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1979 | Manhatten, USA | Etan Patz (6) vermutlich ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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sweetdevil31
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1979 | Manhatten, USA | Etan Patz (6) vermutlich ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 11. Jun. 2015, 09:14

http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft ... 17123.html

Fall Etan Patz Auf ewig verschwunden

Vor mehr als 35 Jahren verschwand ein kleiner Junge in Manhattan auf dem Weg zum Schulbus. Jetzt wird der Fall Etan Patz vor Gericht verhandelt. Er gehört zu den rätselhaftesten Verbrechen der Stadt.

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Hat Pedro Hernandez Etan Patz vor mehr als 35 Jahren ermordet?

Die Staatsanwältin hatte die Geschworenen schon gewarnt. Als Etan Patz vor mehr als 35 Jahren auf dem Weg zum Schulbus in Manhattan verschwand, sagte Joan Illuzi-Orbon in ihrem Eröffnungsplädoyer, gab es kein Internet, keine Registrierung von Autokennzeichen und keine Erbgutanalyse. Da der Leichnam des Sechsjährigen nie gefunden wurde, konnte die Gerichtsmedizin auch keinen Obduktionsbericht erstellen. „Dieser Fall wird viel Detektivarbeit im Stil Columbos erfordern“, sagte Illuzi-Orbon in Anspielung auf den Fernsehpolizisten, der selbst die kompliziertesten Fälle mit einem Gespür für Nebensächliches löste.

Die Anklägerin lenkte die Aufmerksamkeit der zwölf Geschworenen gleich zu Beginn des Prozesses gegen Etans mutmaßlichen Mörder Pedro Hernandez auf die Brotdose des Jungen. Wie eine frühere Nachbarin aussagte, hatte Etan die Dose am 24. Mai 1979 an der Bushaltestelle vergessen. Karen Jansons brachte die Metallbüchse später in einen Gemischtwarenladen, wo der Schüler sie noch am selben Tag wieder abholte. Am nächsten Tag verschwand er. Der angeklagte Hernandez arbeitet damals als Aushilfe in dem Geschäft, das Illuzi-Orbon „Tatort“ nennt.

Der Fall Patz, der seit vergangener Woche vor dem State Supreme Court in Manhattan verhandelt wird, gehört zu den rätselhaftesten Verbrechen der Stadt. Etans Mutter Julie Patz, heute 72 Jahre alt, sagte aus, dass sie ihrem Sohn am Morgen seines Verschwindens nach langem Zögern erlaubt hatte, den Weg zur zwei Straßen entfernten Schulbushaltestelle zum ersten Mal allein zu gehen. „Ich blickte ihm einen Block lang nach, bevor ich mich umdrehte und nach oben in die Wohnung ging. Das war das letzte Mal, dass ich ihn sah.“ Den Dollarschein, mit dem Etan sich in dem Gemischtwarenladen an der Ecke eine Limonade kaufen wollte, hielt er in der linken Hand. „Er glaubte, sehr erwachsen zu sein und sich von seinem selbstverdienten Geld allein etwas kaufen zu können“, sagte Patz.

Als der Sechsjährige am Nachmittag nicht nach Hause kam, begann in dem Viertel an der Prince Street die Suche. Hunderte Polizisten streiften mit Spürhunden durch Keller und Innenhöfe; die Ermittler richteten im Loft der Familie eine provisorische Einsatzzentrale ein. Etan blieb aber verschwunden. Auch sein Stoffbeutel mit den Zirkuselefanten und die Kappe der Eastern Airlines, die er jeden Morgen aufsetzte, tauchten nie wieder auf. Sein fröhliches Gesicht strahlte in den nächsten Jahren unter dem Schriftzug „Vermisst“ von Millionen amerikanischen Milchkartons. Das Gefühl, Kinder allein auf die Straße schicken zu können, ging in Amerika damals verloren.
Etans Tod hat Hernandez schon vor Jahrzehnten beschrieben

