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1965 | Mannheim | Vermißtenfall Inger Gaum und Mordfall Josef Gaum

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Hank
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1965 | Mannheim | Vermißtenfall Inger Gaum und Mordfall Josef Gaum

#1

Ungelesener Beitrag von Hank » So, 1. Jan. 2017, 07:16

Moin,

der Fall spukt mir schon seit Jahrzehnten im Kopf herum.
Es handelt sich dabei um den Prokuristen einer Mannheimer Bank, der als Leicht bei Bregenz aus dem Bodensee geborgen wurde. Was mich daran so fasziniert hat ist, dass das Verschwinden einige seltsame, um nicht zu sagen mysteriöse, Züge aufweist.
Dieser Fall wird auch in dem Buch "Das unsichtbare Netz" von Eduard Zimmermann behandelt. Dazu kann Marie wahrscheinlich mehr sagen, da sie dieses Buch noch besitzt. Mein Exemplar ist schon seit einigen Jahren verschwunden.
Trotzdem habe ich auf Youtube Auszüge der Sendung vom 24.01.1969 gefunden, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=scRshDhcuR8

https://www.youtube.com/watch?v=mi69tIjO-DM

Quelle beider Teile: Youtube

Dieser Fall hätte zwar genauso gut in die Rubrik "Mysteries" gepasst, aber ich fand ihn hier besser plaziert.

mfg

Hank
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Zuletzt geändert von Salva am Mo, 2. Jan. 2017, 21:19, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert



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Re: Ehepaar Gaum XY- ungelöst 24.01.1969

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 2. Jan. 2017, 21:01

Moin @Hank

Da diese Zusammenfassung von dir stammt, stelle ich die mal nicht als Zitat ein. Okay?


1965 - Vermißtenfall Inger Gaum und Mordfall Josef Gaum
Von Hank

Es handelt sich um den Prokuristen einer Bank mit Namen Josef Gaum. An einem Tag ließ er sich von seinem Fahrer noch zu seiner Hausbank fahren (das ist auch heute noch so, dass leitende Angestellte einer Bank ihre Konten bei einer anderen Bank haben) und hob dort eine Summe von 20.000,00 DM ab.

Am nächsten Tag meldete er sich bei seiner Dienststelle telefonisch, dass er später kommen würde, da er eine Panne hätte. Seit diesem Moment reißt die Spur ab.

Auch ist seit diesem Tag auch seine Frau spurlos verschwunden.

Dei Schwester von Gaum beginnt sich nach einem Anruf der Bank Sorgen zu machen, da es eigentlich nicht den Gepflogenheiten ihres Burders entsprach, unzuverlässig zu sein. Sie beschließt mit ihrem Vater die Wohnung von Gaum aufzusuchen. An diesem Tag ist nur der Hausmeister dabei und öffnet ihnen die Wohnung. Nichts deutet zu diesem Zeitpunkt daraufhin, dass irgendein Verbrechen geschehen ist. Das einzige, was der Vater findet sind 15.000,00 DM. Da er weiß, dass sein Sohn in Geldsachen ein wenig pingelig ist, entscheidet er sich dafür, dass das Geld in der Wohnung verbleibt.

Allerdings von Frau Gaum fehlt immer noch jede Spur.

Einige Zeit später wird in Bregenz am Bodensee eine unbekannte Männerleiche aus dem Wasser geborgen. Da nach einigen Woches es immer noch nicht gelungen ist, die Leiche zu identifizieren, wird sie anonym beerdigt.

Drei Tage nach der Offnung der Wohnung durch Vater und Schwester, kommt es zu einer seltsamen Begebenheit auf der Autobahn Stuttgart in Richtung Heilbronn. Eine Autobahnstreife wird in strömendem Regen von einem Opel Admiral überholt, nach einigen Kilometern sehen sie, wie der Fahrer die Kontrolle über seinen Wagen verliert und im Graben landet. Der Wagen fängt Feuer. Der Fahrer, so die beiden Polizisten, springt aus dem Wagen, öffnet den Kofferraum und entnimmt einen Koffer.Er gibt seinen Namen mit Josef Gaum an. Auf die Frage, ob ihm der Wagen gehört, sagt er, dieser gehöre seiner Frau.

Der Unfall wird aufgenommen, die Feuerwehr löscht den Brand Und Gaum lasst sich mit dem Wrack nach Mannheim bringen. Dort verliert sich seine Spur wieder.

Wieder vergehen einige Wochen. Inzwischen hat sich der Vater von Gaum doch entschlossen, das Geld aus der Wohnung zur Bank zu bringen. Als die Wohnung diesmal geöffnet wird sind auch Kripobeamte dabei. Diese hatte sich eingeschaltet, nach dem die Rechnung für den Einsatz der Feuerwehr nicht bezahlt wurde. Außerdem hatte der Vater auch um deren Anwesenheit gebeten.

