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Robert Joe Long

Taten, Profile und Opfer.
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Salva
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Robert Joe Long

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Mo, 23. Nov. 2015, 07:14

Bild
NameLong
VornameRobert "Bobby" Joe
Auch bekannt alsCousin des Serienmörders Henry Lee Lucas
KlassifizierungSerienmörder und -vergewaltiger
Alter62
Geburtsdatum14. Oktober 1953
GeburtsortKenova, West Virginia
NationalitätUSA
Tatort/eRegion um Tampa Bay, Florida, USA
Datum/ ZeitraumMorde: Mai bis November 1984; Vergewaltigungen: 1980 bis 1984
TatmotivationZwanghafter sexueller Trieb und gesteigerte Aggressivität aufgrund einer Kopfverletzung nach einem Motorradunfall als 21-Jähriger. Obwohl er Ärzten von seinen Zwängen erzählte, wurde er ignoriert und als Simulant abgetan. Die Einnahme starker Medikamenten war die Folge.
Opfer (bewiesen)siehe unten
Opfer (vermutet)--
Tatausführung/ Art10 Morde; 50 Vergewaltigungen
erwürgen, strangulieren, erschießen und 1 Opfer Kehlenschnitt
Verhaftet am16. November 1984
Verurteilt am25. Juli 1986
Urteil26x Lebenslange Haft, 2x Todesstrafe
Aktueller Statuswartet noch heute im Gefängnis von Starke County in Florida auf seine Hinrichtung
• Über Robert Joe Long

Long wurde in einfachen Verhältnissen geboren. Seine Eltern trennten sich, als er drei Jahre alt war, seine Mutter Louella zog mit ihm nach Tampa/ Florida, wo sie entweder bei Verwandten oder in Mietwohnungen ein Nomadendasein lebten. Bis zu seinem 13. Lebensjahr musste Long auf Anordnung seiner dominanten Mutter bei ihr im Bett schlafen. Da seine Mutter ihrem Hund mehr Aufmerksamkeit schenkte als ihrem Sohn, tötete ihn Long, indem er ihm mit der Pistole ins Geschlechtsteil schoss. Long litt an dem Klinefelter-Syndrom. So kam es, dass ihm bei Erreichen der Pubertät weibliche Brüste wuchsen, die ihm operativ entfernt werden mussten.

1966 lernte Long Cindy Jean Guthrie kennen, ein Mädchen aus der Nachbarschaft, in das er sich zwei Jahre später verliebte. Beide heirateten im Frühjahr 1974. Wie seine Mutter war auch seine Ehefrau eine dominante und manipulative Person. Beide Frauen hassten einander und gaben sich später gegenseitig die Schuld am Versagen ihres Sohnes und Ehemanns. Kurz nach der Hochzeit musste Long zum Militär einrücken und diente auf der Homestead Air Force Base in Florida.

Bild nicht mehr vorhandenHochzeitsfoto von Robert Long und Cindy Guthrie
Wenige Monate später, im Herbst 1974, verunglückte Long mit seinem Motorrad. Dieser Unfall veränderte den 21-Jährigen geistig und charakterlich.

Bild nicht mehr vorhandenBereits Ende 1975 lies sich Cindy Guthrie von Bobby Long scheiden
• Taten

Durch die Kopfverletzung wurden Longs sexuelle Bedürfnisse potenziert. Auch wurde er zusehends aggressiver und begann, zwanghaft zu masturbieren. Obwohl er Ärzten von seinen Zwängen erzählte, ignorierten ihn diese und taten ihn als Simulanten ab. Die Einnahme starker Medikamenten war die Folge.

Kurz nach der Entlassung aus dem Krankenhaus begann Long zu morden. Gezielt suchte er sich Inserate von alleinstehenden, nach einer Beziehung suchenden Frauen aus Tageszeitungen, fuhr zu deren Wohnungen und vergewaltigte sie, ließ sie aber in dieser ersten Phase noch am Leben. 50 Fälle von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung gingen so auf sein Konto. Arbeitslos und auch aus der Army entlassen hatte Long nun Zeit, seine Bedürfnisse zu befriedigen. Seine Frau ließ sich bereits Ende 1975 von ihm scheiden.

