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1987 | Kamp-Lintfort | Bärbel Werner (20) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1987 | Kamp-Lintfort | Bärbel Werner (20) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 1. Jan. 2021, 18:49

Eine 20-Jährige aus Kamp-Lintfort ist nach einem Disco-Besuch allein auf dem Heimweg. Sie wird noch von mehreren Zeugen an einer Landstraße gesehen. Doch dann verschwindet sie kurz vor ihrem Ziel.

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Bärbel Werner, † 20
Foto: e110

Ein Samstag wie jeder andere: Am 7. Februar 1987 arbeitet die 20-jährige Bärbel Werner aus Kamp-Lintfort zunächst in der Metzgerei ihrer Eltern. Am Abend wird sie zusammen mit ihrem 19-jährigen Freund von ihrer Mutter zur monatlichen Disco-Nacht der örtlichen Gemeinde gefahren. Dort treffen sie ein befreundetes Pärchen und beschließen, eine weitere Disco in Moers zu besuchen.


Nach Streit: 20-Jährige alleine auf Heimweg

Lange Zeit ist die Stimmung gut. Doch gegen Mitternacht ändert sich die Lage: Bärbel Werner und der Mann des anderen Pärchens geraten in Streit. Als sich Bärbels Freund einmischt, ist der Abend endgültig gelaufen. Bärbel und ihr Freund beschließen, nach Hause zu fahren.

Während der 19-Jährige an der Theke zahlt, geht Bärbel Werner schon nach draußen. Als er nur wenige Minuten später nachkommt, ist die 20-Jährige nicht mehr zu sehen. Der Freund glaubt, Bärbel sei mit einem Taxi nach Hause gefahren. Er nimmt sich schließlich auch eines. Er fährt zunächst in eine Kneipe, trinkt dort noch einige Bier, bis er sich spätnachts auf den Heimweg macht.


Zwei Tage später: Traurige Gewissheit

Am nächsten Nachmittag ruft der 19-Jährige bei Familie Werner an, um sich mit Bärbel zu versöhnen. Doch die 20-Jährige ist nicht zu Hause angekommen. Für die Eltern, die Bärbel Werner bei ihrem Freund vermuteten, bricht eine Welt zusammen. Unfähig zur Polizei zu gehen, übernimmt der 19-Jährige diese Aufgabe und erstattet eine Vermisstenanzeige.

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Auf den letzten drei Kilometern zu ihrem Wohnhaus muss Bärbel Werner ihrem Mörder begegnet sein.
Foto: e110

Zwei Tage vergehen, bis drei Kilometer vom Wohnhaus der Familie Werner entfernt eine Leiche entdeckt wird. Schnell wird klar: Es handelt sich um die vermisste Bärbel. Die 20-Jährige wurde mit einem dumpfen Gegenstand erschlagen.

Die Polizei rekonstruiert später den Fall wie folgt:

Gegen 1.30 Uhr verließ die 20-Jährige den "City Club" in Moers und machte sich scheinbar zu Fuß alleine auf den Weg nach Kamp-Lintfort. Mehrere Zeugenaussagen unterstreichen dies. Bärbel Werner lief, so die leitende Kripobeamtin Sabine Wagner, vermutlich die Repelener Straße, dann die Kamper Straße (L 287) in Richtung Kamp-Lintfort. In Höhe der damaligen Tankstelle Texaco und der gegenüberliegenden Gaststätte Voss traf die junge Frau vermutlich auf ihren Mörder. Ein Radfahrer entdeckte die Leiche am 10. Februar in einem Gebüsch im Bereich der A57-Auffahrt in Richtung Köln. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei der Leichenfundort auch der Tatort. Bärbel Werner starb durch massive Einschläge auf den Kopf, vermutlich durch einen Gegenstand mit scharfer Spitze, wie ein Zimmermannshammer oder ein Zechenhammer. "Wir können den Weg, den Bärbel Werner gegangen ist, bis auf die letzten drei Kilometer rekonstruieren, dann brechen die Spuren ab", so Sabine Wagner. "Es gab auch Hinweise, dass Bärbel Werner zuvor gedrosselt oder gewürgt worden sein könnte."

