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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 28. Okt. 2015, 17:07

Am 13. Mai 1996 wurde neben einem Wirtschaftsweg bei der Ortschaft Euskirchen-Oberwichterich in Nordrhein-Westfalen die Leiche der zwei Tage zuvor entführten 11-jährigen Claudia Ruf gefunden. Alle Hinweise auf den potentiellen Mörder des Mädchens führten ins Nichts.

Bild nicht mehr vorhandenClaudia Ruf, † 11
Foto: picture-alliance / dpa, DB handout, bs/rf/ RTL

Bild
Foto: RTL

Der Fall

Claudia Ruf war elf Jahre jung, als sie sexuell mißbraucht und dann umgebracht wurde - einer von 1184 Morden, die 1996 in Deutschland gezählt wurden. Der "Fall Claudia" ist für Andreas Müller jedoch mehr als eine statistische Größe. Sein Chef im Kommissariat 11/13 des Bonner Polizeipräsidiums, der Erste Kriminalhauptkommissar Rolf Müller (54), sagt: "Wir haben im Jahresschnitt etwa 350 Todesfälle; am Ende von jeweils 15 Ermittlungen steht ein Fall von Mord oder Totschlag. Aber kein Fall war so mysteriös wie der Mord an diesem Mädchen."

Rolf Müller ist gleichzeitig Leiter einer der sieben Mordkommissionen der Kriminalhauptstelle Bonn, zuständig für ein 600 Quadratkilometer großes Gebiet mit 500 000 Menschen zwischen dem Bergischen Land und der belgischen Grenze. Fünf Gruppen mit je drei Beamten wechseln einander im Fünf-Wochen-Turnus bei Schichtdienst und Rufbereitschaft ab. Müller "biß gerade in ein Brötchen", als ihn die Kriminalwache anrief, um mitzuteilen: "Wir haben eine Kinderleiche." Es war Montag, der 13. Mai 1996, 17.10 Uhr.

Der "große Müller" alarmierte den Rest seines Teams, einen Erkennungsdienstler und den Tatortexperten Andreas Müller, den Kollegen den "kleinen Müller" nennen. Um 19 Uhr stoppten sie ihren Dienstwagen auf einem Feldweg in Euskirchen-Oberwichterich. Dort wartete die Schutzpolizei, deren Funkruf abgehört worden war; uniformierte Beamte versuchten den Kameras privater Fernsehjäger den Blick zu verstellen. Der Notarzt bekam einen Schock. Neben dem Weg lag ein totes Mädchen, nackt und angekohlt. Ein Spaziergänger, der mit seinem Hund unterwegs war, hatte Claudia Ruf um 16.15 Uhr gefunden. Die Polizei mühte sich, den Faden bis zum Ende aufzuspulen. Die Bonner Mordkommission wurde auf 17 Beamte aus verschiedenen Kommissariaten aufgestockt. Rolf Müller koordinierte die Recherchen der "Soko Ruf" und der parallelen Ermittlungsgruppe aus 21 Beamten, die sein Kollege Heinz Erpenbach im angrenzenden Neuss leitete.

Ein Bonner Gerichtsmediziner erkannte als Todesursache des Kindes "schwere Gewalteinwirkungen im Halsbereich" und deutete die Leichenflecken. Der Fundort war demnach nicht der Tatort; die Tote, die am Feldweg auf dem Bauch lag, war auf dem Rücken liegend zum Feldweg transportiert worden. Die Polizei verschweigt, ob Claudia erdrosselt oder erwürgt worden ist. Rolf Müller erklärt die Taktik: "Das weiß außer uns nur der Täter. Und wenn wir ihn kriegen, wollen wir es von ihm hören." Schließlich gebe es "kriminaltechnische Möglichkeiten im Grenzbereich" - und konserviertes DNS-Material. Der Zeitpunkt des Todes von Claudia blieb vage. Auch die Untersuchung des Mageninhalts, per Kurier zum Gerichtsmedizinischen Institut nach München gebracht, führte kaum weiter: "Frühestens vier bis sechs Stunden nach der letzten Mahlzeit", lautete das Ergebnis. Müller ist sicher: "Der Mörder hat das Mädchen mehrere Stunden festgehalten, bevor er es umbrachte."

Wilde Spekulationen wucherten schon bald. Ein privater Fernsehsender berichtete von einer zweiten Obduktion, die es aber nie gegeben hat.
Eine Illustrierte wollte wissen, ob tatsächlich engste Verwandte des Opfers in den Kreis der Verdächtigen geraten seien.
Eine Kölner Boulevardzeitung druckte das Phantombild eines Mannes, der in der Eifel versucht hatte, ein Mädchen in seinen Wagen zu zerren, und formulierte die Schlagzeile: "Hat Claudias Mörder wieder zugeschlagen?"
Schließlich stoppte die Mordkommission den Unfug. "Dies soll keine Medienschelte sein", hieß es im Pressebericht 154/96, "muß aber einmal gesagt werden: Es ergeben sich dadurch Schwierigkeiten in den Ermittlungen." Falsche Nachrichten "könnten die Bürger davon abhalten, weitere Informationen an die Kommission zu geben".

Die Sonderkommission verdichtete Hinweise und eigene Ermittlungen aus alten Fallakten zu rund 2500 Spuren. Sie überprüfte etwa 8500 Personen und untersuchte 2000 Autos. Doch die Fahnder kamen nicht weiter. Vergeblich verglichen sie die Sexualmorde an der elfjährigen Kim aus Varel im Emsland, der siebenjährigen Nathalie aus dem bayerischen Epfach und der elfjährigen Jennifer aus dem westfälischen Versmold auf mögliche Übereinstimmungen mit ihrem Fall. Bonner Beamte reisten nach Belgien, wo die Kindermorde des Marc Dutroux entdeckt worden waren. Sie fanden auch dort keine Verbindung zu Claudia.


