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2009 | Berlin | Kirsten Sahling (39) ermordet

Ungeklärte Fälle im Focus.
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Salva
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2009 | Berlin | Kirsten Sahling (39) ermordet

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Do, 27. Aug. 2015, 20:01

Berlin - Tote Sportlerin im Spandauer Wald

Bild
Kirsten Sahling, † 39. Eine Überwachungskamera filmte einen weiß gekleideten Tatverdächtigen
(Foto: Weingärtner Verlag / Polizei)

Die 39-Jährige Kirsten Sahling war am 20. Juni 2009 früh gegen 8 Uhr 50 von einem Unbekannten im Jagen 31 (siehe Umgebungskarte) niedergestochen worden. Hierbei wurde sie schwer verletzt und verstarb einige Stunden später in einer Klinik.

Bisherige Ermittlungen ergaben, dass die Frau gegen 8 Uhr 20 mit ihrem Mann im Spandauer Forst angekommen war. Während der Gatte mit dem Joggen begonnen hatte, machte das Opfer zunächst Chi-Gong-Übungen.


Gesucht wird nach einem unbekannten Mann, der wie folgt beschrieben wird:

► etwa 15 bis 20 Jahre alt
► etwa 175 cm groß und schlank
► kurze, mittel-/dunkelblonde Haare
► mitteleuropäischer Typ
► kein Bart, keine Brille
► bekleidet mit einem weißen Oberteil und einer langen, weißen Hose
► insgesamt gepflegte Erscheinung
► mit einem Fahrrad unterwegs, Farbe möglicherweise rot, bzw. rote Bauteile

Bisherige Ermittlungen und Zeugenaussagen lassen den Schluss zu, dass der Täter auf seinem Fahrrad die Schönwalder Allee in Richtung Spandau flüchtete. Es muss davon ausgegangen werden, dass er sich zuvor schon einige Zeit im Wald aufhielt. Der Tatverdächtige dürfte über sehr gute Ortskenntnisse verfügen.

Aufgrund der Personenbeschreibung und den Aufnahmen einer Überwachungskamera vom Eingangsbereich des Evangelischen Johannesstifts kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Gesuchte gegen 8 Uhr 50 auf das Gelände des Johannesstifts fuhr. Auf dem Videoausschnitt ist ein männlicher Radfahrer in heller Kleidung zu erkennen, bei dem es sich um den Tatverdächtigen handeln könnte.
Überwachungsvideo, auf dem der Verdächtige mit seinem Fahrrad zu sehen ist

Das abgeschlossene Gelände des Johannesstifts hat zwei Ein- bzw. Ausgänge, wobei der Haupteingang an der Schönwalder Allee 26 (siehe Stadtplan) und ein zweiter Ein-/Ausgang an der Wichernstraße liegt. Insofern ist es möglich, das Gelände nach Durchqueren an der Wichernstraße zu verlassen.


Die 7. Mordkommission fragt:

► Wer kann Angaben zu dem Fahrradfahrer machen?
► Wer kennt diese Person?

Die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin hat für Hinweise, die zur Aufklärung der Straftat und Festnahme des Täters führen, eine Belohnung in Höhe von bis zu 5.000 Euro ausgelobt.

Hinweise, die auch vertraulich behandelt werden können, nehmen die 7. Mordkommission des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30 in Tiergarten unter der Rufnummer (030) 46 64 – 911701 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

Quellen: BKA | e110
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2009 | Berlin | Kirsten Sahling (39) ermordet

#2

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 25. Mai. 2018, 00:09

Der blonde und der schwarzhaarige Täter?

