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1999 - 2008 | Wiesbaden | Melanie Frank (13) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1999 - 2008 | Wiesbaden | Melanie Frank (13) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 29. Jan. 2017, 00:51

Melanie Frank wurde am 16.06.1999, gegen 20.30 Uhr, von ihrer Mutter zum Zigarettenholen geschickt.
Das damals 13-jährige Mädchen verließ daraufhin die Wohnung in Wiesbaden, Graf-von-Galen-Str. 78 und kehrte nicht mehr dorthin zurück.
Bild nicht mehr vorhandenMelanie Frank († 13)
Nach Aussage der inzwischen verstorbenen Mutter holte Melanie üblicherweise Zigaretten aus einem Automaten, der sich nur wenige Gehminuten von der Wohnung entfernt, in der Hermann-Brill-Straße, vor dem Haus Nr. 22, befindet.

Ob Melanie tatsächlich einen dieser Zigarettenautomaten aufgesucht hat, konnte nicht mit Sicherheit nachvollzogen werden.

Weiterhin gibt es Aussagen von Personen, die gegen 21.00 Uhr ein Mädchen gesehen haben, bei dem es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Melanie gehandelt haben dürfte. Dieses Mädchen stand vor dem Hauseingang Graf-von Galen-Str. 58, sah in Richtung der Straßenzufahrt und erweckte den Eindruck, als würde es auf jemanden warten. Danach verliert sich jede Spur. Umfangreiche Suchmaßnahmen verliefen ergebnislos.

Zu Melanies Lebensgewohnheiten gehörte es, nahezu täglich in einem Kiosk in Wiesbaden-Klarenthal, Einkaufszentrum Nord, für sich und ihre Mutter einzukaufen. Es ist denkbar, dass sie dort Kontakte knüpfte, von denen weder ihrer Familie noch Freundinnen etwas mitbekamen. Zudem steht fest, dass sie häufiger mit erheblicher Verspätung von der Schule nach Hause kam. Sie besuchte die August –Hermann-Franke-Schule in Wiesbaden.

Am 20. August 2008 fanden Waldarbeiter des Forstamtes Simmern einen vollständig skelettierten menschlichen Schädel in einem Waldgelände an der Landstraße 214 bei Kisselbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) und verständigten daraufhin die Polizei.

Bei einer späteren Absuche konnte noch ein Oberschenkelknochen aufgefunden werden. Aufwendige und zeitintensive rechtsmedizinische Untersuchungen an beiden Skelettteilen ergaben eine übereinstimmende DNA. Recherchen in der DNA-Analayse-Datei ergaben Übereinstimmungen mit der DNA der Vermissten.

Im Zusammenhang mit Melanie Frank hat das Hessische Landeskriminalamt folgende Fragen:

► Wer hat Melanie Frank am Mittwoch, 16.06.99, nach 21.00 Uhr, alleine oder in Begleitung gesehen?

► Wer hat am Abend des 16.06.99 im Bereich Wiesbaden-Klarenthal merkwürdige, auffällige Wahrnehmungen gemacht?

► Auf wen könnte Melanie am 16.06.99, gg. 21.00 Uhr, gewartet haben?

► Wer kann Angaben zur Vermissten (Lebensgewohnheiten/Freunde/Aufenthaltsorte etc.) machen und wurde bisher von der Polizei noch nicht vernommen?

► Zu welchen Personen, die sich regelmäßig im Bereich des Kiosks – Einkaufszentrum Wiesbaden-Klarentahl Nord – aufhielten, hatte Melanie näheren Kontakt?

► Welche ehemaligen Schüler der August- Hermann-Franke-Schule können Angaben dazu machen, wo sich Melanie nach Verlassen des Schulgeländes aufgehalten hat?

► Sind Spaziergängern oder anderen Personen in dem Waldgebiet bei Kisselbach im Juni1999 Fahrzeuge oder Personen in verdächtiger Weise aufgefallen?

► Gibt es Personen, die in diesem Bereich Kleidungsstücke oder sonstige Gegenstände aufgefunden, festgestellt oder gegebenenfalls sogar mitgenommen haben?

► Nach Beobachtungen von Zeugen aus dem Bereich Wiesbaden-Klarenthal könnte ein dunkler BMW mit lauten Fahrgeräuschen (3er oder 5er Serie) mit dem Verschwinden des Mädchens im Zusammenhang stehen. Ist ein solches Fahrzeug am 16.06.1999 oder danach im Bereich Laudert/Kisselbach in irgendeiner Weise aufgefallen?

► Gibt es Hinweise auf bisher noch nicht zur Anzeige gebrachte Sexualstraftaten gegen Kinder, die damals im Alter von 10-15 Jahren waren und im Bereich des Auffindeortes bzw. Wiesbaden-Klarenthal wohnen oder wohnten und die gegebenenfalls in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt an Melanie Frank gebracht werden können?

