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1988 | Obhausen/Querfurt | Daniela Gabert (9) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1988 | Obhausen/Querfurt | Daniela Gabert (9) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 8. Dez. 2014, 09:46

25. Juni 1988

Bild

Seit 1988 sucht die Polizei in Sachsen-Anhalt nach dem Mörder der damals neunjährigen Daniela Gabert aus Obhausen bei Querfurt - bislang ohne Erfolg. Sie hatte sich nach einem Volksfest allein auf den Heimweg gemacht, war aber nie zuhause angekommen.

Am 25. Juni 1988 hatte das Mädchen gemeinsam mit seiner zwei Jahre älteren Schwester Sandra ein Stadtfest im benachbarten Querfurt besucht. Die Kinder sollten gemeinsam nach Hause kommen. Gegen 16.00 Uhr trafen sie auf dem Fest jedoch eine Freundin. Sandra entschloss sich, nach Hause zu gehen, ihre jüngere Schwester Daniela entschied sich noch zu bleiben.

Wen traf das Mädchen auf dem Heimweg?

Gegen 17.00 Uhr machte sich auch Daniela auf den anderthalb Kilometer langen Heimweg - allein. Irgendwo auf dem Stadtweg zwischen Querfurt und Obhausen verschwand das Kind spurlos. Wem sie begegnet und was genau passiert war, weiß bis heute niemand.

Einen Tag später fand die Polizei die Schülerin tot auf. Ihre Leiche war unweit des Stadtweges, nur etwa 200 Meter Luftlinie von ihrem Elternhaus entfernt, im hohen Gras abgelegt worden. Aus dem Polizeibericht von damals geht hervor, dass das Mädchen erwürgt wurde. Körperliche Hinweise für einen sexuellen Missbrauch gab es nicht.
Bild nicht mehr vorhandenDer Fundort der Leiche bei Obhausen

Tatverdächtiger wieder frei gelassen

Dennoch fanden die Ermittler auf dem T-Shirt des Mädchens eine Mischung aus Blut, Sperma und Speichel. Mit den damaligen Methoden ließen die Proben sich jedoch niemandem eindeutig zuordnen. Eine DNA-Analyse gab es damals nicht. Ein Tatverdächtiger, der eine Woche nach der Tat festgenommen wurde und die Tat eingeräumt hatte, wurde nach sechs Monaten Untersuchungshaft wieder frei gelassen. Der damals 24-Jährige hatte sich in zu viele Widersprüche verstrickt. Ein späterer DNA-Abgleich mit Spuren von Danielas Jacke im Jahr 2003 entlastet den Mann schließlich.

Die Ermittler haben den Fall nie abgeschlossen und suchen auch 26 Jahre nach dem Verbrechen weiterhin nach Zeugen, die am 25. Juni 1988 auf dem Stadtfest zum 1.100-jährigen Bestehen der Stadt Querfurt waren und Daniela möglicherweise gesehen haben, vielleicht auch in Begleitung einer anderen Person. Die Neunjährige war 1,35 Meter groß und hatte mittelblondes, schulterlanges Haar. Am Tag des Stadtfestes trug sie eine blaue Jeans, eine hellblaue Windjacke und türkisfarbene Mokassins. Die Schuhe sind bis heute nicht wieder aufgetaucht.

Bild nicht mehr vorhandenAm Tattag trug Daniela ihre türkisfarbenen Mokassins und ihre hellblaue Jacke

Fragen nach Zeugen

► Wer hat am Tattag auf dem „Stadtweg“ zwischen Querfurt und Obhausen oder auf der Kirmes in Querfurt Beobachtungen gemacht, die mit dem Mord im Zusammenhang stehen könnten?

► Wer kennt den Täter? Möglicherweise hat er sich inzwischen jemandem offenbart.

► Was ist mit Danielas Schuhen passiert, den auffallenden türkisfarbenen Mokassins?

Zuständig: Kripo Halle (Saale), Telefon 0345 / 224 12 91

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Video: Obhausen - Mordfall Daniela Gabert (†9)
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Zuletzt geändert von Salva am So, 4. Dez. 2016, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.