Ein kurioser sowie sonderbarer Fall. Der Mord, an Kirsten S. im Spandauer Forst 2009.
Ein sommerlicher Samstagmorgen in einem nicht gerade unbelebten Waldgebiet, nordwestlich der Hauptstadt.
Ein Mord, so sinnentleert und kaltblütig, wie fast schon einzigartig.
Das erwähnt kuriose an dem Fall, wie ich finde, ist mit Sicherheit die Aufnahme eines "möglichen" Täters einer Überwachungskamera des Johannesstifts. Das Wort möglich, setze ich natürlich mit voller Absicht und ganz bewusst in die Anführungsstriche. Denn dieser Fall hat auch deshalb mein Gemüt erregt, weil man im Grunde, steif und stur einem Verlauf folgt und gar nichts anderes, besser gesagt "weiteres/erweitertes" zulässt. Denn es gibt hier durchaus, den ein oder anderen Widerspruch, wie ich meine.
Jedenfalls, gehe ich mit den Ermittlungsangaben zum Täter/Opfer Aspekt, sowie dem Motiv absolut d'accord.
Dies ist mitunter einer der wenigen Fälle, in denen sich Opfer und Täter nicht kannten. Keine Beziehungstat und damit kein persönlicher Bezug. Hier kommt der Täter also nicht aus dem direkten Umfeld des Opfers. Noch nicht einmal aus dem erweiterten Umfeld. Frau Sahling war schlicht ein Zufallsopfer.
Das möchte ich extra so langatmig betonen, da dies für mich persönlich, schon beinahe ein Unikat darstellt. Denn in sämtlichen anderen Mordfällen, die mir bekannt sind, besteht immer eine (wie auch immer) Verbindung.
Dieser Täter wollte töten. Er war mit einem Messer bewaffnet im Forst und "messerte" die arme Frau aus purer Mordlust danieder. Und ich denke, hier erkennt man schon einen gewissen Ansatz. Denn im großen Ganzen lässt das auf einen jungen, eventuell verhaltensauffälligen, Messer & Klingen affinen jungen Mann schließen, dessen Hobby sich im frauenfeindlichen Gewaltfantasiebereich bewegen dürfte. Ähnlich, wie der Herne-Täter 2017, suchte sich auch dieser junge Mann das vermeintlich schwächste Glied der Opferkette. In diesem Fall, die noch von Ihrer Krankheit gezeichnete, bewegungsbeeinträchtigte Kirsten S.
Aber kommen wir mal zu den Widersprüchen, die mir so überhaupt nicht einleuchten wollen. Ich bin alles andere, als ein Freund von TV-Formaten aller Akte XY, nur gibt der Fall Recherche mäßig so wenig her, so das ein Anblick nicht schaden kann. Denn auch aus dem Filmchen, ergibt sich die größte Diskrepanz, wie ich meine.
Zunächst mal diese Schwankung der Altersangabe.
Da gibt das BKA, 15-20 Jahre an. Das war schon einmal weiter auseinander.
In der "Berliner Morgenpost" von 2013, gibt es einen Bericht mit den Chef Ermittlern. Oberkommissarin und Chef der Moko, werden zitiert.
Die Täterbeschreibung der Polizei hat sich seither nicht verändert. 15 bis höchstens 25 Jahre alt, etwa 175 Zentimeter groß, schlank, mitteleuropäischer Typ, kurze Haare. Auffällig weiße Kleidung.