Im Oktober 1981 beschuldigte Sharon Richards, eine Nachbarin Longs, ihn der Vergewaltigung. Allerdings fehlten der Polizei die Beweise, Long zu inhaftieren. Dieser versetzte Richards wenige Tage später während einer Auseinandersetzung einen Schlag und floh daraufhin zu seinen Eltern nach West Virginia. Erst im Juni 1983 kehrte er nach Tampa zurück.

Im Juli 1983 lernte Long eine Röntgenassistentin eines nahe gelegenen Krankenhauses kennen. Sie wurden ein Paar. Um sich von seiner Beute, dem Schmuck der vergewaltigten Frauen, zu trennen, überhäufte er seine Freundin damit. Im September 1983 wurde der Prozess in der Strafsache Sharon Richards gegen ihn eröffnet. Er wurde schuldig gesprochen. Long beantragte eine Revision des Verfahrens.

Noch während der Phase, in der der Prozess neu aufgerollt wurde, wurde Long im November 1983 verhaftet, nachdem er einen obszönen Brief wie auch Nacktaufnahmen von sich und einem zwölfjährigen Mädchen aus Tampa per Post verschickt hatte. Auch ein anzügliches Telefonat sollte Long mit seinem Opfer geführt haben. Nach zwei Tagen im Gefängnis und einer Bewährungszeit von sechs Monaten kam Long wieder frei.

Im Frühjahr 1984 wurde das Revisionsverfahren in der Sache Sharon Richards eröffnet. Das Urteil: Nicht schuldig.

Am 27. März 1984 vergewaltigte Long die 20-jährige Artis Wick. Anschließend ermordete er sie. Es war der erste Mord, den man Long später nachweisen konnte.

Ab 1984 begann Long mit der Serie willkürlicher Morde. Miami, Ocala und Fort Lauderdale war das Gebiet, in welchem er operierte und dabei überwiegend Prostituierte und Stripperinnen ermordete. Später, nach seiner Verhaftung, gab er den Abscheu zum Ausdruck, den er gegenüber dominanten und manipulativen Frauen empfand. Doch auch im privaten Umfeld suchte er sich seine Opfer.

Obwohl bald nach den ersten Morden das FBI auf den Serienkiller angesetzt war, konnte Long zwischen Mai und November 1984 acht weitere Frauen zwischen 18 und 22 Jahren in seinem Appartement ermorden. Im November 1984 überfiel Long die 17-jährige Studentin Lisa McVey auf offener Straße und zerrte sie in seine Wohnung. Als sie ihm wahrheitsgemäß erzählte, dass sie ihr Stiefvater in der Kindheit bereits sexuell missbraucht hatte, hielt dies Long davon ab, sie zu ermorden, nicht jedoch sie zu vergewaltigen und danach laufen zu lassen.

• Prozess

Durch die exakte Täter- wie auch Wohnungsbeschreibung von Lisa McVey wurde Long am 17. November 1984 in seiner Wohnung verhaftet. Die Beweislast war erdrückend. Sowohl DNA-Spuren wie auch persönlicher Besitz der Opfer konnten sichergestellt werden. 1985 wurde der Prozess gegen ihn eröffnet. Obwohl Long neben 26 lebenslangen Freiheitsstrafen zweimal die Todesstrafe erhielt, sah er sich stets als Justizopfer des damals amtierenden Gouverneurs von Florida, Robert Daniel Graham, eines Befürworters der Todesstrafe.

Er wartet noch heute im Gefängnis von Starke County in Florida auf seine Hinrichtung.

