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2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 9. Feb. 2015, 00:59

http://www.de.wikipedia.org/wiki/Mordfall_Frauke_Liebs

Bild
Rekonstruktion der Ereignisse in der Nacht des Verschwindens

Am Dienstag, dem 20. Juni 2006, verschwand die 21-jährige Frauke Liebs auf ungeklärte Weise. An diesem Tag traf sie sich am Nachmittag mit ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zum Essen in einem Restaurant. Währenddessen erhielt Liebs eine SMS von einer Freundin. Diese verabredete sich mit ihr in einem Irish Pub in Paderborn, um dort mit weiteren Freunden ein Spiel der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 zu sehen. Liebs ließ sich nach dem Essen von ihrer Mutter und ihrem Mitbewohner zu dem Irish Pub fahren, den sie gegen 21 Uhr erreichte.

Während des Spiels Schweden gegen England schrieb Liebs mehrere SMS an Freunde und Bekannte. Als der Akku ihres Mobiltelefons leer war, lieh sie sich einen noch vollen Akku von ihrer Freundin, gab ihn aber vor Verlassen des Pubs laut Aussage der Freundin wieder zurück.

Gegen 23 Uhr verabschiedete sich Liebs von ihren Freunden und machte sich allein auf den Heimweg. Es gilt als wahrscheinlich, dass sie diesen zu Fuß angetreten hat, da sie nur noch maximal 5 Euro bei sich gehabt haben soll. Welchen Weg Liebs dabei eingeschlagen hat, konnte mangels Zeugen nicht geklärt werden. Ihre Wohnung lag vom Pub ungefähr 1,5 Kilometer entfernt. Dort kam sie laut Aussage ihres Mitbewohners nie an.

SMS und Anrufe

Um 00:49 Uhr erhielt der Mitbewohner eine SMS von Liebs' Handy, die ihre verspätete Rückkehr ankündigte. Die Polizei ermittelte, dass diese Nachricht aus dem Funkgebiet Nieheim-Entrup im Kreis Höxter abgesetzt worden war. Am nächsten Tag erschien Liebs nicht zur Arbeit. Nachdem sie auch in ihrer Wohnung nicht angetroffen wurde, meldete Liebs' Mutter ihre Tochter als vermisst.

In den folgenden Tagen meldete sich Frauke Liebs fünfmal telefonisch von ihrem Handy bei ihrem Mitbewohner. Die meisten der kurzen Anrufe kamen abends aus verschiedenen Paderborner Gewerbegebieten und enthielten kaum Informationen zu ihrer Situation. Anfangs deutete Liebs ihre baldige Heimkehr an, weitere Nachfragen beantwortete sie vage oder ausweichend und zum Teil auch rätselhaft oder widersinnig.

Das letzte Telefonat erfolgte am späten Abend des 27. Juni 2006 im Beisein von Fraukes Schwester. Bei diesem Gespräch soll Liebs auf die Frage, ob sie gegen ihren Willen festgehalten werde, zunächst mit einem leisen „Ja“ geantwortet haben, diese Aussage jedoch sofort mit einem lauten „Nein“ revidiert haben. Nach diesem Telefonat brach der Kontakt zu Liebs ab. Ihr Handy wurde kurz darauf noch einmal geortet, diesmal wieder im Raum Nieheim.

Leichenfund

Am 4. Oktober 2006 wurde die Leiche von Frauke Liebs bei Lichtenau an der L817 zwischen Asseln und Herbram-Wald im Kreis Paderborn aufgefunden. Sie lag verwest und stark skelettiert in einem Waldstück, etwa 20 Meter von der Straße entfernt in einer hinter einem Baumstamm gelegenen Mulde unter Tannendickicht. Untersuchungen ergaben, dass der Fundort nicht der Tatort war. Es konnten keine Reifenspuren, Fingerabdrücke oder DNA-Spuren gesichert werden.

Liebs' Leiche wurde mit der Kleidung (Blue Jeans, rotes Oberteil und weiße Turnschuhe) vom Tag ihres Verschwindens entdeckt. Ihr Mobiltelefon und ihre schwarze Handtasche sowie ihre Geldbörse und ihre Armbanduhr wurden nicht gefunden. Aufgrund der vorangeschrittenen Skelettierung des Leichnams konnten weder der genaue Todeszeitpunkt, noch die Todesursache abschließend ermittelt werden.