Das finde ich, beißt sich schon ein wenig. Ob 15 oder 25. Denn die Aussagen des Opfers sind da eher eindeutig.
Frau Sahling konnte nämlich noch, obwohl schwer verletzt im Sterben liegend, eine Täter Beschreibung an zu Hilfe eilende Forst Besucher abgeben. Wider aus der Morgenpost:
Sehr jung sei der Mann mit dem Messer gewesen, sagt Kirsten Sahling zu der fremden Frau, die über ihr kniet und ihre Hand hält. Jung, mit weißer Kleidung und hellem, kurzen Haar.
Sie beschreibt den Täter eindeutig, als "sehr jung". Das wird im Film mitunter noch intensiver beschrieben. Mit "so jung, so jung...",wird es da thematisiert (natürlich auch dramatisiert,klar!). Dies scheint mir aber gesetzt zu sein, und ist damit weit weg von 25. Denn mit dieser Angabe beschreibt das Opfer doch wohl einen noch nicht volljährigen jungen Mann. Natürlich, lässt sich darüber streiten, weitere Zeugen, beschrieben den Täter aber auch als sehr jung.
Ein weiterer Punkt in der Aussage des Opfers sollte ebenfalls beachtet werden. Sie gibt an:
Jung, mit weißer Kleidung und hellem, kurzen Haar.
Helles und kurzes Haar. Scheint mir ebenfalls sehr deutlich, diese Angabe. Das heißt, es schien mir deutlich. Denn irgendwie sind im Laufe der Jahre die Angaben etwas verwischt. Zumindest, seit 2015 gibt die Staatsanwaltschaft beim Landgericht Berlin "kurze mittel- bis dunkelblonde Haare" an. Verschwurbelter, ging es wohl nicht mehr? Steht das "mittel" nun für die Länge oder die Farbe. Außerdem ist "dunkelblond",nicht gerade "hell".
Wie dem auch sei, denke ich, hängt das schon sehr mit diesem Ü-Film zusammen. Das kleine bisschen Pixelbrei, auf dem der mutmaßliche Täter erfasst wurde. Und hier macht man den Film schlimmer, als er eigentlich ist.
Ganz in der Nähe des Tatorts, vielleicht ist es ein Kilometer Luftlinie, befindet sich das Evangelische Johannesstift, eine große soziale Stiftung mit rund 60 Häusern auf einer großen Anlage. Einer Anlage mit Pförtnerhäuschen und Videoüberwachung. Kamera 03 erfasste den Radfahrer. Kaum acht Sekunden ist der Film lang, noch dazu grobkörnig und Schwarz-Weiß. Ein Mann auf einem Rad biegt aus Richtung Forst auf das Stiftsgelände ein. Er ist ganz in Weiß gekleidet. Kamera 03 filmt ihn am Morgen des 20. Juni 2009, kurz nach der Tat, kurz nachdem ihn auf dem Weg zum Stiftsgelände eine weitere Zeugin auf dem Fahrrad gesehen hat.
Man kann mit großer Sicherheit mal davon ausgehen, das auch schon 2009, so mancher kriminaltechnische Rechner
mit entsprechender Software ein klein wenig mehr drauf gehabt haben sollte, als der unsrige.
Daher, sehe ich mit gewisser Skepsis die Aussage des Moko-Chefs in der B.Morgenpost:
"Wo keine Pixel sind, kann man keine herzaubern". Selbst wenn man am Computer versuchen wollte, die Gesichtszüge zu rekonstruieren, es wären doch nur Vermutungen, nichts Handfestes."
Hier möchte ich einfach mal widersprechen. Man kann sich den Film auf dem online portal "wize.life" anschauen.
Es ist ja jetzt nicht so, das dort überhaupt nichts zu erkennen wäre?! Klar, die Quali ist saumäßig.
Für mich fährt da ein Kerl im weißen Dress. Doch vor Allen Dingen ein "schwarzhaariger" Kerl. Bei allem Respekt, aber der Typ auf dem Video hat "schwarze" Haare und "perlweisse" Klamotten. Ich meine sogar einen Maler-Overall zu erkennen (Hat man im Ufo-Forum auch erkennen wollen).
Zitat aus der "Lippische Landes-Zeitung-LZ.de":
Nur wenige hundert Meter vom Tatort entfernt zeichnete die Überwachungskamera (Video unten) einer Klinik gegen 8.50 Uhr einen hell gekleideten Fahrradfahrer auf, den die Polizei für den mutmaßlichen Täter hält. Da diese Klinik noch über eine zweite Ein- und Ausfahrt verfügt, ist es möglich, dass der mutmaßliche Täter das Gelände nur durchfahren hat. Der gefilmte Radler ähnelt der vom Opfer beschriebenen Person.
What? Ne, sorry. Tut mir leid aber das sehe ich wirklich anders.
Wer nicht groß suchen will. "Salva" hat ja einen screenshot eingestellt. Ich denke selbst da, ist die schwarze Haarfarbe mehr als deutlich zu erkennen. Das ist weder düster oder dunkel Blond. Das ist schwarz. Doch möge sich Jeder sein eigenes Bild machen.
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2009 | Berlin | Kirsten Sahling (39) ermordet

