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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

Ungeklärte Fälle im Focus.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 26. Jun. 2016, 16:23

Bild
Christin Malchow, † 36. Foto: Screenshot aus Aktenzeichen XY vom 15.11.2007

Am 18. Juli 2007 holte die 36-jährige Krankenschwester Christin Malchow ihren damals fünfjähriger Sohn Lucas mit dem Fahrrad vom Kindergarten ab. Die beiden fuhren am Rande eines Waldstücks, als sie am hellichten Tag von einem Unbekannten überfallen wurden. Die Frau wurde durch Schläge mit einem Ast so schwer verletzt, dass sie am folgenden Tag starb. Ihr Sohn überlebte mit schweren Verletzungen.

Mit viel Aufwand ermittelte die Polizei, bildete die Sonderkommission „Christin“ und führte Massen-DNA-Tests durch. 6500 Männer, die in der Umgebung des Tatorts leben, mussten ihre Speichelprobe abgeben. Insgesamt wurden 725 Hinweise aus der Bevölkerung von der Polizei bearbeitet, alle Ergebnislos. Der Mord an Christin Malchow bleibt bis heute ungesühnt.

SVZ


24.06.2010 - Pressemeldung der Polizei - Tötungsverbrechen im Landkreis Bad Doberan

Die Polizei bittet weiterhin um Ihre Mithilfe bei der Suche nach dem Täter zum Mord an der 36-jährigen Christin M. und zum versuchten Mord an dem 5-jährigen Lucas M. am Mittwoch, dem 18. Juli 2007.

Auf einem Waldweg zwischen Biendorf und Körchow (Landkreis Bad Doberan) schlug der Täter mit massiver Gewalt auf beide Personen ein und ließ sie schwer verletzt liegen. Die junge Frau verstarb kurz darauf an ihren schweren Kopfverletzungen. Ihr Sohn überlebte und ist wieder vollständig genesen.

Der Mord konnte trotz intensiver Ermittlungen bisher nicht geklärt werden.
Bild nicht mehr vorhandenDer Täter. Foto: LKA Mecklenburg-Vorpommern
Personenbeschreibung des Täter:

- 20- bis 35-jähriger schlanker Mann
- mit dunklen, schulterlangen Haaren
- zur Tatzeit trug er schwarze
- führte einen blauen Rucksack und ein dunkles Fahrrad mit sich
- die schulterlangen Haare trug er offen oder zu einem Zopf zusammen

► Wer kennt Personen, die dem Phantombild ähnlich sehen, zur Tatzeit in der Nähe oder in der Umgebung des Tatortes aufhältig waren oder ihren Urlaub dort verbracht haben?

► Wer hat am Tattag Beobachtungen gemacht und sich der Polizei noch nicht oder nicht vollständig mitgeteilt?

► Wer kannte Christin M. oder Personen aus ihrem Umfeld und ist bisher noch nicht von der Polizei befragt worden?

► Wer hat bestimmte Personen in Verdacht? Auffällig könnte z. B. sein, dass jemand sein Äußeres (z. B. Haare) oder sein Verhalten geändert hat, sich verdächtig geäußert hat oder ohne Grund sein gewöhnliches Lebensumfeld verlassen hat (unerklärlicher Wegzug oder -gang).

Die Staatsanwaltschaft Rostock und die Soko "Christin" richten diesen Aufruf insbesondere an Urlauber und Feriengäste, die zur Tatzeit in der Umgebung von Kröpelin, Neubukow, Rerik und Kühlungsborn ihren Urlaub verbrachten.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft Rostock eine Belohnung in Höhe von 5000,- €* ausgesetzt.

Sachdienliche Informationen sind zu richten an die Polizeidirektion Rostock unter der Telefonnummer 0381 652 224 oder per Email kpi-rostock(aet)polmv.de.

LKA Mecklenburg-Vorpommern


Aktenzeichen XY vom 15.11.2007, ab 11:58
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Zuletzt geändert von Salva am So, 24. Jun. 2018, 17:57, insgesamt 1-mal geändert.



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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#2

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 17. Aug. 2018, 22:28

Der "unbekannte" Täter
Da wird der Chef mir bestimmt wieder auf's Dach steigen, aber... Es tut mir echt Leid, doch andere Quellen sind schlicht und einfach nicht mehr auszumachen. Daher und der Tatsache geschuldet, das der Fall auch als Film vorliegt?!
Ich verweise auf die Seite der offiziellen "Aktenzeichen XY ungelöst"-Community:

(Kripo Rostock) Mordfall Christin Malchow

Denn hier befindet sich noch ein recht brauchbarer Bericht/Artikel zu dem Fall. Der Bericht, so ist es zu vernehmen, wurde so, aus der damaligen, aktuellen "Ostsee-Zeitung" übernommen. Das Ganze ist auch sach-und fachgerecht verlinkt, jedoch ein Schuss in den Offline-Ofen. Sprich, der Link ist nicht mehr abrufbar. Da mag man nun, zu Recht, geteilter Meinung sein aufgrund der Authentizität des Ganzen. Doch denke ich, das der Artikel durchaus einmal so in der Ostsee-Zeitung zu finden war. Schließlich steht der Autor ebenfalls noch dabei.

Das mich derlei Info-Verschwinden in solchen, bestimmten Fällen nicht verwundern, habe ich schon öfter mal geschrieben.
Nicht ein einziges, vernünftiges Foto von Christin M.im Netz zu finden. Keine alten chat-Verläufe. Keine Christin M., bei den ungeklärten Morden im "fatzebuch". Kein Statement von Freunden, Bekannten und Verwandten, einfach...nix! Wir schreiben immerhin das Jahr 2007!
Das ist dann für mich schon der erste, eindeutige Hinweis, in eine bestimmte Richtung. Mal ehrlich, das ist ja nun auch nicht der erste Mordfall, der sich so gestaltet. Es ist halt schon verdammt auffällig, mit solcher Unauffälligkeit. Weil man es doch förmlich riechen kann, wie bemüht hier eine christin malchow aus dem Netz gehalten wird/wurde.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#3

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 18. Aug. 2018, 00:05

Der "mögliche" Tatort

Bild

Das ist natürlich pure Spekulation, meinerseits. Weil man sich damit so bedeckt hält.
In dem Artikel allerdings, heißt es:

"Da wird einem wirklich mulmig: ...kommt ein Fahrradfahrer den einsamen Waldweg zwischen Körchow und Biendorf entlang."

Somit ist anzunehmen, das Christin, diese Strecke am Tag des Überfalls gefahren sein wird. Sie holte Ihren 5 jährigen Sohn aus dem Kindergarten in Biendorf ab.
Die rot markierte Strecke, scheint mir die schlüssigste oder logischste Stelle für einen solchen Angriff.
Die Strecke führt ohne Umwege von Nord (Biendorf) nach Süd (Körchow). Das Waldstück liegt wirklich genau in der Mitte. Es existieren 3 Waldstücke, zwischen den Ortschaften. Es wäre ziemlich "neutral", so zu sagen.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#4

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 18. Aug. 2018, 20:30

Ein Artikel voller Ungereimtheiten

Also, ich habe mit dem Text der "Ostsee-Zeitung" so meine liebe Mühe. Der ist auch wieder einmal alles andere, als leicht zu verstehen. Ich bin ja wirklich nicht der Hellste, aber so etwas verschwurbeltes und umständlich Geschriebenes?!
Da wird ein Zeuge beschrieben, der sich durch diese merkwürdige Schreibweise ja geradezu aufdrängt, als... Weiter will ich nicht schreiben, sonst bekomme ich Ärger mit "Salva". Dabei habe ich eigentlich jemand ganz Anderen auf dem Schirm. Es ist nur diesem Schwurbel-Text geschuldet, der Einen so stutzig machen lässt.
Der gesamte Inhalt der Auffindesituation hat so eine frappierende Ähnlichkeit mit dem Fall der kleinen "Martina Schmitt" aus Obertheres, 1971. Denn auch im damaligen Bericht wird ein (junger) Mann beschrieben, der "zufällig" mit seinem Moped am Auffindeort vorbeifährt.
Ich werde mal versuchen den Bericht etwas einzuordnen, oder aufzudröseln, wie man so schön sagt.
Zunächst, werde ich absolut nicht mehr schlau aus dem Datum des Artikels. Dem "xy-Forum" ist das Jahr "2010" zu entnehmen.
Nach einem kurzen Interview mit einer "Kühlungsbornerin", die namentlich nicht genannt werden möchte, aber wohl noch intensive Grabpflege an Christins Grab betreibt. "3" Jahre nach dem Mord, wohl gemerkt! Das alleine, finde ich schon ziemlich beachtlich. Das sich eine (fremde!) Person "3" Jahre später noch um das Grab einer (Unbekannten!) kümmert.
Nun gut, nehmen wir also mal an, der Text wurde ganze 3 Jahre später verfasst. Dann beginnt es nach besagtem Kurzinterview mit der einheimischen Grabpflegerin schon echt komisch zu werden, gelinde gesagt.

Zitat:
"Da wird einem wirklich mulmig: Zufällig kommt auch gestern ein Fahrradfahrer den einsamen Waldweg zwischen Körchow und Biendorf entlang. Er hält auch noch einen dicken Ast in der linken Hand. Es ist R.S., der das Holz „zum Basteln“ aus dem Wald geholt hat."

Damit ich das Ganze richtig verstehe (denn eigentlich tue ich das nicht!). Bei allem nötigen Respekt, aber das lässt mich schon ein wenig ungläubig und kopfschüttelnd weiter lesen.
Der Reporter beschreibt demnach, wie er sich 3 Jahre später an besagten Abschnitt des schrecklichen Überfalls auf Mutter und Kind aus dem Jahre 2007, befindet/aufhält. Er berichtet also vom "vermeintlichen" Tatort. Und "zufällig" radelt unserem investigativen Reporter der Mann entgegen, der vor 3 Jahren den 5 jährigen Sohn des Opfers entdeckte?! Mit einer identischen "Tatwaffe" in der Hand?! Zum "Basteln", wird berichtet. Donnerwetter!
Mal abgesehen von der Frage nach den Bastel-Utensilien, die man damit kreiert, erscheint es mir, als wären die Menschen in dieser Gegend sehr vertraut/geübt im "Umgang" mit solch holzartigen Geäst.

Hm, es tut mir wirklich leid, aber da musste ich mich erst einmal hinsetzen. Wenn ich das mal zusammen fassen dürfte, dann hätten wir folgende Situation:
  • der "vermutliche Tatort"
  • der damalige Auffinder/direkte einzige Zeuge
  • eine, mehr oder weniger, identische Tatwaffe
Dann lassen wir das mal unter "unglücklich" geschrieben, oder blöder Zufall so stehen. Es wird berichtet, wie der heute 34 jährige Zeuge den am Kopf blutenden Jungen findet. Er wäre damals "31" gewesen, folglich nicht mehr ganz so jung.

Zitat:
"Ich kam mit dem Moped vorbei und da saß er hier in der Hocke zusammengekauert. Hinter mir soll der Täter gewesen sein, hat die Polizei später gesagt. Da stand so einer mit einem Fahrrad und blauem Rucksack auf dem Acker und hat sich komisch verhalten."

Wie sich später herausstellt, hatte der Junge schwerste Kopfverletzungen. Nur der Helm des Kleinen, verhinderte wohl seinen sicheren Tot.
Da fragt man sich dann schon, ob Beziehungstat (die polizeilich abgestritten wird!), ob versuchter Raubmord, Zufallstäter, wie auch immer. Was für ein "Mann", aus welchen Gründen auch immer, "was" für ein Mann, schlägt & prügelt derart hasserfüllt auf einen "5" jährigen Jungen ein. Der mit Relationship, Fick-Vögelei oder Geld/Unterhalt-Zahlungen mal absolut und überhaupt "nichts" zu schaffen hat. Da fällt mir nix mehr ein. Ich bin wahrlich kein Menschenfreund, aber was für eine abscheuliche Ekeltat eines schwer gestörten Mannes, "möchtegern"-Mannes!