Fahndung

Im Rahmen einer Sonderkommission wurden über 700 Hinweise überprüft und mehr als 1000 Personen befragt. Eine operative Fallanalyse kam zu dem Schluss, dass Liebs vermutlich im Raum Nieheim festgehalten wurde und vom wahrscheinlich ortskundigen Täter nur für die von ihm wohl überwachten Anrufe, die zur Ablenkung gedient haben könnten, nach Paderborn verbracht wurde. Ein konkretes Tatmotiv konnte nicht eingegrenzt werden.

Der Fall wurde in zahlreichen Zeitungsartikeln und mehreren Fernsehsendungen thematisiert, darunter unter anderem Aktenzeichen XY - ungelöst, Ungeklärte Morde – dem Täter auf der Spur, Kriminalreport (WDR) und Zeugen gesucht (SAT1).
wie bereits bei Wiki erwähnt gibt es drei Sendungen, die sich mit dem Fall befassen:

[video]http://youtu.be/VOGul1xmLM0[/video]

[video]http://youtu.be/0E5V1KoLh88[/video]
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#2

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 9. Feb. 2015, 01:04

[video]http://youtu.be/TT8zw4vnX9U[/video]

Gutes Video (stumm, nur Bild), weil es einem ein gefühl für die Umgebung gibt. "Boah ey, das kann doch gar nicht sein, dass eine erwachsene junge Frau mitten in einer Stadt abgegriffen wird!" und wie das sein kann! Hier in Hamburg gibt es einen bis heute ungeklärten Mordfall - das Opfer wurde am hellichten Tage an der Binnenalster (!!!) getötet. In Sichtweise von Kunsthalle, Bahnhof, Rathaus und Hotel Vier Jahreszeiten! Unglaublich...
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#3

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 9. Feb. 2015, 01:29

Mein privater Ermittlungsansatz: Sei es, dass die erste SMS von Frauke noch irgendwie freiwillig erfolgt ist (per Akku vom Täter, Fraukes handy war damals state-of-the-art und nicht selten, Täter könnte Akku gehabt haben; Fraukes Akku war ja leer), sei es, dass sie bereits das Anlaufen der Fahndung verzögern sollte: damals, 2006, war noch nicht Allgemeinwissen, was heute jede/r Täter/in weiß: Handy abschalten weil wg Ortung! ist wie mit den Fingerabdrücken oder später der Ballistik oder noch später der DNA! Das hat auch jeweils einige Jahre gedauert, bis die Täter merkten: Oh weia, ich muss auf meine Fingerprints/meine DNA/ meine Kugeln aber acht geben...

Der Täter muss dann bemerkt haben: Oh scheissse, mit dieser SMS habe ich aber einen Fehler gemacht. Die folgenden SMS dienten dann dazu, von Nieheim abzulenken. Interessant, wo er sich jeweils aufgehalten hat...

Der Täter muss:

- Möglichkeit gehabt haben, eine erwachsene Frau ca eine Woche gefangen und unter Kontrolle zu halten. Wohnmobil, Jagdhütte, Eigenheim, was auch immer. Er lebt entweder alleine oder mit eine/r/m Mittäter/in, der/die zumindest eingeweiht ist - es sei, dass er das Familieneigenheim ca eine Woche zur freien Verfügung hatte.
- Der Täter könnte/sollte einen Kastenbully oä zur Verfügung gehabt haben. Normaler PKW ist auch möglich, aber relativ unwahrscheinlich. Es sei, er ist very cool.

Ermittlungsansatz: Alle Männer (intuitiv gehe ich mal von einem, mindestens einem, Mann aus) ermitteln, die im Sommer 2006 im Raum Nieheim solche Möglichkeiten hatten. Also: jemanden irgendwie verstecken/kontrollieren konnten und vielleicht sogar einen Bully zur Verfügung hatten.

Fahndungsansatz: Moralischer Druck ohne Ende! Man denke an Lolita Brieger, da hat das auch zum Erfolg geführt...
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#4

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 9. Feb. 2015, 02:05

alternative Spekulation: Täter gehörte zu der Minderheit (damals war sie es!), die schon 2006 über die technischen Möglichkeiten der Handy-Ortung Kenntnis hatte. Wohnt westlich, hat sich aber, wg Fahndung auf die falsche Fährte locken, nach Osten abgesetzt und dort für Handy-Signale gesorgt. Dann aber müsste der Täter (in terms of 2006) reichlich abgewichst gewesen sein. Ich schließe es nicht aus, halte es aber für relativ unwahrscheinlich.

