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1978 | Lübeck | Bärbel K. (31) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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1978 | Lübeck | Bärbel K. (31) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 15. Aug. 2021, 00:30

Ihr Mann fand sie nackt und erdrosselt auf dem Bett: Vor 43 Jahren wurde die damals 31-jährige Bärbel K. aus Lübeck in ihrer Wohnung ermordet. Das Verbrechen von 1978 ist bis heute ungeklärt. Doch nun gibt es eine neue Spur, die Cold Case Unit (CCU) des Landeskriminalamtes Schleswig-Holstein rollt den Fall neu auf.

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Das Verbrechen geschah am 8. Februar 1978 in Lübeck. Die damals 31 Jahre alte Bärbel K. wurde in ihrer Wohnung am Marquardplatz 10 getötet.

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In diesem Haus am Marquardplatz 10 in Lübeck starb Bärbel K. im Jahr 1978.
Foto: LKA SH / Tag24

Bärbel K. starb in einem Zwei-Stunden-Zeitfenster am Nachmittag:
Ihr Ehemann verließ gegen 15.30 Uhr mit einer Frikadelle auf der Hand die gemeinsame Wohnung im Hochparterre des Mehrfamilienhauses. Der siebenjährige Sohn der Familie spielte vor der Tür.
Als ihr Mann um 17.30 Uhr nach Hause kam, lag Bärbel K. nackt und tot auf dem Ehebett. Sie wurde mit einem Kabel erdrosselt.

Der Täter hat außerdem einen größeren – nicht näher genannten – Geldbetrag gestohlen, den das Paar nach dem Verkauf einer alten Standuhr in der Wohnung aufbewahrt hatte. Die Ermittler schlossen daher einen Sexual- als auch einen Raubmord nicht aus. Der Ehemann geriet schnell unter Tatverdacht, doch das erwies sich vor 43 Jahren und auch nach einer neuen Überprüfung als falsch.

Am Tatort fanden die Ermittler eine Kette mit Anhänger. Möglicherweise stammt sie vom Mörder. Solche Anhänger wurden laut LKA damals in Bastelgeschäften verkauft.:

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Diese Kette fanden die Ermittler am Tatort. Möglicherweise ließ sie der Mörder zurück.
Foto: LKA SH / Tag24

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Auf dem gefundenen Anhänger könnten Buchstaben eingeritzt sein.
Foto: LKA SH / Tag24

Auf seiner Vorderseite sind Zickzacklinie eingeritzt. Sie könnten für die Buchstaben "MW" oder "MV" stehen. Sind es gar die Initialen des Mörders?

Auch ist unklar, wie der Täter überhaupt in die Wohnung gelangen konnte. Kannte Bärbel K. ihren Mörder und öffnete ihm selbst die Tür? Drang er über den Hinterhof durch eine geöffnete Balkontür ein? Zur Tatzeit soll an der Rückseite des Hauses ein Baugerüst gestanden haben.

Die junge Mutter und Ehefrau galt als eine sehr freundliche, vielbeschäftigte und attraktive Person, wie Freunde und Bekannte erzählten. Sie hatte durch ihre Arbeit viel Kontakt zu anderen Menschen, sie arbeitete tagsüber in der Gaststätte ihrer Mutter Liliane M., "Lilly II" in der Dornestraße 17, als Bedienung. Mit ihrem Mann betrieb sie außerdem ein kleines Fuhrunternehmen.

Um das Verbrechen aufzuklären, haben die Ermittler Zeugen aus dem Umfeld von Bärbel K. erneut vernommen und weitere gefunden. Dazu nahmen sie von vielen Vernommenen auch Speichelproben, um sie mit einer DNA-Spur abzugleichen. Kein Treffer.

Jetzt hoffen die Ermittler auch auf Hinweise der Öffentlichkeit. Sie suchen:

► Menschen, die Bärbel K. gut kannten, aber bis heute nicht befragt worden sind
► Menschen, die den gefundenen Kettenanhänger kennen
► Zeugen, die Angaben zu den Handwerksarbeiten oder den Handwerkern im Gebäudeinnenhof machen können. Bärbel K. soll mit ihnen Kontakt gehabt haben.
► ehemalige Handwerker, die sich noch an ihre dortige Arbeit erinnern
► Menschen, die sich an auffällige Personen, Fahrzeuge oder Geschehnisse im Bereich Marquardplatz / Marquardstraße / Greveradenstraße im Jahr 1978 erinnern

Außerdem wollen sie wissen, ob es in dem Bereich in den Jahren 1977 und 1978 zu Sexualstraftaten kam.

Hinweise nimmt das LKA unter der Telefonnummer 0431 160-42851 entgegen.

Quellen: Tag24 | e110 | MOPO
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Omas Bioladen
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1978 | Lübeck | Bärbel K. (31) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » So, 15. Aug. 2021, 01:16

Salva hat geschrieben:
So, 15. Aug. 2021, 00:30
"MW" oder "MV"
Um Himmels Willen, da steht weder MW noch MV sondern WV. Wie kommt man zu der irrigen Annahme dort stünde irgendetwas anderes als WV? Vielleicht noch AM aber sonst auch nichts. Mannomannomann. Kein Wunder, daß sie den Mörder noch nicht haben.
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#3

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 15. Aug. 2021, 02:14

@Omas Bioladen
Wenn der Anhänger noch in der Asservatenkammer war, dann hätte man ja auch ein vernünftiges Farbfoto veröffentlichen können. Ich, z.B., lese da "NV". Kann natürlich auch sein, dass das tatsächlich nur eine nichtssagende Zickzacklinie ist:

Bild

Mich würde vielmehr interessieren, welche neuen Erkenntnisse bzw. Spuren gefunden wurden. Die Ermittler äußern sich leider nicht dazu.

Hier noch ein 2:20 minütiges Video bei Sat 1 und die Meldung im Presseportal.
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#4

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 16. Aug. 2021, 04:29

Der Anhänger gedreht:

Bild

Ich sehe noch immer "NV" oder einfache Zickzacklinien.
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Duchonin
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#5

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Mo, 16. Aug. 2021, 13:37

Salva hat geschrieben:
So, 15. Aug. 2021, 00:30
Solche Anhänger wurden laut LKA damals in Bastelgeschäften verkauft
Ich sehe da nur einfache Gebrauchsspuren. Und wenn der Anhänger aus einem Geschäft für Bastelbedarf stammte, dürfte es Tausende davon geben.
Interessant wäre für welche Basteleien solche Anhänger verwendet wurden.
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