Allein schon dieser Off-Topic Ausrutscher meinerseits, zeigt doch im Grunde eine "Beziehungstat". Ich meine, come on. Der Typ, war doch so etwas von hasserfüllt auf seine Opfer. Wie kann man allen Ernstes daran zweifeln, das sich Täter und Opfer nicht kannten?! Schon klar. Vielleicht, wollte der Täter keine Zeugen.
Aber diese Tatwaffe. Ein Ast! War der stinknormal, gerade aufgehoben?! Das würde wider auf eine spontane Tat deuten. Allerdings muss das schon ein ziemlich griffiger Knüppel gewesen sein. Also, der Tat dienlich. Schlagfreundlich, Marke Baseballschläger. Es fällt mir schwer zu glauben, das ausgerechnet so ein "Ast" dann griffbereit da rum liegt.

Der Rostocker Soko-Chef in diesem Fall, gab in schon erwähnter TV-Sendung am 15. November 2007 bekannt, dass ein sexueller Hintergrund bei der Tat im Wald vor Körchow "nicht ausgeschlossen" werden könne.

What?! Mit Verlaub, aber solch einen Aspekt hätte man doch wohl als erstes feststellen/- und oder ausschließen können?! "Wie" man so etwas feststellt, sollte klar sein.
Obendrein, welcher "Sexualstraftäter" überfällt denn eine Mutter mit Kind?! Dann müsste Er ja, um an sein Ziel zu kommen, zunächst mal den Nachwuchs "ausschalten". Offensichtlich konzentrierte sich der Angreifer aber zunächst nur auf die Frau/Mutter. Schließlich, war der Junge noch bei Bewusstsein.

"Wir haben keinerlei Anhaltspunkte, dass es eine Beziehungstat war." So, der Oberstaatsanwalt.

Genau! Mal abgesehen von einem sehr speziellen Tatort, einer offensichtlichen Info über den Aufenthalt & Tagesablauf der beiden Opfer und einer ziemlich persönlichen Attacke inklusive Tatwaffe?!

Was soll denn diese vehemente Negation des Offensichtlichen?! Also, Entschuldigung, aber sind die beiden zuständigen Personen wirklich davon überzeugt?! Da frage ich mich schon (einmal mehr!), "was" denn bitte schön hier abgeht?
Wo ist denn mal ein "Fall-Analytiker", wenn man einen braucht? Das würde mich wirklich mal in brennendster Weise interessieren. Was so ein Profi zu dem Fall hier analysieren würde?!
Wenn so ein "Profiler" dann keinen persönlichen Bezug zum Opfer/beiden Opfern erkennen will, lese ich nie mehr im Leben etwas über irgend einen Mordfall und ziehe freiwillig in ein Kloster (aber ein Kloster mit guter Brauerei!).

Andererseits gibt eine Polizeisprecherin wiederum bekannt:
„Der Verdacht, dass der Täter einen Bezug zur Region hat, besteht nach wie vor.“

Der "Verdacht" auf "Bezug" zur Region. Das kann doch wirklich nur ein Witz sein?! Schauen wir uns nochmal die Karte an. Im Nordwesten (Links oben) der Kindergarten "Biendorf". Im Südosten (Rechts unten) das Ziel/Heim. In der Mitte "Körchow". Im Waldgebiet, zwischen B.und K.der Tatort.
Es gibt hierzu keine Zeitangaben. Ein Mittwoch nach Kindergartenschluss. Gehen wir mal von ca. 13.00 Uhr, als Tatzeit aus.
Das sich hier ein Vergewaltiger oder aber ein Zufallstäter auf die Lauer gelegt haben soll, zu dieser Zeit an diesem Ort, ist doch fast schon auszuschließen. Ich meine, "wie" wahrscheinlich wäre das?

Weiter im Text. Man will es nicht für Möglich halten, aber es folgt leider schon der nächste "Klops", wenn mir die Bemerkung gestattet ist.
Zitat:
"Die Polizei ging damals wegen der guten Fluchtmöglichkeiten von einem bewusst ausgewählten Ort des Verbrechens aus."
Ja, was denn nun?! "Bewusst ausgewählt" = würde ich gleichsetzen, mit: vorher bekannt/erörtert ausgekundschaftet/ festgelegt, sprich:geplant - Weiter gedacht, wäre dann nicht auch eine persönliche Beziehung sehr naheliegend?!
Andererseits frage ich mich, wo denn die Polizei hier die "guten Fluchtmöglichkeiten" zu erkennen glaubt?! Der "vermeintliche" Tatort ist, unschwer zu erkennen, ein Waldweg?! Drum herum befindet sich auch ein eben solcher. Sollte man nicht gewillt sein, durch das Unterholz und anschließend über Wiesen und Felder flüchten zu wollen, so gibt es im Großen und Ganzen genau "2" Möglichkeiten einer Flucht. Nämlich "Vor" und "zurück", möchte ich mal anmerken. Ganz zu Schweigen von der Möglichkeit einer Autobahn.
Weiter unten im Süden, hinter Sandhagen wäre die B 105 zu erreichen. Aber auch dieses Unterfangen wäre nur mit mehreren Abbiegungen zu bewältigen.

Der Junge soll aber, und das ist bis jetzt das beste und positivste, was ich der Recherche entnehmen konnte, vollständig genesen und gesund sein. Allerdings wundert es mich, das Er als kauernd und in der Hocke "sitzend" beschrieben wird. Die normale menschliche Reaktion, würde eher auf ein Liegen, oder vor Schmerzen schreiend (sich windend!) zumindest in embryonaler Position vermuten lassen. Dann wäre es aber auch wieder fragwürdiger, das man Ihn durch zufälliges vorbei Fahren hätte ausfindig machen können. Kurz gesagt, steckt dieser Knirps den schweren Angriff besser weg, als W.Klitschko seinen letzten Kampf gegen Anthony Joshua.
Die untypische Reaktion des Jungen muss der Schockwirkung des Erlebten geschuldet sein.

Ein fremder Kerl mit "blauem Rucksack" und Fahrrad verhält sich komisch, wird beschrieben. Ein markanter, blauer Rucksack, nehme ich an. Für einen besseren Wiedererkennungswert des Täters, nehme ich dann ebenfalls an.
Man kann daraus natürlich schlussfolgern, es könnte sich um den Täter gehandelt haben, der durch das laute Moped-Geräusch und dem näher kommen des Zeugen am Ausführen seiner Tat gehindert wurde. Und wäre der Artikel nicht so dermaßen beknackt formuliert, hätte ich nicht den geringsten Zweifel an dieser Version. Zumal ich den Täter ja, wie gesagt, im Grunde in einer anderen, konventionellen "Richtung" vermute/vermutete.

Zitat:
"Hinter mir, der Täter. Hat die Polizei gesagt. Der soll das auf dem Phantombild sein. Wer den aber so gesehen hat, weiß ich nicht. Der Polizist? Jedenfalls war der Fahrradfahrer dann plötzlich weg“, erinnert sich R.S.

Dann würde ich das so interpretieren, das die Polizei den fremden Radfahrer als Täter bekannt gibt. Es wird daraufhin ein Phantombild erstellt, mit einer Person die überhaupt Niemand gesehen haben will?! Unser Zeuge jedenfalls, hat kein Gesicht erkannt. Von einem weiteren Zeugen, wird nicht berichtet. Er hat ja nicht einmal eine Person am Tatort direkt/unmittelbar erkennen können. Nein, Stopp! Das ist so wiederum auch nicht richtig.
Es gibt noch einen weiteren Artikel zu dem Fall. Im "axy-Forum" wird der auch verlinkt, und lässt sich im Gegensatz zum Text der "Ostsee-Zeitung" auch Heute noch problemlos aufrufen.

Zitat:
"Hunderte Hinweise kamen aus der Bevölkerung, aus diesen Hinweisen wurde ein vages Phantombild erstellt." – Quelle: https://www.svz.de/17287881 ©2018

Ein "vages" Phantombild dem zu Folge, so so. Eigentlich genau so "vage", wie die einzigen beiden Berichte zu dem Fall. Von denen ja die Hälfte aus dem Netz genommen wurde. Dann darf die Frage erlaubt sein, wie man ohne weiteren direkten Zeugen ein solches Bild erstellen konnte. Wahrscheinlich kommt uns hier wieder der blaue Rucksack zu Gute. Jemand sah am Bahnhof einen Fahrradfahrer mit einem blauen Rucksack.

Doch mit der folgenden Passage, bin ich dann richtig aus dem Tritt gebracht. Ich denke, das kann ich locker noch 800 Mal lesen. Ich verstehe es einfach nicht.

Zitat:
"Jedenfalls war der Fahrradfahrer dann plötzlich weg“, erinnert sich R.S. an den Polizeieinsatz vom 18. Juli. Er habe auch das Damenfahrrad von Christin M. an einem Baum neben dem Waldweg hängen sehen. „Dann meinte ein Polizist: ,keinen Schritt weiter‘. Da bin ich auch froh drüber, mir reichte schon der Anblick des Jungen."

Wenn ich mir den vermurksten Artikel weiterhin zusammen reimen muss, würde ich den Break zwischen dem Fahrradfahrer, der plötzlich weg ist und dem Datum des 18.Juli mal als Pause zwischen der Auffindesituation und einer Rückkehr zum Tatort in Begleitung von verständigten Polizeibeamten deuten.
Wir bekommen ein Zeitfenster, auf das mit keiner Silbe mehr eingegangen wird. Hat der Zeuge versucht dem Jungen erste Hilfe zu leisten? Hat er den Jungen dann alleine dort sitzen/liegen lassen und die Polizei geholt?
Auf dem Moped, wird er das Kind doch wohl nicht transportiert haben?! Das wäre bei inneren Verletzungen, grob fahrlässig. Aber hätte er den Kleinen alleine gelassen, bei dem Verletzungsbild und einem komischen Fremden am Horizont?!
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#5

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 19. Aug. 2018, 07:32

Ein Artikel verschwindet

Auch wenn dieser ungeklärte Mordfall ein wenig mehr Lesestoff bietet, im Vergleich zu anderen Fällen jüngeren Datums, so wollen die kreisenden Fragezeichen auch bei x-facher Betrachtung einfach nicht verschwinden. Im Gegenteil.

Nimmt man sich dennoch erneut des Offline-gestellten Artikels der "Ostsee-Zeitung" an, es bleibt Einem auch nichts anderes übrig, so darf man sich weiterer Verwirrung versichert sein.

Wir folgen dem Artikel also nach dem nicht erklärten, merkwürdigen Zeit/Dimensionssprung bis zu dem Punkt, an dem unser Auffinde-Held samt polizeilicher Verstärkung den Tatort begeht.

Ne, Moment! Auch wenn mir dann vom Chef her Ärger droht. Ich will es mal ganz direkt ausdrücken. Im "Ufo-Forum" ist der Fall natürlich auch gelistet. Und hüben, wie drüben, steht man zwecks Recherche-Mangel vor dem selben Problem. Will sagen, der Fall ist mit ganzen, stattlichen "2" Seiten in "4" Jahren eine traurige, digitale Diskussions-Leiche.

Aber...

Der Moderator dieses kargen Pantomimen-Threads, der haut in seiner Einleitung die ein oder andere Sache raus, die Er eigentlich nur durch persönliche Erfahrung in dem Fall gemacht haben kann.
Huch, "Er" ist im Übrigen eine "Sie", sehe ich gerade. Egal!
Wie dem auch sei, sind die folgenden Informationen keinesfalls gesichert sondern nur meinerseits abgelesen. Wie man damit allerdings ohne irgendwelche Quellenangaben einen Thread eröffnen kann, erschließt sich mir nicht ganz?! Wo diese "Mods" sich doch bei jedem Furz aufspielen und einem Ihr großes Geschlechtsteil präsentieren müssen?! Oder meint Die den dusseligen Film?!
Ach, so! Die zitiert aus dem Film.