Die Fakten

Claudia verließ am 11. Mai, einen Tag vor Muttertag, ihr Elternhaus in Grevenbroich-Hemmerden. Sie schellte bei Nachbarn, um den schwarzen Dackelmischling "DJ" auszuführen. Der Hundebesitzer, dem später ein Video des Senders Sat 1 vorgeführt wurde, erinnerte sich genau: Er sah am Samstag in der Sendung "ran" das Fußballspiel Schalke 04 gegen Bayern München, das 1:0 endete; Claudia hatte beim ersten Werbeblock um 18.15 Uhr geklingelt. Gegen 18.30 Uhr war das Mädchen einer Hundebesitzerin auf dem Feldweg nach Oberwichterich begegnet und nach einem "Hallo" mit "DJ" weitergegangen. Um 18.45 Uhr war Borussia Dortmund deutscher Meister. Beim dritten Werbeblock hatte der Mischling bei seinem Besitzer um Einlaß gebellt. "DJ" war allein zurückgekommen - mit Halsband, aber ohne die Leine mit dem automatischen Rückholmechanismus. Claudias Eltern - sie haben noch zwei Kinder - erstatteten Vermißtenanzeige.


Die Suche und der Fund

Hundertschaften von Polizisten durchkämmten an jenem Mai-Wochenende die Felder und einen stillgelegten Braunkohlentagebau bei Grevenbroich. Die Neusser Kripo bildete sofort eine Sonderkommission. Am Montag wurde Claudias Leiche entdeckt - auf dem kürzesten Weg 80 Kilometer von dem Ort entfernt, wo sie vermutlich entführt worden ist.

Bild
Spurensicherung am Fundort.
Foto: Kölnische Rundschau


Spurensuche und Ermittlungen

Die Mordkommission schickte unter "http:/www.nrw.de./im/lka/ruf2/htm" einen Aufruf ins Internet. Die Staatsanwaltschaft bat die Bevölkerung um Hinweise und lockte mit 20 000 Mark Belohnung. Eduard Zimmermann fahndete in seiner Fernsehsendung "Aktenzeichen XY . . .". Alles führte keinen Schritt weiter. Die "Soko Ruf" kaufte in Geschäften und direkt bei Herstellern die Sachen nach, die das Mädchen zuletzt getragen hatte: eine dunkelblaue Kapuzenjacke mit Streifen, schwarze Jeans, karierte Leinensportschuhe der Größe 36. Die Beamten bekleideten damit eine 145 Zentimeter große Schaufensterpuppe, montierten den Kopf des Mädchens von einem farbigen Urlaubsfoto auf die Puppe und klebten dann 36 000 Fahndungsplakate an Gebäude, Busse und Bahnen - ohne Echo.

"Der Fall Claudia ist unser teuerstes Verbrechen", hat Kriminaloberrat Hans-Willi Kernenbach (42), Leiter der Kriminalgruppe 1 in Bonn, ausgerechnet. Bis zum Jahresende 1996 wurde in Neuss 24 000 und in Bonn 16 775 Stunden lang ermittelt; in Neuss wurden 6550 Überstunden aufgeschrieben, in Bonn 4742. Kernenbach: "Der Versuch, diesen Mord aufzuklären, hat bisher allein Personalkosten von etwa vier Millionen Mark verursacht." Die Ermittler mußten in Computern, die wegen Überfütterung zusammengebrochen waren, zwei Festplatten wechseln. Schließlich wurden die Hinweise zum Rinnsal. Die Mordkommission schrumpfte auf je zwei Männer in Bonn und Neuss, die nicht auf Kommissar Zufall warten wollen. Andreas Müller, Vater zweier Kinder, sucht den Schlüssel zum Verbrechen selbst in Akten, die bis ins Jahr 1979 zurückreichen: "Theoretisch könnte ja ein verurteilter Kindermörder, der nach 15 Jahren freigekommen ist, unser Mann sein." Er schaut von seinem Schreibtisch auf die Regale mit den Protokollen, die er wieder und wieder vergleicht: "Es würde schon weh tun, wenn wir den Täter überprüft und nichts gefunden hätten."

Quellen: Welt | Zeit


Video: SAT.1 Frühstücksfernsehen - Der Fall Claudia Ruf
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Zuletzt geändert von Salva am So, 6. Jan. 2019, 14:24, insgesamt 1-mal geändert.



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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mo, 12. Mär. 2018, 12:14

10.03.18, 11:15 Uhr

Elfjährige an A1 ermordet aufgefunden – neue Spuren im Fall Claudia Ruf

Der fast 22 Jahre alte Mordfall Claudia Ruf wird wieder aufgerollt. Es gibt neue Beweise und neue Spuren.
Das Mädchen aus dem kleinen Dorf Hemmerden nördlich von Grevenbroich war am 11. Mai 1996 entführt, missbraucht und zwei Tage später am Rand eines Wiesenwegs bei Oberwichterich im Kreis Euskirchen an der A 1 ermordet aufgefunden worden.

Fall Claudia Ruf: DNA-Material ausgewertet

Nach Informationen Völls sei es nun gelungen, DNA-Material aus den Spuren, die am Tatort oder am Leichnam des Mädchens gesichert worden waren, mit neuen Methoden zu extrahieren. Dabei wurde demnach Spurenmaterial an die Rechtsmedizin der Münchener Ludwig-Maximilians-Universität geschickt, die ein neues, präziseres Verfahren zur DNA-Bestimmung von Mischspuren entwickelt hat. (...)
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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 12. Mär. 2018, 19:47

Das ist doch mal wieder eine gute Nachricht! :like: Hoffentlich führt die Spur zum Täter und hoffentlich lebt der dann auch noch!
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#4

Ungelesener Beitrag von Countdown » Di, 29. Mai. 2018, 07:32

Das ist ein Gerücht, es gibt keine neue Spur.

Die sollen das Kind beim Namen nennen.
Es gibt Ermittlergespannen die sie nicht nennen.

Die werden eine bestimmte Berufsgruppen einen DNS Test unterziehen, das ist alles :sneezing:
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#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 30. Mai. 2018, 19:08

@Countdown
:thinking: Und das weißt du woher bzw. von wem?
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#6

Ungelesener Beitrag von Countdown » Fr, 1. Jun. 2018, 07:13

Das war die Aussage der zuständigen Staatsanwaltschaft, es gibt keine neue Spur oder gar neue Beweise.
Aber es gibt neue Erkenntnisse.