#3

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Fr, 25. Mai. 2018, 22:32

Die zwei Einzeltäter, oder Zwei gemeinsam im Forst

Dadurch, das der Fall im Jahr 2013 noch einmal eine ganz besondere Entwicklung einnehmen wird, bei der ich offen und ehrlich gesagt etwas sprachlos zurück bleibe und ich versucht habe die ganze Sache im Vor-Post ein wenig an zu deuten; Auf die Ereignisse (vor allem aber die Erkenntnisse!), im 2013-er Jahr möchte ich später in einem Folge-Post eingehen.
Ich hege somit (surprise!), mal ganz direkt gesagt, den leisen Verdacht, das unser Täter nicht ganz alleine war bei seiner ekelhaften Tat im Forst. Warum man diese Möglichkeit gänzlich außen vor lässt, entzieht sich meinem Verständnis.
Denn das erklärt mir diese Widersprüche und das nicht Auffinden des Killers. Das erklärt vielleicht auch diese Skrupellosigkeit an einem Samstagmorgen. Generell, könnte ein Täter denn so eiskalt zu schlagen? Zumal, wenn er noch recht jung wäre, so wie das Opfer Ihn beschrieb? Zu zweit im Unterholz lässt sich m.M.nach so eine Tat schon merklich leichter bewerkstelligen, weil koordinierter.
Wen wundert es, im Ufo-Forum wurde ich auch dafür ausgeschlossen. "Haltlose Spekulation", heißt es. Von 2 Tätern sei nix bekannt. Ja, ach?! Natürlich nicht, es wurde auch nur ein Täter gesehen. Das bedeutet also, da kann kein Anderer zugeschaut haben, im Dickicht? Sicher, den schändlichen Messer-Mord für sich gesehen, hat ja auch nur ein Täter begangen.
Nur spricht der Ü-Film dafür eine andere Sprache. Weil, wie soll ich mir das sonst vorstellen?!
Ich will das mal erklären, und zitiere nochmals aus der "Berliner Morgenpost":
Trotzdem hat das Video den Kommissaren geholfen – etwa dabei, das Profil des Täters zu schärfen. "Der Mann fährt ohne zu schauen zügig auf das Gelände des Johannesstifts", sagt Norma Neufindt. "Das spricht eindeutig dafür, dass er Ortskenntnisse hat." Der Mann kannte sich aus und war weiß gekleidet. Das Johannesstift rückte also sofort in den Fokus der Ermittlungen.
Neben bei bemerkt, finde ich die Standardphrase der "Ortskenntnis", ein wenig angestaubt. Besonders bei einem Täter der offenkundig Fahrrad fährt. Welcher Täter verfügt im Übrigen denn mal "nicht" über Ortskenntnis? Egal.
Zunächst, der"Mann", erst mal. Die Rede ist von einem "Mann". Und das sehe ich genau so. Da fährt ein ziemlich abgeklärter Mann, den ich eher so bei Mitte Zwanzig einordnen würde. Da fährt kein Teenager, vielleicht noch so halbstark, nicht im Sattel tretend, gar hektisch. Ne, Der fährt cool und weiß, wo er hin will.
Das andere Ding, wenn man so will, ist diese bescheuerte weiße Kleidung. Da ist man im Grunde noch nie so richtig drauf eingegangen. Was glaubt man denn, könnte diese weiße Aufmachung bedeuten? Womit erklärt man sich denn diesen Dress? Da habe ich noch nie ein Wort drüber gelesen. Über irgendwelche Spekulationen, meine ich.
Ältere Semester, wie ich, ziehen vielleicht noch unangebrachte Film-Vergleiche? Jung, weiß verkleidet und Gewalt-Geil, erinnert mich irgendwie an clockwork orange.
Sorry, für derlei Flachwitz. Is'natürlich Quatsch. Man könnte jedoch annehmen, das sich beide Messerfreunde bereits im Vorfeld über eventuelle Blutspuren bei einem Angriff Gedanken machten. Und was sieht für den bewussten Messer- Mörder bei einer blutigen Attacke am Besten aus? Richtig, es muss einfach weiß sein.
Alleine der Gedanke mit dieser Weißkleidung, spricht für mich mitunter für 2 Täter. Das macht doch kein verhaltensauffälliger Butcher Boy alleine?! Diese Nummer. Alleine? Denn dadurch kann der Kumpel auch in gewisser Entfernung die Blutspritzer des Opfers sehen. Da ham' sich zwei Kaputte Seelen einen Plan gemacht.
Weiter, eben jene Aussage:"...war weiß gekleidet", ziemlich interessant. Denn auch hier würde ich meine volle Zustimmung geben. Denn auf dem Ü-Video sieht man einen weißen Anzug. "Perlweiß", wie ich schon einmal schrieb.
An dieser Stelle will ich mal die eigentliche Attacke auf Kirsten S. und die damit erfolgten Verletzungen an sprechen. Man kann dies nur zwischen den Zeilen lesen oder erahnen. Hierzu, Rudi Cerne in einem Interview:
"Die Frau war am Verbluten, als Passanten ihr zur Hilfe eilten."
Auf "LZ.de", heißt es:
"Mit schweren Verletzungen kam die Diplompsychologin und Krankenschwester ins Krankenhaus..."
Die Polizei hielt damit immer hinterm Berg, bzw. machte dazu niemals Angaben, verständlicherweise. Doch muss man davon ausgehen, das der Täter mehrmals auf die Frau einstach. Ich nehme sogar an, äußerst oft, und so mit sehr brutal.
Worauf ich eigentlich hinaus will, das dieser Angriff nur mit einem immensen Blutverlust und damit reichlichen Blutspuren einher gehen konnte. Der Mord muss auf jeden Fall deutlich sichtbare Spuren auf der weißen Kleidung hinterlassen haben. Doch davon ist auf dem Ü-Film nichts zu erkennen. Das kann man auch nicht auf die grottige Qualität des Films schieben. Der Kerl im Video ist durchweg weiß. Ohne Blutspuren.
