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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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PommesAgnum
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 21. Jul. 2018, 22:18

Neue Ermittlungen im Mordfall Nicole Stindt (38)

Ein weiterer ungeklärter Mordfall, aus den Jahren 2009/2010, erblickt nochmal das Licht der Öffentlichkeit. Da der Fall bis dato noch nicht bei "Allcrime" archiviert wurde, würde ich gerne die Gelegenheit nutzen.
Denn wieder einmal, lässt mich die aktuelle polizeiliche Ermittlungsarbeit sprachlos zurück.

Quelle:"PRESSEPORTAL-Polizeiinspektion Diepholz"

Zum Hintergrund des Mordfalles:
Die 38jährige Nicole Stindt bewohnte in der Blockener Straße 15 in Stuhr allein eine Zweizimmerwohnung. Sie war nicht berufstätig und hielt zwei Hunde in ihrer Wohnung, mit denen sie in der näheren Umgebung Hundeausbildungsplätze besuchte. Nicole hatte ansonsten kaum soziale Bindungen oder Kontakte.

Am Abend des 18.08.2009 fuhr sie mit ihrem Pkw zu einer Hundeschule in das nahegelegene Bassum. Diesen Treffpunkt verließ sie um 20:15 Uhr, danach fehlte von ihr jede Spur.

Am 19.08.2009 wurde eine Vermisstenmeldung bei der Polizei erstattet. In der Folgezeit wurde festgestellt, dass ihr Hund 'Lana' am 19.08.2009 gegen 08:00 Uhr im Bereich Dötlingen/Wildeshausen, Traher Weg, ausgesetzt aufgefunden wurde.

Ihren Pkw stellte man am gleichen Morgen gegen 09:00 Uhr in Bremen am Breitenweg in der Nähe des Bahnhofes fest. Zunächst ergaben sich keine Hinweise auf ein Verbrechen.

Am Pfingstmontag, dem 24.05.2010, fanden Spaziergänger ein von Tieren freigelegtes Erdgrab, in dem sich die Leiche von Nicole Stindt befand. Ablageort der Leiche war das Waldstück "Buchholz" bei Groß Ippener im Landkreis Oldenburg in der Nähe der Bundesautobahn 1.

Die anschließenden Untersuchungen ergaben, dass Nicole Stindt Opfer eines Gewaltverbrechens geworden ist. Todesursache war vermutlich Gewalt gegen den Hals.

Nicole S. hatte zurückliegend eine größere Erbschaft gemacht. Es war kein Geheimnis, dass sie Bargeld in ihrer Wohnung aufbewahrte.

Kontakte, auch Männerbekanntschaften, suchte das Opfer über die Partnerbörse "FriendScout24.de", sie war dort mit dem Nickname "Julchen 71" mit ihrem Profil registriert.

Die Kriminalpolizei konnte bis heute rekonstruieren, dass es zu einigen Treffen mit Internetbekanntschaften in ihrer Wohnung gekommen war.

Um noch weitere Kontakte aufzuklären, wird im Rahmen der Fernsehsendung XY ein Hinweis auf eine Nickname-Liste erfolgen, die unter der Homepage www.polizei-diepholz.de abrufbar ist. Die Ermittler erhoffen sich so Hinweise auf bisher ungeklärte Bekanntschaften des Opfers.
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Zuletzt geändert von Salva am So, 22. Jul. 2018, 00:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Titel geändert



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Mordfall Nicole Stindt

#2

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 21. Jul. 2018, 22:36

Delmenhorst (ots) - Seit April 2018 ermittelt in der Polizeiinspektion Diepholz die Mordkommission (MOKO) "Buchholz" nach mehr als sechs Jahren wieder im Mordfall Nicole Stindt.

Im Jahr 2010 wurde die 19-köpfige Mordkommission erstmals ins Leben gerufen, als Pfingstmontag 2010 der verscharrte Leichnam von Nicole Stindt im Waldstück Buchholz bei Groß Ippener (Landkreis Oldenburg) durch Spaziergänger gefunden wurde. Aufgrund der Umstände musste zu dem Zeitpunkt davon ausgegangen werden, dass Nicole Stindt einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen war.
Nicole Stindt galt seit dem 19.08.2009 als vermisst. Ihre Vermieterin hatte die 38-Jährige Stuhrerin bei der Polizei als vermisst gemeldet, nachdem diese feststellte, dass diese ihren Hund Berry eine Nacht in ihrer Wohnung alleine gelassen hatte. Ein Verhalten, welches für die hundeliebende Stindt untypisch war. Ermittlungen ergaben damals, dass Nicole Stindt am 18.08.2009 gegen 20:10 Uhr letztmalig lebend gesehen wurde. Zu dem Zeitpunkt hielt sie sich gemeinsam mit ihrem zweiten Hund Lana auf einem Hundeplatz in Bassum/ Haft auf. Nicole Stindt verließ damals den Hundeplatz in ihrem grauen Toyota Corolla (DH-LB 167).

Bereits am Morgen des 19.08.2009 wurde der Hund Lana im Bereich Dötlingen aufgefunden. Wenig später wurde ihr Auto in der Nähe des Bremer Hauptbahnhof, im Breitenweg, feststellt. Die Ermittler gehen davon aus, dass Nicole Stindt in der Nacht zum 19.08.2009 ums Leben kam.

Nicole Stindt kam mit organischen Fehlbildungen zur Welt. Ihre Mutter verschwand wenige Wochen nach der Geburt, woraufhin Nicole Stindt bei ihren Großeltern aufwuchs. Nach der Schule absolvierte sie eine Ausbildung als Arzthelferin, hatte bereits damals wenige Freunde und galt als Einzelgängerin. Nach dem Tod des Großvaters, dessen Pflege sie bis dahin übernommen hatte, bezog sie in Stuhr eine Wohnung. In dieser lebte sie alleine und zurückgezogen. Aufgrund eines Erbschaftsstreits brach auch der Kontakt zu ihrer Familie ab.

Ihre Liebe und Zeit investierte sie in ihre beiden Hunde, mit welchen sie viel in der Region unterwegs war und auf Hundeplätzen trainierte. Im Rahmen der "ersten" MOKO-Ermittlungen in den Jahren 2010 bis 2012 stellte sich heraus, dass Nicole Stindt erhebliche finanzielle Probleme hatte. Aus diesen Gründen stand ihr am 19.08.2009 ein Termin bei einem Gerichtsvollzieher hinsichtlich einer eidesstattlichen Versicherung und zur Pfändung ihres Autos bevor.

Zudem ergab die Auswertung ihres Computers, dass Nicole Stindt seit April 2009 über die Online-Partnerbörse "Friendscout24" zahlreiche Männerbekanntschaften knüpfte.
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Mordfall Nicole Stindt

#3

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » So, 22. Jul. 2018, 10:59

PommesAgnum hat geschrieben:
Sa, 21. Jul. 2018, 22:36
Delmenhorst (ots) - Seit April 2018 ermittelt in der Polizeiinspektion Diepholz die Mordkommission (MOKO) "Buchholz" nach mehr als sechs Jahren wieder im Mordfall Nicole Stindt.
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 22. Jul. 2018, 20:34

Ein paar Fotos und Infos:

Bild
Die 38-jährige Nicole Stindt wurde am 24. Mai 2010 tot aufgefunden.
Foto: Polizeiinspektion Diepholz.