Ha! Man möge mir bitte verzeihen, da ich mir derlei Hirnverblödung nicht auch noch antue. Ich halte es da ausschließlich mit dem Lesen. Tja, hätte ich in diesem Fall mal anders machen sollen. Der Film lässt sich selbstverständlich, und wer hätte das gedacht, schon längst nicht mehr abrufen.

Leider beziehen viele User ihre Infos einzig und alleine aus dieser TV-Show.

Jedenfalls wird im Intro/-also im Film erwähnt, das die 36-jährige Krankenschwester Christin M. über ein paar "freie Tage" verfügt. Hm, durchaus interessant!
Weiter heißt es im Film: "Sie nimmt eine Abkürzung mit ihm durch ein einsames Waldgebiet."
Das allerdings, ist dann schon wieder völliger Nonsens und entspricht nicht der Wahrheit. Ob das Waldgebiet nun "einsam" sein mag, darüber lässt sich gewiss streiten. Vermutlich. Aber eine "Abkürzung", ist der Waldweg mit Sicherheit nicht.
Es handelt sich präzise gesagt um den "one & only" Weg, zwischen den Orten Biendorf & Körchow. Im Gegenteil, man könnte den Weg aus Biendorf in direkter östlicher Richtung durch einen Umweg höchstens verlängern, durch noch viel mehr "einsames" Waldgebiet.
Warum ist dann aber im Film von einer "Abkürzung" die Rede?! Ist doch Quatsch!

Puh, doch damit nicht genug! Ich hätte mir eventuell doch mal ausnahmsweise diesen Film ansehen sollen. Ich bitte wirklich um Verzeihung, aber die darauf folgende Information ist dann echt totales Neuland für mich. Das steht auch so mit keinem Wort in den einzigen beiden Berichten.
Vor Allem aber... Man fast es ja nicht! Also dieser Punkt, der hätte aber mal so etwas von in den merkwürdigen "Ostsee-Zeitungs-Artikel" gehört?! Und wenn der auch noch so seltsam geschrieben wurde!
Denn offensichtlich wird hier etwas zu unserem bereits festgestellten Zeit/Dimensionssprung erklärt.
Soll heißen, das merkwürdige Zeitfenster unseres Auffinde-Zeugen wird erläutert. Gemeint ist die Zeitspanne, zwischen dem erstmaligen Entdecken des Jungen und der späteren Rückkehr mit staatsbediensteter Verstärkung. Unglaublich!

Aber weiter im Text/-Film.
Kurz darauf wird ihr Sohn schwer verletzt gefunden. Die Mutter scheint verschwunden (und jetzt kommt's!). Vater und Sohn, die Ihn gefunden haben, nehmen ihn mit, weil sie kein Handy dabei haben, und ihm nur so helfen können.

Vater und Sohn?! WtF?! Wie belieben?!
Das sich die Filmchen nicht immer mit anderen Verlautbarungen decken, ist mir ja bekannt. Aber solche Widersprüche?!
Ich will mit den beiden Handy-losen Mecklenburger-Outlaws so weit erst mal gar nicht weiter auf die sehr unglaubwürdige "kein Telefon-dabei-Story" eingehen. Aber, wie bitte?!
Vater und Sohn?! Wir haben damit also "2" Auffinde-Personen?!
So muss ich mir ein weiteres Mal, erst mal eine Sitzgelegenheit in meiner unmittelbaren Umgebung besorgen.
2 Personen jedenfalls, die den Jungen gefunden haben. Es erfolgt dann eine gewisse Handlungs- Befürchtung, die ich mit schaudern schon einmal erwähnte. Man nimmt den Jungen mit?!
Oh, man!
Nun, gut. Es wird sicherlich nur wenige Menschen geben, die medizinisch geschult sind. Es existieren auch heutzutage immer noch/nur wenige Ersthelfer. Wir haben es hier doch aber mit zwei Männern zu tun, die über eine gewisse Lebenserfahrung verfügen müssten?! Bei aller Fairness.
Also, einen blutenden kleinen Jungen, auch sitzend, mit offensichtlicher Kopfverletzung noch durch die Gegend zu tragen?! Ist, gelinde gesagt, erschreckend dämlich.

Im "allmy"- Forum erfolgt dann die übliche Prozedur. Von den Hausfrauen-Empathie Beileidsbekundungen, über die Yeti-Sichtung bis zum obligatorischen Organ-Handel-Mafia Verdacht.
Nein, sorry! Kleine Überspitzung.

Wenn diese Vater & Sohn/2-Personen Auffindestory allerdings so stimmen sollte, frage ich mich ernsthaft, "was" die Beiden sich nur dabei gedacht haben?!
Dann hätte, selbst bei 2 Handy-Muffeln, ein Mann beim Jungen bleiben können, während der andere Mann Hilfe holt.
Ich möchte/muss doch mal etwas zur Kein-Handy-Story los werden.
In just dieser Gegend, im Meck-Pom Gebiet, habe ich in gewisser Weise Wurzeln. Man kann sagen, ich bin ein halber "Ossi". Ein "Wossi", wenn mir der Flachwitz dann auch noch gestattet ist?! Auch mein Arbeitsalltag beschert mir mehr Umgang mit "Östlern", als dem Standard-"Wessi". Kurzum, einen ostdeutschen Kollegen/ Verwandten oder Bekannten, gleich welchen Alters, der nicht sein (neustes!) Mobil-Telefon dabei hat, den möge man mir bitte zeigen.
Einen solchen, kenne ich schlicht nicht. Der wäre mir aber direkt, auf Anhieb und ganz besonders dolle sympathisch, keine Frage.

Die damalige Erklärung, lautete:

Zitat:
„Ich habe nun auch mein Telefon mit. Das hatte ich damals nicht, weil es so eine Hitze war. Ich hatte nur eine kurze Hose an. Es ist ein komisches Gefühl. Aber die Polizei war ja jetzt wieder hier“, sagt R.S. noch."


Wenn wir uns auch dieser Aussage intensiver widmen, und ein wenig analysieren. Dann habe ich mit den ersten drei Sätzen, auch ganze drei Entschuldigungen zur Hand. So leid es mir tut.

  • "Ich habe nun auch mein Telefon mit."
Ach?! Für den sehr wahrscheinlichen Fall, das hier wieder eine Frau mit Kind tödlich überfallen wird?!
Sehr weise und vorbeugend gedacht. Die erste Entschuldigung.
  • "Das hatte ich damals nicht, weil es so eine Hitze war."
Eine astreine Temperatur-Entschuldigung. Zu heiß = kein Handy. Kennt man, völlig normal. Schon oft gehört. Womit wir die zweite Entschuldigung hätten.
  • "Ich hatte nur eine kurze Hose an."
Die Dresscode-Entschuldigung. Fast schon ein Klassiker. Wo soll man sich das Ding auch hin stecken,
in einer kurzen Hose?! Zum Finale also, die dritte Entschuldigung.

Mit dieser kleinen Auflistung, schrammen wir haarscharf an einer Comedy-Nummer vorbei. In der Tat. Was für ein hanebüchener Schwachsinn.
Es wirkt völlig deplatziert, weil "überflüssig". Als ob man im Nachhinein noch etwas erreichen wollte.
Wie mir scheint, scheiterte dieser Versuch aber auch an der geistigen Derangiertheit gewisser Personen.
"Was" hat sich der damalige Reporter/Journalist der "Ostsee-Zeitung" beim Verfassen seines Spätwerkes bitte dabei gedacht?! "Was" wollte er damit bezwecken?!
Falls er den Zeugen damit in ein helleres Licht rücken wollte, man hat bald den Eindruck, beinhaltet der Text doch 1/3 des Zeugen. Dann ist dieser Versuch aber gründlich nach Hinten los gegangen.
Oder war genau dies die Absicht des Verfassers? Wollte er diskreditieren. Irgend Jemand war vom Geschriebenen ebenfalls nicht überzeugt, so viel ist sicher.

Im Übrigen bekomme ich die 2-Personen Geschichte nicht mal ansatzweise mit dem Ex-Zeitungsartikel in Einklang. Einen Aktenzeichen-Film aus dem Netz zu nehmen ist nichts Besonderes. Ein ehemaliger, öffentlicher Zeitungs-Artikel jedoch?! Das ist, aus meiner Sicht jedenfalls, schon wieder eine ganz andere Nummer.
Der Link = "404-Error"!
Das Internet vergisst nicht, sagt man. Stimmt auch. Glück für uns, in diesem Fall.
Man hat hier einen offiziellen Zeitungs-Artikel, definitiv, aus dem Netz genommen. D.h., man hat es zumindest versucht. Wie wir jedoch feststellen können, ist der Text über keinen allzu großen Umweg noch gut lesbar. Der Text, samt seinem damaligen Verfasser.
Auch, wenn wir es nur mit einem Lokal-Blatt zu tun haben. Die Frage lautet trotzdem, warum? Warum ist man in einem ungeklärten Mordfall am Verschwinden eines Zeitungs-Berichts interessiert?
Der Journalist, wird doch nicht alles erstunken und erlogen haben?!
Im Hinblick, auf die schon erwähnten Widersprüche, eine zugegebener Maßen "fast" rhetorische Frage.
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Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 19. Aug. 2018, 10:48

Ein Artikel verschwindet, doch der Film bleibt bei Allcrime
Da brat mir doch einer nen'Lachs! Warum habe ich nicht ganz einfach "mal" versucht den Film hier auf dieser Plattform anzuklicken?! Z.B."Salvas" Link, da oben!
Der läuft! Eine Sau-Quali aber der läuft! (selten peinlich!)

Ich bin ja kein Freund dieser Filmchen. Das sind schlicht und ergreifend gescriptete Staatsanwalts-Videos.

Ouh, man!
Da bleibt mir echt die Spucke weg! "Warum?"..."Warum?", um alles in der Welt, ist/ oder war der Bericht in der "Ostsee-Zeitung" dann damals bitte so grauenhaft bis höchst bescheuert formuliert?!
Dann macht das Ganze ja nun überhaupt keinen Sinn. Mit dieser Film-Geschichte, wäre doch alles in harmonischen Bahnen zu finden.
Dann wäre eine Löschung des Artikels doch noch viel weniger angebracht?! Wozu?!

Zunächst fällt mir auf.. Mal abgesehen von dem Stuss mit der Abkürzung...Vielleicht bilde ich mir das auch nur ein?!
Im Grunde, also so würde ich das sehen...Es werden den Zuschauern doch irgendwie "2" Verdächtige angeboten, oder wie ist das zu verstehen?! Ich kann mich auch täuschen.

Da wird dann aber endlich, sollte es denn so stimmen, die Vater & Sohn Geschichte verständlich. Der Sohn ist also ein "Sohnemann", ein paar Jahre älter nur, als der Sohn des Opfers. Vater fährt das Moped, und "tatsächlich", besetzt der Junior den Sozius.
Mit dem Sohn, an seiner Seite, gäbe es doch nicht den geringsten Grund den Auffinde-Zeugen, auch nur ansatzweise irgendwie "merkwürdig" zu finden?! Sollte man meinen.
Doch zu meiner Verwunderung stelle ich fest. Also unser Auffinde-Held wird im Film eindeutig als "sonderbar" dargestellt. Marke, hat etwas zu verbergen. Warum auch immer?! Der begleitende Junior ist doch das goldene Alibi. Da gibt es doch keinen Zweifel?!
Auch das Phantombild wird erklärt.
Es gab tagsüber, am Tattag einen verdächtigen Fahrradfahrer. Einen Radfahrer, der dort nicht so richtig hin gehörte und von mehreren Personen gesehen wurde. Nun, ja. Viele Touristen dort. In wie weit würde sich da Einer "verdächtig" machen, wenn Er nicht gerade randaliert?! Geschenkt!