Weiß jemand, was die Nieheim-Fahndung ergeben hat?
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#5

Ungelesener Beitrag von Nightrider » Sa, 14. Feb. 2015, 21:06

Ich denke auch, das der oder die Täter einen Bezug nach Nieheim haben. Beim ersten Anruf wurde noch nicht daran gedacht, das der ja zu orten war.
Beim letzten Anruf war der Plan schon gefasst die Frau zu ermorden und der Täter wollte nicht noch einmal weg mit ihr.
Ansonsten fuhr der Täter immer mit dem Opfer zum telefonieren an einen anderen Ort.
Jetzt denke ich, die Kripo hat schon einen Massengentest in Erwägung gezogen aber aus irdgend welchen Gründen nicht durchgeführt.
Vielleicht wären das zu viele Männer die in Frage kommen.
Ich denke aber auch, die Kripo zieht auch die Möglichkeit in Erwägung, dass dort nur der Ort war an dem Frauke gefangen gehalten wurde.
Wenn der/die Täter dort nicht wohnen, bringt ein Massengentest bei allen zu der Zeit dort gemeldeten Männer nichts.
Vielleicht zieht man auch die Möglichkeit in Erwägung, das die beiden Anrufe aus Nieheim zur eine gelegte falsche Spur sein könnten.

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Re: Mordfall Frauke Liebs

#6

Ungelesener Beitrag von pfiffi » So, 15. Feb. 2015, 10:10

Ein Massengentest war geplant? Hast Du Quellen?

Wie ich andernorts schon schrieb: natürlich kommt auch der allein reisende Wohnmobilurlauber in Frage, dann ist die Nieheimspur wenig wert. Die Meldezettel der Campingplätze dürften vernichtet sein, bei wildem Campen fiele das sowieso aus.
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#7

Ungelesener Beitrag von Nightrider » Mi, 18. Feb. 2015, 11:58

Ich denke eher daran, das der/ die Täter eventuell dort nur einen Lagerraum oder Keller oder Laube oder etwas in der Richtung gemietet hatten wo sie die Frau verbargen.. Dann sind sie dort nicht gemeldet. Ich denke die Polizei hat schon einiges in der Richtung untersucht.
Um so mehr ich darüber nachdenke umso mehr graust mich die Vorstellung, was Frauke in den Tagen ihrer Entführung erlebt haben muss.

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Re: Mordfall Frauke Liebs

#8

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mi, 18. Feb. 2015, 12:15

Nightrider hat geschrieben:Ich denke eher daran, das der/ die Täter eventuell dort nur einen Lagerraum oder Keller oder Laube oder etwas in der Richtung gemietet hatten wo sie die Frau verbargen.. Dann sind sie dort nicht gemeldet. Ich denke die Polizei hat schon einiges in der Richtung untersucht.
Um so mehr ich darüber nachdenke umso mehr graust mich die Vorstellung, was Frauke in den Tagen ihrer Entführung erlebt haben muss.
Es gibt aber Hoffnung: Der/die Täter haben massiv versucht, das Nieheim-Log-in abzudecken, haben Risiken auf sich genommen, damit ab sofort immer schön in Paderborn eingeloggt wird... Ich denke schon, dass der Täter Bezüge zu Nieheim gehabt haben muss.
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#9

Ungelesener Beitrag von Nightrider » Mo, 23. Feb. 2015, 17:29

Leider gibt es ja keine DNA Spuren, hatte ich irgendwie vergessen.
Also gibt es wohl auch keinen Massengentest.
Vielleicht hätte die Polizei einen solchen mal ankündigen sollen im Raum Nieheim und schauen, wer sich dann auffallend verhält.
Ansonsten wird der Fall wohl nur noch durch "Kommissar Zufall". geklärt werden.
Ich halte es auch für wahrscheinlich, das Frauke den/ die Täter zumindest flüchtig kannte.

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Re: Mordfall Frauke Liebs

#10

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 23. Feb. 2015, 18:28

Nightrider hat geschrieben:Leider gibt es ja keine DNA Spuren, hatte ich irgendwie vergessen.
Also gibt es wohl auch keinen Massengentest.
Vielleicht hätte die Polizei einen solchen mal ankündigen sollen im Raum Nieheim und schauen, wer sich dann auffallend verhält.
Ansonsten wird der Fall wohl nur noch durch "Kommissar Zufall". geklärt werden.
Ich halte es auch für wahrscheinlich, das Frauke den/ die Täter zumindest flüchtig kannte.

