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1989 | Ober-Eschbach | Ilona Meiß (20) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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sweetdevil31
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1989 | Ober-Eschbach | Ilona Meiß (20) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 22. Okt. 2015, 11:48

Ungeklärter Mordfall Ilona Meiß - Vor 30 Jahren im Schlaf getötet

21.10.2015
Fast 450 Männer müssen zum DNA-Test, um doch noch den Mörder von Ilona Meiß zu ermitteln. 30 Jahre ist die blutige Tat her - so hat sie sich zugetragen.
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Ober-Eschbach

Ilona Meiß schläft tief in ihrer kleinen Einliegerwohnung, als ihr Mörder über den ungesicherten Kellereingang in das Mehrfamilienhaus in Ober-Eschbach einsteigt. Es ist der 19. September 1989, gegen zwei Uhr nachts. Die Eltern der 20-Jährigen, die oberhalb im Erdgeschoss wohnen, bekommen nicht mit, welche Tragödie sich gerade in der kleinen Einliegerwohnung ihrer Tochter abspielt. Schließlich war wenige Stunden vorher noch alles in bester Ordnung. Niemand ahnte etwas Schlimmes, als die junge Frau gegen 23 Uhr die elterliche Wohnung verließ. Ilona Meiß putzt sich die Zähne und fällt müde ins Bett. Sie muss am nächsten Morgen früh aufstehen, um wie gewohnt pünktlich bei der Stadtsparkasse zu erscheinen, wo sie eine Banklehre begonnen hatte.

Ihr Mörder klettert über das Badezimmerfenster ein und geht in ihr Zimmer. Ilona Meiß hört den bis heute unbekannten Täter nicht und hat keine Chance sich zu wehren, als er sie im Schlaf überfällt, erwürgt und anschließend vergewaltigt. Der Mörder verschließt die Tür zur Wohnung und flüchtet.

Als der Vater morgens nach der Tochter schauen will, muss er die Tür aufbrechen. Er ist beunruhigt, weil Ilonas Auto noch immer auf der Straße steht. Dabei müsste sie schon längst auf der Arbeit sein. Auch der hochgehobene Rost und die eingeschlagene Scheibe kommen ihm merkwürdig vor. Er entdeckt seine Tochter. Tot.

Die Polizei befragt Freunde und Bekannte und ermittelt in alle Richtungen. Sie publiziert das Foto eines Bartschlüssels, den der Täter möglicherweise später mit sich führte. Angeblich soll ein alter, orangefarbener VW Käfer mit fehlenden Trittbrettern und Kotflügeln mit Aschaffenburger Kennenzeichen dem Täter gehören. Doch der Mord ist bis heute nicht aufgeklärt worden. Der Massen-DNA-Test soll nun Aufklärung bringen.

Taunus-Zeitung
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sweetdevil31
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Re: Der Fall Ilona Meiß

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 22. Okt. 2015, 11:49

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Re: Der Fall Ilona Meiß

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 22. Okt. 2015, 11:53

Mordfall Ilona Meiß 447 Ober-Eschbacher müssen zum DNA-Test

21.10.2015
Nach 30 Jahren will die Kripo die Tötung einer damals 20 Jahre alten Ober-Eschbacherin aufklären. 447 Männer sollen deshalb jetzt zum DNA-Test antreten. Was ist mit denen, die früher in Tatortnähe lebten und dann weggezogen sind?
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Der 48-Jährige saß gerade am Computer, als es am vorigen Sonntag klingelte. Er fiel aus allen Wolken: Zwei Beamte standen vor der Tür und wollten eine Speichelprobe von ihm. Der Eschbacher gehört zu den 447 Männern, die laut Polizei in das Personenprofil des Täters passen, der am 19. September 1985 die damals 20 Jahre alte Ober-Eschbacherin Ilona Meiß ermordet hat.

Der Täter ist bis heute nicht gefunden worden. Wie berichtet, wurde der Fall voriges Jahr durch eine Fernsehsendung neu aufgerollt. Die 1985 sichergestellten DNA-Spuren vom Tatort wurden kriminaltechnisch neu untersucht und werden nun mit sämtlichen Speichelproben genau abgeglichen. Die DNA-Reihenuntersuchung wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft angeordnet. Ein konkreter Tatverdacht gegen einen der 447 Männer besteht nach Worten der Polizei nicht.

Eine Probe abgeben sollen nach Worten der Frankfurter Oberstaatsanwältin Nadja Niesen „Männer, die damals in Tatortnähe amtlich gemeldet waren“. Männer, die sich nicht melden oder die in der Zwischenzeit weggezogen sind, werde die Polizei ermitteln und aufsuchen.

Wer sich der Untersuchung stellen möchte und am Sonntag nicht zu Hause war, sollte sich Samstag, 31. Oktober, freihalten. Bei einem Sammeltermin zwischen 10 und 14 Uhr entnehmen die Beamten in der Bad Homburger Polizeidirektion (Saalburgstraße 116) weitere Proben.
Die Männer werden gebeten, ein gültiges Ausweisdokument sowie das Schreiben mitzubringen, das sie in ihrem Briefkasten gefunden haben und das sie von der Reihenuntersuchung unterrichtet. Eventuelle Rückfragen beantwortet die Polizei unter den Rufnummern (0 61 72) 1 20–3 10 oder 1 20–3 18. Das Material wird nach Worten der Oberstaatsanwältin dem Hessischen Landeskriminalamt (HLKA) zugeleitet, wo es mit den damals gesicherten Tatortspuren abgeglichen wird. Nadja Niesen weist darauf hin, dass die Proben anschließend vernichtet und nicht gespeichert würden.


