Schon Mitglied bei Allcrime?
Werde Teil unserer Community und du kannst auf unserer kostenlosen und werbefreien Kriminalplattform Themen erstellen, Beiträge verfassen, chatten, dich privat mit anderen Foristen austauschen und alle Funktionen nutzen. [Mitglied werden]

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Granus
Level 1
Level 1
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 0
Beiträge: 66
Registriert: 13.11.2015
Geschlecht:
Status: Offline

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Granus » Di, 24. Nov. 2015, 05:28

Wuppertal. Den Polizeibeamten bot sich ein furchtbarer Anblick: Als sie am Nachmittag des 2. Januar 1988 die Wohnung an der Wilkhausstraße betraten, hing die Leiche der damals 51 Jahre alten Sigrid Wolf an der Klinke der Badezimmertür. Der Unterkörper der Frau war entkleidet, Bluse und BH zerrissen. Offenbar hatte die kaufmännische Angestellte verzweifelt um ihr Leben gekämpft, das zeigen Blutergüsse auf dem Körper.

Bild
Das Opfer: Sigrid Wolf wurde in der Nacht zum 2. Januar 1988 in ihrer Wohnung an der Wilkhausstraße erhängt. Die 51 Jahre alte kaufmännische Angestellte soll vor der Tatnacht im Spielcasino Dortmund-Hohensyburg gewesen sein. Traf sie dort auf ihren Mörder?


Die damalige Obduktion ergab: Die 51-Jährige starb durch Erhängen. Tatwerkzeug war ein Ledergürtel. Zudem fanden die Gerichtsmediziner Würgemale am Hals des Opfers. Wahrscheinlich waren der Frau auch noch Mund und Nase zugehalten worden, als sie um Hilfe schrie. Verletzungen im Genitalbereich ließen auf ein Sexualdelikt schließen. Aufbruchspuren fanden sich weder an der Wohnungs- noch an der Balkontür.

http://www.wz-newsline.de/lokales/wuppe ... t-1.112770

Demnach war die geschiedene Frau, die als Chefeinkäuferin des Paritätischen Wohlfahrtsverbände viele berufliche Kontakte hatte, in der Nacht vor ihrem Mord im Spielcasino Hohensyburg gewesen, hatte 700 D-Mark gewonnen. 1100 Casino-Besucher wurden anschließend von der Staatsanwaltschaft überprüft - ergebnislos.

Fragen über Fragen. Seit 21Jahren sind sie unbeantwortet. Der Täter ist bis heute nicht ermittelt. Der Mordfall Sigrid Wolf ist einer der wenigen ungelösten Fälle in Wuppertal. Doch Mord verjährt nie. Im Jahr 2008 haben die Fahnder einen erneuten Vorstoß unternommen. Mehr als 200 Speichelproben wurden von Männern, die rund um den Tatort wohnen beziehungsweise gewohnt haben, genommen und mit DNA-Spuren aus der Wohnung des Opfers abgeglichen. Fehlanzeige. "Es gibt leider keine Übereinstimmung", sagt Chef-Ermittler Wolfgang Heuschen, Ermittler im Fall Sigrid Wolf.

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13528833.html

Allerdings gibt es zu etwa zehn der mehr als 200 Testpersonen noch keine Ergebnisse. Darunter sind Männer, die längst aus Wuppertal weggezogen sind und bislang nicht auffindbar waren. Und es gibt auch einige wenige, sich geweigert haben sollen, eine Speichelprobe abzugeben. Chef-Ermittler Heuschen zur WZ: "Wir geben nicht auf." Hinweise zum Mordfall Sigrid Wolf nimmt die Polizei unter der Rufnummer 0202-2840 entgegen.
0



Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 204
Beiträge: 7472
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 55
Status: Offline

Re: Der Mordfall Sigrid Wolf - 1988

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 24. Nov. 2015, 06:31

@Aixit
Hast du Infos darüber, ob die damals abgängigen Probanten ermittelt und deren DNS analysiert wurden?
0

Benutzeravatar
Diskussionsleitung
Granus
Level 1
Level 1
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 0
Beiträge: 66
Registriert: 13.11.2015
Geschlecht:
Status: Offline

Der Mordfall Sigrid Wolf - 1988

#3

Ungelesener Beitrag von Granus » Di, 24. Nov. 2015, 15:44

Nein, leider nicht - allerdings sind ja alle Gäste vom Casino registriert, da hätte der Croupier den
mutmaßlichen Tatverdächtigen doch wiedererkannt, vielleicht war es niemand vom Casino oder die
Person ist dort nie wieder aufgetaucht und gehört zu den 10 Personen, die den Test verweigerten
0

