsch wollen die Ermittler nicht machen. Die ZIT gehört zur Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.

Dem Mann wird vorgeworfen, das kleine Mädchen zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht zu haben. Der 24-Jährige soll Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs gemacht und diese anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet - einem abgeschirmten Bereich des Internets - verbreitet haben. Das Kind ist inzwischen wieder in elterlicher Obhut. Es soll ihm den Umständen entsprechend gut gehen.

In der Wohnung des Mannes seien Beweismittel sichergestellt worden, teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft mit. Details zu den Funden wurden nicht genannt. Der Beschuldigte sollte noch am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden. Das BKA hatte in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft den ungewöhnlichen Schritt, Fotos vom Opfer zu veröffentlichen, als letzte Maßnahme zur Identifizierung des Täters begründet.

Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung aufgrund der öffentlichen Fahndungsbilder konnte der 24-Jährige am Montagabend festgenommen werden. Durch einen Hinweis habe schließlich sowohl das kleine Mädchen als auch auch der mutmaßliche Täter identifiziert werden können, erklärten die Ermittler. Anschließend bat das Social-Media-Team des BKA darum, Bilder des Kindes, die während der Fahndung online geteilt wurden, aus Gründen des Opferschutzes nun zu löschen.
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

#4

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Di, 10. Okt. 2017, 17:39

Gute Arbeit von den Ermittlern. Hut ab. Und es war die richtige Entscheidung, eine Ausnahme zu machen und Bilder vom Opfer publik zu machen.
Ich hoffe, das Mädchen bekommt alle Hilfe und schafft es, die Dinge einigermaßen zu überwinden...
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#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 10. Okt. 2017, 20:41

Die «Bild»-Zeitung berichtet, es handele sich um einen guten Bekannten der Mutter des Kindes. Sie, das Kind und dessen Großeltern seien wenige Stunden nach Beginn der Öffentlichkeitsfahndung auf einer Polizeistation erschienen und hätten Anzeige erstattet.
e110

Es muss sogar ein sehr guter Bekannter der Mutter gewesen sein, wenn ihm das Kind anvertraut wurde. Es zeigt sich also auf's Neue, wer in Wirklichkeit die größte Gefahr für die Kinder darstellt.
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

#6

Ungelesener Beitrag von Jason Darkstone » Di, 10. Okt. 2017, 22:56

Salva hat geschrieben:Es muss sogar ein sehr guter Bekannter der Mutter gewesen sein, wenn ihm das Kind anvertraut wurde. Es zeigt sich also auf's Neue, wer in Wirklichkeit die größte Gefahr für die Kinder darstellt.
Oft ist es leider so :(
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#7

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 11. Okt. 2017, 05:12

24-Jährigem drohen 15 Jahre Haft

11.10.2017, 00:01
Wenige Stunden nach der aufsehenerregenden öffentlichen Fahndung mit Missbrauchsfotos eines kleinen Mädchens haben die Ermittler einen 24-Jährigen aus Niedersachsen unter dringendem Tatverdacht festgenommen.
(...)

Weiter berichtet die "Bild", dass die Mutter des Mädchens mit dem mutmaßlichen Kinderschänder ein weiteres Kind bekommen habe. Die beiden seien im Frühjahr 2016 Eltern eines Jungen geworden. Das Paar habe sich kennengelernt, als ihre Tochter noch ein kleines Baby gewesen sei.

Kind ist wieder in elterlicher Obhut


Der Tatverdächtige war zuvor nicht polizeilich oder aus der Kinderpornoszene bekannt. Die Auswertung der in seiner Wohnung sichergestellten Datenträger soll nun über die weiteren Ermittlungsschritte entscheiden.

In der Wohnung des Mannes seien Beweismittel sichergestellt worden, teilten das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft mit. Details zu den Funden wurden nicht genannt. Der Beschuldigte wurde am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt. Dieser habe Haftbefehl erlassen, der Mann sei auf dem Weg in die Untersuchungshaft, bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft am Abend.

Ermittlungsstrategie war außergewöhnlich

Das BKA hatte in Abstimmung mit der Generalstaatsanwaltschaft den ungewöhnlichen Schritt, Fotos vom Opfer zu veröffentlichen, als letzte Maßnahme zur Identifizierung des Täters begründet. Nach zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung aufgrund der öffentlichen Fahndungsbilder konnte der 24-Jährige am Montagabend festgenommen werden.

(...)
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Frankfurt/Main: Kind missbraucht und gefilmt l Tatverdächtiger gefasst

#8

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 12. Okt. 2017, 06:21

Ermittler sichteten Kinderpornos über 100 Mal, bevor sie nach Mädchen fahndeten

11.10.2017, 21:32
BKA-Chef Holger Münch hat die öffentliche Fahndung mit Missbrauchsfotos eines kleinen Mädchens verteidigt.
Dieses Mittel werde nur eingesetzt, wenn alle anderen Fahndungsmöglichkeiten nicht zum Erfolg führten, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA) am Mittwoch im ZDF-"Morgenmagazin". Im Fall des vierjährigen Mädchens sei das vorliegende Videomaterial über Hundert Mal gesichtet worden.