So richtig blutverschmiert, wäre der Radfahrer sicherlich irgendwo, irgendwie, verdammt aufgefallen.
Doch noch eine Information macht die These einer blutverschmierten Verkleidung wahrscheinlich.
Die zuständige Kriminaloberkommissarin in der "Berliner Morgenpost":
"Ich war mindestens 100 Mal hier. Da drüben haben wir auf der Lauer gelegen, weil wir gehofft haben, er käme noch einmal zum Tatort zurück." Sie zeigt auf Bäume und Gestrüpp in einiger Entfernung tiefer im Wald.
Da kann man wirklich nur spekulieren. Legte man sich nur des Täters wegen auf die Lauer? Denn warum sollte Der denn bitte nochmal zum Tatort zurück? (mir ist die alte Krimi-Regel ja bekannt,aus Romanen jedenfalls!) Es klingt so, als wäre man sich einer möglichen Rückkehr fast sicher gewesen. Hat man hier eventuell auf ein verscharrtes, gut verpacktes aber blutverschmiertes weißes Kleidungsstück gehofft ?
Ich fasse mal zusammen. Bei der Einzeltäter Variante würde das doch bedeuten:
"Der vom Opfer beschriebene junge Täter mit hellen Haaren, begeht den Mord. Er entledigt sich aber des blutverschmierten weißen Overalls (Hose&Hemd würden noch mal Zeit bedeuten!) und zieht einen neuen weißen Overall an oder drüber. Er färbt sich die hellen Haare schnell schwarz und wirkt ungefähr 10 Jahre älter auf dem Ü-Video.
Das war natürlich mehr sarkastischer Natur, zeigt aber die Probleme, die ich damit habe.
Dann will ich noch die Zwei-Täter Variante durch gehen:
Hier hätten wir einen 15 jährigen blonden und einen 25 jährigen schwarzhaarigen Täter. Beide in einem weißen Overall. Kann gut sein, das man sich noch nicht festgelegt hatte, wer die Tat begeht. Vielleicht kennt man sich durch eine Einrichtung. Johannesstift, eher nicht. Dort vermute ich nur den Schwarzhaarigen. Der eine Pfleger oder Trainer, wahrscheinlich eine Art Mentor des Jüngeren und damit möglicher Anstifter und Planer dieser Tat. Beide teilen ein spezielles Hobby = Gewaltfantasien. Man schleicht eine Stunde durch's Unterholz und sieht in Kirsten.S. das ideale Opfer, weil schwächstes Glied. Der Angriff erfolgte, wie beschrieben. Nur das da noch einer zuschaute, im Unterholz. Der Täter flüchtet per Fahrrad. Doch ist er blutverschmiert. Er muss blutverschmiert sein. Er könnte sich mit dem Älteren an abgemachter Stelle, unweit des Tatorts im Forst nochmals getroffen haben, packt den besudelten Anzug samt Messer in einen Rucksack, übergibt das Fahrrad seinem schwarzhaarigen Kumpel und verlässt zu Fuß das Forst Gelände. Der schwarzhaarige, ältere der Beiden wird so dann gefilmt, wie wir wissen. Doch nicht nur das. Er wird nochmal von einer Zeugin gesehen. Ich möchte anmerken, das folgende Erläuterungen nur meine persönliche Spekulatius sind! Nie mehr wieder auch nur ein einziges Wort zu dieser Zeugin "Johannesstift". Keine Silbe. Das ist normalerweise Gang und Gäbe, diese Zeugin zu benennen und auch bekannt zu geben, "was" die Zeugin da gesehen hat. Oder "wen". Es wäre weder Täterwissen noch Ermittlungstaktik. Doch nix geschieht. Ich denke, man hätte mit stolz einen "hellblonden", jungen Mann raus posaunt, so denn die Zeugin da Einen gesehen hätte. Jedoch nichts. Keine Bekanntmachung. Stille.
Dann lehne ich mich jetzt mal etwas vorsichtig aus dem Fenster. Denn ich vermute, die Zeugin gab einen Radfahrer an, jedoch Einen mit "schwarzen Haaren". Punkt. Darum, kein Wort mehr darüber. Nochmal, das ist selbstredend jetzt nur meine Spekulation und ist keinesfalls belegt.
Das Johannesstift, seine rund 100 Mitarbeiter, die Bewohner und Patienten, sogar deren Besucher wurden überprüft. Arbeitete der Weißgekleidete hier? War er wegen psychischer Probleme bei der Jugendhilfe in Behandlung?
Das, meine ich, wäre absolut plausibel, logisch und vollkommen richtig. Aber, aber, aber!
Nach welchem "Weißgekleideten" hatte man damals gesucht? Ich befürchte nämlich nicht nach einem schwarzhaarigen 25 jährigen. So leid es mir tut. Denn, nichts anderes sagt doch "Bei der Jugendhilfe in Behandlung" aus?! Man suchte konkret einen Jugendlichen. Eher einen Patienten. Man ging ganz rational nach den ersten Zeugenaussagen. Besonders nach der Aussage des Opfers. Da hieß es ganz eindeutig, um die 15 und hellhaarig, sprich blond. Danach, hatte man gefahndet. Man schenkte dem Ü-Video nicht die nötige Beachtung. Ich bleibe dabei, sonst hätten doch die schwarzen Haare zu denken geben müssen? Dann hätte man einen Treffer haben müssen. Dann die letzte Zeugin Johannesstift.
Doch schlussendlich überhaupt und leider gar nicht, hatte man 2 Täter in Betracht gezogen.
Womit wir dann so langsam in's Jahr 2013 kommen, und "einen" "möglichen" Verdächtigen in "Valentin W." zu finden glaubte. "Glaubte" ist hier wirklich fehl am Platz, denke ich. Doch davon später mehr.
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2009 | Berlin | Kirsten Sahling (39) ermordet