Dieser Fall, lässt wahrlich grübeln. Ein wenig hat sich der Nebel ja auch gelichtet. Einen Durchblick, erkenne ich dennoch nicht.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#7

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 19. Aug. 2018, 17:07

Ein kreativer Engpass und zu wenig Schlaf, verhindern eine weitere Überschrift.

Es ist soweit. Ich sichtete einen Akte-XY Film. Und mache genau das, was ich anderen Usern vorwerfe. Ich erstelle steile Thesen, deren einzige Aspekte auf gescriptete Filmchen mit Laiendarstellern fußen. Prost!

Doch wollen wir mal kein Trübsal blasen.
Denn zwei Dinge im Film, die mir zu einer neuen/oder besser gesagt, einer "anderen" Sichtweise verhalfen. Erkenntnisgewinn, durch Rudi Cerne?!
Soweit, will ich dann doch nicht gehen.
  • Zufallstäter
  • Angriff auf den Jungen
Mit Chefermittler "P.Ernst" sind Wort-Kalauereien, jeglicher Art, natürlich Tür und Tor geöffnet. Machen wa'nicht. Ist nicht unser Humor. Dafür ist die Sache auch viel zu...umständlich?!

Ich denke aber, ich weiß jetzt, was es mit der blödsinnigen Abkürzung auf sich hat. Und warum diese im Film explizit mehrmals erwähnt wird. Ist doch eigentlich ziemlich logisch.

Die Polizei-Hypothese. Na, klar! Die Hypothese der Ermittler ist in Stein gemeißelt. Die wird weder hinterfragt, noch angezweifelt oder gar kritisiert. Wie unsere Polizei nun mal so arbeitet. Die Polizei-Hypothese ist Murphys-Law. Sie ist oberstes Gesetz. Da gibt es nichts dran zu rütteln. Punkt.
Genau deshalb, besteht man so vehement auf diese Abkürzung, die Christin an diesem Tag gefahren sein soll.
Sie untermauert schlicht und einfach die Hypothese der Polizei eines "Zufallstäters". Und verdrängt damit selbstverständlich die Annahme auf eine, wie auch immer gesehene, "Beziehungstat".
Denn was würde denn eine spontan, entschiedene "Abkürzung" implizieren?
Richtig! Eine gerade beschlossene Abkürzung, da kann ja kein Täter der Welt mit rechnen. Ergo, kann sich da auch gar Niemand auf die Lauer gelegt haben, weil spontane Entscheidung.
Dann war folglich nix geplant, ausbaldowert oder gar "gewusst". Womit man dann meilenweit entfernt ist, von einem persönlichen Bezug zum Opfer.

Genau damit, ob man es glaubt oder nicht. Genau mit dieser These vom "Zufallstäter", stellt sich Chefermittler P.E. vor die TV-Kameras und behauptet felsenfest, die Polizei geht in diesem Fall von einer ungeplanten Tat und besagten Zufallstäter aus.
Mit der ebenfalls schon einmal erwähnten "Möglichkeit" eines Sexualverbrechens?! Mit diesem Sexualverbrechen, hatte man wohl so seine liebe Mühe?! Da man ja nicht im Stande war, es als solches auch eindeutig festzustellen. So weit, so gut.

Nun hat die Sache aber einen kleinen, nicht gerade unbedeutenden, Haken. Ja, es gibt immer einen Haken! Ein Haken in Form einer Karte.
Denn während der Chefermittler der Zuschauernation die Mär vom Zufallstäter kredenzen will, hauen die ungelogen, eine Tatort-Karte raus und damit auf den Schirm. Kein Witz!
Während nun unser Hauptkommissar sein bestes gibt, ist für jeden halbwegs Interessierten klar ersichtlich, das es da nur einen, einzigen Weg gibt. Man sieht den Kindergarten, danach das Waldstück und den Tatort. Den Tatort in Gestalt des absolut, einzigen Weges dort.

Wie kann man denn, bei diesem speziellen Tatort, mit offensichtlichen Infos des Täters über Christins Tagesverlauf, Nachmittags, zu dieser Uhrzeit, mit dieser ungewöhnlichen Tatwaffe und einem daraus resultierenden sehr persönlichen Angriff, alle Bedenken und Zweifel weg wischen und von einem "Zufallstäter" schwadronieren, Herr Gott nochmal?!
Nur damit die Ermittler-Hypothese keinen Kratzer erhält! Hmpf! So was stures!

Es geht ja noch weiter. Hatte man sich spätestens mit der Karte noch nicht genug selber in's Knie geschossen, so folgt der Kopfschuss nur kurz danach.
Denn der Chefermittler will eindeutig den ominösen Fahrradfahrer, als Täter wissen. Dieser Radfahrer soll aber vorher schon Leuten aufgefallen sein. Und weiter, Er soll sich mind.1 Stunde im
Örtchen Körchow aufgehalten haben. Dann kann man doch aber wirklich nicht mehr das Hohelied vom "Zufallstäter" singen?! Der plante es doch. Vor aller Leute Augen.
Nicht so der Chefermittler. Der bleibt stur/steif bei seiner These. Uff!

Der Junge. Stimmt, da war ja noch was!

Es stellt sich heraus, das der 5-jährige Sohn gar nicht so heftig verletzt wurde, wie das nun einmal so dargestellt wurde. Und nicht etwa in dem Film, der Rudi Carrell gibt das im Studio bekannt. Nach "4" Wochen war der Kleine angeblich schon wieder im Kindergarten.
Teilweise bekomme ich den Eindruck, als könnte oder besser, wollte man gar nicht genau sagen, ob denn der Sohn überhaupt attackiert wurde. Das der Junge "ziemlich" unbeeindruckt die Schläge eines Knüppels weg steckte, hatte ich ebenfalls schon mal geschrieben. Dann diese sitzende Hocke?! Das ist doch eine typische Haltung, eines jungen Halbstarken, der sich mit dem Rad überschlägt, wenn ich mal weit in die Kindheit zurück blicke?! Könnte es sein das der Junge gar nicht angegriffen wurde, und Er lediglich vom Fahrrad geschleudert wurde?
Hält man sich auch mit diesem Punkt so bedeckt, und lässt lieber eine Version im Umlauf, die davon ausgeht es wurde auch auf den Jungen eingeschlagen?!
Denn wäre der Junge verschont worden, und nur die Frau angegriffen worden...Dann müsste man von einem gezielten und damit geplanten Angriff, einzig und alleine auf Christin M. ausgehen.
Man könnte doch gar nicht mehr anders argumentieren.
Jedoch, verlautet die bisherige Version, bis zum heutigen Tag, der Täter knüppelte auf Mutter & Kind ein. Und damit bleibt es nicht ersichtlich und "mysteriös". Doch am Allerwichtigsten, es bleibt in der Polizei-Hypothese.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#8

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 19. Aug. 2018, 17:26

@PommesAgnum
Im Internetarchiv WaybackArchive steht noch der Fahnungsaufruf der Landespolizei Mecklenburg-Vorpommern vom 24.06.2010. Auf den aktuellen Seiten konnte ich über die Suchfunktion nichts mehr zum Fall finden.

Zu dieser angeblichen DNS-Spur, die europaweit immer wieder aufgetaucht sein soll, kann ich ebenfalls nichts finden und ich glaube auch ohne weitere Quellenangaben nicht, dass es diese Spur gab. Sehr wahrscheinlich hat sich der Autor des Allmy-Beitrags geirrt bzw. aus den bekannten Artikeln zum Fall Christin M., speziell die Meldungen über den DNS-Massentest, einfach nur falsch interpretiert. Ich kann mir zudem nicht vorstellen, dass, wenn diese DNS-Spur in verschiedenen europäischen Ländern aufgetaucht wäre, niemand außer der Ostsee-Zeitung darüber berichtet hätte.

Christin M. hatte ja zwei Kinder + einen Ehemann und ich wundere mich immer wieder auch in anderen Fällen, wenn sich die Angehörigen und Hinterbliebenen nicht mehr oder erst gar nicht öffentlich über ihren Fall bzw. über ihre/n Liebste/n äußern. Oder wenigstens Fotos ins Netz stellen, worauf die Opfer auch klar zu erkennen sind. Immerhin geht es doch darum, einen Mörder zu finden und die allermeisten Menschen trifft man am besten auf der emotionalen Ebene und dazu gehört auch zum. ein ansprechendes Foto. Das ist jedenfalls meine Meinung.

Ansonsten gibt es naturgemäß noch so manche Frage in diesem Fall. U.a. das Motiv:

Sollte Fr. Malchow vergewaltigt werden? Wenn ja, was hielt den Täter davon ab? Wo war ihr Sohn zu diesem Zeitpunkt?
Als er gefunden wurde, befand er sich bereits apathisch und traumatisiert am Weg, aber wieder bei Bewusstsein. Dass sich der Täter von diesem Mopedfahrer von seiner Tat abhalten ließ, glaube ich nicht. Der Fundort von Frau Malchow war doch vom Weg aus nicht einsehbar. Wenn die Darstellungen im Aktenzeichen XY-Film zutreffend sind. Wenn der Sohn also bei seiner Mutter und bewusstlos gewesen wäre, dann wäre der Mopedfahrer einfach vorbeigefahren und hätte von den Ereignissen nichts bemerkt und der Täter hätte keinen Grund gehabt, den Tatort (fluchtartig) zu verlassen. Da die Polizei nicht sicher weiß, ob es sich um eine sexuell motivierte Tat handelte, würde ich ausschließen, dass es entsprechende Merkmale oder Hinweise dazu an der Leiche von Fr. Malchow gab. Interessant wäre zu wissen, woraus die DNS gewonnen wurde. Handelte es sich um Sperma? Oder Speichel? Schweiß kommt bei der Hitze damals erst recht in Betracht.

Ein Raubüberfall? Wenn ja, was wurde denn entwendet? Warum die Mutter, der Sohn und die beiden Fahrräder dann in den Wald verbracht wurden, was von einem Einzeltäter in einem Zug unmöglich zu bewerkstelligen wäre, darüber lässt sich bekanntlich streiten.

Im XY-Film antwortet der Junge im Krankenhaus auf die Frage der Psychologin, was der Mann gemacht hat: "Der hat Mama geärgert" (bei 20:33 Minuten). Damals hatte der Junge noch Erinnerungslücken, nach vier Wochen ging er bereits wieder in den Kindergarten und ist glücklicherweise wieder vollständig genesen. Konnte er diese Erinnerungslücken wenigstens teilweise schließen und weitere Auskünfte zum Tatablauf geben? Dazu konnte ich leider nichts finden. Jedenfalls hört sich seine Aussage nach einer verbalen Auseinandersetzung an. Eigentlich sollte man glauben, dass sich ein Täter, der mit einem Knüppel bewaffnet vor einer Frau steht, wohl kaum auf einen verbalen Schlagabtausch einlässt und wenn doch, dann stellt sich die Frage nach dem warum. Was wollte er denn? Oder gab es eine Auseinandersetzung und der Typ griff dann nach dem Ast und schlug die Beiden nieder? Kann es also auch sein, dass Frau Malchow ihren Mörder kannte und sich die Beiden mehr oder weniger zufällig trafen? Ich denke schon. Als Krankenschwester im Universitätskrankenhaus Rostock lernte sie mit Sicherheit viele Leute kennen und die Polzei kann nicht alle Männer testen lassen. Tatsache ist, dass ein eventueller Sexualstraftäter in der Regel ein Vor- und auch ein entsprechendes Nachleben hat. Will heißen, der tut sowas nicht nur einmal.
Tragisch bzw. ein fataler Zufall, dass Christin Malchow gerade während ihrer freien Tage ermordet wurde.

