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1973 | Schletzenhausen | Christel Merz (13) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1973 | Schletzenhausen | Christel Merz (13) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 29. Jul. 2014, 08:38

Bild
Christel Merz († 13). Foto: hr-online

Es ist der 4. November 1973. Die 13-jährige Christel Merz aus Hosenfeld-Hainzell schleicht sich am Nachmittag heimlich aus der Wohnung der Mutter, die nicht wollte, dass sie schon nachmittags in die Disco geht.
Gemeinsam mit ihrer Freundin läuft Christel zu einer Disco im Nachbarort. Sie tanzen, haben viel Spaß. Gegen 21:30 Uhr wird die Schülerin dort zum letzten Mal lebend gesehen.

Als Christel Merz abends nicht nach Hause kommt und auch am nächsten Morgen nicht auftaucht, meldet sie ihre Mutter als vermisst. Zwölf Tage sucht die Polizei nach der 13-jährigen. Am 16. November dann die schreckliche Gewissheit: Christel wurde in einem Rohbau neben der Diskothek umgebracht. Ihr Leichnam liegt unter einem Getreidehaufen.

Der Sohn des Landwirts, dem der Rohbau gehörte, macht den grausamen Fund. Er sieht ein Schuh und will ihn aufheben, dabei entdeckt er die Leiche. Der Täter hat das Mädchen erwürgt. Hose und Unterwäsche waren bis zu den Knie heruntergezogen. Vermutlich wurde sie sexuell missbraucht.

"Vor 40 Jahren war an DNA-Analyse noch nicht zu denken. Wenn wir die Methoden von heute schon damals gehabt hätten, wäre die Tat unter Umständen aufgeklärt worden", sagt heute Polizeipressesprecher Martin Schäfer.

Der Mörder von Christel Merz wurde bis heute nicht gefasst. Für die Mutter Inge Merz eine grausame Vorstellung, dass der Mörder ihrer Tochter noch draußen frei herumläuft und sein Leben genießen kann.

Ihr habe man das Liebste geraubt, sagt die heute 74-Jährige.
Hinweise bitte an die Polizei Fulda unter: 0661 1050


Video: Kriminalreport: Christel Merz

Quellen: Presseportal | FZ | HR | hr-online
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1973 | Schletzenhausen | Christel Merz (13) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 6. Jun. 2021, 19:07

Ein Artikel vom 25. Juni 2020 auf Osthessen News:

Obwohl der Mord an Christel Merz bereits über 40 Jahre zurückliegt, hofft die Familie und auch die Polizei noch immer, dass das grausame Verbrechen irgendwann aufgeklärt werden kann.
Es ist der 4. November 1973 in der beschaulichen Gemeinde Hosenfeld: Am Nachmittag schleicht sich die 13-jährige Christel Merz heimlich aus dem Elternhaus in Hainzell. Sie trifft sich mit zwei Freundinnen, gemeinsam machen sich die Mädchen auf den Weg zur Disco im Nachbardorf Schletzenhausen.

Christels Mutter ahnt nichts vom Ausflug ihrer Tochter, sie möchte nicht, dass die Schülerin bereits in diesem Alter zum Tanzen geht. Unbedarft setzt sich das Trio über das Verbot hinweg, keine von ihnen vermutet zu der Zeit, dass in der gleichen Nacht etwas furchtbar Schlimmes passieren wird.

Gegen 16:20 Uhr erreichen die Mädchen die Disco, an diesem Sonntag hat sie bereits früh geöffnet. Christel ist nicht zum ersten Mal hier. Die Freundinnen feiern ausgelassen, tanzen, haben Spaß – genießen ihr noch junges Leben. Knapp drei Stunden später ist die 13-Jährige verschwunden. "Christel Merz galt seit 19 Uhr als vermisst", erklärt Dr. Christine Seban von der Staatsanwaltschaft in Fulda auf Nachfrage von OSTHESSEN|NEWS.

Eine umfangreiche Suchmaßnahme beginnt, doch die Schülerin wird nicht gefunden. Für die Eltern und Schwestern von Christel beginnt ein kaum zu ertragendes Martyrium. Zwölf Tage dauert die Ungewissheit, bis Christels Leiche in einem Rohbau, nur wenige Meter von der Diskothek entfernt, am 16.11.1973 gefunden wird.

