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1990 | Möhnesee-Ellingsen | Elvira K. (16) schwer verletzt

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1990 | Möhnesee-Ellingsen | Elvira K. (16) schwer verletzt

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 27. Jul. 2014, 17:25

Bild

Polizei bittet um Mithilfe in 24 Jahre altem Kriminalfall

Phantombild durch Tiefenentspannung

Die Polizei Dortmund und die Staatsanwaltschaft Arnsberg rollen zwei ungeklärte Kriminalfälle aus den 80er/90er Jahren wieder auf. Es geht um zwei Frauen aus Dortmund. Die eine wurde ermordet, die andere schwer verletzt. Die Ermittler haben jetzt mit Hilfe einer speziellen Befragungsmethode ein Phantombild des mutmaßlichen Täters erstellt.

24 Jahre lang sind die Ermittler an den beiden ungeklärten Fällen aus den Jahren 1987 und 1990 dran geblieben. Doch bisher ohne Erfolg. Jetzt soll ein Phantombild helfen, neue Hinweise zu bekommen, die zu dem Täter führen.

Bilder aus dem Unterbewusstsein

Mit Hilfe einer Psychologin wurde Elvira K., die den Angriff überlebte, jetzt noch einmal zu ihren Erinnerungen befragt. In einem so genannten kognitiven Interview sollten die schon vergessenen Bilder wieder ins Bewusstsein gerufen werden. Diese Befragungsmethode ähnelt der Hypnose. Und tatsächlich: Elvira K. konnte sich an Details erinnern, die sie vergessen hatte und einen Mann genau beschreiben. Das Phantombild sei sehr gut, so das Opfer. So habe der Mann ausgesehen, der sie vor 25 Jahren überfallen hatte. Das alte Phantombild, das kurz nach der Tat im Krankenhaus erstellt wurde, sei nicht gut gewesen. Als Jugendliche hatte Elvira K. sich damals nur nicht getraut, das gegenüber der Polizei zuzugeben.

18 Messerstiche überlebt

Blutüberströhmt hatte man Elvira K., die damals 16-Jährige, an einem Feldweg in Möhnesee-Ellingsen gefunden. Sie war am 28. April 1990 nach einer Party in der Dortmunder Innenstadt zu Fuß nach Hause unterwegs. Auf der Bornstraße versuchte sie, Autos anzuhalten, die sie nach Hause bringen sollten. Ein Mann in einem dunklen Auto hielt an. Elvira K. schlief im Auto ein. Als sie aufwachte, parkte der Fahrer an dem Feldweg in Möhnesee. Er stach 18 Mal auf sie ein und flüchtete. Glücklicherweise wurde Elvira K. von vorbeifahrenden Zeugen schnell gefunden. Eine Notoperation rettete ihr das Leben.

Zwei Fälle - Ein Täter?

Die Polizei geht davon aus, dass Elvira K. vom selben Täter überfallen worden ist, wie drei Jahre vorher eine Dortmunder Prostituierte. Die damals 40-Jährige stieg am 23.10.1987 am Nordmarkt zu einem angeblichen Freier ins Auto. Am nächsten Tag wurde ihre Leiche an der Bundesstraße 474 in Lippetal gefunden.

3000 Euro Belohnung

Heute (14.3.2014) haben die Ermittler bei einer Pressekonferenz nun ein Phantombild des mutmaßlichen Täters veröffentlicht und weitere Details zum Fall bekannt geben. Sie hoffen auf Hinweise aus der Bevölkerung. Es gibt eine Belohnung von 3000 Euro.

Wer etwas beobachtet hat oder die Person erkennt, soll sich unter Telefon 0231- 132 7999 bei der Kriminalpolizei melden.

