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1996 | Remstädt | Franziska Kallenberg (3) vermisst

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1996 | Remstädt | Franziska Kallenberg (3) vermisst

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 10. Dez. 2015, 08:36

Die 3-Jährige Franziska Kallenberg aus Remstädt bei Gotha wird seit dem 3. August 1996 vermißt.

Bild nicht mehr vorhandenFranziska Kallenberg, 3

Franziska verschwand gemeinsam mit ihrer Mutter Gabriele, deren Leiche zwei Tage später, am 5. August 1996, am Grenzberg gefunden wurde. Ca. einen Kilometer von ihrer Wohnung entfernt. Der Fundort war zugleich regelmäßiger Treffpunkt mit einem verheirateten Mann, der höchstwahrscheinlich auch Franziskas Vater ist. Zwar konnte dort auch der Kinderwagen des Mädchens gefunden werden, aber über den Verbleib von Franziska gibt es bis heute keine eindeutigen Erkenntnisse.

Der Familienvater wurde Ende 1997 vom Landgericht Erfurt in einem Indizienprozeß wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Es wird vermutet, daß Gabrieles Mörder auch die kleine Franziska getötet hat.

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Duchonin
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1996 | Remstädt | Franziska Kallenberg (3) vermisst

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Sa, 17. Jul. 2021, 13:41

Die damals 3-jährige Franziska Kallenberg ist seit dem 03.08.1996 verschwunden. Zwei Tage später fand die Polizei die Leiche ihrer Mutter, Gabriele Kallenberg - ebenso den Kinderwagen von Franziska. Spuren führten zu keinem Täter, jedoch geriet der Kindsvater in Verdacht und wurde in einem Indizienprozess zu lebenslanger Haft verurteilt.
Bis heute bleibt Franziska Kallenberg vermisst.
Remstädt Ein Mord an einer jungen Mutter und das nie aufgeklärte Verschwinden ihrer Tochter erschütterte 1996 den Ort Remstädt im Kreis Gotha.
https://www.tlz.de/leben/land-und-leute ... 70469.html

Am 5. August 1996 wird im Gestrüpp des Grenzberges bei Remstädt eine Tote gefunden. Es handelt sich um die 36-jährige Gabriele K., die gemeinsam mit ihrer dreijährigen Tochter seit einigen Tagen vermisst wurde. Von ihrer Tochter Franziska fehlt jede Spur – bis heute. Emil Brockmann ist damals der leitende Ermittler in dem Fall. Der Hauptverdächtige, ein verheirateter Mann, mit dem Gabriele K. eine Affäre hatte, weist alle Anschuldigungen von sich, kann jedoch aufgrund eines Indizienprozesses wegen Totschlags verurteilt werden. Heute ist er wieder auf freiem Fuß. Kommissar Brockmann ist mittlerweile in Pension, dennoch lässt ihn die Frage nicht los, wo die kleine Franziska geblieben ist.

Mein Fazit:

1. Ein verheirateter Mann beginnt ein Verhältnis mit einer jungen Frau Gabriele Kallenberg.
Man trifft sich immer auf dem Grenzberg. Ist das für Sex im Winter nicht etwas kalt ?
Lebt Gabriele noch bei den Eltern ?
Die Frau wird schwanger und bringt Franziska zur Welt.
Wobei ich eine Affäre, die zu einem Kind führt, eher einer jüngeren , als einer 36-jährigen Frau zuordnen würde.

2. Nachdem das Kind 3 Jahre alt ist, bringt er die Mutter und eventuell auch das Kind um.

3. Das Landgericht verurteilt den verheirateten Mann wegen Totschlages an der Mutter zu lebenslanger Haft.
Das war 1997. Rechnet man mit 15 Jahren Strafvollstreckung, könnte der Mann schon seit 2012 wieder in Freiheit sein.
Mordgründe hat das Gericht offensichtlich nicht gefunden oder beweisen können. So hat man nach § 212 (2) einen
besonders schweren Fall des Totschlages geurteilt.

4. Ich kenne weder die Akte noch das Urteil und seine Begründung. Das Landgericht mag das schon richtig gesehen haben.
Aber mit dem Motiv habe ich so meine Schwierigkeiten.
Wenn er die Frau während der Schwangerschaft oder Frau und Kind kurz nach der Entbindung getötet hätte, um seine Ehe
zu retten oder keinen Unterhalt zahlen zu müssen, wäre das ein schlimmes Verbrechen, würde aber aus der Sicht des
Täters noch einen wenn auch schlechten Sinn ergeben.
Aber nachdem das Kind schon 3 Jahre alt ist ?
Hat der Täter die Frau hingehalten und ihr Scheidung von seiner Frau und Ehe versprochen ?
Und erst nach 3 Jahren zeigte sich, dass er gar nicht daran dachte ?
Die Ehefrau dürfte schon lange von der Affäre und dem Kind gewusst haben.
Was hatte sich also 1996 geändert ?
Wollte den Mann jemand wegen "Unmoral" enterben ?
Oder was hatte er sonst bei einer Scheidung für schwerwiegende Nachteile zu erwarten ?

5. Hier wären Daten und Familienverhältnisse interessant.
Wie alt war der Täter und wie alt seine Ehefrau ?
Hatten das Ehepaar oder die Ehefrau Kinder und wie alt waren die ?

6. Dass sich der Täter auch jetzt nicht zum Schicksal des Kindes äußert, macht noch weniger Sinn.
Mehr als einmal lebenslänglich geht nicht. Und ein Totschlag an dem Kind wäre 2016 nach 20 Jahren verjährt.

7. M.E. gibt es nur 3 Möglichkeiten:
a) Er hat den Totschlag nicht begangen, fühlt sich aber moralisch schuldig und hat fü einen nahestehenden Täter die Schuld
auf sich genommen. Wenn die Leiche des Kindes gefunden würden, könnte ein Strafverfahren gegen den wirklichen Täter
wegen Mordes möglich sein.
b) Er hat die Frau getötet und das Kind bei Verwandten oder Bekannten untergebracht.
c) Ganz spekulativ wäre es, anzunehmen dass der Tatvorsatz von Anfang an darauf gerichtet war, zu einem selbstgezeugten
Kind zu kommen.

Hier sollte man sich mal das heutige Leben von Täter, seiner (damaligen) Ehefrau und der Verwandtschaft betrachten.
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