Laut durchgeführter Obduktion war ein Erwürgen todesursächlich, wobei diesem eine erhebliche stumpfe Gewalteinwirkung gegen den Kopf vorausgegangen war, weiß Dr. Seban. Mit brachialer Gewalt zertrümmert Christels Mörder ihr den Unterkiefer, verletzt sie im Gesicht schwer. Unter einem Getreidehaufen versteckt der Täter den toten Körper des Kindes, Hose und Unterwäsche sind bis unter die Knie heruntergezogen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Christel sterben musste, weil ihr Mörder Geschlechtsverkehr mit ihr erzwingen wollte. Durchaus möglich, dass er ebenfalls Gast in der Disco war.

Rund 80 Personen werden daraufhin als mögliche Tatverdächtige überprüft. Unter ihnen ein Mann, gegen den Haftbefehl erlassen wird. "Der anfangs gegen diese Person bestehende dringende Tatverdacht konnte aufgrund der weiteren Ermittlungen jedoch nicht aufrechterhalten werden, der Haftbefehl musste wieder aufgehoben werden."

Sämtliche durchgeführten Spurenauswertungen, insbesondere die DNA-analytische Untersuchung der Kleidungsstücke, führen zu keiner Täteridentifizierung. Christels Vater zerbricht am Verlust seines jüngsten Kindes und stirbt Jahre später an schwerer Krankheit. Ihre Mutter gibt vor sechs Jahren ein einziges TV-Interview: Über 40 Jahre, nachdem ihr das Liebste genommen wurde, kämpft sie noch immer mit den Tränen.

Der Mord an Christel Merz konnte bis heute nicht aufgeklärt werden.
Wer Hinweise zur Aufklärung der Tat hat, meldet sich bitte bei der Polizei in Fulda unter der 0661/1050.
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1973 | Schletzenhausen | Christel Merz (13) ermordet

#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 6. Jun. 2021, 20:20

Der 04.November 1973 war ein Sonntag.
Die Diskothek hat bereits früh geöffnet.
Vermutlich war das Nachmittagstanz mit teilweise sehr jungem Publikum.
Gäste von außerhalb Hosenfelds würde ich nicht vermuten.
Die sieben zuvor eigenständigen Gemeinden Blankenau, Brandlos, Hainzell, Jossa, Pfaffenrod, Poppenrod und Schletzenhausen (mit Gersrod) gaben am 31. Dezember 1971 ihre Eigenständigkeit auf und wurden im Rahmen der Gebietsreform in Hessen in die bereits bestehende Gemeinde Hosenfeld eingegliedert.
Die Gemeindeteile sind relativ klein und relativ weit von den angrenzenden Gemeinden weg.

Von Hainzell (Wohnort Christel März) bis nach Schletzenhausen (Disko) sind es cirka 2,3 km.
Lt. Google Maps viele kleine Felder.

Man sieht dass Hosenfeld und seine Ortsteile relativ wenige Einwohner haben.

Ortsteil / Einwohner 2020 2016 2007 2001 1995 1979 1970 1961 1950
Hosenfeld (Kernort) 1471 1587 1557 1557 1435 1179 1100 1055 1011
Blankenau 635 791 789 752 693 610 572 525 585
Brandlos 135 152 152 150 136 137 145 119 135
Hainzell 1139 1227 1270 1185 1153 1005 955 802 932
Jossa (Hosenfeld) 455 445 445 472 504 502 501 445 449
Pfaffenrod 116 126 126 134 142 118 119 117 156
Schletzenhausen mit Gersrod 334 367 397 414 389 408 412 380 440
Gemeinde insgesamt 4624 4930 5015 4836 4626 4120 3947 3555 3844

M.E dürfte von den 1973 in Hosenfeld wohnenden Einwohnern jeder noch einen Verwandten heute in Hosenfeld haben.
Da man ja DNA des Täters hat, sehe ich eine ziemlich große Chance, bei einem Massengentest aller Einwohner einen "Beinahe"-treffer zu erzielen.
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