#4

Ungelesener Beitrag von PommesAgnum » Sa, 26. Mai. 2018, 09:04

Der zu alte Verdächtige mit der falschen Haarfarbe

Wie bereits schon angemerkt, schreiben wir das Jahr 2013, als es den Anschein macht, es könnte noch mal Bewegung in den Fall und damit in dieses verabscheuungswürdige Verbrechen kommen.
Präziser ausgedrückt, es ist der 21. Mai 2013, am späten Nachmittag. In der Reinickendorfer Residenzstraße sticht der 30 Jahre alte Valentin W. unvermittelt an der Wursttheke einer Kaufland-Filiale mit einem Küchenmesser auf einen Rentner ein. Acht Mal. In den Oberkörper. Der 82-Jährige stirbt noch im Supermarkt. Valentin W. wird festgenommen.
Und eben damit, beginnt eine Ermittlungsaktion, die mich gelinde gesagt Hände über den Kopf schlagend auf schreien lässt. Da ist mir dann der Kaffee aus dem Gesicht gefallen. "Obwohl", oder besser vielleicht "weil" noch nicht ganz so richtig alt, musste ich mir darauf hin erst mal eine Sitzgelegenheit verpassen. Denn das Folgende schrammt für mich schon sehr knapp aber recht hart an einer Realsatire vorbei. Bei allem Respekt.
Ich zitiere hierfür, die in diesem Mordfall schon fast liebgewonnene "Berliner Morgenpost":

"Kurz darauf erhalten die Kollegen der 7. Berliner Mordkommission, die mit dem Fall an der Wursttheke gar nicht betraut sind, einen Hinweis: Valentin W. soll einmal eine Hütte in einer Laubenkolonie am Spandauer Forst gehabt haben. Auch im Juni 2009 soll er dort gewesen sein. Zu der Zeit, als ein junger Mann ganz in der Nähe mitten im Wald unvermittelt und willkürlich die 39 Jahre alte Kirsten Sahling niederstach. Seither fehlte vom Täter jede Spur."