Hi

a) irgendwo, ich weiß nicht mehr wo, sagt KHK Oestermann (oder ist er falsch zitiert worden?), er sei in der Lage, einen obejtiven tatbeweis zu führen, wenn er denn nur einen Verdächtigen habe. Such ich noch raus.

b) Massengentest auf Verdacht ist rechtlich problematisch, wird inzwischen aber fast immer durchgewunken.

c) Frau Liebs glaubt das auch, wie sie sagt: Ihre Tochter habe irgend wen kennen gelernt, den sie falsch eingeschätzt habe. Mag sein. Andererseits wurde das gesamte Umfeld ja untersucht, inklsuive ICQ undsoweiter. Nun, vielleicht hat man den Täter ja längst gesprochen? Es kann aber nach wie vor auch ein Unbekannter sein, der sie ins Auto geschnackt oder gewaltsam verbracht hat. Man denke nicht, so etwas gehe nicht in einer Stadt...Der heidemörder Thomas H. hat so etwas sogar in der Großstadt Hamburg zuwege gebracht. Nur eines ist für sure: Chris war es nicht... Ich denke, dass die Polizei den Täter bisher nicht gesprochen hat - bei dem hätten nämlich Bezüge zu Nieheim auffallen müssen (eine Möglichkeit gäbe es allerdings: Täter Paderborn oä, hatte jedoch in Nieheim, vielleicht im Elternhaus/Haus der Tante oä, eine Woche "sturmfreie Bude" - okay, das ist möglich).
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#11

Ungelesener Beitrag von Nightrider » Do, 5. Mär. 2015, 15:13

ich denke da so in die Richtung, ein Freund einer Freundin/Bekannten, den Frauke vom sehen oder einer Party flüchtig kannte und der ihr anbot sie nach Hause zu fahren. In diesem Fall hatte sie wahrscheinlich kein Misstrauen entwickelt, denn es handelt sich ja um einen Bekannten der Bekannten xy, mit dem man auch schon zusammen gefeiert hatte.
Ich halte es auch nicht für unwahrscheinlich, das der Täter bereits polizeilich vernommen wurde, aber eben nicht als Täter identifiziert wurde. Also praktisch durchs Gitter gefallen ist

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Re: Mordfall Frauke Liebs

#12

Ungelesener Beitrag von Petrocelli » So, 16. Aug. 2015, 22:10

Kann mir keinen Reim darauf machen was für ein Motiv der/die Täter hatten Frauke Liebs 7.Tage festzuhalten und diese
Anrufe aus verschiedenen Paderborner Gewebegebieten bei denen Frauke sich bei ihrem Mitbewohner meldete
zu tätigen.

Warum meldete sie sich stets bei ihrem Mitbewohner,warum nicht bei ihren Eltern ?

Gut die Anrufe könnten von Nieheim abgelenkt haben,ist aber trotzdem komisch das der/die Täter eine Woche lang
Frauke festhielten bis sie ermordet wurde oder vielleicht aufgrund der Strapazen (er herrschte ja auch sehr warmes Wetter
in der Zeit ) verstarb.

Es handelte sich bestimmt nicht um ein (normales) Verbrechen mit Sexuellem Hintergrund,war es ein Verrückter der ein
Spiel mit der Polizei spielte,oder war die Entführung Fraukes gegen ihre Familie gerichtet ?

Ich finde den Fall Extrem Sonderbar .
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#13

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 17. Aug. 2015, 19:53

@Petrocelli da gibt es vielfach Referenzfälle. Doch doch, das Opfer noch eine Weile (sorry für den harten Ausdruck) "zappeln lassen" ist gar nicht so selten. Es gab ja auch einen ähnlichen Fall, einige Jahre früher - nur waren es da noch Briefe, nicht handy-Anrufe.

@Nightrider Ich glaube immer noch, dass der Täter Bezüge zu Nieheim hat(te), nach der ersten SMS, die das Anlaufen der Fahndung verzögern sollte, auf einmal bemerkte "Oh scheisse", und deswegen das paderborn-Risiko auf sich nahm. 2006 war es für Informierte zwar schon bekannt, dass man per handy-Log-In den Aufenthaltsort einer Person ermitteln konnte...es war dieses Wissen damals aber noch nicht Allgemeingut (heute weiß das quasi jeder, und jeder weiß auch, dass die Ermittler die Einlog-Daten untersuchen. Wer heute noch mit einem eingeloggten, auf eigenem Namen registrierten handy verbrecherisch unterwegs ist, ist einfach dumm. Aber damals war das noch nicht Allgemeinwissen.) Und einen bereits untersuchten/befragten verdächtigen, dessen bezüge nach Nieheim nicht aufgefallen sind...hm, schwer vorstellbar. Deswegen präferrire ich den Unbekannten. Natürlich kannst Du recht haben. Aber warum dann dieser krampfhafte Versuch, von Nieheim abzulenken?
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#14

