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2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch (9) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Jenny G.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#241

Ungelesener Beitrag von Jenny G. » Sa, 29. Okt. 2016, 21:39

@salva:
ein Beispiel: Tanja Gräff. Für mich ist das ein Unfall. Fertig.

Und bei Peggy, ist es für mich dieser Typ mit der Halskette.
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Habakuk
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#242

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 30. Okt. 2016, 03:02

@Salva

Klar, es ist nicht hundertprozentig sicher, daß genau DAS der besagte Stab war, es liegt aber nahe, wenn berichtet wird, man habe sich jeweils auf Tatortfotos bezogen.
Und da liegt dieser Stab nunmal nicht nur in Leichennähe, sondern auch darauf.
Ich bin im Moment einfach nur sauer. Auf Ermittler und Presse. Nicht nur, daß man diese Info einfach rausgehauen hat, man hat auch die ulkigsten Verbindungen konstruiert ( Peggy womöglich an der Hand von Zschäpe, ungeklärtes Wohnmobil in Lichtenberg, Kindersachen im Wohnmobil, Hassbrief an Peggys Mutter), einfach alles taugte für eine Schlagzeile...
Was hat das noch mit seriöser Berichterstattung zu tun?

ZB die "taz" hat einen Bericht nach dem anderen rausgehauen , andere Medien auch. Jetzt ,wo Zweifel bestehen, herrscht das Schweigen im Blätterwald.
Ganz ehrlich, das kotzt mich an. Ich will nun wahrlich nicht den NSU verteidigen, ich finde diese Taten abscheulich, aber es kann doch auch nicht sein, daß man quasi stehend applaudiert, wenn es ins politische Weltbild passt und dabei Fakten und bisherige Ermittlungsergebnisse einfach ignoriert.

Es war doch für jeden halbwegs informierten Menschen klar, daß der Fall Peggy nicht politisch motiviert ist. Jetzt ist aber ein Fass geöffnet, welches sich nichtmehr schließen lässt. Es wird immer heißen: "Da wurde doch vertuscht, da war doch irgendwas mit NSU".
Und das ist für mich das Schlimmste, daß es nichtmehr um Peggy geht, sondern dieser Fall im politischen und verschwörerischen Hickhack untergehen wird. Das hat dieses Mädchen nicht verdient und das ist nur noch traurig!

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#243

Ungelesener Beitrag von Lastlove » So, 30. Okt. 2016, 10:45

@ Habakuk

Welche Taten?

Deine worte sind doch alle überflüssig und nur des Schreibens Willens, so mein Eindruck.
Als wärest Du auch einer der Hass auf erfolgreiche Ermittler hegt und am ende nur sauer ist weil er nicht schnell genug sein kann.

Hörmal, der Stab hatte dann nicht nur eine andere DNA sondern zahlreiche.
Also warum sollte dann "nur" die von diesem Böhnhardt gefunden worden sein?

Also ein bisschen mehr Respekt würde ich mir doch erhoffen und wünschen, nicht nur, aber es geht hier um eine Gesinnung die vor Kindermorden nicht zurückschreckte möglicherweise.

einfach mal Ruhe bewahren und abwarten, wie wäre das denn für Dich?
Unerträglich?
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#244

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Okt. 2016, 15:08

@Habakuk
Was diesen Meterstab betrifft: müsste der dann nicht auch in anderen Fällen benutzt worden sein und wenn ja, müssten sich dann nicht auch noch andere DNS- Spuren darauf befinden? Wesentlich frischere, z.B.? Wenn das alles so zutrifft, dann könnten die Ermittler auf Verbindungen stoßen, die jeglicher logischer oder nachvollziehbarer Grundlage entbehren und zwar derart, dass eigentlich klar sein müsste, dass da etwas nicht stimmen kann.

Du regst dich tatsächlich über die Medien und deren Art der Berichterstattung auf? Was erwartest du denn? Die sind auf Kommerz aus und das nicht erst seit den Fällen Peggy oder NSU. Es gibt noch verantwortungsbewusste und seriöse Zeitungen oder Internetplattformen. Keine Frage. Aber die tümpeln mehr oder weniger dahin und werden viel zu oft in eine nicht gerade ruhmreiche Schublade gesteckt. Abgesehen davon, werden die von den Großen einfach überrollt, weil die Menschen das so wollen. Jeden Tag etwas neues und am besten noch spektakulärer als die Nachricht davor. Der Wahrheitsgehalt ist sekundär, denn es zählt eben einzig und alleine die Aufmachung samt der inhaltlichen Tragik und genau auf dieser wackeligen Basis wird in den einschlägigen Foren und Blogs diskutiert und gestritten und die allermeiste Zeit geraten. Bis sich dann eines Tages heraussstellt, dass in Wirklichkeit alles ganz anders war. Aber egal, denn die nächste Meldung steht ja wieder an. Samt der Lügen, Halbwahrheiten und puren Spekulationen.

Das der Fall Peggy nicht politisch motiviert ist, stimmt doch nur bedingt, @Habakuk. Ab dem Zeitpunkt, wo sich der damalige bayerische Innenminister Beckstein eingemischt hatte, war es mit der politischen Jungfräulichkeit vorbei und alleine diese Intervention hat dem Fall seinen zweifelhaften Stempel aufgedrückt. Zumal im WAV lt. Gericht auch noch der Falsche verurteilt wurde. Wusste man damals schon über die Verbindung Peggy / NSU bescheid und suchte mit Ulvi K. nur einen Täter, der weder mit dem einen, noch dem anderen zu tun hatte? Quasi als Ablenkungsmanöver? Würdest du das ausschließen wollen? Ich jedenfalls nicht.

Hand auf's Herz: das es längst nicht mehr um das Mädchen Peggy Knobloch geht, ist doch auch keine Neuigkeit. Schau' dich doch mal um. Es geht doch größtenteils nur noch um die Bürgerinitiative um Frau Rödel und die Art und Weise, wie sie den Fall nach außen hin darstellt und in Teilen verunglimpft oder relativiert. Oder mit Beweisen winkt und angibt, deren Wahrheitsgehalt bis heute noch nicht nachvollzogen werden kann, weil sie ihre Quelle/n nicht preisgeben will. Und in den Foren? Da wird genau darauf herumgeritten und Ulvi K. weiterhin als Täter präsentiert, obwohl der bis Dato der einzige aus Peggy's Umfeld ist, der per Gerichtsentscheid als unschuldig gilt. Spekulationen über andere Verdächtige werden innerhalb der Plattformen sanktioniert oder von außen durch Anwälte unterbunden. Mehr oder weniger.

Sauer macht mich nur die Tatsache, dass sich die Deutschen Tugenden auf die Fahne schreiben, die sie längst nicht mehr in der Form besitzen, wie sie sie einmal besessen haben. Wir sind nicht besser als die, über die zum Teil noch heute geschimpft und geflucht wird und das zeigt sich am deutlichsten an den Handlungen, Aussagen und Affären unserer Staatsmacht samt deren Organe bzw. Ämter.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#245

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Okt. 2016, 15:23

@Lastlove
sorry, dass ich da mal einhake: wo siehst du denn diese erfolgreichen Ermittler? Speziell in den Fällen Knobloch und NSU? Erfolgreich sind die heutigen Ermittler meist nur dann, wenn es um "Standard- Verbrechen" geht. Warum? Weil es da keine unterschiedliche Parteien mit ebenso unterschiedlichen Interessen gibt. Ein Typ bringt seine Frau samt seine Kinder um, weil sie ihn verlassen wollte. Ein anderer überfällt und vergewaltigt eine Frau, weil er gerade geil ist, und nimmt auch gleich ihre Habseligkeiten mit und wenn ihm das Opfer blöd kommt, bringt er es auch noch um. Das sind, trotz allem Leid und Schmerz für die Opfer, Angehörigen und Hinterbliebenen, Standard- Fälle. Und die haben auch die höchste Aufklärungsquote. Aber kaum wird es verzwickt oder nicht gleich offen sichtbar, zeigt sich, wie gut und erfolgreich die Polizeien tatsächlich sind. Nicht, weil die etwa doof oder unfähig sind (na ja... manchmal schon), sondern weil aus diversen Gründen gar nicht entsprechend ermittelt werden darf und soll und da wird die Bandbreite der Möglichkeiten extrem weit. Beispiele gibt es jedenfalls genug und zwei Fälle habe ich bereits genannt.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#246

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Okt. 2016, 19:09

Schon gelesen, welch simple Erklärung der Kriminalbiologe Dr. Mark Benecke zu dieser Verunreinigung hat?
Panne oder nicht im Fall Peggy/NSU - das ist noch nicht klar. Der Kriminalbiologe Mark Benecke aber sieht ein generelles Problem in Landeskriminalämtern. Und das lasse das Fehlerrisiko steigen.