Da man anscheinend immer noch nicht auf die klitzekleine und geringfügige, jedoch nicht von der Hand zu weisende Möglichkeit gekommen ist, es könnte sich, na ja, ich weiß ja nicht, vielleicht, eventuell ja auch um 2 Täter gehandelt haben?!
Laufe ich Gefahr einigen Leuten eben so große Erbsenhirne zu unterstellen, wie allen allmy-Moderatoren und 98% der User dort. Mache ich aber nicht, und nehme alles zurück. Wie kann man denn nur so stur sein, Herr Gott nochmal? Wäre es denn wirklich zu viel verlangt, einfach mal zu sagen:Ham'wa falsch gesehen. Gut. Machen wa'anders.
Man sollte sich doch bitte nicht zu ernst nehmen. Und ab und an mal einen Blick über den Tellerrand zulassen.
"Der Hinweis hörte sich so gut an, wirklich vielversprechend", erinnert sich Kriminaloberkommissarin Norma Neufindt heute. Die 47-Jährige und ihre Kollegen hatten im Frühsommer in jener Laubenkolonie gerade Flugblätter verteilt. "Mord im Spandauer Forst" steht oben auf diesen blau-weißen Zetteln.
Valentin W. hatte im Sommer 2009 lange dunkle Haare. Ungefähr zu der Zeit, als Kirsten Sahling erstochen wurde, hatte er sich um einen Job beworben – das Foto in seinen Bewerbungsunterlagen und Zeugenaussagen bestätigen die Sache mit den langen Haaren. Damit schied Valentin W. für die Kommissare aus. Der Mörder vom Spandauer Forst hatte kurzes, helles Haar und ein sehr jugendliches Gesicht. Dafür gibt es genügend Zeugen. Nicht zuletzt das Opfer. Kirsten Sahling konnte ihren Mörder noch beschreiben, bevor sie starb.

Unglaublich!
Valentin W. hatte im Sommer 2009 lange dunkle Haare
Ach, nur ungefähr exakt genau so wie unser Johannesstift Radler. Was soll's? Ebenso das Alter passt exakt. Na ja.
"Das Motiv ist bis heute vollkommen unklar", sagt... ein Ermittler. Hmpf!
Bei verhaltensauffälligen Messer und Katana Fans, mit dem Schwerpunkt "Gewaltfantasien", könnte das mögliche Motiv die Lust auf Gewalt sein. Die Lust zu messern. Der Höhepunkt, dieser Schaffensphase wäre wohl ein Leben aus zu löschen. Am besten blutig. Ergo, die pure "Mordlust" ist das Motiv.
In der Regel sind diese jämmerlichen Waschlappen aber nur dazu im Stande kranke Frauen (Kirsten S.), Kinder (der Herne-Lappen) oder gebrechliche Senioren (Valentin) an zu greifen. Für Männer reicht es nicht.
Und "was" genau, glaubt man denn bitte, hat der gute "Valentin" denn da in seiner Gartenlaube im Spandauer Forst so getrieben? Was will ein "24" jähriger denn (wie mein Oppa!) mit einem Schrebergarten?
Schon klar, das mir die Scherzkeks-Fraktion nun "Gemüse pflanzen" zu brüllt. Geschenkt.
Dann will ich das mal zusammen fassen, damit ich das vielleicht ja doch noch verstehe.
Valentin W., war definitiv Verhaltensauffällig. Er war gewaltbereit und aggressiv. Er hortete Waffen. Er hatte just zum Zeitpunkt des Mordes an Kirsten Sahling im Spandauer Forst, also in unmittelbarer Tatortnähe, eine Gartenlaube. Da sieht man also überhaupt keine Zusammenhänge? Oder "mögliche" Verbindungen? Nix?
Doch die Krönung dieses "Trauerspiels", ist und bleibt nach wie vor der Fahrradfahrer auf dem Überwachungsvideo Johannesstift. Der, ich bleibe dabei, schwarzhaarig ist (zurück gegelt oder Zopf), und Mitte Zwanzig ist.
Kurz und schmerzlos, mir will doch bitte keiner weiß machen, das der Typ im Video da, "nicht" unser Valentin W.ist?! Wenn "das" da, dieser schwarzhaarige Typ, mitunter erkennt man sogar den Zopf. Wenn "das" nicht Valentin W. auf jenem ominösen 8 Sekunden Film ist, dann bin ich bereit das damalige rote Fahrrad vom Valentin zu verspeisen. Mit Valentin, päh! Pfui! Im Allgemeinen frage ich mich ja, wie Der sich da raus quatschen konnte? Oder man hat Ihn schlicht nicht mit dem Video konfrontiert, da man ja nicht wahrhaben will, was Offensichtlich erscheint.
Valentin W. hatte im Sommer 2009 lange dunkle Haare. Damit schied Valentin W. für die Kommissare aus. Der Mörder vom Spandauer Forst hatte kurzes, helles Haar und ein sehr jugendliches Gesicht.
Der Groschen will anscheinend immer noch nicht fallen?! "Worauf", könnte das denn hinweisen, verdammich?
Man schickte Valentin also in die Wüste. Seine "Haarfarbe" und das "Alter" stimmten nicht. Junge!
Dann will ich mal Einen auf Investigativ machen und zitiere einen Artikel über Valentin W. aus dem "Berliner Kurier".
Da heißt es:
"Der spätere Fleischtheken-Killer ValentinW. (links) posiert in Badehose als stolzer Schwimmtrainer mit mehreren Mädchen und Jungen." – Quelle: https://www.berliner-kurier.de
Weiter, heißt es:
Er erstach im Wahn einen unschuldigen Rentner, jetzt sitzt er in der Psychiatrie: Der 30-jährige Waffennarr und Psychopath Valentin W. Unglaublich: Derselbe Mann trainierte Kinder und Jugendliche im Wasserspringen.