Und von der Polizei selber habe ich erfahren, das es im Fall Claudia Ruf der gleiche Täter ist wie im Fall Regina Neudorf.

Von der molligen, lesbischen Beamtin mit den dunklen kurzen Haaren (das treffen im März oberhalb der Kasematten in Düsseldorf)

ich weiß leider nicht wie sie heißt sonst würde ich den Namen nenne.
Das soll der Einsatzleiter ruhig wissen, die hat noch mehr von deren Ermittlungen preis gegeben :clap: :y:
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#7

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 2. Jun. 2018, 08:44

@Countdown
Wir werden sehen, ob es tatsächlich neue Spuren, Erkenntnisse, Beweise oder gar nichts zu erfahren gibt. Sei doch mal ein bisschen optimistischer! ;)
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#8

Ungelesener Beitrag von Countdown » Mo, 4. Jun. 2018, 23:53

@Countdown

Wenn eine Polizeibeamtin in der Öffentlichkeit mit einem Kollegen Ergebnisse der Observation austauscht und das so laut, dass das Umfeld alles mithört, ist gleich unqualifiziertes Personal.

Die Aufnahmen und die Dokumentation von deren Observation, hahaha, die hast du ja schon bekommen.

Witzig das Ganze!!!
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#9

Ungelesener Beitrag von Countdown » Mi, 6. Jun. 2018, 23:13

Heute ist Claudia Ruf Geburtstag.
Ich wünsche ihr alles gute, wo immer sie auch sein möge :candle:


@Realhunter2018
Danke für die mein Geburtstagsgeschenk heute :kissing:


@Salva
warten wir mal ab, was die Ermittlungen ergeben.
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#10

Ungelesener Beitrag von Countdown » Sa, 1. Sep. 2018, 23:00

So lange ich Lebe werde ich diese Verbrechen versuchen aufklären.
Und wenn die Spur noch so abwegig ist, werde ich sie prüfen.
Sie haben einer Seelenverwandten von mir unrecht an getan und dafür werden sie bezahlen.
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#11

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 28. Dez. 2018, 12:48

Guten Tag, Miteinander.
Miteinander, meint, Salva und Kartoffelstick.
Wie gehabt.

Ich versuche Momentan diesen ungelösten Mordfall im fatzebuch etwas ausführlicher unter die dortige Crime-Gemeinde zu bringen. Da will aber Keiner so recht mit mir spielen. Im Grunde, wie hier. Hm?!
Jedenfalls wird da jetzt häufiger "Allcrime" verlinkt. Auch dieser Fall. Wunderbar. Ja, es ist das käsebuch, das ist leider für alle True-Crimer ein No Go-Pfui Bah! Aber die dortige Community ", allen voran, "Gundlach Christiane" (der Salva im fb, als Frau!
Gott, dafür kriege ich dann bestimmt keine Antwort!) Die nehmen das genau so ernst, und haben das Herz am richtigen Fleck, wie diese Community hier. Sonst wäre ich da nicht. Pommes, der "Fusionär"! Es darf gelacht werden.

Ich fürchte ehrlich gesagt, nichts, bis wenig Weiteres wird sich auch Jemals nochmal in diesem Fall ergeben.
Von daher, wird es mir auch nicht gelingen. Mehr zu Ergründen, meine ich.

Geschätzter Admin., falls Du etwas mehr "familiar" (wie unsere Yankee-reddit-Kollegen sagen würden) mit dem Fall bist?! Selbstverständlich rein rhetorisch, denn in der Regel gibt es keinen Fall, mit dem Du nicht vertraut bist.

Ganz direkt:
"Warum" zum Serienkiller, gab es denn damals bitte keinen Massen-DNA Test in Neuss und auch Keinen in Euskirchen?!
Oder habe ich das schlicht nur überlesen?!
Weil dieser Umstand doch nur einen ganz bestimmten Grund haben kann?!
Es war "Neun-Zehn-Sechs'und-Neunzig", wie schon die fettigen Brote einmal den Temporären Umstand dieser Dekade, Musikalisch festhielten.
Aber allen Flachwitzen zum Trotz.
Wenn ich mich recht entsinne war es Mitte der Neunziger doch total opurtun, diese brandneue Technik zum Einsatz zu bringen. Es gab doch Tests bei jedem Ladendiebstahl. Oder trügt mich hier mein Halbwissen?!

Zweitens, fällt mir, wie so oft, und so leid es mir tut?! Ey, sorry, aber, aber...
Also auch im Claudia Ruf-Fall.
Wie soll ich es sagen?! Es gab ja schon recht früh "Vermutungen", in diese Richtung. Denn, wie so oft, es ist das Bild und Fotomaterial, was mir schon wieder, absolute und sehr, sehr laute Alarmsignale in den Hobby Crime Gehörgang tutet.
Ich habe da nämlich schon wieder dieses Sodbrennen, ich sags ganz ehrlich.
Ich hörte zwar von zwei weiteren Schwestern, aber überhaupt mal irgendein Statement eines Family Members = Fehlanzeige.
Oje!
Weil, es war mit Sicherheit schon dunkel. Sie wurde (ziemlich persönlich!) stranguliert, oder erwürgt (Mit der Dackel-Leine?!) Zumindest brauchte der Täter diese Hundeleine. Um Claudia zu fixieren. Das heißt, es war nicht geplant. Der Täter hatte keinerlei "Ausrüstung" für diese Tat mitgenommen. Ouh, man.
Damit würde ich mich fast schon festlegen. Man hat Claudia verfolgt. Man stellte Ihr schon im "Dorf"nach. Jedoch erst, ab dem Hunde-Nacbarn.
Obendrein heißt es, "Zwei", es heißt wirklich so, "zwei" Dorfbewohner wollen gesehen haben, wie Claudia von einem fremden Autofahrer angesprochen wurde!
Eieieieieieiei. Als ich das gelesen habe?!
Puh!
Diese beiden "Dorfbewohner", sind doch wohl auf "links" gedreht worden, von der Polizei?!
Ich bin nämlich auch aus so einem Rheinischen Dorf.
Wenn ich im "Dunkeln" gesehen hätte, wie die "11" Jährige Nachbarstochter aus einem fremden Auto, von einem fremden Mann angequatscht wird?! Also wirklich!
Dann die Timeline. Der Sachverhalt.
Auch hier, wieder alles vage und ohne Uhrzeit. Claudia wurde vermisst gemeldet von der Mutter. Nachdem der Dackel "alleine" zurückkam. Schön und gut, aber "wann" denn, präzise? Welche Uhrzeit?!