Ein möglicher Ermittlungsfehler im Fall der getöteten Peggy mit der DNA des Rechtsextremisten Uwe Böhnhardt könnte nach Ansicht des Kriminalbiologen Mark Benecke an Geldmangel liegen. "Viele Landeskriminalämter haben eben nicht viel Geld, weil die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen eben nicht so hohe Steuern zahlen wollen", sagte der Spurenexperte der Deutschen Presse-Agentur. Unter hohem finanziellen Druck könne es Sparmaßnahmen oder Personalmangel geben. Dann steige die Fehleranfälligkeit.

Nach dem Entdeckung einer DNA-Spur von Böhnhardt am Fundort der neunjährigen Peggy hatten die Behörden am Donnerstag mögliche Hinweise auf eine Verunreinigung bekanntgegeben. Es gebe "mögliche Anhaltspunkte" dafür, dass durch die mit der Spurensicherung in beiden Fällen befasste Tatortgruppe der Polizei in Thüringen teilweise identisches Spurensicherungsgerät verwendet worden sei. "Da man normalerweise alle Geräte sehr, sehr gründlich säubert, ist es wirklich ein Freak-Unfall, wenn dann wirklich einzelne Hautzellen oder andere Körpergewebebestandteile, die sehr, sehr klein gewesen sein müssen, sich jetzt da übertragen haben", sagte Benecke.

(...)
Stern

Wie bereits gesagt, stelle ich mir dennoch die Frage, ob dann nicht auch noch DNA-Spuren von anderen Fällen auf diesem Meterstab vorhanden sein müssten.


PS: wie war das nochmal im Fall Charlotte Böhringer mit dieser DNA-Spur?
Am 2. Mai 2007 wurden in der Wohnung von Charlotte Böhringer DNA-Spuren gesichert, die mit Spuren im Fall Ursula Herrmann identisch sind. Wie es dazu kam, ist bis heute nicht geklärt. Diese den Angeklagten entlastende Spur wurde vom Gericht nicht zugelassen und gilt als durch das Labor „verunreinigte Spur“.
Wikipedia

Und im Fall Andreas Darsow mit den Schmauchpartikeln?
Als starkes Beweismittel für dessen Tat eingebracht obwohl bekannt war, dass der Ermittler, der diese Gegenstände in die Finger nahm, zuvor Schießübungen durchgeführt hatte und demnach diese Objekte höchstwahrscheinlich mit seinem eigenen Schmauch verunreinigte.

Wir sehen also, dass so eine verunreinigte Spur je nach Bedarf dienlich oder hinderlich für die Ermittlungen sein kann.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#247

Ungelesener Beitrag von Habakuk » So, 30. Okt. 2016, 20:27

@Lastlove

Welche Taten? Na die Mordserie des NSU natürlich.
Die ist schon abscheulich genug, da braucht es nicht noch Zusätzliches.

"Hass auf erfolgreiche Ermittler"? Lächerlicher Vorwurf. Kennst Du den Fall Peggy überhaupt?
Was diese Berg-und Talfahrt der letzten Jahre für die Angehörigen bedeutet, das mag man sich überhaupt nicht vorstellen.
Die Krönung jetzt diese NSU-Verbindung, die es höchstwahrscheinlich niemals gab. Wie kann so ein Verdacht an die Presse gelangen, die sich natürlich wie die Geier darauf stürzt und wirklich alles verquirlt, selbst das gelegentliche Kopftuchtragen der Mutter oder die angeblich rechte Gesinnung eines Nachbarn ?

Wer diesen Fall von Anfang an verfolgt hat, der KANN über vieles einfach nur noch den Kopf schütteln. Und das als jemand, der eigentlich ein positives Bild von Polizei und Presse hatte.

Wo steht eigentlich, daß "nur" Böhnhardts DNA gefunden wurde? Seine DNA war aber in der Datenbank, andere ist vielleicht einfach nicht gespeichert und daher nicht zuzuordnen.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#248

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 30. Okt. 2016, 21:47

Habakuk hat geschrieben:Wie kann so ein Verdacht an die Presse gelangen...
Durch die Staatsanwaltschaft und dem BKA selbst. Die haben das Fass erst aufgemacht. Klar, dass die Medien und dann natürlich auch alle anderen auf diesen Zug aufspringen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#249

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 31. Okt. 2016, 01:11

@Salva

Sorry, hab noch etwas vergessen:
Zu Deiner These, man habe vorher schon von einer Verbindung NSU/Peggy gewusst und daher UK als "Bauernopfer" präsentiert: Nein, das halte ich nicht für möglich.
Ich will mal versuchen, es zu begründen:
UK wurde von den Ermittlern nicht aus dem Hut gezaubert.
Er hat (das geht aus Vernehmungsprotokollen hervor) sehr frühzeitig einen Missbrauch an Peggy gestanden und das, man höre und staune, GEGEN den Widerstand der Ermittler, die ihm zunächst nicht glaubten (Wortlaut: "Doch, das war so").
Auf diesem Missbrauch bestand er auch noch in der Psychiatrie Ärzten gegenüber (selbst im Buch von Jung+Lemmer steht das so).

Nun heißt das nicht, daß er auch Peggys Mörder ist, aber hier hat die SOKO2 einen Zusammenhang vermutet und der war auch naheliegend, denn es ist doch recht ungewöhnlich, daß ein Kind einige Tage vor dem Verschwinden missbraucht und dann von einem anderen Täter verschleppt wird.
Wie das darauffolgende Mordgeständnis zustande kam wird sich nicht eindeutig klären lassen, möglicherweise nicht einwandfrei. ABER es enthält Details, die zumindest merkwürdig sind. Ein Mensch, der sich die Schuhe nicht selbst binden kann, erzählt sehr detailreich vom Erstickungstod eines Kindes, von der Gegenwehr und einem minutenlangen Todeskampf, vom vorherigen Stolpern über einen Stein (der auch dort lag und später lediglich von einem Lichtenberger beiseite geräumt wurde, weshalb er bei der Tatortbegehung am Wegrand lag). Zufall oder mehr?
Ich weiß es nicht . Niemand weiß es. Zu welcher geistigen Leistung, sich eine Geschichte auszudenken, war er fähig und zu welcher nicht?
Da sind sicher Grenzen der Vorstellungskraft gegeben. Wenn UK gelogen hat, dann hat er auch renommierte Gutachter getäuscht, es mag jeder selbst entscheiden, für wie wahrscheinlich er das hält. Ich bin mir selbst unsicher.
Tatsache ist aber, daß UK seine eigene Geschichte vorgetragen hat und keine vorgekaute. Und er hat auch nicht nur Ja und Amen gesagt.
So spricht zB Horns Tathergangshypothese von vermutetem Erwürgen bzw "Gewalteinwirkung gegen den Hals", UK aber von "Zuhalten von Mund und Nase, bis sie (Peggy) sich nicht mehr rührte ". Hätte man ihm also nur die Tathergangshypothese vorgehalten und er diese wiederholt, woher kommen diese Abweichungen?

Wie gesagt, ich behaupte nicht, daß UK zwingend der Täter ist, es gibt andere durchaus zweifelhafte Menschen in Peggys Umfeld, UK ist für mich aber nach wie vor EIN ernstzunehmender Tatverdächtiger. Und hier gilt es jetzt, Übereinstimmungen mit Peggys Auffinden abzuklären (möglicherweise auch zur Entlastung, das wäre ja auch ein Fortschritt). Und die gibt es tatsächlich, im Gegensatz zu bspw den Türkeitheorien oder dem tschech. Kinderstrich oder einem Nazi-Pädo-Netzwerk, welches jetzt vermutlich zusätzliche Zeit kostet.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#250

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Mo, 31. Okt. 2016, 03:03

@Lastlove

Zu der"Gesinnung die vor Kindermorden nicht zurückschreckte":
Ist das eine Frage der Gesinnung?
Solche Taten ziehen sich durch sämtliche Gesellschaftsgruppen, sämtliche Schichten und sind mit Sicherheit nicht durch eine Gesinnung zu erklären.
Böhnhardt und Mundlos haben gezielt gemordet, kaltblütig, aber wohl überlegt. Schon die Geschichte mit den Fahrrädern spricht dafür.
Das ist gut durchdacht.
Peggy wurde achtlos abgelegt und nur durch Zufall nicht gefunden. Schon das passte nicht, von Anfang an nicht.
Das sind völlig unterschiedliche Taten und das war auch klar.

