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1986 | Neukirchen-Vluyn | Martina Möller (10) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1986 | Neukirchen-Vluyn | Martina Möller (10) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 2. Jan. 2021, 21:13

Am Dienstag, den 20. Mai 1986, ist Martina Möller (10) mit einem ihrer Brüder allein zu Hause in Neukirchen-Vluyn. Gegen 15.30 Uhr verlässt sie wortlos das Grundstück und verschwindet spurlos. Sofort wird intensiv nach der Zehnjährigen gesucht. Zunächst ohne Erfolg.

Bild
Martina Möller, † 10
Foto: e110

Einen Tag später entdeckt Martinas ältester Bruder (21) die Leiche seiner Schwester in einem Gebüsch nahe der heutigen A40. Martina wurde gefesselt, sexuell missbraucht und mit einem Seil stranguliert. Das Seil ist aus pfefferminzgrünem Kunststoff (Polypropylen). Die Kripo findet daran ein Metallstück, dessen Herkunft nicht ermittelt werden kann.

Bild
Metallstück an der Fesselung.
Foto: e110

Wer ist der Mann mit Schnauzbart?

Wie sich herausstellt, wurde Martina vor ihrer Ermordung noch im Ort gesehen – in Begleitung eines Mannes mit Schnauzbart. Einmal gegen 16 Uhr, das zweite Mal gegen 18.15 Uhr. Der Unbekannte soll einen grünen Wagen gefahren haben. Dank Zeugenaussagen konnte ein Phantombild angefertigt werden.

Personenbeschreibung (1986):

30 bis 40 Jahre alt, dunkle Haare, Schnauzbart, normale bis stämmige Statur, sprach vermutlich Hochdeutsch.

Bild
So soll der Mann ausgesehen haben, mit dem Martina gesehen wurde.
Foto: e110

Gesuchtes Fahrzeug:

Der Mann soll ein grünes Auto gefahren haben. Es könnte ein Ford Granada, ein Opel Ascona oder ein ähnliches Modell gewesen sein. Das Kennzeichen ist unbekannt.

Fragen nach Zeugen:

► Wer kann Angaben zu dem Metallstück machen, das bei der Fesselung gefunden wurde?
► Wer weiß etwas über den Mord an Martina Möller?
► Wer glaubt, den Täter zu kennen?
► Wer kann Angaben zu dem Phantombild und dem gesuchten grünen Auto machen?
► Wem ist 1982 ein Seil wie das aufgefallen, mit dem Martina Möller gefesselt wurde? Wer kann etwas zu der Verknotung des Seils sagen?

Belohnung:

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist jetzt eine Belohnung von 25.000 Euro ausgesetzt.

Zuständig:

Kripo Duisburg, Telefon: 0203 / 28 00

Im neu aufgerollten Mordfall der zehnjährigen Martina Möller aus Neukirchen-Vluyn, die im Mai 1986 getötet wurde, hat die Duisburger Mordkommission seit Anfang November über 450 neue Hinweise erhalten. Nachdem der Fall Anfang November 2020 in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ... ungelöst" ausgestrahlt wurde, seien Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet eingegangen, erklärte die Polizei Duisburg. Das Team gehe jedem davon nach.

DNA-Spuren mit neuen Methoden untersucht

"Die Ausstrahlung bei 'Aktenzeichen XY' und die vielen Hinweise haben die Ermittlungen ein ganzes Stück weitergebracht", erklärte Arno Eich, Leiter des zuständigen Kriminalkommissariats. Besonders konzentriere sich die Suche nach dem Täter auf den Kreis Wesel und Duisburg. Hinweise aus diesem Bereich seien "von größter Bedeutung". Die Beweisstücke von damals würden mithilfe neuester wissenschaftlichen Methoden noch einmal auf DNA-Spuren überprüft.

Quellen: e110 | T-Online
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Duchonin
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1986 | Neukirchen-Vluyn | Martina Möller (10) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 9. Mai. 2021, 13:50

Als im Dezember 1989 ein elfjähriges Mädchen an derselben Stelle wie Martina tot aufgefunden wird, geht die Polizei zunächst davon aus, dass der Täter ein zweites Mal zugeschlagen habe. Ein 28-jähriger Mann aus Essen gesteht schließlich, das Mädchen Nicole sexuell missbraucht und erwürgt zu haben und sitzt seitdem in Haft. Die Tat an Martina hat er jedoch nicht gestanden. Es gäbe auch keine Beweise und Spuren, die ihn mit dieser Tat in Verbindung bringen würden.
https://www.extra-tipp-am-sonntag.de/ni ... d-54471875

Der Auffindeort liegt am Weimannsweg, einer Straße die bis auf die Bewohner von 5 Häusern und einen Landwirt eigentlich niemand braucht. Und gerade an der gleichen Stelle wird ein zweites Mädchen missbraucht, erwürgt und abgelegt.
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1986 | Neukirchen-Vluyn | Martina Möller (10) ermordet

#3

Ungelesener Beitrag von Duchonin » So, 9. Mai. 2021, 23:35

Zu dem Fall 1989:

Drei Jahre später, 1989 wurde die 11- jährige Nicole Hövelmann auf dem Heimweg von der Musikschule ermordet.
Ihre Leiche wurde an der gleichen Stelle (auf der anderen Seite ?) an der Autobahn gefunden, wie die von Martina.
Später stellte sich heraus, das der Hausmeister der Musikschule ihre Reifen vom Rad zerstochen hatte. Als sie dann nach Hause fahren wollte und die Platten bemerkte ging sie zum Hausmeister- tja, da kam sie nicht mehr weg.

