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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

Ungeklärte Fälle im Focus.
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 9. Sep. 2015, 00:30

Bergheim - Die damals 22-Jährige Pauline Sybille Breuer aus Erftstadt wird seit dem 5. Mai 1976 vermisst

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Da es kaum Informationen über diesen seltsamen Fall gibt, hier die Meldungen aus Januar 2007.
Damals dachten niederländische Beamte, die Leiche von Pauline Sybille Breuer gefunden zu haben.

5. Januar 2007 - Kölner Stadt-Anzeiger

Erftstadt / Euskirchen - 30 Jahre nach dem Mord an einer jungen Frau in Holland steht das Verbrechen jetzt möglicherweise vor der Aufklärung. Die niederländischen Beamten ermitteln derzeit, ob es sich bei der Leiche, die am 24. Oktober 1976 in Maarsbergen gefunden wurde, um die damals 22-jährige Pauline Sybille Breuer aus Erftstadt handelt. Sie gilt seit dem 5. Mai 1976 als vermisst. Ein DNA-Test soll jetzt Gewissheit bringen. Ein entsprechendes Rechtshilfeersuchen der holländischen Behörden ist am Donnerstag bei der Polizei in Bergheim eingegangen.

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Auf Klarheit über das Schicksal ihrer Schwester Pauline hofft Gertrud Weinen.

Die deutschen Kollegen sollen eine Genprobe von Gertrud Weinen, der heute in Euskirchen lebenden Schwester der Vermissten, an die Polizei in Heerlen schicken. Als die 53-Jährige ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat, steckten in deren Tasche eine Pistole, ein Schlagring und eine Flasche Bier. Eine weitere Flasche hielt sie in der Hand. Sie war betrunken. Es war ein Sommerabend Ende August 1975. „Pass gut auf deine Kinder auf und pass auch gut auf dich auf“, hat Pauline damals gesagt, als sie vor der Tür ihrer Schwester Gertrud stand. Pauline wollte nicht hereinkommen. „Ich habe noch etwas Wichtiges zu erledigen. Du hörst von mir“, sagte sie. Doch Gertrud Weinen hörte nie wieder etwas von ihrer Schwester, stattdessen meldete sich die Polizei.

Die Tote von Maarsbergen wurde 1976 neben einem Parkplatz an der A 12 zwischen Utrecht und Arnheim entdeckt. Das nackte Mädchen war notdürftig mit ein paar Zweigen und Blättern bedeckt. Die Polizei ging damals davon aus, dass es sich bei der Ermordeten um eine etwa 18 Jahre alte Frau handelt. Sie war dünn, etwa 1,60 Meter groß, hatte ein ovales Gesicht mit einem spitzen Kinn.

Wie die Frau vor 30 Jahren ums Leben kam, konnte bis heute nicht endgültig geklärt werden. Die Leiche sei in einem stark verwesten Zustand gewesen, sagte am Donnerstag Kriminalhauptkommissar Hans Castro von der Mordkommission in Heerlen. Wahrscheinlich aber ist die junge Frau erwürgt worden.

Dass es sich bei ihr um Pauline Sybille Breuer handeln könnte, ahnt 1976 noch niemand. Zehn Jahre nach dem Leichenfund wird die Tote als das Mädchen Monique Jacobse aus Maarsbergen identifiziert. Sie war damals angeblich von zu Hause weggelaufen. Für die Behörden galt der Fall als abgeschlossen.

Doch im August 2006 klingelte das Telefon bei den Verwandten der Holländerin. An anderen Ende war Monique. Sie lebe noch und wohne in den USA, erklärte sie. Für die holländischen Ermittler begann die Suche nach der Identität der Toten von vorne. Die Leiche wurde exhumiert. Ein DNA-Test bestätigte: Die Tote im Sarg ist nicht die Holländerin Jacobse.

Danach durchforsten die Beamten in Heerlen sämtliche Vermisstenfälle des Landes. Ohne Erfolg. Schließlich dehnen sie die Suche auf die angrenzenden Länder aus und stoßen auf Pauline Sybille Breuer aus Erftstadt. Die Ähnlichkeit zwischen dem rekonstruierten Gesicht der Leiche und der vermissten Frau, die zuletzt in Liblar gewohnt hat, ist verblüffend, meint die holländische Polizei.

Auch Gertrud Weinen sagt, dass es sich bei der Toten um ihre vermisste Schwester handeln könnte. Die Euskirchenerin will einfach nur noch Klarheit haben: „Es kann nicht mehr so weitergehen. Die Erinnerungen kommen ständig wieder hoch.“ Das einzige Foto von Pauline, auf dem diese fünf Jahre alt ist, und den Zeitungsartikel mit der Vermisstensuche hat sie aufbewahrt. Wenn Pauline Sybille Breuer Probleme hatte, klopfte sie oft bei ihrer älteren Schwester an. Gertrud Weinen beschreibt ihre Schwester als liebevollen, hilfsbereiten Menschen. „Sie hatte kein einfaches Leben“, sagt Gertrud Weinen. Ihr Vater habe viel getrunken und die sechs Geschwister oft verprügelt.