Mir sagt im Grunde das "eine", einzige Foto wider alles. Ein popeliges Schwarz-Weiß Foto, sogar fast noch?! Wir schreiben das Jahr 1996, nicht die Zahlen verdrehen = 1969!
Wahrscheinlich, waren es die Ermittler, die das Foto Kolorierten?!
Oje, existieren in Wahrheit gar "keine" Spermaspuren?! Konnte man gar kein Sperma im Mädchen nachweisen?! Verbrennen, oder ins Wasser legen. Diese Vertuschungstaktik wird sehr häufig vom direkten Umfeld angewendet.
Sie wurde Samstag-Abend entführt.
Montag hätte Sie in die Schule gemusst.
Welcher Täter, mit PkW kann ein Mädchen übers Wochenende ungesehen entführen , aus dem Auto, rein ins Auto?!
Welcher Täter kann Sie Samstags und Sonntags ganz locker 2 Tage unbemerkt missbrauchen?!

Oje!
Für den Pommes ist der Fall damit schon fast wieder gegessen, wie ne' Pommes. Eine "Hausgemachte" Pommes, wenn man mich versteht?! Aus den eigenen "Reihen", wenn man so will.

I said it a thousand times!
It is such a very important message for all crime-cases.

In most cases, the perpetrator comes from the victim's immediate environment.

Warum glaubt mir denn Keiner?!
Schluchz!
Buhähä!
Nie glaubt mir Jemand?! Das könnt ihr mir glauben. Ach, ich glaub', ich geh'mir jetzt Pommes machen.
Frustrierend.
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#12

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 29. Dez. 2018, 01:14

PommesAgnum hat geschrieben:
Fr, 28. Dez. 2018, 12:48
"Warum" zum Serienkiller, gab es denn damals bitte keinen Massen-DNA Test in Neuss und auch Keinen in Euskirchen?!
Oder habe ich das schlicht nur überlesen?!
Damals wurden an Claudia's angekohlten Leichnam "Mischspuren" des Täters gefunden, die zu dieser Zeit natürlich noch nicht ausgewertet werden konnten. 2009, nachdem die DNS-Analysetechnik fortgeschrittener war, gab es dann einen Massentest. Allerdings ohne Erfolg. Im März 2018 wurde der Fall Ruf wieder aufgerollt und um die 150 Männer zur Abgabe einer Speichelprobe eingeladen. "Auch" aus dem Rhein-Kreis Neuss.
Diese Mischspur ist aber nicht der einzige Hinweis den die Ermittler haben sollen: es gibt da u.a. noch diese zwölf Verweigerer, die zur Tatzeit von Zeugen gesehen und auch benannt wurden. Das ist jedenfalls die offizielle Version. Inoffiziell... na ja... da hört und liest man so einiges. Wie in vielen anderen Fällen auch. Es gibt halt immer jemanden der jemanden kennt, der wiederum jemanden kennt der was weiß. Und manchmal gibt es Leute die ganz nahe dran sind und sich auch mitteilen (wollen). Kennst du ja. Was da stimmt? Wer weiß. Die Polizei/StA bestätigt jedenfalls nichts davon und berichtet auch nicht darüber und was die nicht preisgeben, existiert auch nicht. Jedenfalls nicht für "seriöse" Hobbykriminologen und schon gar nicht für Plattformen mit "anderen", mutmaßlich besseren "Standards".

PommesAgnum hat geschrieben:
Fr, 28. Dez. 2018, 12:48
Ich versuche Momentan diesen ungelösten Mordfall im fatzebuch etwas ausführlicher unter die dortige Crime-Gemeinde zu bringen.
Schick' mir doch bitte mal den Link zu dieser Community :like:

PommesAgnum hat geschrieben:
Fr, 28. Dez. 2018, 12:48
Ja, es ist das käsebuch, das ist leider für alle True-Crimer ein No Go-Pfui Bah!
Echt? Und warum soll FB "für alle True-Crimer ein No Go-Pfui Bah!" sein? :thinking:
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#13

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 29. Dez. 2018, 02:10

@Salva

Na ja, komm?!
Wenn wir das mal vergleichen wollen, dann ist fb- auf jeden Fall die Brüll und Schrei-Plattform mit wirklich minimalsten Umgangsformen.
Ähnlich gestaltet sich dort das Hobby des Hobby-Crimers.
Dachte ich ja eigentlich auch. Bis jetzt.
Aber...
Also, die Christiane, die is richtig, richtig gut.
Jetzt wäre mir bald, für eine Frau, nicht schlecht, raus gefleucht.
Jedenfalls, liegt der Frau Gundlach auch etwas an den Opfern und den Fällen.
So, wie einem gewissen Administrator hier ja auch.
Die hat ein eigenes Troll-Filter System, dat muss man mal erlebt haben. Sie mag das gar nicht, wenn man nicht mit den Fällen vertraut ist.
Sie steckt da Herz und Hirn rein, und das merkt man auch. Wie, bei Dir halt.
Obwohl es sich ja eigentlich nur um "feyspuch" handelt, sollte man meinen.
Die Christiane überlegt, analysiert und Schlussfolgert, das es mich grinsen lässt.
Kein, ach, wirklich kein Einziger Allmy-Mod hat auch nur annähernd die Skills, wie Christiane.
Klasse, die Frau!
Glaub mir, sonst würde ich mich da nicht herum treiben.
Durch Sie bin ich mit "Walter Föger" befreundet. Gut, heißt auf fb nix, ich habe aber richtig mit ihm interagiert, wie man so achön sagt. Toller Typ.
Auch Lydia Benecke oder Michael Grandt arbeiten mit Ihr.
Ich bin klar für eine "Fusion".
Weil ihr Beiden seit Euch gruselig ähnlich.
Also für mich, seit ihr Beiden die besten True-Crimer im Netz. Punkt.
Weil wir aber auch ungefähr dieselbe Community haben. Klein, fein, Familiär.
Anspruch, meine ich natürlich!