Wikipedia | TCI



• Die Opfer
Artis Wick, 20

* 23. Mai 1963,
† 27. März 1984
Gefunden am 22. November 1984 in Hillsborough County/FL/USA

Erwürgt
Als Long Artis aufgabelte, hatte er bereits mehrfach Vergewaltigungen an anderen Frauen verübt, welche er allerdings alle am Leben gelassen hatte. Nachdem ihn eine Nachbarin angezeigt hatte, beschloss er, etwas zu ändern. Zwar war Long jenes Verbrechens freigesprochen worden, das brachte ihn jedoch nicht von der Idee ab, künftig keine Zeugen mehr zu hinterlassen. Long hatte Artis als Anhalterin mitgenommen und sie vergewaltigt. Anschließend fühlte er sich "seltsam unbefriedigt". Statt das Mädchen gehen zu lassen, wie er es zuvor immer getan hatte, erdrosselte er die Zwanzigjährige. Long dachte, er habe nun die perfekte Methode gefunden, um nicht noch einmal für seine Verbrechen verhaftet zu werden.
Artis, die von ihren Freunden "Ann" genannt wurde, wurde auf dem Riverside Cemetery in Gas City, Indiana, beigesetzt.
Ngeun Thi "Lana" Long, 20
Bild
* 01. November 1964
† 04. Mai 1984

gefunden am 13. Mai 1984 in Hillsborough County/Florida/USA

Erdrosselt

Stripperin in der Sly Fox Lounge in Tampa Bay, Prostituierte
Als die Ermittler am 13. Mai 1984 am Leichenfundort eintrafen, bot sich ihnen ein schrecklicher Anblick. Die Leiche einer jungen Frau lag mit dem Gesicht nach unten im Schmutz, die Hände auf dem Rücken gefesselt und die Beine weit gespreizt. Die Identifizierung ergab, dass es sich um die aus Laos stammende Ngeun Thi Long handelte, die erst vor kurzem mit ihrem Freund von Los Angeles, CA, nach Tampa, FL, gezogen war. Long fuhr neben ihr her und bot ihr an, sie mitzunehmen, was sie akzeptierte. Er brachte Lana in ein Waldstück, wo er sie zwang, sich auszuziehen, ihr die Hände auf dem Rücken fesselte und ihr befahl, sich auf dem Rücksitz seines Autos auf den Bauch zu legen. Er vergewaltigte sie, dann zog er sie aus dem Auto heraus und boxte ihr so lange in das Gesicht, bis Lana ohnmächtig wurde. Anschließend strangulierte er sie mit einem Stück Seil, legte sie in Position und ließ den nackten Körper an Ort und Stelle zurück. Der einzige Beweis am Tatort waren ein paar Reifenspuren und einige rote Fasern, welche vermutlich von der Fußmatte im Inneren des Wagens stammten. Lana, wie sie von ihren Freunden genannt wurde, hatte gerade ihren Job als Stripperin gekündigt, um an der Universität von Süd Florida Kunst zu studieren.
Michelle Denise Simms, 22
Bild
* 09. Mai 1962
† 04. Mai 1984

verschwunden am Kennedy Blvd./Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 27. Mai 1984 "Lover’s Lane", Park Road, Hillsborough County/FL/USA

Durchschnittene Kehle

Prostituirte
Nur zwei Wochen nach Lana Longs Tod wurde erneut ein Opfer aufgefunden. Dieses Mal handelte es sich um Michelle Denise Simms, die sich prostituierte, um ihre Kokainsucht zu finanzieren, welche wöchentlich etwa tausend Dollar verschlang. Long hatte sie mitgenommen, als sie auf dem Kennedy Boulevard anschaffen ging. Er folgte seinem bewährten Muster, fuhr mit ihr zu einer Stelle, die „Lover’s Lane“ genannt wird, und zwang sie, sich auszuziehen, ehe er ihr die Hände auf den Rücken fesselte. Er vergewaltigte Michelle in seinem Auto und versuchte sie dann außerhalb des Wagens zu erdrosseln. Doch Michelle begann, um ihr Leben zu kämpfen. Long ergriff ein Messer und durchschnitt ihr mehrfach die Kehle. Als Michelle gefunden wurde, befand sich ebenfalls ein Stück Seil um ihren Hals. Ihre blutgetränkte Kleidung hing in der Nähe an einem Baum. Am Tatort fand die Polizei erneut rote Fasern, menschliche Haare, welche nicht von Michelle stammten, einen Fußabdruck und Reifenspuren. Genug Beweismaterial, um eine Verbindung zwischen Lanas und Michelles Tod herzustellen. Diesmal konnte auch Samenflüssigkeit sichergestellt werden, welche den Ermittlern die Blutgruppe des Täters verriet. Michelle war eine ehemalige kalifornische Schönheitskönigin und erst einen Tag vor ihrem Tod nach Tampa gekommen.