Sollte der DNA-Test ein positives Ergebnis liefern, ist Pauline Sybille Breuer 1976 möglicherweise Opfer eines Serienmörders geworden. Die Polizei in Holland geht davon aus, dass die Tote aus Maarsbergen von Peter C. (46) umgebracht worden ist. Er soll für die Ermordung von fünf Prostituierten aus der Umgebung von Maastricht verantwortlich sein. 1976 besuchte er eine Schule in Maarsbergen. Der Parkplatz, auf dem die Leiche gefunden wurde, war damals auch ein beliebter Treffpunkt für Drogendealer und Prostituierte. Ob und warum allerdings auch Pauline möglicherweise dort war, ist ungeklärt. „Sollte es sich bei der Leiche wirklich um meine Schwester handeln, dann können wir wenigstens mit dem Thema abschließen“, sagt Gertrud Weinen.
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#2

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 9. Sep. 2015, 00:33

6. Januar 2007 - Rhein-Erft Rundschau

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Pauline Sybille Breuer, 22. Foto: Kölner Stadt-Anzeiger

RHEIN-ERFT-KREIS. 30 Jahre ist es jetzt her, dass Pauline Sybille Breuer aus Erftstadt spurlos verschwand. Doch jetzt könnte sich möglicherweise eine neue Spur in dem Fall ergeben. Die niederländische Polizei untersucht nämlich, ob es sich bei einer jungen Frau, die am 24. Oktober 1976 in Maarsbergen tot aufgefunden wurde, um die vermisste Erftstädterin handelt. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Frau ermordet wurde.

Ursprünglich glaubten die Ermittler, bei der Toten handelte es sich um die ebenfalls seit 1976 vermisste Monique Jacobse aus Maarsbergen. Doch laut niederländischen Medienberichten meldete sich Monique im August 2006 bei ihren Verwandten. Sie hatte in den USA ein neues Leben begonnen. Daraufhin wurde die Tote exhumiert, und ein DNA-Test ergab, dass es sich nicht um die Leiche von Monique Jacobse handelt. Der Fall wurde neu aufgerollt.

Bei ihren Ermittlungen fiel den Beamten auf, dass die damals 22-jährige Erftstädterin etwa zwei Monate vor dem Auffinden der Leiche verschwunden war. Jetzt soll von Paulines Schwester Gertrud Weinen, die in Euskirchen lebt, eine DNA-Probe genommen werden, um zu klären, ob es sich bei der Toten tatsächlich um die verschwundene Erftstädterin handelt.

Wie Anton Hamacher, Hauptkommissar bei der Kreispolizeibehörde des Rhein-Erft-Kreises, bestätigte, haben die holländischen Behörden ein entsprechendes Amtshilfeersuchen gestellt. Wir haben mit der Familie von Pauline Sybille Breuer Kontakt aufgenommen und gehen davon aus, dass wir eine DNA-Probe nehmen können, erklärt er. Das Material werde dann zur Auswertung in die Niederlande geschickt.

Ein konkreter Hinweis darauf, dass es sich bei der Toten um die Frau aus Erftstadt handelt, liegt nicht vor, betont Hamacher. Es handele sich lediglich um eine Vermutung, die jetzt anhand des DNA-Tests überprüft werden soll.

Die Schwester der Vermissten, Gertrud Weinen, möchte sich zu der neuen Entwicklung nicht äußern. Lediglich ihr Mann stellte sich gestern kurz den mittlerweile wohl zahlreichen Medienanfragen. Meine Frau wird von der Welle überrollt und kann nichts mehr dazu sagen. Das alles nimmt sie sehr mit.
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#3

Ungelesener Beitrag von Salva » Mi, 9. Sep. 2015, 00:55

Einer anderen Quelle zufolge, soll Pauline Sybille letztmalig im Oktober 1977 in Liblar gesehen worden sein:
http://wherearethey.bravepages.com/cases/def005.html
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#4

Ungelesener Beitrag von anonym123 » So, 11. Okt. 2015, 21:11

Hallo, ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen. Vorweg: Ich kannte Pauline nicht, bin aber mit einer ihrer Schwestern bekannt und somit mit dem Fall vertraut. Auch mit der "Holland" Geschichte. Ein DNA-Test hatte ja damals zweifelsfrei ergeben, dass es sich bei der unbekannten Toten nicht um Pauline handelt. Irgendwie hat mich das Verschwinden der jungen Frau nie so richtig losgelassen und so habe ich immer mal wieder im Internet gesucht. In einem Forum bin ich auf den Hinweis eines Mannes gestoßen, der Pauline aus Spanien kannte. Ich habe mit ihm Kontakt aufgenommen. Er ist überzeugt, dass Pauline 1978 in Spanien von Drogendealern ermordet wurde. Er hat über die Jahre hinweg (weil es ihn ebenfalls nie losgelassen hat) einiges an Material gesammelt. Leider sind alle Unterlagen entweder auf Spanisch oder Englisch. Er selber ist Engländer und lebt in Spanien. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich gerne alles was ich von ihm habe der Polizei übergeben möchte. Ich würde aber gerne vorher jemanden, der Englisch und Spanisch kann, die Unterlagen checken lassen, damit ich sicher sein kann, dass seine "Theorie" schlüssig untermauert ist. Zeitungsartikel hat er mir ins Englische übersetzt, aber mangels Sprachkenntnissen in Spanisch kann ich mir bei einigen Fakten nicht sicher sein, ob die Übersetzungen stimmen. Ich hoffe, dass mir jemand helfen kann.
Lg
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#5