Ungelesener Beitrag von Nightrider » Mo, 17. Aug. 2015, 20:45

Das sehe ich genauso, mit der Spur nach Nieheim.
Aber das spricht ja nicht dagegen, das F. den Täter vorher zumindest flüchtig gekannt hat

Natürlich könnte es auch ein Unbekannter gewesen sein. Ich denke aber, Frauke ist irgendwo auf ihrem Heimweg in ein Auto gestiegen. Eine gewaltsame Entführung hätte man wohl bemerkt, sie hätte sicherlich geschrien und da sie durch keine einsame Gegend ist, hätte das wahrscheinlich jemand gehört.
Das Frauke für den kurzen Weg zu jemand Fremden freiwillig ins Auto gestiegen ist, kann ich mir nicht vorstellen.

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Re: Mordfall Frauke Liebs

#15

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Di, 18. Aug. 2015, 10:16

Nightrider hat geschrieben:Das sehe ich genauso, mit der Spur nach Nieheim.
Aber das spricht ja nicht dagegen, das F. den Täter vorher zumindest flüchtig gekannt hat

Natürlich könnte es auch ein Unbekannter gewesen sein. Ich denke aber, Frauke ist irgendwo auf ihrem Heimweg in ein Auto gestiegen. Eine gewaltsame Entführung hätte man wohl bemerkt, sie hätte sicherlich geschrien und da sie durch keine einsame Gegend ist, hätte das wahrscheinlich jemand gehört.
Das Frauke für den kurzen Weg zu jemand Fremden freiwillig ins Auto gestiegen ist, kann ich mir nicht vorstellen.
Ahoi, schön, Dich mal wieder zu lesen.

Zum Argument das-hätte-man-gehört habe ich einen Referenzfall.

Hier in hambrg hat ein Täter am hellerlichten Tage einen Mord begangen.

Wo?

In einer einsamen Seitengasse in Wandsbek?

Mitnichten!

An der Binnenalster, der Lombardsbrücke! In Sichtweise von Kunsthalle, Bahnhof, Jungfernstieg, Rathaus. Irre! Aber so war es. Müsste-man-gehört-haben...nein, muss eben leider nicht.

Übrigens: Auch ein "Komm, ich fahr Dich schnell rum, ist spät" durch einen bis dahin Unbekannten ist möglich. Sie war ja wohl sehr kontaktfreudig, hat sich vielleicht vom falschen anschnacken lassen.

Natürlich schließe ich "Bekannter" nicht aus. dann aber ist er entweder nicht aufm Radarschirm aufgetaucht, oder er hat seine Bezüge zu Nieheim gut abdecken können.
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#16

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 9. Okt. 2015, 17:22

In der dritten Ausgabe von Crime findet sich ein Artikel über den Fall, der einige neue Fakten enthält.So gibt es ein Protokoll des letzten Telefonats, das sehr viel länger gewesen sein muss als bisher gedacht. Ua antwortete Frauke Liebs auf die mehrfache Frage von Chris "Wo bist Du?" mit "Mama!" Frau Liebs arbeitet als Schulleiterin in Bad Driburg, nahe Nieheim.
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#17

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 9. Okt. 2015, 17:29

Es gab 40 (!!!) Durchsuchungen im Zusammenhang mit diesem fall. Die familie war mit der Polizeiarbeit zunächst nicht zufrieden - die Ermittler gingen zunächst intern wohl von einer "Auszeit" aus.
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#18

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 9. Okt. 2015, 17:35

Erste sms wird als noch-freiwillig angesehen = Frauke muss den Täter irgendwie gekannt haben. Hier zweifle ich etwas. Wäre das noch freiwillig, hätte sie ggfls irgend etwas wg fehlendem Schlüssel geschrieben. (Auszuschließen ist das natürlich nicht.)

Ermittlerpanne bei der beerdigung: Der eine Ausgang wurde nicht gefilmt; diverse teilnehmer der beerdigung fehlen auf den Polizeibildern.