Michelle wurde auf dem Santa Barbara Cemetery in Santa Barbara, Californien, beigesetzt.
Elizabeth B. Loudenback, 21
Bild
* 10. Juni 1962
† 08. Juni 1984

verschwunden in Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 24. Juni 1984 in Hillsborough County/FL/USA

Stranguliert

Prostituirte
Am späten Nachmittag verließ Elizabeth den Trailer, den sie mit ihrer Mutter, dem Stiefvater, einem Bruder und einer Schwester im Village Mobile Home Park bewohnte. Obwohl sie normalerweise keine Mitfahrangebote von Fremden annahm, traf Elizabeth eine verhängnisvolle – und endgültige – Entscheidung, Long’s Angebot zu akzeptieren, als er auf der Nebraska Avenue neben ihr stoppte. Elizabeth befand sich noch nicht lange in dem Wagen, als sie bemerkte, dass etwas schrecklich falsch lief. Long lehnte sich über sie und befahl ihr, ihre Hose auszuziehen, während er sie mit einem Messer bedrohte. Er fesselte sie, zwang sie mit dem Gesicht nach unten auf den zurückgeklappten Beifahrersitz und vergewaltigte sie. Dann fuhr er zu einem Orangenhain in Brandon, FL, und vergewaltigte sie erneut. Als er fertig war, tat Long etwas ungewöhnliches: Er löste Elizabeth’s Fesseln, wies sie an, sich wieder anzuziehen und zum Auto zurückzukehren. Später erzählte Long der Polizei, er habe nicht vorgehabt, Elizabeth zu töten, doch ihr anhaltendes Weinen habe ihn veranlasst, seine Meinung zu ändern. Er zerrte Elizabeth wieder aus dem Wagen, strangulierte sie mit einem Seil und warf ihre Leiche in ein Gebüsch. Und noch einmal wich Longs von seiner bisherigen Vorgehensweise bei den anderen Morden ab: Als er davonfuhr, durchsuchte er Elizabeth’s Geldbörse, wo er ihre Kreditkarte und die vierstellige Geheimzahl fand. In den nächsten Stunden hob er bei verschiedenen Geschäftsstellen Geld von ihrem Konto ab. Dann warf er die Karte einfach weg. Erst sechzehn Tage später wurde Elizabeth’s stark verweste Leiche gefunden und der Polizei gemeldet. Da die Auffindesituation in ziemlichem Gegensatz zu der von Lana Long und Denise Simms stand, konnte die Polizei nicht sofort eine Verbindung zwischen den Taten herstellen. Deshalb wurden Beweisspuren vom Tatort zunächst auch nicht mit denen der beiden anderen Fundorte verglichen. Dies geschah erst einige Zeit später, nachdem das Sheriff’s Office beim kriminaltechnischen Labor des FBI darum bat, Elizabeth’s Kleidung auf Faserspuren zu untersuchen. Hierbei konnten nun die selben roten Teppichfasern sichergestellt werden, welche zuvor auch bei den beiden anderen Opfern gefunden worden waren.