Benutzeravatar
Salva
Administrator
Administrator
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 204
Beiträge: 7472
Registriert: 05.08.2014
Geschlecht:
Wohnort: Cadolzburg
Alter: 55
Status: Offline

Re: Der Mordfall Sigrid Wolf - 1988

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 24. Nov. 2015, 20:31

@Aixit
Ich habe Google bemüht und nach einem eventuellen Phantombild gesucht. Der Croupier hätte doch eine recht brauchbare Beschreibung liefern können. Aber Fehlanzeige. Eigentlich hatte ich auch damit gerechnet, dass bei XY eine Abbildung vom Begleiter veröffentlicht würde. Aber auch da Fehlanzeige.
1
Bild

Benutzeravatar
Duchonin
Level 4
Level 4
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 80
Beiträge: 882
Registriert: 13.04.2020
Geschlecht:
Wohnort: Mogilow
Alter: 44
Status: Offline

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

#5

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 10. Mai. 2021, 23:06

Ein Fall mit sehr wenigen Informationen. Ich habe mir den Film von September 1988 angesehen.

Es kann sein, dass die Polizei noch Informationen hat, die man als Täterwissen zurückhalten will.
Was mir unverständlich ist, dass man im Auto nicht an den letzten Fingerabdrucksspuren ermitteln, ob die letzte Fahrt von der Spielbank Hohensyburg, Hohensyburgstraße 200, 44265 Dortmund zur Wilkhausstraße 113, 42281 Wuppertal allein oder in Begleitung erfolgte.
Sind im Auto fremde DNA-Spuren gefunden worden ?

Ich sehe folgende Möglichkeiten:
1) Der Begleiter im Spielcasino.
Dafür spricht dass sich dieser Begleiter bis heute nicht gemeldet hat.
Das kann aber auch daran liegen, dass dieser Mann anderweitig gebunden war und die andere Frau nichts von Sigrid Wolf
erfahren sollte. Der müsste aber im Verzeichnis des Rolettesaals eingetragen gewesen sein.

2) Ein Bewohner aus dem Stadtviertel, der Sigrid Wolf längere Zeit beobachtet hat und die Gelegenheit genutzt hat.
Das würde auch die Ermordung erklären, weil der Täter fürchten musste, von Sigrid Wolf erkannt zu werden.

3) Ein "reisender" Profieinbrecher. Dagegen spricht das Sexualdelikt.

4) Ich weis nicht, was eine Chefeinkäuferin des Paritätischen Wohlfahrtsverbands damals verdient hat. Aber der Schmuck ist
m.E. schon wertvoll (könnte aber auch aus der Ehe als Geschenk ihres Ex-Mannes stammen).
Häufige Gaststätten- und Spielcasinobesuche kosten auch Geld.
Wäre die Frage, ob der Ex-Mann nachehelichen Unterhalt zahlen musste. Wenn der Ex-Mann eine neue Beziehung
anstrebte,
kann da auch ein Motiv der Tat liegen. Der Raub wäre dann vorgetäuscht und das Sexualdelikt eine Art Rache.

5) Es könnte auch sein, dass Sigrid Wolf an ihrem Arbeitsplatz jemanden "im Wege" war.
Vielleicht wollte sie nicht mitmachen.
Dort ist nicht alles in Ordnung.

Wenige Monate später gab es einen Bericht im "Spiegel" (dort gab es damals noch Journalisten)
»Nur noch saugen und mauscheln«
Korruption, Filz und Inkompetenz im System der deutschen Wohlfahrtsverbände Obgleich die großen traditionsreichen
Wohlfahrtsverbände längst zu Dienstleistungsmultis mit Milliarden-Umsätzen ausgewachsen sind, werden sie noch immer
verwaltet, »als ginge es um einen Schlag aus der Gulaschkanone«. Experten beklagen einen erschreckenden Mangel an
Qualifikation bei den Funktionären.
Quelle: https://www.spiegel.de/politik/nur-noch ... 0013528977
1
Bild

Benutzeravatar
Omas Bioladen
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 76
Beiträge: 255
Registriert: 17.11.2020
Wohnort: Berlin Westend
Status: Offline

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

#6

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 11. Mai. 2021, 17:38

Wie soll sowas ablaufen? Gewürgt bist zur Bewußtlosigkeit, dann vergewaltigt und dann an der Türklinke aufgeknüpft?
Das bedeutet, der Täter hat sie von vorne angegriffen. Von hinten hätte er gleich den Gürtel um ihren Hals legen
oder sie schlicht erschlagen können. Dafür sprechen auch ihre Blutergüsse an den Beinen, mit denen sie versucht hatte
den Täter von sich zu treten. Das bedeutet sie war dem Täter zugewendet und wurde nicht hinterrücks überfallen. Da sie auch noch teilweise angekleidet war betrat der Täter wohl nicht zeitgleich mit ihr die Wohnung, sondern kurz nach ihr.