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 11. Okt. 2015, 21:24

Hallo @anonym123 und: Herzlich Willkommen in unserer Mitte :Y:

In Paulines Leben muss damals einiges im Argen gelegen haben, sodass viele Theorien bzgl. ihres Verschwindens infrage kommen konnten. Wir danken dir dafür, dass du dein Wissen hier öffentlich teilst und gebe dir einen Rat, wie du mit diesem Material umgehen solltest. Englisch wäre kein Problem und da ich auch italienisch kann, geht das auch ganz gut mit dem Spanisch.
ABER:
Übergebe bitte alles, was du bekommen hast oder kannst, der Polizei. Selbst wenn du Übersetzungen hättest, die würden diese Unterlagen eh nochmal übersetzen lassen. Es sei denn, das hat ein beglaubigter und zugelassener Dolmetscher getan. Gib alles weiter, wie du es auch bekommst. Es wird auch um Spurensicherung usw. gehen, ohne diesen Bekannten etwas unterstellen zu wollen.
Mit dieser Veröffentlichung deiner Kenntnisse musst du auch zusehen, dass du die Polizei auch wirklich kontaktierst, denn der Fall ist noch nicht abgeschlossen und du/ dieser Bekannte seid somit Zeugen und steht in der Pflicht.
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#6

Ungelesener Beitrag von anonym123 » So, 11. Okt. 2015, 21:49

Danke schon mal. Er hat ( ich glaube 2006 ) das was er damals hatte lt. seinen Aussagen an die Polizei in Bergheim geschickt. Aber nie etwas gehört. Kann man hier eine privat pn an dich schicken?
Lg
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#7

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 11. Okt. 2015, 21:58

anonym123 hat geschrieben:Kann man hier eine privat pn an dich schicken?
Gerne & Jederzeit! Klicke dazu bitte in meinem Beitrag im linken Feld auf "Kontaktdaten" und dort anschl. auf das "aet". Kannst aber auch eine EMail schreiben, wenn du auf das Symbol mit dem Brief klickst. Und: es gibt im Hauptmenü unter "Allcrime" einen Link zum Kontaktformular und dort stehen weitere Kontaktmöglichkeiten. Auch die vom Allcrime Team.
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Re: Der Fall Pauline Sybille Breuer

#8

Ungelesener Beitrag von Spencer » Mo, 12. Okt. 2015, 20:59

Hallo @anonym123 vom jetzt zweitjüngsten Mitglied des Forums. Y:Y

Ich kann mich Salva nur anschließen, kann aber auch gut verstehen, dass auch selber wissen willst wie schlüssig das Material ist.

Falls noch Bedarf an einer zweiten Übersetzermeinung besteht, ich komme zufälligerweise gerade aus Spanien und beherrsche die Sprache ebenfalls ziemlich gut.
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Re: 1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#9

Ungelesener Beitrag von senia54 » Do, 1. Sep. 2016, 19:22

Hallo beim BKA ist der link weg..was ist jetzt Sache? Weiss jemand mehr?

https://www.bka.de/nn_198456/DE/Fahndun ... eisje.html
lg Senia
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Eagle
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Re: 1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#10

Ungelesener Beitrag von Eagle » Do, 1. Sep. 2016, 19:29

@senia54
Das scheint die Ursache zu sein:
HTTP Status 404
Datum:01. August 2016
Leider konnte das System die letzte Anfrage nicht vollständig ausführen, da die aufgerufene Ressource nicht vorhanden ist.

Hinweis: Die Homepage des BKA wurde komplett überarbeitet und inhaltlich neu strukturiert. Bitte nutzen Sie die Suche, wenn Sie Ihre gewohnten Inhalte nicht mehr finden sollten.
BKA

Die Suchfunktion gab allerdings auch nichts her :sad:

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Re: 1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#11

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 3. Sep. 2016, 14:03

Ich habe vor Monaten die Unterlagen von @anonym123 aufgearbeitet, übersetzt und nach einigen Recherchen detailiert an das BKA weitergeleitet. Samt den Originalunterlagen. Leider war anonym123 seit Ende Januar nicht mehr im Forum und ich weiß daher nicht, ob ich veröffentlichen soll/darf, was ich damals an Infos erhalten hatte. Es war jedenfalls überaus interessant und enthielt recht eindeutige Hinweise, was Pauline seiner Zeit zugestoßen war und auch wo und womöglich durch wen.
Soweit ich weiß, wurde weder anonym123, noch der Sender dieser Unterlagen vom BKA kontaktiert. Ich jedenfalls auch nicht. Daher ist völlig unklar, was im Fall Pauline Breuer seitdem unternommen wurde.
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Re: 1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#12

Ungelesener Beitrag von anonym123 » So, 26. Feb. 2017, 19:32

Hallo, ich habe eben erst deine Nachricht gelesen. Solange mein Name rausgehalten wird, kannst du gerne hier alles online stellen.
Finde es wirklich schade, dass sich niemand gemeldet hat. Bedeutet für mich aber auch gleichzeitig, dass sich niemand gekümmert hat.
Liebe Grüße
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Re: 1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#13

Ungelesener Beitrag von Salva » So, 26. Feb. 2017, 20:05

Was für eine Überraschung, @anonym123 :Y: Hoffe, dir geht's gut!