Frauke soll ein regelrehtes Helfersyndrom gehabt haben. Ein neuer Bekannter, "Nils", mit etwas schrägem Leben, wurde verdächtigt (er sagt heute von sich: "ich hätte mich auch verdächtigt"), hat aber erstklassiges Alibi. (Gegenfrage: Und wenn zwei Täter? Ich will hier über "Nils" aber keine Jauche kübeln.)
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Re: Mordfall Frauke Liebs

#19

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Sa, 10. Okt. 2015, 06:49

Keine Erwähnung im Crime-Artikel findet das ua hier behauptete letztmalige kurze Einloggen wiederum in Nieheim.
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#20

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Fr, 18. Dez. 2015, 09:53

Eine neue Darstellung in Akte 2015
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Eagle
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#21

Ungelesener Beitrag von Eagle » Fr, 18. Dez. 2015, 11:38

@pfiffi Aus diversen Gründen bitten wir, ab sofort nachfolgende Regeln für das Posting von Beiträgen zu beachten


► Bitte auf die korrekte Nutzung der BBCodes (Quellenangaben, Beschreibung der Inhalte) achten

"Klick" oder ähnliches bitte künftig unterlassen. Danke.

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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#22

Ungelesener Beitrag von pfiffi » Mo, 2. Mai. 2016, 12:42

Bild Horrorhaus von Höxter.

Daraus:
Weitere Details zu den Ermittlungen will die Staatsanwaltschaft erst an diesem Dienstag veröffentlichen.

Noch offen ist, ob es sich bei dem zweiten Mord um den bislang ungelösten Fall von Frauke Liebs handelt.
Es wäre der helle Wahnsinn. Aber passen würde es schon. Abwarten.
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#23

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 7. Mai. 2016, 18:46

Auch der rund zehn Jahre zurückliegende Mord an der 21-jährigen Schwesternschülerin Frauke Liebs in Paderborn ist der Staatsanwaltschaft zufolge „ein Prüffall“. Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem festgenommenen Paar gebe es aber bislang „definitiv nicht“. Nach Einschätzung des Staatsanwalts ist ein Zusammenhang „eher unwahrscheinlich“.
OZ

Es gibt zwar durchaus Parallelen zum Höxter Fall, aber ich glaube dennoch nicht an etwaige Verbindungen. Der Ablauf bzw. die Umstände von Frauke's Verschwinden passen mir einfach nicht in das Bild.
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#24

Ungelesener Beitrag von z3001x » So, 15. Mai. 2016, 21:43

Salva » 07 May 2016, 18:46 hat geschrieben: Es gibt zwar durchaus Parallelen zum Höxter Fall, aber ich glaube dennoch nicht an etwaige Verbindungen. Der Ablauf bzw. die Umstände von Frauke's Verschwinden passen mir einfach nicht in das Bild.
Man müsste davon ausgehen, dass es einen direkten Übergriff auf der Straße gegeben hätte oder irgendeine List, um Frauke ins Auto zu locken. Das ist schon ein deutlicher Unterschied zu dem, was man im Höxter-Fall momentan öffentlich weiss.
Da wurde ja jeweils langfristig ein Kontakt zu den Opfern hergestellt und für den Täter, bzw das Täterpaar war es wohl eine Voraussetzung, dass sich die Opfer von alleine dazu entschieden, in sein Haus zu ziehen, oder eine Beziehung eingehen.
Sie haben sich nicht einfach wie Dutroux oder Priklopil gewaltsam Opfer von der Strasse weggeschnappt.

Allerdings kann sich in zehn Jahren seit 2006 vieles geändert haben, ein 36-jähriger agiert in vielem anders als ein 46-jähriger. Es kann z.B. sein, dass Wilfried W - gesetzt er in den Frauke-Liebs-Fall involviert - da gar nicht mit Angelika B "kooperiert" hat, sondern mit seiner vorherigen Komplizin, Michaele K oder einer dritten "Partnerin" oder auch alleine.

In den jüngsten Berichten zu Höxter ist von einer "Hütte im Wald" oder einem Häuschen, die Rede, die WW besessen oder jedenfalls benutzt haben soll, und auch von einem umgebauten Krankenwagen, den er verwendete. Das sagt eine seiner Höxter-Kontakte.
In seinem Facebook-Account ist diese Frau aus Fulda, die davon berichtet sogar noch mit ihm verbandelt.

