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1978 | Frankfurt a.M. | Eva Maria Nelke (20) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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1978 | Frankfurt a.M. | Eva Maria Nelke (20) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 12. Dez. 2020, 11:43

Eva-Maria Nelke (20), eine junge und lebenslustige Frau, wohnte in Frankfurt am Main und war kaufmännische Auszubildende in einer Speditionsfirma. Am Sonntag, den 7. Mai 1978, war sie noch Zuschauerin auf einem Fußballplatz, weil ihr gleichaltriger Freund bei einem Freundschaftsspiel des Amateurclubs als aktiver Spieler dazugehörte...

Bild
Foto: Olis Cold Cases

Früher war Eva-Maria Schwimmerin, jetzt hatte sie eine Vorliebe für das Wandern entdeckt und hatte gerade zwei Wochen Urlaub. Ihren Freund konnte sie aber nicht zu einer gemeinsamen Wanderung am nächsten Tag überreden, denn er steckte gerade mitten im Abitur. Sie hatte sich aber in den Kopf gesetzt, unbedingt am nächsten Tag in den Taunus zu fahren. Die Suche nach einer anderen Begleitung verlief allerdings nicht erfolgreich.

Am nächsten Morgen stand die junge Frau tatsächlich früh auf, ohne daß ihre Mutter davon etwas merkte. Da sie nicht mehr über viel Bargeld verfügte, nahm sie sich noch von daheim Proviant mit. Das Wetter hielt, was Evas Mutter vorausgesagt hatte: Der 8. Mai war ein ausgesprochen nasser, unfreundlicher und beinahe etwas unheimlicher Tag. Und so wanderten nur wenige Unverdrossene auf den sonst so belebten Wegen und in den Wäldern rund um Bad Homburg und Oberursel.

Ein Ehepaar sah Eva-Maria in ihrem rotem Anorak. Im Abstand von einigen Metern folgte ihr ein junger Mann. Die Ehefrau fragte noch ihren Gatten, ob die beiden zusammen gehörten. Wie wichtig ihre Beobachtung war, erfuhren die beiden Eheleute erst viel später. Denn sie waren vermutlich die letzten Personen, die Eva Nelke noch lebend sahen.

Am gleichen Abend machte sich Evas Mutter und Evas Freund, mit dem sie sich für 19.00 Uhr daheim verabredet hatte, große Sorgen. Der Freund von Eva plante mit seinen Freunden für den nächsten Morgen eine Suchaktion. Im Wald trafen sie dann auf zwei Waldarbeiter, die aber nichts beobachtet oder bemerkt hatten. So blieb die Suche ohne Erfolg. Auch weitere Aktionen der jungen Leute und der Polizei förderten in den nächsten Tagen keine Spur der Vermissten zutage.

Mehr als zwei Monate später: Die Waldarbeiter gingen im Juli 1978 daran, einen jungen Fichtenwald aufzuforsten. Als sie an diesem Vormittag eine leere Bierdose fanden, hielten sie diese Büchse zunächst für Abfall von Spaziergängern. So landete sie erst einmal auf dem Stapel bereits gesammelten Unrats. Dann aber, stellte sich heraus, daß die Bierdose nur der Vorbote eines schrecklichen Fundes war: Versteckt unter jungen Zweigen lag unmittelbar daneben die Leiche eines jungen Mädchens. Sie trug einen roten Anorak. Schnell drängte sich die Vermutung auf, daß es sich bei der Toten um die vermisste Eva Nelke handeln könnte.

Kriminalbeamte suchten nach Hinweisen auf Identität und Todesursache; dabei wurde rasch der Personalausweis gefunden. Auch stand fest, daß das Opfer erschlagen wurde. Zunächst ergaben sich am Tatort aber keine weiteren Hinweise zum Tatwerkzeug. Dann aber hatte die Kriminalpolizei doch noch unerwartet Glück, als 14 Tage später einer der beiden Waldarbeiter, der gerade krankgeschrieben war, privat zum Pilze suchen wieder in das Waldstück kam, weil er dort vor einiger Zeit besonders viele Pilze fand. Dort machte er jedoch dann einen ganz andern Fund. Er fand einen halb vergrabenen Hartgummihammer und war sich dessen möglicher Bedeutung für den Kriminalfall sogleich bewusst. Er brachte ihn zur Polizei. Die kriminalistischen Untersuchungen ergaben, daß Eva Nelke höchstwahrscheinlich mit diesem Hammer erschlagen wurde.

Der mysteriöse Fall ist bis heute nicht gelöst.

Weitere Quellen: azxy.communityhost.de | Olis Cold Cases
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1978 | Frankfurt a.M. | Eva Maria Nelke (20) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Sa, 12. Dez. 2020, 14:21

Salva hat geschrieben:
Sa, 12. Dez. 2020, 11:43
... Bockenheimer Schleißstraße ...
Ich denke es muß Schloßstraße heißen. Dies ist nur 100m weg vom damaligen Campus der Goethe Universität. Die Schloßstraße ist recht groß, sehr stark befahren und hat mittig ein doppeltes Gleisbett für eine Straßenbahn. Will man von dort in den Taunus geht man zur S-Bahn-Station Messe und nimmt die S-Bahn. Problem dabei könnt gewesen sein, daß auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und der Messe Frankfurt Nacht und in den Morgenstunden die Bordsteinsteinschwalben anschaffen. Womöglich hat ein Freier sie verwechselt oder hat die Gunst der Umstände genutzt sie anzusprechen wo sie den hin wolle und ob er sie mitnehmen könne. S-Bahn Fahrten in den Taunus kosteten auch schon damals mehrere Mark, die man sich als Student sicher gerne gespart hätte. Der Wunsch in den Taunus zu fahren kenne ich nur zu gut. Ich habe die Burg Falkenstein und den Blick über Frankfurt immer auch Gästen gezeigt, die mich in Frankfurt besuchten.
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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 12. Dez. 2020, 18:45