Sachbearbeitende Dienststelle:

Hessisches Landeskriminalamt
HSG 45

Tel.: 0611/83-4524
Fax: 0611/83-4505
E-Mail: hsg45.hlka(aet)polizei.hessen.de

Hinweise, die auf Wunsch auch vertraulich behandelt werden, bitte an das

Hessisches Landeskriminalamt
Führungs- und Lagedienst
Tel.: +49 611 83 2020
E-Mail: hlka(aet)polizei.hessen.de

Frankfurter Neue Presse | Polizei Hessen
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1999 - 2008 | Wiesbaden | Melanie Frank (13) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 1. Aug. 2021, 21:58

Salva hat geschrieben:
So, 29. Jan. 2017, 00:51
Am 20. August 2008 fanden Waldarbeiter des Forstamtes Simmern einen vollständig skelettierten menschlichen Schädel in einem Waldgelände an der Landstraße 214 bei Kisselbach (Rhein-Hunsrück-Kreis) und verständigten daraufhin die Polizei.

Bei einer späteren Absuche konnte noch ein Oberschenkelknochen aufgefunden werden. Aufwendige und zeitintensive rechtsmedizinische Untersuchungen an beiden Skelettteilen ergaben eine übereinstimmende DNA. Recherchen in der DNA-Analayse-Datei ergaben Übereinstimmungen mit der DNA der Vermissten.
Hier wäre die Frage zu stellen, wann Melanie Frank getötet wurde.
Das Mädchen war noch in der Wachstumsphase.
Aus einem Oberschenkelknochen kann man die ungefähre Körpergröße ermitteln.
Hier wäre zu prüfen, ob Melanie Frank 1999 mit 13 Jahren oder später ermordet wurde.
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#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 2. Aug. 2021, 00:20

Auf der Seite ist ein Podcast zu finden:

https://www.allgemeine-zeitung.de/panor ... k_22551745

Ich habe mir den Podcast angehört.

Was mir insgesamt auffällt:

1. "Die kleine Familie von Melanie lebe in ein "recht einfachen Verhältnissen" . Die Mutter lebe gern mal in den Tag hinein."
Die Einkäufe tätigt Melanie an einem Kiosk (warum geht die Mutter nicht normal einkaufen ? Kiosk ist doch meist teurer )
Dazu gibt es noch einen Stiefvater. Elterliche Liebe scheint Melanie zu vermissen.
-> also wie es in anderen Fällen heißt: "Schwierige Familienverhältnisse"

2. In Wiesbaden- Klarenthal sind einige soziale Brennpunkte bekannt, die Graf-von-Galen-Straße 78 dürfte dazu gehören.

3. Entgegen einer sonst oft geübten Praxis, beginnt die Polizei nach der Vermisstenmeldung sofort mit größeren
Suchmaßnahmen. Das ist sehr lobenswert und man würde sich das bei allen Vermisstenfällen wünschen, aber es verwundert
auch etwas.
Gut es kann auch positive Gründe dafür geben (vielleicht war der Opa mal bei der Polizei ?), aber man könnte auch andere
Dinge im Umfeld der Familie vermuten, die die Polizei dazu animiert hat.

4. Ich habe mir mal die Standorte in Maps rausgesucht:

Bild

Natürlich dürfte Melanie zwischen den Häusern bzw. auf dem Weg nördlich zum Zigarettenautomaten gegangen sein.

Zu dem Standort Graf-von-Galen-Str. 65 fällt auf, dass Melanie dort nicht vom Haus ihrer Eltern gesehen werden konnte und man mit einem Fahrzeug über die Hermann-Brill-Str. gut dahin gelangen und wieder wegfahren kann.

5. Zum Auffindeort des Schädels und des Oberschenkelknochens:

Wenn der vermutliche Täter Melanie mißbraucht und getötet haben sollte, gib es keinen sinnvollen Grund die Leiche über den Rhein bis in den Hunsrück zu bringen. Da gäbe es andere Ablageorte im Taunus, die viel leichter erreichbar sind.
Es sei denn der Täter kommt aus dem Hunsrück.
Dann wäre er vermutlich mit der toten Melanie über A66- A60- A61 in den Hunsrück gefahren.
Leider ist nicht bekannt, wo an der K214 der Schädel gefunden wurde.
Entweder der Täter wäre am Kreuz Rheinböllen oder an der Anschlussstelle Laudert von der Autobahn abgefahren und dann die K214 durch Kisselbach.
Das ist aber m.E. ein starkes Indiz, dass der Täter Beziehungen zu der Gegend um Kisselbach hat.

Ähnlich wäre es, wenn der Täter Melanie noch einige Zeit gefangengehalten und erst später getötet hätte.
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