Bereits in seiner Heimat Franken ist W. im dortigen Schwimmverein „Bayern07“ aktiv, wird 2006 sogar Cheftrainer. Dann zieht der gebürtige Kirgise nach Berlin. In der großen, bunten und lauten Stadt interessiert er sich zunächst jedoch mehr für Alkohol, Drogen und immer wieder Waffen. Doch im Sommer 2010 beschließt Valentin W., wieder Kinder und Jugendliche im Wasserspringen zu trainieren. „Ich war schon zweimal zum Probetraining beim Charlottenburger SV gewesen“, so der Mann damals. „Toll! Fang da an, wo du aufgehört hast“, rät ihm eine Freundin sofort.
Eine Zeit lang scheint es so, als habe Valentin W. seine psychischen Probleme im Griff. Er macht Urlaub in Madeira und der Dominikanischen Republik, knüpft Freundschaften, verhält sich ganz normal. Doch dann erwacht der Dämon in Valentin W. erneut. Er betrinkt sich fast jeden Tag, hortet in seiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung Pistolen und Samuraischwerter.
Valentin W.hatte also offensichtlich schon früh, regen Umgang mit "Jugendlichen". Ferner bringt es mich immer wieder zum Staunen, wie die krankesten Bastarde, dann aber so ne'Spiesser-Hobbys ham. Schwimmtrainer?! Really? Also mir Valentin in Badeschlappen und pädagogisch in die Pfeife trällernd vor zu stellen? Nun ja. Gruselig.
Dann wird man ebenfalls anmerken dürfen, das Er eventuell im Juni 2009 einen intensiveren Kontakt zu einem 15-jährigen hell blonden hübschen, schlanken jungen, besser gesagt, heranwachsenden Mann pflegte. Die zwei waren sich nämlich sofort sympathisch. Pflegten Sie doch ein ungewöhnliches aber halt "gemeinsames" Hobby. Das da wäre "Gewalt-Fantasien". Gerne mit Messern. Schön blutig. Man sitzt des öfteren in einer Gartenlaube und frönt "gemeinsam" seinem kranken Hobby. Bis man beschließt es doch auch endlich mal in die Tat um zu setzen. Man möchte mal "gemeinsam" einen Menschen Abmessern. Mit richtig viel Blut. Man heckt den ekelhaften Plan "gemeinsam" in besagter Gartenlaube im Spandauer Forst aus.
Man schreitet auch in direkter Nähe "gemeinsam" zur Tat.
Leidtragende der beiden kranken Hirne, weil Opfer, ist schließlich Kirsten Sahling. An jenem Sonnabend Morgen, des 20. Juni 2009. Gegen 8.40 Uhr.
Das der gute Valentin seinen blonden, jungen Padawan niemals verraten hat, ist wohl der Tatsache geschuldet, das Er sich Mitverantwortlich am Mord an Kirsten S. gemacht hätte. Denn Er war, im Gegensatz zu unserem blonden Butcher Boy, schließlich Volljährig.
Zu Letzt sei noch angemerkt, das vom guten Valentin nie mehr eine Gefahr ausgehen wird. Denn Der schluckt, bis an sein Lebensende im Maßregel-Vollzug die gelben und die blauen Kleinen. Aber, unser junger, blonder Butcher Boy?! Der rennt leider noch da draußen rum. Von seinem Mentor braucht man keine Infos über Ihn zu erwarten. Der hält dicht. Er müsste jetzt erst 24 sein. Wenn die Gesellschaft Glück hat, könnte sich der kranke Geist beruhigt haben. Durch Partnerschaft oder Familie. Beruhigend, ist anders.
Ein kleiner Tipp, soweit mir derlei Überheblichkeit gestattet sei? Man könnte ja mal Schwimmvereine 2009 rund um Spandau checken.
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