Lange Rede:

christiane privat/solo
https://www.facebook.com/ChristianeGund ... ation=chat

die allgemeine Gruppe
https://www.facebook.com/groups/398490440334929/

Das ist Ihre rechte Hand, also, das was Sabine bei Dir ist. Der Leutnant, quasi. Die ist auch absolut nicht auf den Kopf gefallen, die Frau.
https://www.facebook.com/susanne.straetker
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#14

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Dez. 2018, 16:46

@PommesAgnum
DANKE für die Links :like:

Also was die Kommentare bei FB usw. betrifft, da bin ich der Meinung, dass es auch dort solche und solche gibt. Jedenfalls geht's auf den Social Media Plattformen nicht schlimmer zu als in den Kommentarbereichen der "großen und seriösen" Online Medien.
Ich persönlich stehe dazu und bleibe dabei: wenn es um einen Kriminalfall geht, sollte man stets alle Quellen und Infos heranziehen und bei seinen eigenen Überlegungen berücksichtigen und zwar unabhängig von der Art und Weise, wie diese Infos formuliert sind oder wo die veröffentlicht wurden. Es geht nur um die Inhalte.
Was den Wahrheitsgehalt eines Kommentares oder Beitrages betrifft, den können wir grundsätzlich nie richtig einschätzen Denn: wer, außer den Beteiligten oder Betroffenen, weiß schon im Vorfeld, wie die Ermittlungs- und Strafverfolgungsbehörden aus ermittlungstaktischen und -strategischen Gründen ihre Informationen weitergeben? Und vor allem was davon? Das wird offensichtlich immer wieder vergessen, was sich besonders in den Diskussionen auf einschlägigen Plattformen beobachten lässt.

Das mit der "Fusion" wird nix, Pommes, denn ich habe nicht ohne Grund unseren FB-Account einschl. der knapp 600 Einträgen gelöscht. Wenn die Community dort mal ein Forum aufbauen sollte, kein Problem :like:
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#15

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 5. Jan. 2019, 15:35

Ermittler verfolgen neuen Ansatz im Fall Claudia Ruf.

Da sieht man mich jetzt grübeln.
Diese Verlautbarung ist allerdings wirklich erst von Vorgestern.

03.01.2019 DÜSSELDORF/EUSKIRCHEN.

Weil, also ist das jetzt nur die aufgewärmte Info vom letzten Jahr?!
Der "neue" Ermittlungsansatz, wie es so schön hieß?!
Weil diesen so called "Ansatz" ja unser "Countdown", schon vor "8" Monaten als "Gerücht", und damit als Null-Spur/Null-Nummer entlarvte. Womit er ja scheinbar auch nicht falsch lag.
Ist das Taktik? Hat man vielleicht Jemanden auf dem Schirm, der nach gestandenen "22" Jahren doch noch Nervös werden könnte?

Ehrlich gesagt, schenke ich "Countdown" hier mehr Vertrauen, als dem LKA-Chef. Sorry!
So gesehen, stell ich mir die Frage, was das Ganze soll, mit Verlaub?!


http://www.general-anzeiger-bonn.de/reg ... 10340.html
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#16

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Jan. 2019, 13:35

Der neuste Beitrag bei e110 bzgl. der aktuellen Lage:
Mehr als 22 Jahre nach dem Mord an der elfjährigen Claudia Ruf in Grevenbroich haben die Ermittler wieder Hoffnung, den Fall doch noch aufzuklären. «Es gibt einen neuen Ermittlungsansatz», sagte der Chef des Landeskriminalamts, Frank Hoever, der Deutschen Presse-Agentur. Aus taktischen Gründen könne dieser Ansatz noch nicht näher erläutert werden.

Während ein DNA-Test von 2010 mit den Speichelproben von etwa 350 Männern erfolglos blieb, wird mit Unterstützung der LKA-Profiler derzeit ein zweiter Massen-Gentest durchgeführt. «Sollte dieser erfolglos bleiben, ist eine Ausweitung denkbar», sagte Hoever in Düsseldorf.
Ein Durcheinander ist das mit den "Massentests", "Überprüfungen" und "neuen Ermittlungsansätzen" :thinking:
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#17

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Fr, 15. Nov. 2019, 18:30

1.600 Männer müssen zu DNA-Massentest

15.11.2019, 17:33 Uhr
Seit 23 Jahren ist der Mord an der damals elfjährigen Claudia Ruf unaufgeklärt. Nun soll eine DNA-Massenuntersuchung die Polizei zum Täter führen. Das Mädchen war 1996 entführt, vergewaltigt und ermordet worden.
Ein DNA-Test bei 1.600 Männern soll im 23 Jahre ungeklärten Mordfall an der elfjährigen Claudia Ruf aus Grevenbroich den Mörder doch noch enttarnen. Profiler vermuten ihn im damaligen dörflichen Umfeld des Mädchens: "Es könnte ein unbescholtener Bürger aus der Nachbarschaft gewesen sein."

800 Männer aus ihrem Dorf, die zur Tatzeit zwischen 14 und 70 Jahre alt waren und dort noch wohnen, sollen schon in den nächsten Tagen eine Speichelprobe abgeben. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft am Freitag in Grevenbroich angekündigt.

Man wisse jetzt auch, warum die Leiche des Kindes 70 Kilometer entfernt bei Euskirchen auf einem Feldweg abgelegt wurde, könne dies aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht verraten.