Doch es wartete eine Überraschung auf die Leute. Als sie in die Wohnung kamen, fehlten die 15.000,00 DM

Um das ganze abzukürzen, Josef Gaum scheint zu dieser Zeit schon seit einigen Monaten eine Art Doppelleben geführt zu haben. In einem kleinen Ort in Österreich hatte er eine Geliebte, die von ihm schwanger war. Und auch der unbekannte Tote aus dem Bodensee wird identifiziert. Es ist Josef Gaum. Das Schicksal seiner Frau ist bis heute nicht geklärt und auch nicht die Umstände seines Todes.

Ich wollte damit eigentlich nur mal aufzeigen, dass auch zur Zeit dieses Falles noch nicht alles geklärt werden konnte.

Und zu der Sache mit den Leichen in der Scheune kann ich nur sagen, dass die damaligen Fotographen, gerade in kleineren Orten, sich als Künstler fühlten, daher mussten die Bilder eher künstlerisch als real sein.

Vielleicht könnte das ja auch ein Grund sein. Das, was mit den Köpfen passiert ist, darauf kann ich eigentlich nur sagen, dass das eher von Unfähigkeit der ermittelnden Beamten spricht. Und dann spielt dann auch nocht die Kompetenz eine gewichitge Rolle.

Mancher "Dorfsheriff" fühlte sich dazu befähigt, einen solchen Fall allein klären zu können. Natürlich hatte er bis dahin mit so "schweren" Verbrechen, wie Äppelklauen zutun gehabt. Und dann diese Sensation.

So grauenhaft dieses Verbrechen auch ist, aber ich denke, dass die Ermittlungsbehörden eine große Schuld daran tragen, dass diese Morde nicht aufgeklärt wurden.
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Re: 1965 | Mannheim | Vermißtenfall Inger Gaum und Mordfall Josef Gaum

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 2. Jan. 2017, 21:25

Aus rufmichan24.de:
Laut Eduard Zimmermann in 'Das unsichtbare Netz', S. 174ff, hatten die Ermittler viel Hoffnung auf die Ausstrahlung der Vermißtensache G. gesetzt. Geklärt werden konnte aber relativ wenig: Am Tag nach seinem Unfall in Heidelberg hat Josef G. in Stuttgart einen Fiat 1800 gekauft. Dem Händler zeigte er nur flüchtig seinen Ausweis und benutzte den phonetisch ähnlichen Aliasnamen "Baum", unter dem der Fiat auch zugelassen wurde. In den darauffolgenden Tagen kommt G. mit dem Fiat 1800 ins Zillertal in Tirol. Noch am Abend nach der XY-Ausstrahlung meldeten sich mehrere Personen aus Tarenz bei Imst in Tirol. Sie erkannten in dem Gesuchten G. einen mutmaßlichen Dr. Josef Braune, der mehrere Monate im Ort zusammen mit einer jungen Kellnerin verlobt war. Die junge Frau mit dem Pseudonym Tilly Neuberger im Buch hat über ca. ein halbes Jahr im Rahmen eines "großzügigen Lebensstiles" mit dem spendablen Dr. Braune aus Frankfurt-Rödelheim verbracht. Ausgedehnte Reisen in die Schweiz, nach Italien und Liechtenstein liesen aber die 15.000,- DM aus der Wohnung Gaum schnell verbraucht sein. Im Dezember 1965 ging G. wohl das Geld aus. Am 16. Dezember verabschiedete er sich unter dem Vorwand, eine Nachbehandlung einer früheren Unfallverletzung in einer Schweizer Klinik antreten zu müssen. Am 23. Dezember versuchte er, über eine Bank in Rorschach an Geld auf seinem inzwischen gesperrten Konto zu gelangen. Gleichzeitig gibt er ein letztes Lebenszeichen an seine Verlobte. In einem Telefonat sagt er ihr, daß er schon in wenigen Tagen zurück sein wolle. Aber noch am selben Tag vor Heiligabend wird ein brennendes Auto im Bregenzer Wald entdeckt. Entfernte Nummernschilder und abgekratzte Nationalitätenkennzeichen lassen nur eine Identifikation über die Motorblock-Nummer zu. Es ist der in Stuttgart unter dem Falschnamen Baum zugelassene Fiat 1800. Sechs Monate nach dem letzten Telefonat bringt Tilly Neuberger eine Tochter zur Welt. Sie lernt ihren Vater nie kennen. Nur ein Foto, aufgenommen bei einem Ausflug zum Wiener Prater, erinnert noch an ihn.Drei Monate später wird die zunächst unbekannte Leiche des Josef G. aus dem Bodensee gefischt. Seine Geheimnisse konnten nie geklärt werden.
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