Was das Phantombild betrifft, das anhand diverser Zeugenaussagen erstellt worden sein soll:
Das erinnert mich stark an den Fall Tristan Brübach. Der Zopfmann konnte trotz detaillierter Beschreibungen einiger Zeugen bis heute nicht identifiziert werden. Angeblich.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#9

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 19. Aug. 2018, 17:44

@PommesAgnum
Während du gepostet hast, war ich noch am schreiben :)

Mal zu der Auffindesituation des Jungen: Ich habe schon Videos gesehen, da wurden Menschen bei lebendigem Leib verbrannt oder erschlagen und die starben tätsächlich auch im Sitzen. Das hat also nichts zu bedeuten bzw. sagt nicht zwingend etwas über die Schwere der Verletzungen aus. Der Mopedfahrer sagte damals:
[...] mir reichte schon der Anblick des Jungen. Er hatte Glück, dass er einen Fahrradhelm aufhatte. Der war ja hinten kaputtgehauen und aufgeplatzt. Hinten am Kopf blutete der Junge. Er stand total unter Schock — war nicht ansprechbar.
Quelle: XY-Forum

Auch ich zweifle an der Version "Zufallstat". Mir passt anhand der verfügbaren Informationen einiges nicht ins Bild, das diese Theorie bekräftigen würde. Ausschließen würde ich die aber nicht. Die Gleichung der Ermittler kann eine ganz banale sein:
Ergebnisloser Massentest = fremder Täter
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#10

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 26. Aug. 2018, 07:01

Die üblichen Verdächtigen eines überschaubaren Täterkreises

Es ist mir völlig unverständlich, wie eine DNA-Spur keinen Treffer erbringen konnte?!
Andererseits auch wiederum nicht. Denn ein Täter aus dem direkten Umfeld, kann ja wohl kaum damit überführt werden. Man kann aber davon ausgehen, das etwaige Alibis gründlich gecheckt wurden.

Doch speziell der Mordfall "Elisabeth Schmidt" zeigt mir, das man mit gewissen Beziehungen sehr wohl in der Lage ist, sich Alibis anderweitig zu beschaffen.

Ein völlig fremder Täter, und da muss ich mich korrigieren, wäre für mich nur dann nicht ausgeschlossen, wenn Er vorher instruiert oder gebrieft wurde. D.h., Er kannte die Zielperson sowie den Ort & die Zeit, in der sich das Opfer dort aufhielt. Damit wäre dies, ziemlich unverkennbar, ein Auftragsmord gewesen. Gegen die Auftragsmordtheorie spricht aber irgendwie die Tatwaffe.

Salva schrieb:

"Der Fundort von Frau Malchow war doch vom Weg aus nicht einsehbar. Wenn der Sohn also bei seiner Mutter und bewusstlos gewesen wäre, dann wäre der Mopedfahrer einfach vorbeigefahren..."

Ein sehr interessanter Punkt. Ich muss gestehen, das ich mich noch gar nicht weiter/eingehender mit der Auffindesituation beschäftigt habe. Hatte man den Jungen absichtlich dort hingesetzt/platziert? Sollte Er gefunden/gesehen werden?
Frau Malchow muss definitiv mehr in Richtung Unterholz, also abseits des Weges, gelegen haben. Jedoch all zu weit kann das nun auch wieder nicht gewesen sein?! Scheinbar waren die Fahrräder nicht zu sehen. Überhaupt, waren es nun "2" Fahrräder? Der Film vermittelt es so. Dann will mir aber absolut und überhaupt nicht einleuchten, wie die beiden Auffindezeugen die verletzte Frau und 2 Fahrräder nicht sehen/bemerken konnten?!

Dazu, möchte ich dann nochmal auf den Ex-Zeitungsbericht der "Ostsee-Zeitung" zurück kommen. Überhaupt, wird der Auffindezeuge im Film als aufgeweckter, hübscher, smarter Jung-Daddy dargestellt. Jedoch mit merkwürdiger/seltsamer Note, während Er sich im Artikel, nun ja, man möge mir verzeihen, als ein wenig plump/einfältig heraus liest.
Es handelt sich jedenfalls um einen 31-jährigen Vater mit seinem (geschätzten!) 10 oder 11-jährigen Sohn. Beide fahren mit einem Moped Richtung Biendorf. Am Straßenrand des nun bekannten Waldweges, entdecken Sie den verletzten Jungen.
Ach, wo habe ich nur meinen Kopf?! Der Link führt ja zu nix. Wurde doch entfernt!

Zitat:
"Er stand total unter Schock — war nicht ansprechbar. Ich wusste ja, dass er mit seiner Mutter hier durchgefahren war, weil Christin auf der Hinfahrt nach Biendorf noch mit mir und meiner Frau gesprochen hatte."

Demnach, kannte und duzte Er das Opfer nicht nur, Er wusste eigentlich auch von Ihrem Verbleib. Dann stelle ich mir nochmals die Frage, "Wie" konnte man das Opfer und "2" Fahrräder nicht auffinden/sehen?!
Klar, jetzt kann man argumentieren, es war wichtig dem Jungen zu Helfen. Jedoch deutete doch nichts auf ein Verbrechen hin. Es sah doch eher aus, wie ein Unfall?! Hätte man nicht, und wenn es nur eine kurze Minute gewesen wäre, den Auffindeort mal nach der Mutter absuchen können/müssen?!
Der Junior war doch alt genug?! Hinzu kommt halt noch, das Der auch kein Mobil-Telefon mit sich führte. 2007, 31 Jahre = kein Handy dabei. Gut, darauf bin ich ja schon eingegangen. Aber ein 10/11-jähriger, der sein Handy nicht dabei hat?! Nun, ja.
Das erscheint mir schon äußerst merkwürdig. By the way, hätte ich zu gerne gewusst, wo denn die Beiden eigentlich hin wollten, ohne Ihre Handys?! Für den Kindergarten, war der Junior zu alt.
Mit "Kröpelin", oder gar "Rostock", spielt sich nämlich genau in östlicher/entgegengesetzter Richtung, so ziemlich alles von Interesse ab.

Salva schrieb:

Im XY-Film antwortet der Junge im Krankenhaus auf die Frage der Psychologin, was der Mann gemacht hat: "Der hat Mama geärgert."


Tatsächlich! Das muss ich ebenfalls völlig überhört haben.
Und so, habe ich mir das Filmchen nochmals angeschaut. Puh! Bei aller Liebe, aber für Jeden, Der sich nur halbwegs gerne und häufiger Film/oder Serienkost genehmigt, sind die Darstellungen echte Qualen.

Jedenfalls wird erklärt, Filmzitat:

"Der Junge ist trotz der Traumatisierung, in seinen Äußerungen überraschend klar. Frage der Psychologin: "...und was hat der Mann gemacht?" Antwort: "Der hat Mama geärgert."


Es wird dann erklärt, das "Das" der Polizei nicht wirklich weiter helfen konnte. What?! Ich denke, man will hier nichts erkennen, verträgt es sich doch nicht, wie schon erwähnt, mit der Ermittler- Hypothese.
Weil, also Entschuldigung, aber diese Aussage des Jungen lässt sich doch sehr wohl auf eine verbale Auseinandersetzung deuten, wie "Salva" sehr richtig schrieb. Ein Streit.
Tja, nun. Kannte Fr.Malchow Ihren Täter? Oder schrie Sie Ihn an, weil Der sofort gewalttätig wurde?
Knüppelte der Angreifer sofort los? Und brachte später erst die Fahrräder und Frau M.in's Unterholz?
Dazu wurde auch im Interview aus der "Ostsee-Zeitung" mit der Kühlungsborner Grabpflegerin kurz erwähnt,

Zitat:
"Einen Tag, nachdem ein Unbekannter sie „vom Fahrrad gehauen hat“, wie es die Kühlungsbornerin sagt."

War das von der Dame nur so daher gesagt? Oder wusste Sie da mehr?

Das würde für mich dann eher nach einem Auflauern/Abfangen klingen. Hat Fr.Malchow Ihren Angreifer angeschrien, und hat der Kleine dieses als "Mama geärgert" wahr genommen? Sehr interessant, wäre auch die Sprache, die bei dem "Konflikt" zum Ausdruck kam. Ich nehme an der Junge spricht beide Sprachen. Danach wird doch die Psychologin auch gefragt haben?!
Kannte der Junge den Täter?
Könnte man einen "5"-jährigen vielleicht so beeinflussen, das Der nichts bei der Polizei aussagt? Oder würde der Junge gar eine Person schützen? So, nach dem Motto: "Du kommst in ein Heim, wenn Du mehr erzählst."

Unterm Strich, bleibt da eigentlich nicht viel. War es ein Verflossener oder ein Stalker?
Dann wäre Dieser aber über den Kindergarten, den Weg und die Uhrzeit bestens informiert gewesen.
Sonst wären da für mich nur die 2 Männer, die einem ja auch im Film ziemlich offensichtlich unter die Nase gerieben werden.
Oder es war ein beauftragter Angreifer, der Fr.Malchow eine Abreibung erteilen, oder aber doch Ihr Leben nehmen sollte. Was wiederum bedeuten würde, "einer" der beiden "Männer" hätte diesen Auftrag erteilt. "Wer", dürfte dann ebenfalls ersichtlich sein.
Jedoch mit dieser Tatwaffe?!
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 26. Aug. 2018, 12:24

@PommesAgnum
PommesAgnum hat geschrieben:Es ist mir völlig unverständlich, wie eine DNA-Spur keinen Treffer erbringen konnte?!
Andererseits auch wiederum nicht. Denn ein Täter aus dem direkten Umfeld, kann ja wohl kaum damit überführt werden. Man kann aber davon ausgehen, das etwaige Alibis gründlich gecheckt wurden.
Das "direkte Umfeld" ist in der Regel der Familien-, Verwandten-, Bekannten- und Freundeskreis. Da Frau Malchow einen Job hatte, kämen im Rahmen ihrer Arbeit als Krankenschwester natürlich auch die Kollegen infrage. Es gibt in diesem Fall aber auch noch einen Kreis von Menschen von dem ich mir nicht sicher, inwieweit der überprüfbar gewesen wäre: die Patienten, die von Frau Malchow betreut wurden. Und wenn ich das ganze weiterspinne, kommen auch die Besucher dieser Patienten infrage. Es ist also quasi unmöglich, alle diese Menschen zu erfassen und zu testen. Meiner Meinung nach. Ein schicksalhafter Zufall ist jedenfalls, dass Frau Malchow während ihrer freien Tage ermordet wurde. Das kann tatsächlich Zufall gewesen sein, muss aber nicht. Dass Frau Malchow frei hatte, wussten jedenfalls auch ihre Kollegen und Patienten und dann auch deren Besucher.
PommesAgnum hat geschrieben:Ein völlig fremder Täter, und da muss ich mich korrigieren, wäre für mich nur dann nicht ausgeschlossen, wenn Er vorher instruiert oder gebrieft wurde. D.h., Er kannte die Zielperson sowie den Ort & die Zeit, in der sich das Opfer dort aufhielt. Damit wäre dies, ziemlich unverkennbar, ein Auftragsmord gewesen. Gegen die Auftragsmordtheorie spricht aber irgendwie die Tatwaffe.
Wie gesagt, auszuschließen ist ein Zufallstäter auf keinen Fall. Das zeigen alleine schon die Mordfälle der jüngsten Vergangenheit. Zur falschen Zeit am falschen Ort und schon passiert's.