Ist es nicht vielmehr das Problem, daß man solche Taten auf Gedeih und Verderb einer "Gesinnung" zuordnen möchte bzw diese dort für besonders logisch hält?
Was lehrt uns die Erfahrung in anderen Fällen? In welchen Fällen von mit Peggy vergleichbaren Kindermorden ging es um eine "Gesinnung"? In der Regel geht ein Missbrauch voraus und genau das ist auch das Motiv.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#251

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 31. Okt. 2016, 03:13

@Habakuk
Nun... es war ja auch nur eine Theorie die man spinnen kann, wenn man das Wirrwarr um den NSU mit in diesen Fall einbeziehen will. Tatsache ist, dass es bei diesem Haufen Pädophiie gab. Und es gibt Verbindungen, auch zum Auffundort von Peggy's Leiche, die nicht aus der Luft gegriffen sind. Aber gut, ich lass' das mal so stehen. Beide Fälle sind auch so schon mehr als ausreichend verzwickt und zum Haare raufen.

Diese Zusammenhänge, die erst von der Soko II erkannt wurden, hatte die SoKo "Peggy" praktisch ausgeschlossen. Warum? Weil trotz der rund 5.000 verfolgten Spuren nichts auf Ulvi K. als Peggy's Mörder hindeutete.
Du darfst auch die Vorgehensweise der Soko II bei ihren Ermittlungen nicht außer Acht lassen: die hatten nichts anderes in der Hand als die Akten und Erkenntnisse der Soko Peggy. Und plötzlich kamen diese Zusammenhänge auf den Tisch und K. wurde verhaftet. All das geschah aber erst auf Druck seitens der bayerischen Landespolitik. Wohlgemerkt. Und siehe da, wiederum plötzlich kommt K's Geständnis mit den angeblichen Details, die wiederum angeblich nur der Täter wissen konnte und als einzigen handfesten Beweis liefert die Soko II was? Trotz der Brisanz und Druck in diesem aufsehenerregenden Fall? Und obwohl durch den Innenminister die Elite der Ermittler eingesetzt wurde? Ein Gedächtnisprotokoll eines Ermittlers über jenes Geständnis, welches unter höchst zweifelhaften und zu recht ebenso höchst umstrittenen Umständen zustande gekommen war. Weiterhin keine Leiche. Weiterhin keinen einzigen forensischen Beweis und weiterhin keinerlei Zeugen oder sonst etwas, das Ulvi K. zweifelsfrei - und darauf kommt es letztendlich an - des Mordes an der kleinen Peggy Knobloch überführen konnte. Selbst die Indizien hinkten meilenweit hinterher, wie selbst eine Frau Rödel beweisen konnte!
Und jetzt das zweitbeste und fast zuletzt: Statt diesen geistig behinderten und damals jungen Mann aus eindeutigen Mangel an Beweisen freizusprechen, geschieht was? Da wurden Gutachter aufgefahren und es entbrannten auch in der Öffentlichkeit Diskussionen darüber, inwiefern ein Mensch mit dem IQ eines Eimers voller Sand in der Lage sein könnte Details wiederzugeben oder zu erfinden oder was weiß ich noch alles. Das Ergebnis daraus: der Schuldspruch. Einzig und alleine auf der Basis dieses Geständnisses und der Aussage des Gutachters und Psychiaters Kröber. Sonst nichts. Null.
Und last but not least: mit dem Wiederaufnahmeverfahren im Jahr 2014 hätte die Anklagevertretung DIE Gelegenheit gehabt, ihre damaligen "Beweise" zu untermauern und zu festigen und zwar so, dass nichts anderes als eine weitere Verurteilung hätte erfolgen mussen. Aber was geschah? Auch das ist hinreichend bekannt.

Ulvi K. hatte damals schon kein einfaches Leben. Aber er kam zurecht, was auch bewiesen ist. Du sagst, dass sich Ulvi K. nicht einmal seine Schuhe binden konnte, bezweifelst aber nicht das er wusste, wie man ein Kind umbringt und derart versteckt, dass es erst 15 Jahre später gefunden werden konnte. Nein, es konnte auch niemanden eine Hilfestellung oder Tatbeteiligung nachgewiesen werden, wie du selbst weißt. Blöde Vergleiche? Kommt auf die Betrachtungsweise an. Und wenn du jetzt die sexuelle Komponente mit einbezogen haben möchtest: Ulvi K. wusste nur bedingt, was er mit dem Ding zwischen seinen Beinen anstellen soll: Doktorspiele.
Ich will die natürlich nicht kleinreden (gar keine Frage!), aber wenn wir von Doktorspielen sprechen, weil die Handlungen an den Kindern nun mal so beschrieben wurden, dann muss man auch mal nachschauen, was unter Doktorspiele vertanden wird:
Als Doktorspiele werden Spiele zwischen Kindern bezeichnet, die die gegenseitige Erkundung ihrer Körper und insbesondere ihrer Genitalien zum Inhalt haben. Doktorspiele haben eine Arzt-Patient-Situation zum Inhalt.

Doktorspiele sind bei Kindern weit verbreitet und gehören zur kindlichen Entwicklung. Sie lernen neugierig und gegenseitig die ansonsten unsichtbaren und damit unbekannten Körperteile kennen. Gleichzeitig erleben sie sexuelle Gefühle und lernen damit umzugehen. Doktorspiele dienen auch zur Befriedigung kindlicher sexueller Bedürfnisse (infantile Sexualität). Die Rollen von „Arzt“ und „Patient“ helfen den Kindern dabei, ihre Ängste vor Sexualität zu überwinden. Das Spiel Blinde Kuh hat oft eine erotische Komponente. Ältere Kinder spielen oft Flaschendrehen.

Nach einer 1948 veröffentlichten Studie von Alfred C. Kinsey sind Doktorspiele unter Kindern verbreitet. Die Studie besagt, dass 36,6 % aller 10-jährigen Kinder sowohl heterosexuelle als auch homosexuelle Doktorspiele praktizieren.

Wenn ein Erwachsener die Neugier des Kindes ausnutzt, um es dazu zu bringen, sexuelle Handlungen an sich oder anderen vorzunehmen oder diese an sich vornehmen zu lassen, bei diesen zuzuschauen oder Schilderungen derselben zu folgen, handelt es sich um sexuellen Missbrauch von Kindern.
Wikipedia - Doktorspiel

In einem anderen Wiki-Artikel steht:
Kulaç hatte durch eine Hirnhautentzündung schwere geistige Schäden erlitten. Sein Entwicklungsstand wird mit dem eines 8- bis 10-jährigen Jungen gleichgesetzt.
Wikipedia - Fall Peggy Knobloch

Ich denke, mehr muss ich dazu nicht sagen.
Eines noch: ich bin der Meinung, dass Ulvi K. zurecht in die forensische Abteilung eingewiesen wurde. Auch wenn sein Entwicklungsrückstand enorm war, hätte er sich dennoch weiterentwickelt und ich bin mir sicher, dass er ohne den Fall Peggy eines Tages sehr wohl gelernt hätte, welchen Sinn das Ding dort unten eigentlich hat und dann wäre es nicht mehr bei diesen Doktorspielen geblieben. Wie auch bei diesen Kindern, die in den o.g. Zitat beschrieben werden.
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Snoopy
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#252

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Mo, 31. Okt. 2016, 13:22

Vor lauter DNA-Panne oder nicht hätte ich fast verpasst, auf ein paar zuvor angesprochene Punkte noch mal einzugehen. Und da ihr ja auch inzwischen wieder bei na wem wohl ;)angelangt seid...