In der Gegend gibt es weitere brutale Verbrechen. In den 80ern gab es ein sadistich-satanistisches Verbrechen von 3 Männern an einer Frau, die sie im Wald, nicht weit von Fraukes Leichenfundort, mit einer Eisenstangen quälten und auch getötet hätten, wenn sie nicht gestört worden wären.
http://www.nw.de/lokal/kreis_paderborn/ ... uaelt.html
Sag dass nur, um zu zeigen, dass die regionale Nähe und Ortskenntnis alleine kein hinreichender Beleg sind, dass es nur einen Täter in allen Fällen geben kann.

Aus dem "eher unwahrscheinlich" der Staatsanwaltschaft lese ich auch heraus, dass es im Liebs-Fall Informationen gibt, die das für die Kripo nahe legen, die aber nicht öffentlich sind.
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#25

Ungelesener Beitrag von z3001x » Fr, 10. Jun. 2016, 20:11

Der "Höxter-Mörder" Wilfried W. gerät in den Fokus der Ermittlungen im Mordfall Frauke Liebs.
Neben den bereits von unsereins "Hobbyermittlern" festgestellten Übereinstimmungen der Örtlichkeiten und spezieller Handlungsweisen (nächtliche Autofahrten mit Opfern, Ablegen von Tierleichnamen in Tannenwäldchen, Besitz einer Waldhütte etc, gute Ortskenntnisse im ländlichen Raum nordöstlich von PB) scheint es nun auch überraschende Übereinstimmungen von Funkzellen-Einbuchungen zu geben - und zwar mit den Funkzellen, von denen aus Frauke ihre sieben Anrufe führ(en muss)te
Bielefeld/Höxter. Der Mord an Frauke Liebs gehört zu den mysteriösen, bis heute nicht aufgeklärten Kapitalverbrechen in der Region. Im Juni 2006 verschwand die 21-jährige Frau in Paderborn. Ihre Leiche wurde vier Monate später in einem Waldstück, 40 Kilometer von Höxter entfernt, gefunden. Ihr Mörder ist bis heute nicht gefasst worden. Jetzt flammt bei den Ermittlern und Angehörigen der Toten neue Hoffnung auf, dass der Fall doch noch gelöst werden kann.

Seit Wochen sitzen Angelika W. und Wilfried W. in Untersuchungshaft. Ihnen wird vorgeworfen, zwei Frau in ihrem Haus in Höxter zu Tode gequält zu haben. Schon zu Beginn der Ermittlungen wurde spekuliert, ob das Folterpaar noch weitere Opfer auf dem Gewissen hat. Alle ungeklärten Mordfälle wurden unter diesem Gesichtspunkt erneut untersucht.

Und sofort war auch das ungeklärte Verbrechen an Frauke Liebs auf dem Tisch. „Wir wären dumm, wenn wir nicht ganz akribisch untersuchen würden, ob der jetzige Beschuldigte von Bosseborn nicht auch für den Tod der Frauke Liebs verantwortlich sein könnte, es ist nichts auszuschließen", sagte Kriminalhauptkommissar Ralf Östermann nach der Festnahme des Folterpaares aus Höxter.

Lange schienen dies nur theoretische Ansätze zu sein. Aufwendige Ermittlungen lassen nun jedoch den Schluss zu, dass Wilfried W. auch der Mörder von Frauke Liebs sein könnte. Bei den Auswertungen der Handys von Wilfried W. und Frauke Liebs sollen sich überraschende Übereinstimmungen ergeben haben. Peter Wüller, Strafverteidiger der Hauptbeschuldigten Angelika W., spricht von auffälligen örtlichen Zusammenhängen.

Durch eine sogenannte Funkzellenabfrage von benutzten Mobilfunktelefonen erhalten die Ermittler zeitliche und räumliche Erkenntnisse über die Benutzer. Die so gewonnen Handydaten wurden vermutlich abgeglichen und mehren den Verdacht, dass Wilfried W. einen dritten Mord begangen haben könnte. „Wilfried W. war immer in der Nähe von Frauke Liebs", sagt Wüller, immer mehr Indizien sprächen gegen ihn.
Auch kenne seine Lebensgefährtin und Ex-Frau Angelika längst nicht alle Frauen, mit denen der Mordverdächtige Umgang hatte:
So konnte die Beschuldigte längst nicht alle Frauen identifizieren, die ihr auf Fotos gezeigt wurden. Sie stammen aus Mobilfunkgeräten, die im Folterhaus gefunden wurden.