Bild
(Das Bild zeigt den Täter, wie er 1990 wohl ausgesehen hat)

Täterbeschreibung

Deutscher
damals 30-40 Jahre alt (heute 53 - 64 Jahre alt)
170 - 180 cm groß, normale Statur
kurze, mittelblonde Haare
auffällige Augenpartie, ähnlich eines "Hush-Puppie"
gepflegte Erscheinung
schmale, elegante Hände
Jeanshose, helle Cordjacke mit Fellkragen
Dortmunder Slang
vermutlich Ortskenntnisse in Dortmund und im Kreis Soest

http://www1.wdr.de/studio/dortmund/them ... ll101.html
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Duchonin
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1990 | Möhnesee-Ellingsen | Elvira K. (16) schwer verletzt

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Do, 29. Apr. 2021, 23:38

Ich wage mich mal weit vor und spekuliere über die beiden Taten Mord an Sylvia Gertrud Beerenberg und Mordversuch an Elvira K. (ich werde den gleichen Text in beide Threads einfügen)

Wohlgemerkt sind das nur Ideen von mir !!!!!!!!!!!!

1. In beiden Fällen scheint kein Sexualdelikt vorzuliegen (jedenfalls hat die Polizei nichts derartiges geäußert), auch nicht post mortem. Da bleiben eigentlich nur

a) Hass auf Frauen allgemein,

b)Hass auf Prostizuierte (Elvira hat der Täter m.E. für eine Prostituierte gehalten, weil sie in der Nähe des Straßenstrichs Bornstr. per Anhalter mitgenommen werden wollte)

c) Mordlust (eventuell als Geschlechtsbefriedigung

Meine Idee krank aber daran, dass der Täter weder vor der ersten noch nach der 2. Tat weitere Taten begangen hat (bin ich allerdings nicht sicher)

d) Abreagieren einer Kränkung oder Herabsetzung (wie der Telekomaußendienstler Olaf H. im Fall Mirco)

2. Der 23. Oktober im Jahre 1987 war ein Freitag. Der 28. April im Jahre 1990 war ein Samstag, allerdings wenn Elvira nach einer Party am 27. April nach Mitternacht in eine Auto eingestigen ist, wären wir wieder bei einem Freitag.
Der Täter könnte also ein Fernpendler gewesen sein .
Zwischen dem 23.10.1987 und dem 28.04.1990 sind etwas mehr als 30 Monate. Hier wäre m.E. auch ein Längerdienender der Bundeswehr denkbar. (z.B. wütend am 23.10.1987 weil nicht zu Uffz.-Laufbahn zugelassen und am 27.04.1990 weil keine Verlängerung bekommen). Für diesen Längerdienende müsste sein wöchentlichen Heimweg über Dortmund geführt haben.
Das Phantombild würde m.E. für einen Soldaten passen. (das soll jetzt keine Pauschalverurteilung von Soldaten der Bundeswehr sein, aber 1987 war die Bundeswehr nicht so sehr bei jungen Männern beliebt. Nur 7% waren bereit, eventuell länger zu dienen, als die Wehrpflicht. Die Bundeswehr musste damals auch Bewerber nehmen, die man in den 70-iger Jahren nicht genommen hätte)

3. Beide Auffindeorte sind rund 68 km von Dortmund Bornstr. entfernt. (über die A44)
Bei beiden Auffindeorten fährt an der Anchlußstelle Soest-Ost von der A44 ab. Im Fall Beerenberg über die B475 nach Norden und bei Elvira K. über die L856 Richtung Süden.
Ich vermute dass der Täter ohne nochmals auf die A44 oder eine andere Autobahn zu fahren, seinen Heimatort erreicht hat.

Ich würde vermuten, dass er im ehemaligen (Alt-)Kreis Soest (bis 1974) zu Hause war.

Ich weis nicht, wie lange die Einwohnermeldeämter die Ausweisanträge aufheben.
Wenn die aus den 80-iger Jahren noch greifbar sind, würde ich dort auf Ähnlichkeit zum Phantombild suchen.

Elvira K. hat im Auto geschlafen (vielleicht wollte er sie bis nach Hause mitnehmen ?) und wurde nach dem Aufwachen erstochen. Sylvia Gertrud Beerenberg wäre aber vermutlich nicht bereit gewesen, ihre sexuelle Dienstleistung so weit weg zu erbringen. Entweder hat sie der Täter schon kurz hinter Dortmund erstochen oder anderweitig "ruhig" gestellt.

Und nochmal das ist alles nur Spekulation von mir.
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