Was den Fall Pauline betrifft: Danke für dein Einverständnis. Mal sehen, ob ich von dem Material etwas veröffentliche. Wenn ja, Namen bleiben selbstverständlich anonym!

Liebe Grüße zurück ;)
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#14

Ungelesener Beitrag von mippie » Di, 3. Sep. 2019, 22:41

Hallo :)
Ich bin ganz neu hier im Forum, Und ich wollte lediglich mal hören, ob evtl. Irgendwann noch etwas von dem Material veröffentlicht wird, Das euch da in die Finger gefallen ist.
Bitte nicht falsch verstehen, Ich bin einfach nur unglaublich neugierig, da ich tatsächlich aus Erftstadt komme. 😅
viele Liebe Grüße & Soorry, falls das jetzt nach all der Zeit irgendwie blöd und unerwünscht kommt 😅
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#15

Ungelesener Beitrag von Lastlove » Fr, 6. Sep. 2019, 19:22

Das gibt es doch nciht, ich habe von dem Fall noch niemals etwas gelesen.
Ein gang ganz kleines Nest dieses Liblar.
Mein Vater segelte da jahrzehntelang wie ein Stier.
Und eine Frau von hier wohnte da.

Aber was mich wundert ist das Alter der Schwester.
Wenn die vermisste ca. 18 gewesen sein soll dann war sie a 1956 geboren worden.
Die Schwester allerdings ist heute 53 und muss somit 1966 geboren sein.
Also kann sie keine Kinder gehabt haben von denen sich die vermisste verabschiedet hat.

Will man vielleicht die Annaahme vertiefen sie lebe noch und jemand anderes bediene sich ihrer Identität??
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#16

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 6. Sep. 2019, 23:26

Lastlove hat geschrieben:
Fr, 6. Sep. 2019, 19:22
Aber was mich wundert ist das Alter der Schwester.
Wenn die vermisste ca. 18 gewesen sein soll dann war sie a 1956 geboren worden.
Die Schwester allerdings ist heute 53 und muss somit 1966 geboren sein.
Also kann sie keine Kinder gehabt haben von denen sich die vermisste verabschiedet hat.
Pauline war 22 Jahre jung, als sie 1976 verschwand. Demnach wurde sie 1954 geboren und ist heute, falls sie noch lebt, 65.
Der Artikel über den Fall erschien im Jahr 2007, da war die Schwester 53. Das heißt, sie ist 1954 geboren, heute 65 und war zum Zeitpunkt von Paulines Verschwinden: 22.
:thinking:
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#17

Ungelesener Beitrag von Salva » Fr, 6. Sep. 2019, 23:58

Hallo @mippie, herzlich Willkommen ;)
Du bekommst die Unterlagen per PN.
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#18

Ungelesener Beitrag von mippie » Sa, 7. Sep. 2019, 13:16

Hallo,
@salva , Ich bedanke noch sehr herzlich! ☺
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#19

Ungelesener Beitrag von Dirty Harry » Mo, 9. Sep. 2019, 19:39

Habe hier nur mal so rein gelesen - lang ist es her das Pauline Sybille Breuer verschwand ein echter Cold Case , leider ist es meines Erachtens so das die Zeit bei Vermissten Fällen und Tötungsdelikten gegen die Ermittler arbeitet , gut auch durch Foren das so Altfälle zumindest nicht in Vergessenheit geraten - was die Aufklärung angeht , leider :dislike:
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#20

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 10. Sep. 2019, 20:45

Hallo @mippie
Und? Hast du das Material durch? Wie ist dein Eindruck?
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#21

Ungelesener Beitrag von mippie » Do, 12. Sep. 2019, 23:54

Hallo @Salva ,
Ja, bin durch.
Also, alles in allem denk ich es klingt schlüssig, es ist sehr gut möglich, dass dies in Spanien Pauline war.
Weitere Details zur Leiche waten natürlich super hilfreich, Obduktionsergebnisse etwa, genaue Größe, Merkmale, DNA?
Ich würd mal sagen, dass da genug Anhaltspunkte sind, um seitens der Polizei zumindest mal in die Richtung zu ermitteln.
Nach all der Zeit wird die Priorität des Falls zwar eher semi-aktuell sein, aber es wäre trotzdem schön, wenn da noch weiter geschaut würde.
Gruß ☺
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#22

Ungelesener Beitrag von ColdCase1 » Mi, 28. Apr. 2021, 17:54

Hallo zusammen,:wink:

ich bin neu hier, komme auch selbst aus Erftstadt.
Daher hat dieser Fall mein Interesse geweckt.
Habt ihr einen Tip, wo ich mich diesbezüglich gut einlesen kann?