Nachdem es keine weiteren Ansatzpunkte mehr gegeben habe und eine Schulfahndung wegen des geringen Alters des Opfers nicht infrage gekommen sei, sei am Ende nur die öffentliche Fahndung als letztes Mittel übrig geblieben. Es müsse aber immer von Fall zu Fall entschieden werden.

Verdächtiger innerhalb von sechs Stunden identifiziert


Innerhalb kürzester Zeit seien so eine Million Menschen erreicht und der Täter innerhalb von sechs Stunden identifiziert worden, erklärte Münch. "Das sind die guten Seiten der neuen Welt von Social Media." Gegen den 24-jährigen Beschuldigten aus Niedersachsen wurde mittlerweile Haftbefehl erlassen. Der Mann stammt nach Angaben der Ermittler aus dem persönlichen Umfeld des Opfers. Bei der Verhaftung wurden auch Datenträger beschlagnahmt.

„Nord24“ berichtet, dass am Mittwochnachmittag 40 Beamte der Bereitschaftspolizei in Brake an einer großen Suchaktion nach weiteren Beweismitteln beteiligt waren. Drei Taucher durchsuchten einen kleinen Teich in der Wohngegend. Ob weitere Beweismittel gefunden wurden und wonach konkret gesucht wurde, erklärten die Ermittler auf Nachfrage der Zeitung nicht.

Videos im Darknet

Dem Mann wird vorgeworfen, das kleine Mädchen zwischen Oktober 2016 und Juli 2017 mehrfach schwer sexuell missbraucht zu haben. Der 24-Jährige, der mit der Mutter des Mädchens liiert gewesen sein soll, soll Aufnahmen des sexuellen Missbrauchs gemacht und diese anschließend auf einer kinderpornografischen Plattform im sogenannten Darknet - einem abgeschirmten Bereich des Internets - verbreitet haben. Das Kind ist inzwischen wieder in elterlicher Obhut. Es soll ihm den Umständen entsprechend gut gehen.

Die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt wollte sich am Mittwoch nicht dazu äußern, ob der Mann bereits zu den Vorwürfen Stellung genommen hat. Die Beweislage sei aber auch ohne die Angaben und die vollständige Auswertung des sichergestellten Materials für einen Haftbefehl ausreichend gewesen, sagte der Sprecher der Ermittlungsbehörde, Oberstaatsanwalt Alexander Badle. Der Haftbefehl sei wegen Flucht-, aber auch wegen Wiederholungsgefahr erlassen worden. Unterdessen gab die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt den Fall an die Staatsanwaltschaft in Hannover ab.

Münch: 8000 Fälle zu den Akten gelegt


BKA-Chef Münch schränkte jedoch ein, dass es immer mehr Ermittlungshürden gebe. Eine der größten Hürden sei, dass bei Bildmaterial die Täter zuerst über die IP-Adresse identifiziert werden müssten. "Aber wir haben immer noch keine funktionierende Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Das heißt, über 8000 Fälle alleine im letzten Jahr haben wir an die Seite legen müssen, weil wir keinen Ansatz hatten, bei kinderpornografischem Material weiter zu ermitteln."
Focus



Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.
Nach jedem Bankräuber wird, falls vorhanden, mit einem Foto öffentlich gefahndet, warum muss sich hier der BKA-Chef für sein Handeln erklären?
Natürlich mag es um den Schutz der Kinder gehen, aber mit einem schnellen Erfolg wird ihnen doch viel Leid erspart.
Solche Monster sollten alle auf diese Art und Weise gesucht werden.
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#9

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Do, 12. Okt. 2017, 09:13

@sweetdevil31

So ist es..seit 2010 oder noch länger geht das Theater mit der Datenvorratsspeicherung.
Josef Wilfling, der Ex von der Kripo München schrieb mal in seinem Buch..sinngemäss..die Menschen sollten mal darüber nachdenken anstelle mit ihren Kindern auf die Strasse zu gehen und für die freiheit im netz zu kämpfen.

Ich denke dieser ganze Pool von Menschen..sei es bei der Piratenpartei oder dem chaos computerclub..da wird nur für die Freiheit gekämpft und alles andere ausgeblendet.
Ich hab damals im Falle Mirco die ganze Bandbreite , wie zum Beispiel von diesem Udo Vetter, dem Anwalt aus Düsseldorf mitverfolgt und es erschüttert einen wie das abgeht..er hatte blogs im netz..es war einfach nur absolut schlimm.

Von daher sind die Ermittler gut beraten wenn sie sich erklären..du verstehst?
In Sachen Missbrauch gab es immer eine Propaganda über die Medien, sodaß irgendwann mehr die Tätersicht zur Geltung kam und die Opfer auf der Strecke blieben..
Denken wir übern Teich und schauen uns False memories an..eine Organisation von Eltern gegründet die gegen die Vorwürfe ihrer Kinder machtvoll vorgegangen sind.
In der blinden gesellschaft aber wird dieser Begriff "aufgeschnappt"..man stöbert in den Erklärungen und denkt..ja klar..es gibt falsche Erinnerungen.
Stimmt so aber nicht..es gibt immer nur Fehler im Detail!

