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1996 | Meißen | Kerstin Schwindhammer (32) vermutlich ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1996 | Meißen | Kerstin Schwindhammer (32) vermutlich ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 10. Mai. 2015, 15:57

Eine Tote, deren Leiche nie gefunden wurde und ein Tatverdächtiger, der nicht überführt werden kann:

Der Fall der seit dem 31. Oktober 1996 vermissten Kerstin Schwindhammer aus Meißen.

Bild
Name:Schwindhammer
Vorname:Kerstin
Geburtsdatum:24. Januar 1964
Geburtsort/Land:Sebnitz/D
Nationalität:deutsch
Geschlecht:weiblich
Wohnhaft:01855 Sebnitz, Kreuzstr. 27
Abgängig von:Meißen, Elbparkplatz
Vermisst seit:31. Oktober 1996
Größe:160 cm
Körperbau:schlank
Augenfarbe:graublau
Haarfarbe/-form:dunkel, kurz gelockt
Bekleidung:rote Jeans, langärmliger grün-weißer Pullover mit goldenen Schleifen, weiß-grüne Turnschuhe
Hinweise:Hinweise richten Sie bitte an die zuständige oder jede andere Polizeidienststelle oder an das Landeskriminalamt Sachsen
Zuständige Dienststelle:Polizeidirektion Dresden, Schießgasse 7, 01067 Dresden | Zeugentelefon: 0351-483-2233
Quelle: Polizei Sachsen

Sachverhalt

Der rätselhafte Fall beginnt am 1. November 1996 mit einem anonymen Anruf bei der Meißner Polizei. Die findet wenig später ein Mädchen in einem verschlossenen Pkw auf einem Parkplatz an der Elbe. Mit ihrer Mutter Kerstin Schwindhammer war die 13-Jährige drei Tage zuvor von Sebnitz gekommen. Zusammen mit Peter R., dem neuen Freund der Mutter, wollten sie in einem Wohnmobil an die Ostsee fahren.

Aber es ging nicht los, angeblich wegen des schlechten Wetters an der Küste, so das Mädchen später. Am Abend des 31. Oktober seien die Mutter und Peter R. in einem Pkw Mitsubishi allein weggefahren und hätten sie im Wohnmobil zurückgelassen.

Polizei glaubt Peter R. nicht

In der Nacht kehrt Peter R. allein zum Parkplatz zurück. Die Mutter sei im Hotel, sagt er. Die 13-Jährige muss vom Wohnmobil in den Pkw umsteigen, wo die Polizei sie später findet. In dieser Nacht verschwinden die 32-jährige Kerstin Schwindhammer und ihr 38-jähriger Freund. In einem VW Passat wird Peter R. letztmalig gesehen. Nach elf Wochen, am 17. Januar 1997, meldet sich Peter R. plötzlich mit seinem Anwalt bei der Polizei. Er verrät, dass er selbst bei der Polizei angerufen hatte, damit das Mädchen gefunden wird. Er habe den seelischen Druck wegen des Verschwindens seiner Freundin nicht mehr ausgehalten und sich nun deshalb gemeldet, sagt Peter R. Er bestreitet, mit dem Verschwinden von Kerstin Schwindhammer etwas zu tun zu haben. „Er erklärte, seine Freundin habe in jener Nacht im Streit bei einem Stopp unweit von Coswig den Pkw verlassen“, erinnert sich Volker Wichitill, Leiter der Mordkommission in Dresden.

Eine Version, die ihm die Polizei aber nicht abnimmt. Sie stellt Peter R. unter Mordverdacht. Er muss in Untersuchungshaft. Während dieser Zeit versucht die Dresdner Mordkommission, Kerstin Schwindhammer zu finden. Fast alle Gewässer im Umkreis von 80 Kilometern werden unter die Lupe genommen. In vielen Seen suchen Taucher.

Ein Mann in Reichenberg bei Scharfenberg lässt sogar seinen Teich ab. Nach sechs Jahren rückt die Polizei nochmals nach Bockwen bei Meißen zu einer Suche aus. Vergebens. Kerstin Schwindhammer bleibt auch nach dieser Suchaktion vermisst.