@Habakuk: Da ist noch eine wichtige Frage offen: Worin konkret bestehen die mehreren, relevanten Punkte, die mit den Auffindegegebenheiten der Knochen so überaus gut zusammenpassen, welche U.K. zuletzt und wiederholt vorgetragen haben soll, und die dann auch vom Gericht übernommen worden sein sollen? Soviel ich weiß, hat U.K. nämlich keine der Versionen konstant vorgetragen – insbesondere, was die Umstände der Verbringung der Leiche angeht. Und dementsprechend hat das Gericht 2004 meines Wissens letztendlich einfach angenommen, dass das tote Mädchen vom Vater U.K.s „irgendwie“ weggeschafft wurde, und konnte nähere Feststellungen dazu eben gerade nicht treffen. Aber schließlich stellst du diesbezüglich ja eine anderslautende, uiuiui, Tatsachenbehauptung auf – also wirst du es wohl auch belegen können… :)
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:29 hat geschrieben:Hm, interessant, würdest Du das auch so locker sehen, wenn jemand über Dich sagen würde:" der Snoopy hat vermutlich Verbindungen zum pädokriminellen Milieu und hat seine Kinder für Kinderpornos angeboten, aber das ist lediglich meine Meinung"? Fändest Du bestimmt überaus witzig, oder doch nicht?
Ich kann mir die Freude über diese "Meinungsfreiheit" regelrecht vorstellen, wenn so etwas dann auch noch über Internet verbreitet und von wenig kritischen Medien aufgenommen wird. Was für ein Spaß...
Sagt G.R. das genau so über S.K.? Wenn ja, hätte sie wohl umgehend ein Verfahren wegen übler Nachrede am Hals, wenn sie das nicht beweisen könnte. DU hättest so ein Verfahren jedenfalls am Hals, wenn du so etwas über mich sagen würdest… :D! Klar darf man nicht einfach völlig ohne Grundlage etwas Ehrenrühriges über jemand anderen verbreiten. Ich wüsste aber nicht, dass Frau R. das in dieser Form täte.
Außerdem: Ebenso „witzig“ fände ich es sicherlich, wenn mich jemand nach einem klaren und eindeutigen Freispruch immer wieder ganz offen und über das Internet verbreitet der Begehung eines Mordes verdächtigen, und mich mit unbelegten oder auch schlicht unzutreffenden Behauptungen diffamieren würde. Gerade das, was Frau R. und der BI vorgeworfen wird, betreibt die „Anti-G.R.-Front“ nämlich selbst ziemlich fleißig. Wenn man aber angeblich so auf Anstand und Moral bedacht ist – warum hält man sich dann nicht selbst an diese Maßstäbe? Mit gegenseitigen Beschuldigungen erreicht man doch nichts, außer die Gräben immer mehr zu vertiefen.
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:41 hat geschrieben:Warum sollen Lemmer und Jung irgendwie glaubhaft sein?
Weil sie als Journalisten bestens über die Rechtslage informiert sein dürften, und ihnen demzufolge sicherlich bewusst ist, dass sie in Teufels Küche kommen könnten, wenn sie über einen der Beteiligten so öffentlich etwas Unwahres behaupten würden…
Habakuk » 23 Oct 2016, 00:41 hat geschrieben:Jung erzählte noch NACH dem Knochenfund, sie habe die Info aus sicherer Quelle, Peggy lebe in der Türkei...
Tolle Journalisten, wirklich...
Danke für dieses Paradebeispiel, wie schnell es zu falschen Tatsachenbehauptungen kommen kann :Y:! Frau Jung hat mitnichten gesagt, diese Info habe sie „aus sicherer Quelle“, im Gegenteil… sie stellte ausdrücklich klar, dass sie die Richtigkeit der Türkei-Info bezweifle. Sie äußerte sich lediglich verwundert darüber, dass im Fall Peggy so lange Ruhe herrschte, und dann plötzlich durch zwei verschiedene, kurz hintereinander folgende Meldungen wieder Bewegung hinein kam; und sie brachte ihre generelle Skepsis gegenüber jeglichen neuen Infos zu diesem Fall zum Ausdruck, da es in der Vergangenheit bereits immer wieder Meldungen gegeben habe, die sich nicht bestätigt hätten.
Dass eine solche Skepsis durchaus nicht unangebracht ist, zeigen die jüngsten Wendungen mehr als nachdrücklich – auch wenn sich die Nachricht, Peggys Knochen seien gefunden worden, letztendlich nicht Falschmeldung herausgestellt hat (obwohl… wer weiß? Erst kürzlich sollen sich ja durch gewisse Ereignisse die Hinweise darauf verdichtet haben, dass DNA-Analysen gar nicht so zuverlässig sind, wie man bisher gedacht hat... ;)).

Hier der entsprechende Auszug aus dem Interview mit Frau Jung:
Frage: Sind die Chancen, den Fall jetzt aufzuklären, mit dem Knochenfund gestiegen?

Antwort: Ich seh‘ das nicht so, ich bin da sehr skeptisch. Also, ich bin auch noch immer nicht ganz überzeugt, dass das die Knochenreste von der kleinen Peggy sind; vor ungefähr vier Tagen wurde mir noch gesagt, dass Peggy wohlauf ist, dass sie in der Türkei leben würde, und dass sie dort auch bleiben wollte, nicht zurück zur Familie kommen würde, und schon das konnte ich nicht glauben – vier Tage später jetzt werden ihre angeblichen Knochen gefunden. Alles sehr verwunderlich, aber so kennt man den Fall, es gab immer wieder überraschende Wendungen, und auch immer wieder so einen Hype: „Wir wissen jetzt, was passiert ist“. Ich bin gespannt, was heute Nachmittag noch raus kommt. […]

Frage: Sie haben gerade gesagt, Sie hätten Informationen bekommen, Peggy lebte in der Türkei. Wie kommt man an solche Informationen – und gibt‘s da mehr davon, wird immer wieder gesagt, dass man Peggy an dem oder jenem Ort gesehen haben könnte?

Antwort: Das gab es schon immer, auch zu Beginn. Peggy wurde ja noch sehr lange gesehen, und ich bin vielen Spuren auch da nachgegangen; die meisten haben sich aufgelöst, die Ermittler haben auch nichts gefunden, auch nicht in der Türkei. Viele Dinge sind da auch sehr dubios gelaufen, ich hab auch Spuren nach Tschechien verfolgt, vieles ist dann im Sande verlaufen, oder auch, es wurde einfach auch nicht mehr weiter ermittelt, und die Verfahren wurden eingestellt. Was ich jetzt gehört habe, das ist halt merkwürdig, weil es ausgerechnet in dieses Timing kommt, ja – also ich habe sehr lange nichts mehr gehört, habe mich um andere Dinge gekümmert und andere Fälle gekümmert; und dass ausgerechnet am Freitag die eine Information kommt, und jetzt die Information über die Knochen, das ist, glaube ich, einfach Zufall.
Quelle: http://www.br.de/radio/bayern2/politik/ ... l-100.html
Marie » 23 Oct 2016, 11:48 hat geschrieben:Sie hat Herrn Kulac als Unschuldslamm hin gestellt und seine Taten verharmlost, zum Teil auch geleugnet. Schon allein das ist eine Unverschämtheit. Aber der Herr war nicht aus Jux und Dollerei im Hupferla...er hat Kinder mißbraucht und das ist eben Fakt.

Hier mal einige von mir zusammengetragene Zitate aus verschieden Zeitungen Frau Rödel betreffend:

http://www.nordbayern.de/nuernberger-na ... -1.3514704 (dieser Link ist leider nicht mehr aktiv)
Aus den Verfahrensakten sei eindeutig ersichtlich, dass in Lichtenberg gar kein Mord stattgefunden habe, betont Gudrun Rödel.

*****

Zitat und der vollständige Bericht ist bei http://www.br.de/nachrichten/oberfranke ... i-100.html vom 20.03.2015 zu lesen:

Die Betreuerin Gudrun Rödel will erreichen, dass Ulvi Kulac auch vom Vorwurf des sexuellen Missbrauchs an der vermissten Peggy Knobloch freigesprochen wird. Die Sache müsse geklärt werden, sagte Rödel. "Sonst hängt es ihm ja weiter an."

*****

Zitat und der vollständige Bericht ist bei http://www.br.de/nachrichten/oberfranke ... i-100.html vom 20.03.2015 zu lesen:

Sie könne nicht begreifen, dass von dem 38-Jährigen Gefahr für die Allgemeinheit ausgehen soll. "Es handelt sich um einen geistig behinderten Menschen. Frau Rödel spricht von "Doktorspielen".

