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Eugen Berwald

Taten, Profile und Opfer.
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Salva
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Eugen Berwald

#1

Ungelesener Beitrag von Salva » Di, 23. Feb. 2016, 14:49

Bild
NameBerwald
VornameEugen
Auch bekannt alsJewgenij Balakin
KlassifizierungMassenmörder
Alter45/46
Geburtsdatum1970
GeburtsortMoldawien
NationalitätMoldawien
Tatort/eBordell in Frankfurt am Main, Kettenhofweg 124a
Datum/ Zeitraum15. August 1994
TatmotivationRaub
Opfer (bewiesen)6: Gabor Bartos († 55), Ingrid Bartos († 47), Marina Erokina († 25), Veronika Sorokina († 18), Jelena Starikowa († 28), Olga Lucina († 27)
Opfer (vermutet)-
Tatausführung/ ArtErdrosseln/ Ersticken
Verhaftet am18. August 1994
Verurteilt amJuli 1996
Urteil25-jährige Haftstrafe
Aktueller Statusin Haft

► Sachverhalt

Der zum Tatzeitpunkt 26-Jährige moldawische Ex-Soldat Eugen Berwald (Geburtsname Jewgenij Balakin), ermordete am 15. August 1994 in einem Edelbordell in Frankfurt am Main vier Prostituierte aus Russland und das Bordellbetreiberehepaar. Die Taten gelten bis heute als die grausamsten und das Verbrechen als das schwerste in der Frankfurter Kriminalgeschichte.

Das Motiv war die Absicht eine Raubtat zu verdecken, bei der ihm seine 25 Jahre alte Ehefrau Sofia geholfen haben soll.
Bild nicht mehr vorhandenSofia Berwald (25) und Eugen heirateten 1991
Sofia arbeitete auch als Prostituierte ("Sonja") in dem Frankfurter Bordell. Sie war die Tochter eines deutschen Bauingenieurs und einer kasachischen Mutter. 1993 las sie in einer moldawischen Frauenzeitschrift die Annonce "Hübsche Mädchen für gutbezahlte Arbeit in Frankfurt gesucht" und begab sich darauf hin nach Frankfurt.
Bild nicht mehr vorhandenKettenhofweg 124 a: Vor der Villa versammelten sich nach dem Verbrechen rasch zahlreiche Fotografen und Reporter
Das Bordell im Kettenhofweg in Frankfurt wurde von dem deutsch-ungarischen Ehepaar Ingrid und Gabor Batos betrieben. Es wurde ausschließlich von gutsituierten Kunden (auch aus Justiz-, Ordnungsamts- und Polizeikreisen) besucht. Der 55 Jahre alte und umtriebige Gabor Bartos handelte nach den Erkenntnissen der Polizei mit allem was Geld brachte: mit Holz, Flugzeugen, Ersatzteilen - und mit vorzugsweise osteuropäischen Mädchen aus den GUS-Staaten, Ungarn und Estland. Seine 48 Jahre alte Frau Ingrid Bartos, Erbin und Inhaberin eines bekannten Frankfurter Schreibwarengeschäfts, überwachte den Bordellbetrieb. Auf Wunsch fingierte sie die Bordellrechnungen als Quittungen für Schreibwaren. Bei der Polizei war Bartos seit Juni 1994 aktenkundig. Hinweise auf Prügeleien in dem Edelpuff und eine dicke Ermittlungsakte beim Frankfurter Ordnungsamt machten die Kripo aufmerksam.

Am 18. August 1994 wurden Eugen Berwald und seine Frau von einem Sondereinsatzkommando der bayerischen Polizei festgenommen. Eugen Berwald hatte soeben 22.500 Mark bar für ein neues Auto bezahlt. Die Rolex-Armbanduhr von Gabor Bartos trug er am Handgelenk. In der Wohnung der Berwalds fanden sich Louis-Vuitton-Taschen von Bartos ermordeter Ehefrau. Abgeschnittene Kabel, die offensichtlich zum Erdrosseln benutzt worden sind, wurden ebenso gefunden wie Kleidungsstücke mit eindeutig zu identifizierenden Blutspuren und Fasern sowie die Pässe der Opfer.

Berwald behauptete vor Gericht, er habe die Opfer nur gefesselt und beschuldigte die Russenmafia der Morde. Nähere Hinweise konnte er aber diesbezüglich nicht geben.
Erkenntnisse der Ermittler: Berwald fesselte und knebelte Ingrid Bartos und die Prostituierten, um freie Bahn für seinen Raubzug zu haben, wurde aber von Gabor Bartos überrascht, der den Hund ausgeführt hatte. Er tötete ihn und anschließend alle anderen möglichen Zeugen.
Bild nicht mehr vorhandenEines der blutigsten Verbrechen der Frankfurter Kriminalgeschichte
Eugen Berwald wurde wegen Mord und Raub und Sofia Berwald wegen Beteiligung am Raub angeklagt. Eugen Berwald wurde zu lebenslanger Haft verurteilt. Sofia erhielt wegen gemeinschaftlichen schweren Raubes sechs Jahre Haft.
Bild nicht mehr vorhandenEugen Berwald während der Verhandlung
► Die Opfer

Bild nicht mehr vorhandenBodellbesitzer Gabor Batos († 55) und seine Frau Ingrid († 47)
• Olga Lucina, † 27, Russin

Olga wurde im zweiten Obergeschoß nackt, das Gesäß mit einem Handtuch bedeckt, erdrosselt vorgefunden. In Ihrem Mund steckte der Ärmel einer Bluse. Hinuntergestopft bis in den Rachen.
Olga war erst wenige Tage zuvor mit einem Touristenvisum nach Deutschland eingereist.

• Jelena Starikowa, † 28, Russin

Jelena wurde im ersten Stock erdrosselt und mit nacktem Unterkörper auf dem Fußboden vorgefunden.Ihr Leichnam war mit einer Daunendecke bedeckt.
Jelena war erst wenige Tage zuvor mit einem Touristenvisum nach Deutschland eingereist.

• Veronika Sorokina, † 18, Russin

Veronika wurde mit einem roten Kimono bekleidet im ersten Stock erdrosselt aufgefunden.
Auch Vernika war erst wenige Tage zuvor mit einem Touristenvisum nach Deutschland eingereist.

• Marina Erokina, † 25, Russin

Marina wurde im Heizungskeller des Bordells in einem zerrissenen Kimono, den Mund vollgestopft mit einem Knebel, erdrosselt vorgefunden. Über ihrem Gesicht lag ein grauweißes Tuch.
Wie ihre drei Kolleginnen war Marina erst wenige Tage zuvor mit einem Touristenvisum nach Deutschland eingereist.

Quellen mit weiteren Details

FAZ | SIK | Pluspedia | Murderpedia | Spiegel
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