Elizabeth wurde von ihrer Familie auf dem Hillsboro Memorial Cemetery in Brandon, Florida, beigesetzt.
Vicky Elliott, 21
Bild
* 12. Juni 1963
† 07. September 1984

verschwunden in Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 16. November 1984 in Hillsborough County/FL/USA

Stranguliert
Als Vicky am 7. September nicht zu ihrer Arbeit im Coffee Shop des Ramada Inn erschien, meldete ihr Chef sie als vermisst. Vicky galt als sehr zuverlässig und pünktlich und ihr Arbeitgeber machte sich Sorgen, als sie an diesem Abend nicht zu ihrer Schicht um 23 Uhr erschien. Nachdem ein paar Tage vergangen waren, ohne dass Vicky wieder aufgetaucht war, durchsuchte die Polizei ihre Wohnung, wo sie auf dem Nachttisch ein Flugticket fand, welches besagte, dass Vicky zwei Wochen später zu ihren Eltern nach Muskegon, MI, fliegen wollte. Dieses Ticket ließ darauf schließen, dass Vicky nicht freiwillig verschwunden war. Als man Long später nach Vicky befragte, gab er zu, sie getötet zu haben. Sie hatte sein Angebot, sie in seinem Auto mitzunehmen, angenommen, doch als er versuchte, sie zu fesseln, attackierte sie ihn mit einer Schere. Dies versetzte ihn so in Wut, dass er das Mädchen erdrosselte. Long zeichnete den Beamten eine Karte, mit deren Hilfe die Ermittler Vickys Leiche auffinden konnten, zwei Monate nach ihrem Verschwinden.
Chanel Devoun Williams, 18
Bild
* 26. März 1966
† 30. September 1984

verschwunden in Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 12. Oktober 1984 in Hillsborough County/FL/USA

Erschossen

Prostituierte
Im gleichen Monat fand Long in Chanel sein nächstes Opfer. Er bot ihr an, sie mitzunehmen, als sie am späten Abend auf dem Weg nach Hause war. Augenblicklich schlug Long auf Chanel ein, zwang sie, sich auszuziehen, fesselte ihr die Hände auf den Rücken und befahl ihr, sich mit dem Gesicht nach unten auf den Beifahrersitz zu legen. Dann schlug er sie erneut. Als Chanel völlig verängstigt auf dem zurückgeklappten Sitz lag, fuhr Long Richtung Morris Bridge Road, wo er seinen Wagen neben der Einfahrt zu einer Rinderfarm stoppte. Er vergewaltigte Chanel, während sie noch immer auf dem Beifahrersitz kniete. Dann zog Long das Mädchen aus dem Auto und versuchte, Chanel zu strangulieren. Doch sie begann, gegen ihn zu kämpfen. Das athletische Mädchen weigerte sich, sich still zu ergeben und Long verlor bald die Geduld mit dem um sein Überleben kämpfenden Mädchen. Long nahm sein Gewehr heraus, schoss Chanel ein Mal in den Hinterkopf und stieß ihren leblosen Körper unter den Zaun der Ranch. Als er davon fuhr, warf er Chanels Kleidung aus dem Fenster, wobei der Slip auf dem Zaun und der BH am Eingangstor hängen blieben. Es sollte noch eine Woche dauern, ehe man Chanels verwesende Leiche entdeckte. Das kriminaltechnische Labor des FBI entdeckte erneut rote Teppichfasern an der Kleidung, ebenso wie ein braunes Schamhaar, welches einwandfrei zu einem Weißen gehörte, sowie Spermaspuren, welche zur Blutgruppenanalyse herangezogen werden konnten. Die Teppichfasern stammten mit denen überein, welche auch schon bei Lana Long und Denise Simms gefunden werden konnten, doch das Sperma, das bei Denise sichergestellt worden war, passte nicht zu den Spuren bei Chanel. Allerdings waren beide Opfer den Behörden als Prostituierte bekannt, so dass dies die Erklärung für die Unterschiede zu sein schien. Chanels Leiche zu identifizieren erwies sich als relativ einfach, da sie gerade erst aus dem Gefängnis entlassen worden war, wo sie eine Strafe wegen Prostitution verbüßt hatte. Die Ermittler fanden heraus, dass die 18-jährige Chanel gerade erst nach Tampa, FL, gekommen war, um dem kleinbürgerlichen Leben ihrer Heimatstadt in der Nähe von Bartow, FL, zu entfliehen. Doch da Chanel über keinerlei berufliche Qualifikationen verfügte, schien Prostitution die einzige Möglichkeit zu sein, genug Geld zu verdienen, um das Leben zu führen, das sie ich gewünscht hatte.