LG CC1
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DNA-Test bringt ans Licht - Sibylle ist es ist NICHT

#23

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Mi, 28. Apr. 2021, 18:39

ColdCase1 hat geschrieben:
Mi, 28. Apr. 2021, 17:54
...Tip, wo ich mich diesbezüglich gut einlesen kann?...
hier zum Beispiel; gefunden auf t-online.de vom Juni 2018:

https://www.t-online.de/nachrichten/pan ... haben.html

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"Heulmeisje" ist das Langzeit-Rätsel des BKA
Wie beim "Heulmeisje". Es hat einen Stammplatz auf der Liste der unbekannten Toten des Bundeskriminalamtes. Es ist ihr Langzeit-Rätsel. Die Suche nach seiner Identität hat unglaubliche Volten geschlagen. Es ist, weiß man heute, im jungen Teenager-Alter von 12 oder 13 getötet worden. Das war im Herbst vor 42 Jahren in den Niederlanden an der viel befahrenen Autobahn A12, die Touristen vom Rhein-Ruhr-Raum an die Strände der Nordsee und Fernfahrer in die großen Seehäfen der Benelux-Region schaufelt. Zahlreiche der ermittelten Spuren führen seither nach Deutschland. Mehrfach haben die Ermittler davon in Sendungen wie "XY Ungelöst" des ZDF oder dem niederländischen Pendant "Obsporing Verzocht" erzählt. Das hat Verdachtsmeldungen ergeben. Aber keinen zielführenden Treffer.

Es ist Sonntag, der 24. Oktober 1976. In der alten Bundesrepublik hat Kanzler Schmidt die Wahl gewonnen und Schalke Bayern mit 7:0 geschlagen. Zwischen Arnheim und Utrecht, in der Fahrtrichtung Deutschland, findet ein Förster im bewaldeten Umfeld eines Autobahnparkplatzes eine nackte, halb verweste Mädchenleiche. Sie liegt unter herabgewehten Blättern. Der Parkplatz beim Ort Maarsbergen heißt "De Heul". Die Tote wird zum Heulmeisje.

Schnell gibt es einen Verdacht: Ist nicht, im Jahr zuvor im benachbarten Bilthoven, die 18-Jährige Monique Jacobs verschwunden? Leichenteile mit der DNA-Methode zuzuordnen, das gibt es noch nicht. Und so scheint sich ein ungeklärter Vermisstenfall in traurige Sicherheit zu verwandeln. Die Tote ist Monique Jacobs, sie wurde ermordet, sind sich Polizei und Angehörige nach kurzer Zeit einig. Die Akte Heulmeisje wird geschlossen, ohne, dass ein Täter ermittelt wurde. Die auf dem Parkplatz gefundenen sterblichen Überreste, vermeintlich die von Monique Jacobs, werden im Grab 26 auf dem Kirchhof von Maarn beigesetzt.

Doch die vermeintlich schnelle Lösung des Falles stellt sich als ein fataler Irrtum heraus. Denn Monique Jacobs lebt. 2006 reist sie mit dem Zug aus Deutschland an. Sie meldet sich bei Verwandtschaft und Polizei. Sie hat aus eigenen Gründen ein eigenes Leben ohne Kontakt nach Hause führen wollen.

Wissenschaft bringt Aufklärung voran
Die Fahnder sind fassungslos. Zu welchem Mordopfer gehören dann die Knochen in Grab 26? Nach dreißig Jahren klappen sie ihre Akte wieder auf. Die Kriminaltechnik hat ungeahnte Fortschritte gemacht. Tests des Erbguts DNA gehören zur Regel. In Utrecht und an der Uni von Amsterdam, wohin die Gebeine des Mordopfers von 1976 gebracht worden sind, erfahren Polizisten wie Wim Perlot und Forscher wie Gareth Davies bald mehr. Sie lesen in den Leichenteilen aus dem Kirchhof von Maarn wie in einer Biografie.

Die Tote, steht für sie fest, war jünger als 1976 angenommen. Sie könnte zwischen 1960 und 1964 geboren sein. Sie war 1,60 Meter groß und schlank, hatte zu Lebzeiten kastanienbraunes Haar und eine helle Haut. Das alles ergibt sich aus der jetzt möglichen Epiphysen-Untersuchung der Knochen. Und im Labor erfahren die Experten noch mehr: Heulmeisje lebte in den ersten sieben Jahren irgendwo zwischen Eifel und Ruhrgebiet. Grundwasserspuren in der Leiche, teils vulkanischen Ursprungs, sind typisch für dieses Gebiet.

Die Analyse ist Anlass, die Fahndung auf das nahe Ausland auszudehnen. Im Jahr nach der überraschenden Wende in Sachen Monique Jacobs, Anfang 2007, geht ein Rechtshilfeersuchen der Rijkspolitie in Heerlen bei den Kollegen im deutschen Erftstadt bei Köln ein. Ob die dort seit dem 5. Mai 1976 vermisste Pauline Sybille Breuer mit der in Maarsbergen gefundenen Toten identisch sein könnte? Deren Schwester wird um eine DNA-Probe gebeten. Die alte Faustregel scheint bestätigt: Nicht selten greift ein Kriminalfall in den anderen.

Paulines Schwester Gertrud hatte die Vermisste zuletzt gesehen. An einem Sommerabend 1975 stand die damals 22-Jährige betrunken bei ihr in der Tür, hatte eine Pistole, einen Schlagring und eine Flasche Bier in der Tasche und gesagt: "Ich hab noch was Wichtiges zu erledigen. Pass gut auf dich und deine Kinder auf. Du hörst von mir." Es waren ihre letzten bekannten Sätze.