Zur Auffindesituation bzw. möglichen Tathergang:
Eine Theorie könnte sein, dass der Radfahrer auf dem Phantombild auf diesen Weg Frau Malchow und ihren Sohn begegnete. Vielleicht provozierte er einen Unfall, um die Beiden zum stoppen zu zwingen. Darauf kam es zu einer verbalen Auseinandersetzung ("Der hat Mama geärgert."), in deren Verlauf der Typ zu einem Ast griff und seine Opfer niederschlug. Dann schaffte er sie ins Unterholz, holte die Fahrräder - auch sein eigenes - und wollte Frau Malchow vergewaltigen. Vielleicht kam der bis dato bewusstlose Sohn wieder zu sich und dem Täter überfiel Reue. Oder er konnte nicht mehr. Er schaffte den Jungen also wieder zum Wegrand, schnappte sich sein Rad und fuhr davon und zwar zu der Stelle, wo er von den Zeugen gesehen wurde. Von dort aus konnte er auch überblicken, ob der Junge auch wirklich gefunden wurde. Kann aber auch ganz anders gewesen sein. Klar ist jedoch, dass der Auffindeort von Frau Malchow und der Räder vom Weg aus nicht einsehbar war. Das wird auch im XY-Film deutlich.
PommesAgnum hat geschrieben:Es sah doch eher aus, wie ein Unfall?! Hätte man nicht, und wenn es nur eine kurze Minute gewesen wäre, den Auffindeort mal nach der Mutter absuchen können/müssen?!
Natürlich. Das sagt eigentlich schon der Verstand. Zumal der Mann wusste, dass Frau Malchow mit ihrem Sohn unterwegs war. Aber ich will nicht über jemandens Reaktion urteilen, die ja immer von der jeweiligen Situation abhängig ist. Er sah den verletzten, apathischen und traumatisierten Jungen, den er auch noch kennt und in dieser Situation ist es längst nicht abwegig, dass er zunächst Hilfe holte, sich also erst mal um den verletzen Buben kümmerte. Ob er zunächst an einen Unfall dachte, weiß ich nicht. Er hätte sich zum. wundern müssen, dass weder die Mutter, noch die beiden Fahrräder zu sehen waren. Möglich, dass er schon ahnte, dass da etwas Größeres geschehen sein musste.

Wie immer die Tat abgelaufen ist und wer immer auch der Täter war, ich wundere mich immer wieder, wenn trotz aussagekräftiger Phantombilder keine Fahndungserfolge erzielt werden können. Der Typ war mit dem Rad unterwegs und hatte einen normalen Rucksack dabei. Einen obdachlosen Streuner schließe ich daher aus, denn die schleppen für gewöhnlich alles Mögliche mit. Das heißt also, er musste entweder irgendwo in der Gegend wohnen, oder sonst wie dorthin gekommen sein. Auto, Bahn z.B. Und wer wegfährt, muss auch wieder nach Hause und spätestens dort muss es Menschen geben, die ihn kennen.
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#12

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 26. Aug. 2018, 18:32

Vom Sinn & Unsinn eines Phantombildes

@Salva

Das ist wirklich traurig, oder besser seltsam, das ein Mordfall, immerhin aus dem Jahre 2007, nicht mehr hergibt, als nen' Fahndungsaufruf der LP und einem gelöschten Lokal-Artikel.

Tja, schließlich dieser Radfahrer auf dem Phantombild.
Zuerst, habe ich mich mal gefragt, mit welcher Software denn die Polizei dieses Bildnis erstellt hat?! Das sieht aus, als hätte es meine kleine Nichte mit Ihrem Wasserfarben-Set gemalt! Ich halte es, im Allgemeinen mit Phantombildern, wie mit sehr verspäteten Zeugenaussagen. Sie bringen den Fall nicht wirklich weiter und führen zu Nichts.
Im Gegenteil, für mich scheint ein Phantombild nur der Griff nach dem letzten Strohhalm zu sein. Ich habe da irgendwie immer das berühmte Schwarz/Weiß-Ray Ban Hoodie Bild vom UnaBomber vor Augen.
Womit ich direkt die Frage eines Fallrelevanten Treffers stellen würde. Hat denn mal jemals so ein Polizei-Rembrandt einen Täter überführt?! Mir fällt da wirklich kein Fall ein, indem ein Phantombild mal zum Erfolg geführt hätte. Es macht aber immer etwas her, es macht zunächst mal einen guten Eindruck, um nicht frech zu klingen.

In unserem Fall hier jedenfalls, sind sich die Ermittler ziemlich sicher.
Da wir keine anderen Quellen haben, muss ich, so Leid es mir tut, aus dem axy-Film zitieren.

Filmzitat:
"Ein Radfahrer, den die Polizei später, für die Schlüsselfigur des Falles halten wird."


Nun, ja. Ich befürchte leider, genau "das" könnte auch die Absicht gewesen sein, die dahinter steckte.
Schon klar! Hinterher, ist mitunter immer gut Klugscheißen.

Aber...

Wie verhält sich denn unser vermeintlicher Fahrrad-Killer?!
Er wird den ganzen Tag gesehen. Er fällt selbst den Einheimischen dort auf. Denn diese dürften eigentlich sehr liberal eingestellt sein, was Fremde angeht. Wir befinden uns mit Rostock/ Kühlungsborn in der absoluten Vorzeige Gegend der deutschen Ostsee. Eine Touristenhochburg.
Und dennoch fällt der Kerl den Leuten auf. Weil er sich "komisch" verhält, heißt es des öfteren. Was immer man nun darunter verstehen darf.
Würde sich ein Mörder/Attentäter so verhalten, im Hinblick auf seine bevorstehende Tat?! Wäre es nicht ratsamer, sich so unauffällig wie nur irgend Möglich zu verhalten. Und im Gegensatz zu unserem Phantombild-Fahrrad-Killer eben "nicht" so vielen Leuten auf zu fallen?!
Er wird sogar noch eine Stunde vor der Tat im Örtchen Körchow gesehen. In unmittelbarer Tatort nähe. Auch "hier" setzt Er scheinbar alles daran aufzufallen/gesehen zu werden.
Dennoch, gibt die Polizei das Phantombild nur mit "vage"an.
Schau an, sieh an, unser Elefant im Porzellanladen-Täter war dann aber doch wiederum vorsichtig genug, nicht allzu nahe an das Zeugen-Volk heran zu treten. Und so reicht es lediglich nur für ein vages Phantombild.

Die Frage, die sich stellt: Warum zum Kuckuck tut Er das?!
Wieso verhält Der sich so dermaßen entgegen den üblichen Verbrecher-Regeln?! Von Vorsicht oder Diskretion keine Spur. Obgleich Er doch in Gänze sein Opfer überfällt, attackiert und tödlich verletzt.
Unweigerlich erinnert mich der Knilch an einen Täter mit ganz ähnlichem Anti-Modus-Operandi. Der Mordfall Langendonk, im Chiemgau von 1997. Auch hier vermochte es der Täter (mit ähnlichem vagen, oder besser gesagt, grotesken Phantombild übrigens!) seine späteren Verfolger/sprich Ermittler an der Nase herum zu führen.
Denn auch im damaligen Doppel-Mordfall, legte der Täter eine ungewöhnliche Präsenz an den Tag. Er "wollte" gesehen werden.
Was für mich nur einen Schluss zulässt. Er lenkt die gesamte Aufmerksamkeit auf sich. Er will für den Täter gehalten werden. Man "soll" Ihn definitiv mit dem Mord in Verbindung bringen. Er wirft der Polizei den Knochen hin.
"Seht her, Ich bin der Täter!"
Denn mit diesem ganzen Zirkus lenkt Er wunderbar von "anderen", involvierten Personen ab. Und verschafft diesen Personen damit ein lupenreines Alibi. Jeglicher Verdacht ist weg gewischt. Denn man hat und sucht ja einen Täter.
Im 97-er Doppel-Mordfall lenkte der Täter mit seiner Show vom "direkten Umfeld" aus Holland ab. Hey, dafür bin ich glaube ich auch mal wieder bei Allmy vor die Tür gesetzt worden. Geschenkt.

Sorry, für so viel Off Topic!

Weiter im Fall! Derlei Handlungsspielraum, kann sich nur ein Täter erlauben, der sich seiner Sache 100% sicher ist. Der alles im Detail geplant hat. Doch vor Allem wird Er ein schnelles/sofortiges Rückzuggebiet sein Eigen wissen.
Ich denke, in unserem Fall, war der Täter schon 1 Stunde nach der Tat wieder in Polen. Huch, oh Verzeihung, ich meinte natürlich in seinem "Rückzugsgebiet".
Ein kleiner Fauxpas, meinerseits.
Dann wäre da noch der Rucksack. Ein Mörder/Killer, wie auch immer, der gleich seinem Tagwerk nachkommen will, der lässt sich dann noch mit einem markanten, blauen Rucksack sehen?! Wahrscheinlich, aufgrund eines besseren Wiedererkennungswertes?!
Im Übrigen wird der ominöse Radfahrer im Film "ohne" blauen Rucksack dargestellt.
In der offiziellen Fahndungsliste der Landes-Polizei Meck-Pomm, wird der Tatverdächtige Radler allerdings wiederum "mit" blauem Rucksack gelistet.

Worauf ich eigentlich hinaus will...

Ich halte den Mordfall Christin Malchow, nach allem hin & her, und allem für & wieder, für einen waschechten "Auftragsmord". Ich gebe zu, ein Auftragsmord mit einem Knüppel, dat klingt recht bescheuert. Gebe ich zu. Doch diente auch genau diese Tatwaffe der Auftragsmord-Vertuschung.
Es war der Killer auf dem Fahrrad. Natürlich war Er fremd. Vielleicht kein Voll-Profi. Lässt Er sich nichts zu Schulden kommen, wird Er nie erwischt, wird man niemals eine DNA-Spur finden. Doch war Er informiert. "Jemand" verriet Ihm, wann und wo Frau Malchow dort zu Finden war, wo Sie nun einmal zu diesem Zeitpunkt war. Um 15.00 Uhr war Kindergartenschluss. Das wusste der Täter. Das ab zu passen ist nicht schwierig. Es gab nur einen Waldweg. Auch dies wusste der Täter.
Um 15.00 Uhr fuhr Er in Körchow los.
Er attackierte nur Frau Malchow. Sie war die Zielperson. Er zog dem Jungen lediglich "nur" eins über den Schädel, damit es so aussah, als schlägt Er auch auf den Jungen ein.
Deswegen, konnte der Kleine nach "4" Wochen schon wieder in den Kindergarten. Dem Auftraggeber, war es wichtig, sei...Huch!...also echt!...war es wichtig, den Jungen zu verschonen.
Weiter denke ich, das Frau Malchow den Täter angeschrien hat. Es gab, zumindest eine kurze, verbale Auseinandersetzung. Und die war nicht in deutsch. Ob die Polizei das weiß?!
Hat man den Jungen nicht gefragt, in welcher Sprache der Mann seine Mama geärgert hat?!

Der Rucksack, sowie seine schwarzen langen Haare waren Maskerade. Eine bewusste Posse. Hat ja auch gut funktioniert.
Er wird den blauen Rucksack in die nächst/beste Rostocker Mülltonne geschmissen haben. Ebenso, die bescheuerte schwarze Perücke.
Man möge mir verzeihen, wenn ich immer auf den alten Fall zu sprechen komme. Wie im Mordfall Langendonk, würde ich ein weiteres Phantombild empfehlen. Und zwar ohne die dämlichen schwarzen Haare.
Ich würde eher einen Täter mit meiner Frisur vermuten. Marke = Fleischmütze. Ich denke, der Täter hatte eine Glatze.

Das Fahrrad stellt Er am Hauptbahnhof ab, und steigt schleunigst in einen Zug gen "Osten".

Überhaupt, wäre dieses Fahrrad äußerst interessant. Da ich von einem sofortigen Verschwinden über den Rostocker-Hbhf, nach "Osten" ausgehe?! Woher, hatte der Täter sein Fahrrad? Der Typ ist so vielen Leuten aufgefallen. Konnte sich Keiner das Fahrrad merken? War es ein offizielles Verleih-Rad?
Schwer vorstellbar. Oder hatte "Irgendjemand" Ihm das Rad besorgt?
Andererseits, Er leiht es unter falschem Namen, mit seinem richtigen/korrekten Antlitz und lässt es locker am Hauptbahnhof stehen.


Damit bin ich am Ende dort, wo ich angefangen habe.
Ich vermute den Täter im direkten Umfeld, von Frau Malchow. Täter, im Sinne von Auftraggeber, versteht sich.
"Wen" ich da wohl in Betracht ziehe, sollte klar sein.

Das völlige aus dem Netz verschwinden, spricht Bände.