Chanel wurde auf dem Willow Lawn Cemetery in Lake Wales, Florida, bestattet. Auf ihrem Gedenkstein steht: In loving memory.
Karen Beth Drinsfriend, 22
Bild
† 13. Oktober 1984

verschwunden in Hillsborough Avenue, Tampa, Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 14. Oktober 1984 in Hillsborough County/FL/USA

Stranguliert

Prostituierte
Einen Tag nach dem Auffinden von Chanels Leiche – und einen Tag vor seinem Geburtstag – tötete Long wieder, doch es dauerte eine Woche, ehe die Polizei dieses erneute Verbrechen entdeckte. Long gabelte Karen auf, als sie auf der Hillsboro Avenue anschaffen ging, um sich ihre Heroinsucht zu finanzieren. Long gab sich als Freier aus, der auf Karens Sex-Offerte einging und so stieg sie bei ihm ein. Sie saß noch nicht lange in seinem Wagen, als er sie fesselte, auszog und vergewaltigte. Dann fuhr er zu einem Orangenhain, wo er Karen strangulierte, während er sie erneut vergewaltigte. Long pausierte, als er durch das Gebell von Hunden in der Nähe erschreckt wurde. Besorgt, dass man ihn fassen könnte, wartete er still in seinem Wagen, die tote Karen neben sich, bis er sich wieder sicher fühlte. Dann wickelte Long den Körper in eine Stranddecke und schob sie in den Kofferraum seines Autos. In einem anderen Orangenhain ließ er die noch immer gefesselte Leiche unter einem Baum liegen. Ihr T-Shirt war bis unter die Achseln hoch geschoben worden, so dass ihre Brust unbedeckt war. Ihr Füße hatte Long in die Stranddecke gewickelt und mit Schuhbändern und dem Fetzen eines blauen Sweatshirts gebunden, ihre Handgelenke fesselte er vor dem Körper mit einem roten Halstuch. Schließlich benutzte er ein weiteres Schuhband, das er um ihren Hals legte und mit den Handgelenken verband. Nachdem Long die tote Karen zu seiner Zufriedenheit posiert hatte, warf er ihre Kleidung aus dem Auto und verschwand. Als die Polizei am nächsten Tag Karens Leiche fand, erkannten sie das Mädchen sofort. Obwohl Karen bildhübsch und intelligent war, war sie der Polizei gut bekannt und ihre Akteneinträge reichten bis zu ihrer frühesten Jugend zurück. Bereits in der Junior High School drogenabhängig, verlief ihr Leben steil bergab und resultierte in einer Haftstrafe wegen schweren Diebstahls, Drogenmissbrauchs und Prostitution. Karen hatte mit Letzterem begonnen, um ihre Drogensucht zu finanzieren, doch erst in dem Moment, in dem sie in Longs Wagen stieg, zahlte sie den ultimativen Preis für ihre Abhängigkeit.
Kimberly Kyle "Sugar" Hoops, 22
Bild
* 24. September 1962
† 07. Oktober 1984

verschwunden in Tampa, Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 31. Oktober 1984 in Tampa, Hillsborough County/FL/USA