Es bleiben viele Fragezeichen
Die neuartige Nutzung des Erbguts für Ermittlungszwecke kann aber auch Fakten schaffen, die eben nicht die Sicherheit bringen, die Angehörige von über viele Jahre Vermissten so dringend brauchen.

:warning: Die DNA von Heulmeisje hat am Ende nicht mit der von Pauline Sybille Breuer übereingestimmt. :warning:

Wer war Heulmeisje? Und wer hat das junge Mädchen, dessen Leiche auf dem niederländischen Autobahnparkplatz gefunden wurde, umgebracht? Nach drei Jahrzehnten und manch falscher Spur bleiben die beiden großen Fragezeichen. Zeit für die Zwischenbilanz: Was liegt auf dem Tisch? Was wissen wir?

Die niederländische Kripo hat – teils aufgrund der TV-Fahndungen – ganze Aktenberge von Informationen und Aussagen gesammelt. Auch das Bundeskriminalamt kennt greifbare Ergebnisse: "Circa 1975 soll sich das Mädchen in Ost-Deutschland oder in Osteuropa aufgehalten und bis zum Todeszeitpunkt in Westeuropa (Deutschland oder Niederlanden) gelebt haben." In der Zeit aber vor ihrem Tod, also im Jahr 1975, habe sie sich "sehr einseitig ernährt". Gründe dafür: Eine "extreme Armut". Oder auch eine Entführung.

Der niederländische Professor Gareth Davies hat für diese Erkenntnisse die Isotopen-Methode verwendet. Isotopen sind Informationsträger in Haaren, die über aufgenommene Nahrung Auskunft geben können. Heulmeisje, sagt er, habe zunächst die Nahrung erhalten, die der der Menschen im reichen Nordwesteuropa entspricht. Später bis zum Tod habe sie Hunger gelitten.

Das könnte bedeuten: Die Spur führt ins Rotlicht-Milieu. Zwischenzeitlich ist ja ein Peter C. in Verdacht geraten, der für fünf Morde an Prostituierten in der Umgebung von Maastricht verantwortlich gemacht wurde und 1976 in Maarsbergen zur Schule gegangen ist. Andererseits: Ein Autofahrer will zur möglichen Tatzeit eine junge Frau und einen Begleiter als Anhalter mitgenommen und nahe der Fundstelle rausgelassen haben: "Sie sprachen deutsch." Ein Taxifahrer erinnerte sich an einen Fahrgast, der angetrunken war und von Heulmeisje interessante Dinge erzählt hat. Sie komme aus Essen im Ruhrgebiet, hat er angedeutet. Wenn es diesen Fahrgast gab: War er der Täter?

2012 schließlich, als längst ein auf der Basis der Kriminaltechnik rekonstruierter Kopf von Heulmeisje Teil der Öffentlichkeitsfahndung ist, hinterlegte ein Informant: Zwei Männer hätten zur fraglichen Tatzeit einen leblosen Körper weggeworfen. Sie seien damals 30 oder 40 Jahre alt gewesen. "Sie sind heute dementsprechend in den Siebzigern", sagt das BKA. "Die Polizei will in Erfahrung bringen, wer diese Männer sind."

Seit fünf Jahren ermittelt ein sogenanntes "Cold Case"-Team der niederländischen Polizei, eine Spezialeinheit für lange ungeklärte Fälle. Die Suche geht weiter.
Quelle:

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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#24

Ungelesener Beitrag von Omas Bioladen » Mi, 28. Apr. 2021, 18:46

Daß sie es nicht ist bringt den Verwandten natürlich keinen Abschluß, aber es rückt jetzt die ganze Angelegenheit hier aus dem Forum ins Licht, nachdem es Aussagen zu einem gewaltsamen Tod von Sibylle in Spanien gibt. Jetzt steigt auch der Druck auf die Ermittler. Gut, daß des das Internet und dieses Forum gibt. Es bleibt nur eine Frage der Zeit bis hier der erste Fall aufgeklärt wird, wenn das nicht sogar schon lange bei anderen Fällen geschehen ist.

:like:
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#25

Ungelesener Beitrag von ColdCase1 » Mi, 28. Apr. 2021, 18:51

@Omas Bioladen danke für die Infos :clap::clap:

Ich lese mich nun mal richtig ein. :idea:
Habe hier gelesen, dass es Unterlagen aus ihrer Zeit in Spanien gibt.
@Salva kannst du oder jemand anderes mir die Unterlagen zur Verfügung stellen?

LG
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#26

Ungelesener Beitrag von Salva » Sa, 1. Mai. 2021, 18:10

ColdCase1 hat geschrieben:
Mi, 28. Apr. 2021, 18:51
@Salva kannst du oder jemand anderes mir die Unterlagen zur Verfügung stellen?
Habe ich soeben erledigt :like:
Mal sehen, was du dazu sagst :thinking:
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#27

Ungelesener Beitrag von Thordis » Sa, 10. Jul. 2021, 22:42

@Salva Mich würden die Unterlagen bzgl Pauline Sybille Breuer ebenfalls sehr interessieren, wäre toll, wenn Du sie mir auch schicken könntest.