Für eine Anklage gegen Peter R. wegen Mordes an seiner Freundin reichen die Indizien der Mordkommission nicht. Die Sebnitzerin, Mutter von insgesamt drei Kindern, lebte mit ihrem Mann in Scheidung. Doch es ist eine Trennung ohne Groll, erfährt die Polizei. Die Eheleute gingen zwar getrennte Wege, aber sie trafen sich noch, der Kinder wegen. „Freiwillig hätte sie uns niemals im Stich gelassen“, sagt ihr Ehemann noch Monate später.

Leiche kann jederzeit auftauchen

Zurück im Jahr 2005: Bekommen Kerstin Schwindhammers Kinder jetzt endlich Gewissheit darüber, was mit ihrer Mutter vor neun Jahren passierte? Die Gebeine unter der Moritzburger Straße werden auf Veranlassung der Polizei vorsichtig geborgen und kriminaltechnisch untersucht. Das Ergebnis: Es ist nicht Kerstin Schwindhammer.

„Das Skelett gehörte auch zu keiner Frau, sondern stammt von einem Wehrmachtssoldaten aus dem Zweiten Weltkrieg“, erklärt Volker Wichitill. Doch der Leiter der Mordkommission gibt die Hoffnung nicht auf: „Die Leiche von Kerstin Schwindhammer kann täglich irgendwo auftauchen. Und dann wissen wir, an wen wir uns wenden müssen.“

Quelle: Sächsische Zeitung

Eine "etwas" andere Version:

... Ebenso nach der Sebnitzerin Kerstin Schwindhammer, die seit 18 Jahren weg ist. Die Polizei vermutet ein Tötungsdelikt, fand aber bisher weder die Frau noch ihre Leiche.

Schlimmer Fall weiter ungelöst

Fest steht, dass die in Scheidung lebende Mutter dreier Kinder wahrscheinlich einem Heiratsschwindler aufgesessen war. Er lud sie zu einer Fahrt nach Rostock ein. Doch statt an die See, fuhren beide wohl nur ein bisschen in der Meißener Umgebung herum, dann verliert sich die Spur der Frau. Die Kripo Dresden vermutet, dass sie getötet und in ein vom Täter sorgfältig gewähltes Versteck gebracht wurde. Danach vergewaltigte der Mann die damals 17-jährige Tochter. Er wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die er absaß. Doch das Ermittlungsverfahren gegen ihn im Fall der verschwundenen Mutter musste aus Mangel an Beweisen eingestellt werden. Wie LKA-Sprecher Tom Bernhardt sagte, blieben solche Fahndungen im Netz, so lange die Personen von Angehörigen nicht offiziell für tot erklärt werden. Das sei frühestens nach zehn Jahren möglich.

Quelle: Freie Presse

Die Vermisste Frau Schwindhammer und ihr damaliger Freund waren am Donnerstag, dem 31.10.1996 mit dem abgebildetem Fahrzeug - Mitsubishi Galant - unterwegs. Nach wörtlichen Auseinandersetzungen stieg die Vermisste im Bereich eines Einkaufsmarktes in Coswig bei Dresden aus dem PKW. Seit diesem Zeitpunkt gibt es von Frau Schwindhammer kein Lebenszeichen.

Quelle: DSUH.de
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Duchonin
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1996 | Meißen | Kerstin Schwindhammer (32) vermutlich ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 4. Jan. 2021, 16:42

Schlimmer Fall weiter ungelöst

Fest steht, dass die in Scheidung lebende Mutter dreier Kinder wahrscheinlich einem Heiratsschwindler aufgesessen war. Er lud sie zu einer Fahrt nach Rostock ein. Doch statt an die See, fuhren beide wohl nur ein bisschen in der Meißener Umgebung herum, dann verliert sich die Spur der Frau. Die Kripo Dresden vermutet, dass sie getötet und in ein vom Täter sorgfältig gewähltes Versteck gebracht wurde. Danach vergewaltigte der Mann die damals 17-jährige Tochter. Er wurde zu einer Haftstrafe verurteilt, die er absaß. Doch das Ermittlungsverfahren gegen ihn im Fall der verschwundenen Mutter musste aus Mangel an Beweisen eingestellt werden. Wie LKA-Sprecher Tom Bernhardt sagte, blieben solche Fahndungen im Netz, so lange die Personen von Angehörigen nicht offiziell für tot erklärt werden. Das sei frühestens nach zehn Jahren möglich.
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