Zu dem Metallteil am Fesselungsseil:
Das Universalgenie von logik-idee.com behauptet:
Offenbar ein ganz speziell provisorisch repariertes HUNDE-GESCHIRR
Da ich kein Universalgenie bin, lasse ich das mal so stehen.

Ich habe mir beide Filmfälle ( Dezember 1986 /November 2020) angesehen.

Meine Einschätzung:


1. Für mich der Hauptverdächtige ist der Hausmeister der Musikschule (Mörder der Nicole Hövelmann)

2. Ich bin der Meinung, dass der 21-jährige Andreas Möller weder der Mörder noch ein Tatbeteiligter war.
Allerdings teile ich die Skepsis der Kripo :
„da er genau an dieser Stelle suchte.“
Andreas sucht m.E. zu zielgerichtet in diesem Gebüsch hinter der Autobahn gelegen.
Dass ein grünes Auto mit dem Mann mit dem Schnurrbart auf dem Weimannsweg gesehen wurde, kann er am nächsten
Tag nachmittags m.E. noch nicht gewusst haben.
Ich vermute dass es mit dem Gebüsch eine besondere Bewandnis hatte.
War dort Treff der Jugend, an dem z.B. auch gelegentlich gekifft und eventuell gedealt wurde ?
Oder fröhliches Jugendleben ?
Interessant wäre auch der Grund des Streites zwischen Andreas und seinen Eltern.
Andreas scheint einen Verdacht gehabt zu haben, der ihn in diesem Gebüsch zu suchen veranlasst hat.
Gab es vielleicht unter den Jugendlichen, die sich dort eventuell getroffen haben, einen der im Verdacht stand ein
Phädophiler zu sein ?
Das sollte die Polizei versuchen durch Befragugen zu ermitteln. Ich würde in diesem Fall vermuten, dass es ein inzwischen
weg gezogener Jugendlicher /Mann war, der in den 70-igern dort verkehrte.

3. Mir ist auch die Ablage in diesem Gebüsch unverständlich. Weniger Meter südlich ist ein Baggersee der Firma Josef Klösters
Kies & Beton. In dem mit Wasser gefüllten Teil kann man eine mit Gewichten beschwerte Leiche auf ewig verschwinden
lassen. Da der Täter ein Auto hatte, hätte er die Leiche von Martina auch weit weg verschwinden lassen.

4. Wenn es kein Ortsansässiger und auch kein Ex- Ortsansässiger war, könnte ich mir einen Besucher (z.B. Buchprüfer,
Kontrolleur der Zentrale usw. von Josef Klösters Kies & Beton als Täter vorstellen.
Es ist zwar lange her, aber vielleicht sagt das Phantombild einem (Ex-) Beschäftigten von Josef Klösters Kies & Beton
etwas. Zweigstellen von großen Firmen haben oft Pensionen oder Hotels in der sie ihre Besucher unterbringen. Vielleicht
weis noch jemand, wo das 1986 war.
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1986 | Neukirchen-Vluyn | Martina Möller (10) ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Mo, 10. Mai. 2021, 03:46

Duchonin hat geschrieben:
So, 9. Mai. 2021, 23:35
...provisorisch repariertes HUNDE-GESCHIRR
Wäre natürlich ein Trick mit einer kapputten Hundeleine Kinder anzusprechen ob sie einen ausgebüchsten Hund gesehen hätten. Das Thema hat sich auch Nordahl Lelandais bei der neuenjährigen Maëlys de Araujo zunutze gemacht und das Kind so in seinen Wagen gelockt, daß sie mitten in der Nacht mit zu ihm nachhause gefahren ist um die Hundewelpen zu sehen und bei der Ermordung der elfjährigen Claudia Ruf spielte auch ihr ausgeliehener Hund eine Rolle und erwürgt wurde sie mit der Hundeleine. Dieser Trick Tiere zu verwenden um ins Gespräch mit Kindern zu kommen zieht wohl immer wieder. Ob es sich wirklich um ein Hundegeschirr handelte ist fraglich aber dennoch möglich. Die minzgrüne Polypropylenschnur erinnert eher an soetwas wie eine Wäscheleine. Aber mit etwas zureden hat sie es vielleicht geglaubt. Vielleicht hat er ihr erzählt, daß sein Hund an dieser Baggersee nahe dem Wäldchen herumlaufen würde und man da gemeinsam suchen wolle. Es wird gesagt, daß sie noch an einen Ast gefesselt gewesen sein. Womöglich ist sie bis zu diesem Wäldchen noch freiwillig oder sogar selbständig hingegangen. Es gab in der Umgebung kaum Wald, nur so kleine Unterhölzer auf landwirtschaftlichen Restflächen. Dort suchte auch der Bruder, der See war nicht sichtgeschützt und umgeben von Feldern und so wären dort Bewegungen oder Autospuren schnell aufgefallen.
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