Die Ermittler veröffentlichten am Freitag einen Appell des Vaters des Mädchens: "Bitte helfen sie der Polizei. Bitte helfen sie mir." Es bestehe jetzt die Chance, das traurige Schicksal seiner Tochter doch noch aufzuklären. "Er muss sich endlich erklären. Er hat sich lange genug hinter uns allen verstecken können." (…)
Quelle: T-Online
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#18

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 23. Nov. 2019, 19:59

Sa, 23. November 2019: In Nordrhein-Westfalen beginnt heute ein neuer DNA-Massentest im Mordfall Claudia Ruf. Die Polizei hat 800 Männer, die zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 70 Jahre alt waren, eingeladen, eine Speichelprobe abzugeben. Mit dem Test hoffen die Ermittler, den Mörder 23 Jahre nach der Tat noch zu enttarnen.
Am ersten Tag werden 200 bis 300 Männer in einer Grundschule in Grevenbroich erwartet. Die elfjährige Schülerin Claudia Ruf war im Mai 1996 in dem Ort entführt, vergewaltigt und ermordet worden. Ihre Leiche wurde 70 Kilometer entfernt in Euskirchen bei Bonn auf einem Feldweg gefunden. Spezialisten hatten den alten Mordfall erneut untersucht und neue Ermittlungsansätze entdeckt.
Quelle: e110
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#19

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 5. Dez. 2019, 22:00

Do, 5. Dezember 2019: Bei der ersten Phase des Massen-Gentests im Mordfall Claudia Ruf sind 78 Männer nicht zur Abgabe der Speichelprobe erschienen.
«Das kann verschiedene gute Gründe haben», sagte ein Polizeisprecher heute in Bonn: Krankheit, Urlaubsreise, berufsbedingte Abwesenheit, Nicht-Erhalten der Einladung. «Wir werden diese Männer nun kontaktieren. Bislang haben wir keinen einzigen Verweigerer.»

945 von 1023 angeschriebenen Männern waren an den vergangenen beiden Wochenenden freiwillig zum Test erschienen. Zudem seien bereits 350 Bitten an Polizeidienststellen bundesweit versandt worden, von Männern, die zur Tatzeit in Grevenbroich-Hemmerden gewohnt haben, eine Speichelprobe zu nehmen, so die Polizei. Erst zum Schluss sollen die Männer kontaktiert werden, die ins Ausland gezogen sind, sowie die Angehörigen der bereits gestorbenen Männer.
Quelle: e110
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#20

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 11. Dez. 2019, 05:47

Massen-Gentest im Fall Claudia Ruf: Erste Ergebnisse liegen vor

10.12.2019 17:05
Bei der ersten Phase des Massen-Gentests im Mordfall Claudia Ruf fehlt nur noch von 13 Männern eine Speichelprobe.
"Die haben wir bislang nicht erreicht", sagte ein Polizeisprecher am Dienstag in Bonn. Vergangene Woche waren es noch 78 Männer.

Weiterhin gebe es niemanden, der den Test ausdrücklich verweigere. 1010 von 1023 angeschriebenen Männern der ersten Phase haben somit bereits eine Speichelprobe abgegeben. 300 Proben seien bereits ausgewertet - "alle negativ".

Die zweite Phase habe bereits begonnen: Rund 900 Männer, die nicht mehr in Grevenbroich-Hemmerden leben, damals aber Bezüge dorthin hatten, sollen ebenfalls eine Speichelprobe abgeben (TAG24 berichtete). (…)
Quelle: Tag24
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#21

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Fr, 6. Mär. 2020, 11:50

06.03.2020
Ermittlungen im Grevenbroicher Mordfall Ruf : Ermittler suchen auch im Ausland.
Die Mordkommission will nächste Woche über den aktuellen Sachstand berichten.
Die Ermittlungen im Mordfall Claudia Ruf laufen weiterhin auf Hochtouren. Mittlerweile wurden rund 1500 DNA-Proben zur Auswertung beim Labor des Landeskriminalamtes abgegeben. „Mehr als 1300 Proben sind bereits ausgewertet worden“, sagt Helmut Scholten, Leiter der Polizeipressestelle Bonn. „Bislang ohne Befund.“ Vom Mörder des zur Tatzeit (1996) elfjährigen Mädchens aus Hemmerden gibt es noch keine Spur.

Quelle: WZ
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#22

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 1. Nov. 2020, 16:22

Bei den Massengentests scheint bisher nichts herausgekommen zu sein.

Was mich schon wieder verwundert:

1. Der Auffindeort ist lt. verschiedener Quellen, 50 km, 65km, 70 km oder 80km von Wohnort entfernt.
Man wisse jetzt auch, warum die Leiche des Kindes 70 Kilometer entfernt bei Euskirchen auf einem Feldweg abgelegt wurde, könne dies aber aus ermittlungstaktischen Gründen noch nicht verraten.
Dann müsste man doch auch wissen, wie weit genau der "Auffindeort" entfernt ist.

2. Mit der Hundeleine gefesselt und später erwürgt ? Gut eine Dackel ist keine Gefahr für einen Täter, aber in einem Gebiet, wo viele Hunde ausgeführt werden, kann ein davon rennender laut bellender Dackel z.B. einen Rottweiler samt Herrchen anlocken. Und dann hätte der Täter ein Problem. -> kannte der Täter den Dackel und konnte das ausschließen ?

3. Bei damals ci. 2600 Einwohnern ist ein Gentest mit 1600 Männern schon "sportlich".
Sieht man allerdings die Lagebeschreibung an: " Die Ortschaft Hemmerden grenzt im Westen an das zur Stadt Jüchen gehörende Dorf Bedburdyck, im Norden an die Stadt Korschenbroich und im Osten an Kapellen. Die ehemalige Gemeinde Hemmerden hatte eine Fläche von 10,19 km²." sind es m.E. viel zu wenige.

4. Hemmerden liegt an der A46 über die man recht schnell nach Euskirchen gelangen kann.
Es gibt sogar einen Rasthof direkt neben dem Ort und eine Autobahnauffahrt im Nahbereich.
Das könnte eher auf einen auswärtigen Täter hinweisen.

5. Wenn der Täter keine Beziehung zum Auffindeort hat, scheint mir die Ablage bei Euskirchen irgendwie blöd.
In der Nähe von Hemmerden ist eine Braunkohlerevier (Garzweiler). Dort kann man eine Leiche an einer ausgekohlte Stelle für Jahre verschwinden lassen.
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#23

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 19. Apr. 2021, 22:53

PommesAgnum hat geschrieben:
Sa, 5. Jan. 2019, 15:35
Ermittler verfolgen neuen Ansatz im Fall Claudia Ruf.