Was mir an diesem Fall beim Lesen hier direkt aufgefallen ist:
Der Inhalt von Pauline Sybille Breuers Handtasche, als die Schwester sie zum letzten Mal vor ihrem Verschwinden sah:
Als die 53-Jährige ihre Schwester zum letzten Mal gesehen hat, steckten in deren Tasche eine Pistole, ein Schlagring und eine Flasche Bier. Eine weitere Flasche hielt sie in der Hand. Sie war betrunken. Es war ein Sommerabend Ende August 1975. „Pass gut auf deine Kinder auf und pass auch gut auf dich auf“, hat Pauline damals gesagt, als sie vor der Tür ihrer Schwester Gertrud stand. Pauline wollte nicht hereinkommen. „Ich habe noch etwas Wichtiges zu erledigen. Du hörst von mir“
Frage mich, woher die Schwester wusste, was sich in der Handtasche von Pauline Sybille befand - zeigte diese den doch recht ungewöhnlichen Inhalt ihrer Schwester?
M E eher unwahrscheinlich, wenn sie nichtmals hereinkommen wollte, wird es sich bei dieser letzten Begegnung der beiden Schwestern wohl eher um ein kurzes Zusammentreffen gehandelt haben.
Was könnte das gewesen sein, was Pauline Sybille mit der Pistole und dem Schlagring "wichtiges zu erledigen" hatte?
Wollte sie evtl jmdn "eine Lektion erteilen", trank sich dafür Mut an und dies ist dann schief gegangen und endete für Pauline Sybille tödlich?
Wurde sie bedroht und hatte Pistole und Schlagring zu ihrem Schutz dabei?
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#28

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 13. Jul. 2021, 18:29

@Thordis
Meine Mail an dich mit den Unterlagen kam zurück. Egal... habe die zip-Datei im Download Center hinterlegt.

Pauline Sybille Breuer.zip
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#29

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Fr, 16. Jul. 2021, 15:18

Ich habe mich mal eingelesen:

1.
Salva hat geschrieben:
Fr, 6. Sep. 2019, 23:26
Pauline war 22 Jahre jung, als sie 1976 verschwand. Demnach wurde sie 1954 geboren und ist heute, falls sie noch lebt, 65.
Der Artikel über den Fall erschien im Jahr 2007, da war die Schwester 53. Das heißt, sie ist 1954 geboren, heute 65 und war zum Zeitpunkt von Paulines Verschwinden: 22.
Sorry das passt nicht ganz. Wenn es keine Zwillingsschwestern sind, ist es unwahrscheinlich, dass beide 1954 geboren sind.

2.
Omas Bioladen hat geschrieben:
Mi, 28. Apr. 2021, 18:39
Paulines Schwester Gertrud hatte die Vermisste zuletzt gesehen. An einem Sommerabend 1975 stand die damals 22-Jährige betrunken bei ihr in der Tür, hatte eine Pistole, einen Schlagring und eine Flasche Bier in der Tasche und gesagt: "Ich hab noch was Wichtiges zu erledigen. Pass gut auf dich und deine Kinder auf. Du hörst von mir." Es waren ihre letzten bekannten Sätze.
Sie wurde also von ihrer Schwester zuletzt im Sommer 1975 in Deutschland gesehen.
Danach soll sie in Spanien gelebt haben.
Nun kommt ein Problem.
Francisco Paulino Hermenegildo Teódulo Franco y Bahamonde Salgado Pardo (* 4. Dezember 1892 in Ferrol, Galicien; † 20. November 1975) war ein brutaler faschistischer Diktator, aber solche Leute mögen Rauschgift (Heroin) außer für sich selbst nicht so sehr.
Ich kann mir ehrlich nicht vorstellen, dass so schnell innerhalb eines Jahres eine Heroinszene in Spanien entstanden ist.
Und noch viel weniger, dass Guardia Civil dabei mitgemischt haben soll.

Mit Francos Tod war der Franquismus noch nicht am Ende. Die maßgeblichen Stellen des franquistischen Staats, der Nationalrat, der Königliche Rat und die Cortes, waren durch seine Anhänger besetzt. Entsprechend gering war der Spielraum des Königs Juan Carlos I., der noch im selben Jahr 1975 inthronisiert wurde und eine mutige Thronrede hielt, in welcher er ausführte, dass „eine freie und moderne Gesellschaft die Beteiligung aller in den Entscheidungszentren, den Medien, den unterschiedlichen Ebenen des Erziehungswesens und der Kontrolle des nationalen Wohlstands“ erfordere. Er sah sich, wie er weiter ausführte, als „König aller Spanier, Wächter der Verfassung und Kämpfer für die Gerechtigkeit“.
Es war keine leichte Aufgabe für Juan Carlos, die Transition Spaniens durchzuführen. Zunächst blieben der Premier Carlos Arias Navarro – der ausdrücklich kundtat, den Franquismus weiterführen zu wollen – und seine Regierung im Amt (Arias war seit dem Jahreswechsel 1973/74 im Amt). Juan Carlos sah sich gleichsam zwischen Hammer und Amboss: der Linken und der Mitte, welche ihn zu einem radikalen Bruch mit dem alten Regime aufforderten, und Guardia Civil, Militär und Movimiento Nacional, welche den König wissen ließen, nur kleine Reformen, keineswegs aber einen vollständigen Umbau des Staates mittragen zu wollen.

