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1986 | Engen/ Singen | Dieter Huber (29) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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pfiffi
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1986 | Engen/ Singen | Dieter Huber (29) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 2. Feb. 2015, 21:36

Ui ui ui, der Fall ist herftig. (Gut, jedes Tötungsdelikt ist heftig...dennoch...)
Opfer: Dieter H. (29) Realschullehrer in Sindelfingen; stammt aus dem Allgäu; Brillenträger; bäckt Kuchen für südamerikanische Bekannte; Kaffeeklatsch; Stadtbummel in Tübingen; Schüler warten vergebens und machen Krach; sein Golf wird am nächsten Morgen in der Abfahrt Engen der A81 gefunden, verkehrsgefährdend abgestellt; Die Leiche wird am 13. November in der Nähe der Abfahrt Engen gefunden; Dieter H. wurde gefesselt aufgefunden mit Spuren schwerer Mißhandlungen und von Messerstichen; Todesursache: Erdrosseln; Eine Woche später, am nächsten Sonntag abend, sperrt die Polizei die Autobahn A81 und befragt sämtliche Autofahrer, ob sie am Tattag etwas besonderes bemerkt haben; mehrere Befragte hatten zwei Tramper an der Auffahrt Engen gesehen
aus: http://www.xywiki.de/index.php?title=Se ... 08.05.1987

Hier der XY-RFilmbericht (erster Filmfall, ab Min 4:20):



Und hier, sehr wichtig:

Über einen Verdächtigen und mögliche Ermittlungspannen:
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-91675477.html
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Feelee
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Re: Mord an Dieter Huber

#2

Ungelesener Beitrag von Feelee » Di, 3. Feb. 2015, 08:29

Puuuhhhh, das ist wirklich ein heftiger Fall. Warum haben die Täter nur so gewaltätig reagiert? Und warum gab es in den Jahren danach soviele Ungereimtheiten, wie das Verschwinden der Beweismittel etc. Ich muss mich mal in Ruhe damit beschäftigen und darüber nachdenken. Ich hatte bisher über diesen Fall nichts gehört. Und wenn man überlegt, dass er nun fast 30 Jahre zurück liegt, bezweifle ich leider, dass man die Täter noch überführen wird. Schlimm für die Angehörigen.
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tenbells
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Re: Mord an Dieter Huber

#3

Ungelesener Beitrag von tenbells » Di, 3. Feb. 2015, 10:04

Ja, ein heftiger Fall. Allerdings sind für mich die Ermittlungspannen noch viel heftiger. Ich dachte immer das man sich eintrage muss wenn man in die Aservatenkammer geht. Schlimm genug das die ganzen Beiweisstücke verschwunden sind, aber unvorstellbar das man nicht mehr nachvollziehen kann wann wer dort war.
Jetzt frage ich mich auch wieso sie jetzt noch so lange für die Untersuchung der Jeansjacke und des Unterhemdes brauchen?

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Re: Mord an Dieter Huber

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 3. Feb. 2015, 20:52

Hallo an alle ;)

Habe uns eine grobe Übersichtskarte der Örtlichkeiten eingestellt, damit wir uns ein Bild über die Stationen des DH an jenem Abend machen können:


Größere Kartenansicht

Zunächst wollte ich aber mal den Punkt "Asservatenkammer" von tenbells aufgreifen:
Soweit mir bekannt ist, stimmt das mit dem Eintragen. Von dem her ist es zwar nachvollziehbar, wer wann im Archiv war aber nicht, wer von dort etwas entwendet hat. Wer dazu infrage kommt wurde ja schon benannt, ich tippe auf den SA oder auf einem von ihm beauftragten "Karrierebewussten Kriminalbeamten-Helfer", denn der SA hatte für mich zweifellos den allerbesten Grund und ein von seiner Sicht aus berechtigtes Interesse, die Asservate verschwinden zu lassen.
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Re: Mord an Dieter Huber

#5

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 3. Feb. 2015, 21:00

Man muss immer vorsichtig sein. Alles kann sich "ganz anders" darstellen, klar. Aber wenn (ich habe "wenn" gesagt!) der "Spiegel"-Bericht zutrifft, dann dürfte eine ganz bestimmte Lösung des Falls wirklich nahe liegen. Gerade, weil diverse voneinander unabhängige Hinweise vorliegen.
Ggfls hätten einige Gerichte/Staatsanwaltschaften/Haftrichter hier mehr Mut (oder doch Übermut?) gezeigt.
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Re: Mord an Dieter Huber

#6

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 3. Feb. 2015, 21:22

Natürlich kann ich auch nur über das nachdenken, was öffentlich bekannt geworden ist. Alle Quellen zu diesem Fall sagen das gleiche aus und wenn nur die Hälfte davon stimmt... bleibt trotzdem noch genügend Stoff, der mich ganz schön stinkig macht.
Das mit den Asservaten ist schon heftig genug, aber wenn ich mir anschaue, was es zwischen dem SA, dem Rocker und dem Milieu für Verbindungen gab, wundert mich der Stand in diesem Fall überhaupt nicht.
Noch einer: da wird aufgrund der "Unregelmäßigkeiten" der zuständigen SA der Fall entzogen und was kommt am Ende dabei heraus? Nix. Besser: Lug und Betrug in nächster Instanz und Protektion obendrauf. Wie sollte ich mir das Ganze sonst erklären?
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Re: Mord an Dieter Huber

#7

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 3. Feb. 2015, 21:49

wie gesagt:wenn der "Spiegel"-Artikel zutrifft. Unterlassungserklärungen scheinen dem "Spiegel" nicht zugegangen zu sein.
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Re: Mord an Dieter Huber

#8

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 3. Feb. 2015, 22:03

"Angriff ist die beste Verteidigung", wie es so schön heißt! Wenn wir mal ein bisschen vom Thema abscheifen:
Wie oft wurde der Mob öffentlich belogen? Von Politikern, Wirtschaftsgrößen, Juristen usw. Was wurde da alles beschworen und verklagt? Und am Ende war es doch so, wie am Anfang behauptet. Mir imponieren solche juristischen Abwehrmechanismen überhaupt nicht mehr sondern sage mal einfach: beweist mir, dass es nicht so war!
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Re: Mord an Dieter Huber

#9

Ungelesener Beitrag von Feelee » Mi, 4. Feb. 2015, 08:10

Ich muss ehrlich gestehen, ich glaube schon lange nicht mehr, was man mir tägl. über die Medien vorsetzt. Wir werden doch von hinten bis vorne veräppelt. Sei es in der Politik, Wirtschaft oder eben bei Verbrechen. Das, was die Öffentlichkeit nichts angehen soll, wird vertuscht und eine andere "Wahrheit" wird präsentiert.

So scheint es mir auch in diesem Fall. Traurig für die Angehörigen. Man ahnt, dass was nicht stimmt. Man möchte endlich Aufklärung und stolpert dann immer wieder über Ungereimtheiten.
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Re: Mord an Dieter Huber

#10

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 4. Feb. 2015, 08:17

@Feelee naja, es war aber schon ein "Spiegel"-Artikel, der die Ungereimtheiten öffentlich machte. Medien- und Diskurskritik können wir gerne machen, wäre aber ein anderer Thread und allemal ein anderes Forum ;-)
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