*****

...und so weiter und so weiter (wennst willst, hab ich noch einige Artikel mehr in meinem Fundus Frau Rödel betreffend :wink:

Für Dich mögen das Interpretationen sein, für mich sind sie es nicht. Frau Rödel macht klare Aussagen und stellt diese als Fakt hin. Und ehrlich gesagt geht mir diese Verharmlosung von Herrn Kulac`s Taten echt auf den Senkel.
Dass Frau R. U.K.s sexuelle Missbräuche an Kindern angeblich „verharmlost“ und „leugnet“, wird oft pauschal so behauptet. Konkrete, überzeugende Belege dafür fehlen mir aber bisher. Auch deine Beispiele sagen das für mich nicht aus.

Ich finde, um G.R.s Äußerungen richtig einordnen zu können, muss man auch beachten, wie sich das Ganze entwickelt hat. U.K. war im Zusammenhang mit dem Mordprozess 2004 äußerst negativ dargestellt worden… in den Augen der Öffentlichkeit war er damals der „Killer“ und „Kinderschänder“, der lebenslänglich weggesperrt gehört. Punkt. Erst dann kam G.R. ins Spiel! Dass sie mit dem Bild, das bis dahin von U.K. gezeichnet worden war, in weiten Teilen nicht einverstanden war und es korrigieren wollte, finde ich prinzipiell sehr verständlich. Sie wollte klarstellen, dass es sich bei den Taten von U.K. um vergleichsweise leichte Fälle von Missbrauch gehandelt hatte, und er die Kinder nicht etwa bedroht, misshandelt, ihnen absichtlich Gewalt angetan, sie verängstigt, ihnen Schmerzen zugefügt hatte oder Ähnliches; und dass es zudem keine Taten waren, die den mittels krimineller Energie vorsätzlich umgesetzten Missbrauchshandlungen geistig normal entwickelter Menschen gleichgesetzt werden können. Und unter dem Begriff „Doktorspiele“ kann man sich eben als Laie leichter etwas vorstellen als unter dem Ausdruck „psychosexuelle Retardierung“, also… in diesem Zusammenhang jedes Wort auf die Goldwaage zu legen und G.R. deswegen gleich in der Luft zu zerreißen, finde ich wirklich übertrieben.

Noch unverständlicher ist mir, wie man G.R. allen Ernstes vorwerfen kann, dass sie die Urteilsfeststellungen von 2004 – die sich hinsichtlich des Schuldspruches wegen Mordes immerhin schon als nicht haltbar erwiesen haben – auch bezüglich des sexuellen Missbrauchs an Peggy für unzutreffend hält. Für dieses Geschehen gibt es keinen Beleg, keinen Sachbeweis, nichts… nur U.K.s widersprüchliches und mittlerweile widerrufenes Geständnis. Und im Urteil von 2014 wurde zudem die mangelnde Verlässlichkeit seiner Aussagen ausdrücklich betont und unmissverständlich festgestellt. Diese Tat anzuzweifeln, ist aus meiner Sicht also absolut berechtigt. Das hat doch mit „Verleugnung“ nichts zu tun…?!
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#253

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Di, 1. Nov. 2016, 01:08

@Salva

Du weißt aber schon, daß UK sogar Verhältnisse mit erwachsenen Frauen hatte? Eine davon hat im 1. Prozess ausgesagt. Er wusste wohl etwas mehr, als daß es da ein Ding zwischen seinen Beinen gibt, mit dem er nicht recht etwas anzufangen wusste.
Den Begriff "Doktorspiele" finde ich nach wie vor unpassend. In einem Fall gab es laut Urteil zB Aufforderungen zum Oralverkehr, das geht dann doch einen Schritt weiter. "Doktorspiele" geschehen zwischen gleichaltrigen Kindern und zwar beiderseits freiwillig, bei UK gibt es auch zB das Festhalten und der Versuch des Öffnens der Hose eines Jungen gegen dessen Willen usw.
Desweiteren gab es bereits im Jahre 2000 eine Gesprächstherapie mit UK , die ihm sein Fehlverhalten aufzeigte, worauf es aber weiterhin zu Übergriffen kam, zuletzt im Bereich der Lichtenberger Schrebergärten, wo er sich wohl unbeobachtet fühlte.
Die Vergewaltigung der Peggy steht nach wie vor im Raum und ist keineswegs vom Tisch.
Es geht mir persönlich überdies etwas gegen den Strich, UK nur dann auf dem Niveau eines Kindes zu verorten, wenn es um die Missbräuche geht. Andererseits traute man ihm aber durchaus zu , zu trampen, maßlos Alkohol zu konsumieren usw.

Was es für einen IQ braucht, um ein Kind zu töten, das ist mir nach wie vor rätselhaft, das kann sogar ein Schimpanse.
Die Spuren zu beseitigen, das ist das Problem und da ging bei UK nie jemand davon aus, daß er das alleine getan hätte.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#254

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Di, 1. Nov. 2016, 01:34

@Snoopy

Du wirst jetzt nicht ernsthaft erwarten, daß ich Dir die Tatversion, die das Gericht zugrunde legte und die UK angab, noch einmal wiederkäue, oder?
Er hat diese Version ja sogar vor Ort nachgespielt. Bez. der Leichenverbringung gab er Unterschiedliches an, das stimmt, zuletzt aber eben die mit dem Vater.
Ob das die Wahrheit ist, wer will das wissen?
Tatsache ist, daß zu DIESER Tatversion jetzt einiges passt.
Eine Ablage nah an Lichtenberg, kein wirkliches Vergraben, kein Zerstückeln oder ähnliches, das Fehlen des Ranzens (laut UK separat entsorgt) und womöglich sogar die Spur einer Decke. Das alles ist es allemal wert, diese Spur nicht zu vernachlässigen, mehr sage ich doch nicht.

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#255

Ungelesener Beitrag von Habakuk » Di, 1. Nov. 2016, 03:09

@Snoopy

Zu den Verdächtigungen gegenüber der Mutter von Peggy:
Ich bitte Dich, lies Dir doch nur einmal das neueste Statement von GR durch, was ist das denn?
Es spielt doch keine Geige, inwieweit das rechtlich angreifbar ist, das ist übelste Propaganda. Andeutungen aus der untersten Schublade. Sollen wir wirklich darüber streiten, inwieweit man etwas verbreiten darf, wenn sich eine traumatisierte Mutter nicht wehrt?
Ich teile ja Frau Knoblochs Art der Kindererziehung auch nicht, aber es gibt doch noch Grenzen. Gerade Frau Rödel sollte wissen, daß Fehler passieren können im Umgang mit einem Kind, mehr sag ich dazu nicht...

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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#256

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Di, 1. Nov. 2016, 10:50

Habakuk » 01 Nov 2016, 01:34 hat geschrieben:Du wirst jetzt nicht ernsthaft erwarten, daß ich Dir die Tatversion, die das Gericht zugrunde legte und die UK angab, noch einmal wiederkäue, oder?
Er hat diese Version ja sogar vor Ort nachgespielt. Bez. der Leichenverbringung gab er Unterschiedliches an, das stimmt, zuletzt aber eben die mit dem Vater.
Ob das die Wahrheit ist, wer will das wissen?
Tatsache ist, daß zu DIESER Tatversion jetzt einiges passt.
Eine Ablage nah an Lichtenberg, kein wirkliches Vergraben, kein Zerstückeln oder ähnliches, das Fehlen des Ranzens (laut UK separat entsorgt) und womöglich sogar die Spur einer Decke. Das alles ist es allemal wert, diese Spur nicht zu vernachlässigen, mehr sage ich doch nicht.
Wenn eine Behauptung aufgestellt wird wie "Eigentlich passt alles zum Geständnis eines Tatverdächtigen, jetzt sogar noch aufgefundene Deckenteile (vielleicht gar noch grün?)", erwarte durchaus, dass das auch nachvollziehbar konkretisiert werden kann, ja! Denn wenn man es nicht belegen kann, ist so eine Behauptung einfach reichlich daneben.