"Salva", sieht es so. Und ich sehe das ganz genauso.
Eine 36-jährige, 2007, ohne social-media Kontakte, ohne Chatverläufe, keine weiteren Fotos mehr.
Dazu kommt noch, hat ein gewiefter Advokatis-Diaboli, nehme ich mal an, Christin Malchow aus der "ungelöste Morde fatzebuch"- Datei entfernt. Und "das" ist leider Mega-Auffällig. Das hätten die sich nämlich mal lieber sparen sollen.
Nun, ja.
Ihre Kinder sind mittlerweile alt genug.
Interessiert es die Beiden nicht, "warum" Ihre Mama ermordet wurde?!
Und vor Allem, "wer" denn wohl dafür verantwortlich ist/war?!
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#13

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 26. Aug. 2018, 20:10

@PommesAgnum
PommesAgnum hat geschrieben:Zuerst, habe ich mich mal gefragt, mit welcher Software denn die Polizei dieses Bildnis erstellt hat?! Das sieht aus, als hätte es meine kleine Nichte mit Ihrem Wasserfarben-Set gemalt!
:ups:
PommesAgnum hat geschrieben:Ich halte es, im Allgemeinen mit Phantombildern, wie mit sehr verspäteten Zeugenaussagen. Sie bringen den Fall nicht wirklich weiter und führen zu Nichts.
Im Gegenteil, für mich scheint ein Phantombild nur der Griff nach dem letzten Strohhalm zu sein. Ich habe da irgendwie immer das berühmte Schwarz/Weiß-Ray Ban Hoodie Bild vom UnaBomber vor Augen.
Je mehr Zeugen eine Person beschreiben, desto ungenauer wird das Phantombild. Bestenfalls wiederholen sich besondere Merkmale, wie z.B. im Fall Brübach der Zopf und die Unregelmäßigkeit am Mund des Gesuchten. Aber selbst da konnte keiner der Zeugen zuverlässig sagen, ob es sich dabei um eine Narbe oder um eine Hasenscharte gehandelt hat. Ein Phantombild kann also einen Tatverdächtigen wiederspiegeln, muss aber nicht.
PommesAgnum hat geschrieben:Womit ich direkt die Frage eines Fallrelevanten Treffers stellen würde. Hat denn mal jemals so ein Polizei-Rembrandt einen Täter überführt?! Mir fällt da wirklich kein Fall ein, indem ein Phantombild mal zum Erfolg geführt hätte. Es macht aber immer etwas her, es macht zunächst mal einen guten Eindruck, um nicht frech zu klingen.
Da müsstest du die Fahndungen z.B. im Presseportal oder Sendungen wie Aktenzeichen XY verfolgen. Da gibt es immer wieder Fälle, wo ein Phantombild veröffentlicht wird und irgendwann heißt es dann, dass die Fahndung erfolgreich war. Meistens, jedenfalls. Ob so ein Erfolg einzig und alleine dem Phantombild geschuldet ist? Schwer zu sagen. Es gibt aber immer wieder Hinweise nach so einer Veröffentlichung. Ich hab's schon mal erwähnt: die Qualität eines Phantombildes zeigt sich am deutlichsten nach dem Fahndungserfolg.
PommesAgnum hat geschrieben:Wie verhält sich denn unser vermeintlicher Fahrrad-Killer?! [...]
Ein Täter auf Opfersuche kann sich gerade am helligsten Tag doch nur sehr bedingt unauffällig verhalten. Es kommt aber auch darauf an, wo er sein Opfer sucht bzw. wo er eine geeignete Stelle für seine Tatausführung sieht. Und was er von seinem Opfer will, ist dabei auch entscheidend. Warum er gerade an jenem Tag, zu jener Uhrzeit und an dieser Stelle ausgerechnet eine Frau mit ihrem Kind überfällt, steht bislang noch in den Sternen. Tatsache ist, er hat's getan und er wurde bis heute auch nicht gefunden.
PommesAgnum hat geschrieben:Ich halte den Mordfall Christin Malchow, nach allem hin & her, und allem für & wieder, für einen waschechten "Auftragsmord". Ich gebe zu, ein Auftragsmord mit einem Knüppel, dat klingt recht bescheuert. Gebe ich zu. Doch diente auch genau diese Tatwaffe der Auftragsmord-Vertuschung.
Sorry... aber du siehst wahrscheinlich in jedem Fall einen Auftragsmord :) Wie kommt's?
Für einen Auftragsmord braucht es ein Motiv. Wo siehst du das im Fall Malchow?
PommesAgnum hat geschrieben:Interessiert es die Beiden nicht, "warum" Ihre Mama ermordet wurde?!
Und vor Allem, "wer" denn wohl dafür verantwortlich ist/war?!
Vor zwei oder drei Jahren hatte ich hier einen Vermisstenfall gepostet und irgendwann einen Anruf vom Vater des Vermissten erhalten. Das Gespräch war recht interessant und es folgten weitere. Schließlich bat er mich, den Fall u.a. auch bei Allmy zu posten und das war... naja... echt für'n Arsch. Du kennst die Leute dort ja auch. Jedenfalls bekam ich richtig Stress mit dem Vater und das Ergebnis war, dass ich sowohl hier, als auch auf Allmy usw. den Thread löschen (lassen) musste. Selbst die Bild musste ich anschreiben! Wir haben uns dann zwar wieder vertragen, aber ihm und seiner Frau war es dann doch wichtiger, dass während den Diskussionen keine unliebsamen Details bekannt oder pikante Fragen gestellt wurden, als das der Sohn durch diese Threads eines Tages gefunden werden könnte. Wer weiß also, was die Hinterbliebenen von Frau Malchow dazu gebracht hat, den Fall quasi in der Versenkung verschwinden zu lassen. Die Kinder wären z.B. ein guter Grund. Oder das Vertrauen in die Polizei.
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2007 | Kröpelin | Christin Malchow (36) ermordet, Sohn (5) schwer verletzt

#14

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 26. Aug. 2018, 23:57

3 Morde und 3 Bilder

@Salva
Salva hat geschrieben:...du siehst wahrscheinlich in jedem Fall einen Auftragsmord
Autsch!
He! Tja, wenn der Chef mir einen Tiefschlag rein wurgst, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den mannhaft, männlich so zu nehmen.

Also... Du magst mir da verzeihen, aber das wäre in der Tat, der "dritte" Auftragsmord in den ungelösten Mordfällen. Wenn ich das richtig sehe. Also in meinem, bescheidenen Crime-Archiv, versteht sich. Da werde ich das so erstellen.

Nun, gut. Wenn es denn ein solcher war.

Zum möglichen "Motiv" im Malchow-Fall, sei noch gesagt. Na, "was" kann das schon für ein Motiv gewesen sein?!
Was bringt denn einen Mann dazu, extrem zu werden/Auszurasten?! Eine Shoppingtour, mit der Frau natürlich. Nein, mal im Ernst. Auch im Malchow-Fall, was soll da schon gewesen sein?!

Man nehme meine Polizei-Umkehrformel. Und lausche dem Intro des axy-Films.
Dort heißt es: "das glückliche Paar" = dann, weiß ich, in dieser Ehe kriselt es.
Weiter: "Er kümmert sich immer um die Kinder" = ich weiß dann, Er sieht die Kinder so gut, wie nie. Sie macht alles.
Und jetzt "Potz-Blitz", verdammter Pferdefuß! Natürlich!
Also, dafür mag ich den Salva hier wirklich.
Ich denke, ich weiß jetzt, "warum" sich unser Auffindezeuge mitunter so merkwürdig bis kreuz bescheuert verhalten hat. Warum Er teilweise Irrsinn von sich gibt, sehr nervös daherkam und sich in 3 Sätzen, ganze 3 mal entschuldigt hat. Na, wer rät mit?!
Genau auf dieses Thema, wollte ich im Grunde hinaus. Exakt hier drin sehe ich auch das "Motiv", welches der Chef mir unterstellt, ich würde es "nicht" sehen.
Wie im "Liebs"/"Graf"- Fall auch. Gefühle. Emotionen. Herz/Schmerz/Sex & Leidenschaft. Ein negativer Effekt davon = Eifersucht. Zu guter Letzt = Wut/Hass.
Nichts trifft doch einen Mann (umgekehrt natürlich auch, nur morden Frauen nicht so viel!) so sehr,
Wie der Verdacht, und schließlich der Beweis, eines anderen Mannes. Um, oder an, oder halt auch "in" seiner Frau, wenn mir dieser Flachwitz bitte verziehen wird. Man stelle sich einen emotionalen, aggressiven Mann vor, der bei seiner Frau auch noch "mehrere" Affären an's Tageslicht führt.
Das ist natürlich "Schmutzwäsche" ala Card. Voyeurismus, vom Feinsten.
Hinzukommt, das man Menschen etwas unterstellt, keine Frage.
Frau Malchow war 36, Sie war hübsch. Sie arbeitete in einer Klinik. Du hast es selbst geschrieben, Salva. Mit ziemlicher Sicherheit lernte Sie dort "viele" Menschen kennen. Vielleicht auch "intimer", als es einem Partner gefallen würde?!
Man sollte sich, in anderen Fällen auch, vom treusorgenden Ehemann, oder der keuschen Frau und Mutter trennen, und keinesfalls täuschen lassen.
Alles menschlich, alles very emotional. Rechtfertigt aber alles, in keinster Weise die Auslöschung eines Menschenlebens/Partners. Selbst, wenn die Frau der ganzen Fußballmannschaft plus der Feuerwehr allwöchentliche Blowjobs erteilt. Dann hat man Sie dafür, verdammt nochmal, nicht um die Ecke zu bringen. Sollte man anders lösen.
Vielleicht, erklärt auch dies ein späteres, ablehnendes Verhalten etwaiger Nachkommen des eigentlichen Opfers gegenüber.
Du musst erfahren, das Deine Mama, etliche Affären hatte. Eine mögliche Reaktion, könnte eine gewisse Gleichgültigkeit, selbst bei einer gewaltsamen Todesart sein. Du siehst die eigene Mutter eventuell nicht mehr als die keusche Frau an, die Sie für Dich war.
Sollte man es noch viel düsterer betrachten, und ich bin echt ein Fan von Düsternis, dann könnte man es mit gewisser Manipulation von einer anderen Fraktion im Nachhinein womöglich noch als gerechte Strafe erkennen.
So sehe ich im Malchow-Fall das Motiv, in einer wie auch immer eskalierten Emotion. Und einem daraus erfolgten, beauftragten Mord. Das dazu.

Weiter, mit den Auftragsmorden.
Ich gestehe, ich wollte die Phantombilder eines jeden Falles einstellen und meinen Senf dazu senfen. Leider scheitert es an meinem technischen Unverständnis, oder schlicht, an meiner Blödheit. Vielleicht ein anderes Mal?!

Denn nach offizieller Lesart, gilt nur der "Bittner"- Mord als anerkannter Auftragsmord. Der ließ sich aber nun auch wahrlich, als nichts Anderes mehr verkaufen, meiner Meinung nach.
Der gute Dieter Nuhr hat zwar ein Bühnenprogramm, namens: "Damit müssen Sie rechnen!" Aber nach dem Supermarktbesuch einen russischen Contract-Killer mit schallgedämpfter 9mm Kanone hinter dem Flurschrank zu vermuten, da würde mal selbst ich nicht mit rechnen.
Was für eine verabscheuungswürdige Tat. Und, wie ekelhaft und niederträchtig, erst der Auftraggeber.

Der Vollständigkeit halber, ich, und lediglich nur ich persönlich, meine noch in einem anderen Mordfall eine Beauftragung zu erkennen.
Mordfall Annika Brill, 2011.
Naja, und jetzt halt Mordfall Christin Malchow, 2007.
Damit wären es der Anzahl 3. Und nur diese 3. Das sind bei 250 kalten-Käsen?! Auf jeden Fall nicht wirklich Viele. Und warum entschuldige ich mich denn so dafür?!
Junge, ich hab'ein Rückgrat, wie ein Pudding!