Es gebe viele weiße Flecken im Leben von Wilfried W. Derzeit versuche man zu rekonstruieren, wann welche Frau im Haus gefangengehalten und gequält wurde. Die Zeitschiene weise immer noch erhebliche Lücken auf, die es zu füllen gelte.
Wilfried W. gerät nach neuen Spuren im Mordfall Frauke Liebs erneut in den Fokus
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#26

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 10. Jun. 2016, 20:52

Der Fall Frauke Liebs ist ein sehr bekannter, wenn nicht sogar berühmter Fall. Seltsam, dass es gerade dazu und seitens A.W. nichts sagen gibt. Zumal die Vorgehensweise zur Opferbeschaffung eine andere war als "üblich".
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#27

Ungelesener Beitrag von z3001x » Fr, 10. Jun. 2016, 22:11

Salva » 10 Jun 2016, 20:52 hat geschrieben:Der Fall Frauke Liebs ist ein sehr bekannter, wenn nicht sogar berühmter Fall. Seltsam, dass es gerade dazu und seitens A.W. nichts sagen gibt. Zumal die Vorgehensweise zur Opferbeschaffung eine andere war als "üblich".
Also wenn man es ganz nüchtern sieht, dann ist es, wenn man eine Täterschaft von Wilfried W für möglich hält, eben gut möglich, dass Angelika B. bei diesem Fall keine Rolle gespielt hat. Dafür sprechen würde der Umstand, dass
  • Angelika B. im Jahr 2006 für einige Zeit vor Wilfried W.'s Gewalttätigkeiten zu ihrer Mutter nach Herford geflohen war.
  • außerdem, dass es aktenkundig ist, dass Wilfried W. vorher schon andere Straftaten zusammen mit einer anderen Komplizin (Michaela K.) begangen hat und angeblich nach seiner Haftentlassung fortgefahren haben soll, mit dieser Komplizin zusammen andere Frauen zu quälen, als erstes seine damals neue Frau, Angelika B. Diese Komplizin würde als Mittäterin bei Frauke Liebs in Frage kommen.
Leider wurde nicht genauer umrissen, wann und wie lange Angelika B von Wilfried W. getrennt gelebt hat und ob dass den Juni 2006 betroffen hat.
Interessant ist auch folgendes Detail im Ermittlungs-Zweig "Frauke Liebs" des Höxter-Falls, von welchem wiederum Angelika B.'s Anwalt Wümmer berichtet:
Die Polizei konzentriere sich vor allem auf Bullis und Wohnmobile von Wilfried W., weil er in einem dieser Frauke Liebs getötet haben könnte. Seine Mandantin könne diesen Fall nicht aufklären, sie habe bei Weitem nicht alle Frauen gekannt, zu denen ihr Ex-Mann Kontakt hatte.
Fall Bosseborn und Fall Frauke Liebs: Indizien für Zusammenhänge
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#28

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Sa, 17. Dez. 2016, 19:46

Was ich für denkbar halte ist, da ja die Rede von einem "Schrauber" war, niemand wusste dessen Namen. Daher konnte derjenige auch nie indentifiziert werden?
Wenn Frauke ihn schon einige Male gesehen hat, er sogar dort in der Ecke Pub verkehrte an diesem Abend und leicht ´schikker und charmant vor ihr stand und nciht wusste wie er sein Auto nach Nienheim bekommt..
Vielleicht hätte sie ihn noch dorthingefahren wenn er gesagt hat, er würde am nächsten Tag dann schon nach Paderborn kommen um es wieder abzuholen, das wäre das kleinste Problem, sie bräuchte die Wagenschlüssel nur auf das Vorderrad legen..

Also was Angelika betrifft, falls Wilfried mit dem Mord was zu tun hat, da denke ich schon sie weiss es..aber da wird sie schon zu absolutem Stillschweigen verdonnert worden sein von ihm..
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#29

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 17. Dez. 2016, 20:57

@Lastlove
Ich bin der Meinung: wenn Angelika W. etwas über Frauke zu berichten hätte, würde sie auch darüber sprechen und diese Bombe platzen lassen. Sie hält sich doch längst kein Blatt mehr vor dem Mund, weil sie auf eine niedrigere Strafe hofft und die sehr wahrscheinlich auch so bekommen wird.
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Re: 2006 | Lichtenau | Frauke Liebs (21) ermordet

#30

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Sa, 17. Dez. 2016, 21:34

@Salva
Möglich..
Aber andererseits..wenn es solange gehütet ist das geheimnis..dann verbindet das noch die beiden.
Und ich denke schon dass sie die Illusion hat, irgendwann in diesem Leben noch an erster Stelle zu stehen bei ihrem Wilfried.
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