Da sieht man mich jetzt grübeln.
Diese Verlautbarung ist allerdings wirklich erst von Vorgestern.
Ich habe in einer ominösen Quelle den folgenden Satz gefunden:
Der Ort der Leichenablage liegt direkt auf der Strecke einer Abkürzung zur Schützenhalle der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft Mülheim-Wichterich 1926 e.V.
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1996 | Grevenbroich-Hemmerden | Claudia Ruf (11) ermordet

#24

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Di, 20. Apr. 2021, 16:44

Hui!
Hey, Hey! Du, So nich, so aber nich. Sei gegrüßt, Señor Duchonin!
Tja, muss ich jetzt fragen, ich nehme mal an, haste auch mit gerechnet.
Woher weissu?! Trotzdem natürlich interessant, mein Lieber.
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#25

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 20. Apr. 2021, 20:27

Duchonin hat geschrieben:
Mo, 19. Apr. 2021, 22:53
... in einer ominösen Quelle den folgenden Satz gefunden...
Diese Quelle verweist auch auf ein Schützenfest im Jahr 1995 in dieser Halle, bei dem ein Täter sich möglicherweise Ortskenntnisse auf dieser Strecke hat aneignen können. Was ja zunächst mal plausibel ist. Weiterhin führt er aus, das ein Grund für die Ablage dort die Notwendigkeit gewesen sein könne, sich des Leichnams zu entledigen als es dunkel wurde er aber schon sehr nahe an seinem Zuhause war. Ebenfalls führt diese ominöse Quelle ins Feld, das die Berechnung des Täters was, daß sollte er gesehen werden wie er auf freiem Felde ein Fahrzeug parkte er eine Ausrede hatte und mit einem heimischen, nämlich Euskirchener Kennzeichen weit weniger auffällig gewesen wäre. Soweit so spekulativ, aber auch ein nicht verwerflicher Gedankengang. Gerade dann nicht, wenn der Täter tatsächlich einen Lieferwage fuhr, der auf den Feldern dann doch schnell auffällt.

Zum Wort Ominös:

Etymologie
Omen · ominös
Omen n. ‘Zeichen, gutes oder böses Vorzeichen, Vorbedeutung’, Übernahme (16. Jh.) von gleichbed. lat. ōmen. ominös Adj. ‘von böser Vorbedeutung, unheilvoll, bedenklich’, entlehnt (17. Jh.) aus gleichbed. frz. omineux

Also eine Quelle voller böser Vorzeichen. Das erschließt sich mir nicht ganz. Ich kenne die Schlußfolgerungen dieser Quelle zu den Fällen Birgit Ameis, sie sei in ihrem Apartment ermordet, Frauke Liebs sein in einem Kofferraum eines Fahrzeugs mit Stufenheck und teilweise vorklappbarer Rückbank herumgefahren worden und hier nun die Claudia Ruf habe den Hund abgeholt weil sie sich zum Autobahnrastplatz gehen wollte um sich etwas zu kaufen und sich mit Hund sicherer fühlte. Das ist alles nicht allzu dumm und verdient, trotz aller seiner abfälligen Bemerkungen gegen die Polizei, Ermittler, Zielfahnder und Staatsanwaltschaften eine gewisse Anerkennung.

:thinking:
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#26

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Di, 20. Apr. 2021, 22:31

Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 20:27
"... das ein Grund für die Ablage, die Notwendigkeit gewesen sein könnte, sich des Leichnams zu entledigen..."
Exakt!
Wenn ich das mal nach meinem persönlichen Gusto ergänzen dürfte: "Ein Grund für die Ablage könnte die Notwendigkeit gewesen sein, sich in jedem Fall des Leichnams entledigen zu "müssen", weil der Täter ziemlich offensichtlich unter Zeitdruck stand. Bedeutet = Er stand unter irgendeiner Art von Beobachtung, er war zumindest schon mal keineswegs Single, bzw., war er nicht alleinstehend. Demnach war er nämlich kein Einzelgänger, der von vielen Usern geradezu ersehnte einsame Wolf. Der Täter stand (neben Claudia!) zumindest noch in einer weiteren/anderen Beziehung. Ich nehme an, dabei handelte es sich um eine für erwachsene Männer seines Alters, angemessenere, eher "normalere", dem Alter entsprechenden Beziehung.
Schließlich verbrennt der Mistkerl Claudia sogar noch, d.h., er versucht es jedenfalls. Er benutzte Brandbeschleuniger (wahrscheinlich Benzin!), weswegen Passanten auch überhaupt erst darauf aufmerksam werden. Um wie viel Uhr genau Claudia am Montag im Euskirchener Feld gefunden wird, und wie weit fortgeschritten der Verbrennungsstatus der Leiche war, dazu werden niemals irgendwelche Angaben gemacht. Der Täter lässt hier aber, meiner Meinung nach, erkennen, das ihm die Beseitigung seiner Spuren an Claudia viel wichtiger sind, als etwa sogar das extrem hohe Risiko frühzeitig von Zeugen entdeckt, oder erkannt zu werden. Warum sollte so etwas eine etwaige Drittperson machen. Warum sollte ein, sogenannter Fremdtäter, ein solch hohes Risiko in Kauf nehmen?!
Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 20:27
"...zu den Fällen: Birgit Ameis, sei in ihrem Apartment ermordet worden, Frauke Liebs sei in einem Kofferraum eines Fahrzeugs mit Stufenheck herumgefahren worden, und Claudia Ruf begab sich mit Hund zum Autobahnrastplatz..."
Hm, wahrhaftig interessante Thesen, werte Oma. Speziell im Ameis-Fall hat es ja eine, mehr oder weniger, ziemlich spektakuläre neuere Entwicklung gegeben, wenn ich das richtig verstanden habe. So eher in Richtung Gewaltverbrechen mit Todesfolge. Demnach wurde sie also doch ermordet. Und das schon in ihrem Appartement, sagst Du. Diesem grauen creepy Beton-Wohnklotz auf dem Flughafengelände, wenn ich das noch richtig behalten habe. Hui-Jui-Jui, das würde dann aber nicht nur sehr direkt die eine oder andere Person ihres näheren Umfelds erheblich verdächtig machen, wenn ich das mal so sagen darf, vor allen Dingen würde das ja beinahe schon zwangsläufig mehrere Täter erkennen lassen, im Hinblick auf den Transport der Leiche, meine ich. Dann hat sich meine "Selbstmord"-Theorie jawohl verselbstmordet, würde ich sagen. Das "ominöse" Bewegungsverhalten ihres roten PKW's war mitunter aber auch schon echt strange, genauso, wie das einschalten des "Flugmodus" ihres Selfphones, weil, sind wir mal ehrlich, dat würde halt nur ein Täter so machen.
Tja, die Info zum Liebs-Fall erscheint mir auch recht plausibel. Aber...
Im Liebs-Fall habe ich sogar einen kleinen neuen Info-Happen, es war jedenfalls für mich neu. Mir hat jemand die Info gesteckt, das ihre Turnschuhe, die man am Ablageort fand, halt in dieser Mulde, ich glaube, es handelte sich um weiß-rote Sneakers, das diese Schuhe eine zu kleine Größe besaßen, von daher, das es gar nicht Fraukes Schuhe waren. What?! Weißt Du vielleicht etwas darüber, ich meine, ist da was dran?! Weil, Du kannst es Dir sicher denken, aber mit Quellenangabe ist da nicht viel, bei so ner'Info.
Zu guter Letzt die Claudia Ruf-Info mit dem Autobahnrastplatz. Ich weiß nicht recht, kann ich mir ehrlich gesagt nicht so recht vorstellen, denn sie sprach ja schon mit dem "mutmaßlichen", von damaligen Ortsansässigen Augenzeugen, als fremd beschriebenen Täter inklusive fremden PKW, allerdings im eigenen Heimatort. Dann hätte sie sich an dem Tag ja neben diesem Knilch noch mit einer weiteren adulten Person mit gültiger Fahrerlaubnis getroffen?! Das halte ich dann doch, selbst für die früh-reifste 11 jährige Schülerin des Landes, für ein bisschen zu viel des Guten, bei allem nötigen Respekt, findest Du nicht.
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#27