Stranguliert

Prostituierte
Die Polizei fand Longs fünftes Opfer an Halloween 1984, doch es gab am Fundort nichts, das geholfen hätte, den stark verwesten Körper zu identifizieren. Erst als man Long verhaftet hatte, erfuhren die Ermittler, dass es sich bei dem Opfer um Kimberly Kyle Hopps handelte. Wieder einmal hatte Long das Mädchen unter dem Vorwand mitgenommen, Bezahlung gegen Sex zu bieten. Er fuhr mit ihr bis zur Stadtgrenze, wo er Kimberly fesselte und vergewaltigte. Dann erdrosselte er sie mit ihrem eigenen schwarzen Schal und warf sie eine Böschung hinunter, wo sie in einem Abwassergraben liegen blieb. Als Kimberlys mumifizierte Leiche gefunden wurde, war sie offenbar schon seit drei Wochen tot, jedoch war ihr Körper in einem Schlammloch konserviert worden und man konnte noch immer den Schal um ihren Hals erkennen.
Virginia Lee Johnson, 18
Bild
* 1966
† ~ 20. Oktober 1984

verschwunden in Tampa/FL/USA

gefunden am 06. November 1984 in Pasco County/FL/USA

Stranguliert

Prostituierte
Zwei Tage nachdem Lisa McVey bei der Polizei in Tampa Anzeige gegen Long erstattet hatte, wurden auch die Ermittler aus dem benachbarten Pascoe County in den Fall involviert. Auf einem Feld wurden die skelettierten Überreste eines weiblichen Oberkörpers gefunden. Am Torso befand sich noch ein Tank-Top, welches die junge Frau zu Lebzeiten getragen hatte. Um den Hals waren ein Schnürsenkel und ein Stück Packschnur geschlungen, bei näherer Untersuchung fand man auch einen herzförmigen Kettenanhänger, der sich noch immer am Hals der Toten befand. Den Zerfall des Körpers führte man auf natürliche Ursachen wie z.B. Tierfraß zurück. Die Beamten des Pasco County Sheriffs Office und die Strafverfolgungsbehörde von Florida wurden augenblicklich benachrichtigt, alle verfügbaren Spuren umgehend an das FBI- Labor zu schicken. Die Autopsie der Leiche ergab mehrere Übereinstimmungen mit den Mordfällen im Hillsborough County, weshalb man das dortige Sheriffs Office hinzuzog. Ein Abgleich mit der zahnärztlichen Datenbank und die Identifizierung des Kettenanhängers, den Freunde von Virginia als den ihren wiedererkannten, konnte dem toten Mädchen endlich ein Name zugeordnet werden. Virginia hatte sich prostituiert, um ihre Alkohol- und Drogensucht zu finanzieren.
Kimberly Marie Swann, 21
Bild
* 17. Mai 1963
† 10. November 1984