Er war sich seiner körperlichen Überlegenheit sehr bewußt . Es war Winter und der Täter trug Handschuhe und hatte diese gar nicht erst ausgezogen und so auch keine Fingerabdrücke hinterlassen. Weder im Fahrzeug noch in der Wohnung, was bedeutet, der Überfall erfolgte schnell nach Ankunft in der Wohnung. Das Zuhalten den Mundes weist auch darauf hin, daß er die Handschuhe noch anhatte. Er hatte im Umkehrschluß nicht mal die Zeit sich die Handschuhe auszuziehen, was ja verwunderlich ist wenn man einvernehmlich noch einen Kaffee trinken wollte oder sogar noch mehr.

Ich vermute, daß sie nicht des Nervenkitzels oder der Geldes in dieses Kasino fuhr, sondern um Männer kennenzulernen. Somit kannte sie den sogenannten Begleiter nur flüchtig. Daß sie nicht das erste mal dort war darauf weisen die 700 Mark Gewinn hin und der Umstand, daß sich niemand an ihren Begleiter erinnert weil sie sich infolgedessen sehr gut selbst zurechtfand. Dieser schien sich weitestgehend im Hintergrund zu halten, warum ihn auch niemand beschreiben konnte. Noch wahrscheinlicher ist es aber, daß es gar keinen Begleiter gab. Es gab auch niemanden, der sich als Begleiter beschreiben würde. Irgendjemand wollte zusammen mit einer Dame nicht allzu sehr auffallen, was diesem jemand auch gelang. Vielleicht empfand Sigrid das als Schmähung und verweigerte sich ihm später darum auf dem Parkplatz.

Diese Abweisung kränkte die Bekanntschaft und beschloß ihr nachzufahren. Nachdem er beobachtet hatte wo sie wohnte gelangte er in das Treppenhaus, vielleicht verhinderte er das Zufallen der unteren Türe. Dann vor Ihrer Türe öffnete sie und erkannte die Gefahr, sodaß der Übergriff unmittelbar ach dem Betreten der Wohnung begann. Darum wurden auch keine Weingläser oder Fingerabdrücke oder ähnliches gefunden oder der sogenannte Begleiter legte nicht mal seine Winterkleidung ab. Dieser jemand befand sich unter den Gästen des Kasinos und verweigert die Abgabe einer Speichelprobe. Ich denke es war jemand der diese Kasino gut kannte, warum sich Croupier keine Angaben machen wollen und jemand der wußte daß es keine Kameras gab die die Tische überwachten.
0

Benutzeravatar
Duchonin
Level 4
Level 4
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 80
Beiträge: 882
Registriert: 13.04.2020
Geschlecht:
Wohnort: Mogilow
Alter: 44
Status: Offline

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

#7

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 11. Mai. 2021, 21:24

Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 11. Mai. 2021, 17:38
Dafür sprechen auch ihre Blutergüsse an den Beinen, mit denen sie versucht hatte
den Täter von sich zu treten. Das bedeutet sie war dem Täter zugewendet und wurde nicht hinterrücks überfallen.
Wenn eine Frau während eines Würgens von hinten und/oder einer Vergewaltigung nach hinten tritt, können auch Blutergüsse entstehen.
Omas Bioladen hat geschrieben:
Di, 11. Mai. 2021, 17:38
Dieser jemand befand sich unter den Gästen des Kasinos und verweigert die Abgabe einer Speichelprobe.
Ich würde aber vermuten, dass die Polizei die Fotos von allen "Verweigerern" dem Casinopersonal vorgelegt hat.
0

Benutzeravatar
Omas Bioladen
Level 2
Level 2
Beiträge zum Thema: 2
Reaktionen: 76
Beiträge: 255
Registriert: 17.11.2020
Wohnort: Berlin Westend
Status: Offline

1988 | Wuppertal | Sigrid Wolf (51) ermordet

#8

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Di, 11. Mai. 2021, 21:31

Duchonin hat geschrieben:
Di, 11. Mai. 2021, 21:24
...die Polizei die Fotos von allen "Verweigerern" dem Casinopersonal vorgelegt hat.
Er hielt sie auf Abstand im Kasino, er wollte mit ihr öffentlich nicht gesehen werden, darum erfuhr er später dann die Ablehnung, durch die er sich gekränkt fühlte. Wenn der sogenannte Begleiter im Kasino bekannt ist, dann bevorzugen es die Mitarbeiter auch aus diesem Grund vielleicht sich lieber nicht zu erinnern.
0

Antworten Vorheriges ThemaNächstes Thema

Zurück zu „Cold Cases“

Wer ist online?

0 Mitglieder | 1 Gast