Jedenfalls, das wäre eigentlich schon fast wieder richtig komisch, wenn es nicht so tragisch wäre. Man fast es ja nicht. Pöh!
Wenn Du mir, so durch die Blume, schon einen gewissen Hang zum Dramatischen (Auftr.Mord!) unterstellen magst, dann kann ich da noch Einen drauf setzen.
Alle 3 Auftragsmorde haben tatsächlich eine "Sache" gemeinsam. Eine Gemeinsamkeit, die eigentlich auch immer seltener vor kommt. Und über die ich mich im letzten Post schon eher kritisch äußerte.
In allen 3 Mord-, bzw. Auftrags-Mordfällen gibt es nämlich ein Phantombild.
Hm, jibbet jarnisch! Wie man bei uns im Rheinland sagen würde. Das Bild spielt in allen 3 Fällen (leider!) eine tragende Rolle.

  • Mordfall Sabine Bittner - Wolfsburg 2012
    Tatwaffe = Pistole, Schall gedämpft, Kaliber nicht bekannt gegeben.
    Tatort = Wohnhaus, Flur/Küche
    Todesursache = Ein Fangschuss, ein Schuss aus nächster Nähe in den Kopf.
    Über den möglichen Auftraggeber, muss ich schweigen. Sonst bekomme ich von Salva, zum Tiefschlag, noch einen Punch hinter her.
    Allerdings, sehen die Ermittler es genau so.
    Im Grunde, wie im Malchow-Fall, was den Auftraggeber betrifft.
  • Mordfall Annika Brill - Hannover 2011
    Tatwaffe = (vermutlich!) ein Kampfmesser
    Tatort = Kohlrauschstraße, vor der eigenen Wohnung.
    Todesursache = gezielte Stiche in den Hals/Thorax-Bereich, verm.Tod durch Blutverlust.
    Den Täter/bzw. den Auftraggeber, vermute ich im direkten Umfeld des Opfers.
    Sogar eine ganz bestimmte Person, kommt da nur für mich in Frage.
    Diese Person, lockte die Ermittler nicht nur auf eine völlig falsche Fährte (es war übrigens Rostock!)
    Die Polizei, ließ sich noch ein völlig falsches, bewusst falsches, Phantombild auf schwatzen.
    Dieser Auftragsmord, war außerdem auch noch ein Ehrenmord.
    Es sei nochmal erwähnt, das dies nur meine, ganz bescheidene Meinung ist.
  • Mordfall Christin Malchow - Rostock 2007
    Tatwaffe = Ast/Knüppel
    Tatort = Waldweg zw.Biendorf & Körchow
    Todesursache = massive/stumpfe Gewalteinwirkung auf den Kopf.
    Täter/Auftraggeber, wahrscheinlich mit Ihrem Herkunftsland verbunden. Auftraggeber im direkten Umfeld zu vermuten.
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#15

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 27. Aug. 2018, 21:47

@PommesAgnum
PommesAgnum hat geschrieben:He! Tja, wenn der Chef mir einen Tiefschlag rein wurgst, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als den mannhaft, männlich so zu nehmen.
Der "Chef" (Salva reicht weiterhin aus ;) ) hatte geschrieben:

"Sorry... aber du siehst wahrscheinlich in jedem Fall einen Auftragsmord :) Wie kommt's?"

Da war also nix mit Tiefschlag und was du sonst noch aus diesem Satz extrahieren möchtest :)

Okay. Du hast ein Motiv genannt: Herumhurerei. Ich wäre der Letzte der sagen würde: gar nie nicht!
Und was ist mit dem Sohn? Kollateralschaden? Oder sollte der Bub auch sterben, weil er ein Kuckuckskind ist? Das müsstest du mir bitte noch erklären.

Und was für ein Auftragsmörder sollte das gewesen sein?
Es gibt ja dieses Klischee, dass ein Auftragsmörder im Privatjet anreist, im First Class Hotel erstmal Champagner, Hummer und Kaviar kredenzt und sich zum entspannen dann eine 1500 €-Nutte auf die Suite kommen lässt. 1500 €, An- und Abfahrt, Taschengeld sowie Speis und Trank exkludiert. Und wenn der seinen Auftrag ausführt, dann selbstverständlich nur mit einer Waffe, die Lucius Fox höchstpersönlich entwickelt hat.
Und der hier? Kommt auf 'nem Drahtesel daher, hat 'nen ollen Rucksack mit (mutmaßlich) genau einer Garnitur Wechselklamotten dabei und weiß wahrscheinlich noch gar nicht, unter welcher Brücke er pennen soll. Und von 1500 €-Nutten kann der eh nur träumen. Das wird wohl auch der Grund gewesen sein, warum er Frau Malchow (mutmaßlich) vergewaltigen wollte. Und zur Waffe: nix Lucius Fox, sondern Marke Natur. Ein Auftragskiller also, den sich Dank offener Grenzen und einen daraus resultierenden massiven Preisverfall in gewissen Branchen praktisch jeder leisten kann. Oder vermutest du einen Ehrenmord deluxe, weil das Phantombild prima zu einem Osteuropäer oder so passen würde? Sorry Pommes, aber zur Untermauerung deiner Theorie musst du mir schon mehr bieten ;)

Wo ich dir aber uneingeschränkt beipflichten kann: die Geheimsprache in den Medien. Die gibt es tatsächlich und zwar heute mehr denn je! Die Wahrheit erfährt der gemeine Hobbykriminalist meist dann, wenn er den Prozess verfolgt. Wenn der Täter gefasst werden konnte.
PommesAgnum hat geschrieben:Damit wären es der Anzahl 3. Und nur diese 3. Das sind bei 250 kalten-Käsen?! Auf jeden Fall nicht wirklich Viele. Und warum entschuldige ich mich denn so dafür?!
Ich habe nicht die leiseste Spur einer Ahnung! :)

Mordfall Sabine Bittner: sieht nach Auftragsmord aus.
Mordfall Annika Brill: eher "Ehren"mord.
Mordfall Christin Malchow: ...
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#16

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Mi, 29. Aug. 2018, 01:00

Ne, sorry Salva!
Muss ich wat zu schreiben, obwohl es viel zu spät ist.

Zum Motiv.
Mitnichten schrieb ich Herumhurerei, also bitte?!
Ich sehe das Motiv, in einem emotionalen/persönlichen Punkt, durchaus. Durch mindestens eine Affäre des anderen Partners. Ob sich der Partner nun, gekränkt, hintergangen oder betrogen fühlte. Meinetwegen auch aus Eifersucht. Das sehe ich hier.

"Love is a Battlefield", sang Pat Benatar 1983.
So sehr mir auch das typische 80'er Gejaule und die tägliche, 100-malige Rotation des Tracks, auf den Keks gehen. Der Text, trifft doch voll in's Schwarze.
Liebe, als Schlachtfeld. Sieg, Jubel, Tot, Niederlage, Freude aber auch Verletzte. Alles möglich.
Kurz gesagt, ich halte die Kränkung eines Partners und eine daraus resultierende Wut auf den Anderen, als den größten Bestandteil eines Motivs, im Malchow-Fall.
Es ist darüber hinaus natürlich auch ein daraus entstehender finanzieller Aspekt, nicht unwahrscheinlich. Zumal, wenn der Partner in Folge einer Scheidung finanzielle Verluste dadurch auf sich zu kommen sieht. Alimente, für 2 Kinder, mind.15/20 Jahre noch.
Hey, Du hast mich schon wieder überzeugt.
Ich gehe sowieso fast davon aus, das eine Trennung kurz bevor stand. Weil mir die Polizei im axy-Film ein glückliches Paar suggerieren will. Da ich weiß, wie die Polizei arbeitet. Und da ich weiß, das mit einer bevorstehenden Scheidung die Polizei-Hypothese in's Wanken gerät.
Da ein persönlicher Bezug in dem Mord dann sehr offensichtlich wäre, und eine Person dann selbstverständlich dadurch in den Fokus geraten würde.
Ja, auf jeden Fall. Ich bin mir ziemlich sicher.

Dann ändere ich nochmal meine Meinung.
Das Motiv, sehe ich demnach, wie folgt:
"Es gab eine Affäre (das würde ich aber nicht, als Herumhurerei/Herumschlamperei bezeichnen!) Es stand eine Trennung in's Haus. Dadurch wäre ein finanzieller Nachteil entstanden. Das wollte der Partner nicht."

Durch den Nachnamen und, naja, sorry, aber...Es gibt ja auch unseriösere Quellen. Und da stehen Gerüchte. Man hat ja nix, hier in dem Fall. Aber, der Name des Sohnes wird im Film erwähnt. Der ist ganz klar, Polska = ergo Nach und Vorname des Stammhalters = Polska, Papa = Polska. Also, gibt es eine polnische Heimat.

Wenn ich nun meinen Partner aus dem Weg schaffen will, und sehr gute Verbindungen, durch Wurzeln in ein Nachbarland habe, das es mit korrupten, kriminellen Machenschaften, mit Gewaltverbrechen jeglicher Art, nun einmal noch lange nicht so genau nimmt, wie das Bundesrepublikanische.
Dann ist es doch nur logisch einen solchen, taktischen Vorteil zu nutzen.

Ich muss ehrlich gestehen, ich habe Deine Analogie, mit dem Auftragsmörder nicht so richtig verstanden?!
Ein Auftragsmörder mit Stil, ala Hitman-Agent 47?! Wie im Spiel/Film?!
Mit Privatjet?!

Nein, nein!
Ich schrieb doch, unser Auftragskiller kam mit der "Bahn". Dann, wurde Ihm ein Fahrrad besorgt.
Es ist sehr gut möglich, das Er aus der Familie stammt. Ja, also, wenn Du so willst, auch ein Ehrenmord. Mit der Bahn, fuhr er auch wieder zurück. Die deutsche Polizei kann nicht in Polen ermitteln. Das nutzte man mit aus, klar.
Ferner, halte ich Ihn nicht für einen Profi. Er hatte sehr viel Kraft. Stamina & Power.
Haben viele polnische Männer.
Er ließ sich blicken. Er musste gesehen werden, um die Spur auf sich zu lenken. Um später, nach einem schwarzhaarigen mit langen Haaren und blauen Rucksack zu fahnden. Damit vom Auftraggeber möglichst abgelenkt wird. Die Tatwaffe war ebenfalls schon gewählt. Ich bin mir sicher, der Ast lag da nicht gerade erst herum, und konnte auch keinem Baum dort zugeordnet werden (Ha! Das klingt total bescheuert! Grrrz...und jetzt die Kriminal-News:..."Der Ast konnte keinem Baum zugeordnet werden." Ende!) Darüber schweigt die Polizei.

Der Junge.
Ich bin mir weiterhin ziemlich sicher, das der Junge "nur" vom Fahrrad gehauen wurde, oder gestürzt ist.
Auf den Jungen wurde nicht eingeknüppelt. Er war auch nicht schwer verletzt.
Das ist doch nur das Seemannsgarn der Polizei.
Auch das der Fahrradhelm hinten heftig aufgeschlagen war, glaube ich so nicht. Auch dazu macht die Polizei keine Angaben. Sonst geht doch die Polizei Hypothese kaputt. Der Junge wurde verschont. Definitiv.
Du glaubst doch nicht, das der Junge bei heftiger Gewalt eines Mannes, wieder nach 4 Wochen in den Kindergarten kann?!
Genau so, wie mit der Abkürzung. Die Polizei redet von Abkürzung, im Film. So'n Quatsch.
Ist doch für Jeden ersichtlich, es gibt nur den einen Weg.
Dadurch war es ja auch so leicht, für einen fremden Täter. Leicht zu planen, leicht zu merken.
Und es gibt auch keine guten Fluchtmöglichkeiten. Sieht man doch. Oben ist die Karte.
Zack, schon ist der Täter wieder in Polen.
Da kann die Polizei noch so schöne DNA-Spuren sammeln. Dort kann Sie nicht ermitteln.
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