Als das FBI nach der verdächtigen Aussage eines Handwerkers vor zweieinhalb Jahren abermals einen Kellerboden an der Prince Street aufstemmte und bei den New Yorkern die Erinnerung an Etan wach rief, meldete sich Jose Lopez bei der Polizei. Hernandez, der Bruder seiner Frau, hatte angeblich schon vor langem zugegeben, ein Kind getötet zu haben. Am Donnerstag bestätigte ein Zeuge Lopez’ Version. Ramon Rodriguez sagte aus, damals 18 Jahre alte Hernandez habe ihm wenige Monate nach Etans Verschwinden bei einem Kirchenausflug den Mord gestanden. Hernandez habe gesagt: „Ich führte ihn in den Keller und nahm einen Stock, um ihn immer wieder damit zu stoßen.“ Ob Hernandez den Jungen auch vergewaltigte, wusste der 75 Jahre alte Fabrikarbeiter dagegen nicht. Auf die Frage der Staatsanwaltschaft schloss er einen sexuellen Missbrauch erst aus, versicherte wenige Minuten später bei einem Kreuzverhör aber, Hernandez habe auch von der Vergewaltigung des Jungen gesprochen.

Video
Rückblick: Mann gesteht nach 30 Jahren Mord an Etan Patz

Hernandez’ Verteidiger Harvey Fishbein versuchte bislang, das Geständnis seines Mandanten von 2012 als Phantasie eines geistig Gestörten mit niedrigem Intelligenzquotienten abzutun. Nun könnte Rodriguez’ Aussage den Prozess entscheiden. Sie zeigt, dass der Angeklagte nach seiner Festnahme im Sommer 2012 nicht bloß eine Geschichte erfand, sondern Etans Tod bereits Jahrzehnte zuvor beschrieben hatte. Staatsanwältin Illuzzi-Orbon sagte, Hernandez solle auch seiner früheren Frau Daisy Hernandez und seinem Freund Mark Pike berichtet haben, er habe in New York einen Jungen getötet.

Die Organisation The Innocence Project kritisierte, ein Geständnis bekämen Geschworenen nicht mehr aus dem Kopf; für Laien scheine es nicht nachvollziehbar, dass jemand ein falsches Geständnis ablege. Nach der Verhaftung im Mai 2012 hatte Hernandez bei drei Anhörungen, die per Video aufgezeichnet wurden, genau beschrieben, wie er Etan mit dem Versprechen einer Limonade in den Keller lockte. Als er den Jungen von hinten würgte, habe der Sechsjährige verzweifelt mit den Beinen gestrampelt. „Es war, als hätte mich etwas gepackt. Ich habe ihn einfach gewürgt“, sagte der Vierundfünfzigjährige damals. Dann stopfte Hernandez den bewusstlosen Etan angeblich in einen Müllsack, den er in einen Pappkarton an eine Gasse der Prince Street stellte. Der Karton wurde nie gefunden. „Er ist der einzige Belastungszeuge gegen sich selbst. Und er ist nicht zuverlässig“, sagte Hernandez’ Verteidiger Fishbein. Illuzzi-Orbon kündigte derweil die Aussagen zweier Psychiater an. Hernandez habe seine psychische Erkrankung schon vor Jahren erfunden, um Sozialleistungen zu erschleichen.
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Re: Der Fall Etan Patz

#2

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 11. Jun. 2015, 09:18

http://www.bild.de/news/ausland/kindesm ... .bild.html

Jury kann sich nicht einigen
Prozess im Mordfall Etan Patz geplatzt


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Etan Patz verschwand 1979. Seine Leiche wurde nie gefunden

New York (USA) – Der Prozess um eines der spektakulärsten Verbrechen der amerikanischen Kriminalgeschichte ist geplatzt!

Rund 36 Jahre nach dem Verschwinden des sechsjährigen Etan Patz hat ein Richter in New York das Gerichtsverfahren am Freitag ergebnislos abgebrochen. Die zwölfköpfige Jury hatte zuvor erklärt, dass sie sich trotz wochenlanger Beratungen nicht auf ein Urteil einigen konnte.

Laut der Nachrichtenagentur AP sprachen sich elf der Geschworenen für einen Schuldspruch aus – einer dagegen. Der Jurybeschluss muss allerdings einstimmig erfolgen.

Angeklagt war Pedro Hernandez (54). Nach seiner Festnahme 2012 gab er zu, den kleinen Jungen 1979 auf dessen Weg zum Schulbus getötet zu haben. Kurz darauf zog er sein Geständnis jedoch wieder zurück.

Die Staatsanwaltschaft wollte ihn wegen Mordes verurteilen. Die Verteidiger des Angeklagten dagegen beteuerten vehement seine Unschuld. Ihr Mandant sei psychisch krank. Er habe das Geständnis nur unter Druck der Polizei abgegeben.

Bis zur Aufnahme eines neuen Verfahrens bleibt Hernandez im Gefängnis.