Wenn man annimmt, dass U.K.s Vater die Leiche alleine weggebracht hat, dann folgt daraus logischerweise, dass U.K. gar nicht genau wissen kann, was damit geschehen ist und wie sie abgelegt wurde. Daher würde es mich ziemlich wundern, wenn im Urteil zur Leichenablage konkrete Feststellungen getroffen worden wären. Zudem: U.K. soll auch mal gesagt haben, er wisse nicht, wohin sein Vater die Leiche gebracht habe... die Leiche sei in eine Plane gewickelt worden... die Schultasche sei in die grüne Decke gewickelt im Keller aufbewahrt, und das Ganze dann im Müllcontainer entsorgt worden (somit könnte sich die Decke dann gerade nicht bei der Leiche befunden haben)... usw.. Also noch mal - weißt du definitiv, dass die Details, die du genannt hast und die mit der jetzigen Auffindesituation der Leiche zusammenpassen, auch diejenigen sind, die U.K. zuletzt angab, und die im Urteil so festgestellt wurden? Und weißt du definitiv, dass die Details, die ich gerade genannt habe, und die mit der jetzigen Auffindesituation der Leiche nicht zusammenpassen, nicht diejenigen sind, die U.K. zuletzt angab, und nicht im Urteil stehen?

Oder weißt du es eben doch nicht so genau, und gehst du in deiner Argumentation den umgekehrten Weg... schaust du, wie die Auffindesituation ist, und suchst dir dann unter allen in den Medien verbreiteten vermeintlichen Aussagen U.K.s diejenigen heraus, die passen?
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#257

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 1. Nov. 2016, 11:23

@Habakuk
Ich sagt ja, dass ich Ulvi K.'s Übergriffe nicht verharmlosen werde und das er zurecht in der Forensischen saß, sondern gebe das wieder, was auch offiziell über ihn ausgesagt wird. Das es immer zwei Wahrheiten gibt, wissen wir alle: die, die nach außen hin dargestellt wird und auch beweisbar ist und die, die sich die Leute untereinander erzählen, weil sie wissen was gelaufen ist aber meist nur durch ihre Untätigkeit geglänzt haben. Würden allesamt auspacken, wäre so mancher Fall um einiges klarer und der eine oder andere Täter würde einsitzen. Wie auch in diesem Fall.
Ist es möglich, dass Ulvi K. trotz allem Peggy's Mörder ist? Ja. Hatte er Hilfe? Davon könnte man ausgehen. Die Justiz hatte mehrmals die Chance den Fall Peggy abzuschließen, hat es aber nicht geschafft. Und jetzt haben alle das Problem, dass Ulvi Kulac der einzige Hauptverdächtige ist, der von dem eigentlichen Mordvorwurf auch tatsächlich freigesprochen wurde und letztendlich auch aus der Forensischen entlassen werden musste. Aus juristischer Sicht braucht es jetzt einen anderen Täter, um den Fall Peggy zu knacken und wenn es den tatsächlich nicht geben sollte oder eine Schuld wieder nicht beweisbar ist, bleibt die Akte Peggy Knobloch für immer offen, denn handfeste Beweise gibt es offensichtlich nach wie vor nicht. Nur diese Indizien. Und die mögen für den einen plausibel sein und für den anderen eben nicht. Für dich ist Ulvi K. sehr wahrscheinlich schuldig? Für mich nicht. Weil es in Peggy's Umfeld noch andere gab, deren Unschuld für mich, jedenfalls, nicht zweifellos nachgewiesen werden konnte. Auch das Thema NSU ist noch nicht vom Tisch und wie bereits mehrfach erwähnt, gibt es diese Verbindungen zum Fall Peggy. Wir werden sehen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#258

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 1. Nov. 2016, 12:49

Nochmal zur Verbindung NSU / Peggy:
Bild nicht mehr vorhandenDer NSU und der Fall Peggy
Vor Peggys Verschwinden trat Mutter zum Islam über
Veröffentlicht am 17.10.2016

Im Zusammenhang mit dem Mordfall Peggy soll laut "Bild" ein Hass-Brief an die Mutter des Mädchens aufgetaucht sein.

• Nach Peggys Verschwinden erhielt die Mutter ein Schreiben, das von einem "rechts orientierten Menschen“ verfasst wurde.

• Der Absender hatte darin unter anderem auf den Übertritt von Peggys Mutter zum Islam angespielt.
Im Fall der getöteten Peggy verdichten sich die Hinweise auf eine Verbindung in die rechtsextreme Szene. Einem Medienbericht zufolge erhielt die Mutter Susanne Knobloch nur wenige Tage nach dem Verschwinden ihrer Tochter einen von Neonazis verfassten Brief. Das schreibt die „Bild“-Zeitung unter Berufung auf Ermittlungsakten der „Soko Peggy“.

Demnach habe die Polizei den „maschinengeschriebenen“ Brief nach Peggys Verschwinden aus ermittlungstaktischen Gründen abgefangen. Laut Aktenvermerk sei das Schreiben „beleidigenden Inhalts“ und in schlimmster Weise von einem offensichtlich äußerst rechts orientierten Menschen geschrieben.

Er soll auf den Übertritt der Mutter zum Islam anspielen und auf den Umstand, dass sie mit einem Türken zusammenlebte. Die Mutter habe ein „so arisches Kind wie Peggy nicht verdient“, heißt es in dem Bericht weiter. Knobloch sei bei Überreichung des Briefes in Tränen ausgebrochen und hätte sich kaum beruhigen können.
(...)
Mehr bei Welt


Aus der Zeit online vom 31.10.2016:
Bei der möglichen Verbindung zwischen Uwe Böhnhardt und dem Mord an Peggy Knobloch besteht der Verdacht, dass ein positiver DNA-Abgleich auf eine Ermittlungspanne zurückzuführen ist. Berichten zufolge soll Erbmaterial Böhnhardts durch einen Messstab an den Fundort von Peggys Leiche übertragen sein worden.

Wolfgang Schütze von der Ostthüringer Zeitung kritisiert, dass sich der zuständige Oberstaatsanwalt bislang nicht zu diesem Detail geäußert hat: „Ist das ein Staats­geheimnis? Oder hat der Staatsdiener einfach nur Angst vor Anschluss-Fragen?“ Die Informationspolitik sei Auslöser für Spekulationen, sogar für Verschwörungstheorien. „Gerade nach dem NSU-Skandal sollten Ermittlungsbehörden nicht weiteres Vertrauen zerstören.“

Ein vom Bayerischen Rundfunk befragter Forensiker hält eine Panne für unplausibel. Zwischen beiden Leichenfunden liegen fünf Jahre, in denen das Ausbleiben einer Reinigung unwahrscheinlich sei. Ähnlich äußert sich der Kriminalbiologe Mark Benecke in der Bild-Zeitung. „Das wäre ein total verrückter Unfall“, kommentiert er die mögliche Verunreinigung.

Dass die DNA über längere Zeit auf dem Meterstab blieb, sei durchaus denkbar, meint hingegen die von Spiegel Online befragte Forensikerin Nicole von Wurmb-Schwark. Für den Beweiswert gelte daher: „Eine Sicherheit bieten DNA-Spuren alleine nicht. Man muss durchgängig berücksichtigen, wie sie entstanden sein könnten.“


Und beim ZDF (Frontal 21) vom 31.10.2016:
Auch fünf Jahre nach der Selbstenttarnung des NSU bleibt die Rolle des Verfassungsschutzes undurchsichtig. Akten belegen: Die für Terrorermittlungen zuständige Bundesanwaltschaft und der Verfassungsschutz behinderten die Aufklärung.
(...)