Omas Bioladen hat geschrieben:
Sa, 12. Dez. 2020, 14:21
Ich denke es muß Schloßstraße heißen.
Danke, hab's korrigiert.
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1978 | Frankfurt a.M. | Eva Maria Nelke (20) ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mi, 16. Dez. 2020, 00:33

Omas Bioladen hat geschrieben:
Sa, 12. Dez. 2020, 14:21
Problem dabei könnt gewesen sein, daß auf dem Abschnitt zwischen Hauptbahnhof und der Messe Frankfurt Nacht und in den Morgenstunden die Bordsteinsteinschwalben anschaffen.
1. Eva Maria war am Vormittag unterwegs. Da schlafen die Bordsteinsteinschwalben.

2. Wie auch immer ist Eva Maria bis zum Fuchstanz gekommen (Zeugenaussage im XY-Film)

3. Schwimmerinnen haben meist ein "Kreuz wie ein Kleiderschrank".
M.E. kann es eine versuchte Vergewaltigung sein.
Der Täter ist aber wegen des kräftigen Widerstandes nicht zum Zuge gekommen und hat deshalb Eva Maria mit dem Hammer
getötet.

4. Ein Ehepaar sieht die junge Frau in rotem Anorak, gefolgt in einiger Entfernung von einem jungen Mann.
"Ob die zesammegehöre?"
- "Isch weiß net, dann wüdde die doch zesammegehe!"
- "Der guckt awa so komisch!"
- "Vielleicht gefällt ihm das Meedsche!"
- "Na, is ja auch nich so wichtich".
-> gab es hier keine Möglichkeit eines Phantombildes ?

5. Die Polizei hat wohl damals den Wald auf dem Altkönig durchsucht und nichts gefunden.
Entweder hat der Täter die Leiche der Eva Maria schon abtranspotiert gehabt oder der Tatort lag näher an Oberursel.
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1978 | Frankfurt a.M. | Eva Maria Nelke (20) ermordet

#5

Ungelesener Beitrag von KommissarBeck » Mo, 29. Mär. 2021, 10:55

Die Tatwaffe war ein schwerer Gummihammer. Wer hat den in einem Wandergebiet dabei? Offen rumgetragen oder mal eben am Gürtel hängend wird der Täter ihn kaum gehabt haben. Also wird die Waffe wohl in einem Rucksack gewesen sein, aber ich wiederhole: Wozu? Kein Wanderer schleppt einen Hammer als Zusatzgewicht mit sich rum. Meine Theorie: Ich kann mir vorstellen, das der Täter an einem Parkplatz mit seinem Auto Pause gemacht hat und dann Eva als einsame Wanderin entdeckt hat. Ihm war klar, sie ist allein und bei dem Sauwetter wird es kaum Zeugen geben. Er erkannte für sich die Gelegenheit zu einer Vergewaltigung. Laut XY wurde sie aber nicht sexuell missbraucht. Ich vermute das der Täter Eva vergewaltigen wollte und der Hammer war für ihn die schnellste Möglichkeit eine Waffe zu ergreifen, da er vielleicht kein Messer im Auto hatte. Er ist ihr hinterher, sie hat sich gewehrt und er sah für sich keine andere Möglichkeit als sie zu töten. Damit war für ihn aber auch die Lust auf die (nachträgliche) Vergewaltigung vergangen und er entsorgte die Leiche.
Interessant wäre zu wissen wo Tatort und wo der Auffundort waren und wie weit beider vom z.B. vom Parkplatz "Heidetränke" oder einem anderen Parkplatz entfernt war.
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#6

Ungelesener Beitrag von KommissarBeck » Mo, 29. Mär. 2021, 11:08

Ich frag mich warum der Täter die Tatwaffe vergraben hat, wäre mitnehmen und sonstwo entsorgen nicht logischer gewesen? Hier wäre interessant zu wissen, wo Auffundort von Eva, das Hammerversteck und ein möglicher Parkplatz waren. Vielleicht waren diese geographisch auf einer Linie?
Ich gehe fest davon aus das der Täter in der Nähe ein Auto hatte. Kein Mensch geht mit einem großen und offen sichtbaren Hammer durch die gegend und überlegt wen er vergewaltigt. Dazu hätte er ein Messer genommen oder wenn es unbedingt eine Hieb- statt einer Stichwaffe sein muss, einen Teleskopschlagstock oder so was in der Art, was man am Körper leicht verstecken kann.
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#7

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Di, 13. Apr. 2021, 11:20

KommissarBeck hat geschrieben:
Mo, 29. Mär. 2021, 11:08
Ich frag mich warum der Täter die Tatwaffe vergraben hat, wäre mitnehmen und sonstwo entsorgen nicht logischer gewesen? Hier wäre interessant zu wissen, wo Auffundort von Eva, das Hammerversteck und ein möglicher Parkplatz waren. Vielleicht waren diese geographisch auf einer Linie?
Vermutlich war sich der Täter nicht sicher, wie schnell die Tote entdeckt wird und wollte den Gummihammer schnell los werden.
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