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sweetdevil31
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1988 | Obhausen/Querfurt | Daniela Gabert (9) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 6. Okt. 2016, 09:16

Nach TV-Aufruf: Elf Hinweise zu Mord im Jahr 1988

06.10.2016, 08:08 Uhr
Nachdem der seit 28 Jahren ungeklärte Mord an der neun Jahre alte Daniela am Mittwochabend in der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY... ungelöst" vorgestellt worden ist, sind bei der Polizei elf Hinweise eingegangen. Man prüfe jetzt, ob eine heiße Spur dabei sei, sagte ein Polizeisprecher in Halle am Donnerstag.
Nach Erkenntnissen der Ermittler besuchte die Neunjährige im Juni 1988 mit ihrer Schwester die 1100-Jahr-Feier der Stadt Querfurt (Landkreis Saalekreis). Die Mädchen verließen das Fest jedoch getrennt. Am nächsten Tag wurde Daniela nur wenige hundert Meter entfernt vom Elternhaus in Obhausen tot auf einer Wiese aufgefunden. Die Neunjährige wurde erwürgt. Spuren an ihrer Kleidung deuteten den Angaben zufolge auf ein sexuelles Tatmotiv hin. Obhausen liegt zu Fuß etwa fünf Kilometer weit entfernt von Querfurt.
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Zuletzt geändert von Salva am So, 4. Dez. 2016, 10:19, insgesamt 1-mal geändert.

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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 20. Jun. 2021, 19:27

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Duchonin
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#4

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 7. Jul. 2021, 17:20

Offensichtlich haben die 11 Hinweise nach der XY-Sendung nichts gebracht.
Auch das Video bringt nicht viel Neues.
Salva hat geschrieben:
Mo, 8. Dez. 2014, 09:46
Ein Tatverdächtiger, der eine Woche nach der Tat festgenommen wurde und die Tat eingeräumt hatte, wurde nach sechs Monaten Untersuchungshaft wieder frei gelassen. Der damals 24-Jährige hatte sich in zu viele Widersprüche verstrickt. Ein späterer DNA-Abgleich mit Spuren von Danielas Jacke im Jahr 2003 entlastet den Mann schließlich.
Im Gegensatz zur Meinung der Videoerstellerin glaube ich allerdings, dass es bei dem Mann nicht um Geltungssucht ging.
M.E. war der so voll, dass er "Filmriss" hatte und nicht mehr wusste, was passiert oder er getan hatte.
Als denkbar würde ich es aber auch ansehen, dass er im Vorbeitorkeln Zeuge der Tat wurde und hinter nicht mehr wusste, ob er selbst oder eine Anderer es war.

Was ich aber nicht verstehe:
Salva hat geschrieben:
Mo, 8. Dez. 2014, 09:46
Ein späterer DNA-Abgleich mit Spuren von Danielas Jacke im Jahr 2003 entlastet den Mann schließlich.
Wenn man entlasten kann, wäre m.E. auch ein Massen-DNA-Test denkbar.
Der damalige Kreis Querfurt hatte 1989 32.146 Einwohner. Also ci. 16000 männlichen Geschlechts. Zieht man die Kinder bis 12 Jahren und die Männer über 50 ab, wären es ci. 5000. Sind noch viele, aber m.E. könnte man das hinbekommen.
Wenn man den Aufwand zu hoch sieht, sollte man zumindestens die Männer in den Gemeinden testen, die vom Stadtfest zu Fuß nach Hause kommen konnten. Also heutige Verbandsgemeinde Weida-Land. Bei 7730 Einwohnern wären das ci. 1200.
Das ist m.E. auf jeden Fall machbar. Wobei dann auch ein Benahetreffer zum Erfolg führen könnte.

Nach dem Satz: "Der Zufall ist der Schnittpunkt zweier Notwendigkeiten" kommt mir der tödliche Autounfall der älteren Schwester 1991 und der Tod des Vaters 2001 sehr seltsam vor.

TEXTWas man m. E. unternehmen sollte:

1. Die näheren Freunde und eventuellen Begleiter des o. g. Tatverdächtigen zum DNA-Test laden

2. Erweiterten DNA-Test, wie beschrieben

3. Die Aussagen über den damaligen Tatverdächtigen durchgehen, ob da Begleiter genannt wurden und die zum DNA-Test
laden.

4. Die Unfallbeteiligten beim Unfall der älteren Tochter genauer bis zum DNA-Test ansehen.

5. Bei der Lungenembolie des Vaters sollte man (wenn noch möglich) prüfen, ob das eine Fettembolie durch eine Verletzung
war. Vielleicht hatte der Vater einen Verdacht und es kam zu einer Schlägerei.

6. Bei dem damaligen Tatverdächtigen sollte man mal die versuchte Tatrekonstruktion ansehen. Wo könnte der als
eventueller Zeuge gewesen sein, dass er das tote Kind in der falschen Wiese abgelegt zu haben geglaubt hat ?
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