Mich würde es angesichts dieser Skandale um die Aufarbeitung der Ereignisse und Affären nicht wundern, wenn der Fall Peggy diesen Machenschaften zum Opfer fallen würde und vielleicht auch deswegen ungeklärt bleiben könnte. Wer weiß, wer über den Mord an dem Mädchen bescheid wusste? Das auch hierzu die allseits bekannte Verschleierungstaktik Anwendung finden könnte, dürfte niemanden mehr ernsthaft erstaunen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#259

Ungelesener Beitrag von Matze » Fr, 4. Nov. 2016, 15:01

Salva hat geschrieben:Mich würde es angesichts dieser Skandale um die Aufarbeitung der Ereignisse und Affären nicht wundern, wenn der Fall Peggy diesen Machenschaften zum Opfer fallen würde und vielleicht auch deswegen ungeklärt bleiben könnte. Wer weiß, wer über den Mord an dem Mädchen bescheid wusste? Das auch hierzu die allseits bekannte Verschleierungstaktik Anwendung finden könnte, dürfte niemanden mehr ernsthaft erstaunen.
Hi,
ich finde es in diesem Zusammenhang vor allem Interresant in Bezug auf wer der Vorsitzende des NSU Untersuchungsausschusses war.
Sebastian Edathy (* 5. September 1969 in Hannover als Sebastian Edathiparambil) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD). Er gehörte von 1998 bis 2014 dem Deutschen Bundestag an. Dort war er von 2005 bis 2009 Vorsitzender des Innenausschusses, von 2009 bis 2013 Mitglied des Rechtsausschusses. Ab 2012 leitete er den Untersuchungsausschuss zur Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund. Mit Erklärung vom 6. Februar 2014 legte er sein Mandat nieder, kurz vor dem Bekanntwerden der laufenden Ermittlungen gegen ihn aufgrund des Verdachts, sich kinderpornografisches Material beschafft zu haben. Der Fall löste die Edathy-Affäre aus.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sebastian_Edathy

Da liegt meiner Meinung nach Ermittelungstechnisch noch einiges im argen bezüglich der Hintergründe um das ganze zusammenfügen zu können.

Es gibt imho tatsächlich zusammenhänge zwischen NSU und Kindesmissbrauch/Pornographie.

Das sind einfach zuviele Zufälle auf einmal, das Verfahren gegen Herrn Edathy wurde gegen eine Zahlung von 5000,- Euro eingestellt.
Folglich wird da auch nicht weiter ermittelt, was denke ich ich Sinn und Zweck der Übung war.

Einen Ulvi K. da als Sündenbock heranzuziehen der schon einschlägig in Erscheinung getreten ist liegt doch geradezu auf der Hand.

Ich denke das ganze wird im Sande verlaufen, weil die beteiligten Dienste nie alles offenlegen werden, jetzt wo das ganze mit Peggy in Verbindung gebracht wurde schon garnicht da wird ein tuch des Schweigens drüber ausgebreitet bis keiner mehr danach fragt.

War im Fall Dutroux ja nicht anders, da sind zig Menschen gestorben die damit in verbindung standen oder ermittelt haben da kräht heute auch kein Hahn mehr nach.

Aber das Business im Hintergrund geht trotzdem weiter.

Das hört sich jetzt vielleicht sehr verschwörungstheorethisch an, aber wenn man sich die ganzen querverbindungen und Zufälle so anschaut wird da meiner nach etwas von grosser Tragweite vertuscht.

LG. Matze
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#260

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 4. Nov. 2016, 22:05

Matze hat geschrieben:Das hört sich jetzt vielleicht sehr verschwörungstheorethisch an, aber wenn man sich die ganzen querverbindungen und Zufälle so anschaut wird da meiner nach etwas von grosser Tragweite vertuscht.
Echte Verschwörungstheoretiker besitzen ja die unverwechselbare Eigenschaft, empirische Beweise einfach ignorieren und ihre eigenen, unbelegbaren Thesen vertreten bzw. unterstellen zu können. In den Fällen Peggy/ NSU/ Edathy ist es aber so, dass beweisbare oder bereits bewiesene Fakten bzw. Verbindungen ignoriert wurden und bis heute noch ignoriert und sogar als Verschwörungstheorien verkauft werden und das ist in meinen Augen wesentlich schlimmer, weil in diesem Fall die Verschwörungstheoretiker bei der Polizei, der Justiz und der Politik zu finden sind.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#261

Ungelesener Beitrag von Matze » Fr, 4. Nov. 2016, 22:46

weil in diesem Fall die Verschwörungstheoretiker bei der Polizei
Die normale Schutzpolizei hat in solchen Fällen keinerlei relevanz, auch wenn das immer so behauptet wird.
Solche Fälle werden von oben abgegriffen wenn sie zur Anzeige kommen und dann zu den akten gelegt.

Ich will hier keine Tatsachenbehauptungen in den Raum stellen, aber es ist kaum zu leugnen das hinter diesem Fall doch mehr steckt als es zuerst den Anschein hatte.

Aber um da letzendlich Licht ins Dunkel zu bringen bräuchte es einen ambitionierten jungen Staatsanwalt der bereit ist ganz tief im Dreck zu wühlen und dem seine Karriere egal ist.

Das wird nicht passieren, und ist auch noch nie passiert.
Ein Staatsanwalt vertritt den Staat wie der Name schon sagt, und hat der Order von oben folge zu leisten.
Und wenn die eben sagt es wird nicht nicht ermittelt dann ist das so.

Man stelle sich das mal vor das V-Männer des VS und sonstiger Dienste nicht nur in rechtsterroristische Machenschaften verwickelt waren, was ja kaum noch zu leugnen ist, auch noch in einen Kindersexring verwickelt wären....

Den es zweifellos gibt aber die Hintergründe werden wohl nie endgültig aufgeklärt.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#262

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 4. Nov. 2016, 23:33

Matze hat geschrieben:Die normale Schutzpolizei hat in solchen Fällen keinerlei relevanz, auch wenn das immer so behauptet wird.
Solche Fälle werden von oben abgegriffen wenn sie zur Anzeige kommen und dann zu den akten gelegt.
Jeder, der über ein Ereignis im Bilde ist oder weiß, was bzw. das "von oben" unterschlagen, gemauert oder schlicht gelogen wird, ist relevant. Ganz gleich, ob es sich dabei um einen normalen Schutzpolizisten handelt, oder z.B. um einen übergeordneten Mordermittler. Und: wer in diesem Fall Augen, Ohren und Mund verschließt, macht sich in meinen Augen mitschuldig, auch wenn dessen Schuld nicht so schwer wiegt wie die eines Staatsanwaltes, Geheimdienstmitarbeiters oder Politikers.
Matze hat geschrieben:Aber um da letzendlich Licht ins Dunkel zu bringen bräuchte es einen ambitionierten jungen Staatsanwalt der bereit ist ganz tief im Dreck zu wühlen und dem seine Karriere egal ist.
Solche Staatsanwälte wird es wohl nicht geben und wenn, dann bekommen die mit Sicherheit nicht die Einblicke in die entsprechenden Akten oder unveröffentlichten Fakten die es braucht, um "ganz tief im Dreck wühlen" zu können. Diese Zeiten sind ebenso längst Geschichte wie deren ehemalige Überzeugung, für die gute Sache auch seine Karriere und mitunter seine Gesundheit opfern zu müssen. Die Falcones und Borsellinos dieser Welt sind längst ausgestorben und die, die in deren Fußstapfen treten wollen, sterben wie die Fliegen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#263

Ungelesener Beitrag von Matze » Sa, 5. Nov. 2016, 11:19

Solche Staatsanwälte wird es wohl nicht geben und wenn, dann bekommen die mit Sicherheit nicht die Einblicke in die entsprechenden Akten oder unveröffentlichten Fakten die es braucht, um "ganz tief im Dreck wühlen" zu können.
Ich bin da guter Hoffnung, irgendein Whistleblower der grad langeweile hat oder dem das ganze zu blöd wird lädt sich die Akten aufnen Stick und veröffentlicht die dann.

Siehe Edward Snowden der auf diese Art Tonnenweise Material der NSA geklaut hat, und so manchen Skandal aufgedeckt hat, obwohl das ja der "Megageheimdienst" schlechthin sein sollte.

Das Problem wird denke ich sein das es der breiten öffentlichkeit Furzegal sein wird.

"Live goes on ", die Sau wird kurz und Medienwirksam durchs Dorf getrieben, ein Bauernopfer wird präsentiert.
Der Hype hält dann ein paar Tage an und alle machen weiter wie bisher, so funktioniert unser Rechtsstaat nuneinmal und das geht mir tierisch auf den Sack.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#264

Ungelesener Beitrag von Matze » Sa, 5. Nov. 2016, 11:35

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitges ... boehnhardt

Ich bin mal gespannt wie lange der ehrgeiz anhält, ist ja jetzt kaum noch etwas davon zu spüren.

Es war wohl doch eine Panne will man sich jetzt rausreden.

Also waren die ganzen zusammenhänge nur aus der Luft gegriffen?