verschwunden in Tampa, Hillsborough County/FL/USA

gefunden am 12. November 1984 in Tampa, Hillsborough County/FL/USA

Stranguliert
Weniger als eine Woche nachdem man Virginia aufgefunden hatte, entdeckte ein Straßenarbeiter Longs nächstes Opfer im Gras liegend unter einer Überführung. Unter Alkohol und Narkotika war Kimberly nach dem Besuch eines Nachtclubs in ihr Auto gestiegen, um nach Hause zu fahren. Doch aufgrund ihres Zustandes hatte sie den Wagen nicht unter Kontrolle und fuhr auffällige Schlangenlinien. Long bemerkte dies, setzte sein Auto neben das ihre und bedeutete Kimberly, an den Straßenrand zu fahren. Im Glauben, er wolle sie auf einen Drink einladen, tat Kimberly dies und stieg zu Long in den Wagen. Doch gleich darauf – wodurch auch immer – bemerkte sie, dass irgendetwas nicht stimmte und begann, so heftig auf Long einzuschlagen, dass dieser sein Vorhaben, das Mädchen ebenfalls zu vergewaltigen, entnervt aufgab. Long schlug Kimberly mit seinen Fäusten bewusstlos, dann fesselte und strangulierte er sie. Um sich der Leiche zu entledigen, warf er sie einfach die Brücke hinunter, wo sie zwei Tage darauf gefunden wurde. Zu diesem Zeitpunkt konnten weder die Polizei noch Long selbst ahnen, dass Kim Swann sein letztes Opfer sein würde.
Lisa McVey, 17
Bild
Lisa wurde am 03. November 1984 von Long in der Waters Avenue, Tampa/FL/USA entführt und am 05. November 1984 freigelassen.
Ihre Geschichte wurde in der Crime Serie "Surviving Evil" (1. Staffel, 2. Episode) verfilmt.
Drei Tage nach Halloween um 2 Uhr 30 morgens war Long erneut auf der Suche nach einem neuen Opfer. Und dieses Mal sollte er einen Fehler begehen, der die Polizei direkt zu seiner Haustür führen würde. Lisa war gerade auf ihrem Fahrrad auf der Waters Avenue unterwegs von der Arbeit nach Hause, als Long sie auf der entgegengesetzten Fahrbahn entdeckte. Er wendete seinen Wagen und folgte ihr zunächst, dann überholte er sie und beobachtete sie im Rückspiegel. Dann hielt er auf dem Parkplatz vor einer Kirche, ging zu Fuß zur Straße zurück und wartete, bis Lisa ihn erreicht hatte. Augenblicklich griff er nach ihrem Haar und zog sie daran von ihrem Fahrrad herunter. Dann richtete er eine Schusswaffe auf ihren Hals und drohte ihr, sie zu erschießen, falls sie nicht aufhören sollte, zu schreien. Dann zwang er sie zu seinem Wagen, wo er ihr befahl, sich zu entkleiden. Während er fuhr, nötigte er das Mädchen, ihn oral zu befriedigen, doch ehe er ejakulierte, hieß er Lisa, sich aufzusetzen und die Augen geschlossen zu halten. Sie hatte entsetzliche Angst, doch sie wollte überleben und so hielt sie sich exakt an alles, was Long ihr auftrug. Nachdem Long eine Weile ziellos umher gefahren war, entschloss er sich schließlich, zu seiner Wohnung in der East Fowler Avenue zurückzukehren. Er wies Lisa an, sich wieder anzukleiden und verband ihr die Augen, ehe die beiden das Auto verließen. In seinem Badezimmer musste sich Lisa erneut entkleiden und nach vorne beugen und Long versuchte, sie anal zu vergewaltigen. Doch er stoppte, als Lisa vor Schmerzen aufschrie. Dann schleppte er das Mädchen in sein Schlafzimmer und vergewaltigte es. Als er fertig war, brachte Lisa, deren Augen noch immer verbunden waren, erneut in sein Badezimmer, wo er mit ihr duschte und anschließend ihr Haar trocknete und bürstete. Überhaupt legte Long ein sehr befremdliches Verhalten an den Tag und behandelte sie eher wie seine Freundin, sagte ihr sogar, er wünsche, sie hätten sich unter anderen Umständen kennengelernt und wiederholte mehrfach, wie hübsch sie sei. Dann brachte er Lisa erneut in sein Schlafzimmer, legte ihr Fußfesseln an und drohte ihr, sie zu erschießen, wenn sie ihm nicht gehorchen würde. Long vergewaltigte er sie erneut, dann legte er seine Waffe neben sich auf den Nachttisch, nahm aber zuvor die Kugeln heraus, ganz so, als ob er der Ansicht sei, es sei nicht nötig, sie zu töten. Am nächsten Abend gab er ihr etwas zu essen, dann sagte er ihr, sie solle sich ankleiden und schlafen. Nach sechsundzwanzig Stunden, am nächsten Tag, verband er ihr erneut die Augen und brachte sie zu einem Parkplatz, wo er sie frei ließ. Einen kurzen Moment konnte Lisa durch einen kleinen Spalt ihrer Augenbinde schauen und auf diese Art später Longs Auto beschreiben. Lisa fand nach Hause, weckte ihren Vater und erstattete Anzeige bei der Polizei. Durch ihre Aussage kam heraus, dass sie Long wohl verwirrt haben musste, indem sie vorgab, sie habe ehrliches Interesse an ihm.
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