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Rosemary Hernandez, die Ehefrau des Angeklagten, und ihre Tochter Becky verlassen das Gerichtsgebäude in New York

Etans Eltern zeigten sich über den Verlauf des Prozesses enttäuscht. Sie müssen nun einen weiteren Prozess abwarten. „Ich bin überzeugt, dass Pedro Hernandez meinen Sohn entführt und getötet hat“, sagte sein Vater Stanley Patz. „Seine Geschichte ist einfach – und sie macht Sinn.“

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Etans Vater Stanley kommt zur Pressekonferenz

Die Leiche des kleinen Jungen war nie gefunden worden. 2001 erklärte ein Richter ihn für tot. Die Tat löste damals eine Großfahndung aus und versetzte die USA in Angst und Schrecken.

Mit Fotos auf Milchkartons wurde nach Etan gesucht. Sein Gesicht brannte sich in das kollektive Gedächtnis Amerikas ein. Der Fall gilt vielen Eltern in den USA bis heute als Warnung, ihre Kinder nicht allein auf die Straße zu lassen.
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Re: Der Fall Etan Patz

#3

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Do, 11. Jun. 2015, 09:22

http://www.welt.de/vermischtes/weltgesc ... erden.html

Vermisster US-Schüler

Fall Etan Patz soll neu aufgerollt werden

Etan Patz verschwand 1979 als Sechsjähriger auf dem Weg zum Schulbus. Bis heute wurde zwar keine Leiche entdeckt. Doch jetzt kommt der bekannteste Vermisstenfall der USA neu vor Gericht.

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Fotostrecke

Der Mord am kleinen Etan Patz in New York vor 36 Jahren soll noch einmal aufgerollt werden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft entschied am Mittwoch, den Fall nicht zu den Akten zu legen. Für den 3. August sei ein Termin vor dem Richter vereinbart worden, das könne schon der Prozessauftakt sein, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Leiche des Sechsjährigen war nie gefunden worden.

Etan war 1979 verschwunden, als er zum ersten Mal allein zum Schulbus gehen durfte. Jahrzehnte blieb der Fall ungeklärt, und das Kind wurde zum bekanntesten Vermisstenfall der USA. Ganz Amerika kennt das Gesicht des lächelnden Jungen. "Der Fall hat aus unbeschwerten Eltern eine Generation misstrauischer Hütehunde gemacht", schrieb die "New York Times" 2012.

Damals schien der Fall aufgeklärt, weil ein Mann ein Geständnis abgelegt hatte. Er hatte es jedoch später wieder zurückgezogen, im Prozess konnten sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen.
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Re: 1979 | Manhatten, USA | Etan Patz (6) vermutlich ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von sweetdevil31 » Mi, 15. Feb. 2017, 05:59

Nach fast 40 Jahren: Urteil im Fall Etan Patz

14.02.2017, 20:44 Uhr
Fast 40 Jahre nach dem Verschwinden des kleinen Etan Patz in New York ist ein Mann des Mordes an dem Kind für schuldig befunden worden.
Eine Jury sah es am Dienstag in einem New Yorker Gericht als erwiesen an, dass der heute 56-Jährige den damals 6 Jahre alten Jungen in einen Keller gelockt und ermordet habe.

Der Mann hatte bereits 2012 ein Geständnis abgelegt, das aber später wieder zurückgezogen. Ein erster Prozess war geplatzt, weil sich die zwölfköpfige Jury nicht auf ein Urteil einigen konnte. Etan Patz war 1979 auf dem Weg zur Schule verschwunden und wurde 22 Jahre später für tot erklärt, obwohl die Leiche nie gefunden wurde.
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Re: 1979 | Manhatten, USA | Etan Patz (6) vermutlich ermordet

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 18. Feb. 2017, 00:11

Die Anwälte von H. argumentierten, ihr Mandant sei unschuldig. Er habe einen sehr niedrigen IQ, sei psychisch labil und könne nicht klar zwischen Realität und Fiktion unterscheiden. Seine Tochter Becky sagte aus, dass er Halluzinationen von Dämonen und Engeln habe. Außerdem sei das Geständnis unter hohem Druck entstanden, da der Angeklagte zu dem Zeitpunkt schon sechs Stunden befragt worden war.
Stern

Keine forensischen Beweise, keine Leiche, umstrittene Geständnisse und ein Verurteilter mit einem "sehr niedrigen IQ".
Da war doch was? Genau: Ulvi Kulac.
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