Beispiel wäre:
Ein "flash" beispielsweise kann dem Opfer währenddessen das Gesicht des Vaters zeigen..was aber noch lange nicht heisst... die Gefühlserinnerungen die es gerade durchmacht stimmen mit dem gleichzeitig erscheintem Bild des Vaters Gesicht überein, welches auf der Festplatte im hirn gespeichert war.

Es gibt ebent beides..die risse auf der festplatte die einem traumatisierten Opfer Bilder bescheren, welche niemals mehr zu löschen sind und daneben die Gefühle, welche im Bauch (Sitz des narritiven Gedächtnisses) gespeichert sind und die sich tatsächlich auflösen lassen bis dahin..man kann am ende den Schmerz und die pein nur noch "entfernt" spüren bzw..garnichtmehr.
Vorraussetzun ist natürlich dass man durchgeht..klar..

Hier Markus Lanz..die Sendung von gestern:
https://www.zdf.de/gesellschaft/markus- ... 7-100.html
Hab das nur mit einem ohr verfolgt..die Dame die da sprach war guuut!
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#10

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 12. Okt. 2017, 11:09

Vielen Dank für den Link @Lastlove

Frau von Weiler hat Recht, diese Täter haben kein Unrechtsbewusstsein, sondern sie bemitleiden sich selbst, erwischt worden zu sein.

Jedes 4-5 Mädchen und jeder 7-9 Junge... in jeder Schulklasse mind. zwei betroffene Kinder, die Zahlen mögen nicht neu sein, aber mir machen sie gerade eine Gänsehaut bis hin zum Erbrechen.

Markus Lanz: "Wie verkommen sind wir eigentlich als Gesellschaft, das solche Dinge passieren?"

Gute Frage...aber noch wichtiger wäre, was kann man dagegen tun?!
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#11

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Do, 12. Okt. 2017, 20:05

@Lastlove

Jeden Tag gehen mehrere hundert Hinweise an die deutschen Behörden von den staaten.
Die Ermittler stehen dem machtlos gegenüber..

Also die alte Leier..mehr Personal.

Hinweise entschlüsseln können in Schulen und Kitas durch ausgebildetes Personal an das sich die Lehrkräfte wenden können..

Und nicht zuletzt..den Vorgarten seines Nachbarn begutachten.

Zitat von Natascha Kampusch:

"Diese Gesellschaft braucht Täter wie Wolfgang Priklopil, um dem Bösen, das in ihr wohnt, ein Gesicht zu geben und es von sich selbst abzuspalten. Diese Gesellschaft benötigt die Bilder von Kellerverliesen, um nicht auf die vielen Wohnungen und Vorgärten sehen zu müssen, in denen die Gewalt ihr spießiges, bürgerliches Antlitz zeigt. Sie benutzt die Opfer spektakulärer Fälle wie mich, um sich der Verantwortung für die vielen namenlosen Opfer der alltäglichen Verbrechen zu entledigen, denen man nicht hilft – selbst wenn sie um Hilfe bitten."
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Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 16. Okt. 2017, 18:27

Tatverdächtiger gesteht Missbrauch einer Vierjährigen

16.10.2017 18:08 Uhr
Eine Öffentlichkeitsfahndung mit Fotos des vierjährigen Opfers führte Ermittler zum Tatverdächtigen. Nun hat der Mann nach Angaben seines Pflichtverteidigers die Übergriffe auf das Kind zugegeben.
Ein 24-Jähriger hat eingestanden, die vierjährige Tochter seiner Lebensgefährtin sexuell missbraucht zu haben. Das teilte Anwalt Torsten Rückoldt, der Pflichtverteidiger des Mannes, in einer Presseerklärung mit.

"Dem Betroffenen ist bewusst, dass er über das Opfer, dessen Familie, seine Partnerschaft und seine Angehörigen großes Leid gebracht hat, für das er sich verantwortlich fühlt", heißt es darin. Deshalb wolle er mit den Ermittlern zusammenarbeiten. So wolle er dabei helfen, dass das Mädchen nicht als Zeugin befragt werden müsse. Ein Geständnis und Kooperationsbereitschaft mit der Staatsanwaltschaft könnte sich strafmildernd auswirken.

Rückoldt teilte zudem mit, sein Mandant wolle sich in der Untersuchungshaft und in der Strafhaft in Therapie und Behandlung begeben. Als Zeichen der Kooperation wertet Rückoldt auch, dass eine Beweissuche der Polizei in der Weser auf Angaben des 24-Jährigen basiert habe.

In einem Punkt widerspricht der Mann den Vorwürfen allerdings: Er will keine Bilder im Internet hochgeladen haben. Er habe vielmehr Fotos und Videos gemacht und an einen Dritten weitergeleitet. Dieser habe die Aufnahmen dann gegen den Willen des 24-Jährigen veröffentlicht.

(...)
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