Neue Ermittlungsverfahren

Auch der damalige Freund der Auszubildenden wurde vernommen, er hatte jedoch ein handfestes Alibi, da er nach dem Streit mit dem Taxi nach Kamp-Lintfort fuhr, dort noch in einer Gaststätte einkehrte und diese erst gegen 3.15 Uhr wieder verließ.
Bis heute ist der Mordfall ungeklärt. Jetzt setzten die Ermittler neue Hoffnung in die Sendung, um an neue Hinweise zu gelangen. Gehofft wird auf Zeugenhinweise, die möglicherweise ganz neue Ermittlungsansätze liefern könnten. "Es gibt neue Verfahren mit denen wir arbeiten",, erklärt Sabine Wagner. "Ermittlungen nach dem neuesten Stand der Technik, zum Beispiel DNA-Verfahren."


Über Bärbel Werner

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In der Tatnacht trug Bärbel Werner eine rosa Cordhose.
Bild: e110

Bärbel Werner war 1987 20 Jahre alt, sah aber deutlich jünger aus. Sie war schlank, blond und galt als attraktiv. Ihre Kleidung in der Mordnacht: weißer Schal, blaue Jeansjacke, darunter schwarzer Lederblouson, weißer Pullover oder weißes T-Shirt, rosafarbene Cordhose und lange, schwarze Stiefel. Sie hatte eine braune Wildledertasche dabei.


Fragen nach Zeugen:

► Wer kann Angaben zu den Ereignissen von damals machen?
► Wer hat in der Nacht zum 8. Februar 1987 oder danach ungewöhnliche Beobachtungen gemacht, diese aber noch nicht der Polizei mitgeteilt?
► Wer kann sich an unerklärliche Verletzungen bei Bekannten oder Beschädigungen an Gegenständen oder Autos erinnern?
► Gibt es Personen, denen fehlende Gegenstände zum Beispiel in Autos aufgefallen sind?
► Wem sind nach der Tat Personen aufgefallen, die sich ungewöhnlich verhalten haben?


Belohnung:

Für Hinweise, die zur Ermittlung des Täters oder der Täter führen, ist eine Belohnung von 7.500 Euro ausgesetzt.


Zuständig:

Kripo Duisburg, Telefon: (0203) 280 41 95


Quellen: e110 | Facebook -> WDR Video


Aktenzeichen XY ungelöst 09.Dezember 2020 ab Min. 2.00
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Duchonin
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1987 | Kamp-Lintfort | Bärbel Werner (20) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Fr, 1. Jan. 2021, 23:11

Salva hat geschrieben:
Fr, 1. Jan. 2021, 18:49
Dort treffen sie ein befreundetes Pärchen und beschließen, eine weitere Disco in Moers zu besuchen.
Lange Zeit ist die Stimmung gut. Doch gegen Mitternacht ändert sich die Lage: Bärbel Werner und der Mann des anderen Pärchens geraten in Streit. Als sich Bärbels Freund einmischt, ist der Abend endgültig gelaufen. Bärbel und ihr Freund beschließen, nach Hause zu fahren.
1. "ein befreundetes Pärchen" -> waren ursprünglich die Männer miteinander befreundet oder die Frauen ?
2. Wenn der Film einigermaßen stimmt, provoziert der Mann des anderen Pärchens gezielt Bärbel.
Warum macht er das und warum hat sich die Polizei nicht dafür interessiert ?
Gab es irgendeine Relation zwischen dem Mann und Bärbel ?
3. Die Polizei geht bei "Übertöten" immer von einer Beziehungstat aus. M.E. kann auch eine Sexualstraftat, bei der der Täter
durch den Widerstand des Opfer nicht zum Erfolg kommt, zu einem "Übertöten" führen.
Und Bärbel dürfte durch die Metzgerausbildung schon für eine Frau kräftiger als für einen Täter erwartet gewesen sein.
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