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1964 | Oberkaufungen | Margrit Viehmann (16) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1964 | Oberkaufungen | Margrit Viehmann (16) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 5. Dez. 2014, 07:40

Eine schreckliche Bluttat schockierte damals die ganze Region:
Am 23. Mai 1964 verschwand die damals 16-jährige Margrit Viehmann aus Kaufungen und wurde kurze Zeit später ermordet.

Bild

Sie hatte am Abend des Verbrechens das Tanzlokal „Schillerklause“ in Oberkaufungen besucht. Gegen 22 Uhr machte sie sich auf den Heimweg zum Hof der Eltern in Niederkaufungen. Doch dort kam sie nie an. Die Kasseler Kripo, die in dem Mordfall ermittelte, rekonstruierte, dass die junge Frau über die Bundesstraße (die heutige Kreisstraße) ging. Zum letzten Mal lebend gesehen wurde sie kurze Zeit später am Bahnübergang der Waldkappler Bahn.

Zeugen beobachteten an dieser Stelle auch einen älteren Opel Rekord mit eingeschaltetem Abblendlicht und offenen Türen, der dort geparkt war. Später fand die Polizei dort Blut, Knöpfe von Margrit Viehmanns Bluse und den Riemen ihrer roten Tasche. Sie vermutete deshalb, dass der Mord an diesem Ort geschehen war. Zwei Tage später fanden spielende Kinder die Tasche des Opfers in der Fulda bei Spiekershausen.

Fast zwei Jahre lang fehlte jede Spur von Margrit Viehmann. Dann fanden Waldarbeiter ein Skelett in der Fichtenschonung am Umschwang zwischen Nieste und Kleinalmerode. Bei der Leiche lag ein Kettchen, das Margrit getragen hatte. Kleidung wurde keine gefunden. Die Polizei wertete das als Indiz für ein Sexualdelikt.

Die anschließende gerichtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die junge Frau vermutlich am Bahnübergang niedergeschlagen und dort oder an einem anderen Ort erwürgt oder erdrosselt worden war.

Im Jahr 2007 hatte die HNA im Rahmen einer Serie über ungeklärte Mordfälle über das Schicksal Margrit Viehmanns berichtet. Daraufhin habe es zahlreiche neue Hinweise gegeben, sagt Kriminaloberkommissar Horst Cäsa. Er leitet das für Tötungsdelikte zuständige Kasseler Kommissariat K11. Die Ermittler hätten sich damals noch mal intensiv mit der Spurenlage auseinandergesetzt. „Leider haben uns die Hinweise nicht weitergebracht. Aber sie haben uns gezeigt, dass sich immer noch etwas bewegen kann.“

Neuen Hinweisen würde immer nachgegangen und dabei abgeglichen, ob es Ermittlungsansätze gebe, die zum Beispiel mit neuen Untersuchungstechniken verfolgt werden könnten.

HNA
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1964 | Oberkaufungen | Margrit Viehmann (16) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Jun. 2021, 14:09

6. Juni 2015: Zopf, Handschuh und die Kette der Handtasche beim Landeskriminalamt in Wiesbaden auf DNA-Spuren untersucht
2015 wurden der Zopf von Margrit, ihr Handschuh und die Kette von ihrer Handtasche beim Landeskriminalamt in Wiesbaden auf DNA-Spuren untersucht.

„Ich hatte auf Täter-DNA gehofft“, sagt Kriminalhauptkommissar Helmut Wetzel. Allerdings wurden die Hoffnungen des Leiters des Kommissariats 11 der Kasseler Kripo nicht erfüllt. Weder am Handschuh, an der Kette noch an dem Zopf, an dem die Haarwurzeln fehlten, seien serologische Spuren (zum Beispiel Blut, Sekret, Körpergewebe) gefunden worden, sagt Wetzel. Nur minimale Spuren, die nicht ausgereicht hätten, um ein DNA-Profil zu erstellen. Zopf und Kette hatte Wetzel in Umschlägen entdeckt, die mit den alten Ermittlungsakten viele Jahre beim Staatsarchiv in Marburg in Kisten aufbewahrt worden waren.

Auch wenn das LKA jetzt keine Spuren sichern konnte, will Wetzel die Gegenstände aufbewahren. „Wer weiß, welche Möglichkeiten es in ein paar Jahren gibt. Vielleicht kann irgendwann mein Nachfolger den Fall doch noch lösen.“

Diese Hoffnung haben auch die Geschwister von Margrit Viehmann bis heute nicht aufgegeben. Der 65-jährige Helmuth Viehmann aus Helsa war 14 Jahre alt, als seine Schwester verschwand. „Das waren damals schlimme Jahre, vor allen Dingen für unsere Eltern.“ Auch wenn die Untersuchungen beim LKA jetzt negativ verlaufen sind, gebe man nicht auf. Ob der oder die Täter allerdings noch zur Verantwortung gezogen werden können, daran hat auch Viehmann Zweifel. „Vielleicht sind die Schuldigen schon tot.“ Die Kasseler Polizei habe aber alles „Menschenmögliche“ unternommen, um den Täter zu überführen, sagt Viehmann.
Quelle: HNA
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