Wers glaubt , also ich zieh meine Hosen nicht mit der Kneifzange an.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#265

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 5. Nov. 2016, 15:54

Matze hat geschrieben:Ich bin da guter Hoffnung, irgendein Whistleblower der grad langeweile hat oder dem das ganze zu blöd wird lädt sich die Akten aufnen Stick und veröffentlicht die dann.
Das wäre ein Szenario, das ich mir schon sehr viel eher vorstellen kann. Die Frage wäre nur, aus welchen Reihen der kommen sollte und wo der sich anschließend verstecken könnte. Dieses brisante Material ist ein etwas anderes als das, das von Snowden veröffentlicht wurde.
Matze hat geschrieben:"Live goes on ", die Sau wird kurz und Medienwirksam durchs Dorf getrieben, ein Bauernopfer wird präsentiert.
Der Hype hält dann ein paar Tage an und alle machen weiter wie bisher, so funktioniert unser Rechtsstaat nuneinmal und das geht mir tierisch auf den Sack.
Genau so sieht's leider aus. Wir müssen uns endlich von dem Gedanken verabschieden, dass Deutschland in positiver Hinsicht über allem steht und dem Rest der Welt als Vorbild dienen sollte. Manchmal frage ich mich, was noch alles an Skandale oder Affären aufgedeckt werden muss, damit das auch der letzte bzw. treuste Bundesbürger einsieht.
Matze hat geschrieben:Also waren die ganzen zusammenhänge nur aus der Luft gegriffen?
Es gibt Fakten im Fall Peggy und es gibt Fakten im Fall des NSU. Die Behörden können vielleicht die Verbindung zwischen diesen beiden Fällen kappen, aber nicht auch noch diese vorhandenen Fakten in Luft auflösen. Dafür ist es viel zu spät. Abgesehen davon würde es mich dann wundern, warum die Ermittler andere Fälle von Kindstötungen nach eventuellen Verbindungen zum NSU untersuchen sollten, während der Fall Peggy plötzlich keine Rolle mehr spielen sollte. Das ist doch ein Widerspruch, oder nicht?
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#266

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 8. Nov. 2016, 11:03

Inzwischen dürfte die Kontamination zwar vom Tisch sein, sie hat aber natürlich ihren Zweck erfüllt: Zweifel säen.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#267

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Di, 8. Nov. 2016, 18:16

Bundesanwälte wollen Fall Peggy ausklammern

08.11.2016 16:51 Uhr
Der Fund einer DNA-Spur des NSU-Mitglieds Uwe Böhnhardt nahe des Fundorts der kleinen Peggy sorgte für Aufsehen. Die Bundesanwaltschaft will die beiden Verfahren aber nicht zusammenbringen.
Die Bundesanwaltschaft hat sich dagegen ausgesprochen, die Ermittlungsakten im Fall Peggy zum Münchner NSU-Prozess beizuziehen. Oberstaatsanwältin Anette Greger widersprach einem Antrag des Nebenklage-Anwalts Mehmet Daimagüler. Das Oberlandesgericht München hat über den Antrag noch nicht entschieden.
(...)
Oberstaatsanwältin Greger sagte, es gebe zwischen dem NSU-Prozess und dem Fall Peggy zwar einen "Personenzusammenhang" wegen des DNA-Funds. Die "Ermittlungen zu dieser Spur stehen jedoch erst am Anfang". Die Ermittlungsakten im Fall Peggy würden nicht dazu beitragen, die im NSU-Prozess angeklagten Straftaten aufzuklären.
(...)
Das Gericht hatte Zschäpe gefragt, ob sie etwas über Peggy wisse. Zschäpes Antwort darauf steht noch aus.
Spiegel
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#268

Ungelesener Beitrag von Marie » Fr, 18. Nov. 2016, 19:40

@Snoopy
Danke für dieses Paradebeispiel, wie schnell es zu falschen Tatsachenbehauptungen kommen kann :Y:! Frau Jung hat mitnichten gesagt, diese Info habe sie „aus sicherer Quelle“,
Stimmt so nicht :wink: Guck da, ab 2.56.
http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... n-100.html

In diesem Interview hat sie dann zwar zurück geschwenkt, als die Knochenfunde eindeutig Peggy zugeordnet werden konnten. Aber am Tag des Fundes der Knochen hat sie beim BR noch gesagt, daß sie ne sichere Quelle in der Türkei hat (kann leider keine Quelle zu angeben, aber der BR hats bestimmt noch im Archiv) und sie es als höchstunwahrscheinlich findet, daß das die Knochen von Peggy sind.

Klar hat sie bezweifelt, also bitte... Frau Jung hat die "sichere Quelle" auch nach dem Knochenfund erwähnt und war ihrer Sache/Behauptung gewiß.

Auf jeden Fall hat sie voll das Gschmarre und es ist schwer, der Frau zu zuhören.
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#269

Ungelesener Beitrag von Snoopy » Mo, 21. Nov. 2016, 20:36

Marie » 18 Nov 2016, 19:40 hat geschrieben: Stimmt so nicht :wink: Guck da, ab 2.56.
http://www.br.de/mediathek/video/sendun ... n-100.html

In diesem Interview hat sie dann zwar zurück geschwenkt, als die Knochenfunde eindeutig Peggy zugeordnet werden konnten. Aber am Tag des Fundes der Knochen hat sie beim BR noch gesagt, daß sie ne sichere Quelle in der Türkei hat (kann leider keine Quelle zu angeben, aber der BR hats bestimmt noch im Archiv) und sie es als höchstunwahrscheinlich findet, daß das die Knochen von Peggy sind.

Klar hat sie bezweifelt, also bitte... Frau Jung hat die "sichere Quelle" auch nach dem Knochenfund erwähnt und war ihrer Sache/Behauptung gewiß.
Das Interview, das ich verlinkt hatte, wurde am Dienstag, dem 05. Juli 2016, von 06:05 bis 08:30 Uhr auf Bayern 2 gesendet. Also deutlich bevor die aufgefundenen Knochen definitiv als die von Peggy identifiziert wurden. Meines Wissens IST das die ursprüngliche, erste Äußerung von Frau Jung hierzu. Und darin spricht sie eben keineswegs davon, dass sie es aufgrund ihr zugetragener Informationen für sehr unwahrscheinlich halte, dass die aufgefundenen Knochen Peggys sein könnten. Was sie gesagt hat, kannst du wörtlich in meinem früheren Beitrag lesen. Und wenn du behauptest, sie habe noch früher eben doch dies und das und jenes behauptet und sei sich dessen sicher gewesen, dann belege es doch bitte auch konkret, ja?

Das Video, auf das du hier verweist, wurde am selben Tag um 18 Uhr, also nach der Bestätigung des Knochenfundes, ausgestrahlt, und das darin gezeigte Gespräch mit Frau Jung wurde eindeutig später geführt als das Radio-Interview... darin wird ja auch wiederum auf Frau Jungs vorherige Äußerung im Interview eingegangen. Auch darin spricht sie übrigens nicht von einer "sicheren Quelle", der sie Glauben schenke, sondern lediglich von einer "angeblich seriösen Quelle"... :OO:
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Re: 2001 | Lichtenberg | Peggy Knobloch

#270

Ungelesener Beitrag von Marie » Sa, 26. Nov. 2016, 20:34

@Snoopy
Und wenn du behauptest, sie habe noch früher eben doch dies und das und jenes behauptet und sei sich dessen sicher gewesen, dann belege es doch bitte auch konkret, ja?
Ich behaupte gar nix. Ich habe mich nur auf das von mir gepostete Interview bezogen. Stimmt, da sprach sie von "angeblicher" Quelle, geb ich Dir recht. Nehme meinen Einwand gegen Dein Posting zurück. Da ich leider die Quelle nicht mehr finden kann (war aber bei BR), bin ich still.

Zudem will ich noch sagen, daß ich das Buch von Lemmer und Jung gelesen hab. Da wurde von Fakten geschrieben, reine Vermutungen aufgestellt welche angeblich der Wahrheit entsprechen, angebliche Beweise vorhanden sind, usw. ... na das Buch hätte man meiner Meinung nach schon damals und jetzt erst recht (nach dem Fund der sterblichen Überresten von Peggy) in die Tonne treten können.

Wenn Du Frau Jung applaudierst und ihre Meinung vertrittst, dann ist das doch ok. Ich lasse Dir das gerne. Aber ich kritisiere Frau Jung und ihre Ansicht. Und das sei mr gestattet.


Und zu Frau Rödel sag ich schon gar nix mehr, sonst schreib ich mich in Rage :wink:
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