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 20. Apr. 2021, 23:00

Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 20:27
Also eine Quelle voller böser Vorzeichen. Das erschließt sich mir nicht ganz.
Wörterbuch
omi·nös
1.
von schlimmer Vorbedeutung; unheilvoll
"ein ominöses Schweigen"
2.
bedenklich, zweifelhaft; berüchtigt
"eine ominöse Angelegenheit"
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#28

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 20. Apr. 2021, 23:27

Duchonin hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 23:00
1.
von schlimmer Vorbedeutung; unheilvoll
"ein ominöses Schweigen"
2.
bedenklich, zweifelhaft; berüchtigt
"eine ominöse Angelegenheit"
Und was genau sind dann ominöse Quellen?

Charles Manson ist auch keine gemeingefährliche Quelle, Dschingis-Kahn auch keine blutrünstige.

Eine Quelle ist zunächst eine Quelle. Sonst nichts. Zweifelhaft kann sie ja nur sein, wenn sie falsche Behauptungen ins Feld führt, jedoch trifft das wirklich zu? Hierzu hätte ich dann gerne ein Beispiel. Sie ist ausfallend den Ermittlern gegenüber, das stimmt aber meist nimmt sie nur die vorhandene, allgemeine Sachlage und erspinnt daraus Tatverläufe. Sie verlautbart diese auch sehr nachdrücklich, mal gelinde ausgedrückt, aber nicht um sie als Tatsachen zu verkaufen, sondern darum, die Ermittler einem gewissen Wettbewerbsdruck auszusetzen. Diese haben immer den Vorteil einen gehörigen Vorsprung in den Kenntnissen der Fälle zu besitzen und ihre Schlüsse unter dem Vorwand laufender Ermittlungen keinerlei öffentlicher Glaubhaftigkeitsprüfung unterziehen zu müssen. Insofern ist er für mich eher ein Güteprüfer in vorauseilender Freiwilligkeit. Er hat nicht unrecht, wenn er der Vulkan-Eifeler Polizidienststellen nicht die Lösung von Entführungsfällen zutraut, oder der Polizei des Landreises Trier-Saarburg zutraut Tanja Gräff 300m vom Ort der letzten Sichtung zu finden. Er ist ein gebranntes Kind. Er ist doch eher ein Quell ständiger Begeisterung und voller teils erstaunlich eingängiger Schlußfolgerungen. Für mich eine der unterbewertetsten Netzlinge der letzten Jahre.

Für seine Ausfälle wird er schon früher oder später von der Verkehrspolizei wegen eines kaputten Rücklichtes einen ausgewischt bekommen. Darum können wir das geflissentlich übersehen. Vielleicht beruhigt er sich auch von ganz alleine.
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#29

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 20. Apr. 2021, 23:45

PommesAgnum hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 22:31
meine "Selbstmord"-Theorie jawohl verselbstmordet, würde ich sagen. Das "ominöse" Bewegungsverhalten ihres roten PKW's war mitunter aber auch schon echt strange, genauso, wie das einschalten des "Flugmodus" ihres Selfphones, weil, sind wir mal ehrlich, dat würde halt nur ein Täter so machen.
Sehen Sie, obwohl Sich völlig dieses Umstandes bewußt waren, daß kein Mensch bei gesundem Menschenverstand, sein in Flugruhe im Kofferraum verstaut und sich auf Wanderschaft begibt oder auf seine letzte Reise fehlt es nicht wenigen an eben jenem messerscharfen Verstand wie die auf von Ihnen verwiesene Quelle bedingungslos getan hat. Sie geht davon aus, daß sich jemand in den letzten Stunden im Leben der Birgit Ameis in ihrem Zimmer befand. So kam es dann auch zu den eilig durcheinander zusammengepackten Schmutz- und Frischwäsche in ihrem Koffer.

PommesAgnum hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 22:31
Und das schon in ihrem Appartement, sagst Du
Sage tatsächlich nicht ich, sondern die ominöse Quelle. Da legt er sich fest. Und zwar schon bevor die Kripo vermeldet hat, daß sie von nun an von einem Kapitalverbrechen ausgingen
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#30

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 20. Apr. 2021, 23:51

Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 20. Apr. 2021, 23:27
Darum können wir das geflissentlich übersehen.
Es sei so. Mir ging es nur darum, zu zeigen, dass ich dieser Quelle sehr kritisch gegenüber stehe.
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