Und wie geht es weiter mit dem Fall? Niesen: „Wann ein Ergebnis vorliegt, lässt sich derzeit nicht prognostizieren.“ Es sei aber wenig wahrscheinlich, dass damit noch in diesem Jahr gerechnet werden könne.

Taunus-Zeitung
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Re: Der Fall Ilona Meiß

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » So, 1. Nov. 2015, 11:06

Polizeidirektion Hochtaunus

Massen-Gentest soll Mord vor 30 Jahren aufklären

31.10.15 um 17:56 Uhr
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Mit einem DNA-Test will die Bad Homburger Polizei nach 30 Jahren den Mord an der 20-jährigen Ilona Meiss aufklären. Dazu fand am Samstag ein Massen-Gentest statt. Männer um die 50 sollten eine Speichelprobe abgeben.
Geduldig warten die Männer am Samstag für die Speichelprobe vor dem engen Büro in der Abteilung für Kapitaldelikte in der Polizeidirektion Hochtaunus. Dort werden Mordfälle bearbeitet. Auch die, die lange zurückliegen - wie der an Ilona Meiss. Im September vor 30 Jahren war ein Mann durch ein Fenster in ihre Einliegerwohnung eingedrungen und hatte die damals 20-Jährige erdrosselt. Spermaspuren legen nahe, dass die junge Frau sexuell missbraucht wurde. Der Vater fand die Leiche seiner Tochter am nächsten Morgen.
Täter war damals zwischen 18 und 30 Jahre alt

Die Männer, die jetzt zum Speicheltest geladen wurden, sind daher eher im gesetzteren Alter: Alle so um die 50 Jahre und älter. Einige haben erwachsene Kinder, andere vermutlich schon Enkel. Die Polizei hat an ihnen Interesse, weil sie damals zwischen 18 und 30 Jahre alt waren. So alt wie der Täter.

Das legen Ergebnisse eines Profilers nahe, sagt die Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft Nadja Niesen: "Es geht um Personen, die damals in Tatortnähe gewohnt haben." Nach den Untersuchungen des Profilers soll der Täter mit dem Tatort vertraut gewesen sein, die Wohnung gekannt haben.
Drei Männer verweigerten DNA-Test

Rein theoretisch könnte das zu 447 Männern passen, die die Polizei ausfindig gemacht hat. Sie wurden angeschrieben und um eine freiwillige Speichelprobe gebeten. Sie soll im Landeskriminalamt Wiesbaden mit DNA aus Hautpartikeln und Spermaspuren verglichen werden, die vom Tatort stammen.

Fast 100 hatten ihre DNA in den vergangenen Wochen schon abgegeben. Mehr als 200 würden es jetzt sein, meint ein Polizeisprecher. 67 müssten noch im Ausland oder in anderen Bundesländern ausfindig gemacht werden. Drei hätten den Test verweigert. "Verdächtig sind sie deshalb nicht", versichert er. Sie würden wohl noch einmal gebeten, den Test zu machen.
"Kriminalreport" berichtet über den Mordfall

Kriminalkommissar Thomas Becker versichert den anwesenden Männern: "Ihre DNA wird vernichtet, die Daten nicht gespeichert." Außer, wenn es Übereinstimmungen gibt. Einer der Männer ist dennoch froh, den Test bald hinter sich zu haben: Als er Post von der Polizei bekam mit der Aufforderung zum Speicheltest, "war das schon komisch", gibt er zu.

Für die Beamten, vor denen Kisten mit verpackten Wattestäbchen und blauen Einweghandschuhen stehen, ist die Speichelprobe dagegen Routine. Und das, obwohl die Polizeidirektion Hochtaunus das erste Mal einen Massengentest in dieser Größe vornimmt, sagt der Polizeisprecher. Aber der Fall soll endlich aufgeklärt werden.

Nachdem der Mord an dem jungen Mädchen geschehen war, waren Freunde, Bekannte, sogar Arbeiter einer nahen Baustelle vernommen worden. Ohne Ergebnis, wie der frühere leitende Ermittler Manfred Heil kürzlich einer Lokalzeitung sagte. Das sei sehr frustrierend gewesen. Der DNA-Test soll jetzt helfen. Und vielleicht auch das hr-fernsehen: Schon im Januar hatte die Sendung „Kriminalreport“ über den ungeklärten Mord berichtet. Am Sonntag wird der Beitrag wiederholt.
Hessenschau
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Eagle
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Re: 1989 | Ober-Eschbach | Ilona Meiß (20) ermordet

#5

Ungelesener Beitrag von Eagle » Di, 17. Mai. 2016, 17:43

Inzwischen sind 6,5 Monate vergangen und man liest nichts über das Ergebnis der DNA-Auswertung.

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