Unter dem Eindruck von Massendemonstrationen bis hin zu blutigen Auseinandersetzungen, die im Massaker von Vitoria kulminierten, reichte Arias auf nachdrückliches Verlangen des Königs schließlich seinen Rücktritt ein. Neuer Premier wurde Adolfo Suárez, der Generalsekretär des Movimiento Nacional. Zwar war er ein Mann des alten Regimes, und die Enttäuschung der Reformkräfte war zunächst groß. Doch gerade in dieser Eigenschaft, als ein Mann, dem die Stützen des Systems vertrauten, konnte Suárez den entscheidenden Schritt wagen. Sein Programm umschrieb er wie folgt: „Die Krone hat ihrem Wunsch Ausdruck verliehen, aus Spanien eine moderne Demokratie zu formen. Es ist mein fester Entschluss, dem zu dienen.“

1976 wurde im Zuge einer Strafrechtsreform die Bildung von Parteien wieder legalisiert. Im Zentrum der von Suárez angestoßenen Reform aber stand eine neue Verfassung, die aus den Cortes, welche zuvor ein Ständeparlament gewesen waren, ein allgemein, frei, gleich und geheim gewähltes Zweikammerparlament machte. Juan Carlos’ Anteil an diesen Reformen bestand nicht zuletzt darin, dass er sich hinter seinen Premier stellte, seine eigene Reputation für ihn in die Waagschale warf und bei den alten Stützen des Systems für die Neubegründung des spanischen Staats warb. 1978 nahm die spanische Bevölkerung mit 88%iger Mehrheit die Verfassung an, die Spanien zu einer parlamentarischen Monarchie machte. Unter anderem wurde darin das Frauenwahlrecht, das während des Franco-Regimes nicht hatte ausgeübt werden können, erneuert.Erster Ministerpräsident des demokratischen Spanien wurde Adolfo Suárez.
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1976 | Erftstadt | Pauline Sybille Breuer (22) vermisst

#30

Ungelesener Beitrag von Duchonin » Fr, 16. Jul. 2021, 15:29

3. Ich frage mich auch, wie die Vorgeschichte der Pauline Sybille Breuer in Deutschland war.
Als ich im September 1977 mit Pauline sprach, erzählte sie mir, dass sie sich in Deutschland ein nagelneues Motorrad gekauft hatte, bevor sie mit 3 Freunden aus Hamburg, wo sie damals lebte, nach Spanien kam. Wie ich schon erwähnt habe, blieb sie in Spanien, als die 3 Freunde dann in ihrem „Mobile Home“ nach Deutschland zurückkehrten.
Wo von hat sie gelebt ? Wovon das Motorrad bezahlt ?

4. Wenn die 1978 gefundene Leiche Pauline Sybille Breuer war, wäre sicher inzwischen wenigstens die Zahnprotese in Deutschland geprüft worden.
„El País“ Madrid, Samstag, 20. Mai 1978

Eine möglicherweise nicht lange vor ihrem Tod von einem Zahnarzt eingesetzte Zahnprothese könnte der Schlüssel zur Identifizierung des jungen Mordopfers sein, dessen vollständig verkohlte Leiche in Colmenar Viejo gefunden wurde. Die anfangs für den Fall zuständige Guardia Civil und die Landespolizei, deren Kriminalpolizei nun die Aufklärung des Mysteriums übernommen hat, stehen vor einem der am schwierigsten aufzuklärenden Morde, denn der Mörder hat sich viel Mühe gegeben alle Beweise vertuschen.

Die verkohlte Leiche, die am Mittwoch, den 17. Mai um die Mittagszeit von einem Arbeiter auf einem Brachland nahe der nicht klassifizierten Straße zwischen Colmenar und Cerceda gefunden wurde, ist von einer jungen Frau. Das Opfer könnte etwa 25 Jahre alt sein, 1,65 Meter groß und ihr Knochenbau ist athletisch. Bis auf eine Hand und die Füße war der Körper komplett verbrannt.

Diese Tatsache, zusammen mit der Tatsache, dass die Leiche an einem abgelegenen Ort gefunden wurde, lässt das Vorhandensein eines Plastikstücks, das zu einem brennbaren Behälter gehört – laut Beschreibung der Polizei – glauben, dass es sich um einen Fall handelt des Mordes. Es scheint, dass der beste Hinweis für die Ermittler eine provisorische Füllung ist, die ein Zahnarzt wahrscheinlich vor nicht allzu langer Zeit, vielleicht kurz vor ihrem Tod, auf einen der Zähne gelegt hat, wenn man bedenkt, dass dies, wie die Autopsie ergab, geschah vor etwa 50 bis 60 Tagen.

Der Mann, der die Leiche gefunden hat, arbeitet für das Wasserwerk, das parallel zur Bundesstraße 607 verläuft. Dieser Mann verließ die Straße, um sich zu erleichtern, und fand die Überreste der jungen Frau, und nachdem er seine Kollegen informiert hatte, meldete er die Angelegenheit der Guardia Civil. Der Körper war nach oben gerichtet, die Beine weit auseinander und der rechte Arm lag auf der Brust. Offenbar fehlte der linke Arm.

Da sich die Leiche in einem fortgeschrittenen Verwesungszustand befand und vollständig verbrannt war, konnte die Todesursache nicht festgestellt werden. An bestimmten Organen können weitere Untersuchungen durchgeführt werden, um herauszufinden, wie sie gestorben ist.
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