Bild
Nicole Stindt verließ damals den Hundeplatz in ihrem grauen Toyota Corolla mit dem amtl. Kennzeichen DH-LB 167.
Foto: Polizeiinspektion Diepholz/MZ.

Die Liste der Pseudonyme von Personen bei der Partnerbörse FriendScout24 (heute LoveScout24), mit denen Nicole S. in Kontakt stand und deren Identitäten bisher noch nicht ermittelt werden konnten:

- findmich 44
- der_Wolfgang
- thomas26689
- Schimi_08
- sexprotz
- Schnucki44
- cosmo2000
- i_bins_wieda
- bomi65

Wer hatte Kontakt zu diesen Personen?



Interview mit Rudi Cerne - Aktenzeichen XY... ungelöst

In diesem Interview von Olis Radioshow mit Rudi Cerne werden weitere interessante Details bekannt gegeben. So war es z.B. nicht unüblich, dass sich Nicole S. nachts und an dunklen Sellen mit Männern traf und dass ihre finanzielle Lage trotz dieser kleinen Erbschaft doch recht desolat war. Nicole S. hatte wegen diesem Erbe offenbar Stress mit anderen Familienmitgliedern und bekam auch nur einen kleinen Teil ausbezahlt der nicht ausreichte, um ihre Kosten zu decken. Die Polizei geht auch davon aus, dass es dem Täter um das Auto von Nicole S. ging, denn das sollte verkauft werden, weil bereits eine Pfändung anstand.

Die MoKo "Buchholz" bittet um Hinweise unter der Telefonnummer 05441/971-0 oder per E-Mail an moko(aet)pi-dh.polizei.niedersachsen.de oder an jede andere Polizeidienststelle

Quellen: Polizei Oldenburg | Kreiszeitung
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 22. Jul. 2018, 20:40

Flyer der Mordkommission "Buchholz":

Bild
Quelle: Polizeidirektion Oldenburg
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#6

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Mo, 23. Jul. 2018, 23:47

"Täterin", (nicht) ausgeschlossen!

Ah, ja, klasse Salva!
So, wird's gemacht. Vielen Dank! Ich muss gestehen, ich habe diese Einleitung auch selber nur übernommen, der Info halber.
Und ich möchte hier mal appellieren, bzw. möchte ich dazu auffordern sich einmal mit diesem ungelösten Mordfall zu beschäftigen. Es reichen für den geübten Hobby-Kriminalisten schon 30-45 Minuten, um heraus zu finden, das der/die Täter nicht aus einer Online-Bekanntschaft entsprungen sein können. Hier geschah einfach nur Himmel schreiendes Unrecht. Es wird schnell Offensichtlich, "wer" denn wohl Nicole das Leben genommen hat, und "warum".
Dann erkennt man mitunter, das Nicole so etwas von belogen und betrogen wurde und wahrscheinlich durch ein spätes Erbe zu einem gewissen Vermögen kam, welches der Grund/ das Motiv Ihrer Ermordung sein dürfte. Man merkt ebenso, das die beiden "Damen", die ich auf dem Schirm habe, über gute/teure Advokaten verfügen, die Sie schön penibel aus dem Netz halten. Auch, und natürlich alles, was Nicole betrifft.
Ich hielt diesen Fall, wie andere cold cases auch, für beendet. Beendet und abgeschrieben, da man an einer Aufklärung gar nicht interessiert scheint.
Dann, die Überraschung. Offizielle Verlautbarung:"Der Fall wird neu aufgerollt."
Klasse, ich war guter Dinge. Doch wieder einmal folgte einem leichten Optimismus meinerseits, die real politische Ernüchterung. Und hier fängt es an zu stinken. Warum machen "Die" das?
Steckt der französisch klingende Staatsanwalt, oder die damaligen Beamten mit den Täterinnen unter einer Decke? Ich weiß, ich weiß, mit solch korrumpierenden Anschuldigungen sollte man höchst sensibel daher kommen. Besonders hier, da man "Salva" ja schon Verleumdung oder Verbreitung von Falschaussagen vorwirft. Natürlich, haltlos und zu Unrecht. Gerade hier bei "Allcrime", wäre ich guter Dinge eine Kriminalplattform zu finden, bei der man noch seine Meinung kundtun kann. Wenn "Allcrime", nur mehr Beachtung zu Teil kommen würde!
Wie dem auch sei, nutzte man in diesem Mordfall den Nachteil und die Behinderung eines Menschen eiskalt aus. Man heuchelte Nicole Freundschaft und Vertrauen vor, um Sie nachher umzubringen und um sich selber zu bereichern. Nicole interessierte kein Schwein. Nicht in Ihrem (einzigen) Umfeld und Lebensmittelpunkt, der Hundeschule in Bassum. Auch nicht in Stuhr, wo Sie wohnte. Da verstehe ich die Leute nicht?! Speziell in Bassum. Es muss doch geredet werden?! Getuschel & Gerüchte. Glauben Die wirklich ernsthaft, Nicole fiel einem Online-Gigolo zum Opfer? Glaubt die Polizei das ernsthaft?
Man tötete eine Außenseiterin. Und kein Schwein interessiert Nicole. Das wussten die Täterinnen. Das machten Sie sich zu Nutze. "Das" macht diesen Mord so ekelhaft und widerlich.

Warum man hier den Wald vor lauter Bäumen nicht erkennt, bleibt mir verborgen. Oder will man das nicht erkennen?!
Warum versteift man sich denn so in einen Täter aus dem Internet? Warum geht man überhaupt nur von einem männlichen Täter aus? Sprich, man fängt ja wieder dort an, wo man 2012 aufgehört hatte. Man sucht also, einen Chat-Love-Mörder. Was ja damals schon nicht den gewünschten Erfolg gebracht hat. Respekt!
Das war anno 2010/11/12 der gröbste Fehler in diesem Fall. Man suchte allen Ernstes, Mr.X, den Killer aus dem Netz, indem man Pseudonyme aus der Partnerbörse preis gibt. Hier sehe ich auch schon die erste Ungereimtheit. Nicoles (angebliches!) friendscout-Profil, "Julchen71". Völlig bezuglos. Ohne jeglichen Zusammenhang. Jetzt mag man mir vorwerfen, ja gut, die meißten Avatare ergeben keinen Sinn. Sie beinhalten aber in den häufigsten Fällen eine persönliche Bindung oder eine Eselsbrücke. Bei meiner Wenigkeit, als Beispiel, sollte man erkennen, aha, der Idiot steht auf eine Crime-Serie aus den 80érn & frittierte Kartoffeln. Nach diesem Motto.
Das vermag ich bei "Julchen71", nicht zu erkennen. Klar, 71=Geburtsjahr. Und "Julchen"=Julia oder Juliane?! Warum nicht Nicky? Nicolette? Musste man bei fiendscout so dermaßen anonym bleiben und einen komplett anderen Namen angeben? Julchen, statt Jule, klingt aber auch schon heisser, weil geiler, gelle?! Nicole hatte keine Eltern? Die Mutter gab Sie weg, als Baby.
Nicole hatte keine Freunde/Freundin. Wo, zum Teufel ist der Bezug zu Julchen? Nicole hätte, wenn schon kein "Nic..." irgendetwas, mit Sicherheit nur "einen" weiblichen Namen, als Pseudonym genommen, nämlich den Namen Ihrer Hündin "Lana". Ich persönlich, gehe von einer Manipulation oder eines PC's aus, der gar nicht Nicole gehörte.

Diesen späten Ermittlungsaktionismus nennt man dann "neu aufgerollt". Bei allem nötigen Respekt, aber das kann doch nicht der Ernst der Polizei sein?!
Mein Problem im Mordfall Nicole Stindt, ist wie in anderen ungelösten Fällen auch, das fast schon kadavergehorsame, blinde Vertrauen der Ermittler in Zeugenaussagen. Zumal ich die kleine Vermutung hege, es existieren lediglich und ausschließlich nur "2" Zeugen.
Das kann es doch nicht sein?! Es zeigt mir aber, das man in diesem Fall keineswegs alle kriminalistischen Ermittlungen ausschöpfte. Dann muss ich leider Gottes auch die 19-köpfige Moko Buchholz anzweifeln. Steckt man mit den Tätern nachher noch unter einer Decke und hat sich die Finanzen des Opfers untereinander aufgeteilt?
Sorry, ich meine das vollkommen Ernst. Andernfalls, kann ich mir einige Polizei-Presse Verlautbarungen absolut nicht erklären.

Aus dem Presseportal:
"...Ihre Hunde, mit welchen sie viel in der Region unterwegs war und auf Hundeplätzen trainierte." Das ist schlicht und einfach falsch. So, klingt das Ganze ja, als ob sich Nicole auch auf "anderen" Hundeplätzen herum trieb. Es gab nur "einen" Hundeplatz in Nicoles Leben. Und das war der Hundeplatz Bassum. Oder konnte man noch "andere" Hundeplätze ermitteln?
"Das", das ist hier das Hauptproblem in dem Fall. Nicole hatte keine sozialen Kontakte. Weil Sie nicht dem Ideal entsprach. Mit Sicherheit, wurde Sie gemoppt, gehänselt und ausgegrenzt.
Einerseits, gibt die Polizei Ihre Menschenscheu "offen" zu Tage. Dann aber wiederum, soll Sie sich mit "mehreren" Männern getroffen haben und auf mehreren Hundeplätzen aufgehalten haben?! Wo denn noch? Welche denn? Wo sind diese Männer?
Meine Befürchtung, das schreibe ich jetzt ganz offen, geht dahin, das Nicole sich nur "2" Personen in Ihrem Leben anvertraute. Diese "2" Personen, gaben der Polizei alle Angaben über Nicole. Ob Sie nun stimmen oder nicht. Man gab den Ermittlern ein Lügenkonstrukt, par excellence.
Nicoles zurück gezogenes Leben, und nicht vorhandenen Kontakte wurden Ihr zum Verhängnis.
Die Polizei Diepholz, sollte sich doch bitte mal fragen, "wer" denn noch befragt wurde zu Nicole Stindt. Gibt es neben den beiden "Damen", denn noch irgendwelche "anderen" Zeugen?
"Wem"hatte sich Nicole denn nun wirklich anvertraut?
"Wer"konnte denn, wenn Vertrauen vorhanden, von möglichen größeren Finanzen wissen?
"Wer"hat Nicole denn "5" Jahre lang, fast täglich gesehen?
"Wer"hat Nicole denn überhaupt zu Letzt lebend gesehen?
Entschuldigung! Ich will natürlich, so wie im realen Fall auch, nicht zu kriminalistisch werden. Suchen wir lieber den Online-Täter.

Weiter, im Presseportal:
"Nicole Stindt kam mit organischen Fehlbildungen zur Welt." Nun ja, genau genommen war Sie Epileptikerin, trug eine Bandscheibenprothese, litt unter einem körperlichen Makel in Form eines Spalts in der Bauchdecke, hatte keine geregelte Arbeit, lebte von Hartz IV und war dazu noch recht korpulent. Kurz gesagt, eine Schönheit, war Sie nicht. Man kann sich, dank Salva, oben selbst ein Bild machen.
Der Grund, warum ich jetzt so pietätlos auf Nicole eindresche (Nicole, wird es mir, dort wo Sie jetzt ist, verzeihen!) liegt denn auch wieder an den schon kritisierten polizeilichen Bekanntmachungen. Denn, wie können die Ermittler auch nur ansatzweise und im Vollbesitz aller geistigen Kräfte ernsthaft davon ausgehen, das Nicole Stindt sich bei genannten Behinderungen & Nachteilen, so mir nichts, Dir nichts, mit Männern traf?! Es dürfte für Nicole schon erdenklich schwer gewesen sein überhaupt auch nur "einen" Mann an Land zu ziehen, oder besser gesagt, kennen zu Lernen.
Zumal Ihre damalige Lage überhaupt gar nicht mit amourösen Abenteuern in Verbindung gebracht werden kann. Völlig absurd. Nicole hatte eine Zwangspfändung Ihres Autos am Hals, und damit einhergehende familiäre Erbschleicher im Nacken.
Sie versteckte Ihren Erbanteil (vermutlich!) in der Wohnung, und drohte auch behördlich auf zu fliegen, da Sie Hartz 4 beantragte und das Erbe hätte angeben müssen. Sie soll auch in psychologischer Behandlung gewesen sein. Sicherlich nicht, weil Sie mal eben über das Internet jede Woche einen Mann in Ihre Wohnung geholt hätte.
Nicole's sterbliche Überreste wurden erst "9" Monate nach Ihrem Verschwinden, durch Tierfraß, überhaupt entdeckt. Es gab nämlich, bis dato "keinerlei" polizeiliche Ermittlungen. Geschweige denn, irgendwelche Suchaktionen. "Wer"sollte die denn organisiert haben? Etwa "2" Zeugen?

Weiter, im Presseportal der Polizei:
"Zudem ergab die Auswertung ihres Computers, dass Nicole Stindt seit April 2009 über die Online-Partnerbörse "Friendscout24" zahlreiche Männerbekanntschaften knüpfte. Mit etwa 90 Männern hatte sie Chatkontakt, mit mehreren fanden 2009 persönliche Treffen statt."
Sagt wer? Wenn ich mal raten darf...öhm...Das sagen "2" Zeugen, ja?
"Persönliche Treffen", was ein Quatsch. Leider, kann man aber Keinen mehr auftreiben, der an einem Treffen beteiligt gewesen wäre. Wahrscheinlich waren die Herren, bei der heißen, Prothese tragenden, epileptischen, Bauch entstellten, übergewichtigen, mit 2 Hunden in zu kleiner Wohnung lebenden, Hartz 4 Empfängerin auch nur an schnellem Sex interessiert. Kennt man ja, diese Männer halt.
By the way. Hat man sich schon einmal die Frage gestellt, warum Nicole 2 große Wauzis in einer
50 m² Wohnung hatte? Von denen Sie jeweils einen Hundi mit zu nehmen und den anderen in der Wohnung zu lassen pflegte? Von denen ebenfalls einer der Beiden, nämlich Schäferhund Mischlingsdame "Lana" nicht besonders gut auf Homo Sapiens, männlicher Prägung, zu knurren war.
Lana ist der Hund, der am Tag nach Nicoles verschwinden ausgesetzt wurde. Das ist in sofern interessant, weil es für ein mögliches Treffen mit einem Chat-Partner, schlicht der falsche Hund gewesen wäre.

Ist der Polizeiinspektion Diepholz und der "19" köpfigen Mordkommission mal der klitzekleine, doch nicht ganz von der Hand zu weisende Gedanke gekommen, man hätte Nicoles PC in 9 Monaten sehr gut manipulieren oder gar austauschen können? Denn was man bei den bekleideten Überresten von Nicole nicht fand, war Ihr Wohnungsschlüssel. Der ist verschwunden.
Vielleicht könnte es ja mal ein Ermittler oder Fallanalytiker mit richtiger kriminalistischer Arbeit versuchen? Doch, wie im Graf/Liebs/Brübach/Sahling/E.Schmidt/Brill/Gehricke/Köntges/Malchow/ Rimbach/E.Beyer/Bittner/S.Fontaine - Fall, so will man auch im Stindt-Fall, partout keine anderen, rationalen, oder naheliegenden Ermittlungsansätze verfolgen. Obwohl man per PK/Portal, bis hin zur Springer-Blödzeitung verkünden läßt, man werde den Fall "neu" aufrollen.
Es werden lediglich die selben Fehler gemacht, wie vor 6 Jahren.
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#7

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Di, 24. Jul. 2018, 22:49

Von Bassum nach Rupperswil

Was der 4-fach Mord 2015 im Schweizer Grenzstädtchen mit Nicoles Wahlheimat Bassum zu tun hat.
Nichts, natürlich. Nur ein provokativer, dilettantischer Versuch Aufmerksamkeit zu erhaschen.
Und doch, waren es Menschen aus den eigenen Reihen, die dort mordeten.
Aus der Mitte, der Gesellschaft, wie es so schön heißt. Einer/Eine von uns. Man merkte richtig, wie unangenehm und beschämend es den Menschen des schwitzer Städtchens war, einen offenbar gestörten und empathielosen Menschen, als Schüler/Trainer und Nachbarn zu haben. Ohne etwas zu Bemerken. Wer will schon Morgens beim Brötchen holen neben einem Mörder stehen?!
Da habe ich den sehr geschätzten "Salva" wohl zu früh gelobt? Das habe ich ja Heute erst gesehen!
Genau "Das", wollte ich doch vermeiden!
Nein, nein, ich weiß. Es sind 250 ungeklärte plus alle anderen/weiteren Straftaten, die hier archiviert und recherchiert werden. Und "Salva" und Frau "Süßteufel" leisten hier beste Arbeit. Es gibt da für mich auch eigentlich nur Euch Beide mit allcrime und die "talida", bei den Hobbys. Obwohl ich die "Carrietta", bei den Allesmysteriösen auch sehr geschätzt habe. Allmy ist einfach zu Penislastig und mit seinem Patronagesystem viel zu undemokratisch.
Ich bitte für soviel Off-Topic vielmals um Entschuldigung.
Der Mordfall Nicole Stindt, der macht mich wütend, sprachlos und...Na ja, man verliert da so den Glauben an Menschen, Rechtsstaat und Justiz.
Von der unsäglich plumpen, stumpfsinnigen & dümmlichen TV-Show Aktenzeichen ganz zu schweigen.
Ich sollte mich zurück halten, denn es scheint ja ein Sponsor zu sein.
Aber die sogenannten "interessanten Details" in einem Interview mit Rudi Cerne, schlagen dem Fass den Boden aus!!!
"Was" für ein hanebüchener Stumpfsinn. Welch ekelhafte und dreiste Lügen-Story. Rudi Cerne, scheint den geistigen Horizont einer toten Taube nicht zu überschreiten. Der Mann ist an Unwissen und Inkompetenz kaum zu überbieten. Möge der Geist von Ede Zimmermann Ihn im Schlafe erdrosseln.

Ich darf mal zitieren:
"...Radioshow mit Rudi Cerne werden weitere interessante Details bekannt gegeben. So war es z.B. nicht unüblich, dass sich Nicole S. nachts und an dunklen Stellen mit Männern traf und dass ihre finanzielle Lage trotz dieser kleinen Erbschaft doch recht desolat war."
Puh! Das haut mich echt aus den Socken!
Hier wird doch das "Opfer" zum "Täter" gemacht! Sieht das denn keiner?!
Nicole wird auf übelste Art & Weise diskreditiert. Das geht nicht! Das darf nicht sein!
Bin ich denn der einzige, der sich für Nicole einsetzt? Wie bei allmy!
Klopf, klopf?! Hallo?! Nicole wurde ermordet! Sie ist das "Opfer"!
Nie und nimmer, wäre Nicole Nachts alleine rausgegangen. Und schon gar nicht ohne Hund.
"An dunklen Stellen mit Männern!" What?! Geht es bitte noch eine Nummer platter und primitiver?!
Was für ein geistloser Schwachsinn, um von einem Mord ab zu lenken.
Das die beiden "Mörderinnen", nichts mit Männern anfangen können, habe ich ja schon längst recherchiert. Yes, i mean you. My horseriding Doggylovers.

Ich zitiere weiter:
"Nicole S. hatte wegen diesem Erbe offenbar Stress...und bekam auch nur einen kleinen Teil ausbezahlt der nicht ausreichte, um ihre Kosten zu decken. Die Polizei geht auch davon aus, dass es dem Täter um das Auto von Nicole S. ging, denn das sollte verkauft werden, weil bereits eine Pfändung anstand."
Ach, davon geht die "Polizei" aus?
Damit ich das richtig verstehe; Mit "die Polizei", sind die damaligen, ermittelnden Beamten des Falles Nicole Stindt gemeint? Die Polizei Diepholz? Die Moko Buchholz?
Wo haben diese Beamten den "Polizist" gelernt? Auf der Blödmanns-Polizei-Schule?
Was glaubt man denn, weswegen Nicole ermordet wurde?
Ach ja, der Internet-Killer.

Nicole hatte geerbt. Großvaters Häuschen. Spekulation, meinerseits! Es war nicht "nur" das Häuschen. Es war bedeutend mehr.
Der Toyota von Nicole, wurde absichtlich in Bremen am Hbhf in ein absolutes Halteverbot gestellt. Eine Klausel gibt der Abschleppfirma das Recht solche Autos nach ein paar Tagen veräußern zu dürfen. Der Wagen sollte schnellstmöglich in 3-Hand um zu verschwinden und Spuren zu verwischen.
Darum stellten die Mörderinnen Ihn dort in das Halteverbot.
Unglaublich! Anstatt, das da mal Jemand für Nicole Partei ergreift, wird Sie zum Täter gemacht.
Dieser Mord ist so unglaublich gemein und mies. Weil Nicole kein Schwein interessiert hat.
Auch, und erst recht nicht die Polizei.
Frage, "warum" nicht?

Zwei Möglichkeiten. Und es gibt wirklich nur diese Zwei.
1. Die Polizei schenkte den beiden Zeuginnen absoluten Glauben. Man nahm das alles so hin, was die Beiden da über Nicole erzählten. Also, Nicole als femme fatal. Nachts besonders geil und mit mehreren Männerbekanntschaften. Mit einem wahrscheinlichen Erbe, mit dem man gerade mal die Wände tapezieren kann.
2. Die Polizei nimmt das Alles so hin und ermittelt absichtlich nicht am Hundeplatz, sondern geht nur der Online-Variante nach, weil...

Eigentlich, wollte ich ja gar nicht schreiben. Aber diese Mega-mäßige Ungerechtigkeit. Puh!
Ach, so. Eine "19" köpfige Moko Buchholz, hat es "nie" gegeben. Für Nicole Stindt?! Für so eine Außenseiterin? Häßlich, arm (vor dem Erbe!) und Hartz 4?! Niemals!
Das war nur für die Medien.
Das können Die einem erzählen, der sich mit dem Hammer kämmt.
Das behaupte ich! Pommes!
Das sind einzig und alleine meine eigenen Meinungen. Dies hat nichts mit den Administratoren zu tun. Bei rechtlichen Schritten, wäre ich sofort bereit meinen Klarnamen zu nennen.
Die Moko-Buchholz wäre bestimmt auch bereit, Transparenz an den Tag zu legen. Wenn schon keine Namen, dann wer,wann,wo und wie viele Beamte für Nicole tätig waren.

Gerne, würde ich noch den Tatort, Mord und Ablageort erläutern. Aber gegen eine "19" köpfige Moko, Die ja schon alles Erdenkliche ermittelte (Außer am Hundeplatz Bassum!)?!
Uiuiui...Pffft! Da stinke ich ab.
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#8

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 25. Jul. 2018, 21:14

@PommesAgnum
Ich weiß gar nicht wo ich den Anfang machen soll... :thinking:

Zuerst diese Liste mit den Nicks:
So wie ICH das verstehe, werden die Personen hinter den Nicks als Zeugen und nicht als Tatverdächtige gesucht. Offenbar sind es die einzigen Männer (oder Frauen) aus Frau Stindt's "Freundeskreis", deren Identität noch nicht ermittelt werden konnte. Warum auch immer. Es gilt also u.a. zu ermitteln, inwiefern bzw. inwieweit da persönliche/direkte Kontakte bestanden. Kurzum: Ausschlussverfahren.

Der Nick von Frau Stindt:
Ich weiß nicht, warum Frau Stindts's Pseudonym "Julchen71" so ungewöhnlich gewesen sein soll. Niemand weiß, wie sie darauf gekommen sein könnte oder ob es nicht doch einen Bezug zu irgendeiner Person gegeben hatte. Vielleicht gefiel ihr der Name "Julchen"? Klingt iwie unschuldig, witzig, klein und was weiß ich was. Man muss sich nur manche Nicks hier bei Allcrime oder anderswo anschauen und schon kommt unverhofft die Frage auf: "Wie kommt man nur auf solche Nicks?". Ich würde das jedenfalls nicht sooo überbewerten.

Weißt du inwieweit gesichert ist, dass ausschließlich Frau S. über "Julchen71" bzw. ihren Account mit diesen (mutmaßlich) Männern in Kontakt stand, @PommesAgnum?

Das Tatmotiv "Fahrzeug":
Die Polizei vermutet, dass das Fahrzeug der Grund für den Mord war. Oder gewesen sein könnte. Da bin ich mir alles andere als sicher. Denn: Wenn ich ein Auto klauen würde, dann bestimmt nicht weil ich die Karre selbst fahren bzw. für mich behalten möchte, sondern um es zu verticken. Also: entweder direkt ab über die nächste Grenze oder in eine bestimmte Hinterhofwerkstatt oder -garage verfrachtet und "aufbereiten"! So geschieht es tausendfach überall auf der Welt, just in diesem Moment. Aber sicher nicht irgendwo abgestellen und mit der Angst leben, dass darin kaum vermeidbare Spuren von mir gefunden werden können, die mich mit einem Mord in Verbindung bringen! Im Übrigen: wenn ich mein Auto verkaufen möchte und einen entsprechenden Termin mit einem Interessenten vereinbaren würde, dann würde ich das Ding aufpolieren und zuhause abstellen, aber bestimmt nicht zuvor zum Hundetraining fahren und alles mit Hundehaare versaubeuteln. Aber man kann ja kaum von sich auf andere schließen. Last but not least: wo sollte das Fahrzeug denn für einen vermeindlichen Verkauf "begutachtet" werden? Beim Hundeplatz etwa? Oder anders gefragt: wie sieht lt. der Ermittler das Szenario "Fahrzeug" aus?

Das Tatmotiv "Geld":
Ich persönlich schließe aber auch aus, dass die Streitigkeiten um dieses Erbe ein Mordmotiv hergeben. Wie bekannt, bekam Frau Stindt den geringsten Anteil davon und der war offenbar so gering, dass sie keinen nennenswerten Nutzen daraus ziehen konnte. Im Gegenteil: Die Kröten brachten ihr nur Ärger, Stress und weitere Kosten ein und nicht vergessen: Frau Stindt war überschuldet. Pleite. Da gab es also nichts mehr zu holen. Außer vielleicht den Betrag aus einer eventuellen Lebensversicherung. Ich denke aber, dass die Ermittler schlau genug waren und sind und das Umfeld genau gecheckt haben. Es geht bei der Frage nach einem Motiv ja immer gleich ab: Wer hat ein Motiv? Welches? Wer zieht Nutzen aus dem Tod einer Person? Und es wird immer von "innen nach außen" ermittelt.

Das Tatmotiv "Liebe & Co.":
Was ich auch nicht glaube ist, dass es sich bei dem Täter um einen FriendScout24-Kontakt handelt. Wo sollte Frau Stindt den denn getroffen haben? Am Hundeplatz jedenfalls nicht, denn sonst würde es entsprechende Zeugen/Sichtungen geben.

Hier ein Screenshot der Örtlichkeiten:

Bild
Quelle: Screenshot Aktenzeichen XY/ZDF

Es stellen sich mir mehrere Fragen. U.a.:
Würde sich Frau S. mit jemanden treffen, nachdem sie mit Lana beim Hundetraining war? Ich meine, ohne sich frisch geduscht, umgezogen und aufgedonnert zu haben? Ohne die üblichen Vorbereitungen eben die man trifft, wenn man ein Date hat?

Warum diese fast schon Irrfahrt Hundeplatz -> Gross Ippener -> Dötlingen bzw. Dötlingen -> Gross Ippener -> Bremen?

Warum den Hund an Punkt A aussetzen und die Leiche an Punkt oder umgekehrt?

Kann es sich nicht auch um einen Anhaltermord handeln?

######
Hier wird doch das "Opfer" zum "Täter" gemacht! Sieht das denn keiner?!
Nicole wird auf übelste Art & Weise diskreditiert. Das geht nicht! Das darf nicht sein!
Wie kommst du denn darauf? Natürlich wird es immer wieder Menschen geben die sagen "selbst schuld", wenn sich eine Frau abends oder nachts mit Männern trifft und erst recht, wenn es sich um Internetbekanntschaften handelt. Das sind aber jene die vergessen, dass Menschen zu jeder Tages- und Nachtzeit ermordet werden und in der Regel sogar von Leuten aus dem engeren Familien- und Bekanntenkreis. Ich finde es wichtig zu wissen was ein Opfer getan oder gesagt hat, wo es unterwegs war und zu welchen Leuten es Kontakt hatte, denn das gibt den Blick auf weitere Täterkreise frei. Mit Diskreditierung hat das nicht das geringste zu tun. Jedenfallls nicht für mich.
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#9

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 28. Jul. 2018, 00:09

Das Hauptproblem, welches in diesem Mordfall so schwer wiegt, ist nun einmal die völlige Zurückgezogenheit, bzw.die Isolation von der Außenwelt, die Nicole S.pflegte.
Liest man sich den Fall nur kurz durch, dürfte sofort klar sein, das Nicole S. sich niemals Nachts aus dem Haus geschlichen hätte um Männer zu treffen. Mal ehrlich, wir sehen doch die Fotos. Welcher Mann, hätte sich denn wohl mit Nicole getroffen?!
Darüber hinaus, hätte Sie auch niemals ohne einen Ihrer Hunde die Wohnung verlassen. Wohin denn auch, Nachts in Delmenhorst.
Wie schon erwähnt, sämtliche Informationen über Nicole, fußen einzig und alleine auf den Zeugenaussagen der einzigen 2 Personen, mit denen Nicole 5 Jahre lang, fast täglich Kontakt hatte. Die Hundeschule in Bassum.
Wir haben Fotos von Nicole. Ich habe Ihre Behinderungen aufgezählt. Ich frage ganz direkt. Von Mann zu Mann. Wer hätte sich denn mit Ihr getroffen? Zum einvernehmlichen Sex?! Wer?
2011, gab die Polizei-Diepholz noch diese, ziemlich interessante Mitteilung bekannt:
"Nicole S. hatte zurückliegend eine größere Erbschaft gemacht. Es war kein Geheimnis, dass sie Bargeld in ihrer Wohnung aufbewahrte."
Die Rede ist eindeutig von einer größeren Erbschaft & Bargeld in der Wohnung.
Weiter, heißt es:
"...seit wann sie Arbeitslosengeld II bekam, wo sie zuletzt angestellt war, in welcher Klinik sie gelernt hat, ja, ob sie überhaupt jemals in ihrem Beruf tätig war, ist unbekannt. 'Die Person hat sehr zurückgezogen gelebt, aus welchen Gründen auch immer, sie ist selbst für uns ein unbeschriebenes Blatt', sagt der Oldenburger Staatsanwalt Rainer du Mesnil de Rochemont."
Also, eine 19-köpfige Soko plus Staatsanwaltschaft ist nicht in der Lage ALG-2, wie viel, seit wann und wo, zu ermitteln?
Weiter im Pol-Portal:
"Sie habe ein Haus geerbt, es verkauft und von dem Erlös den neuen Toyota angeschafft."
Dort wird eindeutig ein Erbe benannt. Und Heutzutage, gehen die Ermittler davon aus, der Tötungsgrund war das Auto?! Der käsige Toyota Corolla?! Der kostet neu, ca.20.000€. Ein geerbtes Haus, in der Bremer Provinz, würde ich mal mit 100.000€ wertschätzen. Wären also noch 80.000€ übrig. Für 80.000€, sind Menschen schon umgebracht worden.
Was wäre denn, hätte Nicole neben dem Häuschen noch das Grundstück geerbt?
Warum sollte Nicole denn mit Angehörigen in einen Konflikt geraten, wenn es da nichts zu holen gab? Gierten die Familienangehörigen nur auf den ollen Corolla?
Presseportal der Polizei:
"Aufgrund eines Erbschaftsstreits brach auch der Kontakt zu ihrer Familie ab."
Man streitet doch nicht, wegen nichts?!
Allerdings, beklage ich ja diese sehr seltsame No-Informations Politik der Polizei. Die Polizei, samt "19"-köpfiger Moko, hätte doch wohl ermitteln können, "was" und "wie viel", Nicole geerbt hatte?
Sprach man 2011 noch eindeutig von einem Erbe, geht man jetzt vom Auto, als Mordgrund aus?! Really?! Ich denke, die jüngsten Verlautbarungen der Polizei im Mordfall N.Stindt, beziehen sich nur noch auf Ihre angeblichen Chat-Bekanntschaften. Keine Rede mehr von einem Erbe.
Es wird auch nie, und in keinster Weise einmal der Hundeplatz in Bassum erwähnt.
Bei dem Sie ja Dienstags, den 18.08.2009, um 20.15 Uhr zu Letzt "lebend" gesehen wird.
Das Spiel mal mitgespielt, Nicole hätte sich nach dem Training noch mit einem Mann getroffen?! In Begleitung der Männerfeindseligen Hündin "Lana". Sie traf sich doch angeblich häufig Nachts. Wie wahrscheinlich ist es denn, das Dieser Sie nun umbringt?
Wie wahrscheinlich ist es, das dieser Mann Sie erwürgt oder stranguliert? Er benutzt kein Messer und keine Waffe. Gewalt gegen den Hals, gibt die Gerichtsmedizin bekannt. Was wäre hier das Motiv?
Wie wahrscheinlich ist es, das dieser Mann schon tage-/wochenlang ein Grab für Nicole aushebt?
Wie wahrscheinlich ist es, das der "Täter", so Hunde-Affin/Hundelieb ist und Lana samt Proviant unweit des Ablageortes frei setzt? Auch hat die Hündin den Täter wohl nicht angegriffen. Obwohl Lana Männern gegenüber Aggressiv war. Warum sollte Lana den Täter überhaupt interessieren? Warum lässt Er das Tier überhaupt am Leben? Ein hohes Risiko, könnte der Hund doch die Leiche aufspüren.
Der Täter läßt den Wagen am Hbhf Bremen im Halteverbot stehen. Hatte Er selber kein Auto? Oder war Er nicht alleine?
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#10

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 28. Jul. 2018, 17:48

@PommesAgnum
PommesAgnum hat geschrieben:Das Hauptproblem, welches in diesem Mordfall so schwer wiegt, ist nun einmal die völlige Zurückgezogenheit, bzw.die Isolation von der Außenwelt, die Nicole S.pflegte.
Mag sein, dass Frau Stindt ihre Männer nicht auf die herkömmliche Art und Weise wie z.B. beim Ausgehen usw. kennengelernt hatte. Es gab ja auch Gründe dafür. Dass es aber Bekanntschaften gab, dürfte ja wohl nicht zu bezweifeln sein und die lernte sie eben über's Internet kennen. Das war selbst 2009/2010 nichts ungewöhnliches mehr. Und sooo völlig zurückgezogen und in Isolation lebte die Gute auch nicht, denn sie ging ja wenigstens zum Hundetraining und da war sie bestimmt nicht alleine.
PommesAgnum hat geschrieben:Liest man sich den Fall nur kurz durch, dürfte sofort klar sein, das Nicole S. sich niemals Nachts aus dem Haus geschlichen hätte um Männer zu treffen. Mal ehrlich, wir sehen doch die Fotos. Welcher Mann, hätte sich denn wohl mit Nicole getroffen?!
:thinking: Wie muss eine Frau denn aussehen, damit sie sich abends oder in der Nacht mit Männern treffen kann/darf? Und: weißt du, wie die Kerle aussahen? Es muss nicht immer ein "Brangelina"- Gespann sein. Auch weltlichere Töpfe finden durchaus einen passenden Deckel und sei es nur für den Moment bzw. eine Nacht.
PommesAgnum hat geschrieben:Darüber hinaus, hätte Sie auch niemals ohne einen Ihrer Hunde die Wohnung verlassen. Wohin denn auch, Nachts in Delmenhorst.
Ich glaube, dass du das dazu Gesagte falsch interpretierst. Selbstverständlich ging S. auch mal alleine oder nur mit einem ihrer Hunde aus dem Haus. Ungewöhnlich oder sogar unmöglich wäre gewesen, wenn sie länger als nur ein paar Stunden weggeblieben wäre. Von einem oder mehrere Tage ganz zu schweigen. Und zu der Frage nach dem Wohin: Iwo ein laues Plätzchen für ein trautes Zusammensein im Dunklen wird sich sellbst in Delmenhorst gefunden haben. Meinst du nicht?
PommesAgnum hat geschrieben:Wie schon erwähnt, sämtliche Informationen über Nicole, fußen einzig und alleine auf den Zeugenaussagen der einzigen 2 Personen, mit denen Nicole 5 Jahre lang, fast täglich Kontakt hatte. Die Hundeschule in Bassum.
Und? Reicht das etwa nicht aus? Wichtig dabei ist, dass sich deren Aussagen über Nicole Stindt decken.
PommesAgnum hat geschrieben:Wir haben Fotos von Nicole. Ich habe Ihre Behinderungen aufgezählt. Ich frage ganz direkt. Von Mann zu Mann. Wer hätte sich denn mit Ihr getroffen? Zum einvernehmlichen Sex?! Wer?
Nochmal: Schönheit ist relativ und subjektiv. Was dem Einen nicht gefällt, kann für den Anderen das Maß aller Dinge sein. Und wenn es sich nur um ein Schäferstündchen handelt, weil's gerade kokelt oder brennt, kann relativ noch relativer und subjektiv eben noch einen Tick subjektiver sein. Oder: Scheißegal. Glaub' mir wenn ich dir sage, dass ich genügend Männer von dieser Sorte kenne bzw. kannte!

Zu der Erbschaft: Kein Ahnung, um wieviel Geld es da ging. Tatsache scheint zu sein, dass Frau S. abgebrannt war. Gäbe es dieses Häuschen oder Grundstück, hätte sie es verkaufen oder wenigstens beleihen können und sie wäre ihre Schulden und Probleme losgeworden. Bis ein Gerichtsvollzieher ein Auto pfändet, guckt der doch zurerst nach wesentlich wertvolleren Besitztümern. Oder nicht? Ergo: wenn es einen gewissen Betrag X gab, was geschah damit? Hat sie die Kohle verlebt? Für den Alltag und ihre Gesundheit verbraucht? Hat sie das Geld mit ihren FriendScout-Typen durchgebracht? Sehr gut möglich, dass sie dem Einen oder Anderen "ausgeholfen" hat. Zum Beispiel in der Hoffnung, den Kerl an sich binden zu können und zwar trotz ihrer Makel. Liegt darin vielleicht auch das Mordmotiv? Ein Privatkredit etwa, der zurückgezahlt werden sollte, der Schuldner aber keinen Bock dazu hatte, weil er womöglich selbst pleite war? Da gibt es viele Möglichkeiten. Eine wäre u.a.: es ging jemanden mächtig gegen den Strich, dass Frau Stindt ihr Erbe einfach so verprasste und der dachte sich, "bringe ich die mal um und erbe den Rest der Kohle!". Konnte ja niemand ahnen, wie abgebrannt S. tatsächlich war.
PommesAgnum hat geschrieben:Allerdings, beklage ich ja diese sehr seltsame No-Informations Politik der Polizei. Die Polizei, samt "19"-köpfiger Moko, hätte doch wohl ermitteln können, "was" und "wie viel", Nicole geerbt hatte?
:like: Sehe ich wie du und ich wundere mich wie du darüber. Es müsste zudem auch feststellbar sein, ob S. in ihrem Beruf gearbeitet hat. Wurde alles nur unter der Hand abgewickelt, dann wird's schon sehr viel schwerer.

Zum Rest deines Beitrages kann ich auch nur sagen, dass es nichts gibt, was es nicht gibt. Es wurden schon Frauen ermordet, weil der Typ beim Schäferstündchen keinen hochbekommen hat. Andere, weil sie nicht brachten was verlangt wurde. Andere wiederum, weil der Typ eben eine Frau killen wollte und und und.
Was den überlebenden Hund und das Fahrzeug betrifft: keine Ahnung. Auch da gibt es unzählige mögliche Theorien.
Jedenfalls ist klar: Erwürgen ist eine Mordmethode, die sehr viel eher für einen männlichen (Haupt)Täter spricht. Jemanden so zu töten, erfordert Kraft und Ausdauer. Zumal sich das Opfer mit Haut und Haaren dagegen wehrt. Und Menschen werden zumeist aus der Situation heraus erwürgt und nicht, weil die Tötung etwa geplant war. Es gibt aber auch Täter, denen dieser relativ lange Todeskampf seines Opfer DEN Kick gibt. Wer weiß das schon.
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#11

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 4. Aug. 2018, 01:44

Wenn Frauen morden

...muss nicht zwangsläufig ein "Selbstschutz" dahinter stecken.
So will es aber, der sehr geschätzte, ehemalige Kriminalhauptkommissar Stephan Harbort in einer seiner Buchveröffentlichungen an den Mann/die Frau bringen. Zumindest vordergründig und Überschrift suggerierend.
Denn das Frauen durchaus in der Lage sind aus Habgier oder Machterhalt zu Töten, dürfte auch so einem erfahrenen Ex-Cop, wie Hr.Harbort nicht entgangen sein. Trotzdem gebe ich hier offen und ehrlich zu Protokoll, das kommt recht selten vor. Im Grunde fällt mir absolut kein einziger ungelöster Mordfall ein, bei Dem wir es mit einer Täterin zu tun haben, bzw.hätten.
Das nimmt mir echt den Wind aus den Segeln. Das ist das No-Go, was mir meine Sicht der Dinge pulverisiert, denke ich.
Ich will meine Annahme/Spekulation/Hypothese dennoch mal erläutern, und weise darauf hin, das Folgendes selbstverständlich nur meinem, eigenen Kleingeist entsprungen ist!
"Was ich auch nicht glaube ist, dass es sich bei dem Täter um einen FriendScout24-Kontakt handelt. Wo sollte Frau Stindt den denn getroffen haben? Am Hundeplatz jedenfalls nicht, denn sonst würde es entsprechende Zeugen/Sichtungen geben."
Ganz genau. Salva, bringt es auf den Punkt. An den Online-Mörder, will ich nämlich auch nicht glauben. Bedauerlicherweise, scheint die Polizei dies anders zu sehen?!
Wie dem auch sei. Rational, oder gar kriminalistisch betrachtet, sollte man Nicoles Lebens-Dreh und Angelpunkt doch einmal in den Fokus rücken.
Hier möchte ich mal, die leider dicht gemachte Investigativ-Seite "Brandzeilen.de" zitieren. Wobei, "Investigativ", ist vielleicht zu hoch gegriffen. Jedoch bot diese Seite, neben den herkömmlichen Polizei-Bekanntmachungen, durchaus weitere, interessante Infos & Fotos zu den Fällen. Ein Online-Portal, der Zivilcourage, dazu noch sehr gut recherchiert. Den offiziellen Ermittlungen gegenüber, eher "kritisch" eingestellt. Da frage ich mich schon, warum so etwas "offline" gehen muss?!

Sei's drum. Zitat "Brandzeilen.de":
"Fast jeden Tag fuhr sie zum Hundetreff in Bassum. Die idyllisch gelegene Anlage wurde ihr zweites Zuhause, die Hundefreunde waren für sie eine Art Ersatzfamilie."
Neben dem, "in 70% aller Morde, stammt der Täter aus der Familie"-Mantra, möchte ich anmerken, das Nicole ungefähr "5" Jahre lang, fast "täglich" die Hundeschule in Bassum besuchte.
Ein weiterer Augenmerk, sei mal der "aktenzeichen xy"-Karte gewidmet, oder screenshot der Örtlichkeiten, wie es weiter oben heißt.

Zitat "Brandzeilen.de":
"Als Nicoles Hündin Lana noch am selben Tag herrenlos in Dötlingen – etwa dreißig Kilometer von Bassum entfernt- ohne Halsband und ohne Erkennungsmarke aufgefunden wurde, ahnten die Hundefreunde, dass ihrer Hundefreundin etwas zugestoßen war. Sie wussten, dass sie ihre Hunde nie alleine zurückgelassen hätte. Doch trotz großangelegter Suchmaßnahmen rund um Dötlingen, Bassum und Stuhr, blieb Nicole Stindt spurlos verschwunden."
Wie man unschwer erkennen kann, konzentrierten sich die so genannten "großangelegten Suchmaßnahmen", mit Dötlingen, Bassum und Stuhr (plus Auto, am Hbf Bremen!) in einem ziemlichen Dreieck. Mit diesen "3" Bezugsorten, wird man auch an die Polizei gegangen sein. Also, nehmen wir das ganze mal als Dreieck, und nehmen wir mal an, man hatte an diesen Orten "intensiv" nach Nicole gesucht?!
Dann hat man doch wohl alles dran gesetzt Nicole genau dort zu suchen, wo Sie "nicht" zu finden war. Will sagen, überall, rund um "Gross Ippener". Denn inmitten dieses Dreiecks befindet sich der Ablageort. Nicoles Leiche in Gross Ippener. Dort, wo man zufälligerweise "nicht" suchte.
Wenn jetzt noch immer Jemand einen Fremdtäter aus dem Internet vermutet, ohne sich dort ziemlich gut auszukennen, nun ja.

Ein weiterer Aspekt der Auffindesituation soll nicht unerwähnt bleiben. Im "Weser-Kurier", hielt man damals fest:
"Nicole Stindts bekleidete Leiche lag in einem 'sauber ausgeschachteten Grab', 1,70 Meter lang, 85 Zentimeter tief. 'Sie wurde in Rückenlage beerdigt, man könnte fast meinen aufgebahrt', sagt du Mesnil (StA). 'Das lässt Rückschlüsse auf eine gewisse emotionale Bindung zu' - zwischen ihr und ihrem Mörder."
So gerne ich diesen "Rückschluss" auch mit tragen würde, würde es doch in meine, bescheidene These passen. Jedoch denke ich, das Nicoles Rückenlage einzig und alleine dem Tatort und der schnellen Beseitigung geschuldet war. Außerdem, muss man doch wohl von einer längeren Vorbereitung des Grabes ausgehen. Es ist vielleicht nicht ausgeschlossen, aber ziemlich unwahrscheinlich, das ein Täter sich des Nachts Nicole's entledigt, einen passenden Ablageort sucht, ein Grab schaufelt und ganz nach Hundeliebhaber Art, den Hund aussetzt. Im schon benannten "Dreieck", rund um Gross Ippener.

Es gibt aber noch zwei sehr konkrete Widersprüche, derer sich die beiden Damen/bzw. die beiden Zeuginnen in diesem Fall, mitunter als etwas verdächtig outen.
Zitat "Brandzeilen.de":
"Sie hat bei uns Agility gemacht, einen Erziehungskurs, das war?s', sagt Inhaberin R.H. Was für ein Mensch Nicole Stindt war? Ob sie nett war, fröhlich vielleicht? 'Sie war halt eine Kundin im Hundetreff. Ich kann es nicht sagen. Aber ihre Hunde, die hat sie schon geliebt."
Wenigstens an die Hunde der "Kundin" konnte man sich wohl noch erinnern. Ansonsten war Sie wohl noch seltener da,als der Briefträger.
"Auch am Dienstag, dem 18. August 2009 war die 38-Jährige mit ihrem Schäferhundmischling Lana am Hundetreff. „Sie war gutgelaunt und wirkte ausnahmsweise sehr entspannt und zufrieden“, erinnert sich V.W. vom Hundetreff. „Zudem war sie geschminkt, was sehr ungewöhnlich für sie war."
Ach,auf einmal erinnert man sich wieder an die Dame?
Weiß von Ihrem Wohlbefinden und kennt sich sogar mit den Make-Up Gewohnheiten aus?

"Etwa gegen 20:15 h verließ sie das Gelände mit ihrem PKW, einem grauen Toyota Corolla mit dem Kennzeichen DH-LB 167."
Da Nicole keine Lobby mehr haben kann, und somit "Niemanden" auf Ihrer Seite weiß...
Es gibt also Zeugen, die bestätigen können, das Nicole den Bassumer Hundeplatz um 20.15 Uhr verlässt.
Salva Wichtig dabei ist, dass sich deren Aussagen über Nicole Stindt decken.
Aber, wenn ich doch die einzigen Zeugen des Falles, für die Täter halte?!

Man verwickelt Nicole in ein Gespräch. Nichts besonderes. Ein Vorwand. Es ist Dienstag Abend, ca 20.00 Uhr.
Man steigt zu Dritt in den Corolla. Nicole am Steuer. Eine Hundefreundin auf dem Beifahrersitz, die andere Hundefreundin "hinter" Nicole, auf der Rückbank.
Wann genau der Angriff stattfand, vermag ich nicht zu sagen. Ich gehe jedoch davon aus, das Nicoles Toyota Corolla auch der Tatort war. Denn so unvermittelt man Nicole noch in ein Gespräch verwickelte, desto unvorhersehbarer erfolgte die Attacke. Von Hinten. Ein Kabel, oder ein Seil. Ohne Vorwarnung. Man schnürte Ihr den Hals zu. Der Spruch, das eine Frau zu so etwas nicht fähig wäre, dem möchte ich entgegnen...Man war zu Zweit. Darüber hinaus, war es möglich, die Strangulationsphase durch das Eindrücken der Kniegelenke, als Hebelkraft, in den Fahrersitz zu verstärken.
Nicoles Leichnam wird nun auf den Beifahrersitz positioniert. Man fährt zum Ablageort. Man fährt mit der Leiche genau vor das Grab. Die Beifahrertür wird geöffnet und Nicole bekommt einen "Schubs".
Die Purzelbaum artige Vorwärtsbewegung trägt schuld an der später festgestellten Rückenlage.
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2009/2010 | Stuhr | Nicole Stindt (38) ermordet

#12

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 7. Aug. 2018, 21:41

@PommesAgnum
PommesAgnum hat geschrieben:Man verwickelt Nicole in ein Gespräch. Nichts besonderes. Ein Vorwand. Es ist Dienstag Abend, ca 20.00 Uhr.
Man steigt zu Dritt in den Corolla. Nicole am Steuer. Eine Hundefreundin auf dem Beifahrersitz, die andere Hundefreundin "hinter" Nicole, auf der Rückbank.
Dass es immer problematisch und auch strafbar sein kann, bestimmten Personen einen Mord zu unterstellen, muss ich dir ja nicht sagen. Trotzdem:
PommesAgnum hat geschrieben:Man verwickelt Nicole in ein Gespräch. Nichts besonderes. Ein Vorwand. Es ist Dienstag Abend, ca 20.00 Uhr.
Man steigt zu Dritt in den Corolla. Nicole am Steuer. Eine Hundefreundin auf dem Beifahrersitz, die andere Hundefreundin "hinter" Nicole, auf der